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von Fumiyo
erstellt: 04.08.2007
letztes Update: 23.02.2009
Geschichte, Romanze / P18 Slash
(abgebrochen)
No Light Without Shadows
By Draeconin
(Translator Fumyo)
(Disclaimer etc.: 1st chapter…)
Ui~
Jetzt bin ich ja schon wieder so spät dran… Gomen ne! x///x
Ich wollte euch echt nicht warten lassen, aber dafür seid ihr jetzt bestimmt umso gespannter auf die Fortsetzung.
*eg*
@ bill-tomschicka: Hey… schön, dass es dir das Kapitel gefallen hat. ^^ Ich will hier nicht zu viel verraten, aber soviel kann ich schon mal sagen ohne gleich zu viel Preis zu geben (will ja die Spannung nicht verderben ^^): Die Sache mit Harrys Zauberstab hat eine andere Bedeutung als die der Bindung Harrys mit Draco *g*…
@ Drachen-Fan: *lol* Ja, das waren echt ne Menge Infos… aber dafür war das Kapitel ja auch recht lang. ^^ Hm… jaja, Harry unser kleiner Rebell! ^w^ Es freut mich, dass du so begeistert bist.
@ grinsekatze: Ja, Harrys Slytherinseite kommt so langsam zum Vorschein, aber wie es in Hogwarts weitergehen wird, wirst du leider erst im nächsten Kapitel erfahren. ^^ Auch auf die Antwort auf deine Frage, wie sich Ron und Hermine verhalten werden musst du wohl noch ein bisschen warten… *fies grins* Aber im ersten Kapitel wurde ja schon mal auf die Spannungen zwischen den dreien hingewiesen! ^o^ Ich freue mich aber, dass dir die Geschichte gefällt.
@ AuroraSky: *g* Nein, das war wirklich nicht die feine englische Art! Aber Draco hatte ja auch nicht gerade nette Absichten… Und einer der beiden musste eben der Sieger sein und Harry hatte wohl das Glückslos gezogen. ^w^
@ MoniMahoni: Dankeschön. * Lob in mich aufsaug* *lach* Ja, jetzt sind die beiden gebunden, aber das ist ja erst der Anfang! ^^ Und Draco wird schon klar kommen, keine Sorge… Harry ist ja kein Unmensch. Die beiden raufen sich schon zusammen… *g*
Ein ganz großes Dankeschön für eure lieben Kommis!
Und jetzt wünsch ich euch viel Vergnügen! ^^
Eure Fumyo
*verbeug*
*Vorhang aufzieh*
*schnell wegwusel*
~*~
Kapitel 3
Es stellte sich heraus, dass es anstatt irgendetwas Schrecklichem nur ein einfacher Raubüberfall gewesen war, obwohl es auch viel schlimmer hätte ausgehen können als es nun war – und das tat es häufig. Dracos Kleidung war im ganzen Zimmer verstreut, zusammen mit seinen anderen Habseligkeiten. Doch nachdem er sich vergewissert hatte, dass Draco nichts furchtbar Erhebliches geschehen war und er dem jüngern Malfoy erlaubt hatte, den Raum flüchtig zu durchsuchen, um festzustellen, was fehlte (irgendetwas kleines, an der Person leicht zu versteckendes und einen Wert von mehr als zehn Sickel habend, das nicht so einfach zu ermitteln war, wenn es andernorts verkauft werden würde*1), zwang er den Blonden nahezu zu einer nahe gelegenen Arztpraxis – was geradezu eine Notwendigkeit war an einem Ort wie der Nokturngasse.
Dracos Verletzung lies sich auf einen Zauber zurückzuführen, der ihn hätte umbringen sollen, aber schlecht gezielt war und seinen Kopf lediglich gestreift hatte. Der Medizauberer verkündete, dass der Schaden gering war und hatte die Verletzung mit einem Trank und ein paar Zaubersprüchen innerhalb fünfzehn Minuten geheilt. Dann wandte er sich Harry zu.
„Warum trägst Du dieses Ding in deinem Gesicht?” fragte er in ungeschliffener Manier. Das Verhalten des Mannes war so unverblümt und selbstbewusst, dass es an Unhöflichkeit grenzte. Der Medizauberer erinnerte Harry eher an Snape, bis auf das der Zaubertrankmeister diese Grenze völlig ignorierte und mit Gewalt und extremen Vorurteilen in seine Umwelt eindrang.
„Ich kann ohne sie nicht sehen“, entgegnete Harry, sich aufgeschreckt und ein bisschen defensiv fühlend.
„Wegen eines Zaubers?“ fragte der Medizauberer brüsk.
„Ich glaube nicht, nur-“
„Also nur Gehabe“, sagte der Mann geringschätzig. „Zu wissen wer Du bist, denkst Du wirklich, dass es klug ist Deine Sehkraft einem Muggleding anzuvertrauen, das zerbrechen oder weg geschlagen werden kann?“
Harry war mehr als ungehalten über die Unhöflichkeit des Mannes. Er hatte zwar nicht ganz Unrecht, aber… „Ich vertraue meine Augen keiner Magie an; was, wenn ich blind werden würde?“
Der Mann schnaufte. „Muggle-Schwachsinn! Ich habe noch nie von irgendjemandem gehört, der bei einer Augenkorrektur blind geworden ist! Aber es sind Deine Augen, Junge. Wenn Du Dich bei Deinen Augen auf eine Muggelvorrichtung verlassen willst, auch gut.“
Harry hatte es noch nie zuvor aus dieser Sicht betrachtet. Schön, seine Freunde hatten ihn dazu gedrängt, seine Augen korrigieren zu lassen, aber dies hier war ein Fachmann – jemand, der wusste von was er sprach. Aber konnte er ihm vertrauen? Schroff bis hin zur Unhöflichkeit mochte er zwar sein, aber der Medizauberer schien ausreichend vertrauenswürdig zu sein. Jemand, der versuchte ihn zu täuschen wäre um einiges freundlicher gewesen… oder?
„Draco?“ Harry wusste nicht, warum er den jähzornigen Blonden nach seiner Meinung fragte, aber er konnte sich nicht ganz entscheiden.
„Was fragst du mich, Potter?“ fragte der Blonde abfällig.
„Könntest du vielleicht versuchen einmal kein Trottel zu sein?“ wollte Harry gereizt wissen.
Draco zuckte die Schultern. „Sie ist hässlich, neigt dazu deine Nase runterzurutschen und es ist mir ein Rätsel, wie du es schaffst zu fliegen ohne sie zu verlieren, ganz zu schweigen davon, andere Dinge damit tun zu müssen“, meinte er. „Du hast sie etliche Male während unserer Kämpfe verloren“, stellte Draco klar.
Die Augenbrauen des Medizauberers hoben sich etwas bei dieser Aussage, aber er schwieg. Der blonde Junge würde ihm just zu etwas mehr Gewerbe verhelfen. Es war zu dieser Tageszeit ziemlich ruhig. Die meiste Arbeit fiel nach Einbruch der Dunkelheit an: dankbarer Weise die Schicht seines Partners.
Harry nickte, auch wenn es normalerweise Crabbe oder Goyle gewesen waren, die seine Brille weg geschlagen hatten. Noch immer hin und her gerissen fragte er den Mann widerstrebend: „Was müssen Sie tun?“
Der Medizauberer erklärte Harry den Ablauf und nachdem er eine Einwilligung erhalten hatte, sprach er einen Diagnosezauber auf jedes Auge, den Befund notierend. Dann sah er vom Prüfen der Notizen auf. „Tatsächlich“, sagte er, „hast Du einen Zauberschaden: einen ziemlich alten. Vermutlich davon“, fuhr er fort, scharf in Richtung Narbe auf Harrys Stirn nickend. „Nichts, das nicht korrigiert werden kann, aber es wird wahrscheinlich wie Analverkehr ziemlich schmerzen.“
„Ich kann’s nicht wissen“, entgegnete Harry mit einem durchtriebenen Blick zu Draco, welcher unverzüglich und ärgerlich errötete.
„Ich hoffe, es ist schlimmer“, zischte Draco, obschon es tatsächlich nicht wirklich so schlecht gewesen war – besonders nicht das zweite Mal. Und obwohl sein Hintern schmerzte, wollte er es erneut. Nicht, dass er das jemals vor jemandem zugeben würde. Er wollte innig aufstehen und gehen, doch er wollte sich nicht alleine mit den Überresten seines Zimmers befassen. Was, wenn der Angreifer zurückkäme?
Harry grinste nur und wandte sich wieder dem Medizauberer zu, welcher versuchte, sein Gesicht ausdruckslos zu halten. „Wie lange wird es dauern?” fragte Harry.
„Das erste was ich tun muss, ist die restliche Energie des Zaubers zu beseitigen, dann muss ich Deine Augen nochmals überprüfen und dann werde ich den Korrekturzauber sprechen. Also… etwas mehr als eine Stunde, denke ich.”
„Und der Preis?”
„Siebzehn Galleonen.”
Harry überlegte kurz, dann nickte er entschieden. Allein die Energie des rückständigen Zaubers zu entblocken würde es wert sein. Warum hatte Dumbledore es noch niemand anderen machen lassen… Harry schob diesen Gedanken für den Moment beiseite. Es war ein anderer denkbarer Punkt gegen den Mann, aber er würde später darüber nachdenken.
„Tun Sie es“, ordnete Harry an, ein Blatt aus dem Buch des Medizauberers herausnehmend. Der Mann war blickte etwas verblüfft aufgrund Harrys Schroffheit und gab Harry damit ein bisschen Genugtuung, aber machte sich gleich an die Arbeit.
Die Kombination aus Zaubertrank und Zauberspruch, um die restliche Zauberkraft zu beseitigen, machte Harry benommen. Sein Kopf schmerzte und sein noch vorhandenes Sehvermögen trübte sich. Ganz zu schweigen von dem grauenvollen Geschmack des Trankes, wie es bei den meisten Tränken der Fall war. Harry hatte wirklich Angst, dass er seine Sehkraft verlieren würde, als es dunkel wurde, doch der Medizauberer beruhigte ihn und in weniger als zwanzig Minuten nahm die Wirkung ab. Fünf Minuten später war es vorbei und Harry fühlte sich weitaus mehr alarmiert als er es je gewesen war, soweit er sich erinnern konnte. Beinahe genauso alarmiert – einen klaren Kopf habend – als er es von kalter Wut verzehrt gewesen war, aber ohne die Wut.
Doch bevor Harry weiter darüber nachdenken konnte, sprach der Medizauberer abermals Diagnosezauber über seine Augen aus. Er runzelte die Stirn. „Es ist zwar ziemlich viel von dem Rest beseitigt worden, aber nicht wirklich alles, fürchte ich“, verkündete er. „Auch denke ich nicht, dass es in meiner Macht steht, dies zu tun. Was noch da ist, ist vielmehr… beständig.” Er blickte Harry völlig ernst an. „Wenn Du lieber warten möchtest, kannst du deine Sehkraft von jemand anderem beheben lassen, der versuchen kann, die restliche Energie zu beseitigen.“
Harry runzelte die Stirn. “Würde es ein Unterschied sein?”
Diesmal war es der Medizauberer, der die Stirn runzelte, als er sich auf die Frage konzentrierte. „Ich glaube nicht, nein“, erwiderte er schließlich.
„Dann sollten wir die Arbeit auch zu Ende führen“, entgegnete Harry. Tatsächlich beruhigte es Harry, dass der Medizauberer Zweifel geäußert und angeboten hatte, die Behandlung aufzuschieben. Jemand, der Unheil beabsichtigte, hätte dies wahrscheinlich nicht getan.
Der Medizauberer zog eine Schublade, die mit Zaubertrankflaschen gefüllt war, heraus und begann, sie zu durchsuchen.
„Ah! Da haben wir sie!“ sagte der Mann mit einem Hauch von Triumph und holte eine der Flaschen heraus. Sich zu Harry drehend, wies er diesen an: „Trink das, bitte.“
Harry trank den Zaubertrank, welcher neben dem gewöhnlichen üblen Geschmack ein bisschen fad schmeckte. Sobald er jedoch ausgetrunken hatte, sprach der Medizauberer wieder.
„Nun müssen wir es nur noch aktivieren.“ Kaum gesagt, sprach der Mann auch schon einen anderen Zauber – zweimal – auf jedes der beiden Augen. Es war derselbe Zauberspruch, aber es gab eine geringe Veränderung bezüglich der Stimmbetonung.
Harry, der wusste, dass die Art einen Zauber auszusprechen den Affekt der Zauber bestimmte (oder ob sie überhaupt funktionierten), vermutete, dass seine Augen verschieden waren und eine unterschiedliche Korrektur benötigten. Als er nachfragte, stimmte der Medizauberer dem zu.
Harry warf einen Blick auf Draco und war über die angestrengte Miene im Gesicht des Blonden überrascht. Sofort lächelte Draco höhnisch und wandte sich ab, aber Harry fragte sich, was der Anblick zu bedeuten hatte. Er hatte sehen wollen, wie es Malfoy ging und war zufrieden damit, dass der Blonde nun wieder gut genug aussah, doch…
Aber dann nahm ein Gefühl als ob Ameisen über seine Augen krabbeln würden seine gesamte Aufmerksamkeit gefangen.
„Ehm, Doktor… Smythe, oder? Meine Augen jucken”, monierte Harry.
„Das ist nichts Besorgnis erregendes. Das ist normal. Aber lass es mich wissen, wenn es anfängt zu schmerzen.”
„Was würde das bedeuten?”, fragte Harry beunruhigt. Das juckende Gefühl wurde immer stärker.
„Das könnte bedeuten, dass Du blind wirst“, sagte der Medizauberer mit einem bösen Grinsen. Bei Harrys panischem Blick, rollte der Mann seine Augen. „Es könnte eine Menge Dinge bedeuten; aber ich habe bis jetzt noch nie einen Patienten verloren, also mach Dir keine Sorgen.“
„Es wird immer schlimmer“, jammerte Harry.
„Nicht reiben“, war der Rat des Medizauberers. „Ich will deine Arme nicht an den Stuhl binden müssen.“
Ein flüchtiger Blick zu Malfoy zeigte Harry, dass der Blonde nun ein beinahe boshaftes Grinsen auf seinem Gesicht hatte.
„Der Junge-der-lebt ist also doch nur ein großes Baby?“ lächelte Draco höhnisch.
„Halt’s Maul, Malfoy”, knurrte Harry und war erfreut darüber, Draco nur ein oder zwei Sekunden später auf seinem Sitz unbehaglich herumrutschen zu sehen.
Der Juckreiz war mittlerweile wirklich schlimm geworden. Harry schloss seine Augen und umklammerte fest die Stuhlarme, seine Fingerknöchel sich weiß färbend.
Harry war sich dessen vermutlich nicht bewusst, aber er hatte die Tendenz zu Knurren, wenn er jemanden vögelte. Und Draco wurden nun schon zweimal gevögelt – von Harry. Vielleicht hätte es länger dauern sollen, aber Draco hatte sich eine bestimmte Reaktion angeeignet bezüglich Harrys Knurrens. Es wanderte geradewegs zu seiner Leistengegend und... dort – lassen wir das. Daher war es ziemlich natürlich für ihn, dass er sich ein bisschen winden musste, um es etwas angenehmer für sich zu machen, nachdem Harry ihn angeknurrt hatte. Jedoch hieß das nicht, dass Draco damit zufrieden war. Er nahm es seinem Körper gewaltig übel, dass er so auf Potter reagiert hatte. Er starrte starr aus dem Fenster.
Das juckende Gefühl erreichte eine Höhe, kurz bevor sich Harry schwor, wütend zu werden und sich seine Augen auszukratzen. Ein Gefühl der Wärme durchflutete seinen gesamten Körper und dann begann das Unbehagen langsam abzuflauen.
„Merlin!” stieß Harry aus als er sich schließlich wieder komfortabel fühlte. „Kein Wunder, dass Dumbledore eine Brille trägt. Das war grausam!”
Der Medizauberer war gerade mit einem Betrunkenen beschäftigt, der mit einem kleinen Messerstich hereingekommen war, aber er sagte Harry, dass dieser bevor er ging für eine letzte Kontrolle warten sollte.
„Nun, dann lass mich mal sehen, Potter“, sprach Draco gedehnt. Er wollte den Gryffindor mit einem Kommentar über dessen Aussehen niedermachen, ungeachtet ob Potter ohne die Brille besser aus. Und Harry an diesem Morgen als sie gevögelt hatten ohne sie gesehen zu haben, so wusste er, dass das Verschwinden des schrecklichen Gestells das Aussehen des jungen Mannes dreifach verbessern würde.
Dieser Gedanke ließ ihn sich ziemlich unwohl fühlen.
Harry sah den Blonden an und war beeindruckt davon, wie viel klarer er sehen konnte: wie viel mehr Details er nun fähig war zu sehen als zuvor. Offensichtlich hätte seine Brille mal ausgetauscht werden müssen.
Draco für seinen Teil war stumm erstaunt, als Harrys goldene Augen ihn durchbohrten. Sie waren nicht bernsteinfarben, wie die meisten Menschen gold nannten, sondern hatten einen richtig metallischen Farbton. Zu seiner Erleichterung begann die Farbe sich jedoch zu verändern und kehrte zu dem normalen grünen des Gryffindors zurück – mit Ausnahme eines dünnen, beinahe unbemerkbaren goldenen Kranz um die Außenseite der Iris, was jemand nur dann bemerken würde, wenn er in die Augen starren würde – was Draco feststellen ließ, dass er genau dies tat. Selbst die normale Farbe war ohne die Brille intensiver – fesselnd.
Seine Augen losreißend, blickte Draco zu dem Medizauberer. ‚Ich wünschte, er würde sich beeilen’, dachte Draco. Er wollte eiligst aufbrechen. Das Zimmer war aus irgendeinem Grund unangenehm warm geworden. Da er niemanden kannte, der seine Augen hatte korrigieren lassen, wusste er nicht, ob solche Farbwechsel normal waren oder nicht. Aber dass Harry ihn mit diesen goldfarbenen Augen angesehen hatte, war merklich beunruhigend gewesen: nicht, dass seine enthüllten und klaren grünen Augen viel besser wären.
~*~
Nachdem der Medizauberer festgestellt hatte, dass Harrys Augenlicht ‚gut genug’ war und er bezahlt hatte, waren Harry und Draco zu ‚King and Crown’ zurückgekehrt.
Draco besah sich das Zimmer sorgfältig und mit Bestürzung, obwohl er sicherstellte, dass er Harry nichts als eine ausdruckslose Maske zeigte.
„Es wird sich nicht von selbst aufräumen“, bemerkte Harry.
Draco beehrte ihn mit einem hochmütigen höhnischen Grinsen und zückte dann seinen Zauberstab. Was er nicht wusste, war, dass sich Harrys Stab bereits in seiner Hand befand, dort hin gewünscht auf Malfoys erste Bewegung zu seinem Zauberstab.
„Packt!” befahl Draco. Während er alles beobachtete, wie es sich zusammenfaltete und in verschiedene Fächer seines Koffers flog, bemerkte er: „Es wird natürlich alles ersetzt werden.“
„Weil...?”
„Nun, es ist doch offensichtlich, dass ich keine Mitwisser wünsche.”
Harry blickte ihn an. Aufgrund der Qualität der Klamotten, die der junge Malfoy trug, würde das ziemlich viel kosten. „Du hast Zutritt zu deinen Familienverliesen?“
Draco höhnte. „Natürlich, Potter.“
„Ich frag ja nur, Malfoy“, sagte Harry irritiert. „Es würde dir besser tun, dein Verhalten zu verändern, weißt du“, fügte er hinzu. „Bis wir in Hogwarts sind, werde ich der einzige sein, der deine Kehrseite deckt.“
„Du hast ein bisschen mehr getan, als sie nur zu bewachen, um dich daran zu erinnern“, sagte der Slytherin sarkastisch.
„…“
Harry versuchte es erneut. Die Stimme tief und gefährlich, sagte er: „Schon wieder bereit für eine weitere Runde?“
Anstatt zu antworten, entdeckte Draco plötzlich etwas auf der anderen Seite des Zimmers, das seine persönliche Aufmerksamkeit verlangte und machte ein aufgebrachtes Aufheben darüber als er dorthin ging und auf es aufpasste.
Harry sah dies als Deckmantel, was es war und lächelte ihm mit dunkler Genugtuung hinterher.
Sobald sie zurück in Harrys Zimmer im Tropfenden Kessel waren, setzte sich Harry an den alten, abgenutzten Schreibtisch, um den versprochenen Brief an den Orden zu schreiben, in dem er ihnen versicherte, dass er noch in keinen verirrten Dunklen Lord oder dessen Todesfluch gelaufen war. Von Malfoy erwartete er, dass dieser sich einrichten würde.
„Also, Potter?“ fragte Draco abfällig. „Wo in dieser… Hütte eines Zimmers werde ich schlafen?“
“Dort”, sagte Harry abwesend, mit einem Daumen über seine Schulter auf das Bett deutend. Er war bereits dabei, den Brief an den Orden in seinem Kopf zu formulieren.
„Und wo wirst du schlafen?“ fragte der Blonde im selben Ton.
Harry blickte zu ihm auf. „Da ist nur ein Bett, Malfoy“, erwiderte er begründet, sehr wohl wissend, was Dracos Reaktion sein wird.
„Du wirst mich fick-“, begann Draco wütend zu sagen, bevor er sich selbst unterbrach. „Ich werde nicht – Nein“, sagte der Blonde schließlich, fest auf seinem Koffer sitzend.
Wenn Harry es nicht besser gewusst hätte, hätte er gesagt Draco schmollte. Einen weitern Blick auf den Blonden werdend, fragte er sich – vielleicht wusste er es nach allem einfach nicht besser. Es sah zweifellos nach einem Schmollmund aus. Aber Dracos defensive Bewegung, seinen Arsch zu beschützen, kitzelte an Harrys Sinn für Humor und er grinste den jungen Mann, welcher nicht zu bemerken schien, dass seine Wangen rosa angehaucht waren, wissend an. Harry dachte daran, eine Bemerkung wie ‚das Pferd wurde bereits geritten’ zu machen, aber hielt sich zurück. Stattdessen sagte er: „Du kannst das Bett mit mir teilen oder auf dem Teppich schlafen: Deine Wahl.“
Draco stand auf. „Mein Zimmer im ‚King and Crown’ wird noch nicht vergeben sein“, sagte er und hob seinen Koffer auf.
„Stell ihn ab“, sagte Harry sanft, aber fest. Als Draco einfach nur stehen blieb, fuhr Harry fort: „Du bist sicherer bei mir als ganz allein – was offensichtlich ist, nachdem du heute ausgeraubt wurdest – und da du nicht weißt, ob irgendwelche ‚Kollegen’ deines Vaters nach dir suchen, sind zwei Augenpaare und zwei Zauberstäbe besser als einer.“
Draco stellte den Koffer ab. Es hatte nichts damit zu tun, was Potter gesagt hatte. Immerhin war er ziemlich gut in der Lage, auf sich selbst aufzupassen – meistens – aber es hatte alles damit zu tun, was Potter nicht gesagt hatte. Potter hatte die Tatsache des dreifachen Schwurs nicht gegen ihn verwendet. Er war kein Sklave und in seinen freien Willen war nicht reingepfuscht worden, aber er hatte sich Potter verschworen. Wenn der Bund alles andere als freiwillig gewesen wäre, hätte vielleicht etwas dagegen gemacht werden können. Aber er war freiwillig gewesen, ungeachtet der Umstände. Draco zuckte geistig zusammen. Die Umstände machten das ganze wahrscheinlich ein bisschen komplizierter. Ohne es zu realisieren, rieb sich Draco über seinen Hintern. Natürlich halfen ihm die Worte – ‚unwiderruflich’ - die er benutzt hatte nicht wirklich.
„Schlimm?” fragte Harry. Er versuchte besorgt zu klingen, musste aber eine selbstgefällige Rachsucht bekämpfen während er dies tat.
Dracos Kopf schwang herum, seine Augen funkelnd, da er den unterschwelligen Ton gehört hatte. Die Wahrheit war, es war schmerzhaft, ein bisschen – vielleicht etwas mehr als nur ein bisschen. Harry mangelte es nicht im unteren Bereich. Aber das würde er nicht zugeben. „Ich habe mich nur gefragt, wie viele andere Menschen du schon vergewaltigt hast, Potter“, schnappte er.
Harry lachte, auch wenn es eigentlich keinen Grund zur Fröhlichkeit gab.
Draco erstarrte geschockt, darum kämpfend, sein Gesicht emotionslos zu halten. Der alte Potter wäre wegen der Bemerkung in die Luft gegangen. Selbst Draco musste sich eingestehen, dass an seiner Anschuldigung nicht viel Wahres dran war, da Sex ja das Ziel gewesen war – er war nur in der falschen Position gewesen – aber es war genau die Sache, die den alten Potter sich hätte schuldig und wütend darüber fühlen lassen. Weswegen er dies natürlich auch gesagt hatte.
„Wäre es eine Vergewaltigung gewesen, wenn du erfolgreich gewesen wärest und mich gefickt hättest, Malfoy?“ fragte Harry mit einem wilden Grinsen, den Blonden dazu herausfordernd das falsche zu sagen.
Jemand klopfte an die Tür und rettete Draco vor einer Antwort.
Beide jungen Männer zogen ihre Zauberstäbe als Harry auf die Tür zuging, sie zu öffnen.
Harry war verblüfft als er sah, wer auf der anderen Seite stand. „Mister Weasley?“
Der rothaarige Mann sah Harry an und blickte dann runter zu dessen Zauberstab, welcher noch immer auf ihn zielte. „Ist das notwendig?“ fragte er.
Harry blickte ausdruckslos auf seinen Zauberstab als ob er überrascht wäre, ihn dort zu sehen. Dann errötete er und steckte ihn weg. „Tut mir leid, Sir“, sagte er. „Sie sind nur die letzte Person, die ich erwartet hätte zu sehen. Dumbledore, Snape, Moody… aber nicht Sie. Was tun Sie hier?”
Arthur Weasley sah über Harrys Schulter, beabsichtigt zu fragen, ob eintreten könne und zu sehen, wie die Einrichtung aussah, und erstarrte. „Was macht er hier?“, fragte er angespannt.
Harry drehte sich um und sah Draco, welcher noch immer seinen Zauberstab auf den rothaarigen Mann gerichtet hatte, einen Ausdruck von Verachtung auf seinem Gesicht.
„Er wird dich nicht angreifen, Malfoy“, sagte er in einem Ton, als ob er zu einem verängstigten Vierjährigen sprach. „Du kannst deinen Zauberstab jetzt wegnehmen.“
Draco warf ihm einen ärgerlichen Blick zu bevor er den Neuankömmling erneut ansah. „Ich bin hier, weil Potter auf stürmischen Sex steht!“ schoss er dem überraschten Mann entgegen.
Harry schloss seine Augen und kämpfte um die Kontrolle seines Temperaments. Dann öffnete er sie wieder und trat beiseite, dem Mann ein Zeichen gebend, dass er eintreten konnte. „Sie sollten vielleicht reinkommen; Ich denke, Sie werden für eine Weile hier bleiben“, sagte er. Er wollte dieses Gespräch nicht bei offener Tür führen, wo es für jedermanns Ohren zu hören war. Er war wütend darüber, dass Draco seine große Schnauze nicht halten konnte, aber er hätte es besser wissen müssen und nun resignierte er, da die sprichwörtliche Katze aus dem Sack gelassen worden war. Es gab keinen Weg an den Fragen vorbei, von denen er sicher war, dass die Bemerkung des Blonden sie erzeugt hatte.
Harry winkte Arthur zu dem Schreibtischstuhl und setzte sich selbst auf das Bett.
„Also?” fragte der Mann.
„Potter-“, fing Draco an, wurde jedoch unterbrochen.
„Ich werde es erzählen!“ schnappte Harry.
Draco sah ihn für einen Moment rebellisch an, doch dann sah er ein, dass sogar etwas Komik in der Situation war. War Potter gerade dabei, einem aus seiner ‚Familie’ zu erzählen, dass er Schwulensex mit seinem Feind hatte? Er lehnte sich gemütlich auf seinem Sitzplatz zurück, um die Show zu genießen, ein kleines süffisantes Grinsen auf seinem Gesicht.
Harry blickte den Blonden misstrauisch an. Doch mit brennendem Gesicht begann er seine Geschichte zu erzählen. Er bemäntelte den Sex so gut er konnte, aber Malfoy konnte ihn natürlich nicht damit davonkommen lassen und warf selbst ein paar knappe Kommentare ein.
„…und dann beobachtete ich Malfoy am nächsten Morgen beim Schlafen und erinnerte mich-“
„Du hast… ihm beim Schlafen zugesehen“, wiederholte Arthur ungläubig.
„Um meinen Untergang zu planen”, warf Draco gedämpft ein.
Harry und Mister Weasley ignorierten ihn.
„Ja“, sagte Harry als Antwort auf Arthurs Einwurf. „Und ich erinnerte mich, dass ich etwas über das dreifache Schwur-Bund-Ding in einem von Trelawneys Lehrbüchern gelesen habe.“
„Wie konntest du ihn dazu bringen, einen dreifachen Schwur zu leisten?“ fragte Arthur verblüfft.
„Er sitzt direkt neben Ihnen, wenn ich Sie daran erinnern darf”, sagte Draco in beißendem Ton.
Mister Weasley drehte seinen Kopf und blickte zu dem Blonden. „Also?“ forderte er ihn auf.
Draco öffnete seinen Mund, um zu antworten, wurde prompt rot und wandte sich sprachlos ab. Auf keinen Fall würde er seine Torheit offenbaren – und besonders keinem Weasley! „Ich denke nicht, dass Sie das etwas angeht“, sagte er schließlich.
Arthur blickte zurück zu Harry, dessen Gesicht, wenn überhaupt möglich, noch leuchtender war als Dracos.
„Ich sage lieber nichts”, war Harrys Entgegnung.
„Ein weiteres Mal?“ sagte der Mann, die Reaktionen der zwei Jungen lesend. „Harry – mein Sohn – einmal ist vielleicht mit Adrenalin und Hormonen zu entschuldigen … aber zweimal?“
Harry nickte kaum merklich. Er mochte zwar im Moment ein bisschen sauer auf Ron sein, aber er sah ihn und den Rest der Weasley Familie als die engste ‚wirkliche’ Familie an, die er je gehabt hatte, und er fragte sich ziemlich besorgt, ob er seine Position in dieser Familie nun in Gefahr gebracht hatte.
Arthur blickte von einem Jungen zum anderen und zurück. Er war ziemlich überrascht darüber, herauszufinden, dass der Junge, den er und seine Familie in ihrer Zuneigung aufgenommen hatten, homosexuell war, aber eigentlich war das nicht wirklich von Bedeutung. Doch dass er einen Malfoy als Bettpartner ausgewählt hatte… „Was war der Schwur?“
„Harry, wenn du es wagst-“, kam die panische, drohende Stimme Dracos.
„Dass er mein sei“, sagte Harry zur selben Zeit.
„Dein“, wiederholte Arthur ausdruckslos, die möglichen Folgen abwickelnd. Der Dreifache Schwur war einfach, aber er funktionierte nicht, wenn man nicht ehrlich meinte, was man sagte.
Harry nickte. Draco erhob sich und schritt zur Tür, doch er bekam keine Chance, sie zu öffnen.
„Wer lag oben?” lautete die nächste Frage des Mannes.
Als Draco dies hörte, erstarrten seine Schritte. Er wagte es nicht zum Tableau hinter ihm zu blicken und wartete auf die Worte, die ihn vollkommen vernichten würden.
Verblüfft über den Zustand, unfähig zum Sprechen zu sein, hob Harry langsam und mit großer Beklemmung seine Hand.
Arthur stand auf und begann, langsam im Zimmer auf und ab zu gehen als er nachdachte. „Und es war ein dreifacher Schwurbund? Ihr hab gespürt, wie die Magie ausgeströmt ist?“
Harry nickte vorsichtig mit dem Kopf, sich fragend, was als nächstes kam.
Arthur schritt zu Harry und schlug ihm auf den Rücken. „Gute Arbeit!“ sagte er mit einem Grinsen und nickte zur Tür.
Harry fühlte, wie sein Mund aufklappte. Er schloss ihn verlegen.
„Was?” rief Draco in Empörung aus und wirbelte herum, um den Mann anzublicken. „Potter hat mich praktisch vergewaltigt und Sie sagen ‚Gute Arbeit’?“
Mister Weasley schickte dem blonden Jungen einen kühlen Blick. „Es ist ein riesiger Unterschied zwischen ‚praktisch’ und tatsächlich ‚getan’, Mister Malfoy. Es hätte genauso gut auch andersherum passieren können, oder? Hätten Sie es dann auch eine Vergewaltigung genannt? Und nun können Sie das Dunkle Mal nicht mehr gegen ihren Willen – oder mit ihm – aufgezwungen bekommmen.“
Draco sah den Mann mit weit aufgerissenen Augen an, nur seine sich rühmende Selbstkontrolle hielt ihn davon ab, ihn anzugaffen. „Woher – Woher wissen Sie davon?” fragte er, seine Stimme heiser. „Ich habe es nur Potter erzählt“, fügte er hinzu und schickte einen anklagenden Blick in Harrys Richtung.
Harry schüttelte seinen Kopf, die stumme Beschuldigung abstreitend. Draco sah nicht so aus, als ob er ihm glauben würde. Dass Arthur ein Mitglied des Phönixordens war, wusste Harry natürlich und er war vermutlich von Snape, ihrem Spion in Voldemorts Reihen, informiert worden. Aber das konnte er Draco nicht sagen. Doch in Erinnerung an Dracos Abtrünnigkeit, beschloss er, dass er das Beste war, seine Arbeit in der Winkelgasse so schnell wie möglich zu beenden. So sehr er den Gedanken auch hasste, war es vielleicht eine gute Idee zum Grimmauldplatz Nummer zwölf zu gehen. Es gab immer noch zu viele ‚wenn’s’ und zu viele von diesen, die zu lebensbedrohlichen Situationen führen konnten.
„Das spielt keine Rolle“, erwiderte Arthur fest. „Was jedoch eine Rolle spielt, ist, dass Sie aufgrund dieser neuen Entwicklung unter Schutz stehen.“
„Was mich an den Grund erinnert“, fügte er hinzu, sich an Harry wendend, „warum ich eigentlich vorbei gekommen bin. War nicht ein Brief fällig?“
Inzwischen etwas betäubt, brauchte Harry einen Moment, um zu verstehen auf was Mister Weasley hinwies. „Ich war gerade dabei, mich hinzusetzten und ihn zu schreiben, als Sie eintrafen“, entgegnete er und zeigte zu dem Schreibtisch, wo die Schreibutensilien dalagen, eindeutig darauf wartend, benutzt zu werden.
„Gut. Jedoch würde ich es begrüßen, wenn du es ein bisschen früher am Tag machen würdest, Harry. Wir haben uns Sorgen um dich gemacht.“
„Muss ich wirklich immer noch schreiben?”
Arthur zwinkerte ihm mit grinsend zu. „Ich hab den Beweis mit meinen eigenen Augen, oder? Nun bist du sicher, und kein Fremder mehr, nicht wahr?“
Harry stand auf und umarmte den Mann. Dann trat er zurück. “Danke, Mister Weasley. Für ihre Sorge.”
Arthur zuckte mit den Schultern und blickte dann zu Draco. „Sind Sie so entzückt von meiner Anwesenheit?“ fragte er spitz.
Draco blitzte ihn an, trat aber von der Tür weg.
„Tun Sie nichts Dummes, junger Mann“, war Arthurs Abschiedschuss auf den Blonden.
„Ich habe nicht vor, sieben Kinder zu kriegen“, war Dracos Gegenschlag.
Mister Weasley hielt für einen Augenblick inne als sich seine Körperhaltung versteifte; dann, wieder gefasst, schlug er die Tür fest hinter sich ins Schloss und ging den Korridor hinunter.
„Das war nicht gerade das Klügste, was du je getan hast“, erzählte Harry Draco steif. „Du hast nicht viele Befürworter.“
Harry zuckte gleichgültig die Achseln. „Wenn mein Überleben von seiner Sorte abhängt, dann bin ich sowieso so gut wie tot.“
Harry konnte Draco nicht erklären, welchen Fehler er gemacht hatte, ohne ihm Dinge zu erzählen, die er nicht wissen sollte. Und so frustrierend es auch war, blieb er still. Er begann seine Schreibutensilien aufzuräumen. „Du könntest dich vielleicht so gut es geht einquartieren“, sagte er. Seine Betonung machte klar, dass er in keiner guten Stimmung war – in einer, die Draco in die Wand schlagen würde, wenn dieser irgendwelche Probleme damit hätte. Dann kehrte er dazu zurück, das Zaubertrankbuch weiter zu studieren. Er war schon bis zur Hälfte durch.
Draco versuchte, desinteressiert darüber zu sein, aber es störte ihn – ein bisschen… ein bisschen viel… ziemlich, um genau zu sein – dass Harry sauer auf ihn war. Aber dass es ihn sogar ein bisschen kümmerte, was Harry von ihm dachte, ließ ihn sich auf sich selbst wütend sein und er begann, Dinge um sich zu werfen als er das auspackte, was er brauchte.
Draco war ein Meister der Verleugnung. Es kümmerte ihn weit mehr, als er gewillt war es sich einzugestehen.
Harry ignorierte es, dass er beleidigt war und das brachte Draco noch weiter auf.
„Potter!“
Harry rollte mit den Augen. „Ja, Malfoy?“
„Planst du, mich zu Tode hungern zu lassen?“
„Pft!“ spottete Harry. „Aber es ist kein Wunder, dass du Hunger hast. Ich überigens auch. Wir haben das Mittagessen verpasst.”
„Sehr aufmerksam von dir”, sagte Draco gedehnt.
„Gib mir nicht die Schuld dafür, Malfoy; Ich war nicht derjenige, der angegriffen und ausgeraubt wurde.“
„Ja, das war doch brillant von mir, oder?“ spottete Draco sarkastisch.
Harry wirbelte in seinem Sitz herum und funkelte den Blonden an. „Gibt es einen Grund dafür oder brauchst du nur deine tägliche Unterhaltung?“
„Draco starrte ihn an und schluckte. Harrys Augen waren wieder gold. „Potter“, begann er vorsichtig, „bist du dir bewusst, dass deine Augen gold anstatt grün sind?“
Es war eigentlich nicht das erste Mal gewesen seit Mister Malfoy aufgetaucht war, aber niemand hatte es zu dieser Zeit bemerkt, da sie in ihren eigenen Gedanken und Gefühlen gefangen gewesen waren.
Abgelenkt, rief Harry ein überraschtes und ungläubiges „Was?” aus. „Hör auf, zu versuchen das Thema zu wechseln“, sagte er wütend.
“Sieh in den Spiegel”, beharrte Draco.
Unsicher, aber neugierig, stand Harry auf und ging zu einem Spiegel. Aber in der Zeit bis er dort ankam waren seine Augen zu ihrem normalen Grün zurückgekehrt.
„Sehr komisch, Malfoy“, sagte Harry sarkastisch. Aber wie auch immer, er hatte nun Zeit gehabt, sich zu beruhigen, also: „Lass uns runter gehen und ein Sandwich holen“, schlug er vor.
Auch wenn Draco sehr frustriert darüber war, dass ihm nicht geglaubt wurde, wusste er, dass er warten und hoffen musste, um sich zu einem späteren Moment rechtfertigen zu können. Er hoffte auch, dass er das nächste Mal nicht Brennpunkt dieser Augen sein würde. Sie ließen ihn erschauern, und das auf keine schöne Weise. Nicht, dass Harry ihn auf eine schöne Weise erschauern ließ, natürlich. Potter. Er meinte ‚Potter’. Nicht ‘Harry’.
~*~
*1 Schrumpfzauber brauchen ihre Zeit und ein Dieb würde davon sicherlich nicht zu viel verschwenden wollen ^^
TBC
Reviews sind noch immer herzlich willkommen…
Also schön fleißig schreiben…*g*
Und noch eine kleine Info: Das Ministerium kann zwar registrieren, dass Magie von einem Minderjährigen angewandt wurde und auch den Zauberspruch identifizieren, aber es kann nicht sagen, wer genau den Zauber ausgeführt ha!
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