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von gugi28    erstellt: 15.08.2006    letztes Update: 08.03.2009    Geschichte, Allgemein / P18 Slash    (abgebrochen, keine anonymen Reviews)
Und wie immer war das Babylon mehr als gut besucht. Harry verzog keine Miene, schritt auf die Tanzfläche zu und tobte sich dort aus. Er spürte die Hände auf seiner Brust, fühlte sie auch an seinem Po. Wieder einmal hauchten zarte Lippen Küsse auf die seinen oder an seinem Hals – Harry genoss es. Hier war es einfach anders, hier warst du wie alle anderen auch. Im Babylon konnte man alles bekommen, was man wollte.

Nach zwei Liedern war Harry erschöpft, bedankte sich mit einem lasziven Lächeln bei seinem Tanzpartner und begab sich Richtung Bar. Die Menge teilte sich wieder, Harry erstarrte. Ja, die Person, die mit dem Rücken zu ihm stand, kannte er nur zu gut: Draco Malfoy. Harry stöhnte frustriert auf. Anscheinend war er auch alleine und Harry wusste nicht, was er jetzt tun sollte. Er beobachtete den Barkeeper, runzelte die Stirn. Der Mann hinter dem Tresen führte nichts Gutes im Schilde.

Harrys Augen wurden immer größer, als der Barkeeper Draco ein Bier ausgab, vorhin allerdings etwas in dieses hineintat. Harry wollte Draco warnen, doch der Blonde trank es in einem Zug aus. Harrys Mund stand offen, denn Draco bestellte sich ein zweites. Der Barkeeper freute sich darüber und bemerkte, dass Draco schon Mühe hatte sich am Tresen festzuhalten. Und schon wieder! Bemerkte es der Blonde nicht? Was tat der Barkeeper nur in sein Bier?

Endlich kam Bewegung in Harry, er eilte auf die Bar zu und fischte sich über die Theke den Getränkeausgeber herbei.

„Was war das für eine Droge, die du ihm verabreicht hast!?“, brüllte er ihn an, der Barkeeper wurde weiß im Gesicht.

„Etwas Harmloses, ehrlich!“, stotterte er, Harry knurrte. Er schnappte sich das noch volle Bier und schüttete es dem Mann ins Gesicht.

„Du Idiot! Er verträgt keine Drogen!“, platzte es aus ihm heraus, „Bete zu Gott, dass es ihm bald besser geht, sonst kannst du deine Eier im Krankenhaus annähen lassen!“ Der Barkeeper versank beinahe im Boden, sah ängstlich zu Harry. Doch dem war es egal, er drehte sich besorgt zu Draco. Der Blonde schien völlig abwesend zu sein, bekam nichts mehr mit.

„Verdammt, Malfoy!“, rief Harry aus und hievte ihn hoch. Nur mit Mühe dirigierte er ihn zum Ausgang, endlich waren sie an der frischen Luft. Draco wusste nicht, mit wem er da mitging. Auch wenn er ihm ins Gesicht gesehen hätte, er hätte es keiner Person zuordnen können.

„Malfoy? Hörst du mich?“, versuchte es Harry, denn der Blonde hing an ihm und kicherte leise.

„Hm, ich höre dich“, zwitscherte Draco lallend, Emmett kam auch heraus und gesellte sich zu den beiden.

„Ach herrje! Was hat Blondi denn zu sich genommen?“, fragte er Harry, der die Schultern zuckte und Draco weiterhin stützte. Mann, langsam wurde der Blonde aber schwer!

„Ich weiß es nicht, Emmett! Der Typ hinter der Bar tat ihm etwas ins Bier“, erklärte er, Emmett winkte ab.

„Das Zeug ist harmlos, glaube mir. Es bewirkt nur, dass die Personen sich lockern und die Zeit im Babylon genießen. Außerdem vermischt es sich mit dem Getränk, verstärkt somit die Wirkung des Alkohols. Wenn dein Süßer nichts verträgt, dann wird ihn dieses Zeug schon umhauen. Am besten wäre es, du lieferst ihn zu Hause ab, damit er sich ausschlafen kann. Morgen wird es ihm wieder besser gehen, glaube mir, Harry“, winkte Emmett ab, der Draco immer wieder musterte. Harry stöhnte auf, nickte Emmett zu. Justin und Brian kamen gerade aus dem Babylon, lachten Harry zu und nickten immer wieder zu Draco.

„Viel Spaß mit ihm, Harry!“, trällerte Justin, der sich von Brian gerne wegführen ließ.

„ABER…!“, rief Harry aus, doch die beiden verschwanden in der Dunkelheit. Emmett seufzte, fuhr Harry über die Wange und nickte ihm zu.

„Keine Angst, Schätzchen. Deinem Liebling wird es bald besser gehen. Mache das, was ich dir gesagt habe, und alles wird gut. In Ordnung? Ich muss leider gehen, die Pflicht ruft“, tat er auf eilig und schielte kurz zu seiner Begleitung. Harry verstand, grinste ein wenig und wünschte Emmett einen schönen Abend. Und dann ging er los und hätte sich niemals träumen lassen, dass diese Nacht noch sehr wichtig für ihn werden würde.

°°°°

Gott sei Dank konnte Draco von alleine laufen, allerdings lag sein Arm noch immer um Harrys Schultern. Den Kopf ließ er schlaff hängen, während er immer wieder leise auflachte oder ein Lied vor sich herträllerte. Natürlich falsch, was in Harrys Ohren ziemlich schmerzte.

„Wo wohnst du, Malfoy?“, fragte Harry mit Anstrengung, der Kopf kam hoch und der vernebelte Blick des Blonden suchte den von Harry.

„Nicht hier!“, kicherte er los, Harry stöhnte ein weiteres Mal auf.

„Das ist mir schon klar! Wo würdest du hingehen, wenn du nach Hause willst?“, fragte er deutlicher, Draco überlegte und verzog sein Gesicht.

„Gerade ausch, dann irgendwann linksch. Danach rechtsch und wieder rechtsch. Oh, falsch. Ich glaube, ich würde dann wieder gerade ausch gehen müschen, oder? Ich habe keine Ahnung!“, gluckste er lallend zum Schluss, Harry fühlte sich verarscht. Trotzdem beschloss er, einfach mal gerade aus zu gehen. Eventuell würde Draco den Weg erkennen und ihm dann sagen können, wo er ihn abliefern müsste. Nur mit Anstrengung kamen sie voran, Harry hatte seinen Arm ebenso um Draco geschlungen. Die Straße lag einsam und verlassen vor ihnen, sie passierten schmale Laternen, die ein wenig Licht spendeten.

„Glaube, da gehtsch lang!“, lachte Draco sturzbetrunken auf und zeigte in alle Richtungen. Harry fluchte leise und sah Draco gequält an.

„Ich glaube, ich musch gleich kotschen!“, stöhnte Draco, abermals ließ er seinen Kopf hängen.

„Ähm, tief durchatmen, ja, Malfoy?“, versuchte es Harry, der Blonde nickte langsam.

„Werde es verschuchen“, keuchte er, kurz knickte er ein. Harry hatte Mühe, ihn aufrecht zu halten, sie torkelten gemeinsam über den Gehweg. Endlich erreichten sie einen Park, der ebenfalls wie ausgestorben war. Kein Wunder, immerhin war es bereits drei Uhr früh! Eine einsame Bank wurde vom Mond beleuchtet, Draco hickste.

„Musch mich hinschetzen“, lallte er, Harry stöhnte auf. Also verfrachtete er den Blonden auf die Bank, Draco hing eher darauf, als zu sitzen. Harry setzte sich ebenso.

„Und was nun?“ Harry schielte auf die Uhr und sah danach in den Himmel. Draco stöhnte wieder, griff sich an den Kopf und legte ihn in den Nacken.

„Schau! Schterne!“, meinte der Blonde verblüfft, Harry grinste ein wenig.

„Ja, sie sehen schön aus, stimmt’s?“, erwiderte er, Draco nickte ein wenig. Sein Kopf lag immer noch im Nacken, die Arme hatte er seitlich auf die Lehne gelegt. Harry sah ihn aufmerksam an, plötzlich begegneten sich ihre Blicke. Erkannte Malfoy ihn noch immer nicht?

„Was ist?“, erkundigte sich Harry ein wenig nervös, Draco gluckste.

„Wie heischt du eigentlich?“, lallte Draco weiter, sein Kopf wollte irgendwie nicht still halten.

„Ähm, Harry. Erkennst du mich nicht mehr?“, fragte er Draco, der Blonde grinste breit.

„Schollte ich?“, kicherte er, doch dann wurde er ernst.

„Du heischt genauscho wie er“, seufzte der Blonde, Harry spitzte die Ohren.

„Wie wer?“, tat Harry unwissend, Draco stöhnte auf. Anscheinend war ihm noch immer nicht gut, er kämpfte mit der Übelkeit.

„Na Poscha!“, lallte er laut los, Harry verbiss sich ein Grinsen. Draco setzte sich mit einem Ruck auf, was wohl ein Fehler war. Er wippte mit dem Oberkörper vor und zurück, drehte seinen Kopf zu Harry und zog die Stirn kraus.

„Harry Poscha, Idiot von… Egal!“, winkte er besoffen ab, Harry leckte sich über die Lippen. Draco sah ihn noch immer an, rutschte näher und versuchte angeblich, etwas in Harrys Gesicht zu finden – so kam es ihm jedenfalls vor. Draco kniff die Augen zusammen und legte den Kopf schief.

„Du hascht auch scho schwarze Haare. Und scho grüne Augen.“ Dracos Hand fuhr durch Harrys Haar, dem Schwarzhaarigen rieselte ein wohliger Schauer über den Rücken. Er hielt ganz still und konzentrierte sich auf Draco, der absolut abwesend war.

„Und deine Nasche… Er hat dieschelbe. Und diesche Lippen…“ Dracos Fingerspitzen tanzten über Harrys Nase, zärtlich zeichneten sie seine Lippen nach. Harrys Herz pochte hart in der Brust, er war unfähig etwas zu sagen. Dracos Hand glitt schlaff hinab, er kam mit seinem Gesicht immer näher. Harry riss die Augen auf, wartete einfach ab. Kurz bevor sich ihre Lippen trafen, hielt Draco inne und runzelte wieder die Stirn.

„Wo war ich?“, fragte er, klimperte mit den Augen. Harry murrte, denn Draco zog sich wieder zurück und lehnte sich wieder an der Lehne an. Den Kopf legte er wieder in den Nacken, schloss die Augen.

„Scholl ich dir wasch über ihn schag´n?“, lallte er weiter, Harry schluckte den Knoten im Hals hinunter.

„Ja, erzähle mir von ihm“, bat er leise, Draco seufzte zufrieden.

„Alscho! Poscha is mein Feind – war esch“, überlegte er, denn seine Stirn zog sich schon wieder kraus, die Augen blieben geschlossen.

„Und weiter?“ Harry wurde neugierig, sein Herz trommelte noch immer unruhig in der Brust.

„Kenne ihn von der Schule her. War ein dummer Gryffindor. Aber… Weisch nicht, war irgendwie cool drauf. Weischt du, HARRY – hm – Harry, Harry, Harry!“ Draco gluckste wieder, öffnete die Augen und sah den Schwarzhaarigen an, indem er den Kopf zur Seite neigte.

„Ich mag den Namen. Hab ihn aber nur Poscha genannt. Äh, Potscher… Scho irgendwie…“, murmelte er, Harry verbiss sich weiterhin ein Grinsen.

„Du magst den Namen Harry also? Und ihn magst du nicht?“, erkundigte er sich weiter, Draco stöhnte auf.

„Dasch isch es ja! Ich mag ihn! Scheiß Gryffindor! Der hatte eschte Freunde, aber Blaische isch auch mein Freund?! Ich hab alscho auch Freunde, klar?“, hob Draco seinen Arm, der hin und her wankte, Harry nickte sofort. Vernebelte Augen musterten den Schwarzhaarigen, Draco fuhr fort und ließ den Arm sinken.

„Haben unsch gestritten und gerauft und verflucht und scho weiter. Kleingram eben.“ Dracos Hand wedelte abermals kurz hin und her, Harry kicherte und Draco bemerkte es nicht.

„War schieben Jahre lang schauer auf ihn, weil der Arsch meine Freundschaft auschgeschlagen hatte. Dabei wollte ich die doch scho gerne!“, maulte er Harry schmollend an, der Schwarzhaarige riss die Augen auf.

„Scheit dem muschte ich ihn dauernd beschimpfen. Habe ihn Flasche genannt und dasch er nicht mutig schei. Aber er ischt mutig, ich wollte esch nur nie vor ihm tschugeben. Weischt du, er war immer scho überlegen mir gegenüber. Egal wasch ich auch geschagt hab, er hat schich meischt richtig verhalten. Und weil mir dasch am Arsch ging, muschte ich weiterschimpfen. Er war scho lieb schüchtern und scho mutig – hab isch schon geschagt, ja?“ Draco hielt inne, Harry nickte schnell – Draco erzählte weiter.

„Hab ihn schon beneidet, ehrlich! Wollte dosch auch schein Freund schein. Scho wie er war, war er einfach perfekt! Aber er mag misch nischt! Tz! Klar! Bin dosch nur ein Malfoy! Bin ja schoooo bösche“, zischte er dunkel, was Harry eher niedlich fand. Draco versuchte schnarrend zu wirken, aber es misslang auf der gesamten Linie.

„Und dann schehe ich ihn wieder, im Babylon! Isch er doch glatt schwul geworden! Kommt auf mich zu, knutscht mich am Halsch und tantscht mit mir! Dasch war schön! Aber dasch war nicht er! Wo isch mein Poscha hingekommen? Scho ein Poscha ischt mir unheimlich. Und dann, dann…“ Draco hielt inne, richtete sich in die aufrechte Sitzposition, Harry betrachtete ihn weiterhin. Der Blonde seufzte und fuhr sich durch die Haare, griff sich danach auf die Stirn und stöhnte auf.

„Wo war ich?“, wandte er sich an Harry, der das letzt Gesagte wiederholte.

„AH! Genau!“, lachte Draco offen los, Harry seufzte mit Herzchen in den Augen. Moment, Herzchen? Seit wann fand er Draco Malfoy so niedlich? Bevor er weiter denken konnte, erzählte Draco mit herum wedelnden Armen weiter.  

„Der zschieht misch einfach scho in scho einen Raum? Kennscht du den?“, fragte er Harry, dieser grinste.

„Natürlich.“

„Kennscht du auch Harry Poscha?“, wollte der Blonde mit großen Augen wissen, Harry lachte auf.

„So in etwa“, wich er aus, Draco schien damit zufrieden zu sein.

„Dort vögeln alle und Poscha wollte mir glatt einen blasch´n!“, regte sich Draco auf, Harry wurde dies unangenehm, schnell sah er weg. Draco redete weiter.

„Hätt ja nichtsch dagegen gehabt, aber dosch nischt dort! Und…“ Draco fiel in sich zusammen, wirkte ein wenig nervös. Harry horchte auf und sah ihn an.

„Und?“

„Dasch hat noch nie jemand bei mir gemascht, Harry. Alscho schtoppe ich ihn, er isch schauer und rauscht einfach scho ab und läscht mich dort alleine ztschurück! Und dann kniet diescher scheußliche Typ vor mir und will weiter machen!“, regte sich Draco auf, Harry sah ihn irritiert an.

„Bevor der esch auch verschuchen konnte, hab ich ihn wegestoschen. Ganzsch brutal! Ja! Dann ging ich Poscha schuchen. Wir streiten wieder und dann kommt diescher blöde Typ daher und zschiet ihn einfach scho mit! Hab einfach wasch gesagt, von dem ich weisch, esch ärgert Poscha. Aber esch hat nicht gestimmt“, gab er kleinlaut zu und seufzte herzerweichend. Harry biss sich auf die Lippen und schallt sich einen Volltrottel.

„Juschtin heischt er! Isch blond und hat blaue Augen! Und Poscha schmisch schich voll an den ran! Scheische!“, rief Draco wütend aus, er kippte beinahe um. Harry hielt ihn gerade noch fest, zog ihn näher, Draco seufzte und starrte zu Boden.

„Isch schehe auch nicht scho schlimm ausch, aber ich hab andere Haare und andere Augen“, überlegte er angestrengt und zupfte an seinen Haaren herum. Abermals lehnte er sich zurück, legte den Kopf in den Nacken und sah zu Harry.

„Ich bin platschinblond, weischt du? Und meine Augen schind… schind…“ Draco überlegte, Harry rutschte näher und beugte sich vor.

„Du hast wunderschöne Haare, Draco, schöner als jene von Justin. Und deine Augen sind rauchgrau und manches Mal, wenn du sauer bist auch silbern“, hauchte er, Draco riss die Seelenspiegel auf.

„Wow, schtimmt!“, meinte er begeistert, Harry lächelte matt.

„Du bist viel hübscher als Justin, Draco“, fügte er noch hinzu, Draco lächelte leicht.

„Wirklisch? Harry? Kannscht du dasch auch Poscha schagen? Der Idiot schnallt esch nicht. Scheit dem geht allesch schief, auch unscher Date. Haben nur geschtritten und wurden schogar rausgeworfen“, maulte Draco, Harry schmunzelte und kam mit seinen Lippen noch näher.

„Werde ich machen, Draco.“

„Wirscht du mich jetzt küschen?“, fragte Draco hoffnungsvoll, Harry nickte leicht. Dracos Augen hafteten sich noch immer auf Harrys Gesicht, welches näher kam. Und endlich berührten sich ihre Lippen, sanft, beinahe schüchtern. Harry hörte Draco zufrieden seufzen, er erwiderte sogar. Harrys Herz sprang beinahe aus der Brust, denn dieser unschuldige Kuss bedeutete so viel mehr! Immer wieder trafen sie sich zu kleinen Küssen, bis Draco seine Hand in Harrys Schopf vergrub und seine Lippen öffnete. Harrys Herz stand still, als seine Zunge in Dracos Mund vordrang.

Der Blonde stöhnte leise auf, erwiderte schüchtern den Kuss. Doch dann riss er Harrys Kopf zurück, beugte sich seitlich weg und fing zu würgen an. Immer wieder übergab er sich, fing danach zu husten an und Harry seufzte. Zart streichelte er über Dracos Rücken, reichte ihm ein Taschentuch, welches der Blonde gerne annahm.

„Mir ischt scheisch übel“, hustete er, Harry lachte trocken auf.

„Merkt man“, erwiderte er nur und wartete ab, bis Draco sich wieder einigermaßen beruhigt hatte. Der Blonde setzte sich auf, Schweiß stand ihm auf der Stirn. Harry zog seinen Zauberstab hervor, ließ die Spuren von Dracos Mageninhalt verschwinden und säuberte ihn zugleich. Danach konnte Draco wieder frei atmen, er hatte sogar einen Minzgeschmack im Mund. Oh ja, jetzt ging es ihm schon besser!

„Danke! Hey! Du bischt auch ein Schauberer?“, meinte Draco erfreut, Harry prustete los.

„Ja! Sieht wohl so aus!“ Draco lächelte ihn dankbar an und nickte.

„Poscha ischt dasch auch, wuschtest du dasch?“, wollte er wissen, Harry nickte.

„Habe es mir denken können“, erwiderte er verschmitzt, Draco gluckste.

„Bischt schlau, was?“, fragte er keck, aber noch immer angetrunken, Harry lachte wieder und nickte.

„So, Draco, wir sollten dich nach Hause bringen, hm? Kannst du dich schon erinnern, wo genau du wohnst?“, erkundigte sich der Auror, Draco seufzte.

„Nein“, nuschelte er betrübt, doch dann grinste er.

„Aber Blaische weisch dasch!“, lachte er los, „Ich hab ein Handschy!“

„Wirklich? Welche Marke denn? Nokia, Erikson…“ erkundigte er sich, Draco sah an sich hinab.

„Ich hab keine Erektschion“, murmelte er leise, Harry prustete los.

„Nein, ich meinte die Marke deines Handys!“ Draco wurde leicht rot im Gesicht und zog sein Handy hervor. Harry nahm es ihm ab.

„Ein Nokia! Habe ich auch!“, rief Harry freudig aus und suchte sich durch das Telefonbuch. Endlich erschien Blaise’ Name, er rief an. Während Harry aufstand und im Mondschein auf und ab ging, hing Draco eher auf der Bank und sah in den Himmel.

„Scheisch viele Schterne. Mann“, staunte er nicht schlecht, Harry kicherte.

Draco! Verdammt, wo bist du!? Ich habe mir schon Sorgen gemacht! – tönte es an Harrys Ohr, dieser räusperte sich.

„Ähm, hier ist Harry, Blaise. Entschuldige bitte die Störung. Draco hängt auf einer Bank und ist stockbesoffen. Ich wollte mich erkundigen, wo er wohnt. Kannst du mir dabei helfen? Dann könnte ich zu ihm apparieren.“

Oh! Hallo Harry! Ich konnte sowieso nicht schlafen. Ist Draco stark hinüber?

„Ja, ist er.“ Harry sah ernsthaft zu Draco, der beinahe schon schief. Blaise erklärte ihm den Weg und Harry antwortete, dass er die Gegend sehr gut kannte.

„Ich bin in spätestens fünf Minuten mit ihm bei dir, einverstanden?“

Ja, klar! Danke fürs Bringen! – lachte Blaise erleichtert, das Gespräch wurde beendet.

°°°°

Blaise wartete vor der Haustüre, als es ploppte. Draco hing in Harrys Armen, Blaise eilte auf sie zu.

„Bei Merlin! Draco!“

„Hey Blaische!“, gluckste Draco schwerfällig und hob matt die Hand. Blaise rollte mit den Augen, entzog Harry den Blonden.

„Wartsche!“, lallte Draco, drehte sich zu Harry um und nahm dessen Gesicht in seine Hände. Blaise schmunzelte, als Draco ihn sanft und immer wieder auf die Lippen küsste.

„Schag Poscha wasch ich dir geschagt hab, ja? Ich bin kein scho grosches Arschloch. Ich hab nur einsch“, meinte er treuherzig, Harry strahlte und hätte ihn am liebsten geknuddelt.

„Ja, Draco, werde ich machen. Aber jetzt gehe schlafen, okay?“ Harry küsste den Blonden nochmals sanft auf die Lippen, ehe sie sich trennten.

„Danke, Harry“, zwinkerte Blaise ihm zu, Harry hob zum Gruß die Hand. „Keine Ursache.“

Als Harry einige Schritte machte, hörte er in seinem Rücken zwei Stimmen:

Blaische? Der Typ isch echt nett! Richtig schüsch! Heischt auch Harry! Kann gut küschen, hat weische Lippen. Und er schieht Poscha scho ähnlich!
Ja, ja, Draco, ich weiß. Komm, gehen wir schlafen.
Hascht du auch die Schterne geschehen?
Die sehe ich jede Nacht.
Oh! Wiescho? Hat dir jemand jede Nascht ´nen Beschen über die Birne getschogen? Deschhalb die Schterne? Gut, ich bin hundemüde.
Hm, kann ich mir denken. Und nein, Draco, ich sehe einfach nur in den Himmel. Niemand hat mir einen Besen übergezogen.
Wenn ich jetscht in den Himmel schehe, flieg ich um.
Ich weiß, Draco, ich weiß. Nun komm schon.

Harry grinste, apparierte nach Hause und fasste einen Plan, den er morgen in die Tat umsetzen wollte.

°°°°

Kevin schmollte, denn Harry wollte ihm partout nichts verraten. Vor sich hin maulend saß er am nächsten Morgen in der Küche am Stuhl vor dem Tisch und überlegte, was er tun sollte. Also beschloss er, Harry auf leisen Sohlen nach zu spionieren, immerhin war er neugierig, denn Harry hatte doch etwas vor! Schnell brachte er die Stufen hinter sich…

Der Auror saß seit den Morgenstunden, noch vor seinem Antritt zur Arbeit, in seinem Zimmer und versuchte, etwas Anständiges zu Papier zu bringen. Immer wieder fing er neu zu schreiben an, aber er fand einfach nicht die richtigen Worte! Das nächste zur Kugel geformte Pergament flog über seine Schulter. Es war zum verrückt werden! Vor lauter Nachdenken merkte er nicht, dass Kevin plötzlich hinter ihm stand – dieser hatte sich leise ins Zimmer geschlichen. Allerdings fragte sich der damalige Ravenclaw, wie Harry es schaffte, nach nur drei Stunden Schlaf schon so fit zu sein! Vorsichtig lugte er über die Schulter seines Freundes, las die Zeilen und grinste.

„Der ist gut!“, rief er aus, Harry fuhr zusammen.

„Kevin! Gib das her!“, blaffte er zurück, denn sein Hausgenosse entriss ihm das Pergament und band es schnell an das Bein seiner Eule. Sie und Hedwig saßen in letzter Zeit gemeinsam auf einer Stange – Hedwig war eingeschnappt. Das Fenster stand offen, Kevins Eule flog los und Harry sprang ins Leere. Hedwig drehte ihren Kopf demonstrativ zur Seite – sie wäre auch so gerne geflogen! Hallo? Ihr war in diesem Moment scheißegal, ob ihr Herrchen am Boden lag, oder nicht. Mühsam rappelte Harry sich auf und sah der Eule fassungslos hinterher.

„Nein!“, klatschte sich Harry die Hand auf die Stirn, Kevin gluckste.  

„Doch, Harry! Dieser Brief ist super! Glaube mir! Außerdem: Wie lange willst du noch neue Versuche starten? Schau mal auf den Boden!“, lachte der Arzt, Harrys Blick glitt darüber. Auf diesem befanden sich lauter Papierkugeln, Harry wurde rot.

„Aber…“

„Nichts, aber, es wird schon klappen“, meinte Kevin leise, schritt auf Harry zu und legte ihm die Hand auf die Schulter.

„Er wird dir nicht mehr widerstehen können“, lächelte er milde, Harry seufzte.

„Hoffentlich.“ Unsicher ließ Harry seine Schultern hängen.

°°°°

Draco Malfoy war mehr als nervös, denn er hatte heute Morgen einen Brief bekommen, der ihm unter die Haut ging. Inzwischen war er wieder nüchtern, dank eines sehr guten Zaubertranks. Der Schreiber erzählte nicht viel von sich, aber das was er geschrieben hatte, klang logisch und auch nicht aufdringlich. Eher mehr als sympathisch. Er entschuldigte sich dafür, dass er erst so spät auf die Anzeige reagierte, aber er hätte sie nicht früher entdeckt. Und da er an einem Treffen und einer netten Unterhaltung interessiert wäre, wollte er sich noch heute Abend mit ihm treffen! Und wenn er, Draco, auch Interesse hätte, sollte er heute Abend um 20 Uhr im besagten Restaurant erscheinen. Der Schreiber würde dort einen Tisch für heute Abend reservieren und ihn auf der Terrasse erwarten…

„Guten Abend. Mein Name ist Draco Malfoy, ich werde für 20 Uhr erwartet“, teilte Draco – fein rausgeputzt im Anzug – dem Kellner mit, der ihm zunickte.

„Folgen Sie mir bitte“, sagte dieser höflich und ging voran. Draco wischte sich die feuchten Handflächen an der Hose ab und eilte hinterher. Sein anonymer Schreiber hatte anscheinend Geschmack, denn er lud ihn in ein sehr teures und nobles französisches Restaurant ein. Der Kellner führte ihn auf die Terrasse, die einen absolut traumhaften Ausblick über gesamt London zeigte. Draco war erstaunt und hatte ein gutes Gefühl bei der Sache. Warmer Sommerwind umwehte seine Nase, der Duft von Rosen umwehte sie.  

„Dieser `err erwartet Sie“, zeigte der Kellner im gebrochenen Englisch auf einen anderen Mann, Draco lächelte ein wenig.

„Danke!“

Der Blonde steuerte auf den Tisch zu, erspähte die sitzende Person nur von hinten. Anscheinend war dieser junge Mann genauso fasziniert von dem Ausblick, wie er selber. Mit weichen Knien kam Draco näher, er räusperte sich. Der Mann vor ihm trug auch einen schwarzen Anzug und was Draco bisher erhaschen konnte, gefiel ihm. Und jetzt drehte er sich zu ihm!

Dracos Lächeln verschwand schlagartig, seine Augen wurden groß. Eine Welt brach für ihn zusammen. Starr stand er an Ort und Stelle, denn niemand anderer als Harry Potter stand auf und kam langsam auf ihn zu. Und er lächelte! Draco war sauer, wollte bereits eine bissige Antwort geben, doch Harry…

„Hallo! Ich bin Harry Potter und du bist?“, fragte er leise und streckte ihm die Hand entgegen.

„Hast du einen Knall, Potter? Was soll der Scheiß! Willst du mich noch einmal verarschen, oder...“, regte sich Draco leise auf, aber Harry…

„Ähm… Mein Name ist Harry Potter und wie heißt du?“, sagte er mit Nachdruck und ein wenig angespannt. Draco war sprachlos, zog die Stirn kraus und hob seinen Arm an. Sanft strich er Harry eine Strähne aus der Stirn, vergewisserte sich, dass er die berühmte Narbe trug. Tatsächlich…

„Ich…“ Draco überlegte. War das nur ein Spiel? Sollte er mitspielen? Wieso verhielt sich Potter so eigenartig? Was hatte er vor?

„Ich bin Draco Malfoy, hallo“, sagte er leise und schlug ein. In Harrys Augen trat ein Leuchten, welches Draco noch nicht kannte. Freute sich Potter wirklich? Und wieso kribbelte seine Hand so stark?

„Angenehm! Draco? Setzen wir uns?“ Harry war ganz Gentleman, mit einer ausladenden Handbewegung deutete er auf Dracos Platz. Der ehemalige Slytherin wunderte sich darüber. Schweigend nahm der Blonde Platz und musterte sein Gegenüber. Kurz schwiegen sie sich an, Harrys Wangen zierte eine leichte Röte. Draco war mehr als gespannt, so wartete er einfach ab.

„Was willst du essen? Ich habe dieses Muggelrestaurant erst vor kurzem entdeckt und wollte es unbedingt testen. Magst du Weißwein?“ Draco war noch immer baff, nickte. Auf einen Wink seitens Harrys, kam der Keller zu ihrem Tisch und sah beide etwas eingebildet an.

„`aben die `erren entschieden?“, fragte er, Harry räusperte sich. Er bestellte die beste Flasche des Hauses, Draco riss die Augen auf. Wow, Potter ging in die Vollen!

„S´er wohl, die `erren“, verbeugte er sich und verschwand. Dracos Augen lagen noch immer musternd auf Harrys Gesicht, dieser schien ein wenig nervös zu sein.

„Weißt du, Draco, ich schaffe es gerade noch die Weinkarte zu lesen, aber bei der Speisekarte muss ich passen. So gut ist mein Französisch nicht. Könntest du mir dabei helfen? Bitte?“ Draco klappte der Mund auf, verstört griff er nach der Karte und sah sie sich durch. Verdammt, auf welchem Planeten befand er sich gerade?

„Ähm… ja. Ich übersetze es einfach für dich“, nuschelte der Blonde, sah skeptisch zu Harry. Dieser nickte wie wild und beugte sich leicht vor. Ein Hauch Aftershave stieg Draco in die Nase, sein Herz polterte in der Brust. Er wusste noch immer nicht, was Potter damit bezweckte, aber er spielte gerne mit. Endlich begann er zu übersetzen, Harry nickte ab und zu.

„Menü zehn klingt gut, oder, Draco?“, hauchte Harry leise mit roten Wangen, verlegen sah er nun auf den Tisch. Draco lächelte ein wenig spöttisch, schnaubte - er musterte Harrys Erscheinung. Was auch immer der ehemalige Gryffindor vorhatte, er schauspielerte perfekt!

„Ja, Harry, aber dieses Menü ist für zwei Personen. Hast du so einen großen Hunger?“, schnarrte der Blonde kühl, Harry lächelte schüchtern.

„Na ja, ich dachte mir, dass wir dieses Menü gemeinsam…“ Harry unterbrach sich, spielte mit seinen Fingern, Draco entspannte sich langsam.

„Außer du willst nicht…“, haspelte Harry weiter, Draco lachte trocken und leise auf.

„Doch, schon in Ordnung, Harry. Bestellen wir es“, vermittelte er kühl. Seine Augen lagen noch immer wachsam auf dessen Gesicht. Die Röte auf Harrys Wangen steigerte sich, Draco zog eine Augenbraue hoch. Merlin! Potter konnte so verflucht niedlich sein! Und… sexy… Der Anzug stand ihm…

„I´re Bestellung bitte“, zückte der Kellner Block und Stift, Draco gab den Essenswunsch weiter. Er unterhielt sich mit dem Kellern auf Französisch und Harry kam es vor, als würde Draco diese Sprache schon immer perfekt beherrschen. Der Kellner lächelte jetzt und nickte beeindruckt. Dankend und mit tiefer Verbeugung, nahm er die Speisekarte wieder entgegen und verließ den Tisch. Anscheinend hatte es ihm imponiert, dass die beiden Herren das teuerste Menü gewählt hatten.

„Also, Po- Harry? Was soll das Ganze?“ Draco lehnte sich zurück und brachte seine Fingerspitzen zueinander, die Zeigefinger berührten dabei seinen Mund. Harry räusperte sich und bevor er antworten konnte, kam der Kellner ein weiteres Mal und brachte ihnen den bestellten Wein. Dann verschwand er.

„Ich bin Harry und du Draco. Nachnamen zählen nicht. Wir kennen uns nicht und ich will dich einfach kennen lernen. Das ist alles. Kein Spiel, keine Falle, einfach ein Neuanfang.“ Harry klang ernst, er hielt dem Blick Dracos stand. Und der Blonde musste zugeben, dass ihm dieses Verhalten imponierte.

„In Ordnung“, murmelte Draco leise, die Hände legte er locker auf den Tisch.

„Was willst du wissen?“, fragte er weiter, die Stimmung war noch immer ein wenig angespannt.

„Alles. Ich will alles über dich erfahren. Oder wenigstens so viel, wie du mir erzählen willst“, antwortete Harry leise, Draco sah ihn überrascht an.

„Es ist wirklich dein Ernst, oder?“, informierte er sich, Harry nickte.

„Ja, so ist es“, ließ er ihn wissen. In Dracos Augen trat ein Funkeln, welches Harry beeindruckte und faszinierte. Und so fing Draco zu erzählen an. Die Worte verließen einfach so seinen Mund, ohne, dass er etwas dagegen hätte unternehmen können. Harry hörte aufmerksam zu, nickte ab und zu oder sah ihn teilweise mitfühlend an. Er fühlte mit Draco mit, wenn dieser von schweren Zeiten erzählte. Und der Blonde gestand sich ein, dass es ihm leicht fiel, Harry Potter sein Leben zu offenbaren. Als er endete, stand bereits ihre Speise auf einem großen, ovalen Untersetzer zwischen ihnen, die Teller wurden gerade aufgelegt.

„Ich mag keine Erbsen“, flüsterte Harry Draco leise zu, er sah ihn entschuldigend und mit großen Augen an. Draco lachte leise los und beugte sich ebenso vor.

„Und ich mag keine Karotten.“

„Hm, aber ich“, flüsterte Harry wieder, Dracos Funkeln in den Augen nahm zu. Ein Hauch eines Lächelns umspielte seine vollen Lippen.

„Dann nehme ich alle Erbsen und du die Karotten, einverstanden?“ Harry nickte dazu, lächelte charmant, Dracos Herz stolperte.

„Einverstanden“, wisperte der Schwarzhaarige. Sie hatten sich eine gemischte Platte bestellt, die aus verschiedenen Fleisch- und Fischgerichten, sowie Gemüse und Reis bestand. Hungrig griffen sie zu, packten vieles auf ihre Teller und fingen zu essen an. Draco schluckte den Bissen hinunter und sah zu Harry.

„Erzähl mir etwas von dir. Alles, wenn’s geht.“ Er prostete Harry zu und nippte an seinem Wein.

„Du bischt wirklich an meinem Leben interesschiert?“, kaute Harry ungläubig, Draco nickte und schob sich die nächste, vollbeladene Gabel in den Mund.

„Okay“, Harry lächelte wieder. Und während sie aßen und dazwischen von dem Wein kosteten, erzählte Harry ihm alles. Von seinen Verwandten, bis zu den Momenten, die sie beide kannten. Auch, wie er ihre Streitereien beurteilt, wie er sich dabei gefühlt hatte. Draco staunte nicht schlecht, war er sich doch sicher gewesen, den damaligen Gryffindor niemals von seinem sicheren Podest der Selbstsicherheit stürzen zu können. Und nun erfuhr er, dass auch Harry einfach nur ein Mensch mit Herz war und ebenso, wie sehr ihn die Beschimpfungen damals verletzt hatten. Sie erkannten beide, dass sie damals viele Fehler begangen hatten und beschlossen, neu anzufangen.

„Wow, es schmeckte fantastisch!“, lachte Draco entspannt auf, als der Kellner abräumte und Harry ebenso mit dem Essen fertig war.

„Ja, das tat es. Aber weißt du, was ich noch besser finde?“ Auch Harrys Augen funkelten und Dracos Herz setzte abermals einen Schlag aus.

„Was denn?“

„Dass wir uns endlich einmal näher kennen lernen, uns nett unterhalten. Und besonders, dass ich mit dir unser Menü geteilt habe, wir diesen wundervollen Wein trinken. Das Ambiente ist einfach traumhaft und die Aussicht verschlägt einem die Sprache. Alles zusammen: Das Essen, der Wein, du, unsere Gespräche – das alles ist wunderbar. Anders würde ich es nicht haben wollen.“

Harry sah ihm lange in die Augen, er hatte das Gefühl, dass seine Worte Draco tief berührten. Er konnte etwas in Dracos Augen lesen, was er niemals zuvor darin gesehen hatte. Und er liebte diesen Anblick, er fühlte sich zu dem schönen Blonden mehr als hingezogen. Draco lächelte – ehrlich, erleichtert.

„Danke, Harry. Das war nett gesagt. Es…“ Draco schüttelte den Kopf, konnte nicht glauben, was er da eben von Harry hörte und lachte immer wieder erstaunt auf.

„Niemals hätte ich gedacht, dass dieser Abend je kommen würde. Ich fühle mich geehrt, mit dem großen Harry Potter ein Date zu haben. Dieses wunderschöne Restaurant besitzt Flair, muss ich gestehen, ist ganz nach meinem Geschmack. Du siehst heute blendend aus, verhältst dich wie ein Gentleman. Und das alles nur wegen mir? Einem Malfoy? Nicht zu fassen… Aber weißt du, was mir an unserem Date noch mehr gefällt?“, Draco lächelte verschmitzt und Harry sah ihn gebannt an.

„Dass ich endlich den wahren Harry Potter kennen gelernt habe, nicht den Helden. Einfach nur den Harry. Und das gefällt mir, gefällt mir sehr gut“, schnurrte er zum Schluss, er flirtete sogar mit ihm! Harrys Wangen brannten, verlegen sah er zu Tisch. Ein schüchternes Lächeln umspielte seine Lippen, Dracos charmantes Lächeln wurde breiter.

„Bei Salazar. Wie habe ich diesen Harry vermisst. Endlich habe ich dich wieder gefunden und besser kennen gelernt“, raunte er weiter, Harry biss sich auf die Lippen. Und als er aufsah, versank er in den sturmgrauen Seen, verlor sich darin. Draco schnippte mit dem Finger, der Kellner kam angewieselt. Draco deutete ihm an, sich zu ihm zu beugen, er flüsterte ihm etwas ins Ohr. Der Kellner schmunzelte, ließ seine Augen kurz über Harry wandern und lächelte. Schon verschwand er.

„Was wolltest du denn von ihm?“, traute sich Harry zu fragen, Draco lachte heiser auf. Das Funkeln in seinen Augen wurde lebendiger denn je.

„Warte einfach ab, Harry, ja? Vertraue mir“, flüsterte er ihm zu und beugte sich dabei vor. Harry schoss abermals die Röte in die Wangen, er nickte.

„Ja, ich vertraue dir“, wisperte er leise, der Kellner erschien wieder. Harry riss die Augen auf und starrte auf die rote Rose, die Draco ihm abnahm und Harry überreichte. Der Kellner hüstelte und verschwand wieder, während Harry mit zittriger Hand die Rose entgegen nahm.

„F- Für mich?“, blinzelte er, Draco lächelte umwerfend. Kurz zog er die Unterlippe zwischen den Zähnen ein, er nickte.

„Eine schöne Rose für einen schönen Mann“, sagte er leise, Harrys Herz setzte aus. In diesem Moment strahlte Harry mehr denn je und wurde vor Freude abermals rot im Gesicht.

„Danke“, nuschelte er gerührt, Draco fand sein Verhalten einfach nur niedlich. Ja, Harry Potter war in der Tat ein sehr schöner Mann und er kramte all seinen Charme hervor, um bei ihm punkten zu können.

„Stoßen wir an?“ Draco erhob sein Weinglas, Harry tat es ihm gleich. Die Gläser klirrten sanft aneinander, die beiden Männer prosteten sich zu.

„Auf eine schöne Zukunft. Und auf unsere neue Freundschaft?“ Draco sah ihn fragend an, Harry nickte eifrig.

„Auf eine gemeinsame Zukunft, Draco. Und auf unsere neue Freundschaft“, erwiderte er atemlos, beide nahmen einen Schluck. Draco stellte das Glas ab, während Harry die Augen schloss und die Nase in die Blüte der Rose steckte. Draco gefiel dieser Anblick, er hatte schon längst einen Narren an Harry gefressen! Dieser Mann war einfach unglaublich! Als sie die Gläser geleert hatten, bezahlte Harry, ohne mit der Wimper zu zucken. Draco wollte zwar protestieren, doch Harry wies ihn einfach ab. Er entgegnete, dass er heute dran war, Draco einzuladen, und dass es ihm eine Ehre sei. Beim nächsten Mal dürfte Draco sich das Lokal aussuchen und zahlen.

„Du willst noch ein zweites Date?“, hauchte Draco erfreut, er und Harry standen gerade auf.

„Ja“, erwiderte Harry leise, sah Draco fest in die Augen. Der Blonde bekam kein Wort heraus, doch seine Augen sprachen Bände. Harry zwinkerte, nahm die Rose vom Tisch und hakte sich in Dracos dargebotenen Arm ein. Beide stolzierten aus dem Lokal und als sie spazieren gingen, unterhielten sie sich weiterhin über Gott und die Welt. Natürlich wurde auch – so unpassend es war – der Vorfall im Babylon angesprochen, jedoch mit einer Sanftheit und ohne Druck zu vermitteln. Harry erzählte stockend, wie es dazu gekommen war und wieso er so gehandelt hatte. Draco nickte immerzu und entschuldigte sich auch seinerseits, in der Schule so einen Eindruck hinterlassen zu haben. Das Thema war somit vom Tisch und beiden ging es leichter. Die Sommernacht war schön warm, Grillen zirpten und gemeinsam spazierten sie durch Muggellondon.

„Harry? Darf ich dich nach Hause begleiten?“, fragte Draco ein wenig nervös.

„Gerne. Es würde mich sogar sehr freuen.“

„Gut, dann weiß ich endlich, wo du wohnst“, raunte Draco, Harry wurde verlegen. Der Blonde nahm Harrys Hand sanft in seine und schritt mit ihm stolz voran. Eine Stunde später standen sie vor dem Gartentor zu Harrys Haus – es brannte kein Licht.

„Ich schätze, dass Kevin bei Blaise ist“, kratzte sich Harry am Kopf, Draco stöhnte auf.

„Gut, dann werde ich mir beim Nachhause gehen Zeit lassen und nicht apparieren. Hauptsache sie haben ihren Spaß, Blaise fährt schon seit Jahren auf Kevin Leary ab“, schnarrte er, Harry lachte los.

„Na dann haben sich ja zwei gefunden!“, schüttelte er amüsiert den Kopf, Draco kam näher. Ziemlich dicht vor ihm kam er zum Stehen und sah leicht auf Harry hinab.

„Ähm…“, druckste Draco herum, „Jetzt heißt es Abschied nehmen. Aber nur für heute.“

„Hm, das ist richtig“, stimmte Harry ihm leise zu. Beide sahen in eine andere Richtung, wussten nicht, wie sie sich nun verhalten sollten. Wie verliebte Teenager standen sie voreinander und wussten nicht, was sie tun sollten.

„Na dann, gute Nacht Harry“, richtete Draco seine Aufmerksamkeit auf sein Gegenüber, „Danke für den wunderschönen Abend. Ich habe ihn sehr genossen.“ Harry wirkte ebenso nervös, lächelte leicht.

„Ja, das fand ich auch. Gute Nacht Draco. Wir sehen uns ja wieder, denke ich.“

„Das würde mich freuen“, erwiderte der Blonde beschwingt. Beide starrten sich an, eine stumme Frage stand zwischen ihnen.

„Ich… Ich werde dann gehen“, murmelte Harry leise und wandte sich, mit kurzem Blick zu ihm, ab. Plötzlich fühlte er einen zarten Griff an seinem Handgelenk, schwungvoll wurde er in Dracos Arme gezogen. Harry sagte kein Wort, sah erwartungsvoll in Dracos ernstes Gesicht. Dieser musterte Harrys Lippen, neigte den Kopf und kam mit den seinen immer näher. Harry schloss erwartungsvoll die Augen, öffnete leicht den Mund und wartete ab.

Und endlich spürte er die Kusspolster seines neuen Freundes, zart und tastend. Hauchzarte Küsse wurden ausgetauscht, Harry drückte sich näher an Draco heran und schlang seine Arme um ihn. Draco seufzte leise, liebkoste die süßen Lippen seines Freundes sanft und zärtlich. Mit Herzklopfen öffnete er seine Lippen, seine Zunge kam zum Einsatz. Zögerlich bat er um Einlass, der ihm sofort gewährt wurde. Beide neigten den Kopf, damit sie den Kuss intensivieren konnten.

Harry stöhnte auf, als Dracos Zunge durch seine Zähne hindurch schlüpfte und die seine anstieß. Zuerst blieb der Kuss zärtlich, beide fingen zu zittern an. Draco schob seine Hand in Harrys Schopf und vertiefte den Kuss. Elektrisierende Blitze zischten durch seinen Körper, als er Harry tiefer küsste. Ja, so musste sich ein Kuss anfühlen! Lustvoll stöhnte er auf, presste Harry näher an sich. Sie wussten nicht, wie lange der Kuss dauerte, aber sie wünschten sich, dass er ewig dauern würde…

°°°°

Der Mond schien sanft durch das Fenster, erhellte somit spärlich das Zimmer. Man konnte zwei Silhouetten ausmachen, die sich auf dem Bett abzeichneten. Einen junger Mann befand sich in der Bankstellung, wurde sanft vor und zurückgeschaukelt. Der Mund stand ihm offen, sagenhaftes Stöhnen verließ diesen. Die Augen hatte er geschlossen und die Haare fielen ihm in die Stirn, da er seinen Kopf hängen ließ. Langsam kam dieser in die Höhe, ein Lustschrei entkam ihm.

Der Arm der anderen Person wurde ausgestreckt, streichelte zärtlich über den verschwitzten und durchgebogenen Rücken des Geliebten, während er sanft zustieß und sich bis zum Anschlag versenkte. Die zweite Hand lag auf den sündigen Hüften, hielt sie fest und zog diese im Einklang des Taktes zu sich. Ein Zischen drang aus dessen Mund, der Kopf lag im Nacken.

„Hölle, du fühlst dich so gut an!“, stöhnte Blaise leise, der sich immer wieder fest in seinem Freund versenkte. Kevin schrie abermals auf, er krallte seine Hände ins Laken.

„Quäle mich nicht so! Schneller!“, rief Kevin mit dunkler Stimme aus, Blaise fing zu knurren an. Die Stimmung wechselte von zärtlich auf leidenschaftlich. Mit beiden Händen fasste er Kevins Hüften fester und stieß härter zu. Haut klatschte an Haut, mit jedem Stoß stöhnte er tief auf. Er glaubte zu verbrennen, denn diese Enge brachte ihn um den Verstand! Bei Merlin, wie lange hatte er davon geträumt, den Mann seiner Träume in Wirklichkeit vernaschen zu können?

„Fester!“, überschlug sich Kevins Stimme, mit einem Ruck richtete er sich auf. Seine Arme schnellten nach hinten, umschlangen Blaise’ Genick. Der ehemalige Slytherin schlang ebenso seine Arme um Kevins Taille und stieß immer wilder zu. Zuerst hörte man Keuchen, gefolgt von tiefem Stöhnen. Dieses artete in laute Lustschreie aus, vorwiegend von einem sich gehen lassenden Kevin. Dieser spürte Blaise’ mächtige Stöße sehr intensiv. Dessen pulsierendes Fleisch schob sich gleitend immer und immer wieder in ihn, berührte Lustzentren, von denen Kevin noch nicht einmal zu träumen gewagt hatte. Ständig explodierten seine Lenden, schickten elektrisierende Stromwellen los. Blaise’ Stöße wurden noch fester, er küsste heiß Kevins Hals.

„Oh Blaise! Ja!“ Blaise´ Kopf ruhte auf Kevins Schulter, der ehemalige Ravenclaw fühlte sich schwindlig. Spürte nur noch die sagenhaften Stöße und ließ sich in den Himmel katapultieren. Sein Glied zuckte immer wieder, war prall und stand wundervoll aufrecht. Es wippte immerzu, ganz besonders, wenn Blaise seine Lustpunkte traf. Doch als sich eine reibende Hand darauf legte und im Einklang der Stöße auf und abfuhr, konnte sich Kevin einfach nicht mehr halten. Er hatte das Gefühl, dass sich alles in ihm zusammenzog, danach mit gewaltvoller Macht explodierte. Mit einem gewaltigen Schrei entlud er sich in Blaise Hand, während er ihn einengte.

„Oh Kevin!“, schrie Blaise auf, die Welle des Orgasmus riss ihn mit. So leidenschaftlich war er noch nie gekommen, denn er schrie seine Lust nur so hinaus. Beide schwebten auf Wolke sieben, kamen langsam zu sich und öffneten die Augen. Ihre Münder standen offen, sie keuchten. Erschöpft glitten sie, noch immer miteinander vereint, auf das Bett zurück und hielten sich fest im Arm.

°°°°

Draco stand noch an Ort und Stelle, sah Harry nach, wie er den Gartenweg entlangging und die Türe öffnete. Bevor er ins Haus trat, warf er Draco noch einen verliebten Blick zu, schenkte ihm ein sanftes Lächeln. Und dann schloss sich die Türe, Draco grinste. Beschwingt machte er sich auf den Weg nach Hause und während er ging, musste er ab und zu einen freudigen Hopser machen. Sein Grinsen wurde immer breiter, er war rundherum glücklich! Als er endlich bei seinem Haus ankam – eigentlich war es jenes von Blaise – blieb er davor stehen und legte den Kopf schief.

Direkt vor der Türe standen Kevin und Blaise, sie küssten sich innig und zärtlich. Draco erkannte die Liebe der beiden, die sich hinter ihren Streicheleinheiten verbargen. Er seufzte selig, denn endlich hatte Blaise sich seinen Kevin geangelt. Er sah dabei zu, wie sich die beiden voneinander lösten, ihre Stirn gegeneinander lehnten. Lippen bewegten sich, doch Draco konnte sie nicht verstehen. Ein letzter, sanfter Kuss folgte, dann kam Kevin auf ihn zu.

„Draco!“, rief er aus, der Blonde lächelte ihn ehrlich an.

„Na? Heiße Nacht verbracht?“, zwinkerte er, Kevin wurde rot im Gesicht.

„Ja!“ lachte er auf, Draco schnaubte.

„Na was sonst.“

„Und wie lief es mit dir und Harry?“, klimperte er mit den Augen. Draco wollte vormals beleidigt sein, aber dann wurde ihm klar, dass Kevin genauso viel über Harry wusste, wie Blaise über ihn.

„Es lief einfach traumhaft“, gab er verträumt von sich, Kevins Augen blitzten auf. Langsam schritt er zu ihm heran, blieb kurz neben ihm stehen.

„Du bist bis über beide Ohren in Harry verliebt, man sieht es dir an“, hauchte er leise, Draco wurde rot um die Nase – er grinste schief. Kevin gefiel diese Art von Antwort, schlug ihm auf die Schulter und verschwand. Draco richtete seine Augen wieder nach vorne, Blaise eilte auf ihn zu.

„Dray! Du musst mir alles erzählen!“, rief er aus – und ja, sie würden sich verdammt viel zu erzählen haben!

°°°°

Und während sie dies taten, berichtete Harry Kevin, wie wundervoll sein Abend verlaufen war. Stolz zeigte er die Rose her und kicherte wie ein verliebtes Schulmädchen. Kevin seufzte glücklich und bemerkte das unglaubliche Strahlen in Harrys Augen. Verdammt – zu Harry passte dieses Strahlen! Wusste er eigentlich, wie unglaublich er damit aussah? Endlich war er wieder glücklich verliebt! Und wie er das war!

°°°°

Blaise und Kevin konnten sich nicht auf die Arbeit konzentrieren, Draco und Harry ebenfalls nicht. Sie alle hingen an der letzten Nacht fest und lächelten selig vor sich hin. Draco musste es ziemlich erwischt haben, denn er zog am heutigen Tag nicht einmal annähernd Punkte ab. Er gab sogar gute Tipps, verlangte aber Besserung. Die Schüler waren erstaunt, aber sie waren glücklich – beinahe so wie Draco selbst.

Der Abend brach an und Draco rannte wie ein aufgescheuchtes Huhn im Wohnzimmer auf und ab. Er wusste nicht, ob er Harry anrufen oder eulen sollte, er wollte ihn unbedingt sehen! Blaise pfiff vor sich hin, denn er und Kevin hatten sich schon ausgemacht, dass sie sich heute im Babylon treffen wollten.

„Komm doch einfach mit? Vielleicht ist Harry auch dort?“, zwinkerte er ihm zu, Draco stöhnte auf.

„Ich weiß nicht, ich weiß nicht. Ich bin so durcheinander! Mann, so aufgeregt war ich schon lange nicht mehr! Und wehe, Harry flirtet mit diesem Justin, dann…“

„Draco?“ Der Blonde blieb stehen, sah hoch – direkt in Blaise ernstes Gesicht. Sie standen einige Meter voreinander entfernt.

„Dir ist aber schon klar, dass der nette und junge Mann von damals, der dich nachts heimbrachte, Harry Potter persönlich war?“ Zuerst verstand Draco nicht, aber nach und nach realisierte er es. In seinem lädierten Zustand hatte er dem ihm fremden Mann alles erzählt! All seine Gedanken und Kummer! Danach – noch vor dem Einschlafen – hatte er es Blaise nochmals erzählt. Dieser berichtete einem sich nicht mehr daran erinnernden Draco am nächsten Tag über einen gestrigen, stockbesoffenen Draco und dessen Erlebnisse.

„Draco? DRACO!“ Blaise stürzte auf ihn zu, als Draco die Augen verdreht und zu Boden glitt. Blaise kam neben ihm auf die Knie, der Blonde war sofort wieder bei sich. Er stöhnte, fing zu wimmern an und wollte sich am liebsten verkriechen.

„Oh verdammt! Scheiße, das ist peinlich!“, keifte er los, Blaise fing zu lachen an.

„Im Gegenteil, Draco. Du hast Harry damit mehr beeindruckt, als du denkst. Alleine der besorgte und bewundernde Ausdruck in seinen Augen, als er dich bei mir ablieferte, sprach Bände. Er ließ sich von dir, und vor meinen Augen, einfach so küssen und genoss es! Wahrscheinlich war gerade diese Nacht notwendig, Harry zu der gestrigen Einladung zu bewegen. Und ich fand das süß von ihm. Und die Rose von dir war ebenso niedlich. Also: Komm hoch, denke nicht darüber nach und bewege deinen süßen Po ins Badezimmer. In einer Stunde will ich los.“

Draco fühlte sich noch immer wie vom Hammer getroffen, torkelte ins Bad und steckte seinen Kopf ins Waschbecken.

„Und ertränke dich nicht, Draco!“, hörte er von draußen rufen, er maulte das Waschbecken an. Mit knallroten Wangen ging er duschen und hoffte mit klopfendem Herzen, dass er Harry im Babylon antreffen würde!

°°°°

Endlich kamen sie an! Dracos Herz klopfte bis zur Brust, er sah sich sofort um und ließ seinem Blick über die tanzende Menge schweifen. Abermals zuckten die künstlichen Blitze, roboterhafte Bewegungen beeindruckten Draco immer wieder.

„Suchen wir sie!“, rief Blaise gegen die laute Musik an, Draco nickte. So zwängten sie sich durch die Menge, passierten den Käfig - in dem ein weiterer, junger Mann tanzte – und erreichten die Bar.

„Da ist er!“ Draco hatte sich umgedreht und nochmals alles abgesucht. Er konnte Harry bei der Bühne ausmachen, die teilweise im Dunkeln lag. Harry unterhielt sich gerade mit jemandem und das mit Händen und Füßen. Als die Unterhaltung beendet war, küssten sie sich auf die Wangen und trennten sich. Draco runzelte die Stirn, Kevin kam auf sie zu.

„Hallo Babe“, raune er Blaise zu und küsste ihn heftig auf den Mund. Blaise umschlang ihn mit seinen Armen und stöhnte tief auf, als Kevins Zunge stürmisch seinen Mund eroberte. Endlich lösten sie den Kuss, Draco starrte noch immer zu Harry, Richtung Bühne.

„Draco? Blaise? Kommt mit, ich möchte euch etwas zeigen“, zwinkerte Kevin ihnen zu, beide sahen ihn verdutzt an. Kevin ging voraus, die ehemaligen Slytherins folgten brav. Die Menge teilte sich, auf einmal wurde es stockdunkel. Die drei blieben stehen und Draco fragte sich was dies sollte. Plötzlich ging ein Scheinwerfer an, nahm Kurs direkt auf die Bühne. Draco keuchte auf, als er Harry darauf ausmachen konnte, der direkt neben einer Stange stand. Er hatte sich anscheinend umgezogen, denn nun trug er eine braune Lederhose und eine farblich abgestimmte Lederweste. Sie verdeckte nicht viel vom ansonsten nackten Oberkörper. Auf seinem Kopf saß ein Cowboyhut, Draco sabberte. Ein zweiter Scheinwerfer ging an, ein stark geschminkter Mann in Frauenkleidung und Perücke bat um Ruhe.

„Meine Süßen? Dieser Sonnyboy möchte einen heißen Tanz aufs Packet legen. Allerdings ist der nicht für euch, sondern für einen ganz besonderen Schnuckel: Draco Malfoy!“

Die Menge tobte, Draco stand im Scheinwerferlicht. Die Männer klatschten, johlten auf und Draco stand noch immer starr an Ort und Stelle. Die hellen Scheinwerfer gingen aus, wurden durch weicheres Licht ersetzt. Musik setzte ein und Harry fing an sich zu bewegen. Langsam drehte er sich im Kreis, bewegte dabei sündig seine Hüften. Die Menge fing zu pfeifen an, sie klatschten, feuerten ihn an und die Musik wurde immer lauter. Dann drehte sich Harry um, lehnte sich mit dem Rücken an der Stange an und rutschte sie rauf und runter. Dabei ließ er immer wieder seine Hüften sprechen, drückte sich mit dem Po der Stange entgegen und stöhnte sündig auf.

Dracos Knie wurden weich, seine Lenden fingen zu kribbeln an. Sein Mund stand weit offen, er sabberte. Kevin und Blaise schrieen sich die Seele aus dem Leib, auch Emmett kam hinzu, zerrte seine Freunde mit sich. Justin pfiff und Brian grinste nur. Harry drehte sich ein weiteres Mal um, sein Gesicht wurde zur Hälfte von dem Hut verdeckt. Man erkannte nur einen Teil der Nase und den unglaublichen Mund, der sich zu einem Lächeln verzog. Dann fing er an, sich um die Stange herum zu bewegen. Immer wieder stieß sein Becken nach vorne, so als wolle er die Stange anheizen. Seine Zunge kam hervor, leckte an der Stange und Draco ging beinahe einer ab. Harry tanzte sündig weiter, ging in die Knie und kam hüftschwingend wieder hoch.

Immer wieder hielt er sich an der Stange an, aber dann ließ er sie los. Ein weiteres Mal wandte er der johlenden und pfeifenden Menge den Rücken zu, ehe er mit seinen Schultern kreiste und somit sein Westchen loswurde. Dracos Kinnlade glitt zu Boden, er hatte nur Augen für Harry! Dieser tanzte nun mit nacktem Oberkörper weiter. Die eine Hand umfasste wieder die Stange, die andere nestelte an seinem Hosenverschluss herum. Draco wurde unsäglich heiß, er schwitzte. Der Hosenstall öffnete sich, die Hose glitt zu seinen Füßen. Mit einem Tritt beförderte er sie ins Abseits, tanzte in eng anliegender Boxershorts weiter. Und obwohl der Ex-Gryffindor nicht erregt war, bemerkte Draco die unglaubliche Länge, die sich darunter abzeichnete. Allerdings nicht nur er, auch die anderen Männer – und das gefiel Draco nicht besonders.

Harry griff nun mit beiden Händen zur Stange, sprang ab und drehte sich im Flug zwei Mal sie. Die Menge johlte, als Harry wieder auf den Beinen stand und den Hut in die Menge warf. Mit einem Grinsen verbeugte er sich tief, dann sah er direkt zu Draco. Dieser konnte einfach nicht mehr stillstehen, steuerte auf Harry zu. Der Schwarzhaarige lachte auf, streckte seine Arme aus und ließ sich fallen. Draco fing ihn auf, drückte ihn an sich und wirbelte ihn im Kreis umher. Danach setzte er Harry wieder ab, zog seinen Zauberstab und schwenkte ihn. Harry hatte wieder seine normale Kleidung an und niemand wunderte sich darüber, dass Draco zaubern konnte. Doch, einer – der Barkeeper, der kalkweiß im Gesicht wurde und eine schnelle Fluchtmöglichkeit suchte.

Harry und Dracos Kopf kamen sich immer näher, bis sich ihre Lippen unter Jubel und Anfeuerungen trafen. Draco stöhnte tief auf, drückte seine Lenden gegen Harrys. Der Auror bemerkte Dracos Erregung und rieb sich an ihm. Ihr Kuss wurde leidenschaftlicher, Lippen schnappten hungrig nacheinander. Schließlich öffneten beide ihre Münder, die Zungen stießen vor. Beide krallten sich an dem jeweils Anderen fest, die anderen wurden einfach ausgeblendet. Draco knurrte erregt in den Mund Harrys, er konnte einfach nicht mehr warten! Sanft löste er sich von den sündigen Lippen, hob Harry hoch und schulterte ihn.

Die Menge tobte noch immer, machte Platz, während Draco mit Harry über den Schultern den Ausgang ansteuerte.

„Nimm ihn richtig durch, Draco! Sonst tu ich es!“, schrie Justin hinterher. Dracos einzige Reaktion bestand nur darin, den rechten Arm hochzuheben und den Mittelfinger sprechen zu lassen. Brian lachte auf, Justin schüttelte amüsiert den Kopf und Emmett seufzte zufrieden. Ted und Blake kuschelten miteinander, während Michael sich an David drängte. Kevin und Blaise grinsten nur und wünschten den beiden gedanklich eine heiße Nacht.

°°°°

Hungrige Hände strichen über den Körper des Anderen, leidenschaftliche Küsse wurden ausgetauscht. Beide konnten es nicht erwarten, waren vor Harrys Haus appariert. Eilig hatte Harry Draco ins Haus gezogen, suchte mit ihm sein Schlafzimmer auf. Da er wusste, dass Kevin heute bei Blaise übernachten wollte, brauchte er sich keine Gedanken zu machen.

Keuchend lösten sie den Kuss, sahen sich voller Leidenschaft in die Augen. Draco konnte sich beinahe nicht mehr zurückhalten, er zitterte am gesamten Leib. Harry tat einige Schritte zurück, zog sich dabei das Shirt aus. Seine Augen hafteten weiterhin auf Dracos Gesicht, während er sich die Hose aufmachte und sie auszog. Dann folgten die Schuhe und die Socken. Zum Schluss hielt er bei seiner Boxer inne, die bereits eine beachtliche Beule aufwies.

„Willst du es wirklich?“, raunte Harry in die laute Stille hinein, Draco nickte wild, war zu keinem Wort fähig. Sein Zittern wurde heftiger, er konnte es einfach nicht mehr kontrollieren. Alles was er wollte war Harry. Egal wie. Er in ihm oder umgekehrt. Er wollte nur mit Harry verschmelzen, ihm zeigen, wie sehr er ihn brauchte. Wie sehr er ihn liebte und sich nach ihm verzehrte. Ja, er hatte sich eingestanden, diesen jungen Mann zu lieben und das schon seit langer Zeit. Wieso wurde es ihm erst jetzt bewusst? Seine Augen weiteten sich, als Harry die Boxer Stück für Stück hinab zog, man schon die feuchte Spitze erkennen konnte. Je näher sie dem Boden kam, umso mehr gab sie Preis. Draco fing zu wimmern an, er stöhnte gequält auf.

Seine Finger pressten sich in die Handballen, seine Hose spannte schmerzvoll. Und nun stand Harry nackt vor ihm, sein hartes und pulsierendes Fleisch wippte vor Erregung. Draco konnte sich einfach nicht mehr beherrschen, zerrte selber an seiner Kleidung und hatte es mehr als eilig. Harry keuchte auf, als er immer mehr Haut sah und als er schlussendlich Dracos Präsenz vor Augen hatte, stöhnte er tief auf. Vor ihm stand ein platinblonder Gott, schöner als je zuvor. Er war groß und schlank gewachsen. Das einzige, was breit war, waren seine Schultern, perfekt passend zu den schmalen Hüften. Wie zwei Magneten, steuerten sie aufeinander zu, rissen sich in die Arme und küssten sich vernichtend. Beide stöhnten laut auf, als sich ihre steifen Glieder aneinander rieben. Dennoch hatten sie Angst, etwas verkehrt zu machen, denn beide hatten keine Erfahrung auf dem Gebiet.

„Bett… Bett!“, nuschelte Harry keuchend an Dracos Lippen, der Blonde nickte und tänzelte mit Harry wild küssend zu diesem. Zusammen ließen sie sich darauf fallen, umklammerten sich und wälzten sich am Laken hin und her. Mal lag Draco zwischen Harrys Beinen, mal war es umgekehrt. Draco schrie leise auf, legte den Kopf in den Nacken und kniff die Augen zusammen, als Harry sich keuchend an ihm auf und abschob, die beiden steifen Glieder einander liebkosten.

Ein Keuchen verließ Dracos Mund, als Harrys Lippen sich an seinem Hals verewigten und die Haut verbrannten. Lippen zupften an empfindlichen Partien, die Zunge leckte darüber. Draco stöhnte immer wieder auf, drückte sein Becken hoch und rieb sich an Harry. Er verlor all seine Sinne, umschlang Harry wie ein Ertrinkender und schob seine Hand in dessen Schopf.

„Bei Merlin, Harry! Mach bitte weiter!“, wimmerte er auf, er liebte es auf einmal zu betteln. Harry küsste sich stöhnend weiter, sein Herz setzte bald aus. So wie der Blonde abging, konnte es nur richtig sein. Allerdings kratzte er all seine Selbstbeherrschung zusammen, um nicht gleich zu kommen. Dracos Körper unter dem Seinen fühlte sich so wundervoll an! Seine Küsse wanderten weiter, er leckte und saugte, hinterließ sanfte Kratzspuren auf der sonst so makellosen Haut.

Draco warf den Kopf hin und her, krallte seine Hände ins Laken und kam aus dem Stöhnen nicht mehr raus. Das, was er hier erlebte, war die Sünde pur und er wollte sie immer wieder erleben. Zähne bissen zaghaft in die harten Knospen, zogen daran. Die Zunge leckte sie ab, der vernichtende Mund glitt tiefer und verbrannte Dracos Brustkorb. Der Blonde rang bereits nach Atem, ihm war heiß und kalt zugleich. Er schwitzte und dennoch überzog sich sein Körper mit einer Gänsehaut.

Harrys Hände waren überall und Draco konnte mit Sicherheit nicht sagen, wo sie schon überall waren. Harrys zarte Finger ließen ihn erbeben, sie sprachen von Liebe und Vertrauen und versprachen pure Lust und Ekstase.

„Mache ich das so richtig?“, hörte er von der Ferne Harrys dunkle und raue Stimme, Draco stöhnt kehlig auf.

„JA!“ stieß er heftig atmend hervor, er ließ sich weiterhin streicheln und küssen. Harrys Hände und Lippen erforschten mit quälender Ruhe seinen Körper, gaben ihm das Gefühl, der schönste und begehrenswerteste Mann auf Erden zu sein. Oder zeigte und sagte es Harry zugleich? Draco fühlte sich berauscht und schoss mit seinem Oberkörper plötzlich in die Höhe. Hart schnappte er nach Luft, seine Augen suchten die seines Geliebten. Allerdings entstand kein Blickkontakt, da Harry sich zwischen seine weit gespreizten Beine, auf dem Bauch liegend, niedergelassen hatte und gerade anfing, Dracos harten Stahl zu lecken. Seine Zunge umspielte Dracos Spitze, das pochende und stramm abstehende Fleisch wippte immerzu.

Dracos Kreislauf versagte beinahe, als er Harry dabei zusah, wie dessen Mund sich unsicher um seine Spitze legte, er daran saugte. Der Blonde traute sich nicht zu zustoßen, da es auch für ihn das erste Mal war und er Harry nicht verschrecken wollte. Harrys Kopf sank immer tiefer, unendlich langsam nahm er Dracos volle Länge im Mund auf. Draco stieß einen harten Lustschrei aus, Blut schoss ihm in die Wangen.

„Harry! JA!“, schrie er auf, seine Hand krallte sich in Harrys Schopf… Der Schwarzhaarige bewegte seinen Kopf auf und ab, musste sich erst an Dracos Ausmaße gewöhnen. Nicht, dass er mehr besaß als Harry selber, aber er hatte noch nie einen Blowjob getätigt. Das harte Fleisch pulsierte in seinem Mund, er saugte sich fest und stöhnte auf. Die Laute, die Draco von sich gab, waren Musik in seinen Ohren. Ja, er wollte den Blonden immer so stöhnen hören und die kleinen Lustschreie jagten Harry Schauer über den Rücken. Auch bemerkte er das Erzittern seines Freundes, das harte Fleisch wurde zu Stein und drückte gegen seinen Gaumen.

Draco saß noch immer aufrecht, glotzte keuchend auf Harrys Schopf in seinem Schoß. Er zischte durch die Zähne, kniff die Augen zu und ließ sich einfach fallen. So ein göttliches Gefühl hatte er noch nie verspürt! Harrys Zunge machte ihn wahnsinnig, die gerade lustvoll seine Länge ableckte! Dracos Hände machten sich selbständig, als er bemerkte, dass Harrys Po sich hob und senkte, er sein Glied anscheinend am Laken rieb. Draco brannten beinahe die Sicherungen durch, er befand sich im Himmel! Die eine Hand krallte sich wieder in Harrys Haar, die andere wanderte dessen Rücken hinab. Draco musste sich ein wenig vorbeugen, um ans Ziel zu gelangen. Tastend glitten seine Finger zwischen die Pobacken von Harry, umkreisten dessen Rosette.

Harrys Kopf schoss in den Nacken, er stöhnte auf und drückte seinen Po mehr gegen die Finger. Draco musste sich bei dem Anblick beherrschen, nicht gleich zu kommen, denn Harrys Gesichtsausdruck bestand aus purer Lust. Die Augen noch immer geschlossen, krabbelte Harry blind hoch und setzte sich breitbeinig auf Dracos Schoß. Er zitterte, denn Dracos Finger befanden sich noch immer zwischen seinen Pobacken. Draco verstand die Aufforderung, Harry legte seine Arme um ihn und drückte sich näher – keuchte ihm ins Ohr.

„Bitte…“, raunte er gequält, er drückte sich näher Dracos Fingern. Der Blonde schluckte hart und fischte nach seinem Zauberstab. Nicht lange, da hatte er das Gesuchte bei sich, benetzte seine Finger mit viel Gel und kehrte zu Harrys Po zurück. Harry saß noch immer breitbeinig und kniend über Dracos Schoß und zitterte immer stärker. Draco fing zu keuchen an, als er den ersten Finger in Harry schob und dabei Harrys Gesicht nicht mehr aus den Augen ließ. Dessen Lippen standen offen, er keuchte ebenso. Draco wagte sich weiter vor, sein Glied drückte sich gegen Harrys, sie rieben sich aneinander.

Draco wimmerte bereits, als er den Finger zurückzog und dafür zwei verwendete. Harry zischte kurz durch die Zähne, entspannte sich allerdings wieder. Draco schob die Finger weiter voran, krümmte die Spitzen und tastete die Innenmuskulatur ab. Harrys Kopf schoss in den Nacken, er stöhnte kehlig auf. Draco lächelte leicht, er stieß zu. Jetzt schrie Harry auf, sandte damit Blitze durch Dracos Körper. Nun folgte der Dritte und Draco traute sich, ein wenig leidenschaftlicher zu werden. Beide wurden immer lauter und Draco drückte bei jedem Eindringen seine Finger fester in ihn. Seine Hand wurde immer schneller und Harry schrie auf. Doch dann erhob er sich, so dass Dracos Finger nicht mehr in ihm waren.

Stattdessen keuchte er Draco ins Gesicht, der Blonde schluckte hart. Sein Glied schmerzte die ganze Zeit, er wusste, was jetzt kam. Und dann setzte sich Harry auf ihn…

Dracos Lustschrei würde viele schwule Männer sofort kommen lassen. Er strotzte nur so vor Leidenschaft und purer Lust. Finger krallten sich in Harrys Hüften, drückten ihn weiter hinab. Sein Körper stand in Flammen, pure Hitze beherrschte ihn. Er bekam sich nicht mehr ein, sein Körper versteifte sich, alles zog sich in ihm zusammen. Diese Enge war mehr als berauschend, brachte ihn um den Verstand. Draco lag wieder auf dem Rücken, bog sein Kreuz durch und krallte nun seine Hände ins Laken. Immer wieder wanderte sein Kopf von einer Seite zur anderen, er stöhnte und keuchte.

Aber als Harry sich dann bewegte, war es auch um den Restverstand geschehen. Heiße Rhythmen beherrschten ihren Takt, Harrys Becken sauste immer wieder hinab. Draco konnte nicht mehr klar denken, spürte immerzu diese verflucht heiße Reibung an seinem Glied, hörte Harrys Lustschreie. Er driftete immer mehr ab, bemerkte nicht einmal, dass er zeitweise hart aufschrie und sich ganz in Harry verlor. Der Auror ritt ihn nun hart zu, kannte kein Erbarmen und wollte Draco tief in sich spüren. Ihre Bewegungen wurden immer schneller und fester – sicherer. Abermals setzte sich Draco auf, Harry stützte sich während des Reitens auf Dracos Schultern ab. So holte er noch viel mehr Schwung und raste somit auf Dracos Becken hinab. Lustschreie, wild und ungestüm, blieben nicht nur in diesem Zimmer, doch das war ihnen egal.

Ihre Bewegungen wurden immer schneller, Draco befand sich bereits am Rande des Wahnsinns.

„Reite mich noch härter zu!“, stieß er aus, Harry kam dem sofort nach. Beide schwitzten, verloren sich in ihrem Tun. Harry spürte, wie sich alles in ihm verspannte, da Dracos hartes Glied immer wieder etwas in ihm berührte, was ihn Sterne vor Augen sehen ließ. Mit einem Male kam er, schrie laut auf und explodierte mit einer nie gekannten Wucht. Draco wurde somit eingeengt und kam nur zwei Sekunden später. Beide katapultierten sich ins Nichts, sahen die Sterne, den Himmel und fühlten alles.

Zitternd umarmten sie sich, ihre Herzen trommelten noch immer laut gegen ihren Brustkorb. Gemeinsam sanken sie aufs Bett zurück und kuschelten miteinander, Harry und Draco waren noch immer miteinander verbunden.

„Was war das denn?“, keuchte Draco völlig außer Atem.

„Etwas, was du gerne jede Nacht von mir haben kannst“, keuchte Harry zurück, Draco zog ihn fester zu sich.

„Das werde ich gerne in Anspruch nehmen“, schnappte Draco nach Luft und küsste Harry auf die Lippen. Der Schwarzhaarige zog sich langsam zurück, Draco reinigte sie beide. Zufrieden kuschelten sie sich näher aneinander, starrten in den Betthimmel.

„Hättest du dir je gedacht, dass wir beide gemeinsam im Bett landen?“, flüsterte Draco, Harry kicherte an seiner Brust.

„Nein. Aber die Tatsache gefällt mir schon“, schnurrte er, Draco lächelte.

„Und wusstest du, dass ich mich in dich verliebt habe?“, meinte Draco mit Herzklopfen, Harry hob den Kopf an. In seinen Augen stand die Antwort geschrieben.

„Und wusstest du, dass auch ich mich in dich verliebt habe?“, wiederholte Harry leise die Frage, Draco strahlte. Ihre Lippen fanden sich wieder einmal zu einem Kuss, der ihre Liebe zueinander nur untermalte und beide im Glück schwelgen ließ.

°°°°

Von dem Tage an gab es ein Vierergespann und Harry lud nach einiger Zeit Ron und Hermine, natürlich mit Kinder, zu sich ein. Ron bekam bei dieser Neuigkeit zwar fast einen Herzinfarkt, aber er akzeptierte es. Kevin und Blaise waren schon länger ein Paar und hatten nur Augen füreinander. Die Kinder lachten ihren Vater unverschämt aus, da sie anscheinend die Toleranz ihrer Mutter geerbt hatten, während Hermine ihre Hand auf Harrys legte und sagte:

„Das Strahlen in deinen Augen sagt mehr als tausend Worte aus, Harry. Meinen herzlichen Glückwunsch euch beiden.“

Seit jenem Zusammentreffen nach Jahren, gingen Harry und Draco ihren Weg gemeinsam, der Blonde zog mit Sack und Pack einige Monate später zu seinem Freund. Und Kevin fand seinen Platz bei und in Blaise. Sie alle blieben im Kontakt, trafen sich gerne und immer wieder in hot BABYLON, wo alles angefangen hatte und auch weiter gehen würde.

ENDE
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