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von thatisntme    erstellt: 20.06.2006    letztes Update: 13.08.2008    Geschichte, Romanze / P16 Slash    (fertiggestellt)
Titel: The Girl I love

Disclaimer: MEINS!! ALLES MEINS!!

Kommentar: Slash ist ja mein Lieblingsthema, aber mit zwei Frauen hab ich sowas noch nie geschrieben.
Deswegen: Vielen Dank an desperateteenager die mich dazu gebracht hat eine Frauenslash zu schreiben, die sowieso viiieeel zu wenig vorhanden sind. ^^



1. Kapitel: Carry Martins

Designerin. Das ist der Traumberuf so vieler Mädchen, so vieler junger Frauen... und ich habe das Glück diesen Beruf ausüben zu können. Ich verbringe meine Tage damit Kleider zu entwerfen, hektisch Stoffkataloge durchzublättern, zu nähen, zu messen und letztendlich nervös bei meinen eigenen Modeschauen hinter dem Vorhang stehen und mitfiebern, dass auch nichts schief geht. Es gibt viele Menschen die mich um dieses Leben beneiden, habe ich es doch schon im Alter von 19 Jahren zu einer der Neuentdeckungen in der Modewelt gebracht. Und es gibt viele Menschen die mich nicht verstehen. Denn, in dem Wissen, dass ich auch in der obersten Liga spielen könnte, betreibe ich in New York eine kleine Boutique, für die ich den Großteil meiner Kleider entwerfe und nur einen kleinen Teil für die großen Modeschauen.
Doch ich kann sehr gut von meiner Boutique leben. Viele betuchte Frauen und auch Männer kommen in mein Geschäft um sich ein Kleidungsstück der Marke "Carry Martins" zu besorgen. Mein Name ist einer der besten Tipps die es in dieser Millionstadt gibt. Ich lebe, vom beruflichen Aspekt gesehen, meinen Traum. Und dennoch... es gibt Wünsche, Sehnsüchte, die bis jetzt unerfüllt blieben.
Mein Liebesleben... Es ist ein einziges Trauerspiel. Egal wie viele Männer mich wollen... ich will sie nicht. Für mich sind Frauen das einzig ware. Ein Mann ist für mich ein guter Freund, ein Kumpel, aber nicht mehr. Es ist nicht so, dass ich sie nicht attraktiv finde, nein, um Himmels Willen nicht. Aber ich fühle mich nicht zu ihnen hingezogen. Sie sind für mich oft etwas Schönes. Schön zum ansehen, etwas woran man vorbeigeht und sich denkt "Wow!", aber mehr nicht. Männer sind nichts wonach ich mich sehne. Ich will keinen von ihnen lieben, oder mit ihm Sex haben. Nein, das könnte ich nur mit einer Frau. Nur leider... ich habe einfach kein Glück was Frauen angeht. Es mag sein, dass ich schon mit einigen geschlafen habe, wenn ich ehrlich bin sogar schon mit sehr vielen, aber es war noch nie jemand dabei in den ich mich haltlos verlieben konnte. Niemand der mir mehr als alles andere in der Welt wichtig war. Vor drei Jahren war ich beinahe am verzweifeln, dass ich mich nie verlieben würde, dass ich nie jemanden finden würde, mit dem ich mein Leben verbringen wollte.
Bis sie kam... Maria Valentinio. Sie ist Italienerin. Sie spricht Englisch sehr gut, aber sie hat auch noch dieses niedlichen Akzent, der mich immer wieder zum Lächeln bringt. Anfangs war sie für mich nur eine von vielen. Natürlich bewunderte ich ihre Schönheit und natürlich freute ich mich darauf Kleider für sie zu entwerfen. Sie ist nicht das typische Model. Ein gewöhnliches Model kann alles tragen, es sieht immer gut aus. Bei Maria ist das nicht so. Sie kann keine knielangen Röcke tragen, außer es sind Faltenröcke, alles andere lässt ihre Beine aber irgendwie klobig aussehen, obwohl sie dünn und fragil sind. Sie kann auch auf Grund ihrer taillenlangen Haare nicht jedes Oberteil tragen, da ihre Haare oft ein Muster verdecken, dass ich aber unbedingt zur Schau stellen will. Und die Haare zusammenzubinden oder hochzustecken, dass wäre Frevel an ihrer wunderschönen Haarpracht. Von Abschneiden will ich gar nicht erst sprechen liebe ich diese wunderschönen schwarzen Haare doch viel zu sehr, als dass ich sie missen möchte. Maria ist ein sehr sanfter Mensch, scheint manchmal sogar viel zu zart für dieses harte Bussiness zu sein. Aber sie hält durch. Als sie vor drei Jahren auf mich stieß hatte sie bereits schlechte Erfahrungen mit anderen Designern gemacht. Denn nur wenige wollten sie haben, da sie einfach nicht der Prototyp eines Models ist. Und sie hat auch ein gesundes Körpergewicht. Sie sieht nicht aus, wie eine dürre Frau, nein sie sieht dünn, aber nicht zu dünn aus. Und auch das passte den Designern oft nicht. Im Gegensatz zu mir, die alle ihre Kleider den zugehörigen Models anpasst, fertigen die meisten Designer die Kleider nach ihren Wunschmaßen an und die Models müssen dann einfach reinpassen. Ich hingegen mache Mode für alle. Nicht nur für einen bestimmten Typen. Ich habe Models die teilweise auch 70 Kilo wiegen und die dennoch in meinen Kreationen wir Königinnen wirken. Ich will von jedem Typ einige Models. Es ist eine Herausforderung einer Frau mit zu breiten Hüften ein Kleid auf den Leib zu schneidern, dass sie am liebsten nie wieder ausziehen möchten. Und am schönsten ist es für Maria Kleider zu entwerfen.
Für sie habe ich schon so gut wie alle Arten von Kleidung entworfen und geschneidert.Von märchenhaft bis gruselig, habe ich schon beinahe alles durch. Am schönsten sind die Gothic-Lolita Kleider die ich letztes Jahr für sie geschneidert habe, als wir  in Paris eine Modenschau hatten.
Dennoch, obwohl ich erkannt habe, dass sie das perfekte Model für mich ist, ich habe einige Monate gebraucht, bis sie wirklich lieben lernte. Sie war für mich ein tolles Model, ein freundlicher Mensch, aber nicht mehr. Erst mit der Zeit, als ich ihr lieblichen Kichern, ihre chronische Tollpatschigkeit und ihren unterentwickelten Humor kennen lernte, ist sie für mich ein Mensch geworden in den ich mich verlieben konnte. Ich habe viele Geschichten über ihre Familie in Italien gehört, habe erfahren wie sie zu dem Leben im Allgemeinen steht und was sie mag und was sie hasst. Sie hat mir von schlechten und guten Erfahrungen erzählt und dass sie meine Kleider mochte.
"Sie haben nicht nur ein schönes Aussehen, nein, sie besitzen auch eine Seele, die ich bei vielen anderen Kleidern vermisse. Du steckst einfach all deine Leidenschaft in sie und das ist es, was ich so gerne habe.", das hat sie gesagt. Ich wurde rot und sie hat gekichert. Danach musste ich leider zu Selina, eines der kleineren Models, um ihren Rock noch ein wenig zu kürzen.
Aber Marias Lob... es zählt für mich mehr, als das Lob von Lagerfeld, Versace und Co. Es ist als ob mein Herz zerspringen würde vor Glück, wenn sie sich über einen meiner Entwürfe freut und mich noch drei Mal fragt, ob das wirklich für sie gedacht sei. Man kann sagen was man will, aber es stimmt... ich bin verliebt. Nur glaube ich kaum, dass meine Liebe erwidert wird. Denn Maria verhält sich in meiner Gegenwart wie immer, während ich meistens unkontrolliert viel und lange Lächle und meine Hände schrecklich zittern. Sie hingegen ist ruhig, freundlich und so wie immer. Und das tut mir weh. Manchmal sogar so sehr, dass ich nur in meinem Bett liege und laut schreie und weine zugleich. Oft habe ich daran gedacht Maria rauszuschmeißen. Aber ich kann es nicht. Es ist mir unmöglich sie zu ignorieren, ist sie doch das Model nach dem ich so lange gesucht habe und das schließlich zu mir gefunden hat. Also bleibt es so, wie es ist. Wir sind Freunde. Designerin und Model. Nicht mehr und nicht weniger. Eine Wahrheit die mehr schmerzt als tausend Lügen.


tbc.


thati

PS: Würde mich über Kommis sehr freuen!!!
 
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