Dann geb doch einfach auf!

GeschichteDrama, Schmerz/Trost / P6
23.08.2007
10.10.2013
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Titel: Why don't you give up?
vorraussichtliche Kapitelzahl: 15
Fandome: Hikaru no Go, Endet in einem Crossover mit einer anderen Serie, die noch nicht verraten wird ^^
Kommentar: WARNUNG : SPOILER spielt nachdem Sai verschwunden ist und Hikaru das
Go-spielen aufgegeben hat.

Ich liebe HnG!!! Spiel auch selber, aber mehr schlecht als recht *heul* Hab nicht die Zeit zu üben.
Die Naruto Story schreibe ich parallel natürlich weiter. Wird zeitlich keine Konsequenzen haben.
Ich muss immer mal zwischendrin abstand von einer Geschichte nehmen und mich einer anderen zuwenden,
damit das schreiben interessant bleibt. Werd ansonsten zu ungeduldig.

Über Anregungen und Kritik freue ich mich! ^^

In dem Sinne viel Spaß beim lesen!

Disclaimer: Hikaru no go gehört nicht mir sondern Yumi Hotta, Takeshi Obata und irgendeinem Anime Studio
( glaube auch Studio Pierrot ), jedenfalls nich mir. Ich verdiene kein Geld mit der Geschichte,sondern schreibe
aus Spaß an der Freude.


1. Kapitel: Nicht jetzt und am Besten nie wieder!


Er würde nicht hingehen.Egal was die Anderen von ihm denken, egal was sie davon halten.
Nie wieder. Nicht so. Nicht alleine.
Ohne ihn hatte das alles keinen Sinn.Ohne ihn machte es überhapt keinen Spaß und was sollte er dort, wenn es ihm keinen Spaß macht?
Wenn es ihn doch nur traurig stimmt? Er sollte gar nichts dort! von Anfang an nicht!
Er hätte überhaupt nicht mit dem Spielen anfangen dürfen. Er hätte nie selber Hand an die Steine legen dürfen.
Es war Sais Leidenschft. Er hätte spielen sollen.
'Hätte ich ihn nur spielen lassen!'
Er war ein Genie gewesen und er hatte es bis zum Schluss nicht erkannt, hatte sich eingebildet er könnte so
gutwerden wie Sai, ja sogar noch viel besser!

Was war er nur für ein Idiot gewesen! Mit Füßen hatte er die Gefühle des sanften Geistes getreten,
hatte ihm das Spielen verweigert, wohl wissend wie sehr er sich das wünschte und wie gern die Anderen
mit ihm gespielt hätten. Er wäre eine Bereicherung für sie alle gewesen. Am Meißten aber ist er eine Bereicherung für
ihn gewesen! Balsam für seine Seele. Sein Lachen, sein Schimpfen, all die lustigen Momente, er hatte sie nicht zu schätzen
gewusst, erst jetzt, wo es vorbei war, für immer!
' Sai! Sai, wo bist du? Komm zurück. Bitte. Ich tue alles! Ich werde mit dem Spielen aufhören, nur bitte komm wieder.
Du bist doch mein Freund, mein bester Freund!'

Tränen liefen seine Wangen entlang, bahnten sich ungehindert ihren Weg. er schluchzte leise. Durfte er sich überhaupt "sein Freund" nennen?
Er hatte ihn nicht grade behandelt wie man einen Freund behandeln sollte, schon gar nicht seinen besten Freund.
Für Sai war er der einzige Freund gewesen. Außer ihm konnte ihn auch niemand sehen.
War er überhaupt real gewesen? Oder war er verrückt? Hatte er sich das alles am Ende nur eingebildet, gab es Sai wirklich?
Finden konnte er nirgendwo einen Anhaltspunkt, dass irgendwann irgendwo überhaupt ein Fujiwara no Sai existiert hat.
Aber er konnte doch Go spielen! Er war Pro! Woher sollte er das sonst gelernt haben, wenn nicht von Sai?
Es konnte nicht alles einfach eine Lüge sein.
Gut, soweit war er schon mal. Wie schon so oft in den letzten Wochen.
Wenigstens hatte er durch seine Selbstzweifel aufgehört zu weinen.

Er seufzte und drehte sich auf die andere Seite, warf einen verstohlenen Blick auf die Uhr.
Eigentlich wollte er gar nicht nachschauen, er  tat es trotzdem. Halb drei, na prima! zu lange um wachzubleiben,
zu weinig um anständig zu schlafen. Er drehte sich zurück, schloss die Augen, versuchte sich nur auf seinen atem zu
konzentrieren, den Kopf frei zu bekommen, doch er driftete sofort wieder ab. Eine Möbiusschleife. Endlos .
Es schien kein Entkommen zu geben.
Er rollte sich etwas stärker zusammen. Oyasumi.

*

Er saß auf dem Kissen, neben sich eine Tasse Tee. Er hatte sie nicht angerühert, schaute immer wieder mal kurz auf zur Tür.
Er würde nicht kommen, das hatte er im Gefühl. Ärger stieg in ihm hoch. Der nächste Zug, den er setzte, war fies.
Damit hatte er seinen Sieg praktisch besiegelt. Was sollte das? Wozu hatte er das Pro Examen gemacht, wenn er jetztalles hinschmeißt?

Er dachte an den Tag vor etwa 2 Wochen, als er ihn in der Schule besucht hatte. Er hatte versucht stark zu wirken,
gleichgültig dem go gegenüber, aber im Endeffekt war er vor ihm weggelaufen. Müde hatte er ausgesehen. Sollte er nochmal hin?
Nochmal versuchen mit ihm zu reden? Er hatte das Gefühl, dass es nicht viel bringen würde. Sollte er überhaupt etwas tut?
Es war ja nicht sein Problem.
Aber er machte es zu seinem Problem. Seit der 6. klasse der Grundschule war er sein Rivale gewesen. Er hatte es gekannt,
sich herrausgefordert zu und angespornt zu fühlen, aber echte Rivalität war ihm fremd gewesen. Er setzte gedankenverloren
einen nicht minder starken Zug.

Sein Gegner schaute fast verzweifelt auf das Brett. Er hatte nicht wirklich geglaubt eine Chance gegen Touya Akira zu haben,
trotzdem war es enttäuschend so vernichtend geschlagen zu werden.
"Arimasen!", murmelte er zähneknirschend.
"Arigato.",antwortete Touya und stand auf um seinen Sieg einzutragen.
Gab es denn wirklich nichts, was er tut konnte? Er würde noch verrückt werden, wenn er weiterhin nicht wusste was los war.
Er ging in den Aufenthaltsraum, schaute zum Himmel. Wolken zogen auf. Es schien regen zu geben. Er sollte sich besser beeilen,
sonst gerät er mitten in das Unwetter hinein.
Irgendetwas musste geschehen, so konnte es auf gar keinen Fall bleiben.

*

Missmutig nahm er den zettel entgegen. Na toll, zum Kirschblütenfest picknicken gehen. Darauf hatte er ja mal gar keine Lust.
'Er hat die Kirschblüten so sehr geliebt.' Wieder schnürte es ihm die Kehle zu und so packte er den Zettel, den ihm der Lehrer
gegeben hatte, schnell in seine Umhängetasche. Er sollte an etwas Anderes denken, etwas ganz Anderes. Genau, Schule!
Er hatte die Scule in letzter zeit ganz schön vernachlässigt,daran musste sich etwas ändern, immerhin würde er nun doch zur High-School
gehen und er wollte sich nicht mit seinem momentanen notenstand bewerben. Damit käme er eh nicht weit.

Wenn er sich konzentriert, muss er nicht nachdenken, dass heißt er kann dann gar nicht nachdenken! Also auch nicht an Sai!
Auf alle fälle musste er irgendetwas verändern, so konnte es auf keinen Fall bleiben.
Die Schulglocke läutete.Endlich. Er ging zum Fenster und schaute raus. Sah nach regen aus, na prima! Würde er jetzt losgehen
und Englisch schwänzen, würde er vielleicht noch trocken nach Hause kommen. Er seufzte. Würde er das tun, würde sein grade gefasster
Entschluss den bach runter gehen. Also durchhalten, egal wie langweilig es ist. Englisch ist eh eines seiner Problemfächer.
Er schnappte sich seine Tasche und velie? den Klassenraum. Taro rief ihm nach, ob er nicht mit in die Cafeteria wolle, aber er lehnte ab.
Essen hatte er dabei und außerdem wollte er jetzt frische Luft schnappen.
Draußen auf dem Hof setzte er sich hin und zog die süß nach Blüten duftende Luft ein.

Die Haze-Junior high war von Kirschbäumen umgeben und wunderschön! Entschlossen griff er in die Tasche und holte sein Vokabelheft raus.
Er würde jetzt nicht an den sanften geist denken, wie er wie ein kleines Kind herrumgetollt war und versucht hatte die zartrosa Blüten zu fangen.
Nicht jetzt und am Besten nie wieder!


tbc