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von Farfie chan
erstellt: 20.11.2006
letztes Update: 20.11.2006
Geschichte, Drama / P12 Slash
(fertiggestellt)
Meine erste Van Helsing ff überhaupt. Komisch, der Film ist schon 2 Jahre alt und ich raffe mich erst jetzt dazu auf.>...<**
Ein liebes Dankeschön an 007schuldig *knuff*. Sie hat mir geholfen, danke Mausi!!
das Pairing: Vlad/Gabriel
genug der langen Reden!! ^^
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Was ich so lang begehrte
Eine eisige Stille umgab das düstere Vampirschloß in welchem Gabriel Van Helsing und Dracula ihren letzten Kampf ausgetragen hatten. Bis vor kurzem hallte noch gellendes Kampfgeschrei durch die weiten Hallen und der Boden erzitterte unter der Wucht der Mächte. Doch nun war fast kein Laut mehr zu hören.
Einzig das erschöpfte Keuchen der beiden Rivalen zeugte davon, dass der Kampf noch nicht beendet war. Entschieden, aber nicht beendet.
Am ganzen Körper zitternd lag Vladislaus vor den Stiefeln seines Feindes und Richters. Längst benetzte dunkles Vampirblut den kalten Steinboden. Dracula wusste, dass sein Ende nah war. Die Strafe des Himmels trohnte über ihm, wie ein Racheengel mit erhobener Waffe, bereit sein elendes Dasein zu beenden.
Doch der Vampir war noch nicht bereit, nicht nach 400 Jahren qualvoller Sehnsucht nach Ihm!
Gabriel verzog keine Miene und starrte auf seinen gebrochenen Gegner hinab. Der Zopf mit den nachtschwarzen Haaren hatte sich geöffnet, wie totes Wasser umflossen die samtigen Strähnen das schweißnasse Gesicht des Blutsaugers. Aber Van Helsing hatte keine Augen für die düstere Schönheit vor ihm. Er sah ein blutrünstiges Ungetüm das über die Jahrhunderte hinweg unschuldige Leben in den Tod gerissen hatte. Jetzt sollte ihn das gleiche Schicksal ereilen!
Der Mann holte zum vernichtenden Streich aus. Plötzlich schien die Zeit langsamer zu verlaufen. Die grünen Augen des Grafen weiteten sich als er seinen Tod auf sich zu gleiten sah, Schritt für Schritt...
Doch der tödliche Hieb blieb aus! Gabriel ließ die Waffe fallen, taumelte zurück und fiel auf die Knie. Warmes Blut lief an seinen Mundwinkel entlang.
Er hatte doch viel mehr abbekommen als zunächst zu Bemerken war. Große Schmerze breiteten sich rasend schnell in seinem Körper aus. Ihm schwindelte.
Genau diesen Moment von Schwäche nutzte der Graf um sich aufzurappeln. Wankendes Schrittes schleppte er sich gen Gabriel, sank vor ihm
nieder und schloss die Arme um seinen eigentlichen Todfeind.
Gabriel verstand die Welt nicht mehr! Was zum Henker tat der Blutsauger da? Er wollte sich wegdrücken aber seine Hände gehorchten ihm nicht. Jetzt hatte Dracula die Oberhand. Obgleich seiner Erschöpfung schob der Vampir eine Klaue unter das Kinn seines Gegners. Bald darauf tropfte Blut auf sie herab. Vorsichtig näherte sich Dracula dem Gesicht Gabriels und fuhr mit seiner rauhen Zunge dessen Mundwinkel entlang. Der süße, metallerne Geschmack des roten Lebenssaftes gab ihm Kraft.
Musste Van Hellsing bis jetzt die Berührungen über sich ergehen lassen, zuckte er nun zurück und starrte Dracula entsetzt an. "W-Was soll das??" Rief er verwirrt.
"Was tust du??" Dieser antwortete ihm sanft, denn jetzt war es Zeit Gabriel seine Vergangenheit zu offenbaren, dies war die letzte und einzige Chance! "Nichts was du früher nicht gemocht hättest..."
"Früher??" Entfuhr es Gabriel. "Verdammt, wovon redest du??" "Wir waren nicht immer Feinde...es gab eine Zeit da..." Doch sein Gegenüber schnitt dem Vampir das Wort ab. "Natürlich waren wir immer Feinde! Du bist ein abscheuliches Monster!" Diese Worte verletzten Dracula, doch er zwang sich zur Beherrschung und fuhr fort.
"Das ist nicht so, glaub mir! Vor 400 Jahren da...haben wir uns geliebt."
Jetzt war Van Helsing restlos empört. Was faselte diese untote Schreckgestalt da?? Geliebt? So ein Monster? Trocken lachte er auf: "Deine Lügen kannst du dir sparen, nie würde ich so etwas wie Dich lieben!!" "Das ist keine Lüge!" Fuhr Dracula auf. "400 Jahre habe ich mich nach dir gesehnt!"
Zorn stieg in den beiden Männern hoch. Bei Gabriel weil er über die Dreistigkeit dieses Monsters empört war und in Dracula weil Gabriel ihm nicht glauben wollte. Doch, wer konnte es Gabriel verübeln?
Van Helsing war es leid dem albernen Geschwafel noch länger zuzuhören. Mit einem schmerzvollen Stöhnen erhob er sich und richtete abermals die Waffe auf den Grafen.
Seine Verletzungen machten Gabriel zu schaffen, doch er musste seine Aufgabe endlich beenden!
Dracula seufzte schwer. Es war sinnlos! Gabriel würde sich nie erinnern...an damals...an die glutheißen Nächte voller Zärtlichkeit und ihr ewiges Versprechen...
Vladislaus fühlte sich schwach angesichts der Tatsache, das er nie wieder den Mann besitzen konnte dem sein schwarzes Herz gehörte. Fast stiegen ihm Tränen in die Augen als er begriff, dass es vorbei war. Er hatte doch so gehofft. Ganze 400 Jahre lang hatte er gewartet, wurde fast verrückt vor Schmerz, wollte Gabriel endlich wiedersehen! Doch höhere Mächte hatten etwas gegen diese Liebe zwischen Licht und Dunkelheit...
Der Graf blickte in die braunen, kalten Augen Van Helsings. Versuchte darin etwas von dem früheren Gabriel zu entdecken. Doch er fand nur eisige Leere.
"Gabriel..." Hauchte er. "Ich weiß, dass du mich töten wirst aber..." Der Angesprochene stutzte, was wollte der Blutsauger denn jetzt noch??
"...Bitte erfülle mir einen letzten Wunsch..."
"Wunsch? Soweit kommt´s noch!" dachte Gabriel. Doch dann bemerkte er etwas im trüben Blick seines Gegners. Etwas das er nicht beschreiben konnte...
Ehe er sich versah hörte er sich selbst sprechen: "Nenne ihn mir."
Dracula atmete kurz auf, bevor er ihm offenbarte: "Küss mich."
"Wie??" Van Helsing dachte er hätte sich verhört. "Ich bitte dich, schenk mir einen letzten Kuss...So viele Jahrhunderte lang begehrte ich nichts anderes...einmal noch möchte ich
dich spüren." Flüsterte der Graf und sah ihn flehend an. Gabriel war unschlüssig. Hatte der Vampir am Ende doch Recht? Lief da wirklich einmal mehr zwischen ihnen?
Oder war es eine letzte heimtückische Falle?
Entschlossen beugte sich Gabriel herab. Irgend etwas in ihm fühlte, dass der Vampir die Wahrheit sagte. Schließlich näherte er sich den bleichen Lippen und vereinte sie mit den seinigen. Der Kuss wurde heftig erwiedert. Zwei Arme schlangen sich um seinen Körper. Gabriel spürte die Hitze welche von dem Anderen ausging.
Vladislaus konnte sich nicht mehr beherrschen. Das versteckte Verlangen von Jahrhunderten flammte auf und brachte sein Blut in Wallung. Er wollte Gabriel, mehr als alles Andere auf der Welt. Dieser Kuss bedeutete ihm so viel.
Van Helsing dagegen fühlte etwas ganz anderes dabei. Vor seinem geistigen Auge blitzten Bilder aus vergangen Tagen auf. So schnell, das er sie nicht ordnen konnte.
Und es wurden mehr! Wie ein Wasserfall strömten sie auf ihn ein, brachten ihm wahnsinnige Kopfschmerzen. "Aufhören!" Schrie Gabriel in Gedanken und zog seine Waffe.
Im nächsten Moment spürte Dracula einen kurzen aber stechenden Schmerz welcher durch seinen gesamten Körper zuckte. "Er hat es getan...er hat es tatsächlich getan.." Waren seine letzten Gedanken bevor sich die Dunkelheit über ihn warf.
Stumm sah Gabriel auf den regungslosen Körper hinab. Leicht berührte er seine Lippen. In seinen Augen glitzerte ein Hauch von Wehmut.
Bald darauf verklangen seine Schritte in der Ferne und Schweigen breitete sich über dem Ort aus.
...
Langsam, ganz langsam kam der Graf wieder zu sich. Mühsam öffnete er die Augen. Zunächst konnte er es nicht glauben. Doch er war nicht tot!
Die Schmerzen waren zu groß, als das er sich bewegen konnte. Aber das war ihm jetzt egal. Gabriel hatte ihn nicht getötet! Neue Hoffnung keimte in ihm
auf. Das konnte nur eines bedeuten: er hatte sich erinnert!
Dracula lächelte schwach. Gabriels Aura war zwar nicht mehr zu spüren, doch er würde ihn finden! Alles wollte er daran setzen um seinen Geliebten wieder
bei sich zu wissen und ihn nie mehr zu verlassen. So, wie es sich die beiden damals versprochen hatten.
~Ende~
Kommis sind ausdrücklich erlaubt! ^.-
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