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Der erste Advent
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von BlueButterfly    erstellt: 02.12.2007    letztes Update: 24.12.2007    Romanze / P16 Slash    (fertiggestellt, keine anonymen Reviews) 42 Reviews
Title: Weihnachtsbaum und Liebestraum – Eine Geschichte zu Heiligabend

Author: BlueButterfly

Genre: Romanze

Hauptpersonen: Bill, Tom

Pairing: BillxTom

Rating: P 16 - Slash

Warnings:  Twinzest, Slash

Disclaimer: Die zwei Jungs gehören mir leider nicht, ebenso wenig wie Produzenten, Eltern etc. die wir kennen. Ich möchte Inzest keines Falls anpreisen oder gar loben, außerdem verdiene ich kein Geld mit dieser Story.

Claimer: Mir gehören alle anderen eventuell vorkommenden Personen, so wie die Idee zu dieser Story und eigene Gedichte. Außerdem werde ich diese Geschichte sofort stoppen wenn sie irgendwo kopiert wird.


~*~*~


Weihnachtsbaum und Liebestraum
-     Eine Geschichte zu Heiligabend


Der erste Advent


„Ein erstes Lichtlein brennt, im Advent, im Advent…“

Überall duftete es nach gebratenen Mandeln und Lebkuchen, in den Häusern brannte warmes Licht und alles war feierlich geschmückt. Es war Anfang Dezember. In den Kaufhäusern saßen bereits die gestellten Weihnachtsmänner auf ihren Stühlen und ließen sich mit den Kindern fotografieren, nahmen Wunschzettel an, die sowieso nie bei dem richtigen Weihnachtsmann ankommen würden. Es war alles gelogen. Gut ausgedacht, bis ins feinste Detail, um möglichst viel Geld zu verdienen. Und doch funktionierte es. Die Menschen liebten diese Jahreszeit mit all ihren Angewohnheiten. Sie liebten Weihnachten.

Auf dem kleinen Holztisch stand ein Kranz, den vier rote Kerzen zierten und eine davon brannte munter vor sich hin. Daneben stand eine Schüssel mit selbstgebackenen Kecksen und am Herd in der kleinen Küche stand eine junge Frau, das Haar hochgesteckt und fröhlich vor sich hinsummend. Es war wohl eine Mischung aus äußerst vielen Weihnachtsliedern, vermutlich konnte sie sich einfach für keines entscheiden. Die Küche hatte einen Übergang zu einem kleinen Wohnzimmer, gehalten in warme orangetöne und an dem großen Fenster, das den noch nicht mal ansatzweise weißen Garten zeigte, stand ein Junge. Er konnte nicht sehr alt sein, vielleicht 16 oder 17.  Groß und schlank stand er da, in einem Kapuzenpulli und dünnen Jeans, zitternd und traurig. Die Arme waren um die schmale Taille geschlungen und gedankenverloren sah er nach draußen, die Stirn an die kühle Fensterscheibe gelehnt. Schwarzes, langes Haar wellte sich leicht auf den Schultern, umspielte weich das blasse Gesicht. Ein feiner schwarzer Kajalstrich zog sich um die schokoladen braunen Augen, die so viel Wärme ausstrahlten, wie sein Körper es vielleicht gerade gebrauchen konnte.

„Bill?“, erklang die Stimme der Frau aus der Küche und der Junge drehte sich um und sah mit fragendem Ausdruck zu seiner Mutter. Dabei hatte er die rechte Augenbraue hochgezogen, in der sich ein Piercing befand und lehnte sich nun mit dem Rücken an das leicht vereiste Fenster.
„Was?“, fragte er mit einer unglaublich sanften Stimme, die alle Gegenstände im Raum umschmeichelte. Seine Mutter lächelte und griff zu einer Tube mit Schokoladensoße, die sie in kleinen Spritzern auf den noch warmen Plätzchen verteilte.
„Weißt du wie lange Tom wegbleiben wollte?“
Der Schwarzhaarige seufzte und ließ sich auf die große, rote Couch fallen, wo er anscheinend interessiert seine schwarz lackierten Fingernägel betrachtete.
„Nein, er hat nur was von einkaufen und Weihnachten gesagt.“
„Das kenn ich ja gar nicht von ihm, dass er sich so viel Mühe mit Geschenken gibt.“
„Wenn er denn Geschenke besorgt“, sagte Bill leise, verschränkte die Arme auf den angezogenen Knien und bettete den Kopf darauf.

„Doch, das glaub ich schon, er hat ja schon vor Wochen begonnen sich Gedanken zu machen. Er freut sich glaub ich richtig.“
„Mhm“, gelangweilt gab der Teenager diesen Laut von sich und sah wieder aus dem Fenster. Das Gras wies weiße, kristallisierte Stellen auf, an denen es vereist war. Doch trotz der Kälte war noch nicht eine Schneeflocke gefallen. Sie hielten sich in den Wolken gefangen, bis der ihrer Meinung nach richtige Zeitpunkt gekommen war. Und wie man sehen konnte, war der für sie noch nicht gekommen.
„Vermisst auch den Schnee, hm?“
Erschrocken hob der Schwarzhaarige den Kopf, nickte und sah wieder aus dem Fenster. Seine Mutter stützte die Ellenbogen auf die Rückenlehne der Couch und stütze das Gesicht in die Handfläche, sah ebenso sehnsüchtig nach draußen wie ihr Sohn. Mit einem Seufzen richtete sie sich auf und ging wieder zum Herd, wo ein neues Blech darauf wartete, mit rohen Keksen gefüllt zu werden.

„Hast du dir denn schon Gedanken gemacht, was du Tom schenken willst?“
„Ja“, sagte Bill leise und drehte den Kopf in die Richtung seiner Mutter.
„Aber ich habs noch nicht besorgt.“
„Was willst du ihm denn schenken?“
Der Schwarzhaarige musste Schmunzeln. Mütter. Neugierig wo es nur ging. Seine Mutter tat zwar als wäre die Frage beiläufig gestellt, dennoch spitzte sie die Ohren und wartete auf eine Antwort.
„Geheimnis“, sagte der Schwarzhaarige nur leise und sah wieder zum Fenster. Mit den langen, schlanken und grazilen Fingern griff er nach der schwarzen Fernbedienung, schaltete den Fernseher an und blieb auf Viva hängen. Es lief gerade „Apologize“, von Timbaland und seiner neusten Entdeckung Onerepublic oder wie die Typen hießen. Bill mochte das Lied und als der Refrain einsetzte begann er leise mitzusingen.

„I’m holding on your rope
Got me ten feet off the ground
And I’m hearing what you say
But I just can’t make a sound
You tell me that you need me
Then you go and cut me down
But wait
You tell me that you’re sorry
Didn’t think I’d turn around and say..

That it’s too late to apologize, it’s too late
I said it’s too late to apologize, it’s too late…“


Weiter kannte Bill den Text nicht und wirklich übersetzten konnte er ihn auch nicht, er war nicht sonderlich gut in Fremdsprachen, aber es hatte wohl irgendetwas mit Entschuldigung oder so zu tun. Gedankenverloren beobachtete er den weiteren Verlauf des Videos. Diese Frau war ja nicht besonders hübsch…aber vielleicht war das ja der Sinn des Liedes. Langsam wurde es wieder leiser und gerade als der letzte Ton verklang, schepperte die Haustür mit einem lauten Knall zu. Erschrocken fuhr der schwarzhaarige Junge zusammen und hob den Kopf, sah seinen Bruder, der gerade die übergroße Jacke und die Turnschuhe auszog und seine Mutter begrüßte. Kurz richtete der Dunkeblonde seine Cap, die auf seinen Dreadlocks trohnte, nahm dann seine Einkaufstüten wieder auf und und ging in Richtung Treppe. Als er an seinem kleinen Bruder vorbeikam, wuschelte er ihm kurz durch die Haare.

„Hey Kleiner“, meinte er schmunzelnd und verschwand nach oben.
Vor sich hinfluchend richtete Bill die durcheinander geratenen Strähnen wieder und legte dabei die Fernbedienung zur Seite.
„Was hab ich gesagt?“, fragte seine Mutter grinsend. Verwirrt stoppte Bill in seinem Tun.
„Hä?“
„Er war einkaufen, Weihnachtsgeschenke.“
„Woher willst du das wissen?“
Die Frau sah schmunzelnd die Treppe hoch.
„Sonst hätte er erstmal die Tüten abgestellt und sich zu dir aufs Sofa gesetzt.“
Bei dem Gedanken an Nähe zu seinem großen Bruder begann es in Bills Bauch wie verrückt zu Kribbeln und schnell sah er wieder zum Fernseher.
„Aber es ist Sonntag.“
„Du weißt das die Geschäfte hier am 1., 2., 3. und 4. Advent geöffnet haben.“
Auch wenn seine Mutter recht hatte, das würde Bill ihr jetzt nicht eingestehen, deshalb hielt er zerknirscht den Mund.

Der nächste Song wurde eingespielt „Stark“ von Ich+Ich. Bill liebte diesen Song, er hatte eine ganz besondere Bedeutung für ihn. Tom mochte diesen Song ebenfalls und hatte Bill erklärt warum er auf einmal ein „Schmuselied“ mochte.
„Es trifft genau auf mich zu Bill“, hatte er gesagt und ihn angelächelt.
„Du glaubst das ich stärker bin als du, aber du weißt nicht wie es in mir aussieht.“
Seitdem Tom das zu Bill gesagt hatte, hatte sich das Kribbeln, die Liebe noch verstärkt. Auf einmal spürte Bill den unglaublichen Drang seinen Bruder zu schützen, für ihn stark zu sein und ein wenig der Last auf Toms Schultern auf seine eigenen zu verladen.

Von oben erklangen ein Knall und ein ungehaltener, lauter Fluch, dann knallte erneut eine Tür.
„Schade dass er seine Tollpatschigkeit nicht in einem der Läden umgetauscht hat“, seufzte die junge Frau und hielt einen Moment in ihrem Tun inne, dachte daran, wie viel einfacher es doch dann jetzt wäre.
„Mum“, meinte der Teenager auf dem Sofa wütend und strafte seine Mutter mit einem vernichtenden Blick. Gerade kam in Bill wieder die Regung zum Vorschein, dass er Tom in Schutz nehmen musste.
„Tom ist doch nicht tollpatschig! Höchstens ein bisschen ungeschickt“, fügte er hinzu, den Blick immer noch zum Fernseher gerichtet.

„Genau“, erklang dann auf einmal die Stimme des älteren Jungen, der auf der untersten Stufe stand.
„Wenigstens einer der mich versteht“, meinte er gespielt gekränkt und ließ sich hinter seinen Bruder auf die Couch fallen, um beinahe Schutzsuchend die Arme um Bills Bauch zu schlingen und die Hände Wärme suchend in der Kängurutasche vor dessen Bauch zu verstecken. Gleichzeitig legte Tom den Kopf an Bills Schulter und sah ebenfalls zum Fernseher. Bills Herz raste, schneller und schneller, das Kribbeln wurde unerträglich und doch traute Bill sich, die Hände ebenfalls in die Tasche zu stecken und um Toms Hände zu legen, während er sich an die Brust des Älteren lehnte. Die Mutter der beiden zog stirnrunzelnd eine Augenbraue hoch. Sie wusste schon immer dass ihre Söhne angesichts ihrer Zwillingsverbindung eine besondere Bindung hatten, aber auch wenn Bill sehr kuschelbedürftig war, so war das doch normalerweise nicht Toms Art.

„Tom, du machst mir Angst“, meinte sie trocken und schob das frisch gemachte Blech in den Ofen. Doch ihr älterer Junge kümmerte sich nicht darum, seufzte nur glücklich auf als Bills Daumen begannen seine Handrücken zu streicheln und lauschte der Musik, die eigentlich so gar nicht seinem Geschmack entsprach. Dennoch hoffte er darauf, dass Bill begann leise mitzusingen, er liebte seine Stimme einfach. Und als könnte Bill die Gedanken seines großen Bruders lesen, begann er leise mitzusingen, obwohl er nicht mal wusste was für ein Lied gerade lief.
Doch als das Lied zu Ende war, stoppte Bill ganz plötzlich, was Tom unzufrieden Grummeln ließ. Bill musste schmunzeln und zog die Hände aus den Taschen, während er sich aufsetzte.
„Ich geh duschen“, meinte er und wollte aufstehen, als sich zwei Hände an die Taille des Schwarzhaarigen legten und ihn mit einem Ruck zurückzogen.
„Hier geblieben“, hauchte Tom in den Nacken seines kleinen Bruders, woraufhin eine Gänsehaut über Bills Körper zog. Theatralisch seufzte er auf und fuhr sich durchs Haar.

„Aber ich muss gaaaanz dringend duschen Tommi“, sagte er und lehnte den Kopf soweit zurück, dass er seinen Zwilling aus großen Augen mit Dackelblick ansehen konnte. Dieser zog eine Schnute und sah mit dem gleichen Blick zurück.
„Ich mag aber noch kuscheln“, sagte er mit Kinderstimme und beide zuckten zusammen, als ihre Mutter sich in das Gespräch einmischte.
„Ihr könnt doch einfach zusammen in die Badewanne gehen, die ist immerhin groß genug.“
Die beiden Teenager rissen ihre braunen Augen auf und starrten ihre Mutter an, als würde sie von einem anderen Stern kommen. Nach einer Ausrede suchend kaute Tom auf seiner Unterlippe herum und Bill starrte auf seine Hände, ehe er zischte: „Jetzt mach doch was, du wolltest schließlich kuscheln!“
Es war nicht so, dass Bill wütend war, aber an ein gemeinsames Bad mit Tom wollte er nicht denken, um so erschrockener war er , als dieser mit seiner „Rettung“ rausrückte.
„Joah, können wir machen.“
Bill starrte Tom an, der jetzt aufstand und sich die schwitzigen Hände an der Hose abwischte, ehe er Bill hoch und ins Badezimmer zog.
„Ich hoffe mal, das du das nicht ernst meintest“, presste Bill zwischen den Lippen hervor.

Doch der ältere Zwilling schloss die Tür ab und entledigte sich seines Sweatshirts.
„Natürlich war das mein Ernst“, meinte er trocken und ließ Wasser in die Wanne laufen.
Aus großen Augen beobachtete Bill ihn dabei, der den Blick nicht von Toms nacktem Oberkörper nehmen konnte.
„Soll ich dir helfen?“
Bills Augen wurden noch größer, als sie es eh schon waren und hektisch schüttelte der Schwarzhaarige den Kopf, während er sich den Pullover über den Kopf zog. Tom öffnete währenddessen schon seinen Gürtel und Bill sah verlegen weg, als er auch seinen öffnete. Ein leises Ratschen war zu hören, als der harte Stoff auf die Fliesen glitt und Bill hoffte inständig, dass Tom nicht hinsah, als er sich knallrot die Shorts von den Beinen streifte.
In Rekordgeschwindigkeit ließ sich der jüngere Zwilling in die Wanne gleiten und atmete erleichtert durch, da Tom nicht gerade wenig Schaum in die Wanne geschüttet hatte. Er lehnte sich leicht zurück und war froh, gerade zu seinem Duschgel zu greifen, als Tom sich ebenfalls in die Wanne setzte, dann sah er zu seinem großen Bruder und deutete fragend zu dessen Duschgel. Doch der Dunkelblonde lächelte nur, beugte sich vor und griff selbstständig danach, wobei sich ihre Hände streiften. Beide hoben den Kopf und ihre Blicke trafen sich. Minuten saßen die Zwillinge so da, sahen sich nur an, bewegten sich dann aber verlegen wieder und begannen sich einzuseifen. Eigentlich bringt das ja gar nichts, dachte Bill, machte aber trotzdem weiter.

Allerdings regte sich im jüngeren Teenager ein Wunsch, der immer größer wurde und er schielte leicht zu seinem Zwilling, der anscheinend sehr konzentriert den Inhalt der Flasche studierte.
„Tom?“, traute sich Bill schließlich und angesprochener hob  fragend den Kopf.
„Ähm…magst du mich…also…“
Erneut knallrot stoppte Bill und sah wieder verlegen auf seine Hände.
Dennoch legte sich eine Hand unter sein Kinn und wurde so hochdirigiert dass Bill Tom direkt in die braunen Augen sehen musste.
„Gerne“, sagte Tom lächelnd und Bill begann zu strahlen, bevor er sich in der Wanne vorsichtig umdrehte, damit das Wasser nicht überlief, rutschte Tom bis ganz an den Rand, griff an Bill vorbei nach dessen Duschgel und kippte sich eine ordentlich Portion in die Hände, während Bill sich die mittlerweile nass glänzenden Haare über die Schulter legte. Bills Herz begann schneller zu schlagen, als er spürte wie Tom hinter ihm zurecht rückte und sich dessen Hände zaghaft auf seinen Rücken legten.

Nur Sekunden später schloss Bill auch schon die Augen und seufzte leise, als Toms Hände begannen seinen Rücken zu verwöhnen, wie sie es gelernt hatten. Ja, Tom hatte massieren sozusagen „geübt“, hatte abwechselnd ihn und seine Mutter massiert und war mittlerweile perfekt, wenn Bill das so sagen durfte.
Der Schwarzhaarige öffnete die Augen und sah aus dem kleinen Fenster, draußen wehte starker Wind und es regnete, die Ränder des Fensters wiesen kleine Kristalle auf, eingefroren.

„Advent, Advent, Advent…“
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