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von pogozwerg    erstellt: 03.06.2007    letztes Update: 01.07.2007    Geschichte, Allgemein / P12    (abgebrochen, keine anonymen Reviews)
Es war ein warmer Tag Ende Mai. Phillip beschloss, nicht mit dem Auto, sondern zu Fuss zum Training zu gehen. Seine Füße trugen ihn automatisch in die richtige Richtung. Mit seinen Gedanken war Phillip bei seiner Ex-Freundin Nicola. Er hatte sich vor ein paar Wochen von ihr getrennt. Seitdem hatte er keine ruhige Minute mehr. Ständig klingelte sein Handy oder Telefon. Der Briefkasten platzte fast vor Liebesbriefen von Nicola. Mit seinem Email-Postfach sah es nicht anders aus. Und ständig stand sie vor seiner Haustür. Anscheinend wollte sie nicht akzeptieren, dass es aus war.Eine laute Stimme rieß ihn aus seinen Gedanken.
"EY! PHIL! WARTE MAL!" Phillip drehte sich um und ein grinsender Sebastian Schweinsteiger kam ihm hinterhergerannt.
"Du musst nicht gleich die ganze Straße zusammen schreiben, Basti", sagte Phillip lachend, als Basti bei ihm angelangt war.
"Ich hab dich schon zweimal gerufen, aber du hast mich nicht gehört!", antwortete er.
"Echt?" Phillip schaute Basti überrascht an.
"Ja. An was denkst du schon wieder? An Nicola? Lässt sie dich immer noch nicht in Ruhe?"
"Nee, leider nicht."
"Ich geb dir mal einen Rat: 1. Zieh um. 2. Besorg dir n neues Handy. 3. eine neue Telefonnummer."
"Darüber sollte ich wohl mal wirklich drüber nachdenken, was?" Phillip lachte. Das alles war nur ein Scherz von Basti und Phillip wusste das. Aber vielleicht steckte in Bastis Ratschlag doch ein wenig Ernsthaftigkeit drin. Immerhin wollte Phillip endlich seine Ruhe haben. Er liebte Nicola nicht mehr! Fertig! Aus!
Nach ein paar Minuten bogen Basti und Phillip in den Park ein.
"Hier hängt seit kurzen immer so ne Gruppe junger Leute rum", sagte Basti als sie durch das Parktor gingen.
"Wo ist da das Problem?", fragte Phillip verdutzt. Basti überlegte kurz.
"Es wäre auch kein Problem, wenn sie normal wären! Wie soll ich das sagen.....sind halt kleine dreckige Punker." Basti rümpfte die Nase. Phillip nickte. Er hatte jetzt nichts gegen diese Personengruppe, befürwortete sie aber auch nicht. Er mochte es nur nicht, wenn sie in großen Gruppen irgendwo rumhangen. Irgendwie hatten sie etwas angsteinflößendes für ihn.
"Was hast du eigentlich gegen Punks? Ich mein, sind doch auch nur Menschen.", fragte Phillip.
"Guck sie dir noch mal an! Sie sind hässlich! Hängen den ganzen Tag nur rum mit ner Flasche Bier in der Hand und meinen, die Welt ändern zu müssen, indem sie den G8-gipfel blockieren oder den Kampagnen gegen Nazis starten! Ich mein, ich mag keine Nazis, aber trotzdem!" So ganz konnte Phillip seinen Freund nicht verstehen, hackte aber auch nicht weiter nach.
"Da! Guck!" Basti zeigte auf eine Gruppe junger Leute, die im Schatten eines Baumes saßen. Es war eine Gruppe von ungefähr 10 Jungen und Mädchen, die dort zusammen saß. Phillip wünschte sich, Basti würde nicht so mit den Fingern auf die zeigen.
"Musst ja nicht gleich mit den Fingern auf die Leute zeigen. Nachher gibt es noch Stress oder so", sagte Phil und drückte Bastis Arm runter. Doch zu spät. Ein junger Kerl mit einem blauen Iro, der in Spikes hochgegelt war, hatte Basti bemerkt und stieß einen anderen Jungen mit Dreadlocks an. Beide standen auf und kamen auf Phillip und Basti zu.
"Super gemacht, Basti", murmelte Phillip und verdrehte die Augen.
"Ey, was glotzte denn so, Bonze?!", rief der mit dem Iro und stellte sich vor die beiden Fussballer. Phillip ging ein paar Schritte zurück. Doch Basti ging noch einen Schritt auf die beiden zu.
"Ich glotzt euch an, weil ihr hier nichts zu suchen habt! Ihr solltet alle weggesperrt werden!"
"Ach, und wer sagt das? Gehört der Park etwa dir? Ich glaube, kaum, dass irgendwer zu bestimmen hat, wo wir uns aufhalten dürfen und wo nicht! Es hat keiner diese Welt gekauft und es gehört sie auch niemanden!", sagte der Junge mit den Dreads. Basti schaute die beiden Jungen böse an.
"Mensch Basti! Lass sie doch in Ruhe. Die beiden haben schon recht!" Phillip zog Basti am Arm etwas zurück.
"Oh, dein kleiner Freund teilt unsere Meinung, so wie's aussieht" Der mit dem Iro grinste Basti an. Ein Mädchen erhob sich vom Grad und kam zu den vieren.
"Wasn los?", fragte sie und guckte ihre beiden Freunde an. Phillip bekam das Gespräch gar nicht mit,was nun geführt wurde. Er hatte nur Augen für das Mädchen. Sie war grade mal 1,60 groß und schlank. Sie trug eine schwarze Shorts, die bis zu den Knien ging und von einem Nietengürtel gehalten wurde. Oberhalb des Gürtels konnte er den Ansatz ihrer Boxershorts sehen. Nicht langweilig karriert, wie Phillip sie trug, sondern mit Spongebob drauf Sie trug eine Hosenkette mit Würfeln. Oberhalb trug sie ein schwarzes Top. Um ihren Hals hang eine Kette mit einem Sternanhänger dran. Ihre Lippe war links und rechts von einem Ring durchstochen. Die braunen Augen glänzten gefährlich. Ihr schwarzen Haare gingen ihr ungefähr bis zur Nasenspiete undnd hatten keine bestimmte Frisur. Anscheinend hatte sie vor kurzen einen Iro gehabt, denn er konnte noch ganz genau die längeren Haare in der Mitter des Kopfes sehen. Ihre Ellenbogen waren tättowiert, schwarz roten Sterne. Sie trug schwarze Chucks, die schon bessere Tage gesehen haben und ihre Beine waren zerkratzt und mit Wunden übersäht. Wohl vom Skateboardfahren, dachte Phillip, als er das Board unter ihrem Arm sah. Phillip konnte seinen Blick einfach nich abwenden von dem Mädchen.
"Was guckste denn so unsere Freundin an?", giftete ihn der Typ mit dem Iro an. Das Mädchen wendete ihre braunen Augen sofort Phillip zu. Er merkte, wie ihm die Hitze in den Kopf stieg und er rot anlief. Er wusste, nicht, was er sagen sollte.
"Ach, lasst doch diese dummen Bonzen in Ruhe!", sagte das Mädchen, drehte sich um und ging. Die beiden Jungs folgte ihr, guckten Basti und Phillip jedoch noch einmal böse an.

"Was war das denn bitte?", fragte Basti Phillip als sie den Park verlassen hatten und lachte.
"Wie?"
"Stell dich nicht dümmer als du bist, Phil! Du hast diese kleine Punkerin voll angestarrt! Dir sind die Augen aus dem Kopf gefallen, Junge! Aber lass dir sagen: Schlag sie dir schnell wieder aus den Kopf und vergess sie. Du wirst sie nie wieder sehen und wenn doch, hättest du eh keine Chance bei ihr! Ich glaub nicht, dass sie sich mit dir abgeben würde, sorry" Phillip erwiderte nichts. Ihm war selbst klar, dass er das Mädchen nie wiedersehen würde und selbst wenn, sollte er zu ihr hingehen und sagen "Hey, haste nich mal lust, mit mir was zu machen?" Allein der Gedanke kam Phillip schon irrwitzig vor. Und das betrübte ihn, der sie sah wirklich verdammt gut aus!

"Dem sind fast die Augen aus dem Kopf gefallen, Anna!", rief der Junge mit dem Iro dem Mädchen zu und lachte.
"Lass doch die armen, armen Bonzen auch mal von jemanden Träumen, den sie nie erreichen werden, Malte" lachte der mit den Dreads. Die beiden lachte sich halbtot. Anna jedoch sagte nichts dazu. Sie dachte nur an diesen Typen, der sie angestarrt hat. Phillip Lahm, das wusste sie. Sie kannte ihn aus Zeitungen. Dieses Gefühl, was sich in ihrer Magengegend ausgebreitet hatte, als ihre Blicke sich trafen, kannte sie aus der Zeit, wo sie Matti gerade kenne gelernt hatte. Sie wehrte sich dagegen und verbannte Phillip schnell wieder aus ihren Gedanken. Weder Malte, noch Patrick, der Kerl mit den Dreaks, noch jemand anderes schien zu bemerken, dass sie sich nicht an den Witzen, die über die beiden fussballer gemacht wurden, beteiligte. Vermutlich wegen Matti, dachte Anna und eine Träne stieg in ihr linkes Auge. Schnell wischte sie diese weg, denn niemand sollte sehen, wie sie um Matti weinte.



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