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Geschichte: Fanfiktion
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von Seto-Chan
erstellt: 12.11.2007
letztes Update: 07.01.2010
Geschichte, Romanze / P12
(abgebrochen)
Mit freundlichen Grüßen
Seto-Chan
Playboy Hauro?
Mit dem ersten Licht des nächsten Morgens schlug die Blonde ihre blauen Augen auf. Langsam erhob sie sich von dem Sofa, auf dem sie unwissenderweise genächtigt hatte, was darauf zurück zu führen war, dass sie todmüde und einfach eingeschlafen war. Sie gähnte einmal herzhaft und sah sich um. Zuerst spiegelte sich Überraschung in ihren Augen, dann wandelte sich ihr Gesichtsausdruck in eine Schattenüberzogene Maske.
„Du scheinst schlecht gelaunt zu sein.“, bemerkte Calcifer, der sie die ganze Zeit über beobachtet hatte.
„Oh nein, dabei habe ich mir so eine Mühe gegeben, es zu verbergen.“, kam die bissige Antwort.
„Autsch.“, kommentierte ein gerade erschienender Markl. „Du bist gut im Duellieren mit Wörtern. So leicht schafft man es nicht, Calcifer zum Schweigen zu bringen.“
„Oh man.“, machte Amaya genervt. „Jetzt werde ich schon von einem 8jährigen gelobt… was kommt als nächstes?“
„Ein Verhör.“, ertönte Hauros Stimme vom oberen Treppenabsatz her.
„Oh Gott nein.“, dachte die Frau und rollte mit den Augen.
„Guten Morgen, Meister Hauro.“, begrüßte Markl seinen Meister freudig. Dieser ging darauf jedoch wenig ein, ließ dafür die Blonde nicht aus den Augen und setzte sich auf einen Stuhl, der nahe am Kamin stand.
„Du weißt, dass daran kein Weg vorbeiführt?“, wollte der Zauberer von der jungen Frau wissen,
Blaue Augen durchbohrten die seinen während sie antwortete: „Ja.“
Nach einer kurzen Pause begann Hauro mit der Frage, was sie überhaupt im Niemandsland verloren habe.
„Meine Sache.“, kam die knappe Erwiderung, deren Unterton bereits mitteilte, dass nicht mehr Informationen folgen würden.
„So wird das nichts. Wenn ich nicht weiß, was es mit dir auf sich hat, kannst du hier nicht länger weilen.“, argumentierte Hauro etwas ungehalten, schließlich hatte er heute noch eine Verabredung.
„Hat jemand gesagt, dass ich das will?“, fuhr Amaya den Zauberer an. „Ich will meine Schuld begleichen, dann bin ich weg.“
„Und wie gedenkst du das zu tun?“
„Das wollte ich dich gerade fragen. Nenn mir einen Gefallen den ich dir tun kann.“
„Spontan fällt mir nichts ein, oder glaubst du etwa, dass ein Zauberer von meinem Kaliber nicht schon alles besitzt, was besitzenswert ist?“
„Ja.“, erwiderte die Frau mit einem Grinsen.
„Und was soll das sein?“, fragte der Blonde überrascht.
„Familie? Eine Freundin? Bis jetzt sehe ich nur so eine Art Wohngemeinschaft.“
„Und was willst du dann für mich darstellen? Doch wohl nicht etwa eine Freundin?“
„Gott nein.“, kam die bestürzte Antwort, die auf Hauros Stirn Falten warf.
„Was?“, hakte er nach.
„Hm?“
„Du wärest nicht gerne meine Freundin?“
„Ein Mann, der so mit seinen Fähigkeiten und Besitztümern prahlt hat einen schlechten Charakter, und so etwas kann ich nicht leiden, tut mir leid. Auf dieser Welt gibt es sicher genug andere Weiber, die auf dein Äußeres so schnell reinfallen würden.“, antwortete Amaya eiskalt, sodass es dem Zauberer die Sprache verschlug.
Als wäre das ein Zeichen gewesen, läutete eine Glocke und Calcifer meldete sich zu Wort: „Das war die Hafenstadt.“ Sogleich sprang Markl an die Tür, drehte den Knauf, sodass die blaue Scheibe an der Wand vom Pfeil berührt wurde, und öffnete sie. Eine junge, rothaarige Frau stand in der Tür und lächelte herzlich, bis sie Hauro und Amaya sah. In atemberaubender Geschwindigkeit verschwand ihr Lächeln und mit ernstem Gesicht betrat sie das Wohnzimmer. Der blonde Zauberer erhob sich und ging auf die Frau zu, die sich interessiert im Haus umsah.
„Du hast ja mal aufgeräumt, Hauro, oder war das deine neue Freundin?“, wollte sie mit einem zickigen Unterton wissen.
„Oh Gott.“, seufzte Amaya laut vernehmbar. „Jetzt sperr mal die Lauscher auf Kleines.“, fuhr sie auf und stellte sich vor die tatsächlich kleinere Frau. „Ich war, bin und werde niemals SEINE Freundin sein. Du kannst dich also ganz entspannt geben.“ Daraufhin drehte sich die Blonde mit wehenden Haaren um und schritt, einer Königin gleich, die Treppe hinauf. Schweigen hatte sich an der Feuerstelle ausgebreitet, die Markl räuspernd unterbrach.
„Schön dich wieder zu sehen Suzuna.“, versuchte er die Spannung zu dämpfen.
„Ja- äh- geht mir auch so.“, kam die stockende Antwort. „Wer ist das?“
„Amaya. Wir haben sie bewusstlos aufgelesen.“, erhielt sie die knappe Antwort von Hauro, dessen Stolz durch ihren vehementen Widerstand getroffen war.
„Ach so. Sie hat- einen eigenartigen Charakter.“, bemerkte Suzuna trocken.
„Wem sagst du das.“
„Wollen wir?“
„Was?“
„Wir wollten doch Picknicken! Sag nicht, du hast das vergessen, Hauro!!!“, empörte sich die Rothaarige beleidigt.
„Ach, nein, das war nur ein Witz.“, scherzte Hauro und seufzte innerlich auf, als ihm einfiel, dass er Markl das Essen hat vorbereiten lassen.
„Gut, dann los.“, forderte eine energische Suzuna, die sich gleich bei Hauro einhakte.
Amaya lehnte schweigend an einer Wand, weit genug weg, um nicht bemerkt zu werden, jedoch nah genug, um alles zu hören.
„Hmpf.“, machte sie leise, als die Tür zufiel. „Komisches Paar.“
„Das kannst du laut sagen.“, meldete sich Markl plötzlich aus einer dunklen Ecke zu Wort, sodass die Frau schreiend zusammenzuckte.
„Oh man, hast du mich erschreckt!!!“, beschwerte sie sich.
„Sorry.“, tat der Junge das mit einem Schulterzucken ab. „Aber es gehört sich nicht, Leute zu belauschen.
„Sie haben ja wohl laut genug miteinander gesprochen.“, verteidigte sich eine ertappt fühlende Amaya.
„Wie auch immer, warum willst du uns nicht sagen, was passiert ist? Bist du krank? Und was hattest du im Niemandsland zu suchen?“, kam Markl auf das eigentlich Thema zu sprechen.
„Nicht schon wieder. Ich sagte: Das ist meine Sache, und dabei bleibe ich auch. Ich bin euch zwar dankbar für die Rettung, aber überspannt es nicht. Ich werde schon noch alles aufklären, aber erst wenn-“ Amaya brach ab.
„Wenn was?“, hakte der junge Zauberer nach, der spürte, dass sie mehr preisgegeben hatte, als sie eigentlich wollte.
„Wenn ich euch richtig vertrauen kann.“
„Oh.“, machte Markl daraufhin. „Ok.“
„Wie wäre es, wenn wir erst mal frühstücken?“, schlug die Blonde vor, um schnellstmöglich das Thema zu wechseln.
„Ok.“
„Das sollten wir öfter machen.“, ertönte Suzunas Stimme, woraufhin Amaya und Markl von ihrer Arbeit aufsahen. Hauro und seine Begleitung waren in das Zimmer getreten und sahen sich lächelnd an, wobei sein Lächeln eher gezwungen aussah.
„Hi.“, kam die kurze Begrüßung seitens Amaya, die sich erstaunlich schnell wieder ihrer Arbeit zugewandt hatte.
„Hallo, Meister Hauro.“, grüßte Markl wesentlich formaler.
„Na ihr, hattet ihr Spaß?“, wollte die Rothaarige bissig wissen, erblasste jedoch und versteckte sich hinter Hauro, als sie von Amayas tödlichem Blick getroffen wurde.
„Natürlich.“, kam die kühle Antwort.
„Was führ ein Zickenkrieg.“, kommentierte Calcifer laut.
„Noch so ein Spruch und du wirst Wasser zu spüren bekommen, mein Freund.“, zischte die Blonde, woraufhin der Dämon sichtlich in sich zusammenschrumpfte.
„Schluss jetzt!“, herrschte Hauro sie an. „Benimm dich gefälligst, dies ist nicht dein Heim.“ Amaya machte ein halb gekränktes, halb säuerliches Gesicht, ließ die Tischdecke, die sie genäht hatte fahren und erhob sich langsam.
„Verzeiht, eure Majestät.“, erwiderte sie kalt und machte, dass sie ins obere Stockwerk kam. Dort angekommen stürmte sie auf den Balkon, der durch die Bewegungen des Schlosses auf und ab wippte, und schlug dort mit ihrer Faust gegen die Wand.
„Ich hätte schon längst verschwinden sollen.“, dachte sie erbost. „Aber ich stehe in ihrer Schuld… und solange bin ich an diesen Ort gefesselt… unfähig etwas zu unternehmen…“ Langsam sank Amaya, ungesehen von irgendeinem lebenden Wesen, in sich zusammen und blieb auf dem Balkonboden liegen…
„Entschuldige.“, sprach die Blonde Hauro an, der gerade zu Abend aß. Verblüfft wandte er sich ihr zu.
„Wofür?“
„Für mein Auftreten. Ich wollte nur, dass du weißt, dass das alles hier besonders für mich eine schwere Zeit ist… und ich zuweilen Dinge sage, die ich später nicht selten bereue.“, überwand die Frau sich ganz und sah beständig zur Seite. Hauro erhob sich und trat vor sie.
„Entschuldigung akzeptiert… unter einer Bedingung.“, flüsterte er bewegter, als ihm lieb war, schließlich zeugte dieser Akt von wahrer Größe, er hatte nicht viele Menschen gesehen, die so rigoros ihre Fehler eingestanden.
„Und die wäre?“, wollte Amaya Schlimmes ahnend wissen.
„Du weißt, was es ist.“
„Dazu habe ich Markl bereits Auskünfte gegeben.“
„Ach, hast du?“, hakte der Zauberer überrascht nach und bedachte seinen Lehrling mit einem fragenden Blick, woraufhin dieser nickte. „Und?“
„Sie sagt es, wenn sie uns vertraut.“, antwortete Markl. Blitzschnell wandte sich Hauros Aufmerksamkeit der Frau zu.
„Wir haben dir das Leben gerettet und die vertraust uns trotzdem nicht?!?“, empörte er sich laut.
„Das Leben hat mich gelehrt, dass man Menschen, Zauberern oder was auch immer nicht nach ihrer ersten Tat beurteilen, sondern beobachten und sich DARAUFHIN ein Bild von ihnen machen sollte.“, erwiderte Amaya etwas leiser und sah wieder zur Seite. Hauros Augenbrauen wanderten in die Höhe.
„Wenn das so ist… ich bin auf deine Geschichte gespannt. Du musst schlechte Erfahrungen gemacht haben, wenn du nach so einer Weisheit handelst.“ Daraufhin wandte Hauro sich ab und schritt zu Calcifer, um ihm neues Holz zu geben und gleich darauf in die Hafenstadt zu gehen.
Einer inneren Eingebung folgend tat Amaya es ihm gleich, wenn auch etwas langsamer und später als der Zauberer und sah sich schweigend in der kleinen Stadt um. Geschäftiges Treiben herrschte an den Anlegestellen und man konnte nur schwer vorwärts kommen. Langsam arbeitete sich die Blonde aus dem Gemenge und schritt gemächlich am Strand entlang. Ihre langen Haare, die sie in einem Pferdeschwanz zusammenhielt, wehten in der Brise, die ständig am Meer zu finden war und leuchteten golden in der im Untergang begriffenen Sonne. Auf einmal war sie sich eines missbilligenden Blickes bewusst und drehte sich elegant um. Zornig funkelte Suzuna sie an, sich an Hauro klammernd, der Amaya wiederum interessiert musterte.
„Gib es zu, du willst doch etwas von Hauro, sonst würdest du uns nicht beschatten!!“, beschuldigte sie die Rothaarige und nahm dabei kein Blatt vor dem Mund. Aus diesem Grund stieg eine verräterische Röte in das Gesicht der Blonden, während sich zeitlich ihr Gesicht wutentbrannt verzog.
„Oh bitte, wer will DAS schon sehen! Seit der Zeit von Kleopatra und Caesar habe ich kein Paar gesehen, dass so wenig zusammen passt wie ihr.“, fauchte Amaya und setzte mit ausholenderen Schritten ihren Weg fort.
„Autsch, das hat gesessen.“, dachte der Zauberer anerkennend und war schon drauf und dran der Frau nachzulaufen, als er Suzunas empörten Arm spürte, der ihn zurückzog.
„Du willst doch wohl nicht etwa zu ihr?!“, rief sie, sodass Amaya sich noch einmal umdrehte. Sie hob verwirrt eine Augenbraue und ging daraufhin weiter ihres Weges…
wird fortgesetzt...
Über Kommis würde ich mich freuen.
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