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von Tinks    erstellt: 11.12.2006    letztes Update: 18.12.2006    Geschichte, Romanze / P12 Slash    (fertiggestellt, keine anonymen Reviews)
FREDDIE:
Scheiße. Mein Schädel fühlte sich an, als ob man konstant mit einem Presslufthammer darauf herumhacken würde. Nicht gut.
Gerade, als ich mich auf mein nach Jasmin riechendes Kissen fallen lassen wollte, bemerkte ich ein Kuvert auf dem kleinen Kissen, das seltsamerweise in jedem japanischen Hotel gleich dabei war. Der Umschlag war… rosa, so weit ich das mit meinen wohl etwas glasigen Augen erkennen konnte.
Benebelt werkelte ich an dem Umschlag herum, doch ich wollte ihn einfach nicht aufbekommen. Ich würde Roger oder Brian fragen müssen, ich war zu besoffen. Obwohl, Brian würde ich nicht fragen, es wäre mir peinlich.
Ich machte mich auf die Suche nach Roger… Ich fand ihn, wie könnte es auch anders sein, in der Bar, wo er sich noch mit etwa fünf Mädchen die Zeit vertrieb. „Roggie?“, krächzte ich, so laut ich konnte.
Er brauchte eine Weile, um mich zu finden. Offenbar war er nicht viel nüchterner als ich. Als er auf mich zuwankte, änderte ich meine Einschätzung in: Er war noch um einiges blauer als ich, was mich irgendwie beunruhigte. „Wasislooos?“, lallte er mir entgegen. Ich wich vor seiner beachtlichen Alkoholfahne ein paar Schritte zurück. „Ähm… ich glaube, wir sollten nach… oben gehen… ins Bett?“
„Nöööö… isgradsooooschön.“
Ich seufzte. Ich war noch richtig klar gegen diesen alten Säufer …
Letztendlich zog ich ihn an seinem Jeansärmel mit mir. Die Weiber sahen mich mehr als entnervt an. Sie waren dankbar… von tiefstem Herzen.
Vorsichtshalber schickte ich Roger gleich ins Bad. Ich hatte wirklich keine Lust, ihm eventuell noch die Haare aus der Fresse zu halten, falls er den Alkohol auf die schnellere Weise wieder herausbekommen wollte.
Brian schlurfte aus dem anderen Zimmer zu uns herüber, wo er und John sich einquartiert hatten. „Soll ich ihm die Haare aus dem Gesicht halten oder ihm den Rücken kraulen?“, fragte er, nicht ohne eine gehörige Portion Sarkasmus in seine Stimme zu legen. Ich verzog den Mund.
„Du könntest mir nachher helfen, die Spritzer zu entfernen, die daneben gegangen…“, weiter kam ich nicht, denn ich hörte schon die ersten Würgegeräusche aus dem Badezimmer. John flitzte (nur in Boxershorts) schon zu ihm, um Brian wenigstens einmal diesen Job zu ersparen. Ich kam nicht in Frage, ich wär eh nur panisch geworden.
Wieder ließ ich mich auf meinem Bett nieder. Brian nahm neben mir Platz. „Wollen wir kurz rausgehen?“, fragte er, so beiläufig wie nur irgend möglich. Allerdings hörte ich, dass da etwas dahintersteckte.
Ich willigte ein und folgte ihm auf den Balkon. Vor uns erstreckte sich ein ziemlich großer Garten, der recht europäisch aufgebaut war (soll heißen, alles war aus penibel geschnittenen Hecken gemacht).
Brian hatte wohl ein besseres Gefühl für Temperaturen im japanischen Winter, er hatte sich gleich Rogers Decke geschnappt und sich darin so gut wie möglich eingewickelt. Ich stand nun etwas zitternd und mit den Zähnen klappernd da und wusste nicht wirklich, was mit mir anzufangen. Außer auf Brians Mopp zu glubschen, als ob es ein kleiner blauer Marsmensch wäre, zählte zu einer Beschäftigung, die sinnvoll war.
Mein Gitarrist patschte neben sich auf den Boden. „Setz dich, ich mach mich ein bisschen dünner.“
 Noch dünner?! Wie?!
„Wart nen Moment, ich hab auch so ein Teil auf der Matratze liegen.“
Damit verließ ich den Balkon und wurde wieder auf den Brief aufmerksam, der nun auf meinem Nachttisch lag. Ich stopfte ihn in den Kissenbezug. Morgen, wenn ich wieder RICHTIG nüchtern war, würde ich ihn auch aufbekommen.
Außer… Nein, Brian war nicht so blöd. Es war ja seine Schrift… Fiel mir auch wirklich früh auf…

BRIAN:
Warum begann ich eigentlich immer zu grinsen, wie ein Irrer, wenn ich nervös war?
Und als sich Freddie dann auch noch neben mich setzte, war es mit meiner Selbstbeherrschung nicht mehr wirklich gut bestellt.
„Und…? Hast du den Brief gefunden?“
Freddie sah mich an und nickte. „Natürlich. Die Farbe war so… auffällig im Kontrast zur Farbe der Kissen und Decken… Könntest du dir nächstes Mal vielleicht gelbe Umschläge zu gelber Bettwäsche besorgen?“, er klang sehr belustigt. Ich wusste selbst, dass sich das kranke Rosa mit dem zugegeben sehr zitronigen Gelb der Bettwäsche schrecklich biss.
„Na ja… hast du ihn denn auch… geöffnet?“
„Noch nicht, ich hab meine Hände nicht mehr unter Kontrolle… zu betrunken.“, als Beweis hob er seine rechte Hand, die extremst zitterte. Okay, ich hatte gute Chancen, dass er noch klar genug war, um zu verstehen, was ich ihm sagen wollte, allerdings bezweifelte ich, dass er es morgen noch wissen würde. Also lenkte ich das Gespräch in eine ‚berührungsfreudigere’ Richtung.
„Was soll das heißen, du hast deine Hände nicht mehr unter Kontrolle?“, hakte ich nach.
„Das.“, Freddie strich mir über die Wange.
Ich schluckte. Himmel… Jetzt wäre eine kalte Dusche haargenau das Richtige…
John rannte schon fast zu uns auf den Balkon. „Ro… äh… Roger…“, keuchte er. Wo war der denn überall herumgerannt?! „Ja?“, fragte Freddie geduldig. „Hat er schon einen Flüssigkeitsmangel oder will er einfach nur krepieren?“, rätselte ich, weil John kaum noch Luft bekam. Er nickte. Freddie und ich zogen gleichzeitig die Augenbrauen zusammen. „Was jetzt?!“
„WASSERRRRR!“, kam es leidend aus dem Badezimmer.
„Da ist ein Wasserhahn… bedien dich! Wir setzen’s dir vielleicht auch nicht auf die Rechnung!“, rief ich ins Badezimmer.
Allerdings war John nicht mehr nach innen zu bewegen, weswegen wir ihm wohl wieder nach drinnen folgen mussten.

FREDDIE:
John schlief in meinem Bett. Er wollte Roggie nicht allein lassen. Hm, er wollte sich eigentlich nur mal ‚kurz’ mit ihm vergnügen, aber allein war Roggie dabei tatsächlich nicht.
Auch egal, ich konnte bei Brian schlafen und DAS war mir der Verlust der Klimaanlage allemal wert. Als ich mich zusammengerollt auf den Futon legte, war ich hellwach. Brian ließ sich einfach neben mich plumpsen. Ich drehte mich, so vorsichtig wie möglich (Ich traute diesem ‚Bett’ nicht), zu ihm um und spürte sofort, dass er mich ansah.
„Kann deine Hand nochmal die Kontrolle verlieren?“, fragte er.
„Oh… so oft du willst… mit dir bin ich gern besoffen…“, lachte ich und rollte mich noch näher zu ihm, sodass sich unsere Körper beinahe berührten. Brian sollte leiden.
Kurz strich ich ihm über die schlanke Hand (Faszination Brian Mays Hände… Am.d.A.), allerdings zog ich die meine schnell wieder zurück.
Dann berührten meine Lippen seine Fingerspitzen. Kam es mir nur so vor, oder seufzte Brian?
Kurz hielt ich inne. Ja, er seufzte und ächzte.
„Willst du einen Kühlakku?“, fragte ich beiläufig. Meine Hand wanderte zu seinem Rücken und jetzt wollte ich ihn und mich nicht länger quälen.
Ich schmiegte mich so dicht wie möglich an ihn. Seine Haare boten mir ein erstklassiges Kissen.
„hm… ich glaube, du kannst dir denken, was in dem Brief steht, oder?“, fragte Brian, der mein Gesicht mit seinen Händen wohl genau scannen wollte. Ich nickte. „Aber ich wüsste trotzdem gern…“, begann er, „ob du… hm… mich… liebst.“
Eigentlich wollte ich nicht antworten, mir ging so etwas nie leicht über die Lippen und mit einer guten halben Promille Restalkohol im Blut war das Ganze etwa doppelt so schwer.
„… … … Ich… … … liebe dich.“, murmelte ich kläglich und zutiefst ernsthaft.

BRIAN:
Er hatte es gesagt! Am liebsten wäre ich aufgesprungen und hätte laut geschrieen. Doch ich hielt mich so gut es ging im Zaum. Was allerdings hieß, dass ich Freddie küssen musste, um mich irgendwie abzureagieren.
Seine Küsse waren auf ihre eigene Art süß und… unschuldig.
Etwa fünf Minuten später war Freddie eingeschlafen.

Ich wollte Roger ärgern (Keine Ahnung, warum, kam mir einfach ins Hirn gekrochen).
Nur, wie ärgert man Roger Taylor?
Eine ‚brillante’ Idee kam mir in den Sinn, als ich meinen kleinen Engel so schlafen sah.
Roger war wohl der kitzeligste Mensch, den ich kannte, also nutzte ich das schamlos aus.
Leise und barfuss machte ich mich auf den Weg zu den beiden Schnuckis (eindeutig ein süßes Pärchen und, obwohl sie es nie zugegeben hätten, absolut Ewigkeitstauglich).
Roger schlief echt verdammt komisch: Eine Hälfte seines Körpers war unter der Decke ‚eingeklemmt’ und die andere lag frei. Diese Schlafhaltung bekam allerdings seinen Unterhosen nicht allzu gut, denn die hingen mittlerweile nur noch auf Halbmast, sodass man bequem in die Arschritze unseres Drummers linsen konnte.
Etwas angeekelt (Rogers Hintern war definitiv alles andere als sexy) piekte ich ihm solange in die Rippen, bis er nicht mehr umhin konnte und laut loslachte.
„Du Arsch!“, kiekste er, als er schon fast keine Luft mehr bekam.
„Ja?“, ich konnte mir ein kleines Grinsen nicht verkneifen. Arsch war einer der oft gehandhabten Spitznamen, allerdings bezeichnete dieses nette kleine Wörtchen normalerweise eher ihn selbst. Eigentlich war es mein Wort…

Ein leises Murren (glich schon beinahe einem Knurren, aber ich wollte nicht so gemein Johns Stimme gegenüber sein) ließ uns beide innehalten.
„Was…“, John gähnte, „Was in Dreiteufelsnamen macht ihr beiden da?“
„Ähm…“, anscheinend wollte Roger das unbedingt selbst erklären.
Ich verdrehte die Augen und übernahm: „Ich kitzel deinen kleinen… deinen großen“ (ich musste bedenken, dass John gut fünf Zentimeter kleiner war als Roger) „… whatever… Teddybär nur mal kurz zu Tode, sonst will ich ja gar nichts.“
„Warum machst du das nicht mit Freddie?“, fragte der Bassist, der so langsam aus seinem Wachkoma erwachte.
„Weil der wie ein Toter schläft, wenn er es denn einmal tut…“
Freddie ruhig zu stellen war in etwa so einfach, wie einen Drogendealer clean zu bekommen. Außer man hielt ihm ein Säckchen vor die Nase, in dem ein übles Gemisch aus Lavendel, Vanille und Pflaume vor sich hin stank.
„Ahso… na gut, aber quäl mich auch mal, ich steh auf Schmerzen…“, lachte John. Er meinte es auf gar keinen Fall ernst (er maulte ja schon rum, wenn er sich zu lange mit seinem Bass vergnügt hatte und nicht mal ernsthafte Schmerzen in sämtlichen Fingergelenken verspürte. Er hatte offensichtlich noch keine Gitarre in der Hand gehabt; DAS waren Schmerzen).
Allerdings kam ich seinem Wunsch nach und verpasste auch ihm eine wohl heftige Kitzelfolter.
Wir (John, Roggie und ich) entschlossen uns, noch einen Tee zu trinken. Da allerdings keiner von uns dreien so recht wusste, wie der High-Tech-Wasserkocher zu bedienen war, suchten wir nach einem Hausmädchen, dass um halb vier in der Frühe so dämlich war und sich für drei etwas verrückte Engländer an diese Killermaschine stellte.
Weil uns Fortuna mal wieder nicht hold war, fanden wir weder Frau noch Mann, der wach war, außer Freddie, der zerknittert und verpeilt aus dem Schlafzimmer trippelte und erst mal der Länge nach über die Türschwelle flog. Bekam seiner überaus hübschen Nase nicht sonderlich gut, sie blutete.
„Herrje…“, seufzte ich und half ihm auf. Freddie hielt sich eine Hand vor sein Riechorgan, aus dem der Saft mittlerweile nur so sprudelte .
„Gut… jetzt MÜSSEN wir irgendjemanden aufwecken, sonst seh ich für die Tatami-Matten reichlich schwarz… äh, rot.“, meinte Roger.
John und ich nickten synchron. Freddie konnte ich gerade noch davon abhalten, mit dem Kopf zu wackeln, man denke an den schönen Boden…
Mühelos trug ich Freddie die paar Treppen (warum quartierte man vier Bekloppte wie uns auch im obersten Stock ein? Das war in etwa so intelligent, wie uns allein mit einem Profi-Messerblock in einem Raum zu lassen.) herunter, wo eine Notstation eingerichtet war. „Shit. Okay, nächstes Mal wissen wir, wo wir Tee herbekommen.“, grummelte John.
Die kleine japanische Dame, die an der Nachtwache stand, wurde zuerst schreckensbleich, dann rot (aus welchem Grund auch immer [Am.d.A: Nasenbluten steht in Japan für allerhöchste Errektion…]) und dann etwas grünlich um die Nase.
Ich versuchte, ihr mit dem simpelsten Englisch, dass mir morgens um (mittlerweile) viertel vor vier zur Verfügung stand, zu erklären, dass dieses menschliche Wesen (ich denke, ich habe ‚human’ statt ‚man’ gesagt…) hier ins Krankenhaus müsse. Oder wenigstens einen Kühlakku brauche. Freddie grinste mich an. „Jetzt brauch ich nen Kühlakku. Lustig, nicht?“
„Nein, überhaupt nicht lustig, immerhin läufst du mir hier grade aus…“, meinte ich mit nach oben gezogenen Augenbrauen.
Mein Kleiner schüttelte den Kopf. Leider verlief so das Blut nur noch mehr auf seinem Gesicht. John sah von Minute zu Minute blasser aus, was ich jetzt einfach mal als Übelkeit interpretierte.
„Du, Bri?“, Roger schien die alles andere als gesunde Blässe seines Freundes (was soll ich sonst schreiben?! Am. D. A.) ebenfalls bemerkt zu haben, „Kann ich John schnell nach oben bringen, bevor er umkippt?“ Ich nickte. „Bleib sauber!“, rief ich ihm noch hinterher.
Die Dame kam mit dem Kühlakku wieder, den sie mir vorher beschrieben hatte.  
„Wir müssen entschuldigen, aber das Krankengebäude ist nicht da.“, sagte sie mit falschem und… sagen wir gebrochenem Englisch.
Irgendwie war mir das Ganze suspekt. Krankenhäuser waren im Normalfall IMMER zu erreichen. Ausnahmen waren Naturkatastrophen und Massenpaniken, die momentan eher nicht zugange waren.
„Und Sie sind sich sicher, dass sie auch da angerufen haben?“, fragte ich sie.
„Ja, selbstverständlich.“
„Ganz sicher, dass sie sich nicht verwählt haben? Denn, wissen Sie, bei uns in England ist immer ein Krankenhaus zu erreichen.“
„Das ist in Japan etwas anders gebaut.“
Gebaut? Ich ‚baute’ mir einfach ein ‚geregelt’ an die Stelle, sodass es Sinn ergab.
„Nun gut, ich denke, ich sollte mich nun a) auf mein Zimmer zurückziehen und mich b) besser über das japanische Krankensystem informieren.“, meinte ich, auch wenn ich in etwa abschätzen konnte, was die Dame verstanden hatte und was nicht. Etwa zwei Drittel dürften in die Kategorie ‚Hä?! Bahnhof!’ gefallen sein.
„Oyasumi!“, sagte ich der Freundlichkeit halber
„Oyasumi, May-sensei!“, scheiße, die kannte meinen Namen…

FREDDIE:
Mit ziemlich… roter Nase schmiegte ich mich an Brians Brust.  
„Argh… Freddie, du versaust mir mein Hemd!“, herrschte er mich an und friemelte einen, in ein Taschentuch eingewickelten, Kühlakku aus seiner Tasche.
Auf den Treppenstufen wurde das Ganze dann doppelt lustig, denn durch die auf- und Abbewegungen wurde der Blutfluss offenbar noch einmal angeregt und ich verblutete das einst reinweiße Taschentuch des ‚Four-Saeasons’-Hotels.
Brian achtete schön darauf, dass ich nichts von meinem Blut schluckte.
„Und versuch, den Kopf nicht so krass nach hinten zu legen, sonst krepierst du mir noch, Engelchen.“
Wie süß, er nannte mich Engelchen!
Als er mich oben im Zimmer vorsichtig auf den Futon legte, lächelte er, als ob er gerade etwas Wertvolles in der Hand hätte- melancholisch und äußerst verliebt.
„Ich komm gleich, seh nur noch schnell nach John!“, meinte er und verschwand, allerdings erst nach einem ausführlichen Kuss auf meinen Mund.
BRIAN:
Herrje… John war wohl richtig empfindlich, was Blut anging, denn als ich mich noch einmal zu den Beiden ins Schlafzimmer wagte, hörte ich zum zweiten Mal an diesem Abend Würgegeräusche aus dem Badezimmer. Hoffentlich schlief Freddie schon.
„Roggie? John?“, fragte ich im Raum herum.
Roger antwortete, John konnte offenbar nicht.
Ich öffnete die Tür zum Badezimmer, wo Roger John liebevoll den Rücken kraulte. Hm, immerhin, ich musste es diesmal nicht tun (manchmal fragte ich mich echt, ob ich sonst keine Qualitäten hatte, als den anderen das Kotzen zu erleichtern…). „Gut, dass du da bist.“, seufzte John in einem Moment, als es ihn nicht überkam, die Kloschüssel mit liebenswerten Argumenten gegen Nasenbluten zu füllen.
„Jap. Ich weiß ja nicht, ob’s dir aufgefallen ist, aber… Roggie und ich…“, John brauchte sich nicht weiter zu quälen, ich wusste was er meinte.
Roger sah betreten zu Boden. „Ihr braucht euch nicht zu schämen, Freddie und ich sind auch zusammen.“
„Wacken?!“, fragte Roger mit seinem etwas aufgesetzten Dialekt.
„Das könnte ich jetzt auch sagen…“
„Du würdest aber ‚Mo… Hä?!’ fragen, ich kenn dich doch.“
„Auch wieder wahr…“, seufzte ich. Ich und meine Wortfetzen…
Wir versuchten, John zu beruhigen, was uns irgendwann auch gelang.
Er sah so… entwässert aus, dass Roggie und ich ihm erst einmal einen guten Liter kaltes Wasser einflößten.
„Wie geht’s Freddie?“, fragte John, als er das japanische Bergquellwasser unten hatte. Ich dachte kurz nach. „Ich denke doch, dass er schläft. Moment…“
Nein, er schlief nicht, er lag da und träumte mit offenen Augen. Ich wedelte vor seinem Gesicht herum, doch er rührte sich nicht.
Erst als ich ihn mit seinem Kühlakku mehr oder weniger angenehm weckte, blinzelte er fünfmal hintereinander und blickte mich leicht verärgert an. „Ich hab grad in Gedanken an einem neuen Lied gearbeitet.“, fauchte er mich an. Schuldbewusst sah ich ihm in die Augen. „Tschuldigung…“, meinte ich und deckte ihn wieder zu. „Dann überleg mal weiter…“, flüsterte ich ihm ins Ohr. Hatte er wahrscheinlich schon nicht mehr gehört, denn augenblicklich drang ein leises Schnarchen zu mir.
Etwas ratlos setzte ich mich an den kleinen Tisch, auf dem drei Päckchen Gummibärchen der Marke ‚Sweet Thing’ ihren Platz gefunden hatten und eine kleine Wasserkaraffe stand, die ich nicht wagte, anzurühren, die Verpackung (Plastik und Alufolie zum Verschließen) war mir höchst suspekt.
Doch die Gummibärchen waren nicht lange vor mir sicher. Als ich mir die kleinen Teile in dem Mund stopfte, bemerkte ich, dass ich schon viel zu lange keine Süßigkeiten mehr gegessen hatte.
Dann fiel mir wieder ein, dass es in England keine Gummibärchen zu kaufen gab, die genießbar gewesen wären.
Etwas frustriert durchsuchte ich das Zimmer- in der noch immer nicht schwindenden Hoffnung, dass sich eventuell noch andere Leckereien in der knapp bemessenen ‚Wohnung’ befanden.
Leider (oder sagen wir, wie erwartet) war nichts essbares mehr aufzufinden, weshalb ich mich zu meinem kleinen Engelchen ins Bett legte.
Von Einschlafen konnte allerdings keine Rede sein.

FREDDIE:
Als ich etwas erfroren aus meinem Koma-ähnlichen Schlaf erwachte, fühlte ich, dass Brian mich ansah. Schlief der denn nie?!
Offenbar nicht, denn unter seinen Augen zeichneten sich beachtliche Ringe, die ich als ein Zeichen on Übernächtigung deutete und damit wahrscheinlich nicht einmal so falsch lag.
„Morgen, mein Engel.“, meinte er lächelnd. Himmel, ich musste mir für ihn ja auch noch einen Spitznamen überlegen… Bärchen? Darling? Schatz?
Nee, klang alles zu… normal. Aber Engelchen war auch verhältnismäßig häufig.
Nur, nichts wollte so recht auf Brian passen. Little kam wohl eher nicht infrage, genauso wenig wie Kleiner Knuddel.
Irgendwann kam mir dann das Wörtchen ‚Tinkerbell’ aus Peter Pan in den Kopf. Ich hatte diese kleine Elfe schon als Kind geliebt, und ich fand, dass Brian, und nur Brian dieses Namens würdig war.
„ja. Macht’s dir was aus, wenn ich dich wie eine Elfe nenne?“
„Nun ja… solange es nicht ‚Blümchen’ oder so was ist…“
„Nein ich dachte eher an Tinkerbell.“
Er lächelte, sagte aber nichts.
„Was denn? Gefällt dir das nicht?“, ich zog zur Verdeutlichung meiner Gedanken eine Schnute.
„Ja doch, allerdings hieß unser Hund genauso… deshalb finde ich das ziemlich lustig…“, kicherte er. Scheiße, ich hatte nicht die geringste Lust, ihn wie einen Hund zu nennen. Aber warum nennt man einen Hund wie eine Elfe? Das war in etwa so genial wie ein Kind Bello zu nennen.

Hand in Hand schritten wir die Treppe hinab.
„Ist das die Probe für die Hochzeit?“, fragte Roggie lachend.
„Hatte ich was von Hochzeit gesagt?“, fragte Bri kess und warf ihm eine Kusshand zu, „Ich kann jederzeit untreu werden…“
Dafür knuffte ich ihn mehr oder minder heftig in die Seite.
„Schon gut…“, ächzte er, „ich mach’s eh nicht… dafür hab ich viel zu viel Schiss vor deiner Prügel. Die Demonstration deiner Kraft war außerordentlich eindrucksvoll und ein guter Grund weniger, um fremd zu gehen.“
„Will ich aber auch gehört haben.“, zickte ich ihn an.
Besänftigend legte er eine Hand auf meinen Kopf. „Easy… Engelchen.“, offenbar hatte er sich stark am Riemen reißen müssen, um nicht Tinkerbell zu sagen.
John piekte Roger kurz in die Seite. „Ich krieg keine Spitznamen, oder was?“
Roger sah ihn erstaunt an. „Du hast schon einen: Kleiner.“
Der Bassist umarmte den Drummer, was allein deshalb grotesk wirkte, weil John gefühlte 50 Zentimeter kleiner war als Roggie, obwohl es sich nur um siebeneinhalb waren.
„Ach ja… heute Abend könnten wir uns doch zusammen den Exorzisten ansehen, oder?“, fragte Rog mich und Brian.
Ich dachte nach. Der Film hatte für mehr Furore als Oscars gesorgt. Allerdings mochte ich Filme, die vor den berühmt-berüchtigten ‚Special-Effects’ nur so wimmelten.
„gut okay, wir gucken uns heut Abend den Erbsensuppenfilm an.“, beschloss Brian auf meine Entschlossene Miene hin.

BRIAN:

Hm, Freddie war wohl nicht ganz klar, dass das besessene Kind in dem Film verhältnismäßig oft die Erbsensuppe sprudeln ließ. Zweimal war zwar für normale Leute nicht viel, aber für Freddie war es definitiv zu oft.
Und John? Er konnte kein Blut sehen… War ich denn der Einzige, der den Film ernsthaft gesehen hatte?
Offensichtlich, denn Freddie wusste nichts davon.

Am Abend (ich hatte mich mental schon darauf eingestellt, Freddies Panikattacken zu ‚heilen’.) fanden wir uns in dem kleinen, aber gemütlichen, Fernsehzimmer des Hotels ein. Es war unsere letzte Nacht hier in Japan.

Es wunderte mich, dass Rog und John bei diesem Film kuscheln und vor allen Dingen Knutschen konnten, ich war von Filmen, egal wie schlecht oder billig (was auf dasselbe herauslief, aber egal), immer gebannt. Freddie schien es ähnlich zu gehen, denn er ließ nicht vom Bildschirm ab, bis… ja, bis dann die erste Erbsensuppenladung fällig war. Das kleine Mädchen sah schon echt übel aus und John war schon längst auf die Toilette verschwunden, wo wir ihn bis zum Ende des Films auch nicht mehr herausbekamen.

Später lag ich mit Freddie oben in unserem Bett und dachte nach.
„Sag mal, denkst du, die Presse wird uns arg hinterher heizen, wenn da was rauskommt?“, fragten er und ich gleichzeitig. Wir begannen zu lachen und schüttelten den Kopf. „Nicht bei DEM Bandnamen… Und vor allen Dingen: Es muss ja nichts davon herauskommen, oder?“, fragte Freddie
„Nicht zwingend…“, überlegte ich laut. Es klang wohl etwas zu… wie soll man sagen, misstrauisch, denn Freddie zog die Augenbrauen nach oben.
„Und was wenn doch?“
„Dann… dementieren wir das einfach, indem wir uns kurzfristig ein paar Weiber anschaffen.“
Freddie schien das zu missfallen, aber er sagte nichts.
„Dir ist nicht ganz klar, dass ich dich mehr als jeden anderen Menschen auf diesem Planeten liebe und schätze, oder?“, Fragte er mich. Ich nickte. „Wenn du das schon so sagst, bezweifle ich, das Ausmaß deiner Liebe zu kennen.“
Mein Engelchen nickte.
Ich wusste nicht, wo ich hinsehen sollte, so peinlich war mir das. „Tschuldige…“, murmelte ich deshalb reumütig. Es tat mir wirklich leid. Er lächelte mich an.
„Schon in Ordnung, ich kann dir ja nicht sagen, dass ich dich mehr liebe als alles andere, was hier sonst noch so rumvegetiert, oder?“
Er schien sich nicht wirklich bewusst zu sein, dass er das soeben getan hatte.
„Gut, dass ich das weiß…“, kicherte ich. Ich spürte, wie er sich näher zu mir herankuschelte. Meine Arme schlossen sich an seinem Rücken, wo ich mittlerweile die einzelnen Wirbel bequem abtasten konnte. „Freddie… du musst mehr essen…“, seufzte ich und küsste ihn, nicht ohne eine dumpfe Besorgnis zu verspüren. Grübelnd schlief ich ein.
Ich träumte eine ziemliche Scheiße zusammen, irgendetwas von einem Propheten, der sang ‚Ooooh, People of the earth…’, den Rest hatte ich wieder vergessen, aber dieser Fetzen mit dieser Melodie war in meinem Hirn haften geblieben. Ich wollte ein Epos schreiben, eins, dass der Carmina Burana gleich war.
Als ich wieder den vertrauten Fußboden unseres Studios unter meinen Füßen spürte, begann ich auch schon damit, diesen einen Worthang in ein Lied umzuwandeln. Nebenher las ich ein paar Zeilen aus der Studioeigenen Bibel, was mir nur noch mehr Ideen brachte.
Zu guter Letzt fasste das Werk etwa dreißig Seiten Gitarren und in etwa noch fünfmal so  viel für den Rest.
Freddie sah mir immer zu, wenn ich über den Notenblättern hing und darauf herumkritzelte, als ob es meinen Tod bedeute. Es muss ihm gefallen haben, denn wenig später, nachdem wir ‚A Night At The Opera’ veröffentlicht hatten, zeigte er mir einige lustige Fotos, die aus dieser Zeit zu stammen schienen.
Episch schienen mir auch die Arbeiten an Freddies Geniestreich ‚Bohemian Rhapsody’ vorzukommen, denn sie wollten einfach nicht aufhören.
Gut okay, das dachte der Rest der Band auch vom ‚Prophet’s Song’, der aus meinem einen Satzfetzen entstanden war und nun etwa acht Minuten die Ohren unserer Hörer umschmeicheln oder auch quälen sollte. Wirklich lustig fand ich allerdings ‚Seaside Rendezvous’, weil ich wusste, dass es unter Einfluss nicht allzu legaler Substanzen und einigen Pullen Wein entstanden war. 39 hingegen war mir im Endeffekt ein wenig zu… wie soll ich sagen, im Gegensatz zu Seaside Rendezvous zu harmlos geworden, was wohl dadurch verstärkt wurde, dass Roger bei diesen Aufnahmen ausnahmsweise mal nüchtern war und sich auch auf etwas anderes als John konzentrieren konnte, was bei ihm schon eine beachtliche Leistung war. Um mich zu beruhigen, redete ich mir ein, dass es dafür umso mehr richtige Musik war, die von Herzen kam, was ja auch stimmte.
Doch dann kam, was kommen musste: der Pressewirbel. Ein einziges Lied reichte offenbar schon aus, um uns zu mehr oder weniger besser gestellten Zootieren zu machen, was uns ganz und gar nicht passte.
Freddie wurde beschattet, weil man ihn für eine Tunte hielt, Roger wurde beschattet, weil man dachte, er wäre ein Junkie, John wurde beschattet, weil er so unauffällig war und ich wurde von der Presse beinah aufgefressen, weil ich, wie John, manchmal einfach nur die Klappe hielt und die Reporter im Stillen verfluchte, was bei Roger und Freddie offenbar genetisch nicht möglich war.
Natürlich wussten wir, damit kokett umzugehen und uns zuhause darüber kaputtzulachen, aber manchmal wollten wir den armen, armen Reportern einfach eine Chance geben, endlich mal was Interessantes für ihr Käseblatt zu bekommen, dann begannen wir, vor laufender Kamera zu weinen, zu schreien, uns zu kitzeln und sonstigen Blödsinn zu machen; genau genommen führten wir uns wie eine entlaufene Truppe aus der Irrenanstalt auf, aber es fühlte sich verdammt gut an, so richtig dumm zu sein…
Ab und zu ließen wir uns auch ablichten, während wir uns küssten (was den Weibern richtig zu missfallen fiel), uns gegenseitig liebkosten (noch so eine Sache, die die Mädchen hassten) oder uns einfach nur anlächelten. Das sorgte, so oft wir es taten, für Schlagzeilen und wir konnten uns jedes Mal darüber kaputtlachen, was es für lächerliche Headings dafür gab. Am besten gefiel mir ja ‚Brian May und Freddy Mercury ein Homoerotisch angehauchtes Liebespaar?’ (stammte aus der ‚Sun’). Allein der Formulierung wegen hätte man den Journalisten erschießen sollen.
Tat aber leider niemand.

FREDDIE

Oh je… verdammte Boulevard-Magazine. Und doch konnte ich darüber besser lachen, als über so manchen Witz, der auf anderer Leute Kosten ging.
Brian und ich fühlten uns manchmal einfach nur schäbig, um genau zu sein, fühlten wir uns immer dann so, wenn wir ein weiteres Mal das Titelblatt der ‚Sun’ oder auch der ‚BILD’ zierten.
Roger schien nur ein winzig kleines Ego-Problem damit zu haben, dass sich die Presse nur zweitrangig für ihn und John interessierte, ansonsten machte es IHM sogar Spaß. Was man von seinem ‚Kleinen’ eher weniger behaupten konnte.
Offenbar war Roger allerdings zu blind (oder auch zu blöd, konnte ich nicht genau wissen…), um zu bemerken, dass sein Liebster das nicht mehr lange mitmachen würde. Also musste ein wachrüttelndes Gespräch mit unserem Drummer her. Allerdings musste ich einen Moment abpassen, indem er weder beschäftigt noch besoffen genug war, um sich eine Ausrede einfallen zu lassen.
Und ich musste aufpassen, dass John nicht in greifbarer Nähe war. Der Kleine konnte Stress besser wittern als ein abgerichteter Hund einen Tropfen Blut.
Notfalls konnte Brian ihn nach unten traktieren, um mit ihm eine hübsche Tasse Kaffee (Lieblingsgetränk beider…) zu leeren und über Musikalische Techniken und sonstigen Blödsinn zu reden.

Glücklicherweise kam Roger selbst auf die Idee, dass etwas grundlegend falsch lief in seiner sonst doch so harmonischen Verbindung. Ein kurzes Stoßgebet meinerseits, dass er es selbst gemerkt hatte und ich es ihm nicht klarmachen musste, komplettierte die groteske Situation.
„Freddie?“, fragte er kleinlaut, so wie man es nicht von ihm kannte.
„Irgendwie wusste ich, dass du kommst…“, sinnierte ich grinsend.
„Ich hab ein Problem…“
„Hey, ich wusste gar nicht, dass ich ein hellseherisches Talent habe…“, mein Grinsen wurde immer breiter.
„John ist so… komisch…“
„Er ist einfach nur angenervt von der Presse und deiner Ego-Krise, die du gleich wieder abstreiten wirst…“
„Ich… hab doch keine Ego…“
„Halt die Klappe, du hast ein gewaltiges Problem mit dir selbst…“
„Ja ja , schon gut, du elender Psychiater…“
„Versuch einfach, nicht mehr so oft, in die Zeitung zu kommen.“
„Macht aber Spaß…“
„John nicht.“
„…“
Roger schwieg, was bei ihm eine beachtliche Leistung war, sonst redete er wie ein Wasserfall (Brian war in dieser Hinsicht offenbar seelenverwandt mit Roger…) und sah mich nicht an.
„Und… wenn ich einfach versuche, ihm das Ganze ‚schmackhafter’ zu machen?“
„Wird nicht klappen. Er ist einfach zu schüchtern.“
„Mhrm…“
„Tjaa… Du wirst dich wohl geschlagen geben müssen.“
„Werd’ ich wohl.“
Damit scheuchte ich ihn aus meinen Räumlichkeiten. Na bitte, SO kompliziert war das nun auch wieder nicht gewesen.

Wenig später klopfte Bri an meine Pforte. Er sah etwas verweint aus, was mich schon stutzig machte. Als er dann auch noch zu schluchzen begann, war es um mich geschehen. „W-Was…“, begann ich, als Brian mich ansah und mir ebenfalls die Tränen in die Augen stiegen.
„Er… mein Vater… er“, weiter kam er nicht, denn ein weiterer Weinkrampf schüttelte ihn so heftig, dass es ihm verwehrt blieb weiter zu sprechen.
Nach drei Minuten hatte er sich wieder soweit gefangen, dass er sprechen konnte. „Er liegt im Koma.“
Es war ein ziemlicher Schock für mich, Mr. May war immer sehr liebenswert gewesen. Insgesamt war Brians Familie harmonischer, wie sie nicht sein könnte. Bei Roger zum Beispiel wusste ich, dass es nicht so war. Seine Mutter hatte ihn allein deswegen verteufelt und enterbt (ersteres hätte wirklich gereicht, Geld und ein Haus hatte er ja selbst), weil er Zahnmedizin studiert hatte.

Brian lag nun in meinen Armen und versuchte, an etwas anderes als an seinen Vater zu denken, was ihm natürlich schwer fiel.
Ich konnte mir nicht helfen, aber ich hatte das Gefühl, als dass Papa May robuster war, als es aussah.
Das behielt ich allerdings lieber für mich, wer weiß, was Brian mir übergedroschen hätte.

Er lag in meinem Bett, was in mir eine gewisse Freude auslöste. Brian schlief in meinen Armen ein, nicht ohne mir noch zu sagen: „Ich liebe dich, Engelchen.“
Darauf konnte ich ja nur noch mit Tinkerbell kontern.

Nach herzlich wenig Schlaf (ich wäre an Brians Haaren fast erstickt, aber das war egal) stand ich zerknautscht und zerknittert auf. Meine Tinkerbell lag noch immer da, zusammengekauert wie eine kleine Katze und mit rotgeweinten Augen. Offenbar durchlebte er einen Albtraum, denn ab und zu zuckte er zusammen, gerade so, als ob man ihn mit einem Messer in die Rippen pieken würde.
Ich weckte ihn, auch wenn es erst halb fünf in der Frühe war.
Zwei verschlafene grün-braune Augen sahen mich blinzelnd an. „Du hast schlecht geträumt.“, wisperte ich ihm zu. Er lächelte und griff nach meiner Hand.
„Dann ist es ja gut, dass du mich davor bewahrt hast.“, seine Stimme war so leise wie ein leichter Windhauch, doch ich sog jedes Wort davon ein, als wären es kräftige Böen.
Ich legte mich wieder zu ihm ins Bett (es war kalt und noch dunkel…) und küsste ihn. „Ich bin schwach.“, flüsterte er, ehe er sich wieder in meine Halsbeuge kuschelte. ‚Nein, überhaupt nicht.’, dachte ich noch, bevor ich begann, sanfte Küsse auf seinem Nacken zu verteilen und seine Haut zu ertasten.
Brian gefiel es, er schnurrte fast. Als ich dann seine Lippen mit den Meinen einfing, bemerkte ich, dass er zitterte, allerdings nicht vor Furcht, sondern vor Erregung.  
Brian seufzte, als ich begann, seinen gesamten Körper mit Zunge und Küssen zu erkunden und zu liebkosen.
Es blieb allerdings nicht bei unschuldigen Küssen, sondern artete zu einem leidenschaftlichen Akt aus, der für Brian in meinen Armen endete. Völlig erschöpft lächelte er mich an. „Du… bist wahrhaftig die Liebe meines Lebens.“, flüsterte er mir zu.

BRIAN:
Ich saß bei dem Meeting, das am nächsten Tag stattfand, einfach nur apathisch da und dachte an genau zwei Personen, die mir mehr als die Welt bedeuteten: Meinen Vater und Freddie.
Ersterer war wieder ‚da’ und letzterer saß neben mir und hielt, so unauffällig wie möglich, meine Hand.
Zusätzlich dazu tat mir mein Hintern so weh, als ob ich drei Tage lang Rad gefahren wäre.
Meine Eltern sollten von unserer Beziehung erfahren, nur wollte ich damit warten, bis mein Vater wieder genesen war.
Roger und John blieb diese Begegnung erspart: Johns Familie war schon vor Jahren bei einem Brand ums Leben gekommen und Roger… der wollte nichts von seiner Verwandtschaft wissen, was allerdings auf Gegenseitigkeit beruhte.
John tat mir ein wenig leid, Roger trank und nahm Drogen, und er war der dumme Kleine feste Freund, den man nur für das Eine brauchte.
Irgendwie musste man ihn doch zur Vernunft bekommen.

Und dieses Irgendwie war schon schnell gefunden: John selbst wurde aktiv. Ich hätte ihn dafür küssen können, als er Roger angedroht hatte, ihn zu verlassen, wenn er jetzt nicht auf der Stelle die Weinflasche absetzen und sich ins Bett legen würde. Natürlich sorgten diese harschen Worte zuerst für allgemeine Verwunderung, dann klopfte ich unserem Bassisten auf die Schulter und beglückwünschte ihn dafür.
„Bist du voll?“, fragte er mich dann.
Ich schüttelte den Kopf und meinte: „Ich konnts nur nicht mehr mit ansehen, wie er immer weiter absteigt und dich dabei mit kaputt macht.“
„aaah…“, John schien nicht ganz verstanden zu haben, was ich genau damit meinte, aber das war mittlerweile schon zur Gewohnheit geworden. Ich musste mir eine eindeutigere Sprache zulegen, die sich nicht ausschließlich auf Gestik bezog, denn das war so die größte Macke, die ich hatte: Mein ewiges Händegefuchtel.

Nachdem John seinem ‚Eisbär’ mit der Quittierung der Beziehung gedroht hatte, wurde das Bandklima wesentlich besser, weil wir mittlerweile alle Alk-Flaschen wegsperrten, die wir finden konnten und Rog jedes Mal komplett durchsuchten, dass er auch ja keine Drogen bei sich trug.
Ich habe bis heute nicht verstanden, was an Drogen so verlockend sein soll. Freddie hat mir gesagt, dass es schlicht und ergreifend darum geht, sich möglichst schnell, möglichst gut und beflügelt zu fühlen.
Das war dummerweise noch nie mein begehr.

Das Drogen- und Alkoholproblem war vergleichsweise eines der heftigeren Probleme, im Grunde stritten wir uns nur dann, wenn es hieß, Essen zu bestellen. Meistens rang ich mich durch…
An einem Abend, als wir uns ausnahmsweise einmal einig waren, was wir essen wollten (oder sagen wir es so: John hatte einfach gesagt: ‚Ihr esst was auf den Tisch kommt, und zwar, was ich koche!’) kamen uns wieder einige ‚lustige’ Ideen, wie Freddie und ich uns unseren Eltern sozusagen öffnen konnten. Roger schlug vor, nichts zu tun und einfach zu warten, bis ein Foto in der Presse für genug Aufruhr sorgte, sodass sie es zwangsläufig erfahren mussten. Weder Freddie noch ich hielten viel von dieser Idee. John war, gelinde gesagt, ebenfalls nicht davon begeistert.
Wir entschieden uns für Johns Alternative:
-Zuerst bei Freddies Eltern vorbeischauen (Meine Mutter liebte es, andere Dinge weiterzutratschen…) und Jer mit einem Strauß Blumen (außer Lilien, gegen die war sie allergisch) überraschen.
- Dann warten, bis Jer sich nach irgendwelchen Beziehungen Freddies erkundigt.
- Und letzten Endes mit der Tür ins Haus fallen
- Bei mir warten, bis meine kleine Schwester (Lilian, grad mal 4) dabei ist und dann erst einmal ein bisschen über alte Zeiten reden.
- Papa May wird wieder fragen, wies so mit den Frauen läuft, und ob sich schon eine getraut hat, einen so hübschen Mann wie mich anzusprechen (Ich werde feuerrot anlaufen, weils echt peinlich ist, dass der eigene Vater einen als ‚hübsch’ bezeichnet).
- Freddie greift ‚zufällig’ nach meiner Hand und meint, dass es wohl keine Frau wagen wird, mich anzusprechen, weil ich ja schon vergeben bin
- Ein Licht geht auf
- Papa beglückwünscht uns beide (er mag es irgendwie, wenn sich zwei Kerle gefunden haben…)

Ja, wirklich, das war echt eine gute Idee.

Die Umsetzung war allerdings ebenso lustig, wie improvisiert:
Als wir bei den Bulsaras klingelten, öffnete uns klein Kashmira die Tür und meinte, dass Jer eben grad einkaufen gegangen wäre und Papa (keine Ahnung, warum sie zu Jer nicht einfach Mama sagte) arbeite gerade, aber wir sollten doch kurz reinkommen und eine Tasse Tee mit ihr trinken.
Ohne Umschweife begannen Kashmira und Freddie auf Indisch (oder so irgendetwas) zu erzählen, bis Freddies kleine Schwester mich ansah und laut loslachte.
Ich muss ausgesehen haben, wie ein Auto, denn auch Freddie kicherte.
„Tschuldigung, Brian…“, meinte Mira, wie ich sie nennen sollte.
„Schon gut…“, ich musste gegen meinen Willen grinsen. Es war echt lustig, im einen Moment konnte man die beiden nicht von zwei reinrassigen Londonern unterscheiden, im anderen verwandelten sie sich in die beiden Sansibarer, die sie eigentlich auch waren.
Freddie strich mir kurz über die Wange, als ich mein gespieltes Schmollgesicht aufsetzte. Mira grinste. „Ihr seid ein Paar, nicht?“, fragte sie, obwohl sie es ohnehin wusste.
Freddie verzog den Mund ein wenig, ehe er nickte.
„Das is ja mal cool. Mein Bruder, der praktisch jedes Mädchen der Stadt haben könnte, bleibt im Kreis der Bekannten und verliebt sich in seinen Gitarristen. Schöne Geschichte, schreib ich mir gleich auf!“, damit rannte sie nach oben, wo ich ihr Zimmer vermutete.
Freddie lächelte. „Ja ja… Autorenblut ist immer inspiriert…“, meinte er. Ich hob die Augenbrauen an. „Will sie Schriftstellerin werden?“
„Ja… und sie ist wirklich gut.“
Wir setzten uns auf das durchgesessene Sofa (Freddie hatte mir mal erzählt, dass Jer es nur deshalb noch hatte, weil Mira es als ‚Wiege ihrer Kreativität’ bezeichnete. Dort saß sie meistens, mit ihrer Schreibmaschine auf den Knien und tippte wie eine Besessene darauf herum.) und tranken den ziemlich süßen Tee, den Mira uns serviert hatte. Ich hätte einen ausgewachsenen Zuckerschock bekommen wenn ich, wie Freddie, dazu noch eine Rosinenschnecke verputzt hätte. Er grinste mich mit Zuckergussverschmierten Mund an. „Die sind echt lecker, willst du auch eine?“, fragte er, schon wieder halb am Kauen.
„Nee du, lass mal…“
„Du bist nichts Gutes gewohnt…“, meinte er seufzend und biss wieder in die Kalorienbombe auf seiner Hand.
Gerade als ich mir eine neue Tasse Tee einschenken wollte, kam Jer nach Hause. Sie lief zuallererst gegen mich, weil sie damit beschäftigt war, Freddie das frisch mitgebrachte Gemüse in die Hand zu drücken und mich deshalb übersah.
Es musste sich wie eine Backsteinmauer angefühlt haben, mein Bauch, denn Jer rieb sich zuerst die Stirn und rückte sich dann die Brille wieder auf die Nase. Sie blickte kurz zu mir auf und meinte: „Ah, Hallo Bri, da nimm!“, und drückte mir drei Baguettes und zwei Blechdosen mit Katzenfutter in die Arme. Ich schleppte alles in die Küche, wo ich es vorsichtig auf dem Tisch ablegte.
Freddie kam mit gefühlten fünf Kilo Gemüse ebenfalls in die gute alte Kochstube gewankt und ließ seine Ladung nicht unbedingt zärtlicher auf den Holztisch prasseln. „Farrokh, die Paprika bekommen doch Dellen, wenn du sie so auf den Tisch donnerst!“, wies sie ihn zurecht und Freddie verdrehte die Augen und legte alles fein säuberlich in das Gemüsefach im Kühlschrank.
„Brian, bitte sei so nett und schneid mal ein Baguette auf.“, meinte Jer, nicht ohne mir ein monströses Messer in die Hand zu drücken.
Freddie sah mir misstrauisch über die Schulter. „Mama?“
„Ja?“
„Warum gibt’s heute Baguette?“
„Weil wir was zu feiern haben.“
„Ach ja?“
„Du bist doch mittlerweile unter der Haube, oder?“
„W-Woher…?“
„Na, Roger, was denkst du denn?“
Freddie seufzte. Der konnte aber auch nie sein Schandmaul halten…
Ich grinste und schnitt weiter feinstes französisches Weißbrot auf. „Du bleibst doch hoffentlich zum Essen, oder?“, fragte Jer mich und ich nickte. Dann blickte sie mich an. Sie war einen knappen halben Meter kleiner als ich, weswegen sie den Kopf in den Nacken legen musste, um das zu tun.
„Deiner Mutter hast du aber nichts erzählt, oder?“, fragte sie
„Nein, bei der wollten wir warten… außer Roger hat…“
„Neee, hatter nicht.“
Ich atmete tief durch. Roger würde trotzdem noch was zu hören bekommen.

Jer kochte gut. Nicht, dass meine Ma das nicht täte, aber ich mochte die Englische Küche, gelinde gesagt, nicht wirklich.
Freddie konnte nicht wirklich kochen, aber dieses Talent schien einzig und allein John vergönnt zu sein (hier beneidete ich Roger schon wieder…), der aus ein paar Dingen schon unglaubliche Diners zaubern konnte.
Wir saßen letztendlich zu viert da (Freddies Vater arbeitete offenbar immer bis spät in den Abend) und unterhielten uns über alles Mögliche, wobei mir auffiel, dass Mira, was mich nicht verwunderte, eine äußert belesene und intelligente Person war, die es locker mit mir aufnehmen konnte, was Sprache (plus Händegefuchtel) und Inhalt im Kontext anging.
Freddie und ich sprachen nicht viel, was auf gar keinen Fall auf einen Streit zurückzuführen war. Wir zogen es nur vor, so wenig wie möglich über unsere Beziehung zu sprechen. Allerdings war Jer sehr daran interessiert, wie ich ihren Sohn denn behandelte. Ich wurde rot und Freddie übernahm: „Oh Mama, was denkst du denn von meinem Bri?“
„Nichts schlechtes, solange er nicht als Sexualstraftäter gesucht wird.“
„Sieht Bri so nach perversem Serienkiller aus?“
Jer begutachtete mich eingehender.
„Nö, eher wie ein lieber und braver Schwiegersohn, der es im Bett wie eine Kanone drauf hat…“, meinte sie.
Freddie verdrehte die Augen.
„Er ist zuallererst einmal der liebste und vor allen Dingen süßeste Mensch, den ich kenne. Danach ist er ein absolut genialer Musiker und danach ist er ein lieber und braver Schwiegersohn. Auf den Sex kommt’s mir gar nicht an.“
Wieder schoss mir die Röte ins Gesicht.
„Das sagst du so…“, meinte Mira, zwischen zwei Bissen von dem Gemüseeintopf (sie war ebenfalls Vegetarierin, was sie mir noch sympathischer machte).
„Brian?“, fragte sie dann, als sie bemerkte, dass ich schon seit über fünf Minuten nicht mehr an der Konversation teilnahm.
„Ja?“
„Du bist so still…“, ihre Stimme klang so gefährlich misstrauisch, dass ich unwillkürlich mit dem Stuhl zurückrutschte, „ist dir das etwa peinlich?“
„Nun ja… peinlich nicht direkt, aber leicht… wie soll ich sagen, es ist ein bisschen ungewohnt für mich, so offen zu reden…“
Mira lachte.
„Mah, Freddie, da hast du dir wirklich einen Niedlichen gesucht…“, ihre Augen blitzten schon wieder. Irgendwie war sie mir unheimlich und ich wartete nur noch darauf, dass wir in ein paar Monaten mit einem Bestseller einer gewissen Kashmira Jupiter (Die beiden hatten sich offenbar abgesprochen…) überrascht würden, der die mehr oder minder veränderte Liebesgeschichte von Brian May und Freddie Mercury schilderte.
Ich schluckte bei dem Gedanken einmal schwer.
„Findest du nicht?“, meinte Freddie und lächelte mich liebevoll an. Ich löste meine Spannungen und grinste zurück.
„So, jetzt gibt’s Nachtisch!“, kündigte Jer die Erdbeer-Karamell-Creme an.
Ich summte vergnügt. Die ‚Erka-Creme’ war definitiv eine von Jers Spezialitäten.
Die Unterhaltung wurde von Minute zu Minute ausgelassener und sowohl Freddie, als auch ich tauten sichtlich auf und hielten zum Schluss ganz normal auf dem Tisch Händchen, fütterten uns gegenseitig mit der Creme und kicherten wie zwei Schulmädchen.
Ab und zu sah ich, wie Mira etwas in ihrer kleinen Kladde notierte und ich dachte wieder an ihren ‚Bestseller’.

Als ich Freddie das später erzählte, begann er laut loszulachen. „Mira wird schon schlau genug sein, die Namen und eventuell auch die Umstände unkenntlich zu machen. Allerdings im Charakter-Design wird sie sich nicht reinreden lassen, da müssen wir wohl dran glauben.“
Ich seufzte. Meine letzte Hoffnung war, dass niemand so weit dachte, dass das Freddie und ich sein könnten.

Der Besuch bei meinen Eltern ging mindestens ebenso chaotisch von Statten, nur diesmal war größtenteils Lilian dafür verantwortlich.
Als ich die Tür geöffnet hatte (Wir lebten in einem typischen kleinen Londoner Einfamilienhaus), traf mich schon beinahe der Schlag: Lilli hatte wohl ihre Vorliebe für dunkelviolette Wachsmalstifte auf Blütenweißer Küchentapete entdeckt und diese Vorliebe voll ausgelebt. Mir sprangen fast die Augen aus dem Kopf, als ich die Bescherung sah. Freddie, der unsere Küche ebenfalls eher im Normalzustand kannte sah auch nicht gelassener aus.
Klein Lilli saß nun auf dem Boden und lachte mich an. „Lilian… Sag mir, dass die Wachsmalstifte ganz nett und lieb sind und wieder von der Tapete da abgehen…“, meine Stimme klang wohl so, als ob ich sie jeden Moment erwürgen musste. Mein Schwesterherz kicherte und meinte, wenn die nochmal abgehen sollten, wäre sie sehr enttäuscht. Okay, Originalton: „Nöööö… is doch schön!“
In jenem Moment hörte ich bekannte Schritte die Treppe heruntertrippeln: Mein Vater, der offenbar gesundheitlich wieder voll auf der Höhe war.
Als er die Tür zur Küche auftat, war das erste was er sah, Lilians ‚Kunstwerk’ an der Wand.
„Lili…“, erstaunlicherweise folgte haargenau derselbe Satz, den ich eine Minute zuvor schon losgelassen hatte.
Und wieder kicherte meine Schwester und schüttelte den Kopf. Dad ließ den Kopf auf die Arme sinken.
„Brian, sag mir, dass ich halluziniere und das gleich wieder weg ist. Oder wenigstens, bis deine Ma wieder da ist.“

FREDDIE:

Harold war Brian einfach zu ähnlich. Allein die Tatsache, dass beide denselben Satz angesichts Lilians Küchenmassakers von sich gegeben hatten, ließ mich schmunzeln.
Als er wieder aufblickte, sah er mich. „Aah… hi, Freddie… Sorry, dass du das ausgerechnet miterleben musst… Lilian scheint wohl ihre Berufswahl getroffen zu haben…“, seufzte er lächelnd.
Ich nickte. „Da sind Musiker vorteilhafter… Die lassen einen nur manchmal taub werden…“
Brian und Harold grinsten. „Tatsache.“
Dann sah mich Brians Dad etwas misstrauisch an. „Sag mal, ich hab da so was gehört…“, begann er. Brians Augen weiteten sich. „Hat Roger dir irgendetwas erzählt, von wegen Freddie und mir?“
„J-ja…“, meinte er verdutzt.
Brians Blick wandelte sich zu einem sehr, sehr mordlustigen Blick, dessen Grund ich nicht hätte sein mögen.
„Der Kleine quatscht einfach zu viel“, grummelte meine kleine Tinkerbell.
Harold lachte.
„Was regst du dich auf? Ist doch fabelhaft!“
„Dass Roger sein Maul nicht zubekommt?!“
„Nein, dass du dich verliebt hast.“
„Ah…“, mehr konnte er dazu nicht sagen.
Dann wandte er sich an mich.
„Und? Liebst du ihn?“
„J-Ja…“, meinte ich zögernd. Was dachte der denn von mir?
„Gut, dann seid ihr sozusagen abgesegnet. Aber wehe jemand geht dem anderen Fremd!“

Wir lachten viel und erzählten noch mehr über Technik, wovon wir alle irgendwie Ahnung hatten.
Es würde eine späte Rache für Roger werden, dass wurde dabei klar.

Als wir uns wieder in der kleinen Wohnung befanden, in der wir sonst mit den anderen beiden wohnten, heckten wir schon Rachepläne für unseren geschwätzigen Drummer aus, denn ungestraft konnten wir ihn nicht davonkommen lassen.

Nur, wie wir eben jenes anstellen sollten, war uns ein wenig schleierhaft, weil uns alles entweder eine Spur zu harmlos oder einen Tick zu heftig war.
~Ende~
So, ich muss gestehen, dass diese Geschichte hier schon ein wenig älter ist. aber ich mag sie sehr gern, auch wenn wieder einmal ein paar Sinnfehler drinne sein müssten *äääh*.
Ich würd mich freuen, wenn ich ein paar Kommis bekommen würd!
Liebe Grüße
Jo/Tinks
 
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