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von gugi28    erstellt: 18.11.2007    letztes Update: 21.12.2007    Geschichte, Romanze / P18 Slash    (fertiggestellt, keine anonymen Reviews)
Hallo meine Süßen!


*lach* Oh ja, ihr sprecht mir aus der Seele, was Ginny und Selest angeht! Nur sind die beiden Mädchen für den weiteren Verlauf dieser Story noch sehr wichtig. Aber eines verspreche ich euch: Bei mir wird immer Gerechtigkeit walten, ihr werdet schon sehen!

(*) Vergesst nicht: Diese Story ähnelt sehr einigen Situationen von Jumanji. Lasst euch davon nicht irritieren, okay?

Und? Bereit? Dann haltet eure Herzen und Nerven gut fest und taucht ab!

Viel Spaß beim Erwürgen der Weibsbilder – ich bin dabei!

Bussis, eure gugi!



**************************************************



>>> Vertrauter Feind – Teil 2 <<<




Das Wochenende nahte mit großen Schritten und ehe sich Harry versah, stand der Samstag vor der Türe. Vormittags widmete er sich seinen restlichen Hausaufgaben und war froh, dass keines der Mädchen aus Gryffindor den Schlafsaal der Jungen betreten durfte, ihn somit störte. Harry schämte sich für seine Erleichterung, da er ja nun offiziell mit Ginny zusammen war – und normalerweise wollte man so oft wie möglich mit seiner Freundin Zeit verbringen. Normalerweise. Bei Harry war nichts normal, denn er nahm bewusst Abstand zu Ginny, wo es nur ging.

Harry wusste nicht, wie oft er sich gewünscht hatte, sich über Nacht in sie zu verlieben, denn dann wäre vieles einfacher für ihn. Nur machte ihm sein Herz einen Strich durch die Rechnung. Es schlug noch immer für diesen Idioten Draco Malfoy, und das ärgerte ihn maßlos. Wie war es nur möglich, dass man einen Menschen vergötterte und gleichzeitig hasste? Verdammt, er kannte Malfoy nicht einmal richtig gut! Außerdem war der Slytherin nun ebenfalls offiziell mit Selest Young zusammen, was Harry absolut nicht schmeckte.

Harry saß in einer Zwickmühle. Einerseits spielte er Ginny den glücklich Verliebten vor, andererseits weinte sein Herz bittere Tränen. Dieser zerrissene Zustand wirkte sich natürlich aus, denn Harry verlor seinen gesunden Appetit und aß nur spärlich. Wurde er gefragt, wieso er so wenig zu sich nahm, kam von ihm die Ausrede, dass er mit den Hausaufgaben nicht so gut zurecht kam und dies ihm auf den Magen schlug. Hermine glaubte ihm sogar und versuchte, ihm so gut wie möglich unter die Arme zu greifen. Ron war ebenso blauäugig, nur Neville bedachte Harry ziemlich oft mit einem wissenden Blick, hielt aber seinen Mund.

Der schwarzhaarige Gryffindor bekam Ginny gegenüber ein schlechtes Gewissen, da er wirklich oft die Möglichkeit nutzte, ihr aus dem Weg zu gehen. Wenn seine Freundin ihn jedoch darauf ansprach, redete er sich geschickt heraus, lächelte sie liebevoll an und versicherte ihr, dass alles in bester Ordnung war – Ginny glaubte ihm. Abermals meldete sich sein schlechtes Gewissen…

In den letzten Tagen hatte Harry es weiterhin nicht lassen können, Draco Malfoy und seine neue Flamme heimlich zu beobachten, auch wenn dies hieß, schreckliche Qualen erleiden zu müssen. Er lächelte, spielte den Glücklichen und zerfiel innerlich jedoch immer mehr.

Nun saß er an seinem Schreibtisch und brütete über seine letzte Hausaufgabe, kaute an dem Ende der Feder herum. Harry war nicht alleine, sonst hätte er sich seinem Kummer frei hingeben können. Dean und Seamus waren nicht anwesend, nur Neville und Ron.

„Scheiße!“, pfefferte Harry seine Feder auf den Tisch. Ron hatte es sich auf seinem Bett gemütlich gemacht und las ein Buch. Neville war soeben mit seinen Hausaufgaben fertig geworden und steckte sie weg. Beide Jungen sahen bei Harrys Ausbruch hoch, der Schwarzhaarige raufte sich die Haare.

„Verzweifelst du an Zaubertränke?“, grinste Ron wissend, Harry grummelte vor sich hin. „Ja, verdammt, ich komm einfach nicht weiter.“

„Wenn du willst, kann ich dir helfen“, zwinkerte der Rotschopf, Harry stand der Mund offen. „Du hast den Aufsatz schon fertig?“

Ron stand auf, kramte in seiner Tasche herum und holte das Pergament hervor. Grinsend hielt er es Harry unter die Nase, der es verdutzt an sich nahm und durchlas.

„Hermine war so nett, mir ein wenig zu helfen. Wenn du die Sätze ein wenig umformulierst, dürfte es nicht auffallen“, zuckte er die Schultern.

„Mann, du bist meine Rettung!“, war Harry erfreut, Ron lachte auf. „Sowieso, Kumpel! Wenn du mich nicht hättest, würde dir vieles entgehen!“

Harry wusste, worauf Ron schon wieder ansprach, er lächelte gezwungen. „Wo du Recht hast, hast du Recht“, entgegnete er.

„Ginny und du, ihr seid wirklich ein schönes Paar. Ich habe mir immer gewünscht, dass sie dich zum Freund bekommt. Die anderen vor dir waren nicht die Richtigen. Bei dir weiß ich wenigstens, dass sie in guten Händen ist“, seufzte Ron selig, Harrys schlechtes Gewissen brüllte ihn regelrecht an. Verdammt. Moment! Wie viele Freunde hatte Ginny schon vor ihm gehabt? Und wieso waren diese Beziehungen so schnell in die Brüche gegangen?

„Freust du dich schon auf heute Nachmittag? War übrigens ein super Zug von dir, mich und Hermine ebenfalls nach Hogsmeade einzuladen. Zu viert wird es sicher lustig, das weiß ich! Ich freue mich schon sehr darauf!“, brüstete sich Ron.

„Ich mich auch!“ Harry schauspielerte perfekt.

„Alles klar! Ich geh dann schon mal vor in die Große Halle – du kommst doch bald nach?“ Ron sah Harry fragend an.

„Sicher. Ich schreib nur den Aufsatz fertig, okay?“

„Gut. Ich sag Ginny Bescheid, damit sie sich keine Sorgen macht.“ Ron eilte auf die Türe zu und blieb kurz davor stehen. Dann drehte er sich Harry zu und musterte ihn. „Und du isst wieder etwas mehr, verstanden? Irgendwie hast du abgenommen“, musterte er ihn.

„Tatsächlich? Ist mir nicht aufgefallen. Du weißt ja, der Stress… Dieses Jahr ist es wirklich schwer für mich, mit dem Stoff mitzukommen“, wich Harry theatralisch seufzend aus.

„Das verstehe ich, Kumpel! Mir geht es nicht anders! Aber du bekommst das hin, ja? Also dann! Wir sehen uns!“ Ron hob die Hand zum Gruße und verschwand. Als die Türe ins Schloss glitt, sackte Harry in sich zusammen und ließ seine Stirn auf die Tischplatte knallen.

„Wie lange willst du dieses Theater noch weiter spielen?“

Harrys Schopf zischte hoch, geweitete Augen musterten den Kopf schüttelnden Neville. Langsam stand er auf, schritt um Harrys Bett herum und setzte sich auf die Kante. Nun saßen sich Harry und Neville Auge in Auge gegenüber, Harry schluckte hart.

„Ich weiß nicht, was du meinst“, räusperte sich der Held der Nation, Neville stöhnte genervt auf.

„Mann, Harry! Vielleicht kannst du die anderen blenden, aber mich nicht! Ich sehe doch, dass du unglücklich bist! Wieso tust du dir das an? Und was Ginny angeht… Es sieht so aus, als wäre sie tatsächlich in dich verliebt. Na ja, man hört, sie verliebt sich eigentlich immer recht schnell, aber…“

Harry runzelte die Stirn, Neville korrigierte sich sofort.

„…aber ich denke, bei dir meint sie es wirklich ernst. Hör nicht auf die Gerüchte, falls du welche über sie aufschnappen solltest, ja?“ Kurz entstand peinliche Stille, doch dann sprach Neville weiter.

„Du Harry? Sag mir, wenn ich mich irre, aber – die Hausaufgaben waren dir noch nie wichtig, wieso jetzt? Weißt du, was ich eher glaube, Harry? Ich glaube, du schlägst dich mit einem anderen Problem herum und versuchst, dich zwanghaft abzulenken – mit Ginny. Irgendwie funktioniert das aber nicht so richtig, oder?“

Harry blieb noch immer die Spucke weg, Neville erhob sich. „Keine Antwort ist auch eine Antwort, Harry. Ich… bin doch dein Freund, oder?“

„Ja, auf jeden Fall“, krächzte Harry mit einem Knoten im Hals.

„Gut. Freunde dürfen sich Sorgen machen, das wirst du mir nicht abgewöhnen können. Ich will nur Eines für dich, Harry: Dich glücklich sehen.“

„Das bin ich aber nicht!“, platzte es endlich aus Harry heraus, Neville nickte. „Ich weiß. Kann ich dir irgendwie helfen?“

„Nein, das kannst du leider nicht, Neville, da muss ich alleine durch“, seufzte er niedergeschlagen.

„Oh ja, das kenne ich nur zu gut.“ Neville steuerte die Türe an und blieb ebenfalls kurz davor stehen. Er war sich Harrys fragendem Blick im Rücken bewusst. Langsam drehte er sich um und lächelte ein wenig.

„Wenn du mal Abstand brauchst, keine Fragen mehr beantworten willst, dann geh mit mir und Luna spazieren. Glaub mir, es wirkt Wunder. Und was Ginny und dich angeht: Denk noch mal darüber nach, okay?“

Mit diesen Worten schritt er aus dem Schlafraum, nickte Harry noch kurz zu und verschwand. Harry pustete seine angehaltene Luft aus und kam zu dem Entschluss, dass Neville Recht hatte. Das Problem war nur, dass er aus dieser Sache so leicht nicht heraus kam und sich eine andere Lösung einfallen lassen musste. Nur welche?

Zwei Optionen standen für ihn offen: Ginny abservieren und dafür die Wut mindestens zweier Weasleys auf sich ziehen, oder aber er versuchte es richtig mit Ginny, gab ihrer Beziehung eine Chance. Binnen Sekunden entschied sich Harry für die zweite Variante, denn bei Draco Malfoy hatte er sowieso keine Chance. Der Hass auf den blonden Slytherin stieg immer mehr an und beflügelte ihn.

„Scheiß auf Malfoy!“, spie er aus. „Ginny hat einen richtigen Freund verdient!“

Dies war zwar leichter gesagt als getan, aber Harry wollte es wirklich versuchen. Aller Anfang war schwer, so trichterte er sich ein, und machte sich daran, seinen Aufsatz endlich fertig zu stellen.  

°°°°


Wie verabredet, schritten die vier am heutigen Nachmittag gut gelaunt nach Hogsmeade und unterhielten sich ausgelassen. Harry versuchte krampfhaft, nicht an Malfoy zu denken und lenkte sich mit Ginny ab. Er gab sich wirklich Mühe, umschwärmte sie, küsste oft ihr Haar und ging eng umschlungen mit ihr weiter.

„Du bist wohl noch sehr schüchtern, was, Harry?“, kicherte Ginny, Harry bekam rote Wangen. „Wieso?“

„Du weißt ja, Ginny, dass Harry bisher noch keine richtige Beziehung hatte“, rettete Hermine Harrys Hals, der Schwarzhaarige war ihr dankbar.

„Ja, Hermine, das weiß ich“, zwinkerte Ginny ihrer Freundin zu, dann wandte sie sich erneut an Harry. „Ich liebe deine Küsse in mein Haar, Harry, aber meine Lippen wollen auch welche“, klimperte sie mit ihren Augen, Harry bekam ein ungutes Gefühl in seinem Magen.

„Na los, Mann“, hüstelte Ron und drehte sich dezent weg, um den beiden einen Moment für sich alleine zu gönnen. Ginny sah ihren Freund hoffnungsvoll an, Harry schluckte hart. Ja, da musste er wohl durch, es führte kein Weg daran vorbei. So nahm er allen Mut zusammen, schloss die Augen und beugte sich zu ihr hinab. Als sich ihre Lippen berührten, musste Harry sich stark zusammenreißen, um sich nicht sofort von den ihren zu lösen. Also blieb ihm nichts Anderes übrig, als zu einer List zu greifen. Während er ihre Lippen mit den seinen liebkoste, dachte er an Draco Malfoy und wie es wohl wäre, ihn zu küssen… Sekunden vergingen, der Kuss wurde inniger.

„Wahnsinn! Harry! Na du gehst aber ran!“, rief Ron selig aus, Hermine gluckste. Harry kam wieder zu sich, löste den Kuss und lockerte die Umarmung, Ginny atmete hektisch.

„Du… kannst wirklich gut küssen, Harry“, keuchte sie außer Atem, Harry grinste. „Du auch. Noch ein Versuch?“, wurde er mutiger.

„Gerne“, wisperte sie, schlang ihre Arme um seinen Hals und presste sich an ihn. Sobald Harry die Augen schloss, sah er abermals Draco Malfoy vor sich und ließ sich fallen…

Etwa eine halbe Stunde später trudelten die vier schwatzend und lachend in Die Drei Besen ein und setzten sich an einen freien Tisch. Das Lokal war gut besucht, die Gäste unterhielten sich ausgelassen und lachten viel. Madam Rosmerta kam gut gelaunt an ihren Tisch und nahm gerne die Bestellungen auf. Ginny schmiegte sich an Harry, Hermine an Ron. Die positive Stimmung in diesem Lokal ging auf die vier über und für kurze Zeit war auch Draco Malfoy aus Harrys Gedanken verschwunden.

Wie gesagt: Nur für kurze Zeit. Denn keine Minute später betrat ausgerechnet dieser mit seiner Freundin das Lieblingslokal der vier Gryffindors, Harry verlor schlagartig sein Lächeln und sah schnell weg. Sein Herz klopfte wild, die Handflächen wurden feucht.

„Das darf doch wohl nicht wahr sein!“, zischte Ron giftig zu Draco sehend, Hermine rollte nur mit ihren Augen.

„Ron, sieh einfach nicht hin“, erklärte sie schlicht, Ginnys Augen wanderten zwischen Harry und Malfoy hin und her.

„Du hasst ihn immer noch, stimmt´s, Harry?“, wisperte sie an seiner Wange, der Schwarzhaarige nickte mit einem Knurren.

„Kann ich gut verstehen, Malfoy ist eben ein Arsch der besonderen Art“, zischte Ron, Harry stimmte ihm gerne zu. Die Stimmung hatte sich leider verändert, das merkten auch die beiden Mädchen schnell.

„Ich bin gleich wieder bei euch. Macht keinen Unsinn, so lange ich weg bin, verstanden?“, erhob sich Hermine von ihrem Stuhl, Ron und Harry nickten grimmig.

„Ich komme mit!“, rief Ginny schnell aus und zerrte Hermine mit zu den Toiletten.

Ron und Harry stierten wieder einmal zu Draco Malfoy, Selest Young, Blaise Zabini und…

„Ist das nicht Kevin Leary?“, wurden Rons Augen groß, Harry runzelte die Stirn. „Ja, ist er.“

„Ich hab ihn immer für einen netten Typen gehalten… Wieso gibt er sich mit Zabini ab?“, konnte Ron nicht so ganz verstehen, Harry zuckte mit den Schultern und umklammerte sein Butterbier mit festem Griff.

„Vielleicht ist Zabini anders als Malfoy?“, vermutete Harry stark, Ron schnaufte. „Natürlich.“

„Nein, ich meine es ernst“, sah Harry seinen Freund nun fest an, Ron wartete ab. „Zabini hat sich selten bis nie in die Streitgespräche von Malfoy und mir eingemischt, ist dir das nie aufgefallen?“, wollte er von Ron wissen, der Rotschopf überlegte ein wenig.

„Jetzt wo du es sagst? Du meinst, dass Zabini eigentlich okay ist? Aber er ist ein Slytherin!“, schnaufte er mit unterdrückter Lautstärke. Harry lächelte schief und seufzte.

„Und wenn schon. Bei uns in Gryffindor sind auch nicht alle mutig. Verstehst du, auf was ich hinaus will?“

Ron entspannte sich und sog scharf die Luft ein. Dann schielte er erneut zum Tisch der Slytherins und begegnete dem Blick von Blaise. Der Slytherin behielt Ron ebenfalls im Auge, beugte sich in diesem Moment zu Draco und wisperte ihm etwas zu. Auch Malfoy hob seinen Blick an und zog eine Augenbraue hoch. Dann zuckte er die Schulter, wandte sich ab und widmete sich seiner Freundin Selest.

„Okay, ich werde Zabini im Auge behalten, aber bei Malfoy bin ich mir eindeutig sicher. Er ist und bleibt ein arroganter Arsch“, grummelte Ron, Harry lachte hart auf. „Oh ja, da bin ich deiner Meinung.“

Ron gefiel Harrys Einstellung, er lehnte sich ein wenig zu ihm vor.

„Ich will Malfoy fertig machen, Ron, ihm so richtig in den Arsch treten“, knallte Harry seine Faust in die Handfläche, Ron grinste gehässig. „Krasse Idee, Alter. Wie sieht dein Plan aus?“

„Plan? Den kennst du bereits. Quidditch! Ich will, dass wir gewinnen!“, zischte er Ron leise zu, der Rotschopf war sofort Feuer und Flamme. „Ich nehme an, das heißt, dass wir noch härter trainieren werden?“

„Genau das heißt es, Ron. Bist du dabei?“ Harrys Augen funkelten.

„Klar, Mann, auf mich kannst du dich verlassen“, gab Ron ihm sein Versprechen. Wie auf Kommando sahen beide wieder zum Slytherintisch, Harrys Herz verkrampfte sich. Wieso musste Malfoy immer dann diese dumme Kuh küssen, wenn er gerade hinsah?

„Oh Gott, ich glaube, mir wird gleich übel“, wurde Ron weiß im Gesicht, Harry sah ebenfalls schnell weg.

„Malfoy vermiest mir die gute Stimmung“, schnappte Harry bitter, Ron nickte wie wild.

„Und was können wir tun, damit unsere gute Stimmung wieder zurückkommt?“, grinste Ron nun, Harry hob sofort den Finger.

„Zwei Butterbier, bitte!“, rief er Rosmerta zu, die Bestellung kam prompt…

Zum Missfallen der Mädchen wurden es immer mehr Butterbiere, allerdings waren Ron und Harry ausgelassener denn je. Sie flirteten mit ihren Mädchen, was das Zeug hielt, so vergaben sie ihren Freunden recht schnell. Ginny profitierte von Harrys leicht benebeltem Zustand, denn so oft wurde sie noch nie von ihm geküsst. Allerdings legte sich ein nicht übersehbarer Schatten über die ausgelassene Stimmung, denn Ron und Harry konnten es nicht lassen, sich permanent über Draco Malfoy auszulassen, sehr zum Missfallen der Mädchen.

Die Wut in Harrys Innerem stieg noch weiter an, quälende Eifersucht mischte sich darunter. Wenn er nicht aufpasste, würde er platzen, und das war Draco Malfoy doch nicht wert!

„Leute? Wir sollten zahlen und gehen. Die Slytherins verderben mir sonst noch die Stimmung“, raunte Harry leise, Ginny war sofort seiner Meinung.

„Gute Idee, Harry“, schmiegte sie sich an ihn.

Rosmerta wurde ein weiteres Mal an ihren Tisch gerufen, die Rechnung beglichen. So schnell sie konnten, standen sie auf und beeilten sich aus dem Lokal. Hermine hing sich bei Ron ein, Ginny bei Harry. Der Lockenkopf flüsterte ihrem Freund etwas ins Ohr, und so kam es, dass Harry und Ginny bald alleine waren, da sich ihre besten Freunde schleunigst aus dem Staub machten.

°°°°


Der Weg zurück zum Schloss könnte nicht romantischer sein, denn er führte durch ein kleines Wäldchen. Harry wurde ein wenig nervös, als Ginny stehen blieb und Harry aufhielt.

„Weißt du, Harry, Ron und Hermine haben uns aus gutem Grund alleine gelassen, damit wir ein wenig Zeit füreinander haben“, säuselte sie ihm entgegen, Harry schluckte hart.

„Wir sind jetzt schon seit einigen Tagen zusammen, Harry. Ich… Ich hätte nichts dagegen, wenn wir ein wenig weiter gehen, als uns nur zu küssen.“

Harry bekam Panik und sah sie dementsprechend an. Bevor er etwas erwidern konnte, lagen ihre Lippen auf den seinen, sie presste sich willig an ihn. In diesem Moment erinnerte sich Harry an einige Andeutungen, die seine Freunde fallen gelassen hatten. 1. Harry war bereits der x-te Freund von Ginny. 2. Ginny verliebte sich schnell und gerne. Da stellte sich doch gleich die Frage: Wie weit war Ginny mit den anderen Jungs bereits gegangen?

„Harry? Was hast du denn?“, löste sie sich von seinen Lippen, als sie keine Reaktion von ihm bekam.

„Ähm, ich… Wie weit willst du denn gehen?“, fragte er etwas schüchtern, Ginny lächelte ihn lüstern an.

„Für mich wäre es nicht das erste Mal, weißt du? Sex ist etwas sehr schönes und ich würde dir gerne zeigen…“

„Was?!“ Harry brachte Abstand zwischen sich und Ginny, sah sie entsetzt an.

„Du hattest schon Sex?“, keuchte er, Ginny seufzte genervt. „Ja! Na und? Aber sag es nicht Ron, ja?“

Harry fiel in sich zusammen, erneut wallte Panik in ihm auf. „Aber… Ich hatte bisher noch nie Sex, und…“, stotterte er herum.

„Herrgott, Harry! Sex ist doch nichts Schlimmes! Wäre ja nicht so, als würde ich dich dazu zwingen! Bisher hat mich noch niemand abgewiesen, ich weiß nicht, wieso du so ein Theater machst!“, regte sie sich auf, Harrys Gesicht verhärtete sich. Sekunden des Anstarrens verstrichen, ehe Ginny einlenkte.

„Es… Es tut mir leid, Harry. So meinte ich es nicht. Ich mag dich wirklich sehr gerne, Harry, und da ist es doch normal, dass ich intimer mit dir werden will, meinst du nicht?“, fragte sie mit Engelsgesicht, Harry holte tief Luft – sein Gesicht war noch immer aus Stein.

„Das kann schon sein, Ginny, aber ich habe nicht vor, dich hier und jetzt flach zu legen. Dafür sind wir noch nicht lange genug zusammen“, erwiderte er unterkühlt, Ginny wurde etwas verlegen. „Und wieso nicht?“

„Du…?!“ Harry konnte nicht glauben, was er aus diesem unschuldig geglaubten Mund hörte. „Hör mal, Ginny! Du weißt, dass ich noch nie eine richtige Beziehung hatte! Ich will es einfach langsam angehen, verstehst du? Wenn du jemanden nur fürs Bett suchst, bin ich höchst wahrscheinlich nicht der Richtige für dich! Entweder du wartest oder du lässt es!“

Harry ließ Ginny links liegen und stapfte weiter, Ginny holte ihn schnell ein und hielt ihn am Arm fest.

„Bitte, Harry! Verzeih mir!“, warf sie sich in seine Arme, Harry gab grummelnd nach. Sanft hauchte sie einen Kuss auf seinen Hals, ehe sie sich von ihm löste und ihm fest ins Gesicht sah. „Meine Hormone gingen höchstwahrscheinlich mit mir durch, tut mir wirklich leid. Ich wollte dich nicht bedrängen und kann deine Einstellung gut verstehen. Ich muss auch zugeben, dass ich sogar angenehm überrascht bin, weil du eben keiner von denen bist, die sofort mit mir in die Kiste wollen. Ich werde warten, Harry, denn du bist mir zu wichtig“, beschwichtigte sie ihn, Harry seufzte erleichtert.

„Okay, Ginny. Gehen wir zurück ins Schloss?“, fragte er noch immer eisig, Ginny nickte artig. Zaghaft nahm sie Harrys Hand in ihre und schlenderte wortlos an seiner Seite mit ihm zurück zum Schloss. Harry konnte noch immer nicht glauben, dass Ginny so durchtrieben war und fragte sich, für wie viele Typen sie bereits die Beine breit gemacht hatte. Bitterkeit stieg in ihm hoch, denn so sollte ihre Beziehung nicht verlaufen!  

Noch immer schweigend betraten sie den Gemeinschaftsraum, in dem Hermine und Ron bereits warteten.

„Hey ihr beiden!“, rief Hermine aus, doch Harry ignorierte sie. Verärgert stapfte er die Stufen zum Schlafsaal hoch, Ron folgte sofort. Hermine sah ihnen verwundert hinterher, ehe sie Ginny ins Visier nahm.

„Frag nicht, Mine, frag bitte nicht“, schnaufte sie und begab sich zu den Mädchenschlafsälen.

°°°°


„Harry? Harry! Verdammt, bleib stehen! Was war denn los!“, jagte Ron hinter ihm her, Harry schmiss sich auf sein Bett. Neville, Dean und Seamus studierten Harrys eisiges Gesicht, Ron kam näher.

„Kumpel? Was ist denn passiert?“, fragte er sofort.

„Das willst du nicht wissen, Ron, glaub mir“, schnaufte Harry bitter.

„Wieso nicht? Hat es etwas mit Ginny zu tun?“, hakte er trotzdem nach, Harry drehte sich von ihm weg.

„Mann, Harry! Du kannst mir alles sagen! Auch wenn es Ginny betrifft! Immerhin ist sie meine kleine Schwester! Was hat sie angestellt?“, gab er nicht auf, Harry rollte mit den Augen. Neville, Dean und Seamus wurden hellhörig, aber sie stellten keine Fragen. Harry rollte sich zurück auf den Rücken, verschränkte seine Arme hinter dem Kopf und stierte zu Ron.

„Du willst es wirklich wissen?“, fragte er lauernd, Ron nickte sofort. „Okay, aber dafür musst du mir versprechen, ihr gegenüber nichts zu erwähnen! Hab ich dein Wort?“

„Ja, aber…“

„Nichts ABER, Ron!“, zeterte Harry, Ron gab klein bei. „Ja, hast du. Schieß los.“

„Sie wollte Sex, mitten im Wald. Sehr romantisch und gar nicht übereilt“, war Harry sarkastisch, Ron wurde abwechselnd rot und weiß im Gesicht. Hart schnappte er nach Luft, konnte nicht glauben, was Harry ihm gerade erzählt hatte.

„Sie wollte WAS? Aber sie ist doch noch Jungfrau!“, rief er aus, Harry setzte sich auf.

„Na das sind ja Neuigkeiten?“, grinste Seamus, Dean stieß ihn in die Seiten, Neville verhielt sich noch immer ruhig.

„Nein, Ron, das ist sie nicht mehr“, wusste Harry zu berichten, Ron war beinahe sprachlos.

„Dieses Luder! Und mir gaukelt sie vor, noch unberührt zu sein und auf den Richtigen warten zu wollen!“, regte er sich weiterhin auf, Harry seufzte.

„Willkommen in der Realität, Ron. Ginny sagte dir deshalb nichts, weil sie Angst hat, dass du sie anbrüllen könntest“, vermutete Harry.

Ron sprang auf und tigerte vor Harrys Bett auf und ab. „Mann, die kann was erleben! Du bist doch erst seit ein paar Tagen mit ihr zusammen! Da wird sie doch wohl ihre Beine zusammenhalten können!“, schnauzte er weiter.

„Nein, Ron, du wirst Ginny gegenüber nichts erwähnen! Du hast es versprochen!“, bestand Harry auf Rons Verschwiegenheit, der Rotschopf blieb stehen und schüttelte den Kopf. Dann beruhigte er sich wieder und sah mitleidig zu Harry. „Geht klar, ich halte meinen Mund. Trotzdem werde ich ein Auge auf sie werfen, einverstanden?“

„Ja, tu das, wenn du es nicht lassen kannst. Und könnten wir bitte das Thema wechseln? Ich will nicht mehr über Ginny sprechen“, spuckte Harry, Ron hatte vollstes Mitleid mit ihm. Er wusste, dass Harry noch nie Sex gehabt hatte und sich dementsprechend überfordert gefühlt haben musste.

„Sicher doch. Über was willst du sprechen?“, setzte er sich wieder an Harrys Bettrand, der Schwarzhaarige grinste. „Quidditch!“

Ron grinste ebenfalls; Neville, Dean und Seamus waren sofort dabei. Immerhin galt es, die Strategien weiterhin zu verbessern, da sie unbedingt gewinnen wollten.

°°°°


Seit dem unangenehmen Gespräch war Funkstille zwischen Harry und Ginny. Harry brauchte einfach Zeit, um Gras über ihre erste Diskussion wachsen zu lassen, ehe er es erneut wagen würde, ihr näher zu kommen. Ginny hingegen wollte nicht so leicht aufgeben und gab erst Ruhe, als Harry ihr beim Abendessen klipp und klar sagte, dass er ein wenig Zeit für sich bräuchte.

Hermine war sich darüber bewusst, dass etwas zwischen Harry und Ginny passiert sein musste, da die beiden sich nun aus dem Weg gingen – nur was? Nachdenklich sah sie zu Ron, denn auch dieser schien mehr als reserviert seiner Schwester gegenüber zu sein. Was beim Barte Merlins war nur passiert? Die schlaue Hexe beschloss, gleich nach dem Abendessen mit ihrem Freund zu sprechen, was gar nicht so einfach war. Ron wich ihren Fragen immer wieder aus, aber Hermine hatte ihre Tricks, um Ron zum Reden zu bringen. Was sie dann erfuhr, brachte sie wirklich aus dem Konzept. Nein, es störte sie nicht, dass Ginny gerne Sex mit Harry haben wollte, nur hatte sie bis eben noch gedacht, Ginny wirklich zu kennen.

Die kleine Schwester von Ron gab sich stets ruhig und zurückhaltend, wirkte eher schüchtern und brav. War das alles nur Tarnung gewesen? Kannte Hermine Ginny wirklich? Ja, auch ihr waren die Gerüchte, Ginny hätte bereits mit mehreren Jungs aus Hogwarts eine Affäre gehabt, zu Ohren gekommen, doch sie hatte dem keinen Glauben geschenkt. Nun verstand sie, dass sowohl Harry als auch Ron verstimmt waren und sich darüber Gedanken machten, ob Ginny ihnen bisher nur etwas vorgespielt hatte.

Armer Harry. Ob Ginny wirklich das richtige Mädchen für ihn war? Hermine bekam so langsam ihre Zweifel…

°°°°


Der Sonntag kam schneller als gewollt, was wiederum hieß, dass Harry sich ab Montag erneut mit Draco Malfoy und seiner ach so tollen Freundin auseinandersetzen musste. Mit einem tiefen Seufzen öffnete er seine Augen und verspürte absolut keine Lust, heute aufzustehen und womöglich auch noch Ginny zu begegnen.

„Hey Harry! Harry! Bist du schon wach?“, saß Ron aufrecht im Bett, Harry grummelte.

„Ja, jetzt schon. Wieso bist du zu so einer Uhrzeit schon so gut gelaunt?“, brummte Harry und lugte mit der Nasenspitze unter der Bettdecke hervor.

„Ganz einfach, Harry! Ich hab die ganze Nacht davon geträumt, dass wir alle Turniere gewinnen und ich den Pokal überreicht bekomme!“, schwärmte Ron und entlockte Harry somit ein Lächeln.

„Ja, das hab ich auch gehört“, schnaufte Dean erschlagen liegend im Bett, Ron drehte sich ihm zu. „Was?“

„Du redest im Schlaf, Ron“, gähnte Neville, Ron lief rot an.

„Stellt euch vor, er würde von Hermine träumen“, grinste Seamus, Ron machte einer Tomate Konkurrenz. „Hab ich…?“

„Nein, Ron, bisher hast du noch nie etwas über Hermine im Schlaf ausgeplaudert“, schmatzte Harry, setzte sich auf und strich sich durch die Haare.

„Na Gott sei Dank“, war Ron erleichtert, seine Röte legte sich ein wenig.

„Trotzdem wäre es ratsam, einen Zauber auf dein Bett zu legen, wenn du schlafen gehst“, ließ Neville Ron wissen, der Rotschopf nickte.

„Und euch beiden rate ich das auch, ist ja nicht mehr auszuhalten“, grummelte Neville zu Dean und Seamus schielend, die beiden bekamen rote Wangen.

„Was?“, echoten sie, Ron lachte los. Harry schüttelte amüsiert den Kopf und stieg aus dem Bett. Ferngesteuert tapste er ins Badezimmer und erledigte seine morgendliche Toilette. Vom Schlafraum her hörte er die aufbrausenden Stimmen seiner Freunde, Harry mochte diese liebevollen Streitgespräche. Sie lenkten ihn ab, ließen ihn weder an Ginny, noch an Draco Malfoy denken.

„Beeil dich, Harry! Ich hab einen Bärenhunger!“, lief Ron ins Badezimmer und machte sich schnell fertig.

„Wie immer“, grinste Harry zurück und machte sich auf den Weg zu seinem Kasten, um frische Kleidung anzuziehen.

„Ron ist wie immer verfressen“, grinste Neville, Ron sprang gerade mit einem Bein in der Hose durch das Zimmer.

„Bin ich nicht! Ich hab nur Hunger!“, verteidigte er sich, die Jungs lachten los.

Als sie im Gemeinschaftsraum ankamen, sah Harry sich sofort um und vergewisserte sich, dass Ginny noch nicht anwesend war.

„Willst du schon mal vorgehen, Harry? Ich warte noch auf Hermine“, flüsterte Ron ihm zu, Harry war ihm dankbar und drückte Rons Arm. „Kein Problem, Kumpel“, zwinkerte der Rotschopf.

„Warte, Harry! Ich komme mit dir!“, setzte Neville ihm hinterher, Dean und Seamus blieben bei Ron.

°°°°


„Wie geht´s dir, Harry? Hast du die ganze Sache schon verdaut?“, traute sich Neville auf dem Weg zur Großen Halle zu fragen, Harry seufzte. Gemeinsam stiegen sie gerade die Treppen hinab und nahmen die nächste Biegung.  

„Nicht richtig, ich bin ein wenig durcheinander“, gab er zu.

„Das ist klar“, hielt sich Neville bedeckt, Luna schloss zu ihnen auf.

„Guten Morgen euch beiden!“, lächelte sie wie immer versonnen, Neville und Harry grüßten zurück.

„Habt ihr gut geschlafen?“, gähnte sie hinter vorgehaltener Hand, beide bejahten.

„Harry?“, wandte sich Luna an ihn und gesellte sich an seine Seite. Zu dritt überholten sie tratschende Schüler und beeilten sich zur Großen Halle. „Hm?“

Luna lächelte wie eh und je. „Du hast vorgestern Abend wieder trainiert, ich hab dich gesehen.“

„Ach, hast du? Seit wann siehst du mir dabei zu?“, wollte Harry interessiert wissen.

Die Blondine seufzte verzückt. „Ich mag es, wenn du trainierst, aber ich bin nicht die Einzige, die dich beobachtet“, hielt sie sich bedeckt. Neville und Harry sahen sich kurz erstaunt an, danach Luna.

„Wer denn noch?“, echoten beide Jungen, Luna lachte. „Wenn ich mich richtig erinnere, waren da noch Blaise Zabini und Kevin Leary. Die beiden sind ein süßes Paar“, schwärmte sie.

„Zabini?“, riss Harry die Augen auf.

„Ja. Ich hab sie auch ein wenig beobachtet, Harry. Sie scheinen von deinem Training beeindruckt zu sein.“

„Ach, wirklich?“, wollte Harry wissen.

„Stell dir vor, sie haben deine Bewegungen nachgemacht. Sah lustig aus, weil sie es nicht so gut konnten wie du“, kicherte sie nun, Harry schmunzelte.

„Ich glaube, Zabini ist schon in Ordnung, obwohl er ein Slytherin ist“, runzelte Neville die Stirn, Harry sah ihn perplex an. „Das findest du? Der Meinung bin ich nämlich auch“, gab er zu.

„Wenn du sie mal bemerkst, könntest du sie ja ansprechen?“, schlug Luna vor, Harry wurde leicht rot im Gesicht. „Ich weiß nicht.“

„Ach komm schon, Harry. Kevin ist wirklich in Ordnung. Er half uns beim letzten Kampf und war mehr als loyal dir gegenüber. Gib ihm eine Chance. Und bei Zabini sei einfach vorsichtig und ohne Vorurteile“, sprach Neville ihm Mut zu, Harry überlegte.

„Okay, mal sehen“, nuschelte er mit glühenden Wangen, Neville und Luna grinsten.

Als sie in der Großen Halle ankamen, blieben alle drei überrascht stehen, da Dumbledore Besuch hatte. Wer waren die Fremden und was machten sie in der Großen Halle?

„Harry? Sie starren dich an“, wisperte Neville ihm zu, Harry nickte.

„Und sie notieren sich etwas“, flüsterte Luna, jetzt wurde Harry nervös.

„Ich würde gerne wissen, was die wollen“, überlegte Harry laut, Luna seufzte. „Ich glaube, das werden wir bald erfahren.“ Wie immer wirkte Luna auf Wolke Sieben, verabschiedete sich von den Jungs und eilte zu ihrem Tisch.

„Ich finde Luna wirklich nett“, räusperte sich Neville, Harry grinste. „Ja, das ist sie. Obwohl sie ein wenig durchgeknallt ist, mag ich sie sehr gerne“, stimmte Harry ihm zu, Neville strahlte. Die beiden Jungs begaben sich zu Tisch und Neville setzte sich so, dass Ginny keinen Platz neben Harry finden würde, der Schwarzhaarige sah ihn dafür dankbar an.

„Keine Ursache, Harry“, zwinkerte Neville mit hellseherischen Kräften.

Harry beobachtete ihn lange und fragte sich, woher Neville immer wusste, was zu tun war? Ja, auch er stellte Fragen, aber diese waren eher dezent und nicht aufdringlich. Weder Ron noch Hermine hatte ihn durchschaut, Neville schon.

„Du Neville?“, sprach er ihn an, Neville lächelte ihn an. „Ja?“

„Danke, danke für alles. Dir entgeht nichts und… Ich weiß nicht, was ich sagen soll“, wurde Harry ein wenig rot im Gesicht.

„Ist doch selbstverständlich, Harry. Ich mag dich und ich bin froh, dass ich dein Freund bin. Ich pass´ ein wenig auf dich auf, aber ich dränge dich zu nichts“, brummte er gutmütig, Harrys Herz ging über. Wieso war ihm nie aufgefallen, was für ein feiner Kerl Neville war? Das erste Mal seit langem strahlte Harry mit der Sonne um die Wette, und diesmal war es Neville, der vor Freude rote Wangen bekam.

Nach und nach trudelten die restlichen Schüler ein, Ginny schickte Harry einen bösen Blick.

„Sie wird es verkraften“, raunte Neville Harry zu, der Schwarzhaarige nickte.

„Die Gerüchte um Ginny sind wahr, oder?“, traute er sich zu fragen, Nevilles Gesicht verdüsterte sich.

„Bitte, Neville, ich muss es wissen, es liegt sowieso schon auf der Hand“, wisperte er, Neville rutschte nervös auf seinem Platz herum. „Ich denke schon. Sei einfach vorsichtig, Harry, mehr kann ich dir dazu nicht sagen. Na ja, mehr weiß ich auch nicht. Ich verlasse mich nur auf meinen Instinkt“, riet er ihm.

„Und ich verlasse mich auf meinen und auf deinen. Danke, Neville“, wurde Harry ernst, Neville seufzte.

„Ist das Absicht, dass für Ginny kein Platz neben dir frei ist?“, lehnte sich Ron gegenüber sitzend zu Harry vor und sprach seine Frage zwar leise aber deutlich aus. Hermine saß direkt neben Ron.

„Ja“, hielt sich Harry knapp, Ron und Hermine nickten.

„Ich finde es gut so“, sagte auf einmal Hermine, Ron wurde plötzlich rot. Zuerst war Harry verwundert, doch dann traf ihn die Erkenntnis. Ron hatte es Hermine erzählt!

„Sieh mich nicht so entsetzt an, Harry, ich stehe auf deiner Seite. Und ich mische mich in deine Beziehung nicht ein, versprochen. Aber wenn du meinen Rat brauchen solltest, bin ich für dich da“, gab sie ihm zu verstehen, Harry entspannte sich.

„Meine lieben Schüler!“ Die Halle verstummte, alle Schüler sahen zu Dumbledore.

„Wie Sie bereits bemerkt haben, haben wir heute hohen Besuch! Diese netten Herrschaften hier sind Talentscouts.“

Ein Raunen ging durch die Halle, Harry bekam Herzklopfen.

„Sie wurden vom Ministerium geschickt, um sich unsere Quidditchtalente anzusehen.“ Albus betrachtete über seine Halbmondbrille Harry und zwinkerte ihm zu.

„Aus diesem Grund veranstalten wir heute Nachmittag ein Quidditchturnier zwischen zwei Häusern.“

Aufgeregt tuschelten die Quidditchspieler miteinander.

„Welche es sind, haben die Talentscouts entschieden. Darf ich bitten?“, wandte sich Albus zuletzt den drei abwartenden Besuchern zu, welche aus zwei Herren und einer Dame mittleren Alters bestanden. Die Frau mit den leicht ergrauten Haaren zückte ein Pergament und überreichte es Albus, er nahm es sofort entgegen. Die Halle war augenblicklich still, Spannung lag in der Luft. Albus faltete das Pergament auseinander und schmunzelte.

„Heute um zwei Uhr nachmittags tritt Gryffindor gegen Slytherin an.“

Die Bombe war geplatzt, die Halle tobte. Slytherin und Gryffindor johlten auf, Ravenclaw und Hufflepuff seufzten ergeben. Die nicht gewählten Häuser wussten, dass Slytherin und Gryffindor die besten Spieler hatten, so gönnten sie es ihnen. Während Applaus erklang, die Schüler ausgelassen durcheinander riefen, sah Harry zu Draco und erstarrte.

Der Blonde hatte seinen Blick hart auf Harry gerichtet und nickte ihm grimmig zu. Schon jetzt entstand zwischen ihnen ein hartes Blickduell mit vielen Blitzen über eine weite Distanz hinweg. Harry wusste nicht, was er von diesem Blickkontakt halten sollte, allerdings erinnerte ihn das an damalige Zeiten, als die feindliche Welt zwischen ihnen noch in Ordnung war. Draco hatte nur Augen für Harry und nicht für seine ach so tolle Freundin – das gefiel Harry.

„…Harry! Erde an Harry! Ist das nicht geil? Jetzt kannst du endlich zeigen, was du drauf hast! Mann, ich bin total nervös!“, überschlug sich Rons Stimme vor lauter Eifer, Hermine wirkte ebenfalls angespannt und aufgeregt zugleich. Harry wurde zwar von Dracos unglaublich schönen Augen losgerissen, dennoch schaffte er es nicht, seinen Freunden eine passable Antwort zu geben. Seine Stimme versagte einfach, sein Herz klopfte ihm bis zum Hals.

„Sie sehen dich wieder an. Wahrscheinlich wissen sie, wer du bist und was du kannst“, wisperte Neville Harry zu, dessen Augen sich auf die drei Talentscouts ausrichteten. Ein schmales Lächeln zeichnete sich auf ihren Lippen ab, ihre Augen blitzten auf. Harry straffte seine Schultern und nickte(n) ihnen höflich zu, dieses Nicken kam retour.

Da Harry wieder einmal der Appetit fehlte, nahm er sich diesmal nur ein Müsli und übergoss es mit Milch. Diese Kost war leicht, schlug nicht auf den Magen und spendete ihm die Art von Energie, die er so dringend brauchte.

„Leute?“, schluckte er den ersten Bissen hinab, die Halle hatte sich wieder beruhigt. „Gleich nach dem Essen sollte jeder Spieler in sich gehen und sich mental auf das Turnier vorbereiten. Keine Ablenkungen, verstanden? Denkt daran, was wir geübt haben und setzt es ein! Das gilt für jeden von euch!“ Hart sah er seine Spieler an, sogar Ginny nickte ernst und hatte verstanden.

„Gut, ich mache den Anfang, wir treffen uns zu Mittag hier in der Großen Halle. Bis dann!“

Harry erhob sich und schritt hoheitsvoll aus der Großen Halle. Er spürte, wie die neu erwachte Euphorie und Energie durch seinen Körper floss, er hatte eine Aufgabe! Da Dumbledore ihm erlaubt hatte, sich jederzeit das Schwert zu nehmen, begab er sich nun zu dessen Büro und entnahm es der Halterung. Albus war noch immer in der Großen Halle, so konnte es Harry alleine in dessen Büro bestaunen. Zufrieden machte er kehrt und verschwand aus dem Büro.

Sein Weg führte ihn zum Quidditchfeld, noch war es leer und lag verlassen vor ihm. Mit klopfendem Herzen begab er sich auf das Spielfeld und ließ den Wind mit seiner Kleidung und mit seinen Haaren spielen. Ein harter Zug lag auf Harrys Gesicht, mit einer kräftigen Bewegung stach er das Schwert in den Boden – es wippte nach. Dann zog er seinen Zauberstab, schwang ihn und schon stand er nur noch in Trainingshose und mit nacktem Oberkörper mittig auf dem Feld.

Jetzt war er bereit, sein Training anzufangen, zog das Schwert aus der Erde und hob es an. Wie er es immer tat, schloss er seine Augen und führte seine geübten Bewegungen aus. Diese Art des Trainings half ihm, sich von all seiner Last zu befreien, nur die Natur zu spüren und das Surren des Schwertes zu hören. Seine Bewegungen wurden immer schneller, die Schrittkombination immer schwieriger.

Er trainierte bereits seit einer viertel Stunde, als er das erste Mal eine Pause einlegte und seine Augen öffnete. Erstaunt sah er zum Ausgang des Stadions, zwei Jungen standen wie bestellt und nicht abgeholt dort und beobachteten ihn voller Neugierde: Kevin Leary und Blaise Zabini. Harry erinnerte sich an die Worte von Luna und Neville, so nahm er all seinen Mut zusammen und lächelte ihnen zu.

Kevin und Blaise sahen sich ertappt an, dann wandten sie sich wieder Harry zu. Kevin machte den ersten Schritt und kam Harry zielsicher entgegen, Blaise folgte verzögert. Es wurden keine Worte gesprochen, nur Blicke ausgetauscht. Sobald die beiden Jungs vor ihm standen, verbeugte sich Harry tief, Kevin und Blaise machten es ihm nach. Harry ging in den Ausfallschritt und hielt das Schwert, mit der Spitze nach vorne ausgerichtet, über seinem Kopf. Er wartete ab, was die beiden nun taten und schmunzelte ein wenig, als sie es ihm nachmachten.

Schritt Zwei seiner Übung folgte, Kevin und Blaise kopierten sie und achteten genau auf Harrys Bewegungen.

„Stellt euch neben mich und versucht, Eins mit der Umgebung zu werden. Sobald ihr eure Augen schließt, sagt euch der Wind, wie ihr euch zu bewegen habt“, flüsterte Harry leise, die Jungs sahen Harry wie hypnotisiert an. Dann stellten sie sich jeweils an Harrys Seiten auf und warteten ab. Harry begann erneut, die Übungen zu machen und wiederholte sie immer wieder, damit die beiden Jungs auch nachkamen. Wie er bemerkte, lernten sie sehr schnell, wusste er doch, dass sie ihn beobachtet und heimlich trainiert hatten. Harry zauberte zwei Schwerter aus Holz herbei und überreichte sie den noch immer sprachlosen Jungen, die sie nur zaghaft annahmen.

Schließlich schloss er die Augen, Kevin und Blaise taten es ihm gleich. Zu dritt führten sie die Anfangsbewegungen aus und vergaßen die Welt um sich herum. Sie fühlten den Wind, fühlten die Bewegungen und wussten zeitgleich, was der jeweils Andere gerade tat. Die Stille war angenehm, eine gewisse Vertrautheit baute sich auf. Sie waren im Einklang und Harry hätte sich niemals gedacht, dass Blaise Zabini bei seinem Training mitmachen wollte. Ja, Blaise war tatsächlich anders, wurde ihm wieder einmal bewusst.

Der Wind wurde stärker, die Bewegungen der drei Jungen fließender. Die Schwerter surrten durch die Lüfte, Attacken wurden ausgeführt, ebenso Drehungen und Schrittkombinationen. Jeder von ihnen versank in eine andere Welt, fühlte sich frei von allen Lasten und Ansprüchen. Über ihnen zog sich der Himmel zusammen und ließ den Wind kälter werden, was die drei allerdings nicht registrierten.

Schritt, Schritt, Drehung, Stoß, Schwung, noch eine Drehung, Rückwärtsschritt. So ging es weiter, noch immer wurde kein Wort gesprochen – die Augen blieben geschlossen. Etwa eine halbe Stunde später hielt Harry inne und senkte sein Schwert, Kevin und Blaise übten weiter.

Als Harry seine Augen öffnete, wollte er nicht glauben, was er sah. Beim Ausgang hatten sich zahlreiche Schüler versammelt, die staunend zusahen, miteinander tuschelten und Harry regelrecht anglotzten. Harry verbeugte sich vor ihnen und machte weiter, während die beiden anderen Jungs noch immer in ihrem Element waren und sich nicht stören ließen.

Plötzlich teilte sich die Menge, wütend wurden die Schüler beiseite gerempelt. Harry unterdrückte ein Schmunzeln, als Draco Malfoy schnaufend in der ersten Reihe der gaffenden Schüler stand, hinter ihm tauchte Selest auf. Die Augen des Blonden blitzten, er schnaubte erneut und verzog sein Gesicht zu einer Fratze. Harry lächelte fies zurück und setzte erneut zur Schrittkombination an. Draco Malfoy hatte anscheinend genug gesehen, denn er drehte am Absatz um und zog Selest fast brutal mit sich. Die Asiatin runzelte die Stirn und musterte Harry, bevor sie erbarmungslos von Draco mitgezogen wurde.

Harry trainierte noch eine viertel Stunde weiter, es war ihm egal, ob er Zuschauer hatte oder nicht. Kevin und Blaise sagten noch immer kein Wort, sie hielten sich brav an Harrys Bewegungsablauf. Schritt, Schritt, Drehung, Stoß, Schwung, noch eine Drehung, Rückwärtsschritt. Dann hielt Harry erneut inne, legte das Schwert beiseite und setzte sich im Schneidersitz mittig auf den Rasen. Kevin und Blaise wussten nicht, was sie nun tun sollten, also machten sie es ihm wieder nach und rutschten sogar ein wenig zu Harry auf. Erst jetzt wurde auch ihnen bewusst, dass sie Zuschauer hatten und wurden leicht rot im Gesicht. Doch als sie wie Harry ihre Augen schlossen und begannen zu meditieren, waren die Gaffenden bereits vergessen und sie hatten wieder das Gefühl, Eins mit der Natur zu sein.

As sie das nächste Mal die Augen öffneten, waren sie alleine, Harry lächelte und stand auf. Kevin und Blaise erhoben sich ebenfalls, wussten nicht, was sie nun sagen sollten.

„Wenn ihr wieder Lust habt, mit mir zu trainieren, seid ihr herzlich eingeladen“, ließ er sie wissen und erhielt ein zaghaftes Lächeln von den beiden.

„Danke, Harry, war äußerst interessant“, räusperte sich Kevin und strahlte ihn an, Harry nickte mit einem Schmunzeln.

„Ja, Potter, das war…“ Blaise fehlten die Worte.

„Nimm dich in Acht vor Malfoy, er hat uns gesehen“, warnte Harry ihn, Blaise´ Augen wurden groß. Dann allerdings seufzte er und zuckte die Schultern. „Meinetwegen. Soll er doch. Ich kann tun und lassen was ich will.“

„Der Meinung bin ich auch. Also? Bis zum nächsten Mal?“, sah Harry zwischen ihnen hin und her, die Jungs nickten mit einem breiten Grinsen. „Klar doch“, sagten beide gleichzeitig und ließen Harry nun alleine. Der Gryffindor sah ihnen noch lange nach, ehe er in den Himmel blickte und tief Luft holte. Plötzlich hörte er ein Klatschen, seine Augen huschten zu der Geräuschquelle. Die Frau vom Talentscout-Team stand beim Eingang und zollte ihm mit ihrem Klatschen Respekt.

Harry nahm das Schwert an sich und schritt mit Herzklopfen auf sie zu. Dicht vor ihr blieb er stehen und atmete angestrengt.

„Ich nehme an, Sie sind Harry Potter, nicht wahr?“, musterte sie ihn mit Schalk in den Augen, Harry bejahte.

„Constance Jones, angenehm“, hielt sie ihm die Hand entgegen, Harry nahm sie an und schüttelte sie kurz.

„Sie nehmen am Turnier teil?“, informierte sie sich kurz, der Gryffindor lächelte. „Ja, ja natürlich.“

„Wunderbar. Ich freue mich schon, Ihr Talent bewerten zu dürfen“, versprach sie ihm, Harry bekam rote Wangen. Constance Jones nickte ihm noch kurz zu, dann wandte sie sich ab und verschwand.

°°°°


Wie abgemacht, trafen sich die Gryffindors zum Mittagessen in der Großen Halle, aber keiner der Spieler bekam auch nur einen Bissen hinunter. Damit sie allerdings bei Kräften blieben, wählten sie leichte Kost aus und zwangen sich, wenigstens ein paar Bisse zu essen. Keiner von ihnen sah zum Slytherintisch, denn sie mussten sich nun auf ihr bevorstehendes Spiel konzentrieren und durften sich nicht ablenken lassen.

Auch Harry hielt sich daran, entging somit dem brennenden Blick von Draco Malfoy, dessen Hand zur Faust geballt war, die Knöchel traten weiß hervor. Was jetzt kam, war nicht nur ein Turnier, nein, es war die Entscheidung für´s Leben. Wenn jemand von ihnen genommen werden würde, wäre das die Eintrittskarte zum Quidditchweltmeisterteam.

°°°°


Endlich war es so weit. Die sieben Spieler von Gryffindor traten aus den Umkleidekabinen und atmeten tief durch. Das Quidditchstadion war zum Bersten gefüllt, die Fans riefen nach ihren Idolen. Slytherin war bereits einmarschiert, nun war Gryffindor an der Reihe.

„Auf in die Schlacht“, sagte Harry angespannt, seine sechs Mitspieler nickten mit ernsten Mienen. Im Gleichschritt kamen sie dem riesigen Eingang immer näher, die Rufe nach ihnen wurden lauter. Harrys Griff um den Besen verstärkte sich, die Zähne biss er hart aufeinander. Wind kam auf, bauschte ihre Umhänge auf und ließ die Spieler dadurch noch eindrucksvoller wirken. Sobald sie auf dem Spielfeld ankamen, brach erneut Jubel aus, ihre Gegner sahen ihnen grimmig entgegen.

Harrys Augen brannten sich auf Draco Malfoy ein, der in seiner Mannschaft ebenfalls Teamkapitän war. Die Menge grölte, Fähnchen wurden geschwungen, die Namen ihrer Lieblingsspieler in die Welt hinausgeschrien. Madam Hooch wartete bereits auf sie und stellte sich zwischen die Mannschaften.

„Ihr kennt die Regeln! Ich wünsche, ein faires Spiel zu sehen. Gebt euer Bestes“, lauteten ihre knappen Worte, ehe sie „AUF DIE BESEN!“ ausrief und das Stadion erneut in Jubel und Geschrei ausbrach.

Bevor Harry und Draco auf ihre Besen stiegen, bestand Hooch noch darauf, dass sich die beiden Kapitäne die Hände reichten. Ein harter Handschlag wurde getauscht, ihre wütenden Blicke verfingen sich ineinander.

„Ich mach dich fertig, Potter, verlass dich darauf“, zischte Draco bösartig, Harrys Augen sprühten vor Wut.

„Diesmal nicht, Malfoy, diesmal wirst du vor mir zu Boden kriechen. Das verspreche ich dir!“

Mit diesen Worten ließ Harry die Hand von Draco los und schwang sich auf seinen Besen. Dracos Augen blitzten noch immer verärgert, er rieb sich seine leicht gequetschte Hand.

„Sei dir mal nicht so sicher, Potter, wir werden schon sehen“, knurrte er, ehe auch er sich auf den Besen schwang und in die Lüfte stieg. Bevor das Spiel anfing, geisterte ihm noch eine Frage durch den Kopf: Was hatte Potter mit ‚Diesmal wirst du vor mir zu Boden kriechen‘ gemeint?

TBC…


Anmerkung: Uah! Der Anfang dieses Kapitels war sogar für mich Horror. *schüttel* Aber wie ihr seht, hat die gute Ginny jetzt wohl ein Problem. Lesen wir uns im nächsten Kapitel wieder? Ich würde mich sehr freuen!

Mein besonderer Dank geht an folgende Reviewer!

Shalah, blacklady91, Draconia 1984, Himeka-chan, Scar und Lady Evil!

Herzlichen Dank euch allen! Bussis!

P.s. Update kommt am Samstag…
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