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von Xylune    erstellt: 22.04.2007    letztes Update: 22.04.2007    Geschichte, Romanze / P18 Slash    (abgebrochen)
Anders als geplant



Autoren: Fischstäbchen & Terrorkrümel
Rating: P18-Slash (doppelt hält besser)
Warnungen: incest, lime
Kommentar & (Dis)Claimer: Parallelen zu realen Straffällen sind nicht gegeben, die Umgebung, sowie die Handlung sind frei erfunden. Nicht erfunden ist die Tatsache, dass Inzest in Deutschland mit dem §173 des StGB unter Strafe gestellt wird (bis zu 2 Jahre für Beischlaf unter Geschwistern). Das hier ist auch keine Glorifizierung von bewusst behindert gezeugten Kindern und es geht gleichzeitig auch nicht darum, dass Inzest verpönt wird. Es ist nur eine Darstellung, keine Form der Propaganda.
Tatsächlich ist das hier aber eine Form von Übertreibung: Es wird ein Extrem dargestellt, das dem Gesetzestext entspricht, der Beischlaf verbietet. Vermutlich gibt es Ausnahmen bzw. die Tatsache, dass so nicht gehandelt werden würde, aber darum geht es auch nicht.




Wieso klingt es traurig
Wenn du sagst: Ich liebe dich
Weiß ich’s nicht

Warum muss ich weinen
Wenn du plötzlich laut lachst
Glaub ich’s nicht

Lass nicht los
Ich halte dir deine Hand
Lass nicht los

Und wenn es besser wird
Besser als du glaubst
Und wenn es freier wird
Freier sind wir auch
Und wenn es schöner wird
Schöner als du ahnst
Und es anders wird
Anders als geplant

Lass nicht los wir falln jetzt
Und die Landung wird hart
Halt mich fest
Halt mich fest
Und sind wir am Boden
Noch taub vom tiefen Fall
Lass mich nicht los
Lass mich nicht los
Ich halte dir deine Hand

(Anders als geplant – Rosenstolz)


Prolog

„Die beiden Angeklagten werden somit gemäß § 173 StGB  zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und drei Monaten verurteilt. Sie dürfen sich setzen und diese Verhandlung ist damit geschlossen…“

Ich sehe aus dem Fenster und mein Blick fällt auf den einzelnen Baum, der dem tristen Hof ein wenig Gefühl von Natur und der Außenwelt vermittelt, mit seinen vereinzelten Blättern den Betrachter erkennen lässt, dass der Frühling angefangen hat, es wohl ein warmer und langer Sommer werden wird.
In der Mitte eines Hofes steht er, ist eingezäunt, um zu verhindern, dass man ihm zu nahe tritt, dem einzigen Blickfang innerhalb der grauen, von Stacheldraht umzäunten Mauern. Schier unüberwindbar umgeben sie den ganzen Gefängniskomplex, hindern die beiden Welten, miteinander in Kontakt zu treten. Einige Gestalten stehen dort unten, unterhalten sich, führen dieselben stumpfsinnigen Gespräche wie jeden Tag…
Doch plötzlich schrecke ich auf, als ich einen Mann mit dunklen Haaren erblicke, der auf den Hof hinaustritt, unbeachtet hinüberschreitet und sich vor den Baum stellt, ihn eine Weile betrachtet. Wie gefesselt bin ich von dem Anblick, nehme jede Bewegung auf. Jede deiner Bewegungen. Du. Ich springe auf, berühre die Fensterscheiben, die vor den Gittern ihren Platz haben, mich noch mehr von dir trennen, wie eine unüberwindbare Mauer.
Gerne würde ich jetzt rausgehen, mich zu dir stellen, dich in den Arm nehmen und gehen, fortgehen und irgendwo neu anfangen. Fern von allen, fern von denen, die uns voller Argwohn gegenüberstehen, fern von denen, die uns hierher brachten. Nur wir zwei, irgendwo allein.

Wäre das nicht schön, mein Bruder?!
 
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