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von Xylune    erstellt: 03.05.2007    letztes Update: 17.05.2007    Geschichte, Humor / P12 Slash    (abgebrochen)
Natürlich blieb es nicht bei dieser einen Begegnung, leider. Samu war ein aktiver Mensch, der zu jeder Tages- und Nachtzeit bei mir auf der Matte stand und breit grinsend mit einer DVD winkte. Meist mit Filmen in Richtung „Casablanca“. Leider. Ich erfreute mich vielmehr an Saw oder etwas Vergleichbarem.
Als ich in der Band mein Leid beklagte über diesen aufdringlichen Mann, klopften sie mir nur auf die Schulter und beglückwünschten mich zu so einer vorteilhaften Freundschaft.
Ich glaube, ich verachte sie.

An einem regnerischen Tag war es schließlich so weit und als gerade die alte Frau Södergren das Treppenhaus mit ihrem Staubsauger bearbeitete, gestand Samu mir seine unendliche Liebe.
Damals wusste ich noch nicht, wie ernst er es mit diesem „unendlich“ meinte.
Denn mit meinem freundlichen, aber bestimmten Korb („Hau ab, du perverser Spinner!“) gab er sich nicht so einfach zufrieden.
Er kam wieder.
Und wieder.
Und immer wieder.
Auch Briefe kamen und gingen in den Ascheimer.

In meiner Verzweiflung schnitt ich mir das Haar und kehrte zurück zum Blond, das Lauri nur einem „so können wir uns nicht mehr sehen lassen“ kommentierte und mich frustriert zurückließ.
Doch trotz meines Opfers, war Samu nur noch begeisterter von mir und bewegte mich dazu, nach langer Zeit wieder in Tränen der Verzweiflung auszubrechen.
Er lauerte mir auf, schrieb Briefe, schickte Pralinen (ich nahm fünf Kilo zu) und glaubte mir nicht, dass ich ein gewöhnlicher, langweiliger Hetero sei.
„Du doch nicht.“
Ich bedauerte es, dass er Recht hatte.

Jetzt stehe ich hier, inmitten von Papierschnipseln und trete wütend gegen den Briefkasten. Zumindest versuche ich es, denn es misslingt, er ist zu weit oben angebracht.
Wenn ich ihn doch loswerden könnte.
Wenn ich doch ihn und Lauri zusammen in ein Raumschiff zum Saturn setzen könnte.
Ich würde mich besser fühlen.

„Aki! Hast du auf mich gewartet?“
Nein. Nein. Nein! Nein!!!
Er. Höchstpersönlich.
„Verreck.“
„Ich bin doch erst einunddreißig“, korrigiert er mich.
„Der richtige Zeitpunkt zum sterben“, erwidere ich.
„Du und ich? Wie roomaaantisch“, euphorisch hüpft er umher und ich frage mich, ob er nicht doch zehn oder zwanzig Jahre jünger ist, als er vorgibt.
„Du allein.“
„Nein.“
Mir reicht es und ich werfe die Tür hinter mir zu, folgen ist nicht mehr möglich und ich atme erleichtert auf. Der Teufel segne ihn.
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