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Geschichte: Fanfiktion
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von schaefchenbetreuerin
erstellt: 30.08.2006
letztes Update: 09.09.2006
Geschichte, Romanze / P12 Slash
(fertiggestellt)
also gut, wenn Ihr meint, dass das Experiment glückt, hab ich es hier mal mit dem zweiten Kapitel versucht.. @Engelchen.. na das kann ich ja nicht riskieren, dass Du die mir schon „fast“ versprochene Geschichte nicht schreibst*g*…
Würde dazu wie immer gern Eure Meinung hören..
So nun viel Spass und ich knuddel Euch..Eure Schäfchenbetreuerin
Der nächste Morgen brach an und ein unsägliches Klingeln riss mich aus meinen Träumen.
„Verdammt, kann nicht mal jemand das Ding ausmachen?“ knurrte ich mürrisch und schlug mit meiner rechten Hand nach dem noch immer rumorenden Gegenstand auf meinem Nachttisch.
„Vorsicht!“ hörte ich da gerade noch eine Stimme, doch bevor ich noch reagieren konnte, hörte ich wie Glas auf dem Boden aufschlug und in tausend Teile zerbarst.
Augenblicklich riss ich erschrocken die Augen auf und war natürlich hellwach.
„Klasse Herr Podolski. Was kann denn die arme Flasche dazu, dass der Wecker klingelt?“ diese fröhliche Stimme ließ mir das Blut in den Adern gefrieren. Wie konnte man nur so früh morgens so gut gelaunt sein.
„Sie stand da!“ murrte ich nur und wollte aufstehen, doch Miro war schneller und schubste mich zurück ins Bett.
„Bist du irre? Du schneidest dir die ganzen Füße auf. Warte ne Sekunde. Ich räum den Kram weg.“
Erstaunt zog ich eine Augenbraue nach oben und beobachtete, wie der Ältere sorgsam die Scherben zusammensuchte und im Anschluss mit einem Handtuch noch einmal das restliche Wasser vom Fliesenboden wischte.
Das ich ja auch zur anderen Seite hätte aus dem Bett aussteigen können hatte ich irgendwie vollkommen verdrängt und so wartete ich geduldig, bis Miro mit der Arbeit fertig war.
„So, jetzt kannst du ins Bad.“ Hörte ich ihn sagen und so stand ich kopfschüttelnd auf, nahm meine Kulturtasche und verschwand hinter der weißen Tür.
Die Dusche tat mir gut und ich spürte, wie die Lebensgeister langsam in mir erwachten. Wie schön wäre es gewesen, morgens neben Basti aufzuwachen, der genau wusste, dass ich ein Morgenmuffel war und man mich allerfrühestens nach dem Zähneputzen ansprechen durfte. Stattdessen war ich mit diesem fürsorglichen, fröhlichen Kerl in einem Zimmer, der wie ein Mädchen alles hinter mir her wischte.
Genau in dem Moment, als mir diese Gedanken durch den Kopf gingen fiel mein Blick auf meine Wäsche, die ich am Abend zuvor achtlos in die Ecke des Bades gepfeffert hatte. Sie lag nun ordentlich zusammengelegt und gestapelt auf dem kleinen weißen Stuhl, der neben der Badewanne stand.
Wütend über den Eingriff in meine privatesten Angelegenheiten stürmte ich zurück ins Zimmer.
„Was bildest du dir eigentlich ein? Fingerst du immer an andern Leuten Sachen rum?“ schrie ich ihn an und seine sonst schon großen Augen wurden noch grösser vor Schreck.
„Ich, ich dachte…“ stotterte er „Eeehm, ich dachte, eeehm ich tu dir einen Gefallen.“
Ungläubig schüttelte ich den Kopf. „Du tust mir einen Gefallen, wenn du tun würdest, als wärest du nicht hier.“ Warf ich ihm an den Kopf und ich sah, wie er sich traurig und getroffen von mir abwand.
Na endlich. Scheinbar hatte er es jetzt kapiert.
Leicht beschwingt verließ ich nun frisch eingekleidet das Zimmer und machte mich auf den Weg zum Frühstück.
„Na, wie ist es gelaufen?“ fragte Basti neugierig, als ich mich neben ihn an den runden Tisch fallen ließ.
„Hör mir auf. Der Kerl ist echt die Pest, aber ich denke jetzt hab ich es ihm gezeigt.“ Stolz schlug ich mir selbst auf die Schulter und mein bester Freund sah mich nur prüfend an.
„Was hast du gemacht Lukas?“ seine Stimme klang ernst und lange nicht so freundlich, wie ich es gewohnt war.
Nach einer kurzen Schilderung der Situation sprang Basti auf und sah mich wütend an.
„Du bist echt das Letzte Lukas. Ein Gefühl für andere geht dir wirklich vollkommen ab. Er wollte nur nett sein und du? Du solltest dich schämen.“ Damit drehte er ab und verschwand wutschnaubend aus dem Essensraum.
„Na da hast du ja wieder was angestellt.“ Kicherte David grinsend. „Basti zu verärgern ist echt ein Kunststück!“
„Ja ja, mach dich noch drüber lustig.“ Knurrte ich nur und biss stur in mein Nutellabrötchen.
Das Training im Team war angespannt und zwischen Miro und mir lief überhaupt nichts zusammen. Er sah mich nicht an und ich nicht ihn.
„Hallo Lukas, Miro!“ schrie Jürgen irgendwann, dem es langsam reichte „Wenn das so weiter geht, könnt ihr euch auf die Bank setzten. Mir ist egal, ob ihr privat irgendwelche Querelen habt, aber hier auf dem Platz möchte ich, dass ihr Teamplayer seid. Verstanden?“
Wir nickten unserem Trainer beide zu und wandten uns dann wieder dem Spiel zu. Eine Änderung von einem von uns gab es allerdings nicht.
„Poldi, kann ich dich mal kurz sprechen?“ das war Michas Stimme und innerlich wusste ich ganz genau, was jetzt auf mich zu kam.
„Was denn?“ fragte ich und legte ein freundliches Gesicht auf.
„Was ist da los mit dir und Miro?“ fragte er direkt und ich zuckte nur mit den Schultern und sagte ruhig „Ich kann ihn nicht leiden.“
Unser Teamcaptain riss die Augen auf und sah mich an, als hätte ich bunte Flecken im Gesicht.
„Du kannst ihn nicht leiden? Und deshalb machst du hier so eine Show Podolski?“ seine Stimme war von überrascht auf wütend gewechselt und seine Augen blitzten mich gefährlich an.
„Wenn das dein Ernst ist und du deshalb nicht bereit bist, mit ihm zusammenzuspielen, kannst du jetzt zurück ins Hotel und sofort deine Sachen packen.“ Schrie er mich an.
Nun war es an mir erschrocken zu schauen. So hatte ich Micha noch nie zuvor erlebt und ich war bereits drei Schritte zurückgegangen, um ein wenig Abstand zwischen ihn und mich zu bringen.
„Ähm, ich..“ wollte ich sagen, doch er unterbrach mich.
„Du wirst dich mit ihm aussprechen, was auch immer da zwischen euch das Problem ist! Ihr habt den Nachmittag frei und wenn ihr euch bis morgen früh nicht berappelt habt, fährst du nach Hause. Klar?“
Ich zuckte mit den Schultern und erwiderte nur „Warum nur ich?“
Micha schüttelte nur ungläubig den Kopf und sagte dann „Weil du nicht bereit bist, auf ihn zuzugehen. Er hat schon genug Schritte auf dich zu gemacht. Es war zum Beispiel seine Idee, dass ihr zwei in ein Zimmer kommt.“
Die Worte brauchten einen Moment, bis sie ihren Bestimmungsort im Gehirn erreichten, doch dann schlugen sie ein wie eine Bombe.
„Er hat was?“ schrie ich geschockt, doch der Schwarzhaarige grinste mich nur an.
„Ja, Miro hat darum gebeten, damit er dir endlich beweisen kann, dass er einer der nettesten Menschen auf der Welt ist. Wie übrigens 99,9 Prozent des Teams finden. So und nun verschwinde.“
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