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Geschichte: Fanfiktion
/ Prominente
/ Musik
/ Finnische Gruppen
/ Süchtig
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von Shalah
erstellt: 03.11.2006
letztes Update: 21.08.2010
Geschichte, Allgemein / P18 Slash
(abgebrochen)
Ein frohes neues Jahr *leiselach*
Ist ja die erste Sache, dieich '09 poste *schnurr*
Ersteinmal ein riiiiieeeesiges DANKE an die Reviewer... wow <3
Danke an:
notwendiges uebel
faalleen
esma
Mizuzu-chan
OnFire
Cat
Maya89
Sir Pleasure *knutsch*
blacknailrose
Ich hätte wirklich nicht damit gerechnet, so viele Reviews zu bekommen ^^
Das ist übrigens auch ein Grund, warum es jetzt mitJuhasüchtig weitergeht ^^
Der Andere nennt sich Sir Pleasure *lach*
Die Resonanz war ja doch wirklich gut - womit ich gar nicht gerechnet hatte *verlegen grins*
Ich kann euch aber versprechen... es wird KEINEN weitere Teil dazu geben.
Sir Pleasure war der Einzige, der eine Fortsetzung wollte - er soll sie also hiermit bekommen ^^
An dieser Stelle möchte ich auch dezent auf mein Profil aufmerksam machen... könnten Sachen drinstehen, die euch interessieren *grins*
Ich sag nur... Schweden und so *lach*
So und der Rest darf jetzt schon weiterscrollen, wenn er will, denn - ja, es wird ein kleiner Roman jetzt folgen xD
Wer nicht will, muss es nicht lesen, es reicht, wenn die betroffene Person das tut *nick*
Sir Pleasure: Dieser Oneshot ist ganz allein deiner, weil du ihn dir gewünscht hast. Es ist nur ein kleiner Dank, ich weiß... aber es ist ein Dank. Für die wundervolle Zeit, die ich jeden Tag mit dir haben kann, dafür, dass du für mich da bist... Auch für den Kalender *leise lach* Ich hoffe ich kann dir auch eine Freude machen - wie du das so oft bei mir schaffst *grins*
Vielen Dank auch für dein Hammer Review <3 Ich liebe es wirklich... *anschnurr* Du hilfst mir immer so unglaublich viel, du bist da für mich... das alles bedeutet mir wirklich wahnsinnig viel.
Ich bin unglaublich froh dich zu kennen und es ist mir sowas von egal, was Andere da sagen - ich liebe dich Raksu *knutsch* Ich brauch dich einfach, du bist mir einer der wichtigsten Menschen überhaupt geworden <3 Honey, you're my heart - and you will always be! Vergiss nicht, ich bin immer bei dir.
Du bist einer der besten und großartigsten Autoren, die ich überhaupt kenne und du bist ein mindestens so wundervoller Mensch!
Love you!
Für die Anderen: Gebetat ist der Teil nicht, nur von mir selbst nochmal kurz drübergelesen. Es kann also sein, dass sich kleinere Fehler eingeschlichen haben - ich hoffe nicht ^^
Kiray Süße... die nächsten Chapters kriegst du wieder *umflausch*
Enjoy!
Juhasüchtig 2
Mit langsamen, schon fast übertrieben präzisen Bewegungen schloss er seinen Mantel. Versuchte, die Fassung zu wahren, obwohl er allein in seiner Wohnung war, ihn demnach niemand würde sehen können. Er musste es einfach. Immer schön den Anschein wahren, die Maske behalten. Eine Maske, die er nun schon seit geraumer Zeit trug, jeden Tag aufs Neue der Welt zur Schau trug.
Genauer gesagt hielt er diese Maske fest auf seinem Gesicht verankert, um sich herum aufgebaut, seit jenem Tag, an dem Raymond meinte, Mikko unbedingt seine Fehler und Vorurteile austreiben zu müssen. Ihn in einen Stripclub geschleppt hatte. Wie jedes Mal, wenn der Rothaarige an diesen verhängnisvollen Abend, sowie überhaupt an Ray, der es ganz bewusst so weit hatte kommen lassen, dachte, war das vorherrschende Gefühl, welches ihn erfüllte, purer Unglaube. Fassungslosigkeit, wie sehr sein eigentlich bester Freund ihn eigentlich hintergangen hatte. Noch immer fiel es dem Finnen schwer, das alles wirklich zu begreifen.
Es tat weh. Zu wissen, dass bewusst mit der eigenen Denkweise und den angestrebten Zielen gespielt wurde. Nur, weil ein Andere diese nicht nachvollziehen, nicht verstehen konnte. Ihn für zu engstirnig und intolerant erachtete.
Aus diesem simplen Grund ward eine fixe Idee geboren, die dann auch umgesetzt worden war. Wie es Mikko dabei ging oder wie er auch jetzt noch darüber dachte, fühlte – kein Gedanke. Keine einzige Frage hatte Mikko jemals erreicht. Und er hatte fast schon verzweifelt darauf gewartet, gefragt zu werden.
Glaubten sie denn alle, ihn so gut zu kennen, dass sie sich sogar herausnahmen, zu behaupten, sie würden wissen, was er empfand? Unweigerlich stellte sich dem Rothaarigen die Frage, wer denn in dieser Situation überhaupt intolerant und oberflächlich gehandelt hatte...
Noch ein letztes Mal atmete Mikko tief durch, schloss auch den obersten Knopf seines langen schwarzen Mantels. Langsam, mit schon routinierten, doch nichtsdestotrotz unglaublich genauen Bewegungen brachte er den kleinen, unscheinbaren Knopf dazu, durch den kleinen Schnitt im Leder zu gleiten.
Er war fertig.
Bereit, sich auf den Weg zu machen.
Zu Juha – natürlich.
Sei Wochen führte ihn sein Weg immer und immer wieder an den Arbeitsplatz seines Beinahe-Verführers. Der Gestalt gewordenen Sünde. Juha...
Leise flüsterte der junge Finne den Namen des anderen Rothaarigen. Noch immer zerging ihm dieses kleine Wort auf der Zunge, machte er es allein durch die Art, mit der er es aussprach, zu etwas ganz Besonderem. Ein Name, der von einem Zauber umgeben war, wie auch sein Besitzer. Einem Zauber, dessen Kraft für Mikko einfach zu stark war, als dass er sich ihr hätte widersetzen können oder wollen. Er war dem Anderen verfallen, von der ersten Sekunde an.
Immer wieder dachte er daran zurück, konnte die Bilder einfach nicht aus seinem Kopf vertreiben. Juha nahm wahrscheinlich mehr von seinem Leben ein, als diesem überhaupt bewusst war. Nicht, dass es ihn interessieren würde, da machte sich Mikko nichts vor – eigentlich. Er wusste, es war der Job des Rothaarigen, Leute so zu handhaben, wie er es auch mit ihm selbst, Mikko, getan hatte. Dafür wurde Juha immerhin bezahlt.
Und doch redete sich Mikko – bisher auch mit erstaunlichem Erfolg – ein, es gäbe dort einen Unterschied. Er wäre etwas Besonderes, ein ganz besonderer Kunde. Vielleicht gar kein Kunde, sondern mehr ein Gast, vielleicht auch ein Freund. Welch schöne Illusionen...
Doch sie waren das, was dem Rothaarigen die Kraft für sein Leben gab. Er bezog sie über Juha, einen Stripper. Noch vor wenigen Wochen hätte er sich für komplett verrückt erklärt und erst recht über jene gelacht, die ihm so etwas prophezeit hätten. Mittlerweile war ihm das Lachen förmlich im Hals stecken geblieben.
Juha verschwand einfach nicht mehr aus seinem Kopf. Schloss Mikko die Augen, waren die Erinnerungen praktisch sofort da, umhüllten ihn. Bilder, Emotionen, Empfindungen... das alles schlug dann auf ihn ein. Gerade nachts, wenn er einfach nur noch schlafen und vergessen wollte. Juha verfolgte ihn, ließ ihn einfach nicht mehr los.
Jedenfalls was sie Erinnerungen an den Rothaarigen betraf. Die Realität sah da schon anders aus.
Nicht nur einmal hatte Mikko erneut besagten Club aufgesucht. Erschreckend oft, wenn er es recht bedachte. Nicht immer war Juha da gewesen. Doch auch das war von Mikko beabsichtigt. Schon am ersten Tag hatte er sich den Dienstplan des Rothaarigen erfragt, nach dem er weitestgehend nun auch seine Wochenplanung richtete.
Doch ganz bewusst war er auch an Tagen dort aufgetaucht, an denen er wusste, er würde den Anderen dort nicht antreffen.
Es war ein – sicherlich verzweifelter – Versuch, vor sich selbst noch eine Illusion aufrecht zu erhalten. Mikko konnte sich schlichtweg nicht eingestehen, so sehr von einem völlig Fremden abhängig zu sein. Wenige Tage nur, in denen er den Anderen nicht gesehen hatte und Mikko war nur noch nervös, zu kaum mehr etwas im Stande.
Es war wie eine Droge. Seine persönliche Droge, die auf den Namen Juha hörte.
Vielleicht eine der gefährlichsten überhaupt.
Allgemein war es kein Geheimnis, dass Mikko Gefallen an Juha gefunden hatte. Jeder wusste es, doch waren sie zumindest in diesem einen Punkt alle einstimmig und taten das einzig Vernünftige – sprachen ihn nicht darauf an.
Tief in sich hasste der junge Finne sich für sein Tun. Immer wieder in den Club zu gehen, wenn Juha da war, ihn zu beobachten. Manchmal ganz offen und aus der Nähe, manchmal versteckt und von weiter weg. Doch er ließ ihn nicht aus den Augen, nahm jede noch so kleine und doch vor Erotik nur so glühende Bewegung wahr und in sich auf.
Es war süchtig.
Dem anderen Rothaarigen einfach gnadenlos verfallen.
Mochten andere Menschen in der Stadt vollkommen überrascht sein, wenn sie auf Leute trafen, die sie nur von bestimmten Gelegenheiten oder Berufen kannten; total entgeistert sein, dass diese auch ein Privatleben hatten und hoffen, sie hätten diesen Menschen niemals in selbigem angetroffen – bei Mikko war es der komplett entgegengesetzte Fall. Sah er in der Stadt jemanden mit roten Haaren, sein Herz begann zu rasen. Jedes Mal wieder tat es weh, stach es ihm wie ein scharfer Dolch ins Herz, wenn er feststellen musste, dass er sich wiederum geirrt hatte. Doch er gab es nicht auf. Klammerte sich an die aberwitzige Hoffnung, dass Juha auch ein Leben hatte, welches sich nur um diesen Job drehte, in welchem er seinen Körper auf diese Weise zur Schau stellte.
Mikko wusste schon gar nicht mehr, wie viel Zeit er in der Stadt verbracht hatte. Wann immer er nicht im Club war, war er dort anzutreffen gewesen. Ruhelos umherstreifend und immer auf der Suche nach dem Anderen. Doch nie hatte er ihn dort gefunden.
Und nun machte er sich also erneut auf den Weg zu ihn. Heute würde Juha da sein, das wusste Mikko. Schon lange kannte er den Plan auswendig, auch wenn er sich immer wieder gerne mit einem Blick rückversicherte.
Selbst Raymond war es mittlerweile nicht entgangen, wie sehr sich der Rothaarige verwandelt hatte. Doch schien es eine Veränderung zu sein, die man nicht so ohne Weiteres aufhalten konnte.
Selbstvorwürfe bei dem Freund? – Mehr als genug.
Doch sich jetzt zu überlegen, dass es möglicherweise ein Fehler gewesen war, Mikko in diesen Club zu schleppen, brachte nun auch nichts mehr. Könnte, hätte – das alles gehörte der Vergangenheit an.
Selbst leise aufseufzend, doch von einem Gefühl beständiger Vorfreude erfüllt, welches ihn immer überkam, wenn er abends die Haustür hinter sich ins Schloss zog und der Wind ihn begrüßte, eilte Mikko mit raschen Schritten in Richtung des Clubs.
Juha indes zog grinsend den Reißverschluss seiner beinahe kniehohen, engen Stiefel hoch, die seine langen, schlanken Beine betonten. Warf dann nochmals einen Blick an sich herunter, ob sein Outfit auch wirklich perfekt saß, wie er es haben wollte.
Einen der anderen Männer im Raum deshalb zu fragen, konnte er sich sparen. Sie alle waren hier, um Geld zu verdienen. Möglichst viel. Und das ging nur, wenn man viele Bewunderer fand.
Also eher unwahrscheinlich, dass man dann einem Konkurrenten half, wenn bei diesem etwas nicht stimmte.
Doch Juha war sicher, so konnte er sich sehen lassen. Er wusste, dass die schwarze Lederhose ganz so saß, wie sie sollte. Wirklich hauteng, auch wenn das nicht immer direkt angenehm war bei seinem Job. Doch man sah jede seiner Bewegungen, das zählte. Sah beinahe mehr, als der Stoff verbarg.
Schmunzelnd blickte der Stripper zur Seite, strengte einen Moment lang seine Augen an, um in dem leicht verstaubten Spiegel erkennen zu können, was er sehen wollte. Rasch zupfte er sich sein Netzshirt zurecht, wie er es haben würde. Besser Tage hatte dieser Stofffetzen – denn darauf reduzierte es sich inzwischen – wirklich schon gesehen. Mittlerweile verbarg es weitaus weniger Haut hinter ohnehin nicht blickdichten Netzstoff, als es aufgrund der Löcher schon von vorne herein frei ließ.
Ein letztes Mal schüttelte Juha leicht seinen Kopf, sorgte somit dafür, dass sich seine Haare bewegten, anmutig wie tanzende Flammen im schummrigen Licht über seine Schulterblätter wallten. Verwegen fielen ihm ein paar wenige Haarsträhnen auch ins Gesicht. Er ließ sie, wo sie waren. Wusste schließlich, dass sie das Wilde, Unbezähmbare seiner Augen so nur noch mehr unterstrichen.
Er war wie eine Bestie. Unbezwingbar, stolz. Bereit, zuzuschlagen – und zu gewinnen. Er würde alles bekommen, was er wollte. Sogar noch so vieles mehr, das jedoch in seinen Augen keine Beachtung fand. Sie legten ihm wirklich alles zu Füßen, was sie dachten, er vielleicht begehren könnte.
Der Rothaarige war sich nur zu bewusst, welche Wirkung er auf die meisten Menschen hatte. Dies auszunutzen kam für ihn einem Spiel gleich. Und er spielte gerne.
Mit einem kleinen Lächeln auf den Lippen, das doch nur zu seiner Maske gehörte, und das er meist aus reiner Gewohnheit bei sich trug, hob er die Hand zum Gruß in Richtung der Bar, ging währenddessen zu seinem Platz.
Die Show konnte beginnen.
Und das tat sie wirklich.
Es dauerte nicht lange, bis der Club gut gefüllt war. Doch Juha wartete, innerlich zumindest. Lachte dann leise auf, als rote Haare in der Menge hervorschimmerten, ein Mann sich nicht sonderlich rücksichtsvoll durch die Menge drängte, in seine Richtung. Juha hatte ihn fast vermisst. Wusste zwar seinen Namen nicht und interessierte sich nicht im Mindesten dafür, doch war ihm dieser Mann mehr als vertraut. Hatte ihm die letzten beiden Tage schon fast gefehlt.
Man vergaß ein Gesicht, welches nahezu immer da war, mit der Zeit nicht. Eine gewisse Vertrautheit hatte es.
Mit einem leisen Lachen, welches er allerdings kaum nach außen zur Schau trug, warf der junge Rothaarige den Kopf in den Nacken, war sich der Wirkung des spärlichen Lichtes, das auf seine Haare traf, nur zu bewusst.
Ein lustvolles Stöhnen imitierend, ließ er sein Becken kreisen, immer wieder vorstoßen gegen die Eisenstange. Wusste, dass es seinem Voyeur gefiel, dieser die Augen nicht von ihm lassen konnte. Langsam, noch immer mit leichten kreisenden Bewegungen seines Beckens bewegte sich Juha tiefer. Hielt sich schließlich mit beiden Händen an dem kühlen Metall fest, bog den Rücken durch um sich so weiter nach hinten lehnen zu können. Er genoss es, so viele Blicke auf sich zu spüren. Genoss es aber ganz besonders, zu wissen, dass es einen Mann gab, der sich nach ihm verzehrte. Der ihn wollte, begehrte – und doch nie würde haben wollen.
Schmunzelnd kam Juha langsam wieder hoch, rieb sich erneut an der Stange vor ihm. Natürlich könnte er es sich auch noch einmal überlegen, ob der Andere ihn haben konnte – es käme ganz auf den Preis an, den sein Voyeur zu zahlen bereit wäre.
Ein kleiner Blick zur Seite zeigte dem Stripper, dass der Andere nun ganz in seiner Nähe angelangt war. Kurz zwinkerte er ihm zu, legte dann erneut den Kopf in den Nacken. Für die anderen Männer mochte es aussehen, als glitte ihm ein lustvolles Stöhnen über die Lippen. Doch das war es schon lange nicht mehr. Wer beinahe täglich hier stand, der schaltete irgendwann solche Gefühle einfach ab. Unnötig. Es machte keinen Unterschied, ob er das, was er hier zur Schau stellte, wirklich empfand oder nicht. Und mittlerweile fiel es ihm leicht, diese Farce zu spielen.
Mikko erschauderte. Nicht nur, dass der Andere ihn gesehen und ihm ein deutliches Zeichen gegeben hatte. Er liebte es, diesen Mann zu beobachten, seine Bewegungen fasziniert und gefesselt zu verfolgen. Sünde. Verführung.
Juha gehörte verboten. Oder zu ihm. Nur ihm.
Nichts davon würde wahr werden, dessen war sich Mikko bewusst. Doch träumen durfte man ja noch.
So lagen seine Augen weiterhin auf dem Mann, der seine Träume beherrschte. Dem er gnadenlos verfallen war. Am ganzen Körper angespannt und sich über die viel zu trockenen Lippen leckend, beobachtete er weiterhin, wie Juha eines seiner schlanken Beine, die in der hautengen Lederhose nur noch besser zur Geltung kamen, hob, es dann um die metallene Stange schlang. Allein schon dieser Anblick reichte aus, den jungen Finnen fast wahnsinnig werden zu lassen. Erregung jagte durch seinen Körper.
Ihm wurde heiß, so unglaublich heiß. Nichts hier versprach Linderung seiner Qual.
Bittersüße Folter – der Anblick Juhas, der weiterhin sein Spiel mit ihm Trieb.
Trocken schluckte der Rothaarige, als sich der Stripper nach einer kleinen Ewigkeit von der Stange löste. Langsam, mit schleichenden Schritten, die Mikko an eine Raubkatze erinnerten, die ihre Beute vor sich sah, kam er auf ihn zu.
Mikko blieb das Herz in der Brust stehen – jedenfalls fühlte es sich so an.
Für wenige Sekunden, dann begann es wieder zu schlagen. Hämmerte in harten, schnellen Schlägen gegen Mikkos Brustkorb. Juha kam ihm näher, immer näher...
Leicht zuckte der Rothaarige zusammen, als Juhas Finger sich um seinen Arm schlossen. Dann jedoch sofort wieder locker ließen, federleicht über Mikkos Oberarm wanderten, sein Schlüsselbein, welches nur unter dünnem Stoff verborgen war. Ergeben schloss er die Augen, genoss das Gefühl der Fingerspitzen, die nun über seinen Hals wanderten. Schlug die Lider erst wieder auf, als Juhas Hand sich unter sein Kinn legte. Der heiße Atem des Anderen traf seine Wange, jagte einen neuerlichen Schauer über seinen Rücken.
„Schön, dass du wieder hier bist“, hauchte Juha leise, beobachtete mit Genuss, wie sein Opfer unruhig sein Körpergewicht auf das andere Bein verlagerte. Noch von ihrer ersten – und bisher einzigen – näheren Begegnung hatte er in Erinnerung, welch eindeutige Wirkung seine Stimme auf den anderen Rothaarigen hatte. Für Juha die ideale Möglichkeit, seine Reize auszunutzen, um zu bekommen, was er wollte.
Er liebte das Spiel. Wer spielte schließlich nicht gerne – besonders, wenn er wusste, er würde gewinnen.
Keiner konnte ihm widerstehen. Niemand. Da war Mikko nur einer unter vielen.
Unwillkürlich lehnte sich Mikko dem Anderen entgegen, doch lachte dieser nur leise, leicht heiser.
„Komm schon.... folg mir....“, glitt sein Raunen durch die Luft, ließ Mikko unterdrückt aufkeuchen. Automatisch und ohne es wirklich wahr zu nehmen nickte dieser, konnte sich nicht satt sehen an dem Stripper, der direkt vor ihm stand, nun langsam Schritt für Schritt vor ihm zurückwich. Noch immer lag Juhas Hand an Mikkos Kinn und mechanisch setzte dieser einen Fuß vor den Anderen. Folgte dem Rothaarigen, wo immer dieser hingehen wollte.
Keinen einzigen Moment lang unterbrachen beide den Augenkontakt. Mikko versank in den wunderschönen und doch so wilden, funkelnden braungrünen Edelsteinen, die ihn verheißungsvoll anglitzerten.
Behutsam dirigierte Juha den Anderen langsam fort von den restlichen Leuten im Raum, immer weiter weg, in eine Ecke, die von dem Licht kaum mehr erreicht wurde. Blinzelnd versuchte Mikko, sich an die neuerlichen Lichtverhältnisse zu gewöhnen, als er auch schon mit dem Rücken gegen die Wand stieß, sich ein heißer Körper an den seinen schmiegte.
Mit einer Hand stützte sich der Stripper neben Mikkos Kopf ab, schmunzelte, als er dem verwirrten, unsicheren Ausdruck in dessen Gesicht gewahr wurde. Für ihn war es normal, hier noch sehen zu können. Mikko hingegen konnte den Anderen eher als einen Schatten erkennen, keine Details mehr wahrnehmen, bis auf das verheißungsvolle, gierige Glitzern in seinen Augen.
Ein leises Stöhnen floh über seine Lippen, sein Körper reagierte auf den Mann, der sich so sehr an ihn schmiegte, nun leicht sein Becken kreisen ließ. Bilder tauchten vor Mikkos Augen auf. Wiederum sah er Juha, wie er sich vorhin noch so hingebungsvoll an der Eisenstange gerieben hatte. Erneut stöhnte er leise auf, noch immer rieb sich Juha rhythmisch an seinem Becken, machte Mikko erst jetzt schmerzhaft bewusst, wie sehr sein Schritt schon die ganze Zeit pochte. Im Grunde, seit er de Club betreten und Juha das erste Mal für diesen Abend gesehen hatte.
Leises Klirren drang an seine Ohren, als der Stripper sein Gewicht etwas verlagerte, mit der Hand, mit der er sich an der Wand abstützte, etwas zur Seite rutschte. Erschrocken drehte der Rothaarige den Kopf, zuckte dann zusammen, als er den eisernen Ketten gewahr wurden, die direkt neben seinem Kopf an der Wand herunter hingen. Juhas leises Lachen drang an seine Ohr, sorgte auf der einen Seite dafür, dass sich sein ganzer Körper anspannte, er nunmehr vor Erregung schon leicht zitterte. Auf der anderen Seite jedoch verdrängte Mikko die Ketten sofort wieder aus seinem Gedächtnis, beruhigte sich im gleichen Moment, in dem Juhas samtige Stimme seine Ohren erreichte.
Wie konnte man einem im Prinzip fremden Mann so sehr verfallen?
Nicht mehr willens oder gar in der Lage sich noch länger zurück zu halten, ließ Mikko nun seine Hände sprechen, sie über Juhas Oberkörper gleiten. Schon vorhin, noch im anderen Licht hatte es ihn schwer fasziniert; nun erregte und bannte es ihn noch mehr, das alles nicht mehr sehen, sondern nur noch erfühlen zu können.
Sacht, behutsam tanzten seine Finger über die heiße Haut des Anderen, wo immer er sie erreichte. Spielten gelegentlich mit dem Netzstoff und stahlen sich vorwitzig darunter. Ein verhaltenes Keuchen drang an seine Ohren, bestärkte den Voyeur noch mehr in seinem Tun. Von Zeit zu Zeit nutzte er seine Fingernägel, kratzte leicht über Juhas Haut. Dieser legte den Kopf in den Nacken, genoss das Tun des Anderen. Unweigerlich wurde sein eigener Atem schwerer, doch hatte er sich noch weitaus besser unter Kontrolle als Mikko, dessen verhaltenes Stöhnen und Keuchen immer wieder an die Ohren des Strippers drang.
Nochmals schüttelte Juha seine Haare zurück, brachte dann seine Lippen nahe an Mikkos Ohr. Schon lange hatte dieser seinen Hinterkopf gegen die Wand gedrückt, seine Augen fast geschlossen, da er hier sowieso nicht richtig sehen konnte.
„Du hast mich beobachtet, vorhin, oder? Als ich mich so an der Stange rieb...“, drangen Juhas geflüsterte Worte nur langsam zu Mikko vor. Mit einem neuerlichen Keuchen nickte dieser, sorgte für ein erneutes Grinsen auf Juhas Lippen, auch wenn er es nicht sah.
„Hat es dich erregt?“, schmunzelte dieser erneut,schnurrte leise, wartete gespannt, ob er darauf eine Antwort erhalten würde.
Wiederum nickte Mikko schwach, leckte sich über seine Lippen, schluckte trocken. Öffnete dann den Mund, als er merkte, dass Juha tatsächlich eine Antwort von ihm erwartete, doch blieben ihm die Worte im Hals stecken.
„Ich...“, stammelte er schließlich leise und mit rauer, kratziger Stimme, spürte Juhas Kopfschütteln mehr, als dass er es sah.
Mit langsamen, anmutigen Bewegungen, die eine für Mikko sonderbar erregende Mischung aus Beherrschung, einer kühlen Distanz, die Juha immer zu umgeben schien, und Erotik ausstrahlten. Wie schon zuvor an der eisernen Stange bewegte sich Juha nun langsam an Mikkos Körper entlang tiefer. Immer tiefer...
Mikkos Keuchen wurde lauter, sein Stöhnen durchdringender. Ruhelos glitten seine Hände über den Rücken des anderen Rothaarigen, fand er doch nicht den Halt, den er suchte.
Leise wimmernd, als sich der Andere so an ihm rieb, immer wieder auf diese Art seine Erregung durch den Stoff hin bearbeitete, ließ er schließlich eine Hand in Juhas Nacken wandern. Strich langsam, beinahe schon andächtig durch die langen Haare, auf denen sich hier nur schwach das Licht brach. Doch Mikkos Vorstellungskraft reichte aus, die Flammen vor seinem inneren Auge erscheinen zu lassen, zum Leben zu erwecken. Juha verbrannte ihn, mit jeder noch so kleinen Berührung, die er Mikkos sehnsuchtsvoll schreienden, süchtigen Körper zukommen ließ.
Weiterhin verweilte eine Hand in Juhas weichen Haaren, während Mikko mit der Anderen Halt an der Wand suchte, schließlich zur Seite tastete, bis ein leises Klirren an seine Ohren drang, seine Fingerspitzen die kleinen ineinander verschlungenen Metallringe der bis auf den Boden reichenden Kette neben ihm erfühlte. Sofort umschloss er sie mit seiner ganzen Hand, ballte diese zur Faust, krallte sich förmlich daran fest.
Dunkel stöhnte er den Namen des Strippers, was diesen wiederum grinsen ließ. Vorsichtig machte er sich daran, seiner Beute den Gürtel zu öffnen, schließlich die Hose samt Unterwäsche nach unten zu streifen. Ein erregtes Zittern überlief den Körper des Stehenden, als er gewahr wurde, wie sich Juha nun vollends vor ihm hinkniete, sich über die Lippen leckte. Erwartungsvoll legte Mikko den Kopf so weit es ihm möglich war, in den Nacken, grub sich nun selbst die Fingernägel in die Handinnenfläche, spannte seinen ganzen Körper an.
Dennoch stöhnte er haltlos auf, als endlich die Lippen des Strippers seine schmerzende Härte berührten. Sich darum legten, Mikkos Erregung tiefer und tiefer in Juhas heißen Mund eintauchen ließen. Wimmernd krallte sich der Rothaarige fester in die Haare des Anderen, was dieser nur mit einem unwilligen Murren quittierte, sich der Hand entzog und Anstalten machte, aufzustehen.
„Nein!“, brach es laut aus Mikko heraus, schwer atmend rang er nach Luft.
„Ich... mache was du willst... aber.. hör nicht auf... Juhaaa....“, presste er verzweifelt hervor, schnappte erneut nach Luft. „Bitte“, flüsterte er noch, kaum hörbar, doch drang es an Juhas Ohren.
„Wenn du so sehr flehst“, lachte dieser leise, widmete sich dann erneut seinem Tun, trieb Mikko mehr und mehr in den Wahnsinn.
Erneut fand die Hand des Stehenden ihren Weg in die Haare des Strippers. Doch nun mit einer Sanftheit, die dieser ihm gar nicht zugetraut hätte. Vorsichtig, zärtlich strich Mikko durch das weiche Haar, ließ einzelne Strähnen durch seine Finger gleiten.
Leise schnurrend ließ Juha nun seine Zunge um das pulsierende Fleisch gleiten, kratzte vorsichtig und bedacht über die empfindliche Haut. Lautes Stöhnen entwich Mikkos Kehle, ohne dass dieser es hätte verhindern können oder wollen. Sollte Juha ruhig hören, zu was er ihn trieb.
Wie er diesem Mann doch verfallen war...
Weiter nahm er Mikkos Erregung in sich auf, ließ zu, dass dieser ein paar Mal unkontrolliert mit seinem Becken nach vorne stieß, ehe er dieses mit beiden Händen an die Wand pinnte. Gequält knurrte der so Gefolterte auf, konnte sich doch nicht gegen diese bestimmende Behandlung wehren. Wollte es auch nicht. Sein Kopf schrie ihm zu, dass er sich gerade blindlings unterwarf, sich wie ein Spielzeug handhaben ließ. Doch es gefiel ihm, erregte ihn mehr als alles andere, ließ ihn überreizt aufwimmern. Er wollte es – sein Körper wollte es.
Verstand? Schon lange nicht mehr....
Zu sehr gab er sich dem Stripper hin, der vor ihm kniete.
Als dieser nun auch noch begann, Juha mit Schluckbewegungen zu reizen, unterdessen eine Hand von seinem Becken löste und zu den Juwelen des Voyeurs gleiten ließ, war es ihm diesen geschehen. Er brauchte nicht mehr lange, bis er sich Juha vollkommen ergab, seinen Griff in dessen Nacken kurz festigte und Juhas Kopf näher an seinen Schritt presste. Er konnte nicht mehr, hielt die Hitze, die seine Härte umgab, nicht länger aus. Konnte dem alles verzehrenden Feuer, welches ihn vollkommen erfüllte, nicht länger widerstehen.
Laut stöhnte er den Namen des anderen Rothaarigen, fand in dessen Mund seine Erlösung. Triumphierend und selbstgefällig schluckte dieser, was der Andere ihm gab. Richtete dann Mikkos Kleidung wieder, ehe er sich katzengleich erhob. Sein Blick glitt über den Finnen, der nun schwer atmend an der Wand lehnte, die Augen geschlossen hatte, wohl versuchte, sein rasendes Herz und seine zu schnelle Atmung unter Kontrolle zu bringen.
Mit einem kleinen Grinsen auf den Lippen schmiegte er sich erneut an ihn.
Strich dann mit den Fingerspitzen sanft Mikkos Arm entlang bis zu seiner Hand, die noch immer verkrampft die eiserne Kette umklammerte. Brachte diese mit sanfter Gewalt dazu, loszulassen.
„Juha“, flüsterte Mikko leise, sah dann zu dem Anderen. Beugte sich dann in dessen Richtung, wollte ihn küssen. Einmal seine Lippen auf den seinen spüren...
Doch Juha ließ es nicht zu, wich Mikko nur lächelnd aus. Näherte sich nun seinerseits mit seinen Lippen Mikkos Ohr. Heiß geisterte sein Atem über dessen Haut, ließ den Rothaarigen erschaudern.
„Du schuldest mir etwas“, raunte der Stripper genüsslich mit dunkler Stimme. Er genoss es wahrlich, den Anderen erschaudern, so sehr auf seine Stimme reagieren zu sehen.
Mikko wagte es nicht, erneut den Kopf zu drehen, so gerne er den Anderen jetzt ansehen würde.
„Was...?“, fragte er schließlich leise, zuckte dann leicht zusammen, als Juha sacht in sein Ohrläppchen biss, ihm über die Ohrmuschel leckte. Automatisch schlossen sich seine Augen, seufzte der so Liebkoste auf.
Süffisant grinsend schnurrte Juha Mikko eine Summe ins Ohr, löste sich dann von ihm. Legte Mikko eine Hand unters Kinn und zwang ihn somit, ihm in die Augen zu sehen.
Entgeistert und nun wirklich fassungslos starrte Mikko den Stripper an, wollte ihm gerade widersprechen. Doch ein Blick in dessen Augen reichte, jedes Wort direkt im Keim zu ersticken. Keine Chance.
Auf eine absurde Weise verletzt, senkte er den Blick, griff schließlich in die Tasche, zückte dann seinen Geldbeutel. Zählte Juha mit emotionsloser Mimik die Scheine in die Hand.
„Danke“, nickte dieser schließlich, hob dann erneut Mikkos Kopf an, um ihm in die Augen zu blicken.
„Du kommst wieder, oder?“, fragte er leise, doch mit großer Sicherheit in der Stimme.
„Ich habe dich immerhin die letzten zwei Tage vermisst“, grinste er dann, sah, wie etwas in Mikkos Augen brach. Das Nicken, welches der Andere nur mühsam über sich brachte, genügte ihm völlig als Antwort. Mikko würde wiederkommen. Allein schon, weil er weiterhin die Hoffnung hegte, dass sie weitergehen würden. Gemeinsam.
Er würde mehr zahlen, immer wieder. Mehr Geld, damit er mehr bekam. Damit seine Illusion der Liebe weiterhin bestehen konnte.
Juha war seine Sünde. Eine pure Verführung, der er nichts entgegenzusetzen hatte.
Juha – sein Untergang.
Ein wahrer Dämon – ebenso wunderschön anzusehen.
Ein letzter Blick, dann wandte sich der Stripper ab, ging zurück zu den Menschen, nahm wieder sein eigentliches Tun auf.
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(Final ^^ ) END
Reviews please?
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