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von escaping reality    erstellt: 29.08.2006    letztes Update: 29.08.2006    Geschichte, Allgemein / P12    (abgebrochen)
vorwort:   haltet mich für verrückt (bin ich ja eh ^^"), aber die idee kam mir vollkommen spontan und ich bin mir noch nicht so ganz sicher ob es funktionieren wird. ich wollte was im "ich" erzählstil schreiben und da kam mir die idee, wieso sollte es dann nicht gleich "ich" sein die erzählt. wie schon gesagt, irgendwie verrückt ^^"
...... so ziemlich alle personen die hier vorkommen werden gehören nicht mir, (außer ich Ôo") da sie wirklich existieren. so ziemlich alles was mit mir im zusammenhang steht basiert auf fakten... na denn, ich hoffe jemand traut sich noch das zu lesen ^^" enjoy! reviews wie immer sehr, sehr erwünscht! ;)

glg, nuffie

p.s.: sorry wegen der rechtschreibfehler, ich hab zur zeit nur wordpad und das hat keine rechtschreibprüfung, deshalb schreib ich aus rpg gewohnheit öftermal was klein, etc. ...ich versprech ich änder das noch! ;)


+++

All I wanted


22.08.2006

Da stand ich nun also. Schonwieder. Zum zweiten Mal in meinem Leben hatte es mich nun hier her verschlagen, und genau wie schon das letzte Mal war das wieder ein Resultat meiner Launen. Mir war langweilig geworden in Deutschland. Ich mein, Urlaub und Freizeit ist ja schön und gut, aber drei Monate nichts tun bis zum Studium? Das war mir dann doch irgendwie zu viel geworden, mal ehrlich, faul sein ist gut aber wenn man anfängt sich selbst auf die Nerven zu gehn sollte man anfangen Konsequenzen zu ziehen. Außerdem sah selbst ein Blinder mit Krückstock dass die Vorteile überwogen. Ich saß nicht den ganzen Tag rum und wartete auf eine Antwort von der Uni. Check. Ich umging die anstrengenden Fragen meiner Familie darüber, was ich mit meinem Leben anfangen wollte. Check. Ich brachte gut drei Flugstunden zwischen mich und meinen ungewollten Verehrer Martin. Doppelcheck.

Gut, manche würden jetzt meinen ich liefe vor irgendwas davon, aber ich würde eher sagen, dass ich zu etwas zu lief, und zwar ein paar verdammt gute letzte Sommerferien.

So kam es jedenfalls dazu, dass meine Füße erneut auf englischen Boden standen. Es war aufregend aber diesmal auf eine andere Art als wie vor drei Jahren, als ich als Austauschschülerin hier herkam. Diesmal war ich auf positive Weise desillusioniert und hatte keine übersteigerten Erwartungen an meinen Aufenthalt hier. Gut, sicher würde es witzig werden und ich konnte es auch kaum erwarten ein paar von meinen alten Freunden wiederzutreffen, aber ich erwartete keine Wunder. Und das war auch gut so.

Doch es gab noch einen zweiten ganz entscheidenen Unterschied zu damals. Nicht nur war ich mittlerweile neunzehn und hatte keine nervige Gastfamilie die mir ständig vorschrieb was ich zu tun und zu lassen hatte, nein, diesmal würde ich außerdem nicht in irgendeiner keiner kleinen Stadt mein Dasein fristen, sondern hatte mir die Metropole überhaupt der Insel gesichtert: London. Für mich eine der coolsten und aufregendensten Städte in Europa, zumindest wenn man dort jemanden hatte der sich auskannte. Und zu meinem Glück hatte ich sojemanden.

Sein Name war Flavio und wie man daraus schon schließen konnte war er Juve-Fan, Pastasüchtig und liebte nichts mehr als seine Mama. Zu meinem Glück war das aber auch das italienischste an ihm, ansonsten hatte ihn die Zeit auf der Insel schon ziemlich 'britisiert', immerhin lebte er schon seit fast zehn Jahren da. Bleibt nurnoch die Frage woher ich ihn kannte. In meinen Herbstferien in England sind damals ich und noch eine andere Austauschschülerin, Clementina, nach London gefahren um ein wenig Großstadtluft zu schnuppern, ein Segen nach so viel Wohnsiedlungsmuff. Praktischerweise konnten wir damals bei ihrem Cousin wohnen, und eben dieser war Flavio. Ich rief ihn also vor zwei Wochen an, er stimmte spontan zu mich bei sich aufzunehemen und mir einen Job in der Bar seines Onkels zu organisieren und nun stand ich hier, mit vollen Koffern in London Heathrow.

Mit meinen neunzehn Jahren kannte ich diesen Flughafen wie meine Westentasche, worauf ich seltsam stolz war. Nachdem ich also endlich mein Gepäck wieder hatte, ging ich zielstrebig vorbei an all den ahnungslosen Touris und steuerte den Ausgang an. Hinter der milchigen Glastür standen etwa eine Million Leute mit Namensschildern in der Hand, einige sahen mich hoffnungvoll an und als ich ohne zu reagieren weiter ging sahen sie reichlich enttäuscht an. Tz, nicht grade ein warmes Willkommen. Naja, was solls, ich würde sie ja eh wahrscheinlich nie wieder sehen!

Ich ging also durch diese lange Reihe von Leuten, zugegeben hatte das schon ein gewisses Starfeeling, doch schon nach den ersten Metern nervten mich dann die erst erwartungsvollen und dann enttäuschten Blicke. Schnell durchlaufen war also die Devise, doch plötzlich stellte sich mir jemand in den Weg.

"Susi!"

Nein, bitte nicht diese Begrüßung. Seine Stimme klang laut, schrill und viel italienischer als in meiner Erinnerung. Ich hasste es wenn er meinen Namen so aussprach... eigentlich mochte ich es auch nicht besonders wenn man diesen Spitznamen benutzte, aber es war etwas womit ich mich abfinden musste.

Das nächste was ich wusste war, dass ich mich in einer festen, italienischen Umarmung befand. Naja, was hatte ich denn erwartet?

"Hey Falvio.." als ich sein breites Lächeln sah, schlich sich auch schnell eins auf mein Gesicht und alles war wieder im Lot. "...wie gehts dir?"

Ehrlich, Italiener hatten ihre Vorteile, ich musste nichtmal ein Wort sagen und er hatte schon mein Gepäck in den Händen. Praktisch, soeinen sollte ich mir auch halten, dachte ich grinsend, doch ich änderte meine Meinung ziemlich schnell als Flavio auf meine Frage antwortete.

"Jetzt wo ich dich sehe.." ich hielt ihm die Hand vor den Mund.

"Schon gut, ich kann mir den Rest denken!" ich grinste, aber die Idee von grade eben hatte ich ganz schnell wieder verworfen. Ich war praktisch allergisch gegen Machosprüche, etwas, dass ich Flavio dringend noch beibringen musste. Wir kannten uns ja eigentlich nicht sehr gut, was waren schon zwei Wochen die mittlerweile drei Jahre her waren? Nichts im Grunde, und deshalb war ich auch ziemlich überrascht dass er mich aufnahm. Tja, das war eben das gute an der italienischen Mentalität.

"Schade, aber versuchen kostet ja nichts!" Er war nicht wirklich enttäuscht, nur ein ganz klein wenig im Ego angekratzt. "Was solls, ich nehm dich ja trotzdem mit Nachhause!"

Das dreckige Grinsen störte mich nicht, im Gegenteil, diese Art von Humor ließ mir alles gleich viel gewohnter erscheinen. Ich hatte das Gefühl als könne es noch ziemlich witzig mit ihm werden.

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fertig! danke wenn ihr es bis hier her geschafft habt, denn einführungskapitel sind meist nicht sehr interessant, da mach ich mir nichts vor... ^^"
 
 
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