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von black-feather    erstellt: 02.10.2006    letztes Update: 25.02.2007    Geschichte, Romanze / P16 Slash    (abgebrochen)
Titel: Maybe forever

Rating: PG 16 - Slash (Slash wird in späteren Kapiteln wahrscheinlich folge, deshalb das Rating)

Warning: Slash – Don’t like, don’t read

Chapter: 1 – England is cold-/?

Disclaimer: Mir gehört keiner, der auftauchenden Charakter, und ich kenne auch keinen von ihnen. Außerdem mache ich mit dieser FanFiction keinerlei Profit. Nichts davon ist je wirklich passiert, alles ist erfunden.

Summary: Jung, berühmt, beliebt und reich. Das Leben des jungen Superstars Cristiano Ronaldo erscheint vielen wie ein Märchen. Der kleine, unbedeutende Junge von Madeira, der es zu internationalen Größe geschafft hat. Doch die Realität sieht anders aus, denn auch berühmte Menschen werden vom Schicksal nicht verschont. Als er jedoch auf einen Menschen triff, der ihn zu verstehen scheint, scheint sich alles wieder zum Guten zu wenden. Für eine Weile…(Fernando Torres x Cristiano Ronaldo)

Note: So, ich hab mich mal für ein anderes Pairing entschieden. xD Mal sehen, was draus wird, ich hoffe jedenfalls, dass er nicht allzu schrecklich ist. V.V“ Na ja, hier ist jedenfalls das erste Kapitel, über Rückmeldung würde ich mich wie immer sehr freuen.^^
Übrigens, mein Spanisch ist nicht das Beste, deshalb entschuldige ich mich gleich für eventuelle Fehler.^^’


England is cold


~*~

Manchester, Dezember 2005


Auf den ersten Blick war es  ein gewöhnlicher Morgen, ein Morgen, wie jeder andere in Manchester, eine der größten Städte Englands.
Wie immer um diese Uhrzeit waren die Straßen von hupenden Autos und vollbesetzten Bussen verstopft, auf den Gehwegen hasteten Passanten mit hochgeklappten Jackenkragen die Bürgersteige entlang, in der Hand Aktentaschen oder Einkaufstüten. In den Bäckereien drängten sie Büroangestellte hinter den Verkaufstresen, um ihr Frühstück entgegen zu nehmen, das bei den meisten aus einem pappigen Donut  und kaltem Kaffe bestand.
Kleine Kinder, in dicke Daunenjacken eingemummt und mit Fäustlingen und gestrickten Schals gut gegen die Kälte geschützt, quengelten lautstark, während sie von ihren genervten Müttern hinter sich hergezogen wurden.
Alte Herren führten ihre Hund aus und hoben zum Gruß ihre Mütze etwas an, wenn sie an einem Grüppchen Frauen vorbeikamen, die an den Straßenecken ihren täglichen Tratsch abhielten.
Und über all das rieselte der erste Schnee dieses Winters langsam zu Boden, legte sich wie eine feine Decke über den Krach, den Lärm und die Hektik, welche von der Stadt ausging.

Alles schien wie immer zu sein, und doch wusste er, dass sich alles geändert hatte. Ganz plötzlich.
Cristiano seufzte leise und schlug den Weg in den Park ein, weg von den überfüllten Straßen und Bürgersteigen, weg von kleinen Kindern, alten Leuten und Hunden, weg von Autos, Bussen und Motorrädern, weg von Bäckereien, Metzgereien und Supermärkten, weg von den Menschen.
Er vergrub seine Hände tiefer in den Taschen seiner Jeans und zog den Kopf etwas zwischen die Schultern, neigte den Oberkörper nach vorne und beschleunigte sein Tempo.
Er hatte nicht einmal an seine gewöhnliche Verkleidung gedacht, das Käppi und die Sonnenbrille einfach zu Hause liegen lassen und war, kaum dass er die Augen aufgeschlagen hatte, aus der Wohnung geflüchtet. Er hatte es dort einfach nicht mehr ausgehalten, hatte die Stille nicht mehr ertragen können, welche sich überall ausgebreitet hatte. Die Einsamkeit hatte ihn beinahe verrückt gemacht und so war er, ohne an eine Jacke zu denken, so schnell wie möglich verschwunden.
Und nun war er hier, wanderte ziellos durch die Stadt und wünschte sie all diese Leute ganz weit weg, wollte auf einmal wieder alleine sein.
Je weiter er ging, desto weniger Menschen begegneten Cristiano auf seinem Weg durch den Park und bald waren seine Fußspuren die einzigen, die sich in der dünnen Schneeschicht abzeichneten, welche den Kiesweg mittlerweile bedeckte. Der junge Portugiese hob vorsichtig den Kopf, blickte hinauf in den wolkenverhangenen Himmel. Traurigkeit, Angst und Verzweiflung spiegelten sich in den dunklen Augen wider und zeigten somit das, was sich im Inneren des jungen Fußballers gerade abspielte.
Kleine Schneeflocken rieselten hinab und landeten auf seinem warmen Gesicht, schmolzen, sobald sie seine Haut berührten und hinterließen nichts weiter als ein feucht kühles Gefühl als Erinnerung, dass sie überhaupt jemals existiert hatten.
Schneeflocken waren wie Menschen, dachte er bei sich, während er weiter beobachtete, wie sie zu Tausenden und Abertausenden sanft auf die Erde hinab fielen. Wenn der Winter begann, begann ihr Leben, und wenn der Frühling einige Monate später Einzug hielt, schmolzen sie, so wie die Menschen verstarben.
Schneeflocken waren wie Menschen, und Blumen waren wie Menschen. Sie gingen auf, blühten und verwelkten. Doch Blumen gab es jetzt keine. Es war zu kalt.
Kälte.
Daran hatte er sich nie richtig gewöhnen können. In den zwei Jahren, die er nun bereits in dieser Stadt, in diesem Land lebte hatte er sich nie mit ihr anfreunden können.
„Du wirst sehen, auch in England scheint die Sonne, Cristiano. Es ist nur ein Vorurteil, ein Klischee aus schlechten Krimis, dass es in England immer kalt ist.“, hatte sein Vater aufmunternd gesagt, als er sich kurz vor seiner Abreise nach Manchester darüber beschwert hatte. „Genauso, wie es ein Klischee ist, dass es an Beerdigungen immer regnet, oder ein Vorurteil, dass es in Portugal ständig schönes Wetter hat. Das stimmt auch nicht.“
Es war vielleicht wirklich ein Vorurteil, dass es in Portugal ständig schönes Wetter hatte, aber es war mit Sicherheit keines, dass es in England kalt war.
Oder, dass es an Beerdigungen immer regnet., dachte er und biss sich auf die Unterlippe.
Cristiano konnte sich an keine Beerdigung erinnern, an der es nicht geregnet hatte, und bei der seines Vaters hatte es wie aus Kübeln gegossen. Ebenfalls konnte er sich an keinen Moment in England erinnern, an dem es warm gewesen sein sollte.
Vielleicht lag es auch einfach daran, dass er mit Wärme etwas anderes gemeint hatte, als sein Vater.
Cristiano hatte nie daran gezweifelt, dass die Sonne auch England ein paar ihrer Strahlen spendete, nein, was ihm hier fehlte war die menschliche Wärme.
England war kalt für ihn, weil er alleine hier war. Ganz alleine und verloren. Ein einsamer, junger Mann, der ziellos durch die Straßen streifte, während alle anderen ein Ziel zu haben schienen.
Er wusste nicht, in welche Richtung er sich wenden sollte, konnte nur hilflos mit ansehen, wie die Leute um ihn herum geschäftig von einem Ort zum anderen eilten. Ab und an ließ er sich mitreißen, von seinem Team, seinen Kollegen, die er hier hatte. In manchen Momenten ließ er sich von ihnen leiten.
Doch am Ende stand er immer noch alleine da. Wie jetzt zum Beispiel. Es war drei Wochen vor Weihnachten und jeden Tag, wenn er nach dem Training die Umkleide betrat, hörte er mit an, welch tolle Pläne seine Kollegen für die bevorstehenden Festtage hatten. Wie sie sich auf ihre Familien zu Hause freuten und die Aussicht darauf, einige erholsame Momente mit ihnen genießen zu können.
Er war der Einzige, der sich an Unterhaltungen dieser Art nicht beteiligte, weil er der Einzige war, der keinen Ort hatte, an den er hätte gehen können. Sicher, da war seine Familie in Portugal, die er besuchen konnte, die sich freuen würde, wenn er käme, aber er würde nicht kommen. Nicht dieses Jahr. Den Blick auf den freien Platz am Esstisch, der unbesetzte Sessel im Wohnzimmer, das würde er nicht ertragen. Vier Monate waren seit dem Tod seiner Vaters vergangen, und noch immer war dieses schreckliche Gefühl der Leere tief in ihm drinnen. Plötzlich fehlte Etwas, besonders an Tagen, wie diesem. In all diesen Monaten hatte er kaum Zeit gehabt, sich mit den Geschehnissen auseinanderzusetzen, und nun, da die Winterpause näher kam und er weniger geschäftig war, drohte ihn der Schmerz des Verlustes zu übermannen. Er ertrug es nicht mehr. Die Einsamkeit nicht, aber auch diese falsche Gesellschaft, in der er sich befand, nicht.
Kraftlos ließ er sich auf die Knie sinken, stützte sich mit den Händen in dem kalten Schnee ab, der seine Finger kalt und taub werden ließ, merkte nicht, wie sich die kleinen Kieselsteine tief in seine Handflächen bohrten.  

Auf den ersten Blick war es ein gewöhnlicher Morgen gewesen, doch hatte sich so vieles auf einmal verändert. Wie viele Schicksale hatten sich wohl über Nacht auf einmal vollkommen gerändert? Wie viele Leben waren verblasst, und wie viele neue erstanden? Wie viele Tränen waren vergossen worden und wie viele Träume zerplatzt?
Es war kein Morgen wie jeder andere, denn keiner war gleich. Jeder war irgendwie anders, denn an jedem Morgen hatte sich eins der vielen Leben in der Stadt komplett verändert. Und heute, heute Morgen würde es Cristianos sein.

Laute, schnelle Schritte ließen ihn schließlich nach einer Weile aufhorchen. Langsam erhob er sich aus seiner Position, wischte sich schnell mit dem Handrücken über das Gesicht, um seine feuchten Wangen zu trocknen, als im nächsten Moment auch schon ein lauter Ausruf an sein Ohr drang.
„Cuidado!*“, erschrocken zuckte Cristiano zusammen und konnte gerade noch einen blonden, jungen Mann ausmachen, ehe sein Blick auf ein fliegendes etwas gelenkt wurde, dass schnell auf ihn zu kam.
„Cuidado!“, wiederholte die Stimme nochmals, doch in dem Moment streckte Cristiano auch schon instinktiv seine Hände nach dem Objekt aus, und wenig später hielt er einen leicht ramponierten Fußball fest zwischen seinen Händen...


~*~

* „Vorsicht!“
 
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