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von AyameZorro
erstellt: 15.02.2007
letztes Update: 14.01.2008
Geschichte, Romanze / P18 Slash
(abgebrochen)
3---- Bittere Vergangenheit und neue Zukunft
Haruomi hat es Reiji so schonend wie möglich erklären wollen als er ihm sagte, das Naoya im Krankenhaus lag. Doch das stelle sich schwerer an als angenommen. Sofort als Haruomi Krankenhaus und Schule erwähnte, in Verbindung mit Naoya, flippte Reiji förmlich aus. Das er nicht durch den Telefonhörer sprang war alles. Binnen 10 Minuten war er da.
Das B&B lag in Shinjuku, dem Freudenviertel von Japan, und ein wenig von der Innenstadt entfernt. An guten Tagen brauchte man durch den Verkehr 30 Minuten bis zu einer Stunde, und nun schaffte Reiji es in 10 MINUTEN!!!!
Haruomi wollte und konnte sich beim besten Willen und gewissen nicht vorstellen, welche Regeln im Straßenverkehr, Reiji gebrochen hatte, und was es kosten würde. Deswegen schwieg er nur und schaute auf seinen Chef, wie er am Krankenbett des Jungen saß und innerlich bebte.
„Wer war das?....“ presste Reiji durch seine Zähne „Das kann ich dir leider nicht sagen Reiji. Ich habe dir alles erzählt was ich weiß. Als ich ihn fand, war niemand in seiner nähe. Die Kids in seiner Klasse sagten das es zwar ungewöhnlich war das er nicht da war, aber das sie ihn heute morgen als -so´n alter Kerl- ihn abgesetzt hatte noch munter war.“
Haruomi hatte einigem Getuschel gelauscht, und somit das erfahren. „Das wird derjenige mir büßen...“ Naoya hatte ein paar angeknackste Wirbel und etliche Prellungen und schürfwunden. Er lag mit Pflastern im Gesicht, friedlich schlafend im Bett. Als er aufwachte, flackerten seine Augenlieder und er stöhnte.
Als sich seine Augen an das sterile Weiß im Zimmer gewöhnt hatten, lies er seinen Blick durch das Zimmer schweifen und sah Reiji. Sofort, wie auf Kommando, traten Tränen in seine Augen. Er fing Hemmungslos an zu schluchzen. Reiji nahm ihn sofort in den Arm
„Dummerchen, freu dich doch das ich hier bin, das ist doch kein Grund zum Weinen.“ Behutsam strich er ihm über den Rücken und versuchte ihn zu beruhigen. Fester klammerte sich Naoya in Reiji´s Jackett und schluchzte noch einmal tief, hörte dann auf zu Weinen und schaute Reiji aus ebendiesen verheulten Augen an.
Reiji wischte ihm zärtlich die Tränen aus den Augen. Hitze keimte in Naoya auf, denn diese Berührung war angenehm. Er blickte verlegen weg, doch Reiji zwang ihn sanft, mit seinen fingern unter Naoya´s Kinn, ihn wieder anzuschauen. „Was ist passiert?“
„J...jemand... er...erpresst mich...“ meinte er schniefend. Zorn trat in Reiji´s Blick „WER!“ leicht zuckte Naoya zusammen als er den Aufschrei hörte. Doch nicht von der Lautstärke, sondern von der Wut und der Angst, die er meinte darin gehört zu haben.
„Jemand aus meiner Klasse. Takeshi Sawada... Er weiß über .... meine...Vergangenheit bescheid.....“ Naoya senkte den Blick auf seine im Schoß gefalteten Hände. Er merkte nicht wie er zitterte. „Was ist mit deiner Vergangenheit?...“ Reiji sprach sanft und voller Mitgefühl, das Naoya glaubte ehrliches Mitleid gehört zu haben. Dann erzählte er Reiji von dem Unfall.
„ Meine Eltern, mein Bruder und ich waren vom Einkaufen nach Hause unterwegs... Meine Mutter hatte etwas Lustiges gesagt und wir mussten alle Lachen. Mein Vater war auf die Straße konzentriert, deswegen schmunzelte er nur leicht. Dann kam ein Lastwagen uns entgegen. Der Fahrer, wie sich hinterher herausstellte, war eingeschlafen. Er zog also auf unsere Fahrbahn, mein Vater lenkte dagegen und wir kamen von der Straße ab. Zu dem Zeitpunkt muss auch der Fahrer von diesem Lastwagen wieder aufgewacht sein, denn er zog leider auch das Steuer weg, in unsere Richtung. Beide Fahrzeuge kollidierten und es kam zu dem Tragischen Unfall. Ich sah wie meine Familie umkam. Sah wie meinem Bruder der Schädel von einem Stahlträger, die, die Ladung des Lastwagens war, zerquetscht wurde. Ich hatte Blut und Hirnmasse im Gesicht als ich aufwachte. Sofort wurde es mir weg gewicht, doch wusste ich was passiert war. Seit dem bin ich eine Vollwaise. Ich habe das Geld von der Lebensversicherung bekommen und mich seit einem Jahr so durch gekämpft.“
Äußerlich war Reiji gefasst, doch innerlich war er am beben und zittern. Mit mühe gelang es ihm, einen deutlichen, klaren Satz heraus zu bringen. „Hast du einen Vormund?“ Naoya schaute Reiji an und nickte stumm. „Takezawa Dejo, so heißt er. Er ist mein Onkel, doch will er nichts von mir wissen. Er gibt mir sogar das Geld, welches er vom Staat für mich bekommt. Er meinte das ich nicht zu seiner Familie gehöre, weil Mutter damals meinen Großvater verlassen hatte um mit Vater glücklich zu werden.“
Reiji gab ein stummes Zeichen an Haruomi, worauf hin dieser verschwand um mit diesem Dejo zu Reden. Naoya hatte während er seine Geschichte erzählte wieder zu weinen angefangen. Diesmal jedoch tröstete Reiji ihn nicht. Er musste alleine damit fertig werden. Nur so konnte er seine Vergangenheit hinter sich lassen.
„Was gedenkst du nun zu tun Naoya?“ Reiji sprach leise und schaute aus dem Fenster zu dem er gegangen war. Die Sonne scheinte in das Zimmer und umspielte sein Gesicht mit Licht und Schatten. „I...ich werde mir Arbeit suchen... werde eine Wohnung finden und dir das Geld für die Zeit geben, in der ich bei dir Wohnen durfte. Ich werde versuchen die Schule zu Ende zu machen und dann weiter Arbeiten. Ich... möchte keinem...Schwierigkeiten machen, deswegen suche ich mit etwas eigenes...“
Er hatte sich umgedreht und zu Naoya gesehen, wie er dort mit hängenden Schultern und traurig gesunkenem Blick, starr auf seine Hände gerichtet, im Bett saß. „Hmm... du weist das du aber auch bei mir bleiben kannst. Ich bin sowieso selten in der Wohnung, wenn ich mal da bin, dann nur zum Schlafen... Als du heute morgen da warst, war es als ob die Wohnung ihr letztes fehlendes Möbelstück bekommen hatte. Es war auf einmal anders.“
Er fuhr ich durch die Schwarzen Haare. Wie gerne hätte er jetzt eine Zigarette und einen Drink. „Also wegen mir bleib solange du willst in der Wohnung. Du musst sie nur ein wenig in Schuss halten, mehr auch nicht. Das ist die Bezahlung die ich von dir haben möchte, und solange das alles Ok ist, bleibst du einfach dort Wohnen.“
Fassungslos schaute Naoya, Reiji an. Er konnte nicht glauben das auf einmal jemand Nett zu ihm war. Immer wurde er als das Kind angesehen, welches seine Eltern und seinen Bruder hatte Sterben sehn, das es doch besser für ihn währe auch zu sterben. Doch nun kam auf einmal ein Mann daher der freundlich und nett zu ihm war, der ihn in seinem Leben wieder halt gab, dem er Dankbar war. Wärme schleichte sich in Naoya´s Herz und er nickte. Tränen liefen ihm aus den Augen.
„Danke.... vielen Dank Reiji... ich werde dich nicht enttäuschen... ich werde den Haushalt gut führen...“ er unterbrach seine Worte durch erneutes Schluchzen, wischte sich dann, als er Reiji´s lächeln sah, die Tränen wieder weg und lächelte über das ganze Gesicht.
Selbst Reiji lächelte. „Gut. Ich werde mit diesem Sawada und diesem Dejo reden. Dann werde ich mich dahinter setzen das du einen neuen Vormund bekommst. Diesem Sawada werde ich einen kleinen Besuch abstatten und ihm auf die Finger klopfen. Sein Vater ist der Polizepräsident, ich bin mal gespannt, ob es ihm gefällt wenn sein Sohn sich an jemanden aus meinem Kreis vergeht. Ich denke das er sich, wenn du das nächste mal zur Schule gehst bei dir entschuldigen wird.“
„Aber Reiji, ich kann nicht mehr in die Schule...“ Naoya blickte weg... „Ich habe kein Geld mehr um sie zu bezahlen...“ Reiji grinste, „Aber ich..."
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