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Geschichte: Fanfiktion
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von gugi28
erstellt: 18.11.2007
letztes Update: 10.12.2007
Geschichte, Romanze / P18 Slash
(fertiggestellt, keine anonymen Reviews)
Hallo meine Süßen!
So, heute kommt schon Teil Zwei! Vielen lieben Dank für eure wirklich tollen Reviews! Aus Zeitmangel komme ich einfach nicht dazu, ausführlicher darauf einzugehen. Big Sorry! Aber ich habe jedes Review gelesen und mich wahnsinnig darüber gefreut! Fragen werde ich keine beantworten, da ich die fertigen Teile ziemlich rasch posten kann und ihr somit auch eure Antworten schneller als sonst bekommt. ^_^ Außerdem bleibt es so viel interessanter, oder? *streichel*
Eine Sache kann ich aber klarstellen: Selest mag ich auch nicht. Diese komische Tante hat sich einfach so bei mir eingeschlichen. Mal sehen, was sie noch so auf Lager hat!
Viel Spaß beim Lesen! Bussis, eure gugi
°°°°
Teil 2
Harry fing an, ein Kartenhaus zu bauen, während Draco ihm gegenüber saß und ab und zu vom Buch hochsah. Er fragte sich, was der Gryffindor da tat und betrachtete Harrys angespanntes Gesicht. Beinahe hätte er zu grinsen angefangen, denn es war unglaublich, für was sich Potter begeistern konnte! Dämliches Spiel! Um den Schwarzhaarigen nicht mehr sehen zu müssen – nein, die Couch kam nicht in Frage – stellte er das Buch hoch und las weiter.
Kurze Zeit später hörte er Harry leise fluchen und gleichzeitig ein Geräusch, welches darauf schließen ließ, dass dessen Kartenhaus zusammengebrochen war – er gluckste.
„Hör auf zu lachen, Malfoy!“, zischte Harry, Draco lachte jetzt umso lauter und lugte über den Buchrand zu ihm.
„Ich kann lachen, so oft und so viel ich will!“, zeterte er zurück, Harry knurrte ihn an. Wieder einmal fing er verbissen an, das Kartenhaus erneut zu errichten, Draco seufzte genervt und vertiefte sich abermals im Zaubertränkebuch. Zwei weitere Stunden vergingen, in denen nichts gesprochen wurde, die Stille beinahe angenehm war. Aber Draco langweilte sich rasch und sah immer wieder über das Buch hinweg Harry an. Dieser schien voll und ganz zufrieden zu sein und nagte nervös an seiner Unterlippe, wenn er die nächste Karte gegen eine weitere lehnte. Draco fing fies zu grinsen an, seine Hand schnellte vor und tippte das komplette Kartenhaus an – es fiel in sich zusammen.
„SPINNST DU, MALFOY?!“, kreischte Harry los, Draco lachte auf.
„Mach dir nicht in die Hosen, Potter! Ist doch nur ein bescheuertes Spiel!“, lachte er weiter, Harry langte über den Tisch nach Dracos Kragen und zog ihn hart zu sich: Dracos Lachen erstarb. Ihre Nasen berührten sich beinahe, beide sahen sich fest in die Augen.
„Lass mich in Ruhe und ich lasse dich in Ruhe!“, knurrte Harry, Draco holte sein Grinsen hervor.
„Vielleicht? Mir ist langweilig, Potter und es macht so viel Spaß, dich zu ärgern“, schnurrte er, Harry stieß ihn in den Stuhl zurück, wobei Draco kurz zurückwippte und sich dann wieder fing.
„Dann such dir eine andere Beschäftigung, Malfoy! Ich will nichts mit dir zu tun haben!“, maulte er.
„Pech gehabt, Potter! Wir sitzen hier fest und so lange wir uns hier befinden, müssen wir miteinander auskommen! Schon vergessen?“, schnarrte er zufrieden, Harry stierte ihn an. Draco pustete sich gerade eine Haarsträhne aus dem Gesicht, seine Augen funkelten. Erst jetzt nahm Harry ihn bewusst wahr, obwohl er ihm schon so oft ins Gesicht gesehen hatte. Er musste zugeben, dass Malfoy recht okay für einen Jungen aussah und langsam verstand er, wieso die Mädchen so sehr auf ihn flogen.
Er war ein Aristokrat, legte eine Arroganz und eine Unerreichbarkeit an den Tag, die auf Mädchen unwiderstehlich wirkten. Er war groß, schlank und aufgrund von Quidditch auch athletisch gebaut. Sie alle wollten Malfoy wenigstens nur einmal im Bett haben, wahrscheinlich seine sinnlichen Lippen auf ihren Körpern spüren. Draco hatte sich verändert, reifte zum Mann heran. Sein Kinn lief leicht spitz zu, trotzdem wirkte sein Gesicht markant und ebenmäßig. Schön geschwungene Augenbrauen, eine gerade Nase und eben diese sinnlichen Lippen machten ihn beinahe zum unwiderstehlichsten Jungen an dieser Schule. Harry seufzte und schüttelte den Kopf, denn neben ihm kam er sich hässlich vor. Was hatte er schon, um Mädchen beeindrucken zu können? Gut, er hatte sich auch nicht sonderlich viel um sie bemüht, woran es auch immer lag.
„Dort drüben ist die Türe! Geh doch einfach hinaus und vernasch deine Freundin! Oh, ich vergaß, es gibt ja keine!“, witzelte Harry sarkastisch, Dracos Augen verengten sich zu Schlitze.
„Ha, ha, Potter! Wie schon einmal erwähnt, würde ich Selest nur zu gerne vögeln, aber sie ist ja leider nicht hier! Wäre sie das, dürftest du dir gerne mal abschauen, wie Sex überhaupt funktioniert!“, konterte der Blonde frech, Harry bekam leicht rote Wangen. Nein, alleine die Vorstellung, Malfoy beim Sex zuzusehen, behagte ihm nicht, was ihm anscheinend auch ins Gesicht geschrieben stand.
„Oh Merlin bewahre! Uah! Soll mir übel werden?“, quiekte Harry, Malfoy lachte leise los.
„Wenigstens weiß ich, wie Sex funktioniert, im Gegensatz zu dir!“, stichelte Draco.
„Ich weiß auch, wie der funktioniert! Nur…“ Harry hielt inne und biss sich auf die Lippen. Draco fand dieses Gespräch höchst interessant und lehnte sich auf das offene Buch.
„Was denn, Potter? Hattest du wirklich noch nie Sex?“, wollte er wissen, Harry sah verlegen weg.
„Ehrlich jetzt?“, riss Draco die Augen auf, abermals musterte er den Schwarzhaarigen. An was es wohl lag? An seinem Aussehen sicher nicht, dachte er sich. Dann rief er sich zur Ordnung, denn Potter war natürlich nicht gutaussehend. Diese widerspenstigen Haare, die so wild und verwegen wirkten, der neue Schnitt derselben, der sein Gesicht besser zur Geltung brachte. Seine grünen Augen, die von schwarzen Wimpern umrahmt wurden, die lange, gerade Nase und die Lippen, die… Draco Malfoy rief sich zur Ordnung, denn so wollte er über Harry Potter nicht nachdenken!
„Na komm schon, Potter! Erzähl deinem geliebten Feind, was dich bedrückt!“, schnurrte er, Harry funkelte ihn an.
„Nein“, zischte er, Draco legte den Kopf schief.
„Hast du wenigstens schon geküsst?“, wollte er wirklich interessiert wissen, Harry nickte.
„Wie viele waren es denn?“, fragte Draco weiter, Harry schnaufte.
„Wieso interessiert dich das so?“, kam die Gegenfrage, Draco grinste fies.
„Weil ich dich jetzt alles fragen kann, ohne dass du davonläufst. Ich bin eben neugierig“, zuckte er mit den Achseln, Harry starrte aus dem Fenster. Somit wandte er Draco sein Seitenprofil zu, welches der Blonde abermals ausgiebig musterte. Ja, Potter sah nicht einmal so hässlich aus…
„Drei“, wisperte Harry, Draco blinzelte.
„Wie?“
„Es waren drei Mädchen!“, knurrte Harry ihn wieder an und verschränkte genervt die Arme vor der Brust. Seine Armmuskeln traten hervor, die Draco ebenso wenig entgingen.
„Erzähl“, forderte Malfoy auf, Harry druckste herum.
„Wieso?“, wimmerte er, Draco grinste wieder. Die Mimiken seines Gegenübers waren sagenhaft! So kannte er Potter gar nicht!
„Wieso? Weil wir hier festsitzen und uns langweilig ist! Ich kann mir nicht vorstellen, dass du dich freiwillig mit diesen bescheuerten Karten abgibst!“, schnarrte Draco los, beider Blicke blieben daran haften – Harry seufzte.
„Na gut, wenn du es unbedingt wissen willst?“, seufzte er genervt, Draco nickte nur.
„Also mein erster Kuss war mit Cho, der zweite mit Ginny und der dritte mit Samantha“, erzählte er knapp, Draco war enttäuscht.
„Und das war´s? Kein Fummeln oder sonst was?“, fragte er unverschämt weiter, Harry wurde abermals rötlich um die Nase.
„Nein!“, brauste er auf, Draco grinste wieder.
„Waren die Küsse schön? Oder rannten sie alle schreiend weg?“, näselte er eingebildet, Harrys Gesicht verdüsterte sich.
„Sie waren schön, verdammt, okay? Bei Cho war es ungewohnt, weil es mein erster Kuss war und sie wegen des Verlustes von Cedric ständig heulte. Ginny küsste ich gerne, auch wenn ich schnell draufkam, dass sie irgendwie nicht die Richtige für mich war. Aber bei Sam…“, fing er ins Schwärmen an, Draco wurde hellhörig.
„Ja? Welche Sam denn? Kenne ich sie?“, schnurrte er zum Schluss, jetzt grinste Harry.
„Nein! Ich lernte sie in den Ferien kennen. Sie war wirklich eine Schönheit, sage ich dir! Langes, blondes Haar, blaue Augen, eine Stupsnase und zierlich gebaut. Und ihr Lächeln erst! Sie verhielt sich ein wenig kühl mir gegenüber, als wir uns kennen lernten, aber dann trafen wir uns öfters und dann…“ Harry lächelte versonnen, Draco rutschte immer näher.
„Und dann?“
„Bist wohl gar nicht neugierig, wie?“, schmunzelte Harry, Draco zog die Nase kraus.
„Ein wenig, aber das weißt du ja, Potter. Erzähl endlich weiter!“ Harry seufzte.
„Dieser Kuss war besonders schön, wir teilten danach mehrere miteinander. Aber bevor es ernster werden konnte, zog sie um – ich sah sie nie wieder.“ Harrys Funkeln in den Augen erlosch und nur kurz hatte Draco Mitleid mit ihm.
„Deshalb diese erbärmlichen Anmachsprüche von dir?“, fragte er nicht glaubend.
„Bei wem?“
„Pferdegesicht und Konsorten“, wedelte Draco mit der Hand, Harry schnaufte.
„Erbärmlich? Hey! Ich bin nun mal schüchtern! Und Cassy hat kein Pferdegesicht! Ich bin nicht so wie du? Ich kann das nicht… Einfach so zu einer hingehen und sie für mich klar machen und anbraten, bis sie in Flammen steht! Ich bin kein Draufgänger und ich will auch nicht jedes Mädchen ins Bett zerren! Und schon gar nicht bin ich sexsüchtig oder so was!“, regte sich Harry auf und tippte immer wieder mit seinem Finger auf die Tischplatte. Draco lachte auf.
„Du und schüchtern? Ich frage mich wieso? Du hast meine Eltern nach Askaban gebracht und bist gegen den dunklen Lord angetreten! Und dann schaffst du es nicht einmal, so eine Tussi flach zu legen?“, keifte Draco ihn wütend an, Harry rutschte im Stuhl hinab.
„Tut mir Leid, Malfoy, aber es musste sein“, meinte er leise, Draco war beleidigt. Gut, er musste ja Potter nicht auf die Nase binden, dass er eigentlich froh war, endlich frei zu sein. Immerhin hatte er nicht unbedingt ein sonderlich tolles Verhältnis zu seinen Eltern gehabt. Und Todesser zu werden, war auch nicht sein Lebenstraum. Zum Glück hatte er dem entkommen können.
„Ja, natürlich tut es dir Leid!“, zischte Draco dennoch wütend, Harry kratzte sich am Kinn.
„Doch, das tut es. Denn ich hätte gerne Eltern gehabt und ich weiß, wie es ist, keine zu haben“, sagte er leise, Draco sah ihn starr an.
„Eltern vielleicht, Potter, aber nicht meine“, erwiderte er eiskalt, Harry erschauderte darunter. Kurz entstand Stille, beide hingen ihren Gedanken nach.
„Du musst dich einfach mehr trauen, Potter! Mann, du nimmst es sogar mit mir auf! Wieso dann nicht auch mit…“
„Ich kann das nicht!“, rief Harry aus, sprang hoch und tigerte im Raum auf und ab. Draco sagte nichts, er wartete einfach ab.
„Ich… Wenn ich vor ihnen stehe, dann frage ich mich immer, ob ich auch gut genug für sie sein könnte. Ich kann keine Erfahrung vorweisen und habe Angst, sie zu enttäuschen! Mädchen sind einfach anders! Sie erwarten viel von dir und ich will… einfach nur… Ich…“ Harry raufte sich die Haare und ließ die Schultern hängen. Draco schnaubte und lehnte sich im Stuhl zurück. Sein Blick glitt über die breiten Schultern hinab zu Harrys Po.
„Du bist absolut nicht selbstsicher, was?“, schnarrte er, Harry drehte sich ihm wieder zu.
„Nein“, antwortete er einfach und setzte sich wieder. Gerne hätte er erfahren, wie Malfoy es jedes Mal schaffte, die Mädchen reihenweise zu bekommen, aber er war einfach zu stolz dafür nachzufragen. Harry hielt dieses Schweigen und dieses Anstarren nicht mehr aus, so begab er sich wieder zum Bücherregal und durchsuchte dessen Inhalt. Er musste noch einen Aufsatz von gestern fertig schreiben und dann wurde ihm bewusst, dass Malfoy das Buch der Zaubertränke gerade bei sich hatte.
„Ähm… Könnte ich mir mal das Buch ausleihen?“, drehte sich Harry ihm zu.
„Wieso?“, kam die Gegenfrage, Harry murrte.
„Ich muss noch einen Aufsatz schreiben“, nuschelte er, Dracos Grinsen wurde breiter.
„Und mit was, Potter? Hier gibt es keine Pergamente oder Federn und…“ Den Satz noch nicht einmal beendet, erschien beides auf dem Tisch.
„Jetzt schon“, seufzte Harry, Draco sagte nichts dazu. Wortlos – was Harry wunderte – schob er ihm das Buch zu, als der Schwarzhaarige sich setzte. Danach stand der Blonde auf und durchsuchte das Regal. Da Harry sich nicht mehr mit Draco unterhalten wollte, machte er sich daran, den Aufsatz fertig zu schreiben, und die Zeit verging wie im Flug.
°°°°
Der Abend brach an, was beide erst recht spät bemerkten. Auch Draco machte Hausaufgaben, da immer mehr Pergamente erschienen, ebenso eine zweite Feder. Nun knurrten ihre Mägen ein weiteres Mal, verlegen hielten sie im Schreiben inne. Sehnsüchtig starrten sie auf die Tischplatte, auf der sich noch immer nichts tat.
„Was muss ich machen, damit sich dieser scheiß Tisch mit Essen füllt?“, maulte Draco und schon geschah es. Augenblicklich glänzten Dracos Augen, wieder einmal langte er hungrig zu. Harry zog die Lade auf, verstaute dort seinen angefangenen Aufsatz, die Pergamente, das Fass und die Feder, schon ging es ans Essen. Heimlich sah er zu Draco, der ihm vormachte, wie man richtig aß. Harry hatte nie darauf geachtet, so kam er sich ein wenig dümmlich vor.
„So, Potter. Wenn du beim Essen eine gute Figur machen willst, dann mache es mir einfach nach“, schnarrte Draco leise, Harry verzog sein Gesicht, aber er tat es. Draco aß langsamer, kaute öfters, bevor er runterschluckte. Nur zu gerne sagte er Harry, wie er zu essen hatte, wie er sitzen sollte und so weiter und so fort. Harry nickte artig, was Draco doch ein wenig erstaunte. Aber es machte ihm irgendwie Spaß, Potter etwas beibringen zu können.
„Hast dir deine Essangewohnheiten von Wiesel abgeschaut?“, fragte er, nachdem er vom Kürbissaft getrunken hatte. Harry funkelte ihn still kauend an und erläuterte sich erst, nachdem er hinunter geschluckt hatte.
„Lass Ron da raus, Malfoy. Ich esse so, wie ich es will.“
„Und wieso machst du es mir auf einmal nach?“, fragte Draco zuckersüß, darauf hatte Harry keine Antwort. Nach dem Essen, welches stillschweigend verlief, beendeten sie ihre Hausaufgaben, bis es Zeit wurde, schlafen zu gehen. Draco war noch nicht ganz fertig, beugte sich über seine Aufgaben und studierte sie gewissenhaft. Harry bewunderte ihn irgendwie dafür, wie genau er arbeitete. Tja, in diesem Punkt konnte er sich Malfoy doch etwas abschauen, dachte er sich. Seufzend machte er sich auf zum Schrank, holte seine Schlafsachen heraus und begab sich ins Badezimmer. Nachdem er auf der Toilette war, wusch er sich die Hände. Danach putzte er die Zähne und zog sich um. Sein Gewand legte er über einen Sessel, der wie aus dem Nichts erschien. Mal sehen, ob es am Morgen noch da wäre, überlegte Harry.
Müde schlich er ins Wohn/Schlagzimmer, während Malfoy in einem gebührenden Abstand an ihm vorbei ging und die Türe des Badezimmers von innen schloss. Harry war egal, ob Malfoy wollte, dass er auf der Couch schlief. Alles was er wollte, war schlafen! Also begab er sich auf seine Seite, legte die Brille am Nachtkästchen ab und kuschelte sich ins Bett. Binnen Minuten war er eingeschlafen, das Rauschen der Dusche begleitete ihn.
Als Draco Malfoy ins Wohn/Schlafzimmer kam, riss er ungläubig die Augen auf. Sauer stapfte er auf Harry zu, wollte ihn ankeifen. Doch dann sah er, dass dieser schon schlief, so überlegte er lange, ob er ihn aufwecken sollte, und vor allem wie. Natürlich so, dass der elende Gryffindor aus dem Bett fiel und freiwillig die Couch anvisierte, aber dann… Potter sah friedlich und vor allem anders aus, wenn er die Brille nicht mehr trug. Draco legte sich ebenso ins Bett und starrte den schlafenden Gryffindor an, der sich ganz klein zusammenrollte und beinahe verletzlich wirkte. Draco prägte sich sämtliche Gesichtszüge ein und hielt dann in seiner Tätigkeit inne.
Was tat er da schon wieder? Hey, er hatte eine wunderschöne Geliebte! Wieso stierte er dann Potter so an? Aber eines musste er zugeben – sie sahen sich vom Aussehen her verdammt ähnlich! Nur, dass Potter männlich und Selest weiblich war. Ob es einen bestimmten Grund gab, wieso Draco gerade auf sie abfuhr?
Er fragte sich, was sie gerade machte, während er an den Betthimmel starrte. Mal sehen, wie lange sie es ohne ihn aushielt! Draco bekam ein mulmiges Gefühl in der Magengegend, denn Selest und er führten eine offene Beziehung. Was dies bringen sollte, wusste er nicht… Mit unbefriedigten Gedanken schlief er schlussendlich ein und merkte dabei nicht, dass die Fackeln des Zimmer und das Feuer im Kamin immer weniger Licht spendeten, bis sie erloschen.
°°°°
Als der Morgen des zweiten Tages graute, wachten beide langsam auf. Zuerst blinzelten sie nur, dann rissen sie die Augen auf. Starr sahen sie sich an und dann…
„AAAAAHHHHH!“ Beide schrieen auf, sprangen aus dem Bett, verhedderten sich in ihren Decken und knallten zu Boden. Stöhnen erklang, die Jungs kamen wieder in die Höhe und lugten über die Kante des Bettes zum jeweils Anderen.
„Was machst du in meinem Bett, Potter!“, knurrte Malfoy ihn feindselig mit Sturmfrisur an, Harry schnaufte.
„Dasselbe wollte ich dich auch gerade fragen, Malfoy!“, zischte er zurück, doch dann dämmerte es den beiden. Abermals fingen sie synchron zu stöhnen an und sanken mit ihren Köpfen auf die Bettdecke.
„Scheiß Leben“, nuschelte Harry in diese hinein, ein zustimmendes Brummen erklang. Beide sahen hoch, kamen auf die Füße und streckten sich. Unangenehme Stille kehrte ein, Harry räusperte sich und kratzte sich am Po. Draco fuhr sofort über seine Haarpracht, denn sie konnte ja womöglich ein wenig durcheinander geraten sein. Ein wenig? Harry gähnte und schlurfte ins Badezimmer, Dracos wachsame Augen verfolgten ihm.
„Hey! Hey Potter! Wohin gehst du?“, wollte er wissen, der Schwarzhaarige ging einfach weiter.
„Wonach sieht´s denn aus? Ins Badezimmer, Idiot! Zuerst muss ich mal und dann werde ich mir die Zähne putzen. Was dagegen?“, knurrte er und verschwand. Draco stand der Mund offen, er lief hinterher.
„Ich bin immer zuerst im Badezimmer!“, regte er sich auf, aber Harry hörte nicht auf ihn. Die Türe zur Toilette knallte zu, Draco knirschte mit den Zähnen.
„Zwick deine Arschbacken endlich zusammen, ich muss auch aufs Klo!“, meckerte er und trommelte mit dem Fuß auf den Boden. Dann hörte er die Spülung und Sekunden später ging die Türe auf. Harry rollte mit den Augen und wurde unsanft beiseite geschoben – Draco schloss die Türe hinter sich ab. Harry schüttelte darüber nur den Kopf, murrte sämtliche Schimpfwörter vor sich hin und untersuchte die Dusche, da dort auf einer Ablage sämtliche Utensilien standen. Neugierig studierte er sie, während Draco wieder im Badezimmer erschien. Harry fragte sich, wieso Malfoy so viele verschiedene Düfte brauchte, während Harry eigentlich nur ein Duschgel besaß.
„Glotz nicht so und lass dir nicht einfallen, eines meiner Sachen zu nehmen!“, fauchte Draco in Richtung Harrys Rücken, der Schwarzhaarige drehte sich um und ging zum Waschbecken.
„Ich habe nicht vor, deine Sachen zu benutzen! Ich besitze mein eigenes Duschgel!“, zeterte Harry noch immer müde, während er den Wasserhahn aufdrehte und sich die Hände wusch. Draco machte es ihm gleich.
„Wie immer einfältig, war ja klar“, murrte Draco, der Gryffindor seufzte.
„Besser einfältig als unentschlossen“, giftete er nun zurück, Draco schnaubte. Wie sollte es anders sein, griffen sie beide zeitgleich zur Zahnpaste, jetzt stierten sie sich an.
Ich hatte sie zuerst!
Hattest du gar nicht!
Hatte ich schon! Lass los, Potter!
Träum weiter, Malfoy! Du bekommst sie schon noch, lass DU los!
Nimm deine verdammten Griffel von der Paste!
Das werde ich nicht tun, Malfoy!
Potter? Blaues Auge gefällig?
Nein danke! Grün steht mir hervorragend!
Finde ich nicht!
Mir doch egal, was du findest und was nicht!
Meine Meinung steht immer hoch im Kurs, Potter!
Ach ja? Wo denn? Nicht in Gryffindor!
Scheiß doch auf Gryffindor!
Scheiß auf Slytherin, Malfoy!
Du wagst es, mein Haus zu beleidigen?
Oh Gott, JA! Huch! Ich glaube, ich bin lebensmüde!
Das glaube ich allerdings auch, Potter! Lass endlich los!
Schon holte Draco mit der anderen Hand aus und stieß Harry an. Doch der wehrte sich und schupste zurück. Keines der beiden Kleinkinder wollte nachgeben, sie stritten sich doch tatsächlich um die verdammte Zahnpaste! Inzwischen tänzelten sie schon im Kreis herum, die arme Tube wurde dabei komplett eingequetscht. Beide rissen daran, schrieen ärgerlich auf und dann krachten sie schlussendlich zu Boden. Da Harry den Tubenkopf in der Hand hielt, Malfoy das schmale Ende, hatte der Blonde verloren.
„Potter!“, tobte Draco ziemlich säuerlich, schon war er wieder auf den Füßen. Aber nicht nur er, denn auch Harry war ziemlich schnell auf den Beinen und eilte zum Waschbecken. Bevor Draco komplett ausrasten konnte, handelte Harry. Er öffnete die Paste, schnappte sich beide Zahnbürsten und beschmierte sie. Kaum, dass der blonde Slytherin wutschnaubend bei ihm stand, hielt Harry ihm wortlos die Bürste entgegen. Draco glotzte blöd, aber er nahm sie ohne zu murren an. Die Bürste in den Mund gesteckt schraubte Harry die Tube zu und legte sie auf der Ablage ab. Dann sah er in den Spiegel, Draco tat dies auch, während sie sich die Zähne putzten. Der Blonde tat dies mit Anmut, bürstete brav von oben nach unten, während Harry seinen Mund umbaute und kreuz und quer putzte.
„POTSCHTER!“, sabberte Draco mit grimmigen Blick, Harry hielt in der Attacke auf seine armen Zähne inne.
„Wasch isch?“, jaulte er mit vollem Mund auf, Draco spuckte in das Becken.
„Von oben nach unten, Potter! Die armen Zähne! Oder willst du eines Tages zahnlos dastehen?“, giftete er ihn an, Harry blinzelte.
„Kann dir doch egal sein!“, knurrte er ihn an, nachdem auch er ins Becken gespuckt hatte.
„Mir ist es nicht egal, denn ich muss deine Visage leider länger ertragen! Ebenso dein rüpelhaftes Benehmen, Potter!“, gab Draco wieder einmal schnarrend von sich, Harry sah resignierend und gelangweilt in den Spiegel. Dort trafen sich auch wieder ihre Blicke.
„Dann sieh mich einfach nicht mehr an, Malfoy“, brummte er und putzte weiter. Draco schüttelte nur den Kopf und machte es ihm gleich und siehe da – Potter hielt sich tatsächlich daran. Dracos Augen blitzten, als er es bemerkte, demonstrativ machte er es vor. Harry schielte ab und zu zu Draco, ihm war das irgendwie peinlich. Und der Slytherin fragte sich, wie dieser Idiot nur so schöne Zähne haben konnte, obwohl er so… Moment! Seit wann dachte er über Potters Zähne nach? Draco schüttelte schnell den Gedanken ab. Beide wuschen sich das Gesicht, spülten den Mund aus und gurgelten dabei. Harry würde es niemals zugeben, aber er machte Draco eigentlich alles nach, da er einem Streit entgegen wollte. Nun, einem weiteren… Aber ob das wirklich der Letzte gewesen war? Antwort: Nein.
Draco frisierte sich gerade mit Andacht die Haare, während Harry an seinen herum zupfte und die Bürste geflissentlich ignorierte.
„Mann, Potter! Nimm endlich diese beschissene Bürste und kämme dir die Haare! Auch sie brauchen Pflege! Mindestens 100 Striche sind nötig!“, blaffte er ihn an, Harry wandte sich ihm knurrend zu.
„Lass mich endlich in Ruhe, Malfoy! Du hast ja keine Ahnung! Mit dieser dämlichen Bürste stehe ich auf Kriegsfuß! Es ist zwecklos, meine Haare bändigen zu wollen!“, schoss er ihn an, Draco verzog sein Gesicht.
„Schwachsinn, Potter!“, schnarrte er und schon stand er hinter ihm. Unsicher und mit gerunzelter Stirn betrachtete er Harrys Wirrwarr, was man auch als Haare bezeichnen konnte.
„Na los? Trau dich?“, äffte Harry, Draco blitzte wütend in den Spiegel. Mit spitzen Fingern tastete er einige Strähnen ab und wunderte sich, dass die Haare Potters sich sehr geschmeidig anfühlten. Dann kam die Bürste zum Einsatz und egal was Draco auch tat, die Haare wollten nicht so, wie er wollte. Harry verzog seine Lippen zu einem Grinsen und blitzte triumphierend den Spiegel an – ihre Blicke trafen sich. Draco sah düster zurück und überlegte weiterhin.
„Okay, deine Haare sind Schrott, aber es ist noch nicht hoffnungslos“, zuckte er die Achseln. Harrys Kinnlade machte Bekanntschaft mit dem Boden.
„SCHROTT?“, stieß er hervor, aber Draco ging nicht auf den Protest ein. Eher krallte er sich sein Haargel, welches er schon seit einiger Zeit nicht mehr benutzte. Danach entnahm er einiges an Gel und machte sich an Harrys Schopf zu schaffen. Der Schwarzhaarige gaffte noch immer in den Spiegel und konnte nicht glauben, was Draco so zaubern konnte. Als der Blonde fertig war, begutachtete er sein Werk und musste zugeben, dass es ihm stand.
„Wow“, raunte Harry, er traute sich nicht, seine Haare anzufassen.
„Und das Gel macht es noch geschmeidig dazu“, nickte Draco zufrieden, Harry sah ihn skeptisch an.
„Bei dir wirkte es eher wie harter Kleister“, nuschelte er, Dracos Augen verengten sich zu Schlitzen.
„Aber nur deshalb, weil ich einen Spruch auf meine Haare legte, du Nichtsnutz!“, blaffte er ihn an, Harry musterte den Slytherin. Danach fasste er sich doch in die Haare und musste zugeben, dass Malfoy Recht hatte.
„Hm, glaube dir“, murmelte Harry, Draco hörte es allerdings. Ein zufriedenes Lächeln legte sich auf seine Lippen, ehe er in den Spiegel nickte.
„Wem hast du diese Wüste zu verdanken?“, schnarrte er, Harry seufzte tief und schickte Draco einen giftigen Blick.
„Meinen Eltern, wem sonst? Mein Vater besaß die Sturmfrisur und meine Mutter hatte Naturlocken. Tja und ich habe wieder einmal alles abbekommen“, ließ er die Schultern hängen und schüttelte mit Blick zu seinen Haaren den Kopf.
„Und die Augen? Vater oder Mutter?“, fragte Draco weiter, Harrys Kopf zischte zu ihm. Sein Gesichtsausdruck fragte, was diese Anspielung eigentlich sollte.
„Wieso willst du das wissen?“, zog Harry eine Augenbraue hoch, Draco rollte mit den Augen.
„Neugierde, Potter! Was sonst! Verwechsle es nicht mit Interesse!“, schnaufte er ihn an, Harry nickte.
„Von meiner Ma“, bestätigte er leise, ein seliges Lächeln umspielte seine Lippen.
„Hast du Bilder von ihnen?“, wollte Draco unbedingt wissen, Harry nickte.
„Ja, willst du sie sehen?“
„Wenn´s unbedingt sein muss?“, gab sich der Slytherin kühl, aber er brannte förmlich vor Neugierde! Harry tapste voran, ging nochmals zum Bett, um sich die Brille auf die Nase zu setzen, und dann machte er sich auf den Weg zum Schrank. Draco kam näher und setzte sich auf den Boden, während Harry suchte. Endlich gefunden legte er das Fotoalbum auf den Boden und setzte sich direkt neben Draco. Der Blonde hielt kurz die Luft an, denn Potter war schon sehr nahe. Allerdings fand er es angenehm und so beugte er sich interessiert vor. Harry schlug das Album auf und fing zu erklären an. Er erzählte und erzählte, während Draco nur nickte und zwischendurch Fragen stellte, wenn Personen erschienen, die er nicht kannte. Er prägte sich die Gesichter von Harrys Eltern ein und dachte sich dabei, dass sie sehr schön gewesen waren.
„Mein Dad war damals sehr beliebt. Er konnte jede Frau haben, die er wollte. Nur meine Mutter nicht. Sie fand ihn eingebildet und spießig, aber mein Dad gab sie einfach nicht auf. Schließlich kamen sie dann doch zusammen“, seufzte er glücklich lächelnd, Draco hörte nur zu.
„War er auch so schüchtern wie du?“, fragte er, Harry verneinte.
„Sirius, mein verstorbener Pate…“, Harry hielt inne und wurde traurig.
„Sorry, Potter“, sprudelte es aus Dracos Mund hervor, danach riss er die Augen auf und hielt sich den Mund zu. Harry starrte ihn erstaunt an, Draco zückte den anderen Finger und entfernte seine Hand vom Mund.
„Kein Wort darüber, klar?“ Harry nickte und lächelte.
„Sirius erzählte mir, dass er und mein Vater die besten Freunde waren und immer nur Unfug im Kopf hatten. Meine Mutter war ein klein wenig wie Hermine. Sie lernte viel, hatte super Noten und war ebenfalls beliebt. Sie wusste um den Ruf meines Vaters, deshalb wollte sie sich nicht mit ihm einlassen. Aber mein Dad war stur, gab nicht auf und Sirius half ihnen dabei, nach und nach zusammen zu finden.“
°°°°
Draco saß still da und lauschte mit aufgesetzter Maske Harrys Worten. Er saugte alle Informationen in sich auf und schließlich kamen sie auch zum Thema `Verwandte´. Harrys Gesicht wurde düster, aber erzählte weiter, nachdem Draco ihn dazu aufgefordert hatte. Stockend berichtete er und wusste nicht, wieso er es Malfoy überhaupt erzählte. Der Blonde bekam immer größere Augen und glaubte ihm. Es stand Harry ins Gesicht geschrieben – alles. Der Schmerz, die Bitterkeit und die Enttäuschung, gehasst worden zu sein. Alles, was Harry Potter wollte, war Liebe und Zuneigung – das wusste Draco Malfoy auf einmal.
„Und du?“, traute sich Harry, schüchtern zu fragen, Draco hätte beinahe gegrinst. Er kannte es nicht, von Potter schüchtern gefragt zu werden, aber auch er fing zu erzählen an. Es fiel ihm nicht leicht, über seine Eltern zu sprechen, aber es tat gut. Er wusste auch, dass Harry ihm glauben würde – und damit lag er richtig. Harry stellte einfach keine Fragen, nahm es so hin und das erleichterte Draco dann doch sehr. Als er fertig war, sah er erwartungsvoll in Harrys Gesicht, der nur seufzte.
„Das tut mir Leid, Malfoy. Jetzt kann ich dich ein wenig besser verstehen“, gab er ehrlich zu, Draco war erstaunt.
„Ähm, wir sollten uns anziehen und dann…“ Harry wusste nicht mehr weiter, Draco auch nicht. Plötzlich erschien Frühstück auf dem Tisch, beide grinsten.
„ESSEN!“, riefen sie gleichzeitig aus und grinsten sich an.
„Ich nehme das Bad!“
„Okay, ich bleibe hier!“, rief Harry zuletzt aus, beide zogen sich schnell an. Endlich fertig machten sie sich über das Frühstück her. Danach stöhnten sie mit vollen Bäuchen auf, während der Tisch sich leerte.
„Und jetzt? Langweilig“, maulte Draco vor sich hin. Und dann füllte sich der Tisch abermals, nur diesmal mit Hausaufgaben, Pergamenten und Büchern.
„Was zum Henker…?!“, rief Draco aus und saß aufrecht auf seinem Stuhl.
„Ich kann es nicht fassen!“, stöhnte Harry auf, beide untersuchten den Haufen.
„Das… Das können unmöglich die Hausaufgaben eines einzigen Tages sein!“, raufte sich Draco die ordentlich liegenden Haare, er schien verzweifelt zu sein.
„Sehe ich genauso“, knurrte Harry. Sie verstanden es noch immer nicht, aber sie wussten, dass sie diese Hausaufgaben zu machen hatten.
„Scheint mir, als wären das unsere Hausaufgaben von einer ganzen Woche!“, regte sich der Blonde auf, Harry stimmte dem zu. Beide wussten ja nicht, dass dieses Zimmer nicht nur verzaubert war, sondern auch die Zeit darin eine große Rolle spielte. Dieser Raum diente teilweise als „Raum der Wünsche“. Allerdings nahm er nicht jeden Wunsch entgegen, sondern nur jenen, den Dumbledore erlaubte. Außerdem war dort ein Tag wirklich eine ganze Woche. Das alles würden sie erst erfahren, wenn sie wieder bei Dumbledore wären.
„Langeweile wäre mir jetzt lieber“, stöhnte Draco auf, Harry seufzte.
„Nicht nur dir“, gab er ihm Recht, beide machten sich an die Arbeit. Sie verhielten sich still und versuchten, in den Büchern alles an verlorenem Stoff aufzuholen. Zwischendurch fragten sie sich schon, wieso sie das alles tun mussten, aber sie fügten sich ihrem Schicksal. Harry kämpfte gerade mit Zaubertränke und Draco mit Muggelkunde.
„Verdammte Scheiße!“, stieß Harry aus und pfefferte seine Feder auf den Tisch. Draco war froh über diese Ablenkung, weil auch er nicht mehr weiter kam.
„Was hast du für ein Problem, Potter? Kann man nicht einmal in Ruhe seine Hausaufgaben machen?“, zeterte er dennoch, Harry blitzte ihn an.
„Lass dich nur nicht stören, Malfoy“, grummelte er und verfluchte gedanklich sein Lieblingsfach. Draco rollte mit den Augen, stand auf, schnappte sich den Stuhl und setzte sich zu einem erstaunten Harry. Dann besah er sich den Trank und lachte auf.
„Mann, was ist daran so schwer, Potter?“, fragte er nicht verstehend, Harrys Gesicht verdüsterte sich.
„Alles“, knurrte er, Draco sah ihn lange an. Ohne, dass Harry ihn fragte, erklärte Draco das Grundwesen vom Brauen eines Trankes. Auch auf was es ankam und auf was er alles achten musste. Er erklärte es mit einer Einfachheit, dass es sogar Harry verstand, dem endlich ein Licht aufging.
„Ach so funktioniert das!“, rief er freudig aus, Draco runzelte die Stirn.
„Klar doch, wie denn sonst?“, wollte er wissen, Harry drehte sich ihm zu. Mit untermalenden Händen erläuterte er nun, wie Hermine es ihm beibringen wollte. Beide amüsierten sich darüber, Draco aber hielt sich eher ein klein wenig zurück. Harry besaß das Talent, Hermine perfekt zu imitieren, damit Draco sich Granger so richtig gut vorstellen konnte. Schließlich gab Draco ihm Recht und auch Tipps, wie er den Aufsatz fertig bringen konnte.
„Danke, Malfoy!“, meinte Harry erfreut und machte sich an die Arbeit, während Draco dumm glotzte. Harry hielt im Schreiben inne und sah ihn von der Seite her an.
„Ja, ja, ich habe mich bedankt, schon gut“, nuschelte er mit leicht roten Wangen, Draco wandte sich schnell ab. Seinen Stuhl gepackt begab er sich wieder zu seinem Platz und brütete über seinen Unterlagen. Harry hatte inzwischen den Aufsatz schon fertig, während Draco langsam verzweifelte. Harry bemerkte dies, rückte auf und musterte dessen Unterlagen.
„Elektrizität? Muggelkunde? Da hängst du also rum?“, konnte sich Harry nicht verkneifen, ein wütender Blick streifte ihn.
„Zisch ab, Potter“, schnarrte Draco. Ja, in diesem Fach war er schlecht! Wieso musste er eigentlich Muggelkunde nehmen? Kurz entstand Stille, doch dann brach Harry das Schweigen und erklärte. Dracos Kopf schoss in die Höhe, er hörte zu. Endlich bekam er einen Einblick, allerdings musste er auch protestieren.
„Wieso brauchen diese Idioten eigentlich eine Glückslampe? Wie wäre es mit Kerzen?“, schnarrte er, Harry lachte auf.
„Glühbirne, Malfoy, Glühbirne. Nun ja, hätten sie keinen Strom, könnten sie auch keine Computer bedienen.“ Harry hatte vorhin auch erklärt, wozu man so einen Computer brauchte.
„Da sage ich nur eines: Eulenpost“, erwiderte Draco, Harry lachte abermals los.
„Muggel sind keine Zauberer, Malfoy! Sieh es endlich ein! Wir haben unsere Methoden, sie die ihre. Ganz einfach.“ Und schon erklärte er weiter, Draco schrieb eifrig mit. Ohne sich abzusprechen, halfen sie sich gegenseitig, auch bei den anderen Hausaufgaben.
„Was hast du als Nächstes?“, beugte sich Draco gerade über den Stapel, um eine weitere Hausaufgabe erledigen zu können.
„Verwandlung. Und du?“, fragte Harry.
„Geschichte der Zauberei.“ Beide nickten sich zu und machten seitdem ihre Hausaufgaben gemeinsam. Als der Mittag anbrach, hatten sie bereits die Hälfte geschafft. Keiner von beiden würde zugeben, dass es das erste Mal war, Spaß an der Sache gehabt zu haben. Ihre Mägen knurrten und die Stapel an Büchern und Pergamenten wurde durch ein Mittagessen ersetzt. Hungrig stürzten sie sich darauf, verschlangen es und dann ging es wieder weiter. Der Abend brach an und endlich hatten sie alles erledigt. Völlig erschöpft knallten ihre Köpfe auf die Tischblatte, während ihre Aufgaben gestapelt auf einem Stoß lagen. Es ploppte, ihre Köpfe schossen hoch.
„Wo…“
„…sind sie hin?“, vollendete Harry Dracos Frage, beide glotzten sich an.
„Ist doch egal, Morgen geht es sicherlich weiter“, seufzte Draco, Harry nickte. Dann sah er auf die Uhr und riss die Augen auf.
„Schon 10 Uhr!“, rief er aus, Draco guckt auf die seine.
„Was, schon so spät? Mann, ich kann jetzt schon meine Augen kaum offen halten, obwohl ich immer spät schlafen gehe“, gähnte Draco, Harry tat es ihm gleich.
„Na ja, wir haben den ganzen Tag über geschuftet. Da dürfen wir schon mal müde sein“, zuckte er mit den Achseln.
„Hm, sehe ich auch so.“ Draco war schon knapp vor dem Einschlafen.
„Ziehen wir uns um und gehen schlafen, okay?“ Harry erhob sich, schnappte seine Schlafsachen und marschierte ins Badezimmer. Draco zog sich ohne weitere Worte im Zimmer um und wartete, bis Harry fertig war. Sie tauschten und Harry schlüpfte ins Bett. Als Draco wieder kam seufzte er nur, da der Schwarzhaarige abermals im Bett lag. Langsam gab er es auf, wieso sollte er sich auch wehren? Irgendwie war es schon eigenartig, neben seinem ehemaligen Feind zu liegen. Ehemalig? Draco wollte nicht darüber nachdenken, krabbelte ins Bett und studierte abermals Harrys friedliches Gesicht. Mit einem Lächeln auf den Lippen schlief er ein.
°°°°
Tag drei brach an und Harry wachte als erster auf. Sein Herzschlag beschleunigte sich, sein Kreislauf kam auf Touren. Was zur Hölle? Das konnte doch nicht wahr sein! Wie war er nun schon wieder in diese Lage gekommen? Harry fing zu zittern an, denn Malfoy presste sich an seine Kehrseite, schnurrte geradezu und vergrub seine Nase in Harrys Haare. Außerdem hatte der Blonde seine Arme fest um ihn geschlungen, Harry saß oder eher er lag in der Falle! Und was war das? Spürte er da gerade etwas, was er nicht spüren wollte?
„Malfoy!“, rief er aus und versuchte, sich aus dem Griff zu befreien.
„Potter?“, nuschelte der Blonde verschlafen und öffnete die Augen. Geschockt gab er ihn frei, Harry sprang aus dem Bett.
„Sag mal, spinnst du? Wie kannst du es wagen, mich einfach so zu umarmen und dann noch einen Steifen zu bekommen!“, rief er knallrot aus, Draco blickte ihn mit hoch gezogener Augenbraue an. Dann setzte er sich auf, lehnte sich ins Kissen zurück und hob die Decke an. Ein schwaches Grinsen schlich sich auf sein Gesicht, als er wieder zu Harry sah, dem das alles ziemlich unangenehm war.
„Reg dich ab, Potter! Erstens steht er nicht ganz und zweitens träumte ich von Selest. Sonst noch etwas?“, schnarrte er, Harrys Gesichtsfarbe verdunkelte sich. Hastig setzte er seine Brille auf und stolperte davon.
„Du… Du…“, schnappte Harry zu ihm sehend mit gezücktem Zeigefinder nach Luft, ehe er ins Badezimmer flüchtete. Der Blonde sah ihm fies grinsend hinterher, dann hörte er das Wasser rauschen und glitt aus dem Bett. Heiser lachte er auf und schüttelte den Kopf. Normalerweise wäre er auch angewidert gewesen, aber nachdem er Potters Gesicht gesehen hatte, konnte er einfach nicht anders reagieren! Gemächlich machte er sich auf ins Badezimmer, Harry stand unter der Dusche.
„Nimm´s locker, Potter! Ich hatte schon seit drei Tagen keinen Sex mehr! Ist doch klar, dass sich da etwas rührt, wenn man sich an einen Körper presst“, schnurrte Draco, der es liebte, Potter zur Weißglut zu bringen.
„ABER NICHT AN MEINEM!“, kreischte Harry unter der Dusche los, Draco schnaubte.
„Bilde dir nichts drauf ein, kapiert? Du kannst es sowieso nicht mit Selest aufnehmen“, schnarrte er zum Schluss und ging auf das Waschbecken zu. Wie er bemerkte, hatte Potter sich bereits an der Paste bedient, nur seine Zahnbürste fehlte. Putzte er sich die Zähne unter der Dusche? Draco grinste schief und fing an, ebenso seine Zähne zu putzen. Das Wasser wurde abgestellt, die Duschwand aufgezogen. Harry kam hochrot aus der Dusche und ging auf eines der Badetücher zu. Draco hätte sich beinahe verschluckt, als er Harry nackt sah. Gott sei Dank konnte er sein Erstaunen hinter seiner Maske verbergen, sonst wäre seine Kinnlade am Boden gelandet.
Das war Potter? Unmöglich! Aber diese nackte Gestalt, an der sämtliche Wasserperlen hinab rannen, konnte eben nur zu Potter gehören! Draco musste ihn einfach anstarren und vergaß dabei, weiterhin seine Zähne zu putzen. Man sah Harry an, dass er durchtrainiert war, auch wenn sich die Muskelpartien nur schwach abzeichneten. Dennoch: Sie tanzten unter der glänzenden Haut, sein Körper war straff und nicht zu verachten. Aber was Draco noch mehr beeindruckte, war, dass Potters Heiligtum mehr als anregend war, ebenso sein knackiger Po.
Den würde ich gerne einmal vögeln – schoss es ihm plötzlich durch die Gedanken, doch dann rief er sich zur Ordnung. War er nur notgeil, weil Selest nicht anwesend war? Merlin stehe ihm bei! Es konnte doch nicht sein, dass er jetzt auf Potter scharf wurde? Hallo? Malfoy? Verstand?
„Starr mich nicht so an!“, keifte Harry ihn alá Tomate an, Dracos Augen blitzten. Gemächlich putzte er weiter, dann spuckte er die Überreste aus.
„Was denn? So schlecht siehst du nicht aus, musste ich gerade feststellen“, gab er hämisch grinsend zu, Harry klappte der Mund auf. Die Zahnbürste in der Hand zitterte, Draco zog amüsiert eine Augenbraue hoch.
„Hör auf, mich anzumachen, Malfoy! Lass deine Finger von mir, verstanden?“, giftete er ihn an, Dracos Plan wuchs. Er wusste nicht wieso, aber es reizte ihn, Potter so richtig einzuheizen. Vielleicht würde er auch persönlich daran Gefallen finden und Malfoys bekamen ja immer alles, was sie wollten!
„Mal sehen, Potter“, schnurrte Draco lasziv, Harrys Augen wurden groß. Schon längst hatte er sich das Handtuch um die Hüften geschlungen und machte einen großen Bogen und Malfoy, als er die Zahnbürste ins Glas stellte. So schnell er konnte machte sich Harry aus dem Staub, um sich anzuziehen. Draco grinste noch immer – JETZT wurde es interessant…
Und er setzte seinen Plan auch gleich in die Tat um. Während des Frühstücks rückte er auf, Harry rückte weg. Nach dem Frühstück versuchte Harry, still seine Hausaufgaben zu machen, während Draco ihn immer wieder musterte und irgendwann einmal neben Harry saß, dem das nicht auffiel. Konzentriert knabberte er an seiner Feder, als er plötzlich eine warme Hand auf seinem Schenkel spürte, die immer höher glitt.
„AAHH! MALFOY!“, sprang Harry in die Höhe, Draco lächelte schelmisch.
„Was denn, Potter?“, fragte er anzüglich.
„Hör auf mich zu betatschen, sonst…!“, regte sich Harry hektisch auf und stolperte vom Tisch weg. Draco erhob sich langsam und kam mit wiegendem Schritt auf Harry zu.
„Sonst was, Potter?“, schnurrte er mit einem Blick, der Harry irgendwie unter die Haut ging. Krampfhaft versuchte er, durch Schlucken seinen Knoten im Hals los zu werden, was nicht sonderlich gut gelang. Hastig schnappte er sich ein Buch, Draco hob eine Augenbraue an.
„Was denn? Willst du mich mit dem Buch erschlagen?“, säuselte er, Harry nickte schnell.
„Komm mir nicht zu nahe“, zischte er gefährlich, aber das kratzte Draco nicht. Gut, er hatte es herausgefordert, schon ging es los. Harry schmiss es nach ihm, Draco wich gekonnt aus. Harry hetzte davon, lief um den Tisch, Draco setzte nach. Harry schmiss sich über die Couch und versuchte zu entkommen, Draco sprang elegant darüber.
„Verzieh dich, Malfoy! Verdammt, lass mich in Ruhe! Du willst doch nur Selest knallen, nicht mich! Hey, ich bin´s, Potter!“, rief Harry verzweifelt auf, ein schauriges Lachen seitens Dracos folgte.
„Ich weiß! Aber ich will trotzdem wieder vögeln! Und da sie nicht da ist, musst du eben herhalten“, schnurrte er und kam gefährlich näher. Harry schüttelte immer wieder den Kopf und drehte sich hastig um.
„Das bist nicht mehr du, Malfoy!“, kreischte er los und stolperte über den Teppich. Draco sah seine Chance und stürzte sich auf ihn. Harry wehrte sich verzweifelt, er lag auf dem Rücken und Draco zwischen seinen Beinen. Der Blonde war auf einmal sehr stark, so kam es Harry vor. Nein, er wehrte sich schon mit voller Kraft – bildete er sich jedenfalls ein. Draco pinnte seine Hände oberhalb des Kopfes fest, er grinste ihn siegessicher an. Dann fing er an, sein Becken an Harrys auf und ab zu schieben, Harry riss die Augen auf.
„Lass das, Malfoy! Hör auf!“, zischte er ihn an und wandte sich unter ihm. Aber gerade das fand Draco sehr erregend, er verstärkte seinen Druck und seine kreisenden Bewegungen. Konnte es sein und regte sich da etwas in Potters Hose?
„Hm… Du fühlst dich wirklich gut an, Potter. Zu gut“, raunte Draco ihm ins Gesicht, welches schon rot angelaufen war. Man merkte, dass Harry panisch wurde und verzweifelt einen Ausweg suchte. Draco schloss genüsslich seine Augen, saugte die untere Lippe zwischen die Zähne und rieb sich noch mehr an Harry. Aber auch bei diesem regte sich etwas und ja, Draco genoss es wirklich.
„Geh von mir runter, Malfoy! Es reicht!“, keifte er ihn an, Draco öffnete seine Seelenspiegel. Pure Lust stand in ihnen.
„Nein, das werde ich nicht tun. Nicht, ehe ich dich genüsslich vernascht habe“, raunte er ihm entgegen, Harry reichte es. Woher er auf einmal die plötzliche Kraft hatte, wusste er nicht, aber er stemmte sich gegen ihn und schupste Draco von sich. Sich hastig aufraffend stolperte er zur Badezimmertüre, öffnete sie, floh hinein und knallte die Türe zu. Danach hörte Draco ein Klicken, Potter hatte also die Türe abgeschlossen.
„FEIGLING!“, schleuderte ihm Draco hinterher, schnaufend kam er hoch. Sein Schritt schmerzte und er war sich sicher, dass Potter ebenso hart geworden war. Wieso wehrte er sich denn so? War doch nur Sex? Und Potter sollte auch endlich wissen, wie Sex war! Gut, sie waren bisher Feinde gewesen, aber das musste doch nicht immer so sein, oder? Eigentlich stand Draco nicht auf Männer, so dachte er sich, aber Potter turnte ihn anscheinend wirklich sehr an. Sein Ziel stand fest: Er wollte Potter!
°°°°
Harry keuchte und zitterte, lehnte an der verschlossenen Türe an und sah auf seinen Schritt. Er verkniff sich ein Stöhnen, da sich eine beachtliche Beule zeigte. Scheiße! Und nein, er würde jetzt nicht Hand anlegen, nicht, nachdem sein Körper auf Malfoy so reagierte! Die Bilder bekam Harry nur schwer aus dem Kopf. Draco, wie er sich an ihm rieb, genüsslich sein Gesicht verzog und selbst hart wurde. Die geschwollenen Lippen und die schönen, vor- und zurückschwingenden Haare, die in der Sonne glänzten. Oh Gott! Was sollte das denn werden? War er jetzt Malfoys nächstes Opfer? Harry zitterte noch immer und suchte nach seinem Ruhepol. Ob er den wohl finden würde?
Eine viertel Stunde verging, ehe sich Harry traute, aus der Türe zu lugen. Malfoy saß über seine Hausaufgaben gebeugt, sah nicht hoch, sondern ignorierte ihn. Harry war erleichtert, er traute sich raus und setzte sich ebenso zum Tisch. Auch wer widmete sich wieder seinen Hausaufgaben, aber seine Gedanken wanderten.
„Bist du wieder normal, Malfoy?“ fragte er in die Stille hinein, der Blonde hob desinteressiert den Kopf.
„Ich bin immer normal, Potter“, gab er knappe Antwort, Harry überlegte.
„Vergiss nicht, dass du eine Freundin hast, ja? Ich meine, du kannst sie nicht einfach so betrügen, das mag ich nicht. Ich steh auch nicht auf dich und du nicht auf mich. Dein Körper verlangt nach Sex, ja, das verstehe ich, aber ich bin nicht der Richtige dafür, klar? Denk an Selest und dass du sie bald wieder sehen wirst, okay?“, versuchte es Harry im Guten, Draco musterte ihn emotionslos. Dann lehnte er sich zurück, starrte ihm noch immer in die Augen.
„Erstens: Eigentlich ist sie nicht meine Freundin, sondern nur meine Geliebte. Wir führen eine Art `offene´ Beziehung, sieh es als Affäre an. Treue gibt es nicht. Zweitens: Ich dachte auch nicht daran, dich je anziehend zu finden. Aber seit dem ich dich nackt sah…“ Dracos Grinsen wurde breiter, die Augen funkelten wieder. Harry sah ihn warnend an und zückte den Finger.
„Vergiss das ganz schnell wieder, Malfoy! Ich will nicht mit dir vögeln, klar? Wir… Wir können uns ja nicht einmal leiden!“, hielt er dagegen, Draco rollte mit den Augen.
„Hm, ich überlege mir gerade, was ich von dir halten soll, Potter. Wieso regst du dich so darüber auf? Wäre doch nur Sex? Komm schon, Potter! Wir könnten uns gegenseitig helfen! Ich wäre meinen Stau los und du würdest ebenso zum Schuss kommen. Gerne würde ich wissen, wie groß dein Prachtding werden kann, wenn du erregt bist und…“, flüsterte er ihm verschwörerisch über den Tisch gebeugt zu, Harry schnitt ihm das Wort ab.
„Nein, Malfoy! Kapier es endlich! Ich will nichts von dir! Und meinen ersten Sex möchte ich mit jemanden erleben, der mir etwas näher steht als du!“, zischte er ihm sarkastisch entgegen, Draco seufzte.
„Du bist prüde, Potter. Und wenn du so weiter machst, wirst du noch als alte Jungfer sterben! Und sieh es endlich ein! Wer weiß, wie lange wir noch hier sind!“, erwiderte Draco hart, Harry gab es langsam auf.
„Lieber lege ich selber Hand an und bleibe für immer eine Jungfrau, als mit dir…“ Harry verzog sein Gesicht und machte an seinem Aufsatz weiter. Draco musterte ihn noch immer und dachte sich nur, dass Potter wohl nicht immer aufpassen und davonlaufen konnte…
Tbc…
Mein besonderer Dank geht an folgende Reviewer!
Shalah, Babsel, hermione-twin, -Cherry-, Lady Evil, silverwings, Tabs-chan, bambi71, Baroness oft the Dark, Freaky und Ayashi!
Irre, ich bekomm doch tatsächlich noch Reviews, obwohl diese Story schon von vielen gelesen wurde. Leute, das freut mich wirklich sehr! Auch sind neue Leser unter euch – herzlich willkommen! Hat euch der zweite Teil ein wenig zugesagt? So, ich mach mich wieder vom Acker.
Bussis, eure gugi!
P.s. Update kommt am Samstag...
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