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Geschichte: Fanfiktion
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von Mavis
erstellt: 26.07.2006
letztes Update: 26.07.2006
Geschichte, Allgemein / P18 Slash
(abgebrochen)
Die Charaktere von Xena, Gabrielle & Argo sowie aller anderen Personen der Serie
Xena: Warrior Princess sind geistiges Eigentum von Universal/MCA und sollen es auch bleiben . Diese Geschichte beabsichtigt keine Urheberrechtsverletzung.
Na ja und falls jemand etwas dagegen hat, dass sich zwei Frauen etwas näher kommen, der sollt diese Geschichte erst gar nicht lesen!
Mein Baum
Mavis
Einsam reitet die Kriegerprinzessin auf ihrem treuen Pferd durch die hüglige Landschaft, in der Nähe rauscht das Meer.
Plötzlich bleibt Argo stehen, geht keinen Schritt weiter, wartet auf die Befehle seiner Reiterin.
Die so in Gedanken versunken gar nicht bemerkt hatte, dass Argo sich nicht mehr bewegte.
Der frische Windhauch der auf einmal über Xenas Gesicht wehte, holt sie wieder in die Wirklichkeit zurück.
Erst jetzt bemerkte sie, dass Argo vor dem Abgrund einer Klippe gestoppt hatte.
Langsam folgte Argo den Kommandos seiner Herrin und ging einige Schritte zurück.
Xena stieg vom Pferd und strich Argo liebevoll über ihren Kopf, flüsterte ein leises „Danke" in ihr Ohr. Argo hob und senkte ihren Kopf als Antwort.
Xena ging wieder auf die Klippe zu blieb nur ein Schritt vor dem Abgrund stehen. Die Wogen peitschten an die Felsen und tosend fanden sie ihren Weg ins Meer zurück.
Sie fühlte sich wie diese Wellen, hin und her gerissen von ihren Gefühlen, nicht mehr fähig einen klaren Gedanken zu fassen.
Xena brauchte jetzt die Kühle des Windes und das monotone Klatschen der Brandung.
In der Ferne erblickte sie ein Schiff, sie wünschte sich mit vollem Segeln in die Unendlichkeit der Meere zu fahren und nie Wiederzukehren.
Ihr Gesichtsausdruck wurde noch härter, als sie an die letzte gemeinsame Seereise mit Gabrielle dachte. Trotz des Sturmes und der Unannehmlichkeiten der Reise, sie waren damals noch zusammen und das war das Wichtigste.
Wehmut bemächtigte sich der stolzen Kriegerprinzessin, wie schon so oft in den vergangenen Monaten seit ihrer Trennung.
Ihr wurde wohl schon zum tausendsten mal bewusst, dass ihr nicht nur die Begleiterin, die Freundin fehlte.
Da war noch viel mehr was sie verband.
Schon 3 Monate zog sie allein durch die Lande, sich immer weiter entfernend von der Heimstätte Gabrielle’s.
Wie oft hat sie sich in dieser Zeit schon gewünscht, während ihrer vielen Kämpfe zu sterben.
Ohne den liebsten Menschen an ihrer Seite, war ihr Leben ohne Freude geworden, hatte es seinen Sinn verloren.
Xena schloss ihre Augen, sah wie ihr Gabrielle bei ihren Abschied fröhlich zuwinkte und daneben stand der Mann , der ihr das Liebste im Leben genommen hat.
Sie öffnete die Augen, schüttelte den Kopf, nein ich durfte mich nicht zwischen ihnen stellen. Gabrielle hatte ihren Baum gefunden und diese Entscheidung musste ihr Verstand anerkennen, auch wenn ihr Herz blutete.
Sie wusste, dass sie gelogen hatte, als sie die Bitte von Gabrielle, sie doch so oft wie möglich zu besuchen, mit ja beantwortete.
Sie hätte es nicht ertragen können, ihre Gabrielle glücklich in den Armen von Caritos zu sehen.
Aber ist sie glücklich ? Was ist, wenn sie Caritos nicht gut behandelt ? Wenn er nicht der Lebensgefährte ist, den sie verdient hat ?
Nein, Gabrielle war stark geworden in den Jahren in denen sie zusammen waren. Sie weiß sich in jeder Situation zu helfen.
Was ist wen sie aber doch ihren Beistand benötigt oder einfach eine Freundin mit der sie über alles sprechen kann ?
Ja, ihre Freundin wird sie besuchen, endlich fasste Xena ihren Entschluss.
Die Kriegerprinzessin dreht sich um, erst jetzt bemerkte sie, dass sie vollkommen durch gefroren war. Sie machte einige Bewegungen und das Blut floss langsam wieder durch die Adern, ihr Körper erwärmte sich.
Nicht nur dies erhitze sie, auch die Vorstellung endlich ihre Bardin wiederzusehen brachte ihr Blut in Wallung.
Sie rief Argo herbei, nahm ihre Zügel, strich ihr über den Kopf und sagte „wir besuchen unsere Gabrielle".
Mit angemessenen Pausen könnten sie in 4 Tagen das Dorf von Gabrielle erreichen.
Schwungvoll sprang Xena in den Sattel und rief laut: lauf, Argo lauf .
Im schnellen Galopp entfernten sie sich vom Meer, dessen Getöse sie noch lange begleitete.
Argo trug jetzt eine Reiterin, die voller Glücksgefühl die Zügel führte. Auch sie spürte, Xena ist wieder da und dies spornte sie noch mehr an.
Lassen wir nun unsere Kriegerprinzessin ihren Weg alleine fortsetzen
und begeben uns in der Zwischenzeit zu Gabrielle.
Diese saß in ihrer Hütte an einen großen Tisch und versuchte schon lange Zeit vergeblich die vor ihr liegende Schriftrolle mit Worten zu füllen.
Sie konnte ihre Gedanken nicht auf die Geschichte konzentrieren, die sie eigentlich niederschreiben wollte.
Wie schon so oft in den vergangenen Wochen war sie wieder mal allein, Caritos kam selten nach Hause.
So hatte sie sich ihr Zusammensein nicht vorgestellt.
Wie schon so häufig stellte sie sich die Frage, ob es wirklich Liebe war die sie dazu veranlasst hat ihr weiteres Leben an der Seite dieses Mannes führen zu wollen.
War sie nur seinem Charme erlegen, fühlte sie sich lediglich geschmeichelt von seiner Hartnäckigkeit mit der er sie umworben hatte ?
Die ersten Tage und Nächte mit ihn waren voller Leidenschaft , er beteuerte immer wieder seine Liebe zu ihr.
Aber die scheint auch vergangen zu sein, im Rausch des Kennenlernen.
Von einer Heirat war schon lange nicht mehr die Rede.
Gabrielle hat keinen Menschen im Dorf, mir dem sie sich aussprechen konnte, keine Freundin die ihr zur Seite stand.
Warum musste sie Xena damals auch allein in diesen Dorf warten lassen ?
Nie wäre sie sonst Caritos begegnet, hätte sich nicht von Xena getrennt.
Wie gerne würde sie die Zeit zurückdrehen, ihre Entscheidung rückgängig machen.
Ihr fielen die mitleidigen Blicke ein, die ihr die Bewohner am letzte Markttag zuwarfen.
Als sie gestern die Taverne des Dorfes betrat, verstummten alle Gespräche. Nur die Worte „die arme Gabrielle..." drangen noch an ihre Ohren.
Sie wagte es auch den Wirt danach zu fragen, der gab ihr aber nur eine ausweichende Antwort.
Am liebsten hätte sie mit ihren Kampfstab nachgeholfen, der aber stand schon lange in einer Ecke ihrer Hütte.
Gabrielle dachte an Xena.
Sie sah ihr versteinertes Gesicht vor sich, als sie ihr kund tat, dass sie bei Caritos bleiben wollte. Erinnerte sich an die traurigen Augen ihrer ehemaligen Gefährtin.
Oft stand sie am Ortseingang, in der Hoffnung Xena wurde endlich kommen und sie von hier wegholen. Doch jedes Mal vergebens, keine Kriegerprinzessin ritt heran, keine Nachricht von ihr erreichte sie.
Ein reisender Kaufmann berichtete in der letzten Woche von Xena’s Taten, erzählte aber auch, dass sie allen Lebensmut verloren hatte , keinen Kampf ausweichen würde, um endlich von ihren Dasein erlöst zu werden.
Gabrielle hätte sich fast auf den Kaufmann gestürzt, konnte nur von drei Männern zurück gehalten werden.
Sie schrie in an, „warum verbreitest du solche Sachen über Xena".
Erschrocken antwortete er : „Ich bin ihr selbst, jenseits des großen Flusses in einer kleinen Stadt begegnet. Sie stürzte sich auf eine plündernde Meute, trotz der großen Überzahl an Gegner. Ihr Kampfruf befreite die Bewohner aus ihrer Starre und sie beteiligten sich endlich am Widerstand gegen die Plünderer .
Schwer verletzt kämpfte sie weiter bis alle getötet oder vertrieben waren.
Die Bewohner, noch im Siegestaumel, bemerkten gar nicht, dass sich Kriegerprinzessin kaum im Sattel halten konnte als sie die Stadt verließ.
Junge Frau, glaube mir so habe ich es vor 2 Monaten erlebt. Vor einigen Tagen hörte ich wieder von ihr, sie hatte also ihre Verwundung überlebt."
Warum bin ich noch hier ? Warum verlasse ich den Mann nicht, denn ich gar nicht liebe?
Nie geliebt habe.
Der mich gewollt hat, mich bekommen hat und mich nun abgelegt hat in dieser Hütte , wie ich meinen Stab in der Ecke.
Ist es nur mein Stolz, der mich hier hält ? Wollte ich Xena nur beweisen, dass ich auch ohne sie mein Leben meistern könnte , meine eigenen Kämpfe ausfechten kann.
Xena, du fehlst mir so.
Sie beschloss: ich mach mich auf die Suche nach Xena, ich möchte wenigstens in ihrer Nähe sein, ihre Lachen hören, neben ihr am Lagerfeuer einschlafen, einfach mit ihr durch die Lande ziehen.
Schnell hatte Gabrielle den kleinen Beutel gepackt, nahm ihren verstaubten Stab aus der Ecke verließ die Hütte und ging in die Nacht hinaus.
Nur der Mond beleuchtete ein wenig ihren Weg, sie hatte aber keine Angst, sie war auf der Suche nach ihrer Freundin.
Als der Morgen graute legte Gabrielle eine kleine Rast ein, sie wollte aber so schnell wie möglich das nächste Dorf erreichen. Es könnte ja sein, dort hat jemand was von Xena gehört.
Die Sonne stand schon sehr hoch am Himmel, als sie es endlich erreichte. Keiner konnte ihr Auskunft über die Kriegerprinzessin geben.
So entschloss sie sich zum Dorf der Amazonen zu begeben, in der Hoffnung ihre Freunde können ihr weiter helfen.
Am Abend erreichte Gabrielle einen Wald , trotz ihrer Erschöpfung trugen sie ihre Füße immer weiter voran, getrieben von dem Vorgefühl endlich ihrer Freundin näher zu kommen .
Bis sie in der völligen Dunkelheit, einen kleinen Feuerstrahl erblickte, auf diesen ging sie langsam zu.
Es wurde schon dunkel, Xena beschloss endlich eine Rast einzulegen. Noch eine Nacht im Freien verbringen, dann würde sie schließlich ihr Ziel erreichen.
Sie nahm den Sattel von Argo und rieb sie ordentlich ab, ihre vierbeinige Begleiterin hatte in den letzten Tagen ihr Bestes gegeben.
Das Holz für ein wärmendes Feuer war schnell gesammelt und angezündet.
Xena ließ sich daneben auf einer Decke im Schneidersitz nieder, sie konnte vor Aufregung nichts mehr zu sich nehmen.
Ihre Gedanken waren bei Gabrielle und je näher sie sich ihrem Endpunkt der Reise näherte um so aufgeregter wurde sie. Sie wusste, bis zum Wiedersehen mit Gabrielle musste sie wieder unter Kontrolle haben.
Nie hätte sie gedacht, dass sie jemals wieder so eine Liebe spüren könnte, ein Verlangen sie so um den Verstand bringen würde.
Plötzlich hörte sie das Knacken eines Astes, blitzschnell hatte die Kriegerprinzessin ihr Schwert in der Hand und sah nach allen Seiten in die Finsternis des Waldes.
Eine Wesen trat aus der Dunkelheit auf das Lagerfeuer zu.
„Wer ist da ?", fragte Xena, die entgegen kommende Gestalt.
„ Ich bin es", sagte eine ihr so bekannte Stimme und trat in das Licht des vom Feuer erleuchteten Lagerplatzes.
Für Sekunden schauten sie sich nur an, kein Wort fiel, es war nur der erregte Atem beider Frauen zu hören.
Xena ging langsam auf Gabrielle zu , ließ ihr Schwert fallen und nahm Gabrielle in ihre Arme, sie spürte die Tränen auf ihrer Brust , drückte sie noch fester an sich.
„Xena, ich bekomme kein Luft mehr", presste Gabrielle heraus.
Im Übermut ihrer Gefühle nahm Xena den Kopf der Bardin in beide Hände, küsste ihr die Tränen von ihren Wangen , aus ihren Augen und erreichte die Lippen.
Als in ihr Bewusstsein drang was sie tat, ließ sie schnell den Kopf los und stand verwirrt vor ihrer Freundin.
Gabrielle fand als erste ihre Stimme wieder.
„Xena, ich habe dich so vermisst. Mir ist klar geworden, das ich gar nicht mehr nach meinen Baum suchen musste. Er war immer an meiner Seite, du bist die Krone die mir Schatten spendet, du bist das Holz das mich erwärmt, die bist die Knospe die neues Leben bringt."
Gleichzeitig legten sie sich die Hände um die Köpfe, ihren Lippen fanden sich zu einem leidenschaftlichen Kuss, der nie enden wollte.
Auch aus Xena’s Augen flossen Tränen der Freude, keine Macht der Welt konnte sie davon abhalten ihren Empfindungen freien Lauf zu lassen .
Endlich fiel die Last der letzten Monate von ihr, sie spürte das Glücksgefühl das ihren ganzen Körper durchströmte.
Langsam zogen sie sich gegenseitig hinunter auf die am Boden liegende Decke am Feuer.
Dies übertrug seine Glut auf die beiden Körper, immer wieder vereinten sich ihre Lippen, ihre Zungen trafen sich , umschlungen sich wie die Wurzel des Baumes in das Innerste der Erde.
Fest verwurzelt wie ihre Liebe.
Behutsam öffnete Xena das Oberteil ihrer Geliebten, deren gehärtete Brustwarzen ihr entgegen kamen. Xena’s Lippen glitten den Hals herunter bis sie die beiden Brüste erreichten, hier angekommen konnte sie ihre Zunge nicht mehr zügeln.
Sie führte sie von einem Hügel, über ein Tal , zum anderem Hügel der Wollust.
Gabrielle stöhnte leise und erlöste ihrerseits die Kriegerprinzessin von ihrer Lederkleidung.
Nach wenigen Augenblicken fanden sich die nackten Körper und all ihre aufgespeicherte Gier ließen sie schließlich heraus.
Das laute Stöhnen Gabrielle’s durchdrang die Stille des nächtlichen Waldes , ihr Körper bäumte sich unter den Berührungen der Geliebten auf.
Xena’s Lippen liebkosten den Bauch, bis sie wieder die beiden Hügel erreichten, streichelten und küssten sie.
Gabrielle’s konnte nicht mehr an sich halten, ihr befreiender Schrei hallte durch den Wald, ihre Fingernägel gruben sich tief in die Schulter der Geliebten.
„Xena,", fauchte es aus Gabrielle, noch ganz außer Atem, heraus.
Nach einer endlosen Weile in der Gabrielle in den starken Armen wieder zu Atem kam, flüsterte sie liebevoll
„Xena, ich liebe dich. Ich bin der glücklichste Mensch auf Erden, nie mehr werde ich dich verlassen".
„ Meinst du, das würde ich jemals wieder zulassen. Auch du hast mir so gefehlt, du bist das Wichtigste in meinen Leben geworden, ich kann ohne dich nicht mehr sein".
„Xena".
„Ja".
„Jetzt zeige ich dir meine Äste, meine Zweige, meine Blätter , sie sollen sich vereinen mit deinen in aller Ewigkeit."
Nur die Bäume des Waldes und ihre Geliebte hörten die glückliche Kriegerprinzessin und leider haben sie ihr Geheimnis bis heute wohl gehütet.
Solltet ihr mal durch diesen Wald kommen, dann fragt doch einfach die große Eiche.
Eventuell verrät sie doch etwas mehr über die erste Liebesnacht unseres Paares.
Was ihr findet den Baum vor lauter Bäumen nicht ?
Dann sucht das etwas ungeschickte, aber voller Liebe geschnitzte Herz , das die Kriegerprinzessin am Morgen hinterlassen hat.
ENDE oder der Beginn einer neuen Geschichte, das wissen nur die Götter.
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