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Geschichte: Fanfiktion
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von liadan
erstellt: 19.11.2006
letztes Update: 12.11.2009
Geschichte, Drama / P18
(fertiggestellt)
Wie immer an erster Stelle: Lost und alle Lost-Charaktere gehören der ABC und J.J.A. … weil sonst wäre ich ja jetzt schließlich auf Hawaii und ein kurzer Blick aus dem Fenster auf das novembergraue, regnerische Deutschland zeigt mir deutlich „Das KANN nicht Hawaii sein!“
Allerdings gehört die werte Dame, die ihr vorerst als „Raven“ kennen werdet mir… mir ganz allein *MUAHH*
Diese Fic ist ab 18. Das hat vielfältige Gründe unter denen die drei „Sex“, „Gewalt“ und „Sprache“ die hervorstechensten sein dürften…
Ganz entgegen meiner sonstigen Gewohnheit wird diese Geschichte nämlich aus der Perspektive der Protagonistin erzählt und es wird häufig und ausgiebig geflucht werden…
Ich weiß, daß es die Sache „Sawyer + OC“ schon oft, oft, oft zu lesen gab, ich hoffe allerdings, daß das ganze nicht „geklaut“ und/oder „abgeschrieben“ rüber kommt. Das ist es nämlich NICHT!
Die Story wird sich ziemlich eng am Serienplot bewegen, wird jedoch keinesfalls eine Art „Ich schreib das Drehbuch ab“ - Fic werden.
Ausnahmsweise (und das ist ziemliches Neuland für mich) ist das eine absolut Mary-Sue-freie Fic (wenn man mal von Jack absieht… *lach*)…
Wenn ich mich irgendwann einmal der Namen von realen Personen bedienen sollte (was nicht ausgeschlossen ist) dann geschieht das rein aus "dramaturgischen" Gründen und hat nichts, aber auch wirklich gar nichts mit der Realität zu tun!!!
Ansonsten gilt natürlich was immer gilt: ich FREUE mich IMMER wie bescheuert über Reviews und wäre sogar bereit dafür auf den Knien rumzurutschen. Da man daß aber virtuell nicht sieht: BITTE! BITTE! BITTE! Hinterlaßt mir nach dem Lesen einen klitzekleinen Kommentar!!!
Wie immer ist Lob ebenso willkommen wie (konstruktive) Kritik!
Die Fic ist nicht beta gelesen, ich bemühe mich allerdings Tippfehler so gut wie möglich auszumerzen…
Wer dennoch welche findet, darf sich freuen, daß er schlauer ist als die blöde Liadan und sie sich in nem Rahmen an die Wand hängen! *g*
Also nun den… Liadan (nicht ganz so) proudly presents
Lies will lock you up… with truth the only key
****
Hysterisches Kreischen.
Das erste was ich wahr nahm war das hysterische Kreischen einer blonden Frau, die einige Meter von mir entfernt bis zu den Knien im Meer stand.
Meer? Verdammt nochmal, warum Meer?
Mit einem plötzlichen Schub wurde ich in die Realität zurückbefördert und setzte mich mit weit aufgerissenen Augen auf.
In den ersten Augenblicken schienen sämtliche Geräusche wie ausgeblendet, nur das enervierende Kreischen, das in meinen Ohren sogar noch an Lautstärke zugenommen zu haben schien, drang bis zu mir vor.
Am liebsten hätte ich der Blondine einfach mit einem gepflegten „Halt’s Maul!“ ins Gesicht geschlagen.
Doch dazu war ich nicht in der Lage. Weder fähig mich zu bewegen, noch in der Lage etwas zu sagen.
Vollkommen regungslos und mit vermutlich immer weiter entgleisenden Gesichtszügen beobachtete ich das Szenario um mich herum.
Unwillkürlich krallten sich meine Finger in den Sand unter mir, als der Geräuschpegel über mir zusammenkrachte wie ein Kartenhaus und mir einen Augenblick die Luft zum Atmen zu nehmen schien.
Mit einem entsetzten Aufkeuchen zog ich meine Hände nach oben. Sand? Warum um alles in der Welt Meer und Sand?
Mit dem einzigen noch funktionierend Winkeln meines Gehirns registrierte ich, daß meine Atmung unverhältnismäßig flach und schnell ging und ich ganz offensichtlich unter Schock angefangen hatte zu hyperventilieren. Langsam, wie ich es schon so oft getan hatte, daß die Handlung eine Art von Automatismus geworden war, schloß ich die Augen und begann so ruhig es mir möglich war in Gedanken zu zählen. Mit einer Hand ertastete ich die hintere Tasche meiner Jeans und zog mit einiger Erleichterung meinen Inhalator hervor. Hastig hielt ich ihn mir an den Mund und atmete tief ein.
Mehrere Male hintereinander, öfter als eigentlich nötig gewesen wäre. Doch, wie schon unzählige Male zuvor in meinem Leben war der Inhalator das einzige an dem ich mich festhalten konnte. Ein kleines Ding aus Plastik und Metall das mir Halt gab, während um mich herum die Welt in Trümmern versank.
Und wenn sie das jemals wirklich getan hatte, dann in diesem Moment.
Das stellte ich zumindest fest als ich die Augen wieder aufschlug und unzusammenhängende Erinnerungsfetzen in mir aufkeimten als ich die Apokalypse um mich herum betrachtete.
Das Flugzeug ist abgestürzt.
Dieser eine Gedanke hämmerte immer wieder mit erschreckender Endgültigkeit in meinem Kopf.
Das verdammte Flugzeug ist abgestürzt.
Unwillkürlich begann ich langsam damit Arme und Beine zu bewegen, ganz so als würde mein Unterbewußtsein eine Art Bestandsaufnahme machen und mit einiger Erleichterung stellte ich fest, daß sich zwar mein ganzer Körper anfühlte wie ein einziger blauer Fleck aber daß ich offensichtlich keine ernsthaften Verletzungen davon getragen hatte.
Erneut ließ ich meinen Blick den Strand (STRAND?!?) hinabschweifen und schloß mit einem leisen Keuchen erneut die Augen.
Ich wollte diese Bilder, die sich wie grausame Szenen aus einen Horrorfilm auf meiner Netzhaut einbrannten, nicht sehen.
Wollte die Menschen, die um mich herum in wilder Panik herumrannten, nicht sehen.
Nicht das Bild von blutigen Gesichtern, zerquetschten und abgetrennten Gliedmaßen und erst Recht nicht das von den Körpern die in absoluter Regungslosigkeit im Sand lagen.
Es mochte Menschen geben, denen der Anblick von Leichen und Mengen von Blut nichts ausmachte, doch ich gehörte ganz offensichtlich nicht dazu, wie ich feststellte, als ich mich ruckartig umdrehte und keuchend in den Sand erbrach.
****
„Miss!“ Nur undeutlich drang dieser laute Ruf an meine Ohren und wie durch einen Schleier spürte ich, daß sich eine Hand fest auf meine Schulter legte und mich leicht schüttelte. „Hey! Miss! Alles in Ordnung?“
Ich kniete noch immer mit beiden Händen fest aufgestützt im Sand und obwohl ich mich nur einmal kurz, aber dafür heftig, übergeben hatte, hatte ich noch nicht die Willenskraft gefunden, mich aufzurichten und damit der Realität wieder ins Auge sehen zu müssen.
Langsam hob ich meinen Kopf und warf einen Blick über die Schulter, um zu sehen, wer da so hartnäckig an meinem Körper ruckelte.
„Finger weg!“ fauchte ich den Jungen an und die blauen Augen, die mich unter dichten braunen Augenbrauen hervor zuerst besorgt angestarrt hatten, verengten sich ein Stückchen. Unschlüssig zog er seine Hand zurück.
„Geht’s wieder?“ fragte er mit einer sanften Baritonstimme und lächelte mich freundlich an. Augenblicklich bedauerte ich, daß ich ihm so barsch über den Mund gefahren war und nickte leicht. Offensichtlich war es mir einfach zu sehr in Fleisch und Blut übergegangen, Fremden prinzipiell ablehnend zu begegnen.
Noch immer war ich nicht wirklich in der Lage vernünftig zu sprechen und so beantwortete ich die freundliche Frage nach Verletzungen nur mit einem Kopfschütteln.
„Ich bin Boone.“ stellte er sich mit einem freundlichen Lächeln vor und streckte mir seine Hand entgegen um mir beim aufstehen zu helfen. Ohne zu überlegen griff ich danach und ließ mich von ihm auf die Füße ziehen.
„Raven.“ sagte ich automatisch und grinste dann unwillkürlich in mich hinein, als mir bewußt wurde, daß es keinen plausiblen Grund gab, dem Jungen nicht meinen wirklichen Namen zusagen. Allerdings hakte ich das ganze mit einem gedanklichen Schulterzucken ab. Was ging ihn schließlich mein Name an?
„Na, dann komm, Raven.“ animierte er mich zu gehen. „Wenn die Flut kommt, wird’s hier echt naß werden.“
****
Mittlerweile hatte es begonnen wie aus Eimern zu schütten und ich saß eng aneinandergedrückt mit einer mir vollkommen fremden, hochschwangeren Frau unter einer Plastikplane, die uns ein dunkelhäutiger Typ, der sich als Sayid vorgestellt hatte, gebracht hatte, als es angefangen hatte zu regnen.
„Mädchen oder Junge?“ fragte ich irgendwann laut um die Töne des herabprasselnden Regens zu übertönen. Nicht, daß es mich wirklich interessiert hätte, aber weiterhin in dieses unbehagliche Schweigen gehüllt zu sein, war erheblich mehr, als meine Nerven an diesem Tag noch ertragen konnte.
„Freut mich ebenfalls.“ erwiderte das Blondchen nicht ganz ohne Humor. „Ich bin Claire.“
Ohne daß ich etwas dagegen tun konnte, verzogen sich meine Lippen zu einem freundlichen Lächeln, als ich das vollkommen entwaffnende Lächeln von Claire sah.
„Raven.“ murmelte ich undeutlich und verpaßte mir selbst einen mentalen Arschtritt. Ich hatte den Namen schon ziemlich bescheuert gefunden, als ich ihn das erstemal verwendet hatte, aber für meine damaligen Zwecke war er perfekt gewesen. Nicht so ausgefallen, daß mich alle für einen Freak gehalten hätten, aber doch ungewöhnlich genug, daß er den Leuten im Gedächtnis haften blieb.
Allerdings hatte ich eine Sache sehr gut gelernt in den vergangen Jahren. Wenn man schon eine Lüge erzählte, dann auf jeden Fall immer die gleiche. Viel zu schnell passierte es sonst, daß man sich selbst in einem solchen Netz verstrickte, daß man am Ende überhaupt nicht mehr wußte, wem man was vorgeflunkert hatte.
„Raven?“ wiederholte Claire und ließ die Laute sanft über ihre Lippen gleiten. „Das ist ein schöner Name.“
Ich lachte leise auf.
Ja. Aber nicht meiner, du dämliche Kuh. dachte ich dabei, ließ meinem Gesichtsausdruck jedoch nichts von dieser nicht eben freundlichen Aussage anmerken.
„Auf Namenssuche, hm?“ fragte ich und Claire nickte langsam. Einfach nur um irgendeine Art von Smalltalk zu betreiben, damit das Schweigen von zu vor keine Chance hatte, wieder aufzukeimen, runzelte ich überlegend die Stirn. „Ich fand „Michelle“ immer einen sehr schönen Namen.“
„Michelle, ma belle…“ summte Claire mit melodiöser Stimme an.
Kichernd stimmte ich leise mit ein und unversehens saßen wir zusammen im Regen und sangen die alte Beatles-Schnulze vor uns hin.
Ein großes Geheimnis war gelüftet worden.
Es bedurfte also tatsächlich nur eines Flugzeugsabsturzes, um mich das erste Mal in Jahren zum Lachen zu bringen.
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Ist dieser, zugegebenermaßen kurze Prolog ein klitzekleines Review wert??? Ein Reviewchen vielleicht? Bitte, bitte! *auf Knien rumrutscht* Ich bin nun mal untherapierbar Review-süchtig... was soll man machen???
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