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von thatisntme
erstellt: 20.06.2006
letztes Update: 13.08.2008
Geschichte, Romanze / P16 Slash
(fertiggestellt)
@ Grafie: Hab am Schluss noch ein paar Absätze dazu geschrieben, also wäre es besser du ließt das Pitel noch fertig.
4.Kapitel: The journey: From turning pink and embarrassing situations
Rauchend und die Haare zersausend sitze ich im Nichtraucherabteil des kleinen Restaurants, das sich gleich gegenüber unseres Hotels befindet und in dem ich mich vor geschlagenen 5 Stunden verschanzt habe, um nur nicht der einen Person zu begegnen vor der ich mich heute morgen so schrecklich blamiert habe. Klar, sie würde kichern, es lustig finden und würde es dann vergessen. Sie würde nicht ständig daran denken, sie würde mich ein paar Mal damit aufziehen und es wäre wieder vergessen. Als sei es nie passiert. Aber in meinem Kopf läuft diese peinliche Szene wie eine Endlosschleife immer wieder ab. Immer und immer wieder sehe ich es. Dieses Szenario des Grauens... Was überhaupt los ist? Muss ich das sagen?
Ich schätze schon... Okay. Heute morgen: Ich lag verschwitzt in meinen Bett, von Alpträumen geplagt Maria könnte herausfinden was ich für sie empfinde, war gerade am Aufwachen und freute mich auf einen Tag gemeinsam mit dem Inbegriff der Sehnsucht in Form von Maria. Na ja, jedenfalls schrillte mir der Wecker ins Ohr, da ich Idiotin vergessen hatte die Weckfunktion an meinem Handy für diesen Tag auszuschalten.
Ich hab den Ton also abgewürgt und hoffte, dass ich Maria nicht ungewollt geweckt hatte, die am Tag zuvor in aller Ruhe neben mir eingeschlafen ist. (Nur so nebenbei: Im Schlaf murmelt Maria oft unverständliches Zeugs vor sich hin und schläft dann mit offenem Mund weiter. Sie sabbert dann immer auf das Kissen... Normalerweise finde ich so etwas ja nicht sehr berauschend, aber als ich das gesehen habe, wollte ich nichts anderes als dieses verdammte Kissen zu sein!) Ich drehte mich also auf die Seite und erlitt schon einmal den ersten Schock des Tages. Maria lag nicht mehr da! Da war nur die Decke, die halb auf dem Bett, halb auf dem Boden lag und das angesabberte, feuchte Kissen, das ich mir (so eklig das auch klingen mag) ans Gesicht drückte, nur wenige Augenblicke nachdem ich begriffen hatte, dass Maria wohl ein Bad nahm oder duschte und ich alleine mit ihrem Kissen war. Wenige Sekunden später habe ich es auch schon wieder beschämt zurück an seinen Platz gelegt, kam ich mir doch irgendwie schäbig vor, so etwas hinter Marias Rücken zu machen. Ich kam mir irgendwie wie ein Perverser vor, der fremde Frauen beim Duschen beobachtete. Ich streckte mich, sah auf die Uhr und dachte mir, dass ich doch ruhig schon mal aufstehen könnte. Nur mal kurz ins Bad schauen, bevor man frühstücken geht. Nicht, dass ich noch einen Blick auf Maria werfen wollte, wenn sie noch nasse Haare hatte und sie den Duft von Rosen verströmte. Nein, nein, ich doch nicht, ich war ein unschuldiges Lamm unter Gottes Händen.
Ich klopfte an die Badezimmertür.
„Maria? Bist du da drinnen? Kann ich reinkommen?“ Natürlich wäre ich gerne einfach hineingestürmt, aber die Gefahr, dass Maria noch immer duschte war mir zu groß, wollte ich doch nicht wie ein geiferndes Männerwesen über sie herfallen. Ja, ganz recht, nicht nur Männer sind schwanzgesteuert. Auch ich denke oft nur mit meiner Libido, wenn ich die Gelegenheit dazu habe. Und eine nackte Maria wirkt auf mich nun mal so, wie das Angebot eines Dreiers mit Angelina Jolie und Paris Hilton auf einen Mann.
Ich hörte ein dumpfes „Ja, schon okay.“ und betrat frohen Mutes das Bad, schloss aus Gewohnheit heraus hinter mir die Tür. Ich blickte auf, suchte mit meinen Blicken Maria. Die ich auch sofort fand. Da stand sie, mitten im Raum, vor einem großen Spiegel und kämmte sich ihre langen Haare. Das Handtuch, das doch eigentlich ihren Körper hätte bedecken sollen, lag über dem Waschbecken und ich hatte freie Sicht auf ihren Körper. Natürlich, ich kannte ihren schönen Körper, doch waren mir zwei Dinge schon immer verborgen geblieben. Und nun... waren sie ganz einfach da. Ich konnte sie sehen! Ihren Busen, der noch nicht das kleinste Anzeichen der Schwerkraft zeigte, war er doch straff und fest, sah weich aus und schien so perfekt ausgeformt, dass ich mir mit meinen Superminidingern regelrecht hässlich vorkam. Oh Gott, ich konnte es sehen! Ihre Brustwarzen waren hart und am liebsten hätte ich mich auf sie gestürzt und die Wasserperlen die an ihren Rundungen herabrannen aufgeleckt. Und natürlich konnte ich auch DAS sehen. Geschockt und mich gleichzeitig im 7. Himmel wähnend starrte ich auf Marias Intimbereich. Sekundenlang betrachtete ich sie. Dieses wunderschöne Wesen, das da stand und mir die Ehre erwies sich mir in all seiner Pracht zu zeigen. Am liebsten wäre ich gestorben.
„Ähm... Carry? Ist etwas nicht in Ordnung mit Ihnen?“, verwirrt sah Maria mich an, während ich noch zwischen den beiden Möglichkeiten über Maria herzufallen oder vor ihr wegzurennen schwankte. „Carry?“
Als hätte mich ihre Stimme plötzlich aus meiner Starre befreit, blickte ich ihr in die Augen, war schockiert über mein eigenes Verhalten und drehte mich hastig um, wollte nur noch weg von diesem verführerischem Anblick. Also sprintete ich los, wie ein Weltmeister. Das da noch diese hinterhältige Tür war, die ich zuvor geschlossen hatte, war natürlich an mir vorbeigezogen und ich rannte mich Karacho dagegen. So lag ich dann da, mit schmerzverzerrtem Gesicht und wimmerte etwas wie „Scheißtür“ oder „Warum immer ich?“ vor mich hin. Doch kaum, dass ich Carrys nackten Oberkörper über mich gebeugt sah setzte ich mich ruckartig auf, schlüpfte unter Carry durch und riss die Tür auf, um durch eben jene zu verschwinden. Mit hochrotem Kopf sprintete ich also los, raus aus dem Zimmer, raus aus dem Hotel, rein in dieses kleine Restaurant, wo mich jeder anstarrte als sei ich eine kleine Irre die aus ihrer Gummizelle ausgebrochen ist. Durch mein kopfloses Handeln hatte ich vergessen, dass ich weder frisiert noch richtig angezogen war. Ich hatte bloß ein Tankshirt und Männerboxershorts mit kleinen Bärchen drauf an.
Und genau diese Sachen trage ich noch immer. Bedient werde ich allerdings erst, seit ich gefragt habe ob ich telefonieren kann. Ich habe einen meiner New Yorker-Freunde angerufen, er solle verdammt noch mal herkommen und viel Geld mitnehmen, wenn er seines Lebens noch froh werden wollte. Besagter Freund ist auch gleich vorbeigekommen, brauchte er doch sowieso noch einen Kaffee, da er gerade von einer seiner nächtlichen Bekanntschaften kam. Ich habe mir 200 Dollar ausgeliehen und trank mit ihm Kaffee, hörte mir seinen sehr detaillierten Bericht über seine sehr wilde Nacht mit einer wildfremden Stripperin an und schickte ihn dann mit den Worten „Ich brauche jetzt Ruhe.“ nach Hause, wo er vermutlich gleich seine nächste „Bekannte“ anrief. Die Frage, weshalb ich denn so fertig aussähe habe ich gar nicht erst versuch zu beantworten.
Und nun, da die Kellner mitgekommen hatten, dass ich mich sehr für ein hohes Trinkgeld einsetze kommen sie beinahe jede Minute bei meinem Tisch vorbei und fragten ob ich denn noch etwas haben wollte. Ja, die Kellner sind jetzt nett, aber dafür gaffen die Gäste umso mehr. Als sei ich ein Alien. Und seit mir so ein Schmalspurmacho mit einem Anmachspruch à la „Hey, Süße, darf ich deine Brustwarzen zwirbeln?“ gekommen ist, habe ich leider auch realisiert, dass ich auch keinen BH trage und man durch den weißen, dünnen Stoff so gut wie alles durchsieht. Schon wieder ein peinliche Situation... Wieder ein roter Kopf und wieder das dumme Gefühl ein Idiot zu sein. Es ist jetzt schon 15:00 Uhr... Und ich sitze noch immer hier und trinke Kaffee. Wahrscheinlich habe ich mittlerweile nicht mehr rotes, sondern dunkelbraunes Blut, dass meinem Herzen bald den Stillstand verschafft. Wäre doch eine tolle Art Suizid zu begehen. Und eine wunderbare Schlagzeile gäbe das auch. Ich sehe es schon vor mir. In allen Zeitungen würde es stehen. „Designerin Carry Martins hat sich mit Kaffee zu Tode gesoffen“
Okay, die Chance mich hier und jetzt tot zu trinken ist nicht besonders groß, wenn ich nicht endlich auf Hochprozentiges umsteige. Und genau das tue ich jetzt! Ich winke den Kellner herbei und bestelle mir Whisky, wobei mich jener Kellner mit einem Blick ansieht, der mir nur allzu sehr verdeutlicht, dass mich hier jeder für irre hält. Ein schöner erster Eindruck den ich hier hinterlasse. Irrer Gummizellenflüchtling, der kein Geld mithat und es sich erst von jemandem bringen lässt, wobei er nur Kaffee trinkt um plötzlich am hellichten Tage auf Whisky umsteigt und noch dazu trägt er seine Schlafkleidung und riecht auch noch sehr nach „Ich habe schon seit 2 Tagen nicht mehr geduscht, obwohl ich viel geschwitzt habe“.
Ja, ja, ich glaube ich habe es geschafft. Würde es einen Oskar für Peinlichkeiten geben, dann hätte ich mir den für das nächste Jahrzehnt schon gesichert. Und bis dahin passieren mir sicher auch noch ganz viel andere peinliche Dinge, mit denen ich dann die restlichen Jahrhunderte alle Peinlichkeitspreise absahnen werde. In diesen, und ähnlichen Gedanken vertieft habe ich das Erscheinen eines wunderschönen Engels in diesem Restaurant gar nicht bemerkt. Erst als sie mir die Hände auf die Augen legt und mir leise ins Ohr flüstert „Wir haben Sie schon überall gesucht, Carry.“, drängt sich mir diese Tatsache auf und ich könnte mich wieder einmal ohrfeigen, für meine eigene Dummheit, nicht einmal auf meine Umwelt zu achten.
Ich weiß nicht was ich sagen soll, angesichts dieser immer noch sehr peinlichen Situation. Maria setzt sich mir gegenüber hin. Sie hat ein langes Sommerkleid an. Sehr tief ausgeschnitten und tailliert. Sie ist wunderschön. Es ist sicher ein erbärmliches Bild das ich abgebe, neben dieser wunderschönen Frau.
„Sie sollten wieder zurück kommen. Es machen sich schon alle Sorgen, außerdem ist morgen der Beginn der Modenschau. Wir haben noch so viel zu tun und ohne sie funktioniert da einfach nichts.“, während Maria spricht legt sie eine ihrer Hände quer über den Tisch auf meine und drückt sie sachte.
„Ich weiß nicht wieso sie so weggerannt sind, ob sie irgendwelche Probleme haben oder so, aber es ist wichtig, wie brauchen sie. Sie müssen doch noch ein paar Kleider anpassen, außerdem will der Organisator der Modenschau noch etwas mit ihnen besprechen. Dazu kommt, dass wir heute noch die Generalprobe haben. Maria, ohne sie geht das alles nicht und es ist schon so spät. Es tut mir Leid, wenn es herzlos klingt, aber wir können jetzt keine Rücksicht auf persönliche Probleme nehmen, wir müssen sowieso schon bis tief in die Nacht hinein arbeiten, selbst wenn sie jetzt sofort aufspringen würden und zurückkämen. Also, bitte kommen sie wieder zurück. Wenn sie wollen können sie mir auch von ihrem Problem erzählen, ich werde ihnen zuhören, aber bitte, bitte, kommen sie zurück.“
Ich atme erleichtert auf. Maria denkt nicht einmal an die Peinlichkeiten, die da vorgefallen sind, sondern nur daran, dass etwas mit mir nicht stimmen könnte. Sie macht nicht einmal Witze, denkt gar nicht daran mich zu verspotten, wegen meiner trotteligen Reaktion, auf ihre Nacktheit.
„Schon gut, ich komme wieder zurück. Es war auch nichts weiter, ich war nur... ich weiß nicht... etwas komisch heute.“, verlegen kratze ich mich am Hinterkopf, sehe an Marias Gesichtsausdruck, dass sie mir nicht glaubt. Ich erhebe mich stumm, um ja nicht länger in diese zweifelnden Augen zu sehen, die mich drängen die Wahrheit zu sagen. Ich lege das restliche Geld auf den Tisch und verlasse stumm das Restaurant, wobei mich wieder einmal jeder anstarrt wie eine Irre. Maria folgt mir, ebenfalls schweigend. Und so gehen wir zurück ins Hotel, wo mich nun eine Menge Arbeit erwartet...
tbc.
thati
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