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Ein Haufen 'X's und 'O's
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von sweet peach    erstellt: 14.07.2007    letztes Update: 15.07.2007    Romanze / P12    (fertiggestellt) 11 Reviews
Kurzbeschreibung: Oliver weiß nicht warum jeder seine Briefe mit ‘XOXO’s beendet... Ebenso wenig weiß er was sie bedeuten. Katie Bell zeigt ihm ihre wahre Bedeutung. Ein KBOW Oneshot. Aus dem Englischen übersetzt.

Vielen Dank an formelyknownasone, dass ich den Oneshot ins Deutsche übersetzten durfte und vielen Dank an meine Beta naomi121!!!
Also, viel Spaß beim Lesen...

Ps.: Über Kommis freue ich mich immer; sowohl über Lob, als auch über  Kritik, ich möchte ja schließlich besser werden.  ;)

Disclaimer: Der Plot gehört formelyknownasone - die deutsche Übersetzung mir - alles andere J.K.Rowling...^^


Ein Haufen 'X's und 'O's

Autor: formelyknownasone
Ins Deutsche übersetzt von: sweet__peach
Beta: naomi121




Er hat es noch immer nicht kapiert.

Nach siebzehn Jahren, wusste Oliver Wood immer noch nicht was sie bedeuteten... Er hat es einfach noch immer nicht kapiert.

Jahr um Jahr hatte er, von Eulen gebracht, unzählige Briefe erhalten. Ob sie nun von seiner Mum geschrieben waren, von seinen Freunden oder sogar von seiner Baby Schwester, sie alle endeten mit der selben verrückten Sache. Selbst die unzähligen Fan Briefe, die er von seinen begeisterten Fans bekommen hatte, endeten auf die selbe dumme Weise (nicht, dass er etwas anderes von diesen albernen, kichernden Mädchen erwartet hätte).

Mit einem Haufen 'X's und 'O's.

Es machte keinen Sinn. Und aus irgendeinem merkwürdigem Grund nervte es Oliver.

Die Eulen kamen diesen Morgen früher wie normalerweise in der Großen Halle an. Zwei Briefe fielen in Olivers Schoss und ein dritter landete in seiner Cornflakes–Schale. Alle waren an ihn adressiert.

Sein Frühstück links liegen lassend, nahm er langsam den triefenden Brief und wischte das durchnässte Papier an seiner Serviette ab, bevor er es zum Trocknen auf den Tisch legte. Dann ging er dazu über, einen der Briefe zu lesen.


Lieber Oliver,


Ich hoffe du machst dich gut in der Schule. Versuche nicht zu viel Quidditch zu spielen, und überanstrenge weder dich, noch das Team!


Momentan bin ich am Herd beschäftigt, deshalb rede ich nächstes mal mit dir.

In Liebe,

Mum

XOXO


Ps: Halte dich so weit wie möglich von den Zwillingen fern.


XOXO. Was auch immer das bedeuten sollte. Oliver zuckte die Achseln, faltete den Brief wieder zusammen und steckte ihn in den Briefumschlag. Er öffnete den nächsten Brief. Es was ein Fan Brief.


Liebster Oliver,


Ich liebe dich! Heirate mich!


Marie Cara


XOXO



Er zeriss diesen und warf ihn achtlos weg. Ein weiterer dieser XOXO Dinge. Verdammt, er hasste sie.
Zuletzt nahm er den Milch-durchnässten Briefumschlag und tupfte ihn ein weiteres Mal an seiner Serviette ab. Die Tinte war inzwischen ziemlich verlaufen, aber noch immer deutlich genug für ihn, um das unordentliche Gekritzel Oliver Wood zu erkennen. Das seiner Schwester.


Oliver,

Wie geht es dir? Ich bin gut, danke.(Anm.d.Üb.: Sie ist erst fünf, deswegen die falsche Grammatik^^) Ich vermisse dich sehr.

Mandy Wood

XOXO


Im Stillen fluchte Oliver, aber unmittelbar bereute er es. Immerhin war Mandy erst fünf, woher konnte sie wissen, was diese verfluchten XOXO’s bedeuteten, oder, dass ihr älterer Bruder es ebenso wenig wusste? Es war nicht ihre Schuld, dass er diese 'X's und 'O's verabscheute.


Es nervte Oliver, dass er nicht wusste was sie bedeuteten. Jeder schien sie zu benutzen, oder zumindest, zu wissen was sie bedeuteten. Natürlich brannte er darauf es zu erfahren, aber er konnte nicht einfach jemanden fragen. Wie peinlich würde es für jemanden in seinem Alter sein, nach ihrer Bedeutung zu fragen, wenn eine Fünfjährige es bereits schreiben konnte. Also war Oliver dem nicht nachgegangen, aber er erinnerte sich immer wieder unzufrieden an das Mysterium dieser 'X's und 'O's.


Für Oliver hatten diese kleinen 'X's und 'O's nur einen wirklichen Zweck: für seine Spielzüge. Er benützte diese ’X’s (oder Kreuze) um sein Quidditch Team zu darzustellen, während er runde ’O’s (oder Kreise) benutzte um die Gegner darzustellen. Danach würde er diese kleinen 'X's und 'O's in seinem Schaubild so verhexen, dass sie sich in verschnörkelten Linien herumbewegten und er würde gelegentlich die ’X’s in bestimmten Quidditch Formationen, die an die von Puddlemere United erinnerten, fliegen lassen.


Das waren die einzigen Male, bei welchen es Oliver Wood nicht störte, wenn diese ’X’s oder ’O’s vor seinem Gesicht herumflogen. Und seiner Meinung nach, war es das, für was diese Dinge einzig und allein existieren sollten: Quidditch Spielzüge.


Das war es, was er eine Stunde später im Gemeinschaftsraum machte. Kleine 'X's und 'O's auf Pergament zeichnen.


Selbstverständlich nicht diese, die die Leute benutzten um Briefe zu beenden. Diese für Quidditch Spielzüge. Das war ein Unterschied. Diejenigen die er in Quidditch Spielzügen benutzte, und darauf bestand er, waren Kreise und Kreuze, nicht 'X's und 'O's. Er hasste sie, diese verfluchten 'X's und 'O's.
Was er allerdings nicht wusste (neben der Bedeutung dieser 'X' und 'O' Dinge), war, dass jemand im Begriff war ihn dazu zu bringen, seine Meinung über sie zu ändern.


Oliver begutachtete die Spielzüge, die er soeben skizziert hatte. Normalweise würde er über Möglichkeiten sie zu verbessern nachdenken und normalerweise war er fähig die Spieler in diesen Momenten zu visualisieren die er kreiert hatte. Aber aus irgendeinem unergründlichem Grund, sah er heute, wie diese lästigen 'X's und 'O's ihn verspotteten.


Mit Abneigung schmiss er das Papier weg.


Diese schlichte Handlung, schlicht aber dennoch bemerkbar, fiel einer seiner Jägerinnen auf. Für Katie Bell war es sehr merkwürdig, ihren Kapitän zu sehen, wie er seine Blätter nicht zärtlich liebkoste, und noch merkwürdiger war es, ihn zu sehen, wie er seine kostbaren Spielzüge mit einem Blick voll Abscheu bedachte.

Etwas war verkehrt.


Und das erzählte sie ihm auch, als sie sich ihrem frustriert aussehendem Kapitän näherte. Worauf Oliver ihr einen aufrichtig verwirrten Blick zuwarf, der geradezu die Worte ’Von was redest du?’ signalisierte. Sie rollte mit den Augen über ihren ratlosen Kapitän. Offensichtlich verwirrte Quidditch sein Gehirn.


„Das,“ sagte sie, und wies auf die zerknitterten Spielzüge auf dem Boden. „ ist es, über das ich rede. Du behandelst sie immer so gut. Also, warum wirfst du ihnen plötzlich Blicke voll Hass und Ekel zu?“
Oliver seufzte. Während er einerseits erleichtert war, dass es jemanden gab mit dem er seinen Ärger teilen konnte, widerstrebte es im andererseits ein wenig Katie die Wahrheit zu erzählen. Letzten Endes jedoch, sagte er, während er eine Geste in Richtung der Schuldigen machte:


„Ich hasse diesen Haufen 'X's und 'O's.”


„'X's und 'O's ?”, wiederholte Katie, nicht verstehend, von was ihr Kapitän gerade redete.


Langsam erklärte Oliver ihr die ganze Situation. Wie diese dummen 'X's und 'O's ihn einfach nur irritierten und wie jeder sie zu benutzen schien, als gäbe es kein morgen. Als er damit endete seinem geduldigen Jäger die Story zu erzählen, sah er sie den Kopf schütteln, ein breites Lächeln über ihr hübsches Gesicht gepflastert.


„Was?“, forderte er hitzig. Er kannte Katie gut genug, um zu wissen, dass eines dieser Lächeln eine zugrundeliegende, nicht so unschuldige Bedeutung hatte.


„Das ist nicht der einzige Grund, warum du sie hasst, richtig? Das Leute es zu oft benutzen?“, fragte sie, verschränkte ihre Arme und schüttelte noch immer lächelnd den Kopf.


“Was meinst du?”, sagte Oliver verduzt.


„Du hasst sie, weil du nicht weißt für was sie stehen.“, antwortete Katie, mehr eine Feststellung, als eine Frage.


„Nein!“, bestritt er laut, während seine Wangen langsam erröteten.


Katie ließ eines dieser wirklich reizenden Lachen vernehmen, die Art von Lachen, das noch lange nachdem Oliver es gehört hatte in seinen Ohren nachklang. Aber auf eine gute Art und Weise. Es dauerte eine Weile, bevor sie ihr schallendes Gelächter unter Kontrolle bekam und zu sprechen begann.


„Oliver, du weißt nicht was es bedeutet.“


„Nein, weiß ich nicht.“, gab er zu.


„Du kannst mich fragen, weißt du. Du hättest mich schon vor langer Zeit fragen können.“, meinte Katie.


„Ich hatte befürchtet, dass du lachen würdest, wie gerade eben.“, antwortete er betont.


„Jetzt würde ich nicht lachen.“


„Schön!“, sagte Oliver verzweifelt, „ Was bedeuten diese ’XOXO’s?“


“Oliver, dieser Haufen 'X's und 'O's, den du so sehr verachtest, steht einfach für Umarmungen und Küsse.“


Es gab einen Moment von Stille.


„Ist das alles?”, fragte er skeptisch.


„Das ist alles.“


Wenn er vor ein paar Sekunden errötet war, war er momentan definitiv in Brand. Er fühlte sich wirklich dumm, dass diese ’XOXO’s eine solch einfache Erklärung hatten, die er nicht gekannt hatte, und er fühlte sich noch schlimmer, nachdem er nun realisiert hatte, dass die Bedeutung dieser ’X’s und ’O’s noch viel dümmer als die Briefe selbst waren.


Besonders, da es etwas so lächerliches bedeutete.


Nun hasste er sie definitiv.


„Ich verstehe das nicht. Steht das ’X’ für Umarmungen und ’O’ für Küsse oder was? Warum würde jeder diese XOXO’s in ihren Briefen beifügen?“, schrie er wild auf.


„Das ist süß!“, sagte Katie, und sah ein wenig beleidigt aus, eigentlich mochte sie diese X’s und O’s.
„Das ist dumm und verrückt! ’O’s für Küsse???“, gegenargumentierte Oliver.


„Warum nicht? Ich find, dass es eine nette Art und Weise ist, eine Mitteilung zu beenden.“


„Weißt du was? Ich finde, dass diese dummen 'X's und 'O's sich im Grund genommen besser an Quidditch halten sollten. Diese Möglichkeit ist besser. Ich sehe einfach nicht, was so toll daran sein soll.“, kommentierte er.


Er dachte, dass Katie etwas verärgert ausschauen, oder sich zumindest verteidigen würde. Aber zu seiner Überraschung, lächelte Katie einfach nur.


„In Ordnung,“, sagte sie lediglich,  " wenn du es nicht sehen kannst, dann werde ich dir zeigen was daran so toll ist.“


Und so zog Katie ihn in eine Umarmung, und, auf den Spitzen ihrer Zehen stehend, drückte sie sanft ihre Lippen gegen seine eigenen. Oliver zögerte nicht den Kuss zu erwidern. Es fühlte sich so gut an.
Aber, wie um ihn für seine vorherige Aussage zu bestrafen, zog Katie sich plötzlich zurück, und das beendete Olivers Vergnügen.


„Du denkst also, dass diese 'X's und 'O's immer noch besser für Quidditch zu überlassen, nicht wahr?“, sagte sie ihn aufziehend, jedoch nicht bevor sie ihm einen erneuten schnellen Kuss gab und aus dem Gemeinschaftsraum rannte.


Für einen Augenblick, konnte Oliver nicht blinzeln. Er war vorübergehen von den vorherigen Geschehnissen benommen, und er wahr noch benommener, als er realisierte, dass er es tatsächlich genossen hatte. Alles davon. Katie, den Kuss, und diese reizenden 'X's and 'O's.


Katie kehrte in den nächsten fünf Minuten nicht in den Gemeinschaftsraum zurück, so wie er es gehofft hatte. Vielleicht sollte er ihr einen kurzen Brief schreiben.


Noch immer unfähig, das Grinsen von seinem Gesicht zu wischen, nahm Oliver die Feder, die er vor wenigen Minuten liegen gelassen hatte und kritzelte auf das Pergament. Für ungefähr eine Minute schrieb er ohne Unterbrechung, als er sich allerdings dem Ende des Briefes näherte, stoppte er für einen Moment, bevor er damit fortfuhr die nächsten paar Buchstaben zu schreiben, lächelnd.



Liebe Katie,


Im Endeffekt hast du Recht. Diese Buchstaben sind doch nicht ganz so verrückt. Und es ist mehr mit ihnen verbunden als Quidditch... du.


Dein Oliver


XOXO



Oliver überflog den Brief. Plötzlich waren diese 'X's and 'O's nicht mehr so irritierend wie zuvor, und in der Tat, mochte er nun eigentlich die Ansicht von ihnen. Alles, dass er jetzt wollte, war, dass Katie zurückkam.
Er las den Brief ein zweites Mal, und beschloss, zu gutem Maß, ein paar mehr der großen, sehr runden ’O’s hinter dem ’XOXO’ hinzuzufügen, bevor er die Mitteilung mit seiner Eule abschickte.


Hoffentlich versteht Katie die Anspielung.

OOOOOO
 
 
   
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