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Geschichte: Freie Arbeiten
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von krokomaus
erstellt: 10.07.2006
letztes Update: 13.05.2011
Geschichte, Humor / P16
(abgebrochen)
11. Eintrag
Liebes Tagebuch, ich werde für ein paar Tage verreisen. Mein Flug geht in zwei
Stunden und ich habe noch nicht gepackt. Hast du meinen gesprenkelten BH gesehen ?
Der Flug war ganz angenehm. Von ein paar kleineren Zwischenfällen mal abgesehen.
Abgehetzt kam ich am Flughafen an und sprintete zum Abflug-Terminal. Mein Flugticket hatte ich mir zwischen die Zähne geklemmt, damit ich die Hände für mein Gepäck frei hatte. Atemlos stand ich vor der Flugbegleiterin und reichte ihr mein, mit Spucke durchtränktes Ticket. Ein böser Blick traf auf meine blauen
Augen und ich nuschelte „Entschuldigung“. Vorsichtig versuchte ich, die Spucke vom Ticket zu wischen. Umsonst. Es war verschmiert.
Ich hatte Glück und wurde trotzdem durch die Absperrung zur Gangway gelassen.
Alle anderen Passagiere hatten schon Platz genommen und ich zwängte mich durch den Gang zu meinem Sitz. Genau in der Mittelreihe, in der Mitte. Ein etwas kräftig gebauter Mann zu meiner Linken, eine etwas mollige Dame zu meiner Rechten und ich, ein bisschen übergewichtiges Ding, in der Mitte. Na Prima.
Als das Essen serviert wurde, hatten wir die ersten Probleme. Ich konnte meine
Gabel nur zum Mund führen, wenn der Herr neben mir sich nach links lehnte.
Mit dem Messer schneiden, war nur möglich, wenn die Mollige zu meiner Rechten sich nach rechts lehnte. Also gab ich die Kommandos: „Links“. Schnell die Gabel zum Mund. „Rechts“ schon konnte ich zügig das zähe Fleisch schneiden. Klappte ganz gut. Schwierig wurde es, als der Mann schneiden wollte, ich mich nach rechts lehnte und der Dame dabei die Gabel in den Rachen
rammte. Vorsichtig zog ich ihr das spitze Ding aus dem Gaumen. Wir klingelten nach der Flugbegleiterin und baten um den Erste-Hilfe-Kasten.
Nach dem Essen gönnte sich der Herr neben mir einen Kaffee. Zumindest das, was davon übrig blieb. Gerade als er die Tasse zum Mund führte, lehnte ich mich nach links, da die Dame zu meiner Rechten endlich wieder essen konnte. Der heiße Kaffee ergoss sich auf seine Hose. Wieder klingelten wir nach der Stewardess.
Den Rest des Fluges hielten wir Diät. Ich konnte es kaum fassen, mir war bisher noch kein Missgeschick passiert. Also, ich meine, ICH hatte noch keine Verletzung davon getragen. Das war selten.
Nach der Landung begab ich mich zur Gepäckausgabe, um meinen wunder-
schönen, roten Koffer in Empfang zu nehmen. Das Laufband drehte sich und endlich waren die ersten Gepäckstücke sichtbar. Große, kleine und mittlere Koffer, in allen Farben. Nur kein großer, roter Koffer. Geduldig wartete ich weiter. Als der herrenlose, grüne Samsonite zum 9.Mal an mir vorbei rollte,
wurde ich doch etwas nervös. Die Menschenmassen waren schon längst mit Ihrem Gepäck nach draußen geströmt, nur die mollige Gabel-Dame und ich
standen noch am Band. Wir lächelten uns zaghaft an und zuckten die Schultern.
Als das Gepäckband endgültig zum Stillstand kam, war uns klar, dass unsere Koffer irgendwo zwischen dem Abflug und der Landung im Nirwana der ver-
schwundenen Gepäckstücke gelandet waren. Wir machten uns auf den Weg zur
„Gepäckreklamation“.
„Bitte beschreiben Sie Ihre Koffer“ forderte uns eine freundliche Angestellte auf. Nachdem ich ihr sorgfältig meinen Lieblingskoffer beschrieben hatte, war
nun die mollige Frau an der Reihe. „.r is .lein .nd at nen ..f.leba.d.auf.“ Da ihr
Gaumen noch von der Gabel-Attacke geschwollen war, konnte sie nur sehr un-
deutlich sprechen. Irgendwie fühlte ich mich für ihr Schicksal verantwortlich und blickte beschämt zu Boden.
„Hier, schreiben Sie es auf.“ Mit diesen Worten reichte die Sachbearbeiterin der
Dame ein Formular und einen Stift.
Die ganze Angelegenheit hat über eine Stunde gedauert und ich stand nun ohne
Gepäck da. „Und wie geht es jetzt weiter ?“ fragte ich die Angestellte der Fluggesellschaft. „Wir werden Ihren Koffer innerhalb der nächsten zwei Wochen an Sie weiterleiten.“ Jetzt war es mit meiner Geduld vorbei: „Zwei Wochen ??? Und was mach ich in der Zwischenzeit hier ? Nackt rumlaufen, oder was ?“ Sie blickte mich streng an und gab mir einen Gutschein über 50.- Euro, damit ich mir das Notwendigste kaufen konnte. Ich war jetzt trotzig. „Den können Sie sich in den Hintern stecken“ entfuhr es mir. Das wollte ich gar nicht sagen, es rutschte einfach so heraus. Wirklich.
Naja, liebes Tagebuch, du kennst mich ja mittlerweile. Eins führte zum anderen und jetzt steh ich bei der Fluggesellschaft auf der „Schwarzen Liste“.
Mittlerweile wurde mir auch ein Koffer zugestellt, allerdings ist das nicht meiner. Ich vermute, er gehört der Gabel-Dame....
Liebes Tagebuch, ich werde für ein paar Tage verreisen. Mein Flug geht in zwei
Stunden und ich habe noch nicht gepackt. Hast du meinen gesprenkelten BH gesehen ?
Der Flug war ganz angenehm. Von ein paar kleineren Zwischenfällen mal abgesehen.
Abgehetzt kam ich am Flughafen an und sprintete zum Abflug-Terminal. Mein Flugticket hatte ich mir zwischen die Zähne geklemmt, damit ich die Hände für mein Gepäck frei hatte. Atemlos stand ich vor der Flugbegleiterin und reichte ihr mein, mit Spucke durchtränktes Ticket. Ein böser Blick traf auf meine blauen
Augen und ich nuschelte „Entschuldigung“. Vorsichtig versuchte ich, die Spucke vom Ticket zu wischen. Umsonst. Es war verschmiert.
Ich hatte Glück und wurde trotzdem durch die Absperrung zur Gangway gelassen.
Alle anderen Passagiere hatten schon Platz genommen und ich zwängte mich durch den Gang zu meinem Sitz. Genau in der Mittelreihe, in der Mitte. Ein etwas kräftig gebauter Mann zu meiner Linken, eine etwas mollige Dame zu meiner Rechten und ich, ein bisschen übergewichtiges Ding, in der Mitte. Na Prima.
Als das Essen serviert wurde, hatten wir die ersten Probleme. Ich konnte meine
Gabel nur zum Mund führen, wenn der Herr neben mir sich nach links lehnte.
Mit dem Messer schneiden, war nur möglich, wenn die Mollige zu meiner Rechten sich nach rechts lehnte. Also gab ich die Kommandos: „Links“. Schnell die Gabel zum Mund. „Rechts“ schon konnte ich zügig das zähe Fleisch schneiden. Klappte ganz gut. Schwierig wurde es, als der Mann schneiden wollte, ich mich nach rechts lehnte und der Dame dabei die Gabel in den Rachen
rammte. Vorsichtig zog ich ihr das spitze Ding aus dem Gaumen. Wir klingelten nach der Flugbegleiterin und baten um den Erste-Hilfe-Kasten.
Nach dem Essen gönnte sich der Herr neben mir einen Kaffee. Zumindest das, was davon übrig blieb. Gerade als er die Tasse zum Mund führte, lehnte ich mich nach links, da die Dame zu meiner Rechten endlich wieder essen konnte. Der heiße Kaffee ergoss sich auf seine Hose. Wieder klingelten wir nach der Stewardess.
Den Rest des Fluges hielten wir Diät. Ich konnte es kaum fassen, mir war bisher noch kein Missgeschick passiert. Also, ich meine, ICH hatte noch keine Verletzung davon getragen. Das war selten.
Nach der Landung begab ich mich zur Gepäckausgabe, um meinen wunder-
schönen, roten Koffer in Empfang zu nehmen. Das Laufband drehte sich und endlich waren die ersten Gepäckstücke sichtbar. Große, kleine und mittlere Koffer, in allen Farben. Nur kein großer, roter Koffer. Geduldig wartete ich weiter. Als der herrenlose, grüne Samsonite zum 9.Mal an mir vorbei rollte,
wurde ich doch etwas nervös. Die Menschenmassen waren schon längst mit Ihrem Gepäck nach draußen geströmt, nur die mollige Gabel-Dame und ich
standen noch am Band. Wir lächelten uns zaghaft an und zuckten die Schultern.
Als das Gepäckband endgültig zum Stillstand kam, war uns klar, dass unsere Koffer irgendwo zwischen dem Abflug und der Landung im Nirwana der ver-
schwundenen Gepäckstücke gelandet waren. Wir machten uns auf den Weg zur
„Gepäckreklamation“.
„Bitte beschreiben Sie Ihre Koffer“ forderte uns eine freundliche Angestellte auf. Nachdem ich ihr sorgfältig meinen Lieblingskoffer beschrieben hatte, war
nun die mollige Frau an der Reihe. „.r is .lein .nd at nen ..f.leba.d.auf.“ Da ihr
Gaumen noch von der Gabel-Attacke geschwollen war, konnte sie nur sehr un-
deutlich sprechen. Irgendwie fühlte ich mich für ihr Schicksal verantwortlich und blickte beschämt zu Boden.
„Hier, schreiben Sie es auf.“ Mit diesen Worten reichte die Sachbearbeiterin der
Dame ein Formular und einen Stift.
Die ganze Angelegenheit hat über eine Stunde gedauert und ich stand nun ohne
Gepäck da. „Und wie geht es jetzt weiter ?“ fragte ich die Angestellte der Fluggesellschaft. „Wir werden Ihren Koffer innerhalb der nächsten zwei Wochen an Sie weiterleiten.“ Jetzt war es mit meiner Geduld vorbei: „Zwei Wochen ??? Und was mach ich in der Zwischenzeit hier ? Nackt rumlaufen, oder was ?“ Sie blickte mich streng an und gab mir einen Gutschein über 50.- Euro, damit ich mir das Notwendigste kaufen konnte. Ich war jetzt trotzig. „Den können Sie sich in den Hintern stecken“ entfuhr es mir. Das wollte ich gar nicht sagen, es rutschte einfach so heraus. Wirklich.
Naja, liebes Tagebuch, du kennst mich ja mittlerweile. Eins führte zum anderen und jetzt steh ich bei der Fluggesellschaft auf der „Schwarzen Liste“.
Mittlerweile wurde mir auch ein Koffer zugestellt, allerdings ist das nicht meiner. Ich vermute, er gehört der Gabel-Dame....
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