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von lularena    erstellt: 12.06.2007    letztes Update: 12.06.2007    Geschichte, Humor / P12 Slash    (fertiggestellt)
Titel: Tequila
Autor: P-Amidala
Pairing: Marcell/Per
Disclaimer: Keine der Personen in dieser Geschichte gehört mir (*schnief*) und nichts von dem was ich geschrieben habe, ist wahr.
Anmerkung: Das hier ist ein totales Experiment, weil ich so eine Geschichte (v.a. auf die Art und Weise) noch nie geschrieben habe, also lasst mich vielleicht einfach wissen, was ihr davon haltet. Auch falls ihr gröbere Fehler findet. Danke, Leute!

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Marcell drückte mit einem Finger auf die Türklingel und lehnte müde seinen gesamten Körper dagegen, so dass er fast minutenlang (zumindest kam es ihm so vor) einen schrillen Ton im Inneren des Gebäudes verursachte. 'Warum musste das so verdammt laut sein? Man konnte die Klingel doch auch sicher leise stellen.'  Er lehnte seinen Kopf vorsichtig gegen die Wand. Gott, er war so müde, er könnte hier im stehen ein…

„Marcell?“

Der Blonde sah auf, als er die verschlafene und verwunderte Stimme seines Teamkollegen hörte. „Hey, Lukas“, brachte er über die Lippen und stolperte zu diesem, um ihn zu umarmen, was sich als eher schwierig herausstellte, als er sich mit seinem ganzen Gewicht gegen Lukas fallen ließ und sie beide zu schwanken anfingen. 'Lukas trinkt doch eigentlich gar keinen Alkohol, wieso wankt der so?'

„Was zum Teufel machst du hier und vor allem um diese Uhrzeit?“ Der Pole drückte den Neubayer von sich und sah ihn fragend an, bis sein Blick auf seine rechte Hand fiel, in der er eine halbvolle Flasche Tequila hielt. „Bist du betrunken?“

„Nein“, bestritt Marcell, nur um sich im nächsten Moment am Türrahmen festzuhalten, um nicht umzufallen.

Lukas seufzte. „Klasse! Komm erst mal rein!“ Er zog den Blonden am Unterarm in seine Wohnung und trat die Tür hinter ihnen zu, was nicht ganz lautlos vonstatten ging.

„Pscht“, ermahnte ihn Marcell auch sofort und kicherte los. „Du wirst Moni aufwecken.“

„Moni ist schon vor über einem Monat ausgezogen.“

„Wieso?“ 'Warum zum Kuckuck war Lukas Freundin aus ihrer gemeinsamen Wohnung ausgezogen?'

„Weil wir Schluss gemacht haben“, erklärte Lukas geduldig und schob seinen blonden Teamkollegen weiter ins Wohnzimmer. „Was ich dir auch schon mal erzählt habe.“

'Oh.' „Tatsächlich“, murmelte Marcell abwesend und starrte minutenlang auf den Fernseher, bevor er sich zu Lukas umdrehte. „Dein Fernseher funktioniert nicht.“

„Das liegt daran, dass er ausgeschaltet ist.“

„Tatsächlich“, nuschelte der Ex-Gladbacher wieder und ließ sich von seinem Teamkollegen auf die Couch drücken. „Das ist aber eher ungünstig, wenn du fernsiehst, oder?“

Er hörte Lukas ein weiteres Mal seufzen. „Bleib einfach sitzen, okay? Ich bin sofort wieder da.“

„Klar.“ Er folgte mit seinen Augen Lukas, der die Treppe hinauf lief, und ließ seinen Blick dann durch das Zimmer schweifen, bis er an der Flasche Tequila hängen blieb, die Lukas ihm aus der Hand genommen und auf die Anrichte gestellt hatte. 'Warum zum Kuckuck machte der so was?'

Marcell erhob sich langsam ('Seid wann drehte sich Lukas Wohnzimmer eigentlich im Kreis?') und wankte auf die Flasche zu, um zwei kräftige Schlucke daraus zu nehmen und anschließend (mit dem Tequila in der Hand) zurückzustolpern.

„Autsch.“ 'Warum stand hier ein Tisch im Weg herum?' Er ließ sich auf das Sofa fallen, rieb die schmerzende Stelle an seinem Bein und nahm einen weiteren Schluck, als er schließlich etwas zu hören glaubte und aufhorchte.

„Jetzt beweg endlich deinen Hintern aus dem Bett!“

Marcell runzelte die Stirn. 'Mit wem zum Teufel redete Lukas da?' Er beschloss, den Polen zu fragen, sobald er wieder nach unten kam. Für den Moment begnügte er sich damit, nach der Fernbedienung Ausschau zu halten.

Als er sie endlich gefunden hatte (zwischen den Polstern der Couch vergraben), betrat Lukas das Wohnzimmer wieder.

„Hey Lukas“, begann Marcell sofort.

„Ja?“

'Was wollte er noch mal fragen?' „Warum ist dein Fernseher aus?“

Er hörte Lukas wieder seufzen. 'Wieso seufzte der heute so viel?' „Er ist drei Uhr früh, normale Menschen schlafen um diese Zeit.“

„Ich hoffe, Moni ist nicht sauer, dass ich euch geweckt habe.“

„Moni ist schon lange ausgezogen.“

„Wieso?“ 'Zog man mit seiner Freundin nicht normalerweise zusammen anstatt auseinander?'

„Weil wir uns getrennt haben.“

„Ehrlich?“ 'Das hätte Lukas ihm auch früher erzählen können.'

„Ja, ehrlich.“

'Wieso funktionierte diese doofe Fernbedienung eigentlich nicht?' Lukas nahm ihm das Gerät aus der Hand und legte es auf dem Tisch ab.

„Gibt es eigentlich einen Grund, warum du hier bist?“ fragte er dann und sah Marcell erwartungsvoll an.

'Einen Grund?' „Einen Grund?“

Lukas atmete tief durch. „Wo warst du, bevor du zu mir gekommen bist?“

„In dieser Bar.“

„In welcher Bar?“

„Weiß nicht.“ 'War doch egal.'

„Hat dich jemand erkannt?“

„Häh?“ 'Wovon redete der jetzt schon wieder?'

„Lass bleiben“, mischte sich eine neue Stimme in das Gespräch ein. „Der bringt heute nichts Vernünftiges mehr zustande.“

Marcell drehte sich zu dem Neuankömmling um. 'Basti!' „Basti! Hey!“

„Hey du“, begrüßte ihn der Blonde. „Was machst du hier?“

„Weiß nicht.“ 'Konnte ihn nicht jemand mal ne Frage stellen, die er auch beantworten konnte?'

„Bist du hergelaufen?“

'Na also, ging doch.' „Ja.“

„Wenigstens etwas“, seufzte Basti. „Du solltest ihn ins Gästezimmer verfrachten und gut ist es.“

„Und wenn er kotzen muss?“ fragte Lukas besorgt (wohl mehr um seine Möbel, als um Marcell) nach.

„Naja, dann stellst ihm halt nen Eimer hin“, schlug der blonde Bayer darauf vor.

„Ich muss nicht kotzen, mir geht’s gut.“ Marcell beschloss, sich in die Unterhaltung (die ja schließlich auch ihn betraf) einzumischen.

„Ach wirklich“, fragte Lukas ungläubig nach. „Und warum betrinkst du dich dann dermaßen?“

Der Blonde blinzelte ihn an. „Mein Leben ist im Arsch.“

„Warum das?“ fragte Lukas, der neben ihm auf der Couch saß. Wann hatte der sich neben ihn gesetzt?

„Ich spiel bei dem Topverein Deutschlands, ich spiel in der Nationalmannschaft, ich bin erst einundzwanzig,…“ Der Ex-Gladbacher unterbrach sich selbst und starrte den Fernseher an, als würde eine äußerst spannende Sendung laufen.

„Ich seh das Problem noch nicht“, murmelte Basti leise.

„Und ich hab mich verliebt“, fuhr Marcell fort. 'Jetzt sollte doch alles klar sein.'

Lukas sah ihn erstaunt an. „Ich seh das Problem auch nicht, du und Julia passt doch gut zusammen.“

'Ach ja, da war ja noch was.' „In einen Kerl.“

Schweigen.

'Ach, jetzt waren sie auf einmal sprachlos, oder was?'

„Das ist auch kein Weltuntergang“, stellte Basti dann fest.

„Natürlich ist das ein Weltuntergang“, widersprach Marcell sofort. „Ich! Verliebt! In einen Kerl! Das geht nicht!“

„Warum nicht?“ fragte nun Lukas neben mir. 'War der eigentlich wirklich so blöd oder tat der jetzt nur so?'

„Weil das nicht geht.“

„Du hast offensichtlich bewiesen, dass es doch geht.“

Marcell starrte den Ex-Kölner für einige Sekunden an. „Sag mal, Lukas?“

„Hm?“

„Wird Moni nicht sauer, wenn du mit mir und Basti hier unten bist?“

Lukas seufzte zum wohl tausendsten Mal an diesem Abend (oder besser gesagt diesem Morgen) und stand von der Couch auf. „Leg dich einfach schlafen, Marcell, okay?“

Der Blonde starrte ihn blinzelnd an, bevor er die Couch ansah, die auf einmal tatsächlich extrem verführerisch aussah. Er ließ sich einfach fallen, hörte nur im Hintergrund, wie Basti und Lukas anfingen über irgendetwas zu diskutieren ('Mussten sie das unbedingt mitten in der Nacht tun? Andere Leute wollten um diese Zeit schlafen.')

Er drehte sich einmal um und dachte nun selbst darüber nach, wie er überhaupt auf Lukas Couch gelandet war. Ungefragt drängte sich ein Bild in seinen Kopf. „Per“, murmelte er leise, bevor er in einen tiefen Schlaf fiel.

---@w@___@w@---

Er hörte leises Gemurmel irgendwo in seinem Unterbewusstsein, als er langsam aufwachte. Er hörte drei verschiedene Stimmen heraus: Lukas, Basti und … Per?!?

Marcell riss die Augen auf. Und bereute es im selben Moment auch schon wieder. Scheiße, tat sein Kopf weh. Woher kam das denn? Er versuchte, sich langsam aufzurichten und siehe da, beim dritten Versuch klappte es tatsächlich ohne größere Probleme.

„Na schau an, Dornröschen ist aufgewacht“, ertönte da auch schon Bastis amüsierte Stimme hinter ihm, die er nur mit einem Grummeln quittierte.

„Und das ohne einen Kuss von seinem Prinzen“, gab Lukas seinen Senf dazu.

„Den er aber trotzdem bekommt.“ Pers Stimme klang so nah, dass Marcell sich umdrehte und Per neben sich auf der Couch entdeckte, wo er sich offensichtlich gerade niedergelassen hatte.

„Hey“, murmelte Marcell leise.

Per lächelte nur und gab Marcell einen Kuss mitten auf den Mund. „Hey du, geht’s dir gut?“

Der Ex-Gladbacher nickte.

„Du hast dich betrunken.“

Wieder ein Nicken.

„Und bist dann mitten in der Nacht zu Lukas gelaufen.“

Erneutes Nicken.

„Und hattest offenbar Zweifel, ob es eine gute Idee ist, mit mir zusammen zu sein.“

Schulterzucken.

„Und gebracht hat dir das alles rein gar nichts, weil nach deiner Alkoholnacht alles genauso ist wie vorher.“

Marcell schüttelte den Kopf. „Nicht ganz. Du bist hier.“

Sofort legte sich auf Pers Gesicht wieder ein liebevolles Lächeln. „Lass uns zu dir fahren, okay?“

Der Neubayer nickte und stand langsam und mit wackligen Beinen auf. Dann fiel sein Blick auf Lukas und Basti, die die beiden von der Tür her beobachteten. „Hey“, meinte er. „Sorry wegen gestern“, entschuldigte er sich sofort.

Lukas winkte nur ab. „Kein Ding. Was denkst du, wie oft ich Basti schon betrunken hier hatte?“

„Hey“, beschwerte sich dieser. „So oft war das gar nicht.“

Marcell lächelte nur, als er Pers Hand ergriff und sich hochziehen ließ. Wenn gestern die Welt daran untergegangen war, dass er in Per verliebt war, dann war er heute definitiv in einer besseren Welt.

---The End---
 
 
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