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Geschichte: Fanfiktion
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von Hoshikari
erstellt: 05.10.2007
letztes Update: 20.10.2007
Geschichte, Allgemein / P16 Slash
(fertiggestellt)
Disclaimer: Die Charas gehören nicht mir und ich verdiene keinerlei Geld mit dieser Geschichte.
Kapitel 1
Endlich ist es soweit, ich höre deine Kutsche. Wenige Augenblicke zuvor hat mir ein Untergebener von deiner bevorstehenden Ankunft berichtet. Schon wieder reagiert mein Körper. Es ist zum verrückt werden. Was ist nur los mit mir?
So weit es geht schiebe ich diesen Gedanken beiseite. Es ist jetzt nicht wichtig. Langsam drehe ich den Kopf in Richtung Fenster, als deine Kutsche zum stehen kommt. Ich sehe wie du aussteigst, dein Haar weht m Wind, verbirgt dein Gesicht. Ich frage mich, was mit dir geschehen ist, denn du wirkst so verändert. Etwas ist anders an dir. Ist es deine Erscheinung? Nein. Du siehst noch immer genauso aus, wie ich dich vor ein paar Tagen verlassen habe, als wir das erste Mal auf Shishio trafen. Deine Aura hat sich verändert. Sie ist seltsam ruhig und rein. Das Unsichere an dir ist verschwunden. Es hat fast den Anschein, als ob du plötzlich von einem Jungen zu einem Erwachsenen geworden bist und dein altes Ich gänzlich abgelegt hättest.
Ich öffne das Fenster, mache dich auf meine Anwesenheit aufmerksam. Sofort wird dein Geruch vom Wind zu mir getragen, lässt mich mit anderen Sinnen außer meinen Augen erahnen, was sich verändert haben muss. Das Aroma ist anders. Es klebt noch immer der verlockende Duft von Blut an dir, auch wenn er fast gänzlich verschwunden ist. Der liebliche Geruch hat zugenommen, auch wenn seine Substanz anders geworden ist. Mehr vermag ich im Augenblick nicht zu sagen.
Eins ist jedoch sicher: er ist nicht mehr der Selbe. Was hat er nur in der kurzen Zeit getan, in welcher wir getrennt waren? „Na, hast du dich endlich dazu entschlossen wieder ein Attentäter zu werden?“, frage ich dich, gespannt auf eine Antwort. „Nun ja… ich weiß nicht“, entgegnest du und lächelst mich an. Ich weiß nicht weshalb, aber ein kleines Grinsen schleicht sich in meine Züge. Weshalb kann ich nur erahnen.
Ich schicke meinen Untergebenen weg, denn er würde nur stören. Dieses Gespräch soll nur zwischen uns stattfinden. Wir müssen herausfinden, was Shishio vorhat um ihn aufhalten zu können. Nur wir beide sind in der Lage dazu seine Pläne herauszufinden und schließlich zu durchkreuzen. Ich habe die Mittel gegen diese Person vorzugehen, während du, Battousai, das Wissen hast um seine Denkweise nachzuvollziehen. Selbst einmal warst du ein Attentäter und kannst dir bestimmt sehr gut vorstellen, wie er handeln würde, was er vorhat. Wie ich dir in Tokio schon einmal sagte: die Wölfe von Mibu und die Attentäter der damaligen Revolution werden nun benötigt um dieses Land vor der Zerstörung zu bewahren.
Zu zweit stehen wir um den kleinen runden Tisch, auf welchem eine Karte von Japan liegt. Gemeinsam beraten wir, welche Wege eingeschlagen werden müssen. Es ist ein seltsames Gefühl dich so nah bei mir zu haben. Deine Bewegungen sind wie immer, sie strahlen eine gewisse Eleganz aus, auch wenn man das von einem Mann kaum erwarten kann. Eigentlich habe ich keinen Sinn für so etwas, doch bei dir scheint es etwas anderes zu sein. Mein Blick, ich kann ihn kaum von dir abwenden.
Nach einigen Minuten haben wir des Rätsels Lösung gefunden, du hast Shishios Gedanken durchschaut. Ich wusste, dass du es schaffen würdest. Auch wenn ich die Entwicklung, welche du in den letzten zehn Jahren vollzogen hast, nicht akzeptieren kann, so habe ich doch niemals an deinen Fähigkeiten gezweifelt, auch wenn ich vielleicht anderes behauptet haben mag. Meine innersten Gedanken gehen niemanden etwas an. Aus diesem Grund habe ich dir auch nichts von meinen Empfindungen dir gegenüber erwähnt. Vielleicht sollte ich das tun, so wäre die noch immer bestehende Feindschaft zwischen uns vergessen und nicht mehr von Bedeutung. Ob dies aber wahrhaftig der Fall sein würde, ist weder gesagt noch bewiesen. So behalte ich diese eine Sache lieber für mich.
Ich sehe dich an, sehe wie du zur Kontrolle auf die Karte vor uns blickst und schweigst. Ein Verlangen tut sich in mir auf, ein Drang dich gegen die Wand hinter dir zu stoßen und meinem Körper freien Lauf zu lassen. Doch ich wage es nicht, es ist nicht der richtige Zeitpunkt.
Du drehst mir den Rücken zu, läufst in Richtung Tür, drängst mich zu folgen, da wir keine Zeit mehr haben und handeln müssen. Plötzlich steht dieser Vollidiot von deinem Freund vor dir und schlägt dich fast zu Boden. Plötzlich spüre ich wie sich meine Muskeln instinktiv anspannen, bereit nach vorne zu springen und einzugreifen, doch ich tue es nicht. Stattdessen zünde ich mir eine weitere Zigarette an und benehme mich wie immer. Ein Streit bricht zwischen mir und diesem Dummkopf aus, welcher allerdings nicht lange dauert, denn für so etwas ist unsere Zeit zu knapp.
Die Kutsche wartet draußen und es dauert nur wenige Minuten, ehe wir alle nach draußen gehen und einsteigen. Deinem Freund jedoch erlaube ich nicht mit hineinzukommen, er muss auf dem Dach sitzen.
Wir sitzen uns gegenüber, unterhalten uns über unsere nächsten Schritte. Wieder bist du mir so nah, das Brennen in meinem Körper und das Schlagen meines Herzens nehmen zu. Doch lange kann ich meine Gedanken nicht auf dich konzentrieren, denn wir werden ständig unterbrochen. Wenn wir doch nur mal alleine sein könnten…
Es ist Mitternacht, als wir in Osaka ankommen. Du erkennst sofort was unser Ziel ist, ich habe nichts anderes erwartet. Nach einem kurzen Gespräch machen wir uns beide daran das Schiff zu betreten um uns unserem gemeinsamen Feind zu stellen. Es läuft soweit alles glatt, dein Freund leistet gute Arbeit. Trotz alledem kann ich ihn nicht leiden. Er ist eine Nervensäge.
Shishio entkommt uns, da du ihn hast ziehen lassen. Warum nur hast du das getan? Ich hätte ihn auf der Stelle erledigt, aber du hast mich aufgehalten. Ich verstehe dich einfach nicht. Diese teilweise pazifistische Haltung, das kann ich nicht leiden. Früher hättest du das nicht getan. Du hättest ihn angegriffen und niedergezwungen.
Wieder einmal muss ich erkennen wie sehr du dich doch verändert hast. Ich kann es noch immer nicht verstehen… weshalb hast du dein Dasein als Attentäter abgelegt und bist zu einem einfachen Schwertkämpfer auf Wanderschaft geworden? Was ist vor zehn Jahren geschehen, was dich so verändert hat? Was war der Auslöser für diese Entwicklung?
Shishio ist nun erst mal für uns unerreichbar. Erst am nächsten Tag werden wir uns auf den Weg zu seinem Hauptquartier machen…
TBC
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