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Day of smiles
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von thatisntme    erstellt: 20.06.2006    letztes Update: 13.08.2008    Romanze / P16 Slash    (fertiggestellt) 155 Reviews
Kommi: AHH! Danke Lurzti und Despi!! Bin froh das das jemand liest! (bei despi wusst ichs zwar... abba trotzdem, danke!)
Hab mich extra für dich angestrengt despi, will dich ja nicht jammern hören, wenn wir morgen streichen. XD


2.Kapitel: Day of smiles

Begrüßen. Lächeln. Fragen stellen. Verabschieden. Gedanklich von der List streichen.
Das geht schon den ganzen Tag so. Die Models kommen und gehen. Sie laufen in perfekter Modelmanier durch den Raum, lächeln, versuchen freundlich, sexy und schüchtern zugleich zu sein. Und ich lächle zurück, langweile mich gedanklich und wünsche mir eine Flasche Whiskey, die ich mit einem Zug leeren würde, stünde sie hier. Mir tun alle Glieder weh und wenn ich auf die lange Liste vor mir sehe wird mir schlecht, macht es mir doch bewusst, dass da noch über hundert Models sind, die darauf warten von mir angesehen, für gut befunden und angenommen zu werden. Leider ist das nicht so leicht, wie es sich anhört. Mir zu gefallen ist schwer, ist es doch nicht das Äußere das mich fasziniert, nicht das was mir entgegenstrahlt.
Nein. Ich will das sehen, was sich unter all dem Make-up verbirgt, will in flammende, stolze Augen sehen und will Schönheit sehen die von innen heraus durch die Haut dringt und den Betrachter in stiller Demut versinken lässt. Das ist es was ich suche, keine seelenlose schöne Puppe. Ich will Charisma. Ich will all das, was mir keiner der bisherigen Mädchen geben konnte.
„Gut, danke für ihren Einsatz.“, Verabschieden. Lächeln. Durchstreichen.
Kaum, dass die eine draußen ist, kommt die andere schon herein. Ich schreibe mir eine kleine Notiz, von wegen, nie wieder Zeitungsausschreiben für Modelcastings, sehe nicht auf, höre nur leise Schritte, die langsam und beherrscht vollführt werden.
„Guten Tag, ich bin Maria Valentinio.“, eine angenehme Stimme, muss ich schon sagen. Nicht sehr hoch, sondern angenehm tief, nicht zu sehr, aber sehr sexy. Ich hebe meinen Blick, will mein diplomatisches Lächeln aufsetzen, als mir im gleichen Moment alle Gesichtszüge gefrieren. Dort steht sie. Mein Model. Sanfte tiefgrüne Augen, die dennoch stark und stolz zu sein scheinen. Ihre Körperhaltung strahlt Stolz aus und ihr wallendes taillenlanges Haar schmiegt sich an ihren Körper. Ich sehe auf ihren kleinen, schönen Busen. Sehe, dass sie ein wenig zu viel an den Hüften hat, nicht viel, aber dennoch zu viel um bei anderen Designern als Model engagiert zu werden. Ihre vollen Lippen sind rot, stark durchblutet, denn Make-up trägt sie keines. Wunderschön.
Räuspernd rutsche ich in meinem Stuhl herum, fühle mich mit einem Mal unheimlich dämlich, dass ich sie angestarrt, ja, regelrecht angesabbert, habe.
„Gut, dann beginnen wir mit de Fragen... Warum wollen sie für mich Modeln?“, eine Stimme zittert hörbar und ich bin furchtbar nervös. Als ob ich sie darum bitten würde für mich zu modeln, als dass sie mich bittet für mich modeln zu dürfen.
Maria spricht. Und sie spricht Worte die für mich das höchste Lob sind.
„Ihre Kleider gefallen nicht jedem, aber sie gefallen demjenigen der sie trägt, deshalb will auch ich sie tragen.“
Ich schweige. Wieder ein Räuspern. Weiter im Text.
„Haben sie früher schon einmal gemodelt?“
„Ja, ein, zwei Mal, aber man hat mir ansonsten immer gesagt, ich sei nicht dafür geeignet, weil ich 1, 2 Kilo zu viel habe und ich mich weigerte meine Haare zu schneiden.“
Ich nicke stumm.
„Zeigen sie mir ein paar Schritte.“
Und Maria tut es. Sie läuft durch das Zimmer. Nein, sie schreitet viel eher. Wie ein Engel der sich auf die Erde herniederlässt um die Menschen mit seiner Anwesenheit zu beglücken.
Ich lächle, verabschiede sie und mache in Gedanken einen roten Kreis um ihren Namen.
„Maria...“, hauche ich lautlos, mit verträumten Blick. Dass bereits eine weitere Bewerberin den Raum betritt bemerke ich nicht einmal...


tbc.
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