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von Fight
erstellt: 25.10.2007
letztes Update: 25.10.2007
Geschichte, Allgemein / P6
(abgebrochen)
[Text ist nicht wirklich ernst gemeint. Aber entspricht eigentlich schon der Wahrheit. Entstanden aus Langeweile und so...und Heartcore <- das ist beabsichtig...hatte Freude drann xD]
ich bin der ORGINALVERFASSER des Textes. Bitte gebt, wenn ihr den Text kopieren wollt, wenigstens den Link hierher an. Sonst macht ihr euch strafbar. Und mich wütend. Danke
Umgangssprachlich redet man von Emo. Emos, Heuler oder Kajal-Schwuchteln.
Man kann es nenne wie man will. Eine neue Generation mit einem neuen Style bahnt sich eine dicke Schneise durch unsere Welt der Mode und der Musik.
Sie tragen schwarze Kleider, doch sie sind keine Gothics.
Sie hören Heartcore Musik, doch sie sind keine Punks.
Sie tragen gepunktete Accessoires und Maschen im Haar. Doch in den 60er Jahren sind sie nicht stecken geblieben.
Das Phänomen Emo wird im Folgenden erläutert und denjenigen unter euch näher gebracht, die nichts damit anfangen können.
Oder wollen.
Realität
Blicken wir der Realität ins Auge. Knallhart und ohne jeglichen Schnickschnack und Schöngerede.
Wir alle haben uns schon einmal darüber gewundert. Hinter vorgehaltener Hand haben wir getuschelt oder uns zumindest Gedanken darüber gemacht.
Worüber ich schreibe?
Ganz einfach…diese neue Randgruppe der Gesellschaft. Jawohl, Randgruppe. Anders kann man es nicht nennen. Sie sind präsent, aber noch nicht Gewohnheit.
Viele haben Mühe die Gestalten überhaupt irgendwo einzuordnen.
Nein, sie sind weder Punks, noch Gothics noch irgendwelche Tokio Hotel Fans. Sie sind Emos.
Zur allgemeinen Beruhigung von Erziehungsberechtigten und besorgten Kirchgängern: Nein, Emos sind keine Teufelsanbeter. In der Regel.
Bei genauerer Betrachtung wird man auch feststellen, dass Emos keine satanistischen Symbole tragen und keine offensichtliche Abneigung gegen den Herrn der Schöpfung Kund tun. Auch wenn ihr Interesse sich eher anderen Dingen widmen wird.
Selten sieht man ein Emo ungeschminkt. Auch die Jungs haben offensichtlich Bekanntschaft mit dem Kajal und dem Liedschatten gemacht. Und sie haben nicht vor in Zukunft darauf zu verzichten.
Deswegen sind sie aber noch lange nicht schwul. Okay, vielleicht nicht ganz abgeneigt dem eigenen Geschlecht gegenüber. Aber wie sagt man so schön? „Ein bisschen Bi schadet nie!“
Ausserdem hat man so doch ein viel breiteres Angebot, oder nicht?
Was ist ein Emo?
Die unausgesprochene Frage quält uns alle.
Überhaupt ist es das Wichtigste als erstes einmal das „Wie, Wo, Wann, Weshalb“ herauszufinden, bevor wir uns weiter dem Thema widmen.
Was zum Teufel ist eigentlich Emo?
Was zeichnet einen Emo aus? Ist es ein Style? Eine Einstellung? Oder gar Musik?
Verwirrung und Missverständnis sind die Reaktionen meiner Mitmenschen, die ich bei einigen Recherchen ausmachen konnte.
Und woher kommt eigentlich dieses Wort? Emo. Was soll das bedeuten?
Um Klarheit zu schaffen bauen wir das Ganze zuerst einmal logisch auf.
Was bedeutet Emo?
Woher kommt Emo?
Was ist Emo?
Beginnen wir mit der Erläuterung zur ersten Frage.
Was bedeutet Emo?
Tatsächlich hat das Wort *Emo* eine Bedeutung. Sogar eine recht sinnvolle.
Emo ist eigentlich die Abkürzung von Emotional. Um ganz korrekt zu bleiben, eigentlich das Kürzel für Emotional Heartcore, wobei das Heartcore galant wegelassen wird. Wäre ja auch zu umständlich sonst.
Emotional Heartcore. Was sagt uns das?
Heartcore müsste auch bei Ihnen gedanklich sofort eine Verbindung zur Musik herstellen. Um den Gedankenfluss etwas einzuschränken gehe ich etwas genauer darauf ein.
Heartcore (Oder auch Heartcore Punk) entstand gegen Ende der 1970er Jahre. Obwohl es Punk (zum Beispiel in der Glam-Punk Form) bereits früher gab, wurde erst durch den Heartcore Punk das Bild des heutigen Punkers mit Irokesenharschnitt geprägt.
Doch wie entstand das Emotional vor dem Heartcore?
Dadurch, dass es einige Punksongs gab, die vermehrt die Gefühle wie Trauer oder Verzweiflung thematisierten oder auch von Liebe, Freundschaft oder starker Zuneigung handelten, entwickelte sich langsam aber sicher ein neues Genre in dieser Musikrichtung.
Der Emotional Heartcore.
Wie kam es dazu?
Im Heartcorepunk kam es zunehmend zum Gebrauch von Umgangsformen in Songtexten, die so gar nicht den eigentlichen Heartcore-Idealen entsprachen.
Um dagegen zu wirken, schrieben einige Bands extra gefühlsbetonte Songtexte, die ihnen halfen Erlebtes zu verarbeiten und sich ganzheitlich auszudrücken.
Der Heartcore war damals eher negativ, wenn nicht sogar kalt und unnahbar eingestellt.
Bald schon entstandne einige Emo-Band Vorreiter, die vor allem rund um New York City Bekanntheit genossen.
Relativ
Der Begriff Emo im Bereich Musik ist mit Vorsicht zu geniessen. Viele, der heutigen als Emo bezeichneten Bands, distanzieren sich bewusste von diesem Begriff. Vielfach ist es nicht einfach die Musikrichtung überhaupt einem Genre zuzuordnen.
Eine, zumindest als Emo bezeichnete Band, erkennt man meistens daran, dass sich melodische Parts mit emotionalen Schreien abwechseln.
Für neugierige nenne ich hier als Beispiel My Chemical Romance oder Funeral For A Friend.
Der Emo von heute wird auf die Frage: „Was hörst du für Musik?“ fast immer mit:
„Emocore, Screamo und so was…oder was Alternatives wie Fall Out Boy.“ antworten.
Auf Screamo möchte ich jedoch nicht weiter eingehen, doch im kurzen bezeichnet es, wie schon im Wort enthalten, eine Musikrichtung in der die Texte gescreamt (dt: geschrien) werden. Es ist das einzig wirkliche Subgenre von Emo.
Mit dem Alternativen ist Emocore gemeint, der Musik aus dem Genre Indie beschreibt.
Indie ist eine unabhängige Musikrichtung. Es gibt jedoch einige Bands aus diesem Stil, die man als Emo wertet. Wegen ihrem Auftreten und ihren Texten.
Ja, ich gebe zu. Es ist kompliziert und verwirrend.
Woher kommt Emo?
Emo kommt ursprünglich aus der Umgebung NewYork.
Bekanntheit hierzulande hat sich insbesondere der Style, durch das Internet verschafft.
Was ist Emo?
Emo unterscheidet sich in drei Kategorien.
Musik
Style
Einstellung
Auf alle drei werde ich noch näher eingehen.
Musik
Emocore ist eine Musikrichtung in der sich melodische Parts mit Schreien, also Screams abwechselt. Oben nachzulesen.
Style
Der Style eines Emos ist etwas sehr komplexes.
Die Wichtigsten Merkmale eines Emos sind:
Seine Haare.
Seine Schminke
Seine Accessoires
Körperschmuck
Röhrenjeans
Die Haare – ein Mysterium
Es gibt verschiedene Arten von Emo-Frisuren. Das wohl wichtigste ist, dass die Haare gerade sind und nicht zu kurz.
Beim Mann findet sich meistens folgendes Bild:
Haare schwarz (manchmal mit farbigen Strähnchen)
Seitenscheitel (immer)
Ein Auge bedeckt von Haaren (oder Haare zumindest ins Gesicht frisiert)
Hinten Haare kürzer als vorne (variiert zwischen toupiert, aufgestellt, gerade und zerwuschelt)
Bei der Frau sieht es so aus:
Haare Schwarz (oft auch mit blond kombiniert. Oder mit ganz farbigen Strähnchen)
Seitenscheitel (In der Regel)
Schräger Pony (Oder Haare ins Gesicht gekämmt)
Haare am Hinterkopf oben kürzer als der Rest (Toupiert, zerwuschelt)
Schminke
Ein zentrales Thema bei Frau und Mann.
Die Schminke ist einem Emo sehr wichtig. Die Augen werden schwarz umrandet und dies meistens ziemlich dick. Oftmals, vor allem bei den Männern, werden dann mit knalligem Liedschatten (zum Beispiel in Pink) farbige Akzente gesetzt.
Bei den Männern ist das Schminken jedoch kein Muss.
Accessoires
Emos tragen meist dunkle Kleider. Vorzugsweise in schwarz.
Ein Emo verniedlicht das *gefährliche* Auftreten der schwarzen Kleider jedoch mit seinen Accessoires.
Gerne und oft werden Armreifen und Ketten sowie Ohrringe mit Sternchen, kleinen Totenköpfchen oder Punkten getragen. Die Schmuckstücke sind dann oft sehr farbig und auffallend.
Gerne tragen Emos Buttons mit verschiedensten Aufdrücken. Ob Symbole, freche Aufschriften oder Bandlogos, ganz egal – Hauptsache Buttons!
Die Würfelkette muss natürlich auch erwähnt werden, die hier in der Schweiz sehr präsent und bei 80% aller Emos vorhanden ist. Dabei handelt es sich um eine Kette die man sich an die Hose hängt und die aus Würfeln besteht. Meist sind die Farben der Würfel dann abwechselnd schwarz und weiss.
Was Emos ebenfalls bevorzugend tragen, sind Nietengürtel und allgemein Nietenschmuck. Jedoch nicht im übermass.
Ebenfalls gerne getragen werden Gürtel mit Ska Aufdruck.
Mädchen tragen mit Vorliebe Maschen im Haar. Oder Spangen mit Hello Kitty oder kleinen Kirschen darauf.
Oft gesehen wird auch, bei Mann und Frau, eine Rasierklingen-Kette, die man sich fesch um den Hals hängt und dann Spazieren trägt.
Bevorzugte Marken bei Emos in der Schweiz sind Vans, Cirka und Converse.
Auch Schuhe werden vorzugsweise von Converse getragen. Diese werden dann noch von Hand voll gekritzelt und mit kleinen Zeichnungen oder Sprüchen versehen.
Neu im Trend sind Arafat-Tücher in allen Farben und Formen.
Körperschmuck
Emos sind Piercingträger.
Gut, nicht alle tragen welche. Aber sie erfreuen sich grosser Beliebtheit. Besonders einfache Lippenpiercings oder gar Snakebites haben viel Fans.
Erklären lässt sich dieses Phänomen nicht. Es ist bloss eine unbestreitbare Tatsache, dass diese Art von Körperschmuck als anziehend empfunden wird und als schön gilt.
Röhrenjeans
Die engen Röhrenjeans sind ein Muss. Bei beiden Geschlechtern. Und nein, liebe Jungs, mir ist noch kein Beispiel von abgestorbenen Hoden bekannt. Glaubt es ruhig…Röhrenjeans sind bequem!
Vorurteile/Einstellung
Gegenüber Emos gibt es viele Vorurteile.
Hier einige Beispiele:
Emos ritzen sich
Emos finden ihr Leben nur scheisse
Sie sind depressiv
Sie haben keine Freunde
Alle Emos sind schwul
Emos sehen alles negativ
Woher diese Vorurteile stammen mögen, darüber lässt sich streiten. Gut, Emos provozieren mit ihrem Style. Oder halten Sie es für normal, einen geschminkten Jungen mit engen Hosen und toupierten Haaren, eine Strähne ins Gesicht frisiert, im Supermarkt Milch kaufen zu sehen?
Nicht wirklich, oder?
Man kann aber auch nicht alle Emos in eine Topf werfen.
Nur wegen ihres extremen Stylings sind noch lange nicht alle Jungs schwul.
Und anhand der schwarzen Kleider kann man noch lange keine Depression assoziieren!
Gut, es gibt sicher einige Girls und Boys denen das Leben ab und zu echt stinkt und die es lieben, ihre Musik dazu zu hören, in denen jemand darüber singt wie scheisse das Leben ist.
Doch solche Phasen sind normal und treffen jeden von uns ab und an. Die einen mehr und die anderen weniger.
Die Emos die ich kenne, sind aufgestellte, nette Leute die einem mit viel Respekt und Liebe begegnen.
Schlusswort
Ich hoffe dass Ihnen der Begriff *Emo* nun etwas mehr sagt, als zum Anfang dieser Erklärung. Atmen Sie tief durch und werden Sie sich bewusst, dass die Leute mit diesem Style keine asozialen Prollos mit Hang zum Satanismus und zur Depression sind. Sondern ganz normale Menschen.
Aber was ist schon normal?
______
you can find me here: http://de.netlog.com/the_ghost_in_me
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