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von Necris
erstellt: 23.08.2006
letztes Update: 23.08.2006
Geschichte, Romanze / P12 Slash
(fertiggestellt)
Pairing: Lukas x Miro
Autorin: LuMi
A/N: Huhu!
Also…das ist meine zweite Fußball Fanfic und sie geht wie die andere “Das Spiel der Liebe” um mein Lieblingspairing Lukas und Miro. Ich hoffe euch gefällt es! Über Reviews würde ich mich sehr freuen…
Liebe Grüße und viel Spaß beim lesen
LuMi
Unendlichkeit…
Die Sonne berührte das stille Wasser des unendlichen Meeres. Alles tauchte in rote, warme Farben. Die Möwen flogen fröhlich kreischend ihre Bahnen in die Luft und das Rauschen des Meeres brachte Ruhe und Glückseligkeit.
Die Welt schien zu leuchten und die Unglücke, die in diesen Momente auf der anderen Seite der Erde passierten, erloschen, wie die Sonne, die langsam aber sicher abtauchte. Die Wellen brachen hart aber doch sanft in die Brandung. Auf einer Klippe stand ein junger Mann und wurde eins mit der harmonischen Umgebung.
Er träumte sich in die hellen Farben der Sonne und in das Rauschen des Meeres hinein und dachte er würde fliegen, als ein warmer Lufthauch seinen Rücken kitzelte.
Hier stand er alleine und fühlte ein Gefühl der Wärme und der Zufriedenheit. So stark hatte er es noch nie gefühlt, diese Gefühl, dass man Liebe nannte. Er spürte wie ein Kribbeln seinen Magen berührte und ein warmes Gefühl sich um ihn legte. Und es kam nicht von der Sonne, nicht von der romantischen Umgebung, es war dieses Gefühl und es machte ihn stark, so glücklich und doch traurig zugleich.
Er sah wie ein Händchen haltendes Paar neben ihm entlang ging. Eine Frau und ein Mann, die ihre junge, frische Liebe bestärken wollten. Sie hielten sich im Arm, warfen sich verliebte Blicke zu, die mehr aussagten als tausend Worte.
Sie sprühten fast vor Liebe und Glück und der Profifußballer teilte dieses Glück mit ihnen, auch wenn es ihn traurig machte, da er niemals so mit seinem Schwarm spazieren gehen würde.
Ja, er, Lukas Podolski war verliebt.
Die Leute kannten ihn als Profifußballer, als jemand, der für den Sport und für den Fußball lebte. Doch war das nicht nur Nebensache? Der Sport war sein Beruf, einer seiner größten Leidenschaft, nach dieser Leidenschaft, die er erst vor kurzem entdecken musste…
Flashback
Es war in der Mannschaftsdusche. Eigentlich so wie immer, jedenfalls schien es so. Niemand hatte ein Problem damit sich dem anderen entblößt zu zeigen. Sie waren doch nur Männer und sahen alle gleich aus.
Und in der Mannschaftsdusche hatten sie immer etwas zu lachen, seit der Vorfall war, an dem Torsten Frings auf der Seife ausgerutscht war. Mensch, war das peinlich gewesen. Seitdem nennen sie ihn immer nur: „Lutscher“.
Es war schon lustig, doch der junge Nationalspieler mit der Nummer 20 wusste da noch nicht, dass sich sein Leben auf einen Schlag ändern würde und er nichts, aber auch gar nichts dagegen tun konnte. Er guckte neben sich und Bastian grinste ihn an.
Ja, sein bester Freund. Er mochte Bastian sehr und er konnte ihn doch immer wieder zum lachen bringen. Er fühlte sich glücklich und er war es auch, denn er war schon seit mehr als 2 Jahren mit seiner Monika zusammen.
Bastian sagte etwas zu ihm, doch er hörte nicht zu, legte sich genießerisch in den warmen Wasserstrom und schloss die Augen. Als er sie wieder öffnete sah er wie Miro neben ihm versuchte die Seife zu ergattern, doch Jens erlaubte sich einen kleinen Spaß.
Er sah Miro an und irgendwie kam er auf seltsame Gedanken, die er vorher noch nie hatte. Er fing an Miros Körper von oben bis unten zu mustern, aber er wusste nicht wieso. Er war gefangen und irgendwie fand er Miro schön und sexy.
Er gab sich selber eine Ohrfeige für diese Gedanken. Herrje, er war doch nicht schwul. Bastian stieß ihn nun wieder von der Seite an.
„Hey, warum schlägst du dich selber?“, fragte er verwundert. Lukas konnte nicht antworten. Er fühlte sich unwohl hier, er merkte wie seine Knie weich wurden, als er wieder einen Blick auf Miro warf, der sich gerade die Brust eincremte. Dieser guckte ihn nur verwirrt an und bemerkte Lukas rotes Gesicht.
„Was ist los, Lukas?“, fragte er und lächelte. Schon wieder merkte er wie er schwach wurde. Bastian hatte es die ganze Zeit mitbekommen, wie Lukas seinen polnischen Sturmpartner ansah und er hielt Lukas fest, als dieser leicht nach hinten schwankte.
„Ach nix. Was soll mit mir los sein?“, fragte Lukas und stotterte. Warum schlug sein Herz so laut.
Er vergaß die anderen aus dem Team, die fröhlich miteinander redeten und lachten. Er fühlte sich ausgelacht, obwohl sie nicht über ihn lachten.
Er wollte weg, fliehen von diesen komischen Gefühlen. Alles wurde ihm zu viel, sein Herz schlug ihm so laut und er sah nur noch Miro, der auf ihn zukam.
Warum? Er verstand sich selber nicht, ging noch einen Schritt zurück und merkte etwas Weiches unter seinen Füßen. Er rutschte aus und fiel nach vorne. Bastian wollte ihn auffangen, doch er war zu spät. Lukas flog nach vorne und direkt auf Miro drauf. Dieser verlor unter dem nassen, rutschigen Boden das Gleichgewicht und fiel nach hinten.
„Au“, vernahm man nur von Miro und Lukas war zu geschockt um was zu sagen. Jetzt lag er auf Miro drauf und er wünschte sich er könnte im Erdboden versinken. Er sah in Miros grau blaue Augen und ihm wurde ganz mulmig. Er starrte in sein Gesicht und seine Wangen färbten sich rot. Ihm war heiß, zu heiß und ein warmer Schauer kroch seinen Rücken entlang und hinterließ eine Gänsehaut.
Seine Hände hatte er auf Miros Brust gelegt und sein Herz pochte stürmisch gegen seinen Brustkorb, sodass er glaubte, Miro könnte es spüren. Nun fingen wieder alle an zu lachen und auch Bastian konnte sich nicht mehr halten.
„Lukas?“, fragte Miro vorsichtig. Man merkte ihm an, dass es ihm peinlich war und seine Wangen waren auch ein bisschen gerötet.
„Könntest du wieder von mir runter gehen?“, fragte er leise. Lukas fing an zu stottern, bekam plötzlich einen Schreck als er merkte in welcher Situation er sich befand und sprang kreidenbleich auf, rannte hinaus und verschwand.
Er wollte sterben…
was hatte er nur gemacht? Er lehnte sich erschrocken gegen die Wand der Umkleidkabine und zog sich schnell seinen Bademantel an. Hatte ihn das auch noch erregt? Was war nur mit ihm los? Er spürte immer noch dieses Kribbeln im Bauch…es war ihm peinlich dieses Gefühl. So etwas hatte er vorher noch nie gespürt, nicht mal bei Monika…
Flashback Ende
Ab diesen Tag hatte sich alles verändert. Sein ganzes Leben, das er bisher führte war umsonst gewesen, denn jetzt erst musste er herausfinden, wer Lukas Podolski, der Fußballgott, für den ihn alle hielten, wirklich war.
Er hatte es nicht mehr gewagt mit den anderen zu duschen, aus Angst so was könnte noch mal passieren und sein bester Freund Bastian deckte ihn. Er begriff sofort was mit ihm los war, vielleicht sogar noch früher als Lukas selbst. Er ist auch der Einzige, der davon wusste, dass er sich an diesen Tag in Miroslav Klose verliebt hatte.
Immerzu verspürte er dieses Gefühl wenn er Miro sah, bekam Schweißausbrüche, Herzklopfen, Bauchkribbeln und sonst noch was. Er fühlte sich wie ein verliebter Teenager. Doch er war hoffnungslos verliebt…den Miro war verheiratet, hatte Kinder, war glücklich…
Diese Tatsache machte ihn traurig, aber er war glücklich, wenn Miro es auch war. Auch wenn er auf sein eigenes Glück verzichten musste. Doch waren das nicht alles nur Lügen? Er wollte mit ihm zusammen sein, er wollte ihn berühren und küssen, wie das Pärchen, dass etwas weiter entfernt neben ihm stehen blieb und in den Sonnenuntergang schaute. Er fühlte wie er sich in der Unendlichkeit des Meeres auflöste…
er wollte sterben und irgendwie würde er am liebsten jetzt die Klippe herunter springen. Eine Träne bildete sich in seinen Augen und suchte langsam seinen Weg Lukas Wangen entlang. Er wollte doch nicht wieder anfangen zu heulen, so wie ein kleines Kind.
„Ich liebe dich Miro…“, flüsterte er leise.
„ICH LIEBE DICH, MIRO!“, er schrie diese Worte laut in den Wind und lies sich auf den Boden fallen. Was bedeutet schön Glück? Viele Menschen sagen, sie hätten das große Glück in ihrem Leben schon gefunden.
Doch was bedeutet dieses große Wort eigentlich? „Ich habe alles was ich zum glücklich sein brauche…“, das ist etwas, dass jeder in seinem Leben schon mal zu hören gekriegt hat. Doch stimmt das eigentlich wirklich? Gibt es nicht doch etwas im Leben, wo nach man sich sehnt? Er hatte alles….er war ein erfolgreicher Fußballer, durfte in der Nationalmannschaft spielen, hatte viel Geld. Klar, meint man da, er wäre glücklich.
Doch das stimmt nicht.
Wenn er schon alles hätte um glücklich zu sein, was ist dann mit den ganzen Wünschen, mit den unzähligen Träumen, die doch jeder Mensch irgendwo hatte? Gibt es die dann nicht mehr, wenn man eh schon alles hat? Für manche bedeute Glück einen schönen Tag zusammen mit geliebten Menschen zu erleben. Für andere ist es der Traumpartner, Stunden voller Harmonie, Liebe und Vertrauen, für andere ist es ein
Dach über dem Kopf oder Gesundheit. Für wieder andere ist es die Gewissheit zu leben. Es gibt wahrscheinlich mehr als 100000 Definitionen für dieses Wort, doch für ihn gab es nur ein Wort, das sein Glück auf den Punkt brachte. Miro. Doch dieses Glück war für ihn so unerreichbar und doch so nah…
Die schlimmste Art jemanden zu vermissen war, neben ihm zu sitzen und zu wissen, dass er niemals einem gehören würde. Und jetzt spürte er diese Leere in sich, diese Sehnsucht. „Warum? Ich kann nicht ohne dich Miro, siehst du das nicht?“, heulte er heraus.
„Ich brauche dich verdammt“, er schlug verbitterte seine Faust in den Sand. Liebe konnte so schön sein, doch nicht für ihn. Nur wegen Miro hatte er sich von Monika getrennt, nur wegen ihm war er jetzt der Mensch, der niemand mehr kannte. Den er selbst nicht mehr kannte. Was machte er nur mit ihm?
Plötzlich spürte er wie starke Hände ihn von hinten umarmten. Er spürte einen warmen Atem an seinem Nacken und zuckte zusammen. Wer umarmte ihn da?
„Lukas…“, er erkannte die Stimme und sie machte ihn schwach. Er hörte auf zu weinen und genoss es von Miro von hinten umarmt zu werden. Miro zog ihn hoch und schlang seine Arme um seinen Oberkörper. Er legte seinen Kopf auf Lukas Schultern ab. Warum machte Miro das? Warum musste er ihm jetzt so wehtun?
Es schmerzte, denn er wusste, dass Miro ihn niemals lieben würde, jedenfalls nicht so, wie er es wollte. Sein Herz pochte wieder so laut und er fing an leicht zu zittern.
Es war so schön…warum konnte es nicht echt sein? Er glaubte zu träumen…so etwas konnte nicht echt sein. Miro bemerkte die Tränen in Lukas Augen und er drehte ihn vorsichtig zu sich um.
„Warum weinst du?“ Alles schien so real zu sein, aber eigentlich war es doch nur ein Traum, oder doch nicht? Miro zog Lukas eng an sich heran und streichelte seinen Rücken. Lukas musste wieder weinen. Jetzt müsste doch jeden Moment sein Wecker klingeln…doch als er seinen Tränen spürte, wie sie seine Wangen herab strömten wurde ihm klar, dass es real war. Dass dieser Miro, der ihm jetzt so liebevoll im Arm hielt echt war.
Miro nahm Lukas Kopf in die Hände und streichelte ihm die Tränen aus den Augen.
„Hey, bitte weine nicht.“ Miro schluckte. Lukas könnte schwören, dass sich Miros Augen mit Tränen füllten.
Aber warum?
Lukas umarmte Miro wieder, wollte ihn nicht loslassen. Er wollte die Zeit anhalten, diesen Augenblick nicht vergessen, auch wenn es so wie einer seiner vielen Träume war. Und dann tat Miro etwas, dass Lukas nicht erwartet hätte. Er beugte sich zu ihm vor und gab ihm einen Kuss auf die Wange.
„Du sollst lächeln. Das steht die viel besser“ Wieder schluckte Miro schwer und lächelte ihn an. Dieses Lächeln…es war so voller Liebe. Lukas wünschte sich, Miro würde ihn lieben, so wie er es auch tat.
„Miro…warum tust du das?“, fragte nun Lukas und guckte ihn hoffnungsvoll in die Augen. „Warum ich was mache?“
„Warum sorgst du dich um mich, warum tröstest du mich, warum…warum…“, doch weiter kam er nicht, denn schon spürte er Miros Lippen, wie sie ihn zum Schweigen brachten. Miro streichelte ihn sanft über die Wangen, die andere Hand hatte er immer noch auf Lukas Rücken. Lukas erschrak zuerst, fing dann aber an Miros Kuss zu erwidern.
Sie vergaßen alles um sich herum. Lukas lehnte sich eng an Miro, wollte ihn für immer spüren. Sein Traum war wahr…und in diesen Augenblick fühlte Lukas, was Glück bedeut. Dieses Wort, von dem die Leute immer redeten. Miro löste sich von ihm, sah ihn tief in die Augen.
„Weil ich dich liebe“, meinte er und lächelte.
„Ich liebe dich auch“, hauche er ihm entgegen und lehnte sich noch mal zu ihm, um ihn noch mal küssen. „…so sehr“ Das war der schönste Tag in seinem Leben. Es war keine Zeit um fragen zu stellen, warum Miro ihn jetzt auf einmal liebte, es zählte nur dieser unendliche Moment und dieses Gefühl voller Glück. Lukas nahm Miros Gesicht in die Hände und beide lächelten sich verliebt an.
Miro nahm seine Hand und lief mit ihm den Strand entlang. Er sah so glücklich aus und immer wieder zog er Lukas an sich heran um ihn zu umarmen und zu küssen. So liefen sie noch eine Weile…bis sie sich dazu entschlossen wieder zurück zu den anderen zu gehen…
ENDE
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