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von Shaithan    erstellt: 17.10.2007    letztes Update: 02.02.2008    Geschichte, Parodie / P16    (abgebrochen)
Ranma ½  Elseworld

Eine Ranma ½ Fanfiction

Disclaimer: Siehe Kapitel 1

Autorenworte: So, seid mir wieder willkommen in meiner Alternativweltgeschichte.

Es freut mich, dass die Geschichte anderen Leuten gefällt. 6 durchweg positive Reviews fürs erste Kapitel. Ich bin begeistert. Ich hätte eher Reviews von der Sorte. „Wie kannst du es wagen, Ranma seine Akane wegzunehmen?!“ oder so was ähnliches erwartet. Aber es freut mich, dass es gefällt und ich werde auch fleissig weiterschreiben. Eines sage ich aber noch, regelmässige Updates kann ich für keine meiner Geschichten versprechen. Ich kann nur versprechen, dass ich keine veröffentlichte Geschichte abbreche. Alle meine Geschichten werden zu Ende geführt. Kann aber unter Umständen eine ganze Weile dauern.

Wie schon im ersten Kapitel festgelegt, ist das Pairing Ranma und Nabiki. Und ich plane nicht, das zu ändern. Es wird also keine Episode im Stil von Band 17 der Manga-Reihe geben.

Und jetzt wünsche ich viel Spass.



Kapitel 2 „Der Blaue Donner und seine Nemesis mit dem Zopf“

Es war ein friedlicher früher Morgen in Nerima. Die Einwohner schliefen grösstenteils. Eine weibliche Stimme erschallte. „War das nötig, Oyaji no Baka?“
Dem schloss sich eine weitere Stimme an. „Anständige Leute schlafen um diese Uhrzeit noch!“
Ja der Morgen war friedlich gewesen.

Im Wohnzimmer des Tendo-Dojos sassen die Familien Tendo und Saotome. Nabiki und Ranma sassen nebeneinander, ihnen gegenüber sassen Herr Tendo und Herr Saotome. Akane und Kasumi sassen sich gegenüber.
Als alle fertig waren, es hatte sich herausgestellt, dass Soun auch keine Hemmungen hatte, zu versuchen seinem alten Freund Essen zu stehlen, was zu einen Kampf ums Essen zwischen den beiden Vätern geführt hatte, verkündete Genma seinem Sohn etwas. „Junge, da wir eine Weile hier bleiben wollen, wirst du die Schule besuchen.“ Ranma starrte ein wenig. „Hä, Schule? Ich brauch keine Schule.“

Daraufhin räusperte sich Nabiki. Soun tastete zitternd nach seinem Geldbeutel, er fürchtete finanzielle Konsequenzen. „Ranma, du bist ein guter Martial Artist, vielleicht sogar einer der besten. Aber wenn du nicht lernst, dein Gehirn zu nutzen, kann jeder dich wie eine Marionette benutzen. Und eine Marionette will ich nicht als Ehemann.“ sagte sie. Ranma überlegte. „Na gut, wenn das so ist.“ entgegnete er langsam. Vor allem die Aussage, er würde eine Marionette werden, hatte ihn bekehrt. Er hasste es, wenn andere für ihn entschieden.

Genma warf seinem Sohn Schulzeug hin. Es würde auf ewig sein Geheimnis bleiben, wie er so schnell an die Schulsachen gekommen war. Ranma fing das Zeug auf. „Wir gehen, Ranma.“ bestimmte Nabiki und ging mit ihrem Verlobten los. Akane nahm sich Zeit.

Ranma folgte Nabiki zur Schule. Er balancierte auf Zäunen und Mauern. Als die beiden in die Nähe der alten Frau Watanabe kamen, warnte Nabiki ihren Verlobten. „Wechsel lieber die Strassenseite oder du erhältst noch eine kalte Dusche am Morgen. Ranma tat wie ihm geheissen. Und wirklich, die alte Frau wässerte den Gehsteig. Ranma schätzte die Wahrscheinlichkeit dafür, dem Wasser zu entkommen auf 0. Er kannte sein Glück mit Wasser.

Ohne weitere Zwischenfälle erreichten die beiden das Schulgelände. Eine gewaltige Horde Jungen aus verschiedenen Sportarten beriet sich. Ranma schaute Nabiki fragend an. „Die Hentaibrigade. Oberschüler Kuno hat verkündet, dass derjenige, der mit meiner Schwester Akane ausgehen will, sie zuerst besiegen muss. Und seitdem versuchen diese Kerle jeden Morgen sie zu besiegen.“ erklärte Nabiki und näherte sich ihren Adjudanten. Ranma folgte. „Und warum gewinnt keiner? Fassen diese Kerle sie mit Samthandschuhen an?“ fragte Ranma neugierig. „Sie kämpfen auch gegeneinander, was ihre Schlagkraft beträchtlich verringert.“ entgegnete Nabiki. „Und was ist an deiner Schwester so interessant, dass eine ganze Horde Jungs sich um sie schlägt?“ wollte Ranma nun wissen. Nabiki grinste. „Obertrottel Kuno ist verschossen in sie. Jeden morgen kämpft er gegen sie und hofft jedes Mal, dass sie absichtlich verliert, damit sie in seine männlichen Arme gelangen kann.“ entgegnete Nabiki amüsiert. „Lass mich raten. Kuno ist der Oberidiot der Schule. Und auch ein wenig wahnsinnig.“ sagte Ranma daraufhin. Einer der Leutnants kicherte. „Streich das ein wenig und du hast völlig recht.“ meinte sie.

Ranma schaute sie an. Nabiki grüsste die drei Mädchen. Guten Morgen Hazuki, Sakura und Hikari.“ meinte sie. „Guten Morgen Nabiki.“ antworteten die Mädchen. Nabiki wandte sich an Ranma. „Ranma, das sind meine drei Leutnants Hazuki Takao, Sakura Jishimoto und Hikari Tamamori.“ Mit diesen Worten stellte sie Ranma die Mädchen vor. „Mädchen, das ist Ranma Saotome, mein Verlobter.“ Mit diesen Worten stellte sie Ranma ihren Leutnants vor. „Hallo.“ begrüssten sich die 4. Nabiki fuhr fort. „Ranma ist im groben im Bilde. Er hat vollen Zugriff auf unsere Informationen. Er kann auch, in Abstimmung mit mir, Vorschläge einbringen. Ich würde aber erstmal vorschlagen, wir gehen in die Schule.“ sagte Nabiki. Alle nickten und gingen Richtung Schule.

Ein aus heiterem Himmel fallendes Wasserglas erwischte Ranma. Ranma blickte auf und sah die Schuldige. Ein Mädchen in einem der oberen Stockwerke hielt sich die Hand vor den Mund, als sie sah, dass aus dem gut aussehenden Jungen ein gut aussehendes Mädchen geworden war. Nabiki schaute sie ebenfalls an. Dann flüsterte sie Ranma zu „Was machst du jetzt?“ Ranma flüsterte zurück „Hoffentlich gibt es in der Schule warmes Wasser.“

Plötzlich ertönte eine Stimme hinter ihnen. „Unbekannte Schönheit. Ich kann es nicht gestatten, dass diese raffgierigen Söldner deine süsse Unschuld beflecken. Komm in meine Arme und ich werde dir den Himmel zeigen.“ kam die Stimme von Obertrottel Kuno. Ranma drehte sich herum und trat Kuno aus der Drehung in die Kronjuwelen. „Sprich mich nie wieder auch nur an, Idiot. Diese ‚Söldner‘ sind besser als du.“ sagte Ranma. Nabiki grinste und die Leutnants kicherten. „Ihr habt die Schönheit schon verdorben!“ quiekte Kuno. Ranma packte ihn. „Du wirst meine Verlobte und ihre Freundinnen in Ruhe lassen oder ich mache dir das Leben zur Hölle.“ drohte Ranma.

Nabiki hatte unterdessen Sakura Wasser holen geschickt. Sie hatte den Mädchen kurz den Fluch erklärt. Jetzt wandte sie sich an Kuno. „Pass gut auf. Der Körper vor dir ist ein Fluch, normalerweise sieht mein Verlobter so aus.“ sagte sie und nahm das warme Wasser von Sakura in Empfang. Dann übergoss sie Ranma damit. Dieser wurde wieder ein Mann. „Also, wie war das mit Schönheit?“ fragte er. Kuno starrte. Er konnte die Verwandlung vor seinen Augen nicht leugnen. Und Nabiki log ihn niemals an. Sie mochte ihn vielleicht um jeden Yen bringen aber anlügen würde sie ihn nie. Das war schlecht fürs Geschäft. Kurzfristig verschaffte es vielleicht Vorteile, einen Geschäftspartner übers Ohr zu hauen. aber langfristig gab das nur Probleme. „Also, verzieh dich und träum weiter vom brutalen Kraftweib Akane.“ meinte Ranma. Das brachte Kuno aus seiner Trance. „Wie sprichst du über die feurige Tigerin Akane Tendo, deren Kraft, Grazilität und Anmut seinesgleichen sucht!“ rief Kuno enragiert aus. Ranma musste sich schwer beherrschen nicht laut loszulachen. „Kraft hat sie wie ein Büffel und ihre Grazilität ist die einer bleiernen Ente. Ihr Anmut gleicht dem einer Kröte.“ entgegnete Ranma. Kuno riss sich los. „Ich werde dein schlechtes Reden nicht dulden. Schwarze Magie hast du verwendet, um mich blenden zu wollen. Um mich glauben zu machen, es gebe ein Wesen, das meiner geliebten Akane gleichkäme. Doch dein böses Mundwerk verrät dich. Ich bin der aufsteigende Stern am Kendohimmel. Der Blaue Donner der Furinkan Oberschule. Ich bin Oberschüler Tatewaki Kuno!“ rief der Idiot aus. Blitze zuckten während seiner Ansprache. Ranma grinste verächtlich und dachte ‚ Das mit den Blitzen ist ein netter Special Effect. Ich muss rauskriegen, wie er das macht.‘ Dann ging er in eine Kampfpose. „Ich bin Ranma Saotome, Erbe der Saotome Schule für Schlägereien aller Art. Ich nehme deine Herausforderung an.“ sagte Ranma.

Nabiki und ihre Leutnants hatten sich zurückgezogen und die Wetten organisiert. Keiner hatte bewusst wahrgenommen, wie Ranma-chan Kuno das erste mal fertig gemacht hatte. Deshalb setzten alle auf den irren Oberschüler.

Kuno griff sofort an. Ranma fand schnell heraus, dass der Oberschüler nicht schlecht war. Aber das hiess noch lange nicht, dass er gut war. Ranma konnte seinem Schlägen ausweichen und er verpasste dem Trottel ein paar schnelle Schläge. Kuno ging zu Boden. „Ich hab gewonnen.“ verkündete Ranma, während Kuno am Boden lag. Nabiki und die Leutnants kassierten die Einsätze ab. Schliesslich wandte sich Nabiki an die versammelten Schüler. „Ranma Saotome ist mein Verlobter.“ erklärte sie vor der ganzen Schule. Ranma wurde rot vor Verlegenheit. Einige Jungen kamen zu ihm und meinten „Dein armes Portemonnaie. Hoffentlich hast du genug Geld. Nabiki saugt jeden Geldbeutel leer.“ Ranma grummelte nur unwirsch und ging zu Nabiki. Inzwischen war es etwa 5 Minuten vor Unterrichtsbeginn. Ranma sah die Hentaibrigade ihre Plätze einnehmen und auch, dass die ersten sich zu bekämpfen begannen. Ranma ging ins Klassenzimmer.

Draussen vor der Schule war das übliche Szenario. Die Hentais erklärten ihre Liebe für Akane und wurden alle gnadenlos plattgemacht. Schliesslich waren alle besiegt. Kuno trat hinter seinem Baum hervor. Seine Stimme war immer noch ein Quieken. „Geliebte Akane Tendo, gestatte mir, dich in meine männlichen Arme zu schliessen.“ quiekte er. Akane bekam einen Lachkrampf. „Niemals, du Trottel.“ presste sie hervor. Kuno nahm eine Kampfposition ein und ging auf Akane los. Er quiekte einen Kampfschrei, was Akane so irritierte, dass sie ihre Deckung vernachlässigte. Kuno traf und er traf gut. Akane ging zu Boden.

Nabiki grinste wie irre. Alle Schüler würden ihr viel Geld zahlen müssen, die Wette, wer im Kampf zwischen Kuno und Akane siegen würde, war immer ein Verlustgeschäft gewesen. Aber heute rentierten sich die Wetten in grossen Stil. Sie begann Anweisungen für ihre Leutnants zu schreiben, welche von ihnen wen abkassieren sollte. Sie selber würde die etwas renitenteren Wetter aufsuchen. Begleitet von ihrem Verlobten.

Akane unterdessen war geschockt ‚Ich habe verloren.‘ dachte sie. ‚Ich habe gegen Kuno verloren. Welche Schande!‘ Kuno ging zu ihr hin und nahm sie in die Arme. „Geliebte Akane Tendo. Erweise mir die Ehre mich heute Nachmittag in ein Café zu begleiten.“ sagte Kuno. Akane nickte nur. Sie dachte immer noch ‚Ich habe gegen Kuno verloren. Das darf nicht wahr sein. Erst dieser perverse Trottel Ranma und nun Oberidiot Kuno. Jeder besiegt mich!‘ Ihre Gedankengänge wurden panisch. Dann läutete die Schulglocke und Akane und vielen anderen Schülern fiel auf, dass sie noch vor der Schule standen. Alle hetzten in die Klasse.

Ranma hatte Akanes Niederlage vom Zimmerfenster aus gesehen. Jetzt sass er an seinem Pult und grinste. Vielleicht würde das Akane etwas über ihre Fähigkeiten lehren. So einen Fehler machten eigentlich nur blutige Anfänger. Dem Schlag auszuweichen wäre kein Problem gewesen.

Der Lehrer kam herein und rief Ranma nach vorn. „Herr Saotome ist unser neuer Mitschüler. Er war bis vor kurzem in China und anderen Staaten im nahen Westen unterwegs.“ stellte der Lehrer Ranma vor.

Akane kam hereingekeucht. „Fräulein Tendo, sie sind zu spät. Sie kennen die Strafe.“ meinte der Lehrer. Akane nahm 2 Wassereimer und stellte sich auf den Gang. Und viele Schüler aus anderen Klassen leisteten ihr Gesellschaft.

Der Schultag verlief recht friedlich. In der Mittagspause traf Ranma sich unter einem Baum mit Nabiki und ihren Leutnants. Die 4 zählten das Geld, welches durch die Wetten hereingekommen war. Es war eine beachtliche Menge. Fast 2 Millionen Yen und dabei waren noch nicht mal die ganzen Gelder eingetrieben. Nur waren die Einsätze der Schüler recht hoch gewesen, als sie auf einen Sieg Akanes getippt hatten. Und da Kuno gegen jede Wahrscheinlichkeit gewonnen hatten, konnte Nabiki nun viel Geld eintreiben.

„Hi, Nabiki, Hikari, Hazuki und Sakura. Wie geht’s so?“ fragte Ranma die Mädchen. „Danke, gut.“ antworteten diese. Nabiki nahm Ranma beiseite. „Ich würde es zu schätzen wissen, wenn du bei meinem Besuch, bei den etwas widerspenstigeren Wettteilnehmern dabei sein könntest.“ sagte die Ice Queen zu ihren Verlobten. „Als Bodyguard?“ meinte Ranma grinsend. „Ja. Sozusagen als das schlagende Argument.“ entgegnete Nabiki gespielt ernsthaft. Ranma zuckte mit den Schultern. „Ok, ich mach den Gorilla. Da will ich aber auch eine Banane haben.“ entgegnete er. „Deal.“ sagte Nabiki. Ranma ergriff die Hand ohne zu zögern. „Deal.“ sagte er.

Dann dämmerte es ihm. Sein Gehirn hatte ihm mit Stahlkappenstiefeln in den Hintern getreten. Doch jede Erkenntnis kam zu spät. Nabiki war schon heran und verpasste Ranma einen Kuss. Und alle die es sahen, trauten ihren Augen nicht. Die Ice Queen von Nerima küsste Ranma in aller Öffentlichkeit. Die Reaktionen waren zwiegespalten. Die meisten Jungs trauten ihren Augen nicht. Und die meisten Mädchen waren neidisch auf Nabiki. Grün vor Neid um genau zu sein.

Nach einer Weile, die Ranma wie die Ewigkeit vorkam, trennten sich die beiden wieder. Unglauben war auf den meisten Gesichtern zu sehen. „Also, wir treffen uns nach der Schule am Tor.“ legte Nabiki fest. Zu Ranma privat flüsterte sie. „An deiner Technik arbeiten wir heute noch.“ Ranma nickte. „Von mir aus.“ sagte er dabei. Dann begann er zu essen. In der typischen Saotomegeschwindigkeit. „Ranma, niemand will dir dein Essen wegnehmen.“ sagte Nabiki geduldig. Ranma deutete hinter sie. Panda Genma stand hinter ihr und hielt ein Schild hoch, auf dem stand #Der Panda ist nur zufällig hier!# Nabiki seufzte nur.

Genma nahm einen Wasserkessel und verwandelte sich wieder in einen Mensch. „Wie geht es euch Verlobten denn?“ fragte er. „Gut.“ entgegnete Ranma. Genma nickte. „Ich wollte es euch direkt sagen. Tendo und ich machen einen kleinen Trainingstrip. Wir sind etwa eine Woche unterwegs. Akane und Kasumi sollen in der Zeit eine Verwandte Souns besuchen und ihr beiden sollt den Dojo hüten. Soun und ich reisen in etwa 2 Stunden ab. Macht keine Dummheiten ihr beiden.“ sagte Genma mit einem verunglückten bedeutungsvollen Zwinkern in Richtung Ranma. Dann ging er wieder.

Ranma und Nabiki starrten sich an. „Eine Woche sturmfrei!“ meinte Nabiki erfreut. „Wieso machen die beiden das?“ fragte sie dann. „Wahrscheinlich, damit ihr Dummheiten macht, die sie benutzen können, um euch dazu zu bringen, so schnell wie möglich zu heiraten.“ mutmasste Hazuki. Nabiki hielt das für plausibel.

Flashback. 9 Uhr morgens im Tendo-Dojo. Genma und Soun sassen einander gegenüber. „Also, alter Freund. Ich habe es ja schon mal angesprochen. Ich will mit dir ein paar Trainingsreisen machen. Dann kannst du deinen Dojo wieder eröffnen. Oder willst du Ranma einen Dojo in die Ehe mitgeben, den niemand kennt und wo keine Schüler hinkommen?“ eröffnete Genma das Gespräch. Soun überlegte. Zwar fand er es beleidigend Kimikos Andenken gegenüber. Aber sein alter Freund hatte einen Punkt. Sollte er es wirklich wagen Ranma einen unbekannten und schülerlosen Dojo zu übergeben, so könnte dieser unzufrieden mit der Mitgift sein. Vielleicht würde er sogar so weit gehen, die Ehe abzulehnen. Er wollte schon wieder einen Wasserfall imitieren, aber Genmas Blick hielt ihn ab. „Wenn du meinst.“ entgegnete der Teilzeitwasserfall.

Genma nickte zufrieden. „Ausserdem sollten wir Akane und Kasumi eine Woche Urlaub gewähren.“ meinte er weiter. Soun schaute seinen Freund fragend an. „Aber dann sind Ranma und Nabiki allein zu Hause. Wer weiss, was sie alles anstellen!“ meinte Soun besorgt. Genma grinste. „Genau darauf zähle ich.“ entgegnete er. „Vielleicht treffen die beiden Entscheidungen, die zumindest die Union der Schulen beschleunigen.“ meinte Genma kryptisch. Soun ging ein Licht auf. „Ja, du hast recht, alter Freund. Es ist eine gute Idee, die beiden allein zu lassen.“ stimmte er zu. „Also dann, bereiten wir alles vor, damit wir so schnell wie möglich losziehen können!“ entgegnete Genma. Soun nickte und hetzte los. Genma grinste in sich hinein. ‚Es war Glück, dass ich, sowohl als Panda als auch als Mann, Wasser aus der Quelle des ertrunkenen, intelligenten Planers getrunken habe.‘ dachte er.

Flashback im Flashback. Genma lief durch das Trainingsgelände. Er wollte Wasser für das Zubereiten des Abendbrotes holen. Er war grade in Pandaform. Er überlegte kurz. Was würde es eigentlich für einen Unterschied machen, ob er das Wasser aus einer Quelle oder das Wasser aus dem Brunnen nahm. Ohne weiter drüber nachzudenken, ging er an eine Quelle und schöpfte das Wasser. Weil er Durst hatte, trank er gleich ein paar tiefe Schlucke von dem Wasser. Dann ging er zum Haus des Führers zurück.

Er hatte dann für jedes Essen und zum normalen Trinken das Wasser aus dieser Quelle geholt. Ranma hatte nur wenig von dem Wasser getrunken, er hatte meistens draussen rum schon getrunken.

Nach einer Woche hatte Genma die Effekte bemerkt. Er hatte begonnen über alles mögliche nachzudenken. Er hatte den Führer konsultiert. Der hatte sich die Quelle zeigen lassen und war erleichtert gewesen. „Ehrenwerter Fremder müssen sich keine Sorgen machen. Sein Quelle von ertrunkenes, intelligentes Planer. Geben sehr trauriges Legende, die erzählen von planendes Mann, der hier ertrinken vor 1000 Jahren. Sehr traurig. Jetzt jeder der fallen in Quelle, werden gutes Planer.“ erzählte der Führer. Genma meinte daraufhin „Was für einen Effekt hat es, das Wasser zu trinken?“ Der Führer überlegte. „Man nehmen Wesenszüge von Quelle an ohne Fluch zu erhalten. Auf Phönixberg in Nähe wohnen Wesen, die halb Mensch, halb Vogel sein. Haben jahrelang alle aus Quelle getrunken, wo Vögel baden. Nun sie halb Vögel halb Mensch. Sein nicht nettes Leute. Oft kommen plündern nahe Dörfer. Nur Amazonen ihnen Paroli bieten können.“ erzählte der Führer. Genma nickte. Dann hatte er eine Idee. „Können wir die Amazonen mal besuchen?“ fragte er. Der Führer nickte. „Morgen ich sie hinführe.“ entgegnete er. Genma nickte und trank noch einen Schluck aus der Quelle.

Flashback im Flashback Ende.

Soun kam wieder und hatte seinen Rucksack gepackt. „Also Kasumi geht Akane nach der Schule abholen und zusammen gehen die beiden meine Schwester besuchen. Die wohnt zwar etwas weiter weg von der Schule als ich, aber Akane kann trotzdem zur Schule gehen.“ meinte Soun. Genma nickte. „Ich verkünde den Kindern die frohe Botschaft.“ meinte er. Soun nickte und traf letzte Vorbereitungen. Genma verliess den Dojo. ‚Das läuft ja wie am Schnürchen.‘ dachte er. Unterwegs orderte er ein paar unauffällige Lebensmittel, die er zum Tendo-Dojo bringen liess. Allesamt schmackhaft und Aphrodisiaka. Es sollte doch mit der Hölle zugehen, wenn Ranma und Nabiki nach dieser Auswahl nicht eine Dummheit machen würden, die es erlaubte, die beiden stante pede vor den Traualtar zu schleifen.

Flashback Ende.

Am Nachmittag wurde es unruhig. Kasumi stand schon vor der Schule und wartete auf Akane. Desgleichen tat Kuno. „Geliebte Akane Tendo!“ rief er aus und umarmte diese. „Komm mit mir, wir werden heute unser Date geniessen!“ meinte er weiter. Akane schaute verwirrt drein, bis ihr aufging, was los war. Sie hatte Kunos Sieg über sie erfolgreich verdrängt. Kasumi ging dazwischen. „Es tut mir leid, Kuno-kun, aber Tante Hitomi wartet auf Akane und mich. Vielleicht kannst du sie morgen auf ein Date einladen.“ meinte Kasumi freundlich. „Ja, gute Frau. Geliebte Akane Tendo, morgen werden wir uns zusammen vergnügen!“ meinte der demente Kendo-ka. Akane nickte nur. Sie war dankbar, dass Kasumi sie fürs erste gerettet hatte. Sie konnte sich nicht mal rausreden, denn sie hatte das Duell nach Kunos Bedingung akzeptiert. Sie würde wohl oder übel mit dem Irren ausgehen müssen.

Dann ging sie zu Kasumi. „Wieso wartet Tante Hitomi auf uns?“ fragte Akane. Kasumi lächelte sie an. „Vater macht mit Onkel Genma einen kleinen Trainingstrip. Ranma und Nabiki sollen den Dojo hüten und wir beiden sollen in der Zeit Tante Hitomi besuchen.“ antwortete Kasumi. Akane freute sich. Sie hatte ihre Tante schon eine Weile nicht mehr besucht. Sie folgte Kasumi, die mit einem Taxi da war und auch schon Sachen für die Woche eingepackt hatte. Dann fuhren die beiden davon.

Ranma und Nabiki schauten ihnen hinterher. „Unsere Sturmfreiheit hat offiziell bekommen.“ meinte Nabiki. Dann sah sie die letzten säumigen Zahler. Sie eilte zu den Jungen. Ranma folgte ihr. „Also, Jungs. Ihr müsst mir noch die Wetten bezahlen, die ihr gemacht habt.“ meinte die Ice Queen im Geschäftston. Einer der Jungen grinste. „Und wenn wir nicht wollen?“ fragte er. „Dann werde ich eure dunklen Geheimnisse öffentlich machen. Dann weiss jeder über Teddybären und Datinggames Bescheid.“ drohte Nabiki. Die meisten erbleichten und begannen ihre Geldbörsen zu suchen und bezahlten Nabiki. Schliesslich waren nur noch 3 übrig. „Ich bekomme von euch dreien 15000 Yen. Ich wünsche sofort bezahlt zu werden.“ sagte Nabiki zu den Jungs. „Nichts ist. Wir machen ein Gegenangebot. Du vergisst unsere Schulden und wir Tun dir nicht weh.“ entgegneten sie. Nabiki seufzte und wandte sich an ihren hinter ihr wartenden Verlobten. „Überzeuge sie bitte.“ bat sie Ranma. Ranma trat vor Nabiki und die 3 Schläger grinsten sich an. Jeder von ihnen war grösser und sicher auch kräftiger als er. Zu dritt griffen sie an. Ein paar gezielte Kicks später lagen sie am Boden. „Bezahlt.“ meinte Ranma. Nabiki setzte noch etwas dazu. „Wegen Zahlungsverweigerung müsst ihr 40% mehr bezahlen.“ Die Rowdys protestierten. Nabiki grinste böse und sagte „60%“ Grummelnd zogen die Rowdys ihre Geldbörsen und fischten das Geld heraus. Nabiki nahm es entgegen und meinte. „Es geht doch.“ Dann liessen die beiden die Rowdys zurück. Nabiki gab Ranma, als sie ausser Sichtweite waren, 9000 Yen. „Ohne deine Hilfe hätte ich das Geld von den dreien nie bekommen. Danke.“ sagte sie und umarmte Ranma. Ranma packte das Geld weg und umarmte sie dann zögernd.

Sie und Ranma gingen Arm in Arm nach Hause.

Unterdessen auf Okinawa. „Ranma Saotome, ich werde dich finden und du wirst dafür bezahlen, vor unserem Kampf Mann gegen Mann weggelaufen zu sein!“ grollte ein Junge mit Leopardenstirnband, gelbem Pullover, grüner Hose und Wanderschuhen. Er trug seinen üblichen Rucksack, seinen Bambusregenschirm. Ryoga Hibiki war auf der Jagd. Und er war sauer. „Wo zur Hölle bin ich hier!“ meinte er frustriert. Ein kleines Mädchen antwortete ihm. „Auf Okinawa.“ antwortete sie. Sie hatte instinktiv begriffen, dass Ryoga nicht an Details wie Städten oder gar Strassen interessiert war. „Wie komme ich nach Tokio?“ fragte er. Das Mädchen überlegte. „Flugzeug.“ sagte sie schliesslich. „Wo ist der Flughafen?“ fragte er. Das Mädchen zeigte es ihm. Ryoga bedankte sich und rannte los. Leider verpasste er die Abzweigung zum Flughafen und musste sich durch den Urwald schlagen.

Im Tendo-Dojo war die Atmosphäre ruhig. Ranma übte seine Katas im Dojo und Nabiki sonnte sich ein wenig.

Am Abend bereitete Nabiki ein schnelles Abendessen zu. Sie runzelte die Stirn, als sie einige der Vorräte sah. ‚Aphrodisiaka. Also wirklich. So ein plumper Versuch.‘ dachte sie und durchsuchte den Vorratsschrank. Dann grummelte sie und dachte ‚Plump aber effizient.‘ Der grösste Teil der Vorräte bestand aus aphrodisierend wirkenden Lebensmitteln. Nabiki briet ein paar Sachen in einer Pfanne und servierte es Ranma und sich. Sie war zwar lange keine so gute Köchin wie Kasumi, aber wenigstens konnte sie, anders als ihre kleine Schwester, essbares Essen produzieren. Akanes ‚Kochkunst‘ beschränkte sich auf biologische Kampfstoffe, Gift und unidentifizierbare Speisen oder mehr oder weniger lebendige und immer sehr feindlich gesonnene Wesen. Sie dachte zurück. Dieses Wesen, das wie eine Amöbe aussah und alles angriff, was sich bewegte. Nabiki hatte den starken Verdacht, dass ihre Schwester keine Kochkunst sondern Alchimie praktizierte. Und dass sie sich als Aushilfsschöpferin betätigte. Nur musste sie das mit dem Leben noch richtig hinbekommen. Bis jetzt war jedes ihrer Wesen einzigartig. Und bösartig.

Während des Essens brachte Nabiki die Sprache auf das Essen. „Also, einer unserer Väter fand es witzig, uns einen Vorratsschrank voller Aphrodisiaka zu hinterlassen.“ Ranma schaute sie verwirrt ein. „Aphowas?“ fragte er. Nabiki beschloss es in einfacheren Worten zu erklären. Ranma hatte einen guten Teil der letzten 10 Jahre auf der Strasse verbracht, da litt die Schulbildung ohne Frage. „Aphrodisiaka. Erregend wirkende Lebensmittel.“ erklärte sie. Ranma schaute immer noch verwirrt drein. „Lebensmittel, die Menschen begierig auf Sex machen.“ erklärte sie. Ranma starrte in Schock auf sein Essen. „Mach dir keine Sorgen, die Sachen sind gebraten, das hebt die Wirkung auf.“ meinte sie. Ranma nickt erleichtert und aß weiter.

Unterdessen am Stadtrand von Hiroshima. Ryoga packte einen vorübereilenden Passanten. „Wo finde ich Tokyo?“ fragte er. „Und wie komme ich am schnellsten hin?“ fragte er weiter. Der Passant war überrascht über so rüde angehalten zu werden, aber er beschloss freundlich zu sein. „Tokyo liegt nordwestlich von hier. Mit dem Flugzeug sind sie am schnellsten da. Zum Flughafen geht es da lang.“ meinte der Mann und deutete auf den Flughafen. Ryoga nickte. „Danke.“ sagte er und rannte zum Flughafen. Er bekam sogar eine Karte für einen Flug nach Tokyo. Leider nahm er den falschen Flieger und flog nach Wladiwostok.

Im Tendo-Dojo sassen Nabiki und Ranma vor dem Fernseher und schauten fern. Grade liefen Nachrichten und nachher wollten sie eine amerikanische Komödie anschauen. Beetlejuice.
Ranma sass leicht dösig da. Dieses ganze sturmfreie Bude Ding gefiel ihm sehr.

Später am Abend gingen erst Nabiki und dann Ranma baden. Ranma schlief auf dem Futon im Gästezimmer und Nabiki in ihrem Bett.

Am nächsten Morgen wachte Ranma auf und streckte sich erstmal ausgiebig. Dann schaute er auf die Uhr und schrie erschreckt auf. „Nabiki, aufstehen, wir müssen gleich los, zur Schule!“ brüllte er. Nabiki kam grummelnd aus ihrem Bett, taumelte grummelnd ans Telefon, wählte eine Nummer und wartete bis sich am anderen Ende jemand meldete. „Hier Tendo. Ich möchte meine Tochter Nabiki und meinen Schwiegersohn Ranma Saotome für den Rest der Woche entschuldigen. Die beiden haben sich eine Grippe eingefangen.“ sagte sie in einer perfekten Soun Tendo Imitation. „Ja, Herr Tendo, ich trage es ein.“ sagte die Stimme am anderen Ende der Leitung. Nabiki bedankte sich und legte auf. Dann grinste sie Ranma an. „Also, wir haben sturmfrei und einen ganzen Tag Zeit. Ich würde sagen, gehen wir schlafen.“ kam es von ihr, dann gähnte sie und zog sich in ihr Zimmer zurück. Ranma schüttelte den Kopf. Das hätte er von Nabiki echt nicht erwartet.

Nabiki kam nochmal aus dem Zimmer, ging ans Telefon und rief noch jemanden an. „Sakura.? Ich bin’s. Pass mal auf, ich und mein Verlobter machen ein paar Tage blau. Kannst du mir bitte meine und Ranmas Hausaufgaben vorbeibringen?“ fragte sie. „Sehr schön. Und nimm die Videokamera mit, falls irgendwas interessantes passiert.“ ordnete Nabiki an. Nabiki lauschte der Erwiderung. „Ja, bis heute Nachmittag.“ meinte sie. Dann schaute sie Ranma an. „Sei nicht so entgeistert. Wenn ich schon die Chance habe, ein paar Tage mit meinem Verlobten ungestört zu verbringen, dann will ich die auch nutzen.“ meinte sie. „Und jetzt geh ich wieder schlafen.“ setzte sie dazu und ging wieder in ihr Zimmer. Ranma schaute seiner Verlobten hinterher. „Ich mach mal Frühstück.“ verkündete er und begann auch gleich mit den Vorbereitungen.

Unterdessen in Wladiwostok. Ryoga stand am Hafen. Er hatte vom Flughafen aus ein Taxi genommen. „Ich möchte nach Tokyo.“ sagte er zu einem alten Kapitän. „Da. Das kostet dich 50000 Yen.“ meinte der Mann. Ryoga seufzte. Billiger kam er sicher nicht nach Tokyo. Er setzte den Rucksack ab und gab dem Mann das verlangte Geld. Der grinste und sagte „Ich trage den Rucksack für dich, Junge.“ Dann versuchte er den Rucksack zu heben. Und er hob sich fast einen Bruch. Und der Junge hob den Rucksack ohne Probleme mit einer Hand. Der alte Kapitän war erstaunt. Ryoga ging an Bord und der Kapitän gab Befehl zum Auslaufen. Und endlich war der verlorene Junge auf dem Weg nach Tokyo.

Ranma hatte unterdessen ein Frühstück zubereitet. Nabiki war von dem Duft angelockt worden und kam aus ihrem Zimmer. Sie ging zu Ranma und grinste. „Guten Morgen, Chefkoch.“ sagte sie und gab Ranma einen Kuss auf die Wange. Der wurde ein wenig rot. Er würde sich so schnell nicht an die Küsserei gewöhnen. Selbst wenn ihm nach dem Kuss vor der ganzen Schule in der Hinsicht eigentlich nichts mehr peinlich sein müsste. Ranma trug noch immer sein Unterhemd und die Boxershorts, die er zum schlafen angehabt hatte. Nabiki trug einen losen Pyjama. Die beiden setzten sich im Schlafzeug an den Esstisch und assen. Reis mit Austern.

Nach dem Frühstück gingen beide auf ihre Zimmer. Ranma entschied, ein kleines Bad zu nehmen. Er ging ins Badezimmer, warf seine Klamotten auf dem Wäschekorb und machte seine Vorwäsche. „Ich hasse kaltes Wasser.“ murrte Ranma-chan. Dann stieg sie in den Furo und verwandelte sich zurück. Ranma lehnte sich an den Rand, schloss die Augen und döste ein wenig.

Wie es der Zufall (In dem Fall eher der Autor – Anm. d. A.) wollte, entschied auch Nabiki ein Bad zu nehmen. Sie ging ebenfalls in Vorzimmer des Bades, zog sich aus und machte die Vorwäsche. Ranmas Sachen hatte sie bemerkt. Es war Zeit, ihren Verlobten ein wenig aufzuziehen.

Nabiki öffnete die Badtür und trat ein. Ranma, der sich beim Geräusch der öffnenden Badtür in die Richtung gedreht hatte, bekam einen guten Blick auf Nabiki. Er wurde sofort krebsrot. Nabiki grinste. „Ich dachte der weibliche Körper wäre dir vertraut?“ meinte sie und stieg ebenfalls in den Furo. Ranma schaute krampfhaft woanders hin. „Natürlich ist mir der weibliche Körper vertraut. Aber es ist mein eigener.“ entgegnete er. Nabiki grinste. „Du solltest dich daran gewöhnen, mein Lieber. Denn wie wir es festgelegt haben. Sex gehört zum Zusammenleben dazu.“ meinte Nabiki zu ihrem Verlobten. „Wir hatten aber auch festgelegt, dass es nicht sofort geschehen muss.“ entgegnete Ranma. Er hatte schnell gelernt, dass er bei Nabiki argumentieren können musste. Und jetzt versuchte er, sich an diese Situation anzupassen. Er hatte sich an vieles angepasst, da würde er auch das schaffen. Und Ranma Saotome verlor niemals. Selbst wenn das bedeutete, dass er eloquent werden müsste.

Nabiki grinste in sich hinein. Ranma zeigte eine Seite, die ihr gefiel. Nicht nur, dass er trotz seines Auftretens, doch recht leicht zu verunsichern war, besonders wenn Mädchen im Spiel waren, nein, er begann Ansätze von argumentativem Denken zu zeigen. Und wenn sie das, sowie sein logisches Denken, fördern könnte, dann wäre Ranma wirklich die beste für sie vorstellbare Partie. Ranma unterdessen überlegte, wie er am schnellsten aus dem Bad kam, ohne Nabiki zu verärgern. Und sein Gehirn sagte es ihm deutlich. „Entkommenschancen sind 0.“ Also beschloss er sich in die Situation zu fügen. Er lehnte sich an den Rand und schaute ins Leere.

Nabiki wartete ein paar Minuten, bevor sie anfing zu sprechen. „Was fangen wir nun mit der freien Woche an?“ wollte sie wissen. Ranma überlegte. „Ich werde ein wenig trainieren.“ meinte er schliesslich. „Kannst du Martial Arts?“ wollte er dann noch wissen. Nabiki schüttelte den Kopf, was Ranma, der sein Gesicht von Nabiki abgewandt hatte, natürlich nicht sah. „Ich habe, als ich jung war und Vater uns noch trainiert hat, einiges gelernt. Aber das ist lange her.“ sagte sie. „Würdest du wieder etwas lernen wollen?“ fragte Ranma weiter. Nabiki zuckte die Schultern. „Gib mir ein Argument dafür.“ entgegnete sie dabei. Ranma überlegte. „Su musst mich nicht mehr als Gorilla einstellen und bezahlen.“ entgegnete er. „Guter Punkt, Ranma.“ entgegnete Nabiki „Wir können ja nachher mit dem Training anfangen.“ meinte sie. „Ist das ein Deal?“ fragte sie. Ranma überlegte kurz. „Es ist ein Deal.“ entgegnete er. „Dann schau mich an, wenn man einen Deal eingeht, schaut man sein Gegenüber an.“ belehrte Nabiki ihren Verlobten. Der drehte sich herum und wünschte fast sofort, er hätte es nicht getan. Nabiki war sozusagen direkt hinter ihm. Und bevor er noch irgend etwas sagen konnte, hatte Nabiki ihm einen weiteren Kuss verpasst. „Also bis nachher.“ sagte sie und stieg aus dem Furo. Ranma schaute krampfhaft wo anders hin.

Als Nabiki draussen war, überlegte er. „Ich frage mich, was ich ihr beibringen kann und was sie noch kann.“ murmelte er vor sich hin. Er versuchte seinen Geist dazu zu bringen, sich darauf zu konzentrieren, aber es war vergebliche Liebesmüh. Er sah immer wieder, wie die völlig nackte Nabiki ins Badezimmer trat. ‚Schlechte Gedanken.‘ sagte er sich immer wieder, aber es half nichts. Schliesslich gab er die Verdrängungsversuche auf.

Ranma kam aus dem Furo und ging sich anziehen. Dann ging er ins Dojo. Dort erwartete ihn eine Überraschung. Nabiki in einem blauschwarzen Gi und einer farblich passenden Trainingshose. Was ihn allerdings verwunderte, war dass überall auf dem Kleidungsstück Stickereien waren. Um genau zu sein $ und € und £ und ¥. Ranma war verwirrt. Wahrscheinlich war das eine kleiner Insiderwitz Nabikis.

Ranma begann eine einfache Aufwärmübung. Nabiki begann nach einer Weile, die Übung nachzumachen.

Dann begann Ranma ein Sparring mit Nabiki. Er war zufrieden. Nabiki war agil, auch recht schnell und an der Kraft konnte man arbeiten. Des weiteren kämpfte sie überlegt. Was sich unter anderem darin zeigte, dass sie Combos versuchte. Ranma nickte zufrieden. „Wenn wir dich fleissig trainieren, solltest du recht bald ein recht guter Martial Artist werden.“ sagte er.

Dann begann er ein weiteres Sparring mit Nabiki. Er scheuchte sie durch den Dojo und drillte sie, dass ein Drillsergeant seine Freude gehabt hätte. Seine Art sich für den Kuss vor der ganzen Schule zu rächen. Er achtete aber darauf, sie nicht zu überfordern. Das wäre kontraproduktiv gewesen. Er scheuchte seine Verlobte bis an ihre Grenzen.

Gegen Mittag war Nabiki völlig fertig. Ranma hatte sie mehrere Stunden lang gescheucht, dass es eine Art hatte. ‚Das bekommst du wieder.‘ dachte sie und begann sich eine Rache zu überlegen.

Unterdessen auf einem russischen Schiff. Ryoga freute sich auf Tokyo. Dort würde er Ranma finden. Und sich rächen. Für seine Feigheit. Und wenn er Ranma zusammengeschlagen hatte, würde er ihm danken. Schliesslich hatte ihm die Jagd nach Ranma einen netten Bonus verschafft. Und damit er Ranma richtig danken konnte, würde er sich Ranma mit Hilfe seines Bonusses erkenntlich zeigen.

Zur gleichen Zeit an der Furinkan Schule. Akane ging durch die Hölle. Die Hentaibrigade hatte ihr unter Tränen versprochen, sie nicht mehr zu belästigen. Dafür hing Kuno schon den ganzen Tag wie eine Klette an ihr. Er hatte sie mit Liebesbeweisen überhäuft. Grösstenteils unbrauchbarer Plunder. Akane fragte sich, womit sie das verdient hatte. Und dann wollte der Trottel sie heute Nachmittag auch noch ausführen. ‚Womit habe ich das verdient? Ich bin doch keine schlechte Person.‘ dachte sie.

Am Nachmittag wartete Kuno schon auf sie. „Gehen wir, Geliebte!“ rief er aus. Akane schauderte, sie konnte aber nichts machen. Ehre ihr wichtig und sie würde ihre verlieren, wenn sie den Trottel jetzt KO schlug. Er hatte ordentlich gewonnen. Sie ging zu Kuno hin. „Gehen wir.“ sagte sie.

Kuno schleifte sie stundenlang durch Vergnügungsparks, 2 romantische Filme und andere Aktivitäten. Es war nach Mitternacht, als er Akane bei ihrer Tante ablieferte. „Treffen wir uns morgen wieder?“ fragte er. Akane nickte. „Was auch immer.“ meinte sie und ging dann in ihr Zimmer. Ihre Tante wusste, dass sie Mit Kuno ausgegangen war und sie sah das mit den Heimkommzeiten recht locker.

Im Tendo-Dojo hatten Ranma und Nabiki auch den Nachmittag lang trainiert. Mit dem Resultat, dass Nabiki nun alle Muskeln weh taten. Ranma schaute sie an. „Leg dich hin, ich massiere dich.“ sagte er. Nabiki tat wie geheissen und Ranma verpasste seiner Verlobten eine erholsame Massage.

Am Abend kamen die Leutnants vorbei. Sie berichteten von der morgendlichen Aktion der Hentaibrigade und dass Akane mit Kuno ausgegangen war. Ranma rollte sich vor lachen auf dem Boden herum. Nabiki schmunzelte ein wenig. Sie war unter Freunden, da konnte sie es sich erlauben, Gefühle zu zeigen. Nachdem die Mädchen die Hausaufgaben abgegeben hatten und versprochen hatten, morgen wieder vorbeizukommen, verliessen sie den Dojo. Ranma bereitete ein Abendessen, schaute mit Nabiki fern und ging dann ins Bett.

Der Rest der Woche verlief in einem ähnlichen Schema. Ranma und Nabiki trainierten und Kuno schleifte Akane durch Vergnügungsparks und nahm ihr, wenn sie todmüde war das Versprechen zu einem weiteren Date ab. Der einzige Unterschied war, dass Ryoga täglich einen anderen Bezirk Tokyos auf der Suche nach Ranma Saotome durchquerte.



So, das wäre Kapitel 2. Definitiv mein am schnellsten geschriebenes Kapitel bisher. Ich kann aber nicht versprechen, dass das bei weiteren Kapiteln eben so schnell geht.

Das dritte Kapitel heisst „Ryogas erster Angriff und ein dunkle Geheimnisse“

Die restlichen Bewohner des Tendo-Dojos kommen wieder. Ryoga kommt endlich dazu, Ranma anzugreifen. Kuno wird zum Punchingball umfunktioniert. Wie reagiert Soun darauf, dass seine intelligente Tochter wieder die Kunst praktiziert? Was haben die beiden Männer auf ihrer Reise getrieben? Und was ist Ryogas Geheimnis?

Ich poste die Geschichte auf animexx.de, fanfiktion.de, fanfiction.net und ranma.de

So ich danke natürlich noch Goethes Erben, Samsas Traum, Eisregen, Finntroll, Bal Sagoth, Rammstein, Weena Morloch, Dimmu Borgir, Darkthrone, Slayer, Megadeth, In Extremo, Subway to Sally, Nightwish, Judas Priest, Iron Maiden, Motörhead, Amon Amarth, Atrocity, Grave Digger und Iced Earth für inspirierende und zum Weiterschreiben motivierende Musik.
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