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Geschichte: Fanfiktion
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gering|normal|groß|sehr groß
von Xylune
erstellt: 03.05.2007
letztes Update: 17.05.2007
Geschichte, Humor / P12 Slash
(abgebrochen)
Panisch blicke ich mich um. Niemand zu sehen. Die Straße ist so leer wie der Kühlschrank meines besten Freundes. Erleichtert seufze ich auf, öffne den Briefkasten und kann gerade noch einen wütenden Aufschrei unterdrücken.
Zwei Briefe. Einer von ihm. Von ihm. Ja, ich habe es erfasst: von ihm.
Leise finnische Flüche murmelnd nehme ich den besagten Brief und zerlege ihn in seine Einzelteile. Lesen werde ich ihn sicherlich nicht, wohlwissend, was dort gestanden hätte.
Nach etwa 373 Briefen bin ich gut informiert, denn in den meisten steht nicht viel mehr als der folgende, simple Satz:
„Treffen wir uns heute?“
Ich möchte nicht wissen, woher die betreffende Person die Zeit nimmt, aber ich bin soweit, dass ich bald ein Postfräulein einstelle. So viele Briefe sind allein nicht mehr zu bewältigen, selbst, wenn ich jeden Tag den Kamin anheize. Verdammt, es ist Sommer und kein Winter! Ich will den Kamin nicht benutzen!
Mein phänomenales, wenn auch lückenhaftes Gedächtnis lässt sogar zu, dass ich mich noch an jenen schicksalsträchtigen Tag erinnere, an dem alles begann:
Wenn man berühmt ist, zumindest so ein bisschen, hat man verschiedene Pflichten zu erfüllen, wie zum Beispiel uninteressante Empfänge mit dementsprechend uninteressanten Leuten zu besuchen. Nach fast zehn Jahren kann ich diese Empfänge nicht mehr sehen, alle servieren denselben, unappetitlichen Dosenkaviar und alle bedienenden Pinguine sind von derselben Firma gemietet. Inzwischen kenne ich sie alle. Vermutlich besser als meinen eigenen Kleiderschrank.
Aber wie dem auch sei: Auf einem dieser Empfänge traf ich ihn: Groß, blond, muskulös, gutaussehend...
Man könnte meinen, das sei wunderbar, aber ich stehe nun einmal auf schmächtige, kleinwüchsige, schwarzhaarige, gutaussehende Menschen. Und nicht etwa auf ihn. Doch das schien er nicht zu begreifen, denn er kam so breit grinsend, dass eine Gurke quer in seinen Mund gepasst hätte, zu mir und stellte sich vor.
„Samu Haber, mein Name.“
„Angenehm, Aki“, ich lächelte sehr gezwungen.
„Kennen wir uns?“
„Hätten wir uns dann vorgestellt?“, wage ich zu fragen und er lacht laut und herzlich. Vielleicht aber auch eher etwas dümmlich, ich weiß nicht.
Auch wenn ich es in diesem Augenblick nicht explizit zugab, kannte ich ihn natürlich. Der Hit eines Sommers stammte aus seiner Feder und er grinste eine zeitlang unbescholtene Bürger von den Titelbildern der Teenie-Zeitschriften an.
Was fanden junge Mädchen an diesem Greis? Verdammt, er ist über dreißig, das sind einige Jahre mehr als die, die ich auf meinem wohlgeformten Rücken habe.
„Möchten Sie einen Drink, Aki?“
Was sprach mich der Riese mit meinem Vornamen an? Natürlich hatte ich längst vergessen, dass er meinen Nachnamen nicht einmal kannte.
„Danke, gern.“ Man muss sich grundsätzlich gut stellen mit solchen Leuten, wenn man sie auch nicht mag. Lauri geht auch mit Ville einen heben, obwohl er heimlich mit Dartpfeilen auf das Poster an der Wand wirft, das bei ihm im Kleiderschrank hängt. Warum im Kleiderschrank? Er meint, er braucht ihn nicht öfter als nötig zu sehen.
Ich und Samu führten anschließend ein recht unterhaltsames Gespräch. Nun, er führte einen unterhaltsamen Monolog, auf den ich einsilbig antwortete, was er jedoch nicht zu bemerken schien. Dann, am Ende des Abends war er sogar so begeistert, dass er mich zu seinem guten, neuen Freund auserkor.
„Wir verstehen uns gut, Aki.“
„Sicher.“
Mein Lächeln war so falsch wie der Freudentanz, den ich aufführte, als Lauri mit seiner Langzeitfreundin zusammenzog.
Zwei Briefe. Einer von ihm. Von ihm. Ja, ich habe es erfasst: von ihm.
Leise finnische Flüche murmelnd nehme ich den besagten Brief und zerlege ihn in seine Einzelteile. Lesen werde ich ihn sicherlich nicht, wohlwissend, was dort gestanden hätte.
Nach etwa 373 Briefen bin ich gut informiert, denn in den meisten steht nicht viel mehr als der folgende, simple Satz:
„Treffen wir uns heute?“
Ich möchte nicht wissen, woher die betreffende Person die Zeit nimmt, aber ich bin soweit, dass ich bald ein Postfräulein einstelle. So viele Briefe sind allein nicht mehr zu bewältigen, selbst, wenn ich jeden Tag den Kamin anheize. Verdammt, es ist Sommer und kein Winter! Ich will den Kamin nicht benutzen!
Mein phänomenales, wenn auch lückenhaftes Gedächtnis lässt sogar zu, dass ich mich noch an jenen schicksalsträchtigen Tag erinnere, an dem alles begann:
Wenn man berühmt ist, zumindest so ein bisschen, hat man verschiedene Pflichten zu erfüllen, wie zum Beispiel uninteressante Empfänge mit dementsprechend uninteressanten Leuten zu besuchen. Nach fast zehn Jahren kann ich diese Empfänge nicht mehr sehen, alle servieren denselben, unappetitlichen Dosenkaviar und alle bedienenden Pinguine sind von derselben Firma gemietet. Inzwischen kenne ich sie alle. Vermutlich besser als meinen eigenen Kleiderschrank.
Aber wie dem auch sei: Auf einem dieser Empfänge traf ich ihn: Groß, blond, muskulös, gutaussehend...
Man könnte meinen, das sei wunderbar, aber ich stehe nun einmal auf schmächtige, kleinwüchsige, schwarzhaarige, gutaussehende Menschen. Und nicht etwa auf ihn. Doch das schien er nicht zu begreifen, denn er kam so breit grinsend, dass eine Gurke quer in seinen Mund gepasst hätte, zu mir und stellte sich vor.
„Samu Haber, mein Name.“
„Angenehm, Aki“, ich lächelte sehr gezwungen.
„Kennen wir uns?“
„Hätten wir uns dann vorgestellt?“, wage ich zu fragen und er lacht laut und herzlich. Vielleicht aber auch eher etwas dümmlich, ich weiß nicht.
Auch wenn ich es in diesem Augenblick nicht explizit zugab, kannte ich ihn natürlich. Der Hit eines Sommers stammte aus seiner Feder und er grinste eine zeitlang unbescholtene Bürger von den Titelbildern der Teenie-Zeitschriften an.
Was fanden junge Mädchen an diesem Greis? Verdammt, er ist über dreißig, das sind einige Jahre mehr als die, die ich auf meinem wohlgeformten Rücken habe.
„Möchten Sie einen Drink, Aki?“
Was sprach mich der Riese mit meinem Vornamen an? Natürlich hatte ich längst vergessen, dass er meinen Nachnamen nicht einmal kannte.
„Danke, gern.“ Man muss sich grundsätzlich gut stellen mit solchen Leuten, wenn man sie auch nicht mag. Lauri geht auch mit Ville einen heben, obwohl er heimlich mit Dartpfeilen auf das Poster an der Wand wirft, das bei ihm im Kleiderschrank hängt. Warum im Kleiderschrank? Er meint, er braucht ihn nicht öfter als nötig zu sehen.
Ich und Samu führten anschließend ein recht unterhaltsames Gespräch. Nun, er führte einen unterhaltsamen Monolog, auf den ich einsilbig antwortete, was er jedoch nicht zu bemerken schien. Dann, am Ende des Abends war er sogar so begeistert, dass er mich zu seinem guten, neuen Freund auserkor.
„Wir verstehen uns gut, Aki.“
„Sicher.“
Mein Lächeln war so falsch wie der Freudentanz, den ich aufführte, als Lauri mit seiner Langzeitfreundin zusammenzog.
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