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von Galato    erstellt: 20.07.2006    letztes Update: 10.09.2006    Geschichte, Romanze / P18    (fertiggestellt)
Als sie endlich einen Parkplatz gefunden hatten, war es bereits halb acht. Und vor dem Gebäude, in dem die Party anscheinend stattfand war eine lange Schlange. Alex seufzte und stellte sich innerlich schon mal auf eine Stunde Wartezeit ein. Doch zu ihrer Überraschung hatte Tina keinesfalls im Sinn, sich hinten anzustellen, sondern ging einfach an allen vorbei. Mit schlechtem Gewissen folgte sie ihrer Freundin nach vorne, wo Tina bereits mit dem Türsteher diskutierte.
„Sie stehen auf der Liste? Ihr Name?“
„Tina Kerth.“ Alex begann bereits die Stirn zu runzeln, als der Türsteher plötzlich nickte, einen Haken auf der Liste machte und sie beide durchließ.
„Ehm.. Tina, wie kommt es dass dein Name auf so einer Liste steht?“ fragte eine sehr ungläubige Alex und schaute sich in dem Club um, den dieses Gebäude offensichtlich beherbergte. Tina machte kurz halt um der anderen ein paar Sachen zu erklären.
„Weißt du, ganz ehrlich… ich wundere mich, dass du noch nicht darauf gekommen bist. Aber egal, eigentlich ganz gut so. Ich habe halt einfach mal meine Schwester um einen Gefallen gebeten. Und das tue ich recht selten. Aber ich dachte heute… Nun ja. Und weißt du was? Ich bin mir ziemlich sicher, dass dir hier der ein oder andere bekannt vorkommen wird.“
„Also wirklich. Ich habe keinen blassen Schimmer wovon du redest. Was ist mit deiner Schwester? Und wer soll mir hier bekannt vorkommen?“ Normalerweise war Alexandra keineswegs begriffsstutzig. Aber gerade jetzt zweifelte sie an ihren Verstand. Und an den von Tina übrigens auch.
„Na schau dich doch mal um!“
Alex konnte nicht anders, als erst die Augen zu verdrehen und sich dann im Getümmel umzugucken. Und… momentmal. Hier gab es tatsächlich Leute, die sie kannte. Nicht persönlich, aber…
„Himmel hilf! Tina, wo sind wir hier? Ich meine… guck mal, da ist der Schweini! Und da, Oliver Kahn.“
„Ja, und guck mal, wer daneben steht.“
„Ja und…? Ach du meine Güte… jetzt begreif ich das erst. Verena… DIE Verena, Olli Kahn’s Verena… ist deine Schwester?“ Alex wollte nicht so recht glauben, was sie da eben festgestellt hatte.  
„Tina, jetzt verrat mir doch trotzdem bitte mal, was das für eine Party ist. All die Fußballer hier auf einen Haufen, das kann doch kein Zufall sein.“
„Da hast du Recht. Ein paar Fußballkollegen von Michael Ballack haben sich spontan dazu entschlossen, eine kleine Abschiedsparty für ihn zu geben. Er wechselt doch nach London.“
Alex konnte nur nicken; sie war gerade dabei Bernd Schneider wortlos zu grüßen, der an ihr vorbeilief und es anscheinend eilig hatte.
„Ich glaub mir wird schlecht. Das halt’ ich hier nicht aus.“
„Ach quatsch nicht! Wir stürzen uns jetzt ins Getümmel und lassen die Hüften kreisen.“ Mit diesen Worten ergiff sie Alex’ Hand und zog sie hinter sich her zur Tanzfläche.

Doch während Tina gleich in Schwung war, brauchte Alex eine Weile um den richtigen Rhythmus zu finden. Sie war viel zu sehr damit beschäftigt, sich umzugucken und die Spieler zu zählen, die sie erkannte. Anscheinend waren der ganze FC Bayern, sowie Kollegen aus anderen Klubs hier versammelt. Und sie, Alexandra Theresa Steinhuber, mittendrin. Schon oft hatte sie sich vorgestellt, wie es sein würde, Spieler der Bundesliga kennenzulernen. Aber da war dann immer nur einer pro Gedanke.
Hier waren eindeutig zuviele. Und vor allem traf sie das alles so unvorbereitet. Sie versuchte, die Leute hier nicht allzusehr anzustarren. Und doch konnte sie ihre Augen nur schwer von einzelnen Personen abwenden. Wie zum Beispiel Bastian Schweinsteiger, der hier mit Sonnenbrille herumlief – warum auch immer, und Oliver Kahn, den sie zwar nicht gerade sympathisch fand, ihn aber doch irgendwie bewunderte.

„Komm, lass uns mal was trinken gehen“, meinte Alex dann irgendwann und Tina folgte ihr an die Bar. Sie bestellten sich Cocktails und suchten sich dann eine etwas ruhigere Ecke zum Verschnaufen.
Kurz darauf gesellte sich Verena zu ihnen. Die Schwestern begrüßten sich herzlich und plauderten angeregt. Dabei stellte Tina ihr ihre Freundin vor. Alexandra konnte sie nur anstarren. Da war die Frau, die sie sonst nur aus der BILD Zeitung kannte und jetzt saß sie vor ihr. Und zu ihrer Verwunderung war sie ihr auch noch ausgesprochen sympathisch.
„Sag mal, wo steckt denn Michael?“ fragte Tina aus heiterem Himmel. Ihr war gerade aufgefallen, dass sie ihn hier noch nicht entdeckt hatte. Dabei war es doch seine Abschiedsparty.
„Ach der… Wahrscheinlich sitzt der in irgendeiner dunklen Ecke und betrinkt sich.“ Verena schaute sich noch einmal kurz um, ehe sie weitersprach.
„Hört mal, das was ich euch gleich erzähle muss unter uns bleiben, ok?“, fragte sie und sah dabei vor allem Alex eindringlich an.
Die beiden nickten und fragten sich, was wohl gleich kommen würde. Alex war nicht ganz wohl bei der Sache. Eigentlich gehörte sie hier gar nicht her und das was gleich kommen sollte, war auch sicherlich nicht für ihre Ohren bestimmt. Trotzem hörte sie gespannt zu.
„Simone und die Kinder bleiben hier in Deutschland, während er nach London geht. Aber nicht nur das. Sie wollen sich nun endgültig trennen.“
„Wie endgültig?“ entfuhr es Alex.
„Es kriselte schon lange in ihrer Beziehung. Das ständige Unterwegsein hat Simone schon lange gewurmt. Und jetzt noch der Umzug nach London. Sie hat es satt, alle vier Jahre das Haus zu wechseln und die Kinder aus ihrer Umgebung zu reißen.“
Alle drei schauten betreten drein.
„Das tut mir leid. Für beide. Sie sahen doch immer so glücklich aus“ meinte Alex schließlich und trank etwas von ihrem Cocktail.
„Tja. Was lernen wir daraus? Tragödien machen auch vor Stars nicht halt“, schloss Tina und sie wechselten das Thema.
Nach etwa einer halben Stunde munterer Plauderei und einer kurzen Unterhaltung mit Oliver Kahn, fanden sich Alex und Tina auf der Tanzfläche wieder.

Alex wirkte nun sichtlich lockerer und gab sich vollkommen der Musik hin. Es war schön hier und unbefangen ließ sie ihren Blick durch den riesigen Raum schweifen. Er blieb schließlich kurz an einer großgewachsenen Person hängen, die an einem Pfeiler lehnte und mit einem Glas in der Hand mit Bernd Schneider redetete. Ihr Herz begann plötzlich heftig in ihrer Brust zu schlagen, was sie völlig nervös machte. Schnell drehte sie sich um.

Das konnte doch nicht sein…

Der kurze Anblick hatte sich in ihr Gedächtnis gebrannt. Kribbelig war ihr, als ihr bewusst wurde, wie gut er aussah. Die dunklen Haare… das traurige Lächeln… das dunkle, enge Hemd. Sie konnte es nicht ändern, das Herz klopfte ihr immer schneller. Und würde sie sich jetzt nach ihm umdrehen, wäre ihr Puls nicht mehr im messbaren Bereich.

Aber das konnte doch unmöglich sein! All die Spiele, die sie gesehen hatte, all die Artikel, die sie gelesen hatte… Der einzige Gedanke, den sie immer für ihn übrig hatte, war der, dass dieser Mann überbewertet wurde.
Und jetzt das. Mit einem Mal kam er ihr vor wie ein junger griechischer Halbgott. Was natürlich völliger Schwachsinn war, wie sie sich selbst schalt.

„Hey Alex! Guck mal dar drüben… da steht Michael. Wollen wir mal rüber gehen und hallo sagen?“ Oh man, das sollte wohl ein Witz sein, dachte Alex nervös. Sie konnte doch unmöglich ihrem grichischen Halbgott gegenübertreten! Sie würde kein Wort herausbekommen. Und überhaupt, woher kannte Tina ihn?
„Glaubst du nicht auch, dass der uns blöd angucken würde? Der kennt uns doch gar nicht.“
„Ach was. Beim letzten Oktoberfest hat Verena uns bekannt gemacht, danach hab ich ihn noch auf ein paar Partys getroffen.“
„Tina… du überraschst mich wirklich. Davon hast du nie was erzählt.“
„Du hast nie gefragt. Also, wollen wir?“

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A/N: ich möchte nur kurz anmerken, dass ich keine Ahnung habe, was mich geritten hat eine Michael Ballack FF zu schreiben *g*
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