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von gugi28    erstellt: 13.06.2006    letztes Update: 13.06.2006    Geschichte, Romanze / P18 Slash    (fertiggestellt, keine anonymen Reviews)
Draco Malfoy befand sich, wie jeden Morgen, in der Hütte, um für den heutigen Abend alles vorzubereiten. Diesmal hatte er die Übungsstunde mit seiner Partnerin Pansy ausgelassen, da sie den Tanz perfekt beherrschten. Müde hielt er in seiner Tätigkeit inne, schlenderte zum Fenster und sah in den nassen Regentag hinaus – seufzte. Ein Blick auf seine Uhr zeigte ihm, dass es langsam auf Mittag zuging. Ob Potter heute auch kommen würde? Oder hatte ihn sein Mut verlassen? Irgendwie kam er heute nicht zur Ruhe, eine gewisse Unruhe herrschte in seinem Inneren. Diese zog ihn mehrmals an diesem Morgen zum Fenster, aus dem er in voller Erwartung hinausblickte – keine Menschenseele ließ sich blicken.

Dann hielt er inne, schnaubte und schüttelte den Kopf: Zur Hölle mit Potter! Doch dann…

„Malfoy! Wenn du da bist, zeige dich mir!“ Draco hielt in seiner Arbeit inne, erstaunt lief er zum Fenster und grinste teuflisch.

„Na wer hätte das gedacht?“ knurrte er vorfreudig und schon begab er sich zur Türe, öffnete sie.

„Sieh mal einer an! Potter ist wieder hier! Wie komme ich zu…“ Weiter kam er nicht, da Harry wütend auf ihn zustapfte, ihn beiseite stieß und den Regenschirm in die Ecke pfefferte. Mit hoch gezogener Augenbraue schloss Draco die Türe, drehte sich um und sah einem wütenden Harry Potter ins Gesicht.

„Ja, ich würde gerne Tanzunterricht nehmen. Aber den Scheiß von gestern will ich nicht mehr wiederholen, verstanden? So eine Show kannst du mit jemand anderen abziehen, nicht mit mir! Also? Wie sieht es aus? Kannst du mir die Standardtänze beibringen oder sollte ich den Tanzkurs, der im Hauptquartier angeboten wird, belegen?“ forderte er ihn mit blitzenden Augen und vor der Brust verschränkten Armen auf, Draco fing zu grinsen an.

„Wenn du es möchtest?“ zuckte er einfach die Schultern und begab sich zum Plattenspieler. Erleichtert stellte Harry fest, dass heute ein anderes Musikstück an der Reihe war, langsam entspannte er sich. Draco kam mit ernster Miene auf ihn zu, zog Harry fest an sich, dieser riss die Augen auf.

„Malfoy! Was hatte ich gesagt!“ blaffte er ihn panisch, mit weit aufgerissenen Augen an, Draco fing leise zu lachen an und zog ihn noch dichter an sich.

„Sei doch nicht so prüde, Potter! Sollte es ein Fehler gewesen sein, dich herein zu lassen? Hast du tatsächlich Schiss, nachdem dir gestern einer abging?“ schnarrte er gehässig, Harry stemmte seine Hände gegen Dracos Brust und schnappte empört nach Luft – wurde rot im Gesicht.

„Das reicht! Lass mich los, Malfoy! Es war ein Fehler, wieder hierher zu kommen!“ wehrte er sich weiterhin, doch Draco ließ ihn nicht los.

„Das sehe ich anders, Potter. Wo ist wohl dein Gryffindormut geblieben?“ raunte er ihm zu, Harrys Wangen waren knallrot.

„In Hogwarts“, gab er unwirsch zu, Draco war kurzzeitig verdutzt – dann fing er zu lachen an.

„Du bist erbärmlich, Potter!“ lachte er weiter und zog Harry abermals fest an sich, wiegte ihn im Takt der Musik umher. Harry fluchte, wollte sich befreien, doch Draco umschlang ihn mit beiden Armen und hielt ihn weiterhin eng an sich gedrückt. Langsam gab Harry es auf, da er sich sehr wohl in Dracos Armen fühlte, es aber nicht zugab. Draco merkte, dass der Widerstand nachließ, fing an, sich richtig mit Harry zu bewegen. Abermals rieben sie sich aneinander, wieder einmal presste Draco seine Nase in Harrys duftendes Haar. Der Moment kam, in dem sie in der Musik versinken wollten, als plötzlich die Türe aufgestoßen wurde.

Beide fuhren auseinander: Draco allerdings handelte schneller.

„Oh Mann! Potter! Du kannst absolut nicht tanzen! Was sagte ich gerade? Rechts vor, dann Schritt links, einer zurück, Schritt rechts! Das kann doch nicht so schwer sein! Und wo waren deine Arme? Stolpern ist out, Potter!“ schnarrte er ihn an, fasste nach seinen Händen und hielt ihn auf Abstand. Harry blinzelte verdutzt, entschuldigte sich sogar kleinlaut und ließ sich von Draco führen.

„Harry?“ sprach Samantha ihn an, Dudley stand der Mund offen. Draco seufzte, ließ Harry los und musterte die beiden Eindringlinge mit kühlem Blick. Harry wurde bewusst, dass die beiden ihm anscheinend gefolgt waren – Samantha war ja eine Hexe. So hatte sie sich sicherlich gemerkt, wie sie die Brücke beim Wasserfall herbei rufen konnte. Und Draco wurde klar, dass er die Türe nicht richtig zugedrückt hatte. Folge dessen musste sie einen Spalt weit offen gestanden haben, somit den Aufenthaltsort der Hütte preisgegeben haben – verdammt!

„Was macht ihr denn hier? Und wer seid ihr überhaupt!“ ging Draco sie hart und eiskalt an, beide zuckten zusammen.

„Ähm, ich heiße Samantha und das hier ist Dudley, Harrys Cousin“, gab Samantha kleinlaut von sich, Draco wirbelte herum und starrte Harry an.

„Du bist mit deinen Verwandten hier, Potter? Muggel?“ konnte er nicht glauben, Harry nickte grimmig.

„Ja, na und? Ich mache mit ihnen Urlaub, Dumbledore wollte es so. Und bisher hatte ich es noch nicht bereut, also spar dir deine gehässigen Worte!“ zischte er zurück, Draco sog scharf die Luft ein und drehte sich wieder den Besuchern zu.

„Wie auch immer – ihr habt hier nichts verloren! Das hier ist eine private Tanzstunde und…“, belehrte Draco die beiden, Samantha ging nicht darauf ein.

„Harry? Du willst tanzen lernen? Wieso hast du nie etwas davon gesagt? Du hättest doch bei uns mittanzen können!“ verstand sie die Welt nicht mehr.

„Sam – wir sind die einzigen Jugendlichen bei diesem Tanzkurs! Ich kann es Harry nicht verübeln“, gab Dudley gerne zu, Harry wirkte über seine Aussage erstaunt.

„Und die Entscheidung war vollkommen richtig! Außerdem hatte mich Potter als privaten Tanzlehrer gebucht, nur zu eurer Information. Und jetzt – raus hier! Wir sind noch lange nicht fertig! Ihr könnt ihn später ausfragen!“ zischte Draco. Dudley und Sam sahen sich kurz erschrocken an, verabschiedeten sich von Harry und machten, dass sie schnell raus kamen. Bevor Harry etwas sagen konnte, verriegelte Draco die Türe, kam wieder auf Harry zu und nahm mit ihm die Tanzhaltung ein.

„Du wolltest in Standardtänzen unterrichtet werden? Das lässt sich einrichten“, knurrte Draco. Und Harry verstand nicht wirklich, wieso der Blonde auf einmal so sauer war. Weil sie gestört worden waren? Konnte dies der Grund dafür sein? Wie dem auch sei – Draco hielt Wort. Denn in den kommenden Tagen, es regnete noch immer, hielt Draco sich an die Abmachung und lehrte Harry viele verschiedene Tänze. Sie trafen sich meist nach dem Frühstück, eventuell auch noch am Nachmittag. Und obwohl sie nicht viel miteinander sprachen, kamen sie immer besser miteinander aus und lachten ab und zu zusammen.

Wenn man sie genauer betrachtete, dann genossen sie ihr Zusammensein sehr, obwohl sie es nie ansprachen. Es kam auch von Draco kein weiteres Mal zur Sprache, dass er gerne den anderen Tanz weiter geübt hätte. Er hielt sich brav daran, was Harry Potter sich wünschte und erzählte es gegen Abend Blaise, ebenso Pansy. Während Pansy eher genervt darüber war, freute sich Blaise für ihn. Der schwarzhaarige Ex-Slytherin war hier schon als Casanova verschrien, da er alles nagelte, was nicht bei drei auf den Bäumen war. Gut, eine Bedingung stellte er: Es mussten Jungen sein, keine Mädchen.  

°°°°

So zog eine Woche ins Land und Harry freute sich immer wieder, wenn er den Weg entlang ging, um mit Draco eine weitere Tanzstunde hinter sich zu bringen. Irgendwie hatte er das Gefühl, den Blonden von einer anderen Seite kennen zu lernen – und das gefiel ihm. Er gestand sich auch langsam ein, sich immer wohler bei Draco Malfoy zu fühlen, wollte gerne in seiner Nähe sein. Heute war es so, dass er den Blonden überraschen wollte, sich deshalb schon am frühen Nachmittag auf den Weg machte. Normalerweise würden sie sich erst so um 15 Uhr treffen, diesmal war er zwei Stunden zu früh.

Abwartend, heute regnete es endlich einmal nicht und die Hitze machte sich wieder bemerkbar, sah er sich auf dem leeren Platz um und versuchte mit seinen Händen das getarnte Gemäuer zu ertasten. Schließlich gelang es ihm und nach einiger Zeit fand er auch die Eingangstüre. Freudig bemerkte er, dass diese nicht verschlossen war, öffnete sie und trat ein. Wie er schnell feststellte, war niemand anwesend, so verflog sein Interesse – er trat wieder ins Freie. Bei näherer Betrachtung der Umgebung bemerkte er, dass es einen weiteren Weg gab, den man nehmen konnte. Normalerweise lag dieser verborgen hinter der sichtbaren Hütte. Nicht nur einmal hatte sich Harry gefragt, wo Draco und die anderen Jugendlichen ihre Nacht verbrachten.

Die Neugierde siegte, Harry machte sich auf den Weg. Er wollte Draco heute sagen, dass er ihm sehr dankbar war, da er immer Ruhe und Geduld bewahrte, wenn Harry ihm wieder einmal auf die Zehen stieg. Wieso er dieses Bedürfnis hatte, wusste er nicht. Der Waldweg führte bergab, Harry wurde immer aufgeregter. Endlich wurde es lichter, ein kleiner Platz, mit einigen Holzblockhütten, erstreckte sich vor ihm. Der Bach, hinter Holzhütte Nummer sechs, musste das Bindeglied zwischen den beiden Seen sein. Denn ein kleiner befand sich vor den schlichten Feriendomizilen. Harry stieg bereits die Steinstufen hinab, als er innehielt und sich hinter einem Gestrüpp versteckte. Viele der Jugendlichen stürmten aus den Hütten, kreischten, rauften miteinander. Lachend stolperten sie danach, in Badekleidung, in den See hinein, hatten ihren Spaß.

Harrys Herz machte einen Sprung, als er Draco aus der ersten Hütte herauskommen sah. Lächelnd machte auch er sich in Badehosen auf den Weg zum See, lief dann los und sprang in die kalten Fluten. Blaise Zabini war schon darin und als Draco auftauchte, schnappte er sich den Blonden und drückte ihn wieder unter Wasser. Harry fing zu lächeln an, kam aus seinem Versteck hervor und stieg weiterhin die Stufen hinab. Ob sie auf ihn sauer wären, da er ihren geheimen Aufenthaltsort ausfindig gemacht hatte? Plötzlich blieb er erstarrt stehen, sein Grinsen wich. Die Smaragde pinnten sich auf den See, so verfolgte er die unglaubliche Szene.

Draco kam pustend hoch, schupste Blaise und tat bei ihm dasselbe. Als Blaise wieder an die Wasseroberfläche kam, zog er Draco lachend an sich, krallte seine Hand in dessen Haar und zog seinen Kopf näher. Fordernd küsste er ihn auf den Mund und wie Harry erkennen konnte, legte Draco seine Arme um dessen Nacken, zog ihn dichter heran. Und während sie sich küssten, trieben sie Richtung Rand, bei dem sie sich leidenschaftlich ihren Liebkosungen hingaben. Endlich gab Blaise Dracos Lippen frei, widmete sich dessen schönen Hals. Harry sah direkt in Dracos entspanntes Gesicht, der die Augen geschlossen, den Mund offen stehen hatte. Ein heißer Schmerz breitete sich in seiner Brust aus, als er realisierte, dass Draco Malfoy anscheinend mit Blaise Zabini zusammen war. Als würde Draco Blicke auf sich spüren, öffnete er die Augen und riss diese geschockt auf. Blaise ließ von seinem Hals ab, starrte ebenso in dieselbe Richtung, wie Draco es tat.

„Potter?“ hauchte Draco erschrocken, Blaise seufzte. War es Schmerz, der in Harrys Blick zu lesen war? Mit hängenden Schultern machte Harry kehrt und lief die Treppen empor. Draco wollte aus dem See stürzen, doch Blaise hielt ihn zurück.

„Lass ihn, Draco. Erkläre es ihm ein anderes Mal, hm? Zu dumm, dass er uns nun gesehen hat“, bemerkte er leise, Draco schnaufte.

„Scheiße!“ brüllte er los, die anderen Jugendlichen hielten in ihren Wasserspielen inne und starrten erschrocken zum Blonden.

°°°°

Während Harry, so schnell er konnte, wieder zurücklief und sich unbedingt im Meer ertränken wollte, wartete Draco vergeblich am Nachmittag auf seinen Schüler. Auch die Tage darauf ließ sich Harry nicht blicken und obwohl sich Blaise Mühe gab, wirkten seine tröstenden Worte nicht.

„Wie wäre es, wenn du mal zu ihm gehen würdest? Immerhin kam er bisher immer zu uns, er spürte sogar unser Lager auf. Er wollte dich sehen! Jetzt musst du beweisen, dass er es dir wert ist, nach ihm zu suchen“, redete Blaise auf ihn ein, Draco starrte emotionslos aus dem Fenster.

„Es hat keinen Sinn, Blaise. Es ist besser so. Er hat uns gesehen, es war Schicksal“, zuckte er mit den Schultern, Blaise seufzte.

„Dann wäre es nun an der Zeit, die Sachlage zu berichtigen. Meinst du nicht auch?“

Langsam wandte sich Draco Blaise zu und musterte ihn. Nachdenklich blieben seine Augen an dessen Gesicht haften.

°°°°

Samantha und Dudley gaben sich sehr viel Mühe, einiges aus Harry heraus zu bekommen. Sie merkten nur, dass dieser anscheinend Kummer hatte – er wollte allerdings nicht darüber sprechen. Nach dem Mittagessen – es gab Fisch – fühlte Harry sich nicht sonderlich wohl und legte sich in seinem Zimmer aufs Bett. Dudley und Samantha hatten ihren Kurs erfolgreich absolviert, während Dudleys Eltern einen weiteren belegten.

Bevor es zum Strand gehen sollte, an dem sie zu dritt gerne herumhingen, wollte Dudley noch seine Badesachen holen – Sam folgte. Plötzlich hörten sie ein Stöhnen, hielten inne.

„Hast du das gehört?“ wisperte Sam, Dudley nickte.

„Kam aus Harrys Zimmer“, erklärte er, gemeinsam drückten sie die Türe auf.

„Harry!“ Sam eilte näher und bemerkte einen zitternden Harry auf dem Bett liegen.

„Was hat er denn?“ wollte Dudley besorgt wissen, Sam zuckte mit den Schultern.

„Irgendetwas fehlt ihm, Dudley. Hier ist es stickig und heiß, trotzdem ist ihm kalt. Seine Stirn glüht ja regelrecht!“ rief sie ebenso besorgt aus, Dudley wusste nicht, was er tun sollte. Der Arzt kam alle zwei Tage im Hauptquartier vorbei – heute war er leider nicht anwesend. Und seine Eltern konnten sicherlich auch nicht helfen.

„Und was jetzt?“ wollte Dudley sofort wissen, Sam überlegte.

„Vielleicht vertrug er den heutigen Fisch nicht? Ich kann es nicht sagen! Wir… Wir brauchen Hilfe! Wir… Vielleicht kann uns der Blonde helfen, bei dem Harry immer war! Er ist ja auch Zauberer, vielleicht hat er Heiltränke! Dudley, bleib du hier bei ihm, ich beeile mich! Vielleicht finde ich ja diesen anderen Jungen!“ rief sie aus und sprintete aus der Türe.

Dudley hoffte sehr, dass Samantha Erfolg haben würde, da Harrys Gesicht wirklich glühte. Er und Sam hatten heute auf den Fisch verzichtet, ebenso seine Eltern. Konnte es tatsächlich daran gelegen haben? Was wäre wenn? Endlich einmal den richtigen Gedanken fassend eilte Dudley ins Badezimmer und tränkte sämtliche Lappen mit kaltem Wasser. Danach ließ er das kühle Nass in einen Eimer einlaufen. Alles zusammen, transportierte er in Harrys Zimmer – gerade noch rechtzeitig. Als der Eimer neben Harrys Bett stand, stöhnte dieser nochmals auf, öffnete die Augen, beugte sich über den Bettrand und übergab sich. Dudley unterdrückte den Würgereiz, streichelte Harrys Schultern und redete leise auf ihn ein.

Als Harry sich wieder schlaff ins Bett legte, blinzelte er einige Male und nuschelte immer wieder, dass ihm speiübel war. Dudley wischte ihm mit einem Lappen den Mund ab, legte einen anderen auf Harrys Stirn und wartete. Noch nie war die Zeit so langsam vergangen.

°°°°

„Vergiss es, Draco, Harry wird nicht kommen. Du musst schon zu ihm gehen.“ Blaise gesellte sich zu dem Blonden, der wieder einmal aus dem Fenster sah und wartete.

„Blaise! Lass mich endlich damit in Ruhe! Ich werde sicher nicht zu ihm gehen! Immerhin habe ich auch meinen Stolz!“ brauste er auf, Blaise lachte trocken auf.

„Ja – und dieser Stolz wird dich eines Tages zu Fall bringen.“

Plötzlich hörten sie eine aufgeregte Stimme:

„Hallo? Ist hier jemand? Bitte! Ich brauche Hilfe! Harry braucht Hilfe!“

Draco stürzte aus der Hütte, eilte auf Samantha zu, die ziemlich von der Rolle war.

„Wo ist Potter! Was ist mit ihm?!“ zischte er sie an, Blaise folgte gemächlich.

„Ich glaube, Harry hat sich eine Lebensmittelvergiftung zugezogen. Heute gab es Fisch, den ich und Dudley nicht aßen, Harry aber schon. Jetzt ist ihm schlecht und ich bin mir sicher, er wird sich übergeben. Außerdem hat er hohes Fieber. Bitte! Könnt ihr mir helfen? Habt ihr vielleicht Tränke, die ihr mir geben könnt?“

Blaise gesellte sich zu Draco, beide sahen sich an und nickten.

„Wartet hier, ich bin gleich wieder da!“ beeilte sich Blaise zu sagen und lief davon. Draco wirkte nervös und fuhr sich immer wieder durch die Haare. Samantha musterte ihn ein wenig und legte den Kopf schief.

„Wie heißt du eigentlich?“ wollte sie neugierig wissen, der Blonde knurrte sie kurz an.

„Draco Malfoy“, erwiderte er kurz angebunden, Samantha nickte.

„Und wieso kommt Harry nicht mehr zu dir tanzen? Uns sagt er ja nichts! Ist der Kurs bei dir schon zu Ende? Oder hattet ihr Streit? Harry ist in letzter Zeit etwas eigen“, versuchte sie ihr Glück und es wirkte. Draco, der vorhin unruhig auf und abgewandert war, blieb stehen, sah sie überrascht an.

„Eigen? Erkläre mir das!“ forderte er sie auf, Sam seufzte.

„Er verhält sich sehr komisch, eher zurückgezogen uns gegenüber und verliert kein Wort über eure Tanzstunden. Langsam ging es wieder bergauf mit ihm, und trotzdem habe ich das Gefühl, dass ihn noch etwas bedrückt“, erklärte sie, Draco überlegte.

„Was sagst du dazu?“ wollte sie von ihm wissen, Draco sah zur Seite.

„Was sollte ich schon dazu sagen? Es geht niemandem etwas an, wenn Potter nichts über die Tanzstunden preisgeben will“, schnarrte er arrogant, Sam holte tief Luft.

„Nein, das meinte ich nicht. Ich wollte wissen, ob du weißt, was Harry so bedrückt – ob ihr gestritten habt“, sprach sie ihn nochmals an. Draco wollte sie schon zu Recht weisen, als sie eilige Schritte hörten.

„Wir können los!“ rief Blaise aus der Ferne, schloss keuchend zu ihnen auf. Sam eilte voraus, Blaise und Draco folgten. Obwohl Draco natürlich von dem Hautquartier wusste, da auch er sich dort angemeldet hatte, fragte er sich, in welcher Hütte Harry untergebracht war. Jetzt erfuhr er es endlich, denn man wusste ja nie, wofür es gut war. Endlich kamen sie an, die drei betraten gerade Harrys Zimmer. Dudley sprang auf, musterte die beiden Jungen.

„Und wer bist du?“ verlangte er von Blaise zu wissen, der ein charmantes Lächeln aufsetzte.

„Ein Zauberer. Blaise Zabini ist mein Name“ sagte er mit dunkler Stimme, Dudley musterte ihn misstrauisch.

„Auch gut – was ist jetzt mit Harry? Er hat sich schon zwei Mal übergeben“, informierte er die anderen, Draco setzte sich an Harrys Bett und untersuchte ihn oberflächig.

„Wir müssen seinen Körper abkühlen – und zwar rasch! Sonst kann ich ihm nicht den Trank geben, der nur dann wirkt, wenn er kein Fieber mehr hat.“

„Aber wie?“ fragte Sam, Blaise grinste.

Zwei Minuten später lag Harry nackt in Dracos Armen, der ihn ins Badezimmer trug und dort in die Wanne legte. Kaltes Wasser rieselte auf den zitternden Körper, Harry bekam nichts mit, verfiel dem Dämmerzustand.

„Holt Eis! Das Wasser ist nicht kalt genug!“ herrschte Draco die anderen an: Blaise, Sam und Dudley nickten. Als die anderen endlich gegangen waren, nahm sich Draco die Zeit, den nackten Harry genauer zu betrachten. Seine Augenbraue wanderte amüsiert in die Höhe, genüsslich leckte er sich über die Lippen. Ja, das was er sah, gefiel ihm. Harry war schlank, sehr sinnlich und sexy gebaut und seine Länge war auch nicht zu verachten. Draco unterdrückte ein Stöhnen, dies war nicht der richtige Augenblick, um über Gelüste nachzudenken! Dabei dachte er schon so lange an den schwarzhaarigen Jungen, der ihm seit Jahren nicht mehr aus dem Kopf ging.

°°°°

„Hey! Sie! Ja, Sie! Wir brauchen Eis! Viel Eis!“ herrschte Dudley los, als sie einen Kellner antrafen, der die drei verdutzt musterte.

„Und wozu, wenn ich fragen darf?“ fragte er höflich, Blaise knurrte.

„Weil unser Freund sich die Seele aus dem Körper kotzt und das alles nur wegen ihres verdorbenen Fisches! Und der Arzt ist schließlich nicht hier! Er hat Fieber und wir müssen es senken! Da das Wasser nicht kalt genug ist, benötigen wir Eis! Na machen Sie schon!“

Der Kellner nickte sofort, eilte davon und kam Minuten später wieder mit einigen Beuteln an Eis zurück. Dudley schnappte sich diese und sprintete davon. Hätten sie die Zauberstäbe mitgenommen, wären sie nun nicht im Stress – schoss es Blaise durch den Kopf – ebenso Samantha. Und Harrys Zauberstab konnte überall sein.

„Wir brauchen mehr!“ rief Samantha aus, während Blaise ihr mitteilte, dass er den Küchenchef und die Verantwortlichen aufsuchen wollte. Der Kellner brachte noch mehr Eis, Samantha lief mit den Beuteln Richtung Hütte. Blaise keifte den Küchenchef zusammen, auch der Chef kam vorbei und hörte sich Blaise Vorwürfe an. Kleinlaut versprach er, alles in seiner Macht Stehende zu tun, um Harry Potter zu helfen. Kühl teilte Blaise ihm mit, dass sie sich um Harry kümmern würden, doch ihre Nachlässigkeit, in Bezug auf ihren Fisch, würde noch ein Nachspiel haben. Der Kellner drückte Blaise seine letzten Beutel an Eis in die Hand – der Schwarzhaarige rauschte ab.

°°°°

„Hier! Das ist der Rest!“ keuchte Blaise, als er endlich ankam und den Inhalt in die Wanne schüttete. Draco wich nicht von Harrys Seite, scheuchte danach die anderen aus dem Badezimmer und maß Harrys Temperatur. Wie er es erhoffte, verschwand das Fieber und nach einer viertel Stunde konnte er Harry endlich aus der Wanne heben. In einem Handtuch eingewickelt, legte er ihn sanft auf dessen Bett ab – in dem Zimmer warteten auch schon die anderen.

„Und dieser Trank kann wirklich helfen?“ wollte Dudley wissen, Draco nickte.

„Ja, stell dir vor, so ist es“, murrte er nur und flößte Harry den Zaubertrank ein.

„Jetzt müssen wir nur noch warten, Potter wird es bald wieder blendend gehen. Spätestens in zwei Stunden ist er wieder so gut wie neu. Doch sagt ihm nicht, dass ich hier war, verstanden?“ Draco stand auf, sah zwischen Sam und Dudley hin und her.

„Aber wieso…“ wollte Sam wissen, Blaise mischte sich ein.

„Keine Fragen, es ist besser so. Besser für Harry. Draco wird es ihm ein anderes Mal erklären – nicht wahr, Draco?“ wandte er sich an seinen besten Freund, der Blonde murrte leicht.

„Ja“

„Gut! Draco? Ich warte in der Tanzenden Hütte auf dich, einverstanden? Ich richte derweil alles für den Abend her. Bis dann! Dudley? Samantha? Hat mich gefreut, euch kennen zu lernen! Passt auf Harry auf“, nickte er ihnen zu.

„Machen wir, Blaise!“ rief Sam hinterher, da der Schwarzhaarige schon gegangen war. Danach flüsterte sie Dudley zu, dass sie auf der Terrasse warten würde, gab ihm einen Kuss auf die Wange und verschwand. Dudley wurde rot im Gesicht und kniff die Augen zusammen, als er Dracos Musterung bemerkte.

„Was glotzt du denn so, Blondi!“ keifte er ihn an, Draco zischte in die Höhe und baute sich vor ihm auf.

„Nenne mich nie wieder Blondi, Dicker! Was hast du überhaupt für ein Problem? Sei froh, dass dieses Mädchen dich wirklich mag!“ blaffte er zurück, Dudley knurrte.

„Das bin ich auch! Deshalb brauchst du trotzdem nicht so dämlich zu glotzen! Du könntest es auch besser haben!“ gab er ihm zur Antwort, Draco zog eine Augenbraue hoch.

„Wie meinst du das, Dursley?“ schnarrte er, Dudley verschränkte die Arme vor der Brust.

„Von wegen `Privatunterricht´! Ich habe euch beide genau studiert, als wir Harry nachgeschlichen sind und euch ertappten! Du hast dich an ihn rangeschmissen!“ warf er ihm vor, Draco verzog wütend sein Gesicht.

„Was ich mache und was nicht, geht dich einen Scheißdreck an! Und wenn schon! Dann war es eben so!“ schnauzte er Dudley an.

„Bist du schwul? Und was ist mit diesem anderen Typen?“ wollte Dudley sofort wissen, Draco rollte mit den Augen.

„Ja, ich bin schwul! In der Zauberwelt ist dies etwas ganz normales! Und zwischen Blaise und mir läuft nicht mehr als Freundschaft!“

„Das glaube ich nicht so ganz! Irgendetwas muss vorgefallen sein, denn seit einiger Zeit verhält sich mein Cousin sehr eigenartig! So, als wäre er verletzt worden! Ich bin nicht blöd, Blondi! Mir ist sehr wohl aufgefallen, wie dich mein Cousin ansieht! Und obwohl ich ihn bis vor kurzem nicht leiden konnte, ist es jetzt irgendwie anders! Er gehört zu uns und deshalb passe ich auf ihn auf!“ keifte er ihn an.

„Moment: Wie er mich ansieht? Wie meinst du das? Und ich verbiete es dir, mich Blondi zu nennen! Mein Namen ist Draco Malfoy!“ zischte er ihm zu.

„Finde es selber heraus, Malfoy.“

Mit diesen Worten verließ Dudley das Zimmer, knallte die Türe hinter sich zu. Draco setzte sich mit einem Seufzen auf das Bett und studierte den schlafenden Jungen, der nun ruhig im Bett lag.

„Wie sieht es mit deiner Gefühlswelt aus, Potter? Mit meiner nicht besonders gut. Ich komme schwer damit klar. Ob dein Cousin Recht hat? Ich wünsche es mir sehr, denn…“ Draco brach ab, schüttelte den Kopf und wollte sich erheben. Da fing Harry zu stöhnen an, der Blonde runzelte die Stirn. Seine Augen suchten Harrys Körper ab, er machte sich Sorgen. Vielleicht vertrug Harry den Trank doch nicht? Allerdings fiel ihm etwas auf, was ihn grinsen ließ. Nein, der Trank wirkte wunderbar, doch Harry hatte anscheinend einen tiefen und vielleicht auch erotischen Traum! Jedenfalls sah es danach aus, da das Handtuch eine mächtige Beule aufwies. Harry stöhnte wieder auf, es klang lustvoll.

Draco schluckte hart, stand auf, verschloss das Zimmer und kehrte wieder zurück ans Bett. Langsam löste er das Tuch, schlug es auseinander und bestaunte Harrys Prachtkörper. Seine Lenden fingen zu brennen an, als er Harrys harten Stahl wippen sah.

„Oh, Potter“, stöhnte er rau, wusste nicht, was er tun sollte. Harry leckte sich über die Lippen, schlief einfach weiter. Draco war klar, dass er – wenn Harry aufwachte – tot sein würde, doch er wollte es riskieren. So beugte er sich vor, küsste zärtlich Harrys heiße Lippen und liebkoste sie.
Hm, so weich, so wundervoll!

Draco konnte sich nicht beherrschen, küsste einfach weiter. Er musste Harry einfach schmecken, es riskieren. So wanderte sein Mund küssend den Hals entlang, stoppte bei den Brustwarzen. Seine Zunge stupste die Knospen an, ein weiteres Stöhnen folgte. Dracos Augen suchten Harrys Gesicht, zufrieden wanderten seine Küsse weiter hinab. Hände streichelten liebevoll Harrys Seiten, der Mund wanderte weiter. Endlich hatte Draco sein Ziel erreicht und obwohl er bisher eher halbherzig andere Jungen mit dem Mund verwöhnt hatte, wollte er es unbedingt bei Harry tun. Sanfte Küsse benetzten Harrys Innenschenkel, wanderten höher zu seinen Hoden. Dracos Zunge leckte darüber, Harry stöhnte ein weiteres Mal – tiefer – auf. Dracos Herz raste, als seine Zunge über die samtige Länge leckte, die triefende Spitze reizte. Harrys Stöhnen ging in Keuchen über, es machte Draco wahnsinnig!

Genüsslich schloss er seine Augen, umschloss mit seinem Mund die pralle Eichel. Stöhnend saugte er sich daran fest, pinnte dabei Harrys Becken mit eisernem Griff aufs Laken. Langsam schob er seinen Mund voran, Harrys heißes Fleisch fuhr immer tiefer in den Mund hinein, stieß am Rachen an. Draco stöhnte ein weiteres Mal auf, ehe er sich zurückzog, den Stahl abermals verschlang. Anfangs waren seine Bewegungen noch langsam, doch dann traute er sich mehr. Er leckte und saugte, knabberte zärtlich daran. Seine Zungenspitze tänzelte über Harrys nassen Schaft und wieder verschlang er die beachtliche Länge mit vollem Genuss.

Sein Kopf senkte und hob sich immer schneller: Er musste dieses Prachtteil immer und immer wieder kosten! Zufrieden merkte er, dass Harrys Erektion immer härter wurde, das Fleisch pulsierte. Sekunden später bäumte sich Harry keuchend auf, er explodierte. Draco schluckte den Sanft mit Genuss, leckte Harry sauber und zog sich zurück. Keuchend fuhr er sich mit der Zunge über die Lippen, wurde rot im Gesicht und erhob sich rasch. Nicht, dass Potter noch aufwachte und ihn sah! Die Türe war schnell entriegelt, das Handtuch wieder über Harrys Körper geschlagen. Sicherheitshalber sah er sich um, da es auffallen würde, wenn er mit einer mächtigen Beule einer anderen Person gegenüber stehen müsste. Als er aus der Hütte lief, riefen ihm Sam und Dudley hinterher, doch er wollte nur weg von hier.

Verdutzt sahen die beiden dem Blonden nach, ehe sie zu Harry liefen, um nachzusehen, ob alles in Ordnung mit ihm war. Erleichtert sahen sie Harry ruhig im Bett liegen – ein zufriedenes Lächeln lag auf seinen Lippen.

„Was auch immer Blondi mit ihm gemacht hat, Harry tat es gut“, kratzte sich Dudley am Kopf, Sam kicherte.

„Da bin ich deiner Meinung!“

°°°°

Wie Draco es schon vorhergesagt hatte, erwachte Harry zwei Stunden später und fühlte sich so gut wie schon lange nicht mehr. Sam und Dudley erzählten ihm, dass er zusammengebrochen wäre, gekotzt hätte, danach Fieber bekam. Sie berichteten auch, dass Sam sich einen Trank von Draco holte, den sie in der Hütte antraf. Harrys Miene verdüsterte sich, wusste er ja nicht, dass Draco bei ihm gewesen war. Den Rest der Geschichte bekam er ein wenig abgeändert zu hören, denn die beiden wollten nicht riskieren, dass Draco sie einen Kopf kürzer machte.

Eine weitere Stunde später vergewisserten sie sich abermals, ob es Harry gut ging, da dieser gut gelaunt seine Badesachen schnappte und verkündete, dass er zum Meer wollte. So folgten sie ihm und verbrachten einen schönen Nachmittag miteinander.

°°°°

Weitere Tage vergingen, Harry rückte noch immer nicht mit der Sprache heraus. Doch dann hatte Sam Glück, erwischte Harry am richtigen Fuß und zögerlich begann er zu erzählen. Sam hörte zu und nickte immer wieder. Beiden war nicht bewusst, dass Dudley hinter ihnen stand, sie belauschte. Diesmal wollte er nicht als Spanner gelten, machte sich bemerkbar und ließ Harry gleich wissen, dass er kein Problem damit hätte, wenn dieser auf Malfoy stand. Denn er hätte es sowieso bemerkt, damals, als Sam und er Harry und Draco erwischten.

Etwas rötlich im Gesicht, berichtete Harry nun offen von dem, was passiert war – freiwillig. Dudley schimpfte und wollte den Blonden verprügeln, Harry hielt ihn auf.

„Vergiss es, Dudley. Wenn er mit Zabini zusammen ist, dann wünsche ich ihm viel Glück.“

„Das ist er aber nicht!“ verriet sich Dudley, kurz herrschte Stille. Große Augen suchten und fanden sich.

„Oops“, meinte Dudley.

„Wie bitte?“ hakte Harry lauernd nach, Sam verzog ertappt ihr Gesicht.

„Ähm, ich meinte… Sam erzählte mir, als sie Malfoy traf, dass Blaise dabei war. Der holte wiederum den Trank. Sie hatte nicht das Gefühl, dass zwischen den beiden etwas läuft“, redete er sich heraus, Harry dachte darüber nach.

„Stimmt das?“, erkundigte sich Harry bei Sam, die eifrig nickte.

„Sieh mal, Harry. Es kann sein, dass die beiden sich ab und zu miteinander vergnügen. Immerhin sind beide solo, sofern ich es beurteilen kann. Würdest du nicht Spaß haben wollen, wenn du solo wärst? Ich glaube schon, dass Draco sich Sorgen um dich machte. Zumindest wirkte er besorgt, als er mir den Trank übergab. Er erkundigte sich nach dir“, schwindelte sie ein wenig, Hoffnung keimte in Harrys Augen auf.

„Na ja, vielleicht besuche ich ihn wieder. Mal sehen. Immerhin bin ich nicht mit ihm zusammen, da kann er tun, was er will. Vielleicht werden wir auch Freunde?“ gab sich Harry geschlagen.

„Wird schon“, nuschelte Dudley nur und Harry fragte sich, wie es kam, dass sein Cousin sich so veränderte. War es Sam´s Anwesenheit? War es der Zauber dieser Insel?

„Was ist nun? Gehen wir schwimmen?“ schlug Sam freudig vor, da sie zu dritt am Strand, direkt im heißen Sand auf Tüchern, saßen, die Sonne heiß auf sie hinab brannte. Heute war dieser Platz mehr als gut besucht.

„Gute Idee!“ freute sich Harry, schon zog er Brille, Schnorchel und Flossen herbei. Während Sam und Dudley lachend in die Wellen hineinliefen und ihre Luftmatratzen mitschleiften, mühte sich Harry mit seiner Schnorchelausrüstung ab. Fluchend versuchte er in die Flossen einzusteigen und als er dies geschafft hatte, watschelte er Richtung Wasser. Tja, wenn man den Fuß nicht rechtzeitig und vor allem hoch genug hob, stolperte man schon gerne. So geschah es auch Harry, der vorwiegend Sand spuckte und sich mühsam wieder hochrappelte. Irgendwoher erklang ein heiteres Lachen, Harry drehte sich um die eigene Achse und suchte mit seinen Augen die Gegend ab. Danach runzelte er die Stirn, denn niemand schenkte ihm Aufmerksamkeit. Wer hatte dann gelacht? Und wieso war ihm dieses Lachen so vertraut vorgekommen?

Schulter zuckend gab er es auf, watschelte weiter und setzte sich direkt vor die Brandung. Die nächste Welle kam angerauscht, Harry hielt die Brille unter Wasser und benetzte sie somit. Sicherheitshalber spuckte er noch hinein, verwischte den Speichel am Glas und setzte sie auf. Nur gut, dass es auch Taucherbrillen für Brillenträger gab!! So brauchte er seine eigentliche Brille nicht aufzusetzen! Endlich passte sie sich den Gesichtskonturen an, der Schnorchel wurde in den Mund gestopft.

„Hier, Harry!“ winkte Sam aus den Fluten, Dudley versuchte auf die Matratze zu kommen. Nur zu dumm, dass die Matratze sich strickt weigerte, was bei Sam einen Lachkrampf hervorrief – Dudley maulte und schimpfte.

„Hmpf!“ antwortete Harry, mit Schnorchel im Mund konnte man schwer sprechen. Also ließ er es, schmiss sich in die Fluten und schwamm mit kräftigen Zügen zu ihnen hin. Dudley hatte es endlich geschafft sich auf die Matratze zu hieven, während Sam dies schon vor längerer Zeit vollbracht hatte. Harry machte sich zur Aufgabe, Dudley ein wenig abzukühlen und drehte die Luftmatratze um. Dudley schrie auf, platschte ins Wasser und ging gurgelnd unter.

„Ah! Harry! Er bringt dich um!“ kreischte Sam lachend und zeigte auf einen auftauchenden und wütenden Dudley. Harry nickte eilig und schwamm mit kräftigen Zügen davon.

„Wenn ich dich in die Finger bekomme, du Freak, dann setzt es was!“ brüllte Dudley hinterher, doch Harry hob seinen Po hoch und schwups – tauchte er unter Wasser. Seine Beine und zuletzt die Flossen, folgten. Die Unterwasserwelt war wunderschön anzusehen, nur ging Harry langsam die Luft aus, er tauchte auf und stieß Wasser aus dem Schnorchel aus. Erst jetzt erkannte er, dass er ziemlich abgetrieben war, sich in der Nähe eines, aus dem Wasser ragenden, großen Felsens befand. Er dachte nicht lange darüber nach, tauchte nochmals unter und bemerkte unter Wasser den Eingang zu einer Höhle. Neugierig, wie er immer noch war, tauchte er tiefer. Ein kleines Stück schwamm er hinein, Licht strahlte ihm entgegen. So schwamm er weiter, obwohl er fast keine Luft mehr hatte. Gott sei Dank schaffte er es noch rechtzeitig, tauchte auf, riss sich das Mundstück aus dem Mund und schnappte nach Luft.

Danach folgte die Brille, neugierig sah er sich um und blickte danach in den Himmel. Anscheinend war er hier in einem Krater gelandet, denn mittig, wo er sich aufhielt, befand sich nur Wasser. Als er weiter schwamm, spürte er Widerstand unter seinen Füßen, endlich konnte er stehen. Schnorchel und Brille schmiss er weit weg zu, sie kamen sicher auf festem Boden auf. Um das Meerwasser herum, erstreckte sich ein Kreis aus breiter, grüner Fläche. Sogar Sträucher und Blumen wuchsen darauf, Harry fand diesen kleinen Ort wunderschön. Staunend stieg er aus dem Wasser, schnippte – die eigentliche Brille saß auf seiner Nase.

„Hallo, Potter!“

Harry wirbelte herum, stolperte, saß auf seinem Po und verzog das Gesicht.

„Malfoy? Was…“ Harry traute seinen Augen nicht, denn Draco trat aus einem Schatten heraus und musterte den Verblüfften. Auch er trug Badekleidung, nur war er trocken. Wie lange war er schon hier? Dann streckte der Blonde seine Nase Richtung Himmel, die Sonne stand direkt über ihnen.

„Ein schönes Plätzchen Erde, oder? Ich kenne diese Insel schon seit zwei Jahren und ebenso fast jeden Winkel davon. Vor einem Jahr stieß ich auf diesen Ort“, erklärte er zufrieden, Harry blinzelte noch immer.

„Und wie kamst du nun hierher? Ich habe dich nicht gesehen!“

Draco lächelte, schnippte mit dem Finger, Harry riss die Augen auf.

„Sag nicht, dass man das kann!“ wimmerte Harry, dessen Lunge noch immer nach Luft schrie.

„Doch?“ lachte Draco los, Harry kam sich dämlich vor.

„Und was willst du hier? Es ist besser, wenn ich gehe.“ Harry fühlte sich unwohl, Draco musterte ihn ein wenig.

„Nein, bleib hier“, meinte er leise, als Harry sich erhob und bereits ins türkisfarbige Wasser steigen wollte.

„Wieso? Ich denke mir, dass du hier auf jemanden wartest, oder? Ich will nicht stören!“ Harrys Stimme klang verbittert, doch dann wurde er hart gepackt und herumgewirbelt. Draco presste ihn an sich, stieg auf die Flossen drauf, so dass Harry leichter aus diesen heraussteigen konnte.

„M-Malfoy?“ stotterte Harry leicht rötlich im Gesicht, da Draco ihn einfach nur ansah.

„Ja, ich warte hier auf jemanden. Auf dich. Ich hatte dich vorhin schon beobachtete, als du mit deinen Freunden am Stand saßt. Und als mir klar wurde, dass dich dieser Ort sicherlich neugierig machen würde, schnippte ich mich hierher und wartete.

„Und – was willst du von mir? Solltest du nicht bei Zabini sein?“ Seine Stimme klang schroff.

„Halt die Klappe, Potter. Zabini und ich – nun, wir trafen uns ab und zu. Wir sind nicht zusammen oder so was! Wir haben beide keine Partner, da schenken wir uns gegenseitig Lust. Ist das schlimm?“ wollte er wissen und Harry hätte am Liebsten „ja!“ geschrieen.

„Anders wäre es, wenn ich eine Beziehung hätte“, räumte Draco ein, Harrys Augen wurden groß.

„Ist das der einzige Grund, den du mir hier sagen wolltest?“ fragte Harry nach, der Blonde schüttelte den Kopf.

„Nein, ich wollte mit dir weiter üben. Du weißt ja noch, unser erster Tanz?“ grinste Draco fies, der Schwarzhaarige schnappte nach Luft.

„Nein! Das… Das hatten wir abgehakt!“ rief Harry aus, Draco lachte auf.

„Ich stimmte dem niemals zu“, meinte er nun ernst, Harry wollte flüchten. Allerdings war dies nicht möglich, denn Draco hielt ihn noch immer fest im Arm und legte ein weiteres Mal Harrys Arm um seinen Nacken, sah ihm tief in die Augen.

„Aber… Ich… Wir haben hier keine Musik!“ versuchte es Harry erneut, hörte das Lachen an seinem Ohr.

„Stelle sie dir vor“, raunte er ihm zu, Harry fing zu zittern an. Draco Malfoy verführte ihn mit seiner Stimme, mit seinen Bewegungen, die jetzt erst so richtig anfingen. Abermals kreisten ihre Becken miteinander in einem ungehörten Rhythmus, Dracos Hand lag auf Harrys Po und drückte zu. Abermals fing der Schwarzhaarige zu japsen an, denn er spürte Dracos warmen Körper so intensiv! Und – er würde sich sicherlich nicht zurückhalten können! Verdammt! Harry versuchte, locker zu bleiben, sich nicht zu verspannen. Und nach einer gewissen Zeit wurde die Reibung ihrer Becken heißer denn je. Da Harrys nasse Badehose wie eine zweite Haut an seinen Lenden klebte, hatte er keine Chance, seine Erregung unter Kontrolle zu bringen.

Draco spürte es natürlich, drückte seinen Oberschenkel dagegen, hörte Harry stöhnen. Der Schwarzhaarige verspannte sich, wollte sich zurückziehen.

„Lass mich los! Ich kann das nicht! Ich will nicht wieder…“

„Was, Potter? Hart werden? Zu spät“, säuselte Draco an seinem Ohr, bewegte sein Becken immer schneller. Ließ es kreisen, stimulierte Harrys hartes Teil damit perfekt.

„Ich bin auch hart, Potter. Spürst du es?“ hauchte er weiter, Harry wurde schwindlig vor Erregung.

„Nein! Das kann ich nicht! Ich…“, keuchte Harry, er konnte seine Lust einfach nicht unterdrücken.

„Denke an die Leidenschaft, Potter. Zeige sie mir“, wisperte Draco in sein Ohr, leckte darüber und entlockte dem Schwarzhaarigen ein tiefes Stöhnen. Harry gab es auf, wollte sich einfach nicht mehr wehren. Draco bemerkte die Veränderung seines Opfers, gab sich noch mehr Mühe. Auch ihn erregte Harrys Traumkörper immer mehr und dessen Oberschenkel rieb sich ebenso an seinem steinharten Glied. Harry bemerkte es, riss die Augen auf und fing zu keuchen an. Und bevor er sich versah, fuhr Dracos andere Hand in Harrys Badehose, umfasste Harrys harten Stahl und fing an es zu pumpen.

„Was machst du da, Malfoy! Lass…“ Harry fehlten die Worte, denn die Hand war einfach unglaublich! Draco stöhnte an seinem Ohr, rieb weiterhin Harrys Glied und hörte mit dem Tanzen auf. Dies kam auch Harry in den Sinn, er kam wieder zur Besinnung. Panisch löste er sich aus Dracos Umarmung und streichelnder Hand, machte kehrt und sprang ins hüfttiefe Wasser. Dann hörte er ein Schnippen, seine Badehose war weg. Wütend und beschämt drehte er sich, wie Gott ihn schuf, zu Draco.

„Gib mir meine Badehose wieder!“ zeterte er mit tiefroten Wangen, Draco sprang ebenso ins Wasser und drängte Harry mit einem fiesen Grinsen zum Rand.

„Nein“, lautete die klare Antwort, Harry war verwirrt. Draco stoppte vor ihm, musterte sein Gesicht.

„Sag nicht, dass ich der erste Mann bin, der dich so berührt. Dass ich überhaupt der erste Mensch bin…“ Danach riss er die Augen auf.

„Merlin, es ist so, oder?“ keuchte Draco, Harry senkte verlegen den Kopf. Wärme durchflutete Dracos Herz, er presste sich an Harry und nahm ihn zärtlich in die Arme.

„Lass es zu, Harry. Ich werde auch sanft sein, sofern du es willst“, hauchte er ihm ins Ohr, Harry zitterte weiterhin. Plötzlich spürte Harry sanfte Küsse auf seiner Wange, die Richtung Mund wanderten. Schließlich erreichten die Lippen Dracos jene von Harry, sanfter Druck wurde ausgeübt. Harrys Augen standen noch immer offen, während die von Draco geschlossen waren. Ein leises Seufzen kroch über Harrys Lippen, ehe seine Augen zufielen, seine Arme von selbst Dracos Nacken fanden. Stöhnend pressten sie sich aneinander, öffneten gleichzeitig ihre Münder. Dracos Zunge tastete sich vor, tauchte in Harrys Mund ein und spielte mit der seinen. Harry stöhnte abermals auf und obwohl er schon geküsst hatte, war dieser Kuss einfach unschlagbar. Draco glaubte zu sterben, da dieser Kuss so unschuldig war! Immer wieder setzte er Zungenschläge, zog Harry noch dichter an sich und rieb sich heiß an ihm.

Ihre Küsse wurden wilder, leidenschaftlicher. Lippen schnappten nacheinander, Zungen stießen in den Mund des Anderen, tauchten tief ein. Harrys Hände krallten sich in Dracos weichen Schopf, er konnte einfach nicht genug von Dracos Küssen bekommen. Dracos Stöhnen sandte Blitze durch seinen Körper, lange würde er nicht mehr durchhalten. Kurzzeitig lösten sie den Kuss, sahen sich verklärt in die Augen. Harry keuchte, betrachtete die geschwollenen Lippen von Draco und zog den Kopf des Blonden abermals zu sich. Zärtlich trafen sich ihre Lippen ein weiteres Mal und der Kuss fing wieder sanft und liebevoll an. Doch nach einiger Zeit artete dieser abermals aus, Leidenschaft herrschte, der Kuss wurde feurig.

Knurrend unterbrach Draco ihr Zungenspiel, sein Mund bearbeitete Harrys schlanken Hals. Der damalige Gryffindor stöhnte tief auf, hielt die Augen geschlossen und keuchte. Den Kopf legte er seitlich, damit Draco größeren Spielraum hatte. Der Blonde ließ sich das nicht zwei Mal anbieten, nahm die Chance wahr und saugte sich an Harrys Hals fest. Seine Zunge kam zum Einsatz und Harry keuchte immer lauter.

„Jaaa“, hauchte Harry leise und überwältigt, da Dracos Lippen Stromschläge durch seinen Körper jagten, die streichelnden Hände ihn wahnsinnig werden ließen. Dracos Hände wanderten tiefer, umfassten unter Wasser Harrys Pobacken und zogen die gespreizten Beine näher zu sich heran. Ihre Glieder trafen sich, Harry stöhnte laut in den kommenden Kuss hinein. Kurzzeitig schickte Draco mit seiner Zunge Schauer über Harrys Rücken, ehe er die Lippen von ihm löste und diese abermals am Hals ansetzte. Seine Küsse gingen jedoch tiefer, gelangten an der Brust an.

Harry wimmerte, als Draco zu ihm aufsah, pure Lust in seinen Augen stand. Die Zunge spielte mit den harten Knospen, Zähne zogen zärtlich daran und Harry starb tausend süße Tode. Kehlig aufstöhnend, warf er den Kopf in den Nacken, ergab sich seinem Schicksal. Nächtelang hatte er von dem Blonden geträumt, jetzt wollte er es auch genießen. Dracos Lippen wanderten den Bauch hinab, die Zunge stieß in den Bauchnabel. Langsam aber sicher hob Draco Harrys Becken an, so dass Harry von der Wasseroberfläche getragen wurde. Draco stöhnte tief auf, als er das harte Glied von Harry betrachtete, welches freudig auf und ab wippte und nass im Schein der Sonne schimmerte.  

„Draco?“ wimmerte Harry erstickt, da es ihm peinlich war, er aber nicht die Kraft fand, sich zu wehren. Und er wollte es auch nicht. Draco sagte darauf nichts, kam mit seinem geöffneten Mund näher und schlug die Augen nieder. Selber keuchend und in voller Erwartung, wie Harry reagieren würde, nahm er die pralle Spitze sanft in den Mund, umspielte sie mit der Zunge. Harry schrie hart auf, legte den Kopf in den Nacken und krallte seine Hände abermals in Dracos Schopf. Knurrend drückte er den Kopf tiefer, stieß mit dem Becken zu. Der Blonde stöhnte tief auf, da Harrys Glied in seinem Mund zuckte.

„Bitte…“ Es war nur ein Flüstern, doch es sagte viel mehr aus. Draco öffnete seinen Mund etwas weiter, schob ihn voran und verschlang somit Harrys pochendes Fleisch. Gekonnt umspielte er den prallen Ständer mit seiner Zunge, saugte sich daran fest und wurde in seinen Auf- und Abwärtsbewegungen immer schneller. Zeitweise entließ er die wippende Lanze, leckte sie genüsslich der Länge nach ab und schmeckte die Rückstände des Salzwassers. Harrys kleine Lustschreie vermehrten sich, er spannte zwischendurch seine Bauchmuskeln an.

Das, was der Blonde mit ihm tat, war der Himmel auf Erden. Diese warme, saugende Enge machte ihn rasend vor Lust, die zärtlich hinzukommenden Finger, die seine Hoden kneteten, brachten ihn um den Verstand. Tief stöhnend, bog er seinen Oberkörper durch, schnappte nach Luft. Draco bearbeitete mit den Zähnen die Spitze, leckte sie genüsslich ab, verschlang seinen Schaft und schob ihn tief in den Mund hinein. Harry schnappte noch immer nach Luft, ihm drehte sich alles. Heiße Lava floss durch seine Adern, er brannte innerlich lichterloh. Gott, Malfoy konnte saugen wie ein Gott! Immer wieder schoben sich die talentierten Lippen über seinen harten Stahl – wie Harry keuchend, mit gläsernen Blick, feststellen könnte. Und dann hingen ihre Blicke ineinander, ein letzter Zungenschlag auf die pralle Spitze reichte.

Harry warf den Kopf abermals in den Nacken, sein Orgasmusschrei hallte im Krater wider. Hart kam er zum Höhepunkt, pumpte sein Erbe in Dracos Mund, der brav schluckte. Mit zärtlichen Küssen wanderte Draco wieder hoch, Harry kam langsam zum Atem.

„Und du?“ brachte er keuchend hervor, Draco presste sich an ihn und umfing ihn fest mit den Armen. Gemeinsam tauchten sie tiefer ins Wasser ein, bis nur noch ihr Kopf zu sehen war.

„Heute warst du dran, Harry. Jeder, der seine ersten Erfahrungen macht, sollte schöne Erinnerungen daran haben. Ich mache sie dir zum Geschenk.“ Draco lächelte glücklich, Harry strahlte ihn an.

„Danke“, raunte er, Dracos Augen suchten Harrys Lippen. Sein Mund folgte, sie küssten sich liebevoll und vor allem zärtlich. Harrys Herz raste, da er in diesem Kuss Liebe zu finden glaubte. So ein verschmustes Verhalten war er nicht gewohnt und er genoss es mit allen Sinnen. Langsam lösten sie sich voneinander, Draco keuchte ihm ins Gesicht.

„Harry, ich…“, fing er an, dieser warte ab.

„Ja?“

„Ich… Ich muss leider gehen. Vielleicht kommst du uns bald wieder besuchen, ja? Wir alle würden uns freuen dich zu sehen“, gab er kühler von sich, als beabsichtigt. Vorhin war er noch so zärtlich und liebevoll gewesen und nun ging er wieder auf Abstand. Das verwirrte Harry, doch nickte er dazu. Draco seufzte kurz, schnippte mit den Fingern und schon verschwand er. Harry war sich sicher, dass auch dieser Zauber – Apparieren vom Strand direkt in diesen Krater – in der Liste der Erlaubten eingetragen wurde. Da ihm das Laufen zu anstrengend gewesen war, hatte Harry es letztens auf der Brücke mit Schnippen versucht – er scheiterte. Na wenigstens musste er nicht wieder zurück schwimmen!

Etwas verwirrt, da der Blonde sich schon wieder so komisch verhielt, stieg er aus dem Wasser, schnippte sich die Badehose an, sammelte die Sachen ein und schon verschwand er mit einem weiteren Schnippen. Erstaunt fand er sich am Strand wieder und grinste. Dudley und Sam kamen gerade aus dem Wasser und sahen Harry verdutzt an.

„Du, Harry? Vorhin warst du aber noch nicht da, oder? Was geht denn hier ab? Und woher hast du den Knutschfleck?“ runzelte Sam die Stirn, als sie sich auf das Tuch legte und sich von der Sonne trocknen ließ. Dudley machte es ihr gleich und Harry schwieg breit grinsend.

°°°°

Draco ging vom Strand aus – er hatte sich zu einer abgelegenen Stelle geschnippt – zurück zu seinem Quartier. Die Strecke war länger, als er sie in Erinnerung hatte, doch er musste unbedingt nachdenken. Beinahe hätte er etwas gesagt, was eventuell ein Fehler gewesen wäre. Was war, wenn Harry nicht dasselbe für ihn empfand? Zwanzig Minuten später kam er bei der Tanzenden Hütte an, schmiss sich da auf die Couch und starrte an die Decke. Blaise trat ein – sie hatten Uhrzeit und Treffpunkt abgesprochen – und setzte sich zu ihm, direkt auf die Kante der Couch.

„Und? Wie lief es?“ wollte er genau und mit einem Zunicken wissen, Draco starrte noch immer an die Decke.

„Er schmeckt unglaublich gut“, schnurrte Draco leise, Blaise grinste.

„War das alles?“ wollte er wissen, Draco drehte seinen Kopf zu ihm und legte seine langen Beine übereinander.

„Nein. Blaise? Ich denke, ich habe ein Problem“, murmelte er leise, Blaise zog die Stirn in Falten.

„Und welches?“

„Ich glaube, ich habe mich unsterblich verliebt. Und das schon vor langer Zeit, nur wusste ich es nicht besser.“

„Auch schon bemerkt?“ konnte sich Blaise nicht verkneifen. Jetzt kam Draco in den Genuss, konfus zu wirken, sein Mund stand weit offen.

°°°°  


Draco hätte allerdings erwartet, Harry am nächsten Tag wieder zu sehen, doch dem war nicht so. Enttäuschung machte sich breit, Blaise versuchte ihn zu trösten. Langsam stieg Wut in Draco hoch und an diesem Abend besoff er sich. Er tanzte wild und ausgelassen, wollte keinen Gedanken an Harry Potter verschwenden. Verdammt, er hatte ihn von sich aus zwei Mal befriedigt und was war der Dank dafür gewesen? Mist, er dachte doch an ihn! Das fünfte Butterbier musste herhalten und die Musik dröhnte...

Was er nicht wusste war, dass Harry sein Erlebtes erst einmal verdauen musste. Immer, wenn er an diesen göttlichen Mund dachte, der sein hartes Fleisch so gekonnt bearbeitet hatte, stiegen Hitzewellen in ihm empor. Bei Merlin, Draco Malfoy hatte ihm einen geblasen! Wie unglaublich war das denn? Gut, vom ersten Blow Job hatte er nichts mitbekommen, dachte noch immer, dass er nur einen heißen Traum gehabt hätte und nie zum Schuss gekommen war. Die Verwirrung darüber, was er für den Blonden seit dem empfand, stieg ihm zu Kopf. Er war hin und her gerissen zwischen der Angst, dass der Blonde nur mit ihm gespielt haben könnte – und den glücklichen Träumereien, in denen er Draco in die Arme fiel und ihm seine Liebe gestand. Ja, Harry Potter hatte sich eingestanden, sich in den blonden Schönling verliebt zu haben. Wie hatte es nur dazu kommen können?

Zwei Tage ließ er sich Zeit, um gründlich darüber nachzudenken. Braten in der Sonne war ja schön, aber sprinten ins eiskalte Meerwasser noch schöner. Öfters besuchte er den Krater und da Dudley und Sam endlich wissen wollten, wohin Harry verschwand, wollte er ihnen den Ort zeigen. Am Tag darauf, als sie sich wieder am Strand befanden, dieser gut besucht war, wies er die beiden an, sich die Hände zu geben. Dann schnappte er sich Sams Hand und schon apparierte er mit einem Schnippen in den Krater hinein. Eigentlich hätte er auch so apparieren können, doch das war ihm zu anstrengend. Und wieso sollte er Konzentration aufbringen, den mühsameren Weg gehen, wenn es auch einfach ging.

Dudley und Sam bestaunten den schönen Krater, erklärten diesen Platz zu ihrem Lieblingsort. Und zukünftig, so konnte es sich Harry denken, würden die beiden diesen Ort sicherlich gerne alleine aufsuchen. Die drei hatten nicht mitbekommen, dass sämtliche Muggel – die natürlich wussten, dass sie sich auf einer Zauberinsel befanden – vergeblich in die Finger schnippten, als die drei durch diese Art und Weise verschwanden. Staunend und murrend gaben sie es auf – Zauberer waren leider im Vorteil!

Der Abend brach an und Harry wusste von sämtlichen Plakaten her, dass heute ein Tanzwettbewerb stattfand. Er fragte sich, ob Pansy und Draco dran teilnehmen würden. Der Essenssaal wurde fein und feierlich geschmückt, Stühle und Tische zur Seite geräumt. Nervosität breitete sich aus, denn er wollte Draco unbedingt wieder sehen – hatte einen Entschluss gefasst. Dudley und Sam wussten inzwischen, dass der Schwarzhaarige über beide Ohren verliebt war und wünschten ihm viel Glück.

Endlich kam die Stunde der Wahrheit und Harry saß mit seiner Familie an einem der seitlich stehenden Tische. Heute hatte er sich herausgeputzt, trug eine schwarze Hose und ein rotes Hemd. Sam meinte, dass es ihm gut stünde und Dudley murrte eifersüchtig. Als sie ihn sanft auf den Mund küsste – sie saß am heutigen Abend ebenso bei ihnen – grinste Dudley verliebt. Vernon und Petunia schienen zufrieden mit der Wahl ihres Sohnes zu sein.

Harry langweilte sich, da nur ältere Menschen eintraten und sich setzten. Endlich wurde es stiller, die Lichter dämmten sich ein wenig und die breite Eingangstüre wurde aufgestoßen. Harrys Herz machte einen Sprung, als die Massen an damaligen Schülern hineinströmten – allen voran ging Draco Malfoy. Harry verschlug es den Atem, da der Blonde einfach nur wie ein Engel aussah. Weiße Hose, weißes Hemd und glänzendes, silbergoldenes Haar. Leider Gottes ließ sich nicht vermeiden, dass auch Pansy neben ihm ging, die heute ein rotes, ziemlich eng geschnittenes Kleid trug. Blaise befand sich direkt dahinter und bemerkte Harry als erster. Gut gelaunt zwinkerte er ihm zu, Harry sah verdutzt zurück.

Endlich sah auch Draco während des Gehens zu ihm, seine Miene wirkte eisig. Doch Harry strahlte bei seinem Anblick, er schickte ihm ein süßes, ehrliches Lächeln. Draco schien verwirrt zu sein, seine Maske der Emotionslosigkeit bröckelte, die Wut auf den Schwarzhaarigen verrauchte. Wieso strahlte ihn Harry so an? Er konnte nicht verhindern, dass er Harry ebenso ein zaghaftes Lächeln schenkte – jetzt strahlte Harry noch mehr. Dracos Herz fing vor Freude zu rasen an – hatte er sich in Harry doch nicht getäuscht?

Die Jugendlichen stellten sich am Rand des Saales in einer Gruppe zusammen, Dudley stieß Harry in die Rippen.

„Wer ist denn die Tussi bei ihm? Wieso keift die denn so?“ fragte er leise, Harry zog eine Augenbraue hoch – Sam kicherte. Oh ja, sie kannte diesen Blick!

°°°°

„Wieso starrst du immer wieder zu Potter? Konzentriere dich gefälligst auf mich, Dray!“ zischte sie ihm zu, doch Draco schnaubte und Blaise kicherte hinter ihnen stehend.

„Weil er sexy aussieht, Pansy. Wenn dir das nicht passt – dort ist die Türe“ wies er sie scharf an, Pansy schnaubte.  

„Potter ist nicht besser als ich!“ knurrte sie zurück, Draco zeigte ein eiskaltes Lächeln und verschränkte die Arme vor der Brust, während er sich an der Wand anlehnte und den Worten des Moderators mit halben Ohr zuhörte.

„Und ob er das ist“, erklärte er emotionslos, Pansy schäumte vor Wut.

„Na wenn das so ist, dann tanze doch mit ihm! Mich kannst du vergessen!“ keifte sie nun lauter, Blaise rollte mit den Augen. Auch wenn Pansy nicht mehr auf Draco stand, so wollte sie dennoch die einzige Person für ihn sein. Einbildung war bei ihr anscheinend die einzige Bildung.

„Gut, dann hau ab“, spielte Draco das Spiel mit – die Spannung stieg. Beide wussten, würde Pansy dies tun, brauchen sie nicht mehr am Wettbewerb teilzunehmen. Leider ging der Schuss nach hinten los, denn Pansy drehte sich weg und lief aus dem Saal. Draco stand der Mund offen, panisch und wütend sah er zu Blaise.

„Blödes Miststück! Das kann sie doch nicht machen!“ zischte er ihm zu, Blaise seufzte.

„Leider doch. Und was willst du jetzt tun?“ fragte er seinen blonden, besten Freund, Draco wusste es nicht.

„…bitten wir die ersten Tänzer auf die Bühne!“ erklang die Stimme des Moderators, der Saal klatschte. Draco überlegte fieberhaft, wusste nicht, was er tun sollte. Pansy hinterher eilen? Es hätte zur Folge, dass er sich bei ihr entschuldigen müsste und das würde er sicherlich tun. Aber was sollte er dann tun?

°°°°

Harry bemerkte den Streit und die kleine Eifersucht, da Pansy den großen Auftritt mit seinem Schwarm haben würde, verflog. Allerdings wurde ihm auch bewusst, dass Draco ohne Partnerin nicht tanzen konnte. Was nun? Durfte Draco jetzt nicht antreten? Das war unfair! Harry grummelte. Und während die ersten Paare aufgerufen wurden, die Schiedsrichter sie benoteten, kaute Harry nervös auf den Lippen herum und starrte ständig zu Draco und Blaise, die leise miteinander – auch ziemlich aufgeregt – tuschelten.

„Kann er jetzt nicht daran teilnehmen?“ flüsterte Sam Harry zu, der die Schultern zuckte.

„Keine Ahnung, Sam, keine Ahnung“, seufzte er. Plötzlich starrte Draco zu Harry, kam entschlossen auf ihn zu. Harry riss die Augen auf.

„Dein Part, Harry“, grinste Dudley schief, Harry wollte flüchten.

„Kann ich mit dir sprechen, Harry?“ fragte Draco leise, als er bei ihrem Tisch saß. Die Familie Dursley und Sam sahen gespannt von Harry zu Draco, der bittend zu seinem Geliebten blickte.

„W- Wieso?“ stotterte Harry, Draco rollte mit den Augen.

„Bitte! Unter vier Augen, ja?“ Harry nickte, erhob sich mit zittrigen Beinen und begleitete Draco, der eine ungestörte Ecke ansteuerte.

„Was er wohl von ihm will?“ beugte sich Sam zu ihrem Freund, Dudley war ebenso neugierig. Draco redete ruhig auf Harry ein, der immer wieder wild den Kopf schüttelte.

„Zu gerne wäre ich jetzt dabei“, wisperte Dudley seiner Freundin zu, seine Augen suchten Blaise. Dieser drückte die Daumen, wirkte dabei nervös und ließ Harry, sowie Draco, nicht mehr aus den Augen. Auch die anderen Jugendlichen tuschelten aufgeregt miteinander, da Draco und Pansy als Favoriten gegolten hatten.

„Oh bitte, Harry“, säuselte Blaise nervös, sah noch immer zu den beiden. Draco redete noch immer auf den Ex-Gryffindor ein, der mit ruhigem Blick auf den Boden sah und zuhörte…

°°°°

„Bitte, Harry! Ich brauche deine Hilfe!“ jammerte Draco untypisch für ihn, Harry seufzte.

„Ich kann das nicht, Draco. Das weißt du! Du hast selber des Öftern erwähnt, dass ich ein miserabler Tänzer wäre!“ brauste Harry auf. Draco fuhr sich durch die Haare, haderte mit sich.

„Verdammt, Potter! Was glaubst du, wieso ich dich damals in den Glauben ließ?“ stieß er hervor, Harry seufzte.

„Weil ich eben mies tanzen kann?“ gab er die Antwort, Draco rollte mit den Augen.

„Nein, Potter! Weil du verfluchtes Talent hast und es dann erst raus lässt, wenn du die Scheu davor verlierst! Selten hatte ich so einen guten Tanzpartner wie dich! Pansy ist mir scheißegal! Aber mit dir würde ich gerne diesen Tanz tanzen! Hör mal – ich weiß, es kommt unerwartet und wir haben nicht geprobt, aber…“ Draco gab es auf, er fühlte sich elend.

„Aber…?“ Draco sah hoch, direkt in Harrys neugierige Augen.

„Aber: Du kannst tanzen. Nicht umsonst brachte ich dir die Standardtänze bei. Dieser Tanz, den ich heute aufführe, ist ein Mix davon. Du musst dich nur von mir führen lassen, dann weißt du, welcher Tanz drankommt und kannst auf mich eingehen. Würdest du dir das zutrauen? Bitte, Harry! Ich… Ich brauche dich jetzt!“ Draco sah ihn flehend an, Entschlossenheit lag in Harrys Blick. Doch er haderte mit sich.

„Harry – tanze mit mir. Dance the devils dirty dancing with me“, hauchte Draco ihm ins Ohr, als er mit einem Schritt dicht vor ihm stand. Harry jagten Schauer über den Rücken, unmerklich nickte er. Wie hypnotisiert starrte er in Dracos Augen, als dieser Harrys Hand nahm und ihn – ohne den Augenkontakt zu unterbrechen – mit sich zog. Gejohle erklang, Blaise pfiff durch die Zähne und schrie am Lautesten.

„Und unser nächstes Paar sind Draco Malfoy und…“ Der Moderator stutzte, als Harry, anstatt Pansy, Dracos Hand hielt. Der Blonde lächelte den Moderator an, nickte ihm zu und räusperte sich.

„Harry Potter!“ sagte er laut, dann brach abermals Jubel aus. Sogar Dudley grölte, ebenso Sam. Gemeinsam gingen die beiden Partner zum Mikro, Harry tippte kurz darauf – ein Pfeifton erklang.

„Ähm, bevor wir anfangen, wollte ich klarstellen, dass wir bisher noch nicht geübt hatten. Ich kann zwar nun tanzen, aber ob ich das gut hinbekomme, muss die Jury beurteilen. Drückt mit die Daumen“, sagte er leise, blickte in die Richtung, in der er seine damaligen Kammeraden zu wissen glaubte. Das Scheinwerferlicht blendete ihn, er spürte den sanften Druck von Dracos Hand. Die Jugendlichen jauchzten.

„Du schaffst das, Harry – wir schaffen das“, raunte Draco leise, doch durch das Mikrophon konnten es alle hören. Abermals klatschte die ganze Halle und Harry bildete sich ein, Vernon zu hören, der laut und deutlich „Zeig es ihnen, Junge!“, rief. Nervös ließ sich Harry in die Mitte der Bühne führen, voreinander stellten sie sich auf. Draco lächelte ihn warm an, nickte ihm aufmunternd zu und sah ihm fest in die Augen.

„Konzentriere dich auf mich, Harry. Sieh mir in die Augen und vergiss die anderen. Lasse dich von der Musik leiten, von der Leidenschaft.“ Harry nickte wie in Trance, lege seine Hände in die Handflächen des Blonden und wartete darauf, dass die Musik startete. Als der erste Ton erklang, versank Harry in eine andere Welt. Er blendete alles aus, ließ sich von Draco näher ziehen und führen. Starr sahen sie sich in die Augen, das Scheinwerferlicht spiegelte sich in jenen des Blonden. Und Harry konnte es einfach nicht glauben, denn er tanzte ohne nachzudenken, bewegte sich geschmeidig und hörte einfach nur auf die süßen Klänge der Musik. Er hatte das Gefühl, als ob die Musik ihm sagte, wie er sich zu bewegen hatte, welche Schritte er tun musste.

Nur am Rande bemerkte er, dass Draco die Augen aufriss, als Harry auf einmal die Führung übernahm und ihn lustvoll ansah. Der Blonde schluckte, Feuer spielte in seinen Augen. Harrys Schritte waren geschmeidig, er wirbelte den Blonden übers Parkett. Drehungen wurden vollführt, wechselnde Schrittkombinationen lösten sie ab. Erst, als Harry bemerkte, dass Draco verrucht grinste, fühlte er sich sicher. Jetzt ging es so richtig los, denn Harry packte den Blonden fest am Po, zog ihn hart zu sich und ließ sein Becken im Takt der Musik kreisen. Draco lächelte sündig, gemeinsam wiegten sie sich umher, ehe Harry Draco abermals eine Drehung machen ließ.

Der Blonde vergaß dabei das eingeübte Stück, tanzte einfach so mit Harry. Sie mischten die Tänze, mal langsam, mal schneller bewegten sie sich und schwebten im perfekten Einklang über die Tanzfläche. Die Menge raste und auch die älteren Besucher – die vormals nach Luft geschnappt hatten – wurden von diesem Zauber magisch angezogen. Harry legte locker seinen Arm um Dracos Nacken, der linke Arm hing schlaff an der Seite hinab. Draco grinste frech, presste ihn näher zu sich und ließ abermals sein Becken gemeinsam mit Harrys, sündig kreisen. Viele der Mädchen kreischten auf und auch Vernon glotzte dämlich. Petunia klatschte und bekam rote Wangen und Dudley fing zu sabbern an. Woher konnte sein Cousin so gut tanzen? Konnte man diese Art des Tanzens lernen?

Draco konnte nicht wiederstehen, beugte sich vor, Harry bog sein Kreuz durch. Geschmeidig vollzog Harrys Rücken einen Halbkreis, ehe er wieder aufrecht stand, beide Tänzer die Haltung für den
`Walzer´ einnahmen. Die Menge bekam sich nicht mehr ein, stand auf, feuerte sie an. So wirbelten sie – aneinanderklebend – über die Fläche, der Raum drehte sich um sie. Immer mehr tauchten sie in den Rhythmus ein, als das Lied auf einmal zu Ende ging und beide starr und keuchend voreinander standen. Harry fing befreit zu lachen an, Draco stimmte mit ein. Als die letzten Klänge verhallten, war es kurzzeitig still im Saal – alle starrten gespannt zu diesem ungleichen Paar. Doch dann tobte der Saal wieder los, die Stimmung war so ergreifend! Gänsehaut lief über Sams Rücken, da die Magie mehr denn je zu spüren war. Harry und Draco wurden gefeiert, als sie zurück zu den anderen Jugendlichen gingen und dort freudig empfangen und umarmt wurden. Zwei weitere Paare wurden noch aufgerufen, dann wurde der Gewinner ermittelt.


Harry war kalkweiß im Gesicht, Draco versuchte seine Nervosität los zu werden und Blaise krallte sich an der Schulter von Justin fest, der wehleidig zu Harry sah und wusste, dass dessen Herz für Draco schlug. Sie alle hatten es geahnt, auch Pansy. Man sollte es nicht glauben, doch sie kam zurück, stand beim Eingang und beobachtete natürlich den Tanz. Anfangs neidisch, gab sie innerlich zu, dass die beiden perfekt miteinander harmonierten. Jetzt endlich verstand sie – denn Draco schien glücklich zu sein. Wieder zur Vernunft gekommen, schlenderte sie auf die Jugendlichen zu und wartete, bis Draco sie entdeckte.

Dessen Miene veränderte sich schlagartig, gefror zu einer eisigen Maske. Auch Harry musterte sie, Pansy seufzte.

„Entschuldige Draco, ich handelte falsch. Du hast hervorragend getanzt – du auch, Potter. Besser hätte ich es auch nicht gekonnt. Ich glaube sogar, dass ich mit Draco niemals hätte so gut tanzen können, wie ihr beide es vorgezeigt habt. Ich bin stolz auf euch.“ Glotzende Gesichter starrten Pansy an, die unter den Blicken rot wurde.

„Danke, Pansy!“ grummelte Draco glücklich und zog Pansy in eine freundschaftliche Umarmung. Danach umarmte sie Harry, wenn auch nur kurz.

„Sei gut zu ihm, Potter, klar? Sonst versohle ich dir den Arsch“, wisperte sie ihm ins Ohr, Harry nickte ihr versprechend zu. Platz drei und zwei wurden bereits vergeben, fehlte nur noch Platz eins. Trommelwirbel erklang, alle hielten sich fest an den Händen und starrten zum Moderator.

„Und Platz eins geht an: Draco Malfoy und Harry Potter!“ rief er aus, Jubelschreie erklangen. Untypisch für Draco sprang dieser jauchzend hoch, umarmte Harry, wirbelte ihn einmal im Kreis umher und schleifte ihn zur Mitte der Bühne. Dort empfingen beide den Pokal für den ersten Platz – schon wurden sie stürmisch von den anderen gefeiert. Auch Dudley und Sam kamen hinzu und Harry umarmte beide stürmisch und glücklich. Plötzlich wurde er aus der Umarmung gerissen und in eine andere gezogen. Harry starrte keuchend in Dracos Augen, dessen Gesicht kam immer näher. Und ehe er es sich versah, lagen Dracos sündige und weiche Lippen auf Harrys, der den Kuss nur all zu gerne erwiderte.

Einige waren darüber erschrocken, doch viele der Zuschauer standen auf und klatschten, was das Zeug hielt. Blaise lachte heiter auf, Dudley grinste und Sam seufzte verzückt. Vernon stand der Mund offen, Petunia kicherte.

„Der Junge ist schwul!“ stieß er weiß im Gesicht aus, Petunia seufzte.

„Sieh es ein, Vernon. Das Leben geht auch mit dieser Erkenntnis weiter. Willkommen im 20. Jahrhundert!“ gab sie pikiert von sich, Vernon verschlug es die Sprache. Kurzzeitig dachte er an den verrückten Autovermieter und schüttelte sich. Ja, mit seiner Petunia war alles anders – besser. Erst jetzt konnte er seine Frau schätzen und er würde sie niemals wieder hergeben.

„Du bist mein Liebling“, hauchte er ihr ins Ohr und drückte ihr einen sanften Kuss auf die Wange. Petunia wurde leicht rot im Gesicht, doch ihre Augen strahlten.

°°°°

„PARTY!“ schrie Draco aus Leibeskräften, als sie nach der Veranstaltung alle in der Tanzenden Hütte ankamen, laute Musik spielten. Pärchen taten sich zusammen, tanzten verrucht und sinnlich miteinander, knutschten, was das Zeug hielt. Nur Pansy stand irgendwie im Abseits und seufzte wehmütig.

„Willst du tanzen, Pansy?“ wurde sie gefragt, Pansy sah auf. Justin lächelte sie lieblich an und Pansy nickte. Der damalige Ravenclaw zog sie fest in seine Arme, seine Augen glitzerten. Ihm war schon seit langem klar, dass er Harry nicht haben konnte, doch war es von Vorteil bisexuell zu sein. Und Pansy war schon immer interessant für ihn gewesen.

„Das wollte ich schon immer mit dir tun“, raunte er ihr zu und fegte mit ihr über die Tanzfläche. Pansy japste nach Luft, denn Justin konnte unglaublich gut tanzen! Vor Freude wurden ihre Wangen rot, ehe sie sich in seinen braunen Augen verlor. Sam und Dudley wurden von Blaise unterrichtet, der abwechselnd mit ihnen tanzte. Lachend lernten sie die heißen Bewegungen, genossen den Abend.

°°°°

Die Stunden schritten voran, Mitternacht war schon längst überschritten. Grillen zirpten in der angenehmen Sommernacht, Motten schwirrten um ihre Lichtquellen herum, die von Laternen ausgestrahlt wurden. Das Geräusch des Wasserfalles war noch weit zu hören und die Tanzende Hütte steckte voller Leben. Gelächter erklang, Getränke wurden ausgeschenkt, heiße Rhythmen beherrschten die Jugendlichen. Sekunden später wurde die Türe aufgestoßen, zwei lachende Gestalten torkelten ins Freie, Hände schmissen die Eingangstüre wieder ins Schloss.

Der Eine zog den Anderen hektisch mit sich, die Dunkelheit verschlang sie. Der Mitgezerrte blieb starr stehen, drückte den Anderen gegen einen Baumstamm und presste sich an ihn. Heiße Lippen lagen aufeinander, Hände fuhren die Seiten ihres Gegenübers ab.

„Harry…“, stöhnte Draco hungrig auf, als er dessen Bereitschaft an seinem Schenkel spürte. Der Schwarzhaarige knurrte gegen seine Lippen, biss zärtlich hinein, saugte sich fest. Draco schlang seine Arme um Harrys Nacken, zog ihn dichter an sich und legte seinen Kopf seitlich. Harry stieß mit der Zunge zu, versenkte sie im Mund von Draco und küsste ihn feurig. Draco fing leise zu stöhnen an, ebenso Harry. Hände krallten sich im schwarzen Schopf fest, beide keuchten in den leidenschaftlichen Kuss hinein.

Draco zitterte schon am gesamten Körper, da löste sich sein Geliebter und grinste ihn fies an. Lachend sprintete er davon, der Blonde fing zu knurren an.

„Potter!“ keifte er hinterher und schon verschwanden beide Gestalten im Wald. Der Schwarzhaarige sprang die Stufen hinab, Draco eilte hinterher. Schon schlangen sich Arme um Harrys Taille, Draco presste sich fest an dessen Kehrseite und biss leidenschaftlich in Harrys dargebotenen Hals. Der Pottererbe stöhnte animalisch auf, rieb seinen Po gegen die harte, eingepackte Lanze. Draco stöhnte ebenso, leckte Harrys Hals hinauf, bis er zum Ohr kam. Danach spürte Harry Finger, die sein Kinn zu Draco nach hinten drehten – heiße Lippen pressten sich aufeinander. Ehe Draco den Kuss vertiefen konnte, machte sich Harry wieder los und sprintete lachend die Treppen hinab.

„Du willst also spielen, Potter? Gut, dann mögen die Spiele beginnen“, knurrte Draco mit Teufelsgesicht, lief hinterher. Harry quietschte auf, als er beinahe an der Hütte angekommen war, Draco ihn fing und ihn zu Boden stieß. Sanft landeten beide am weichen Rasen, wurden vom Mond beleuchtet. Eine kurze und lachende Rauferei entstand, Harry lag unter Draco. Der Blonde drängte sich zwischen seine weit gespreizten Beine, keuchte Harry erregt ins Gesicht und drückte seine harte Erregung gegen Harrys. Der Schwarzhaarige sah ihn aus Lust verhangenen Augen an, stöhnte gequält auf und krallte seine Hände in den süßen Po des Blonden.

„Draco…“, keuchte er abgehackt, tiefe Röte zierte sein Gesicht. Der Blonde lächelte noch immer, wirr hingen ihm die Strähnen ins Gesicht. Ihre Münder krachten aufeinander, Lippen schnappten nacheinander, Zungen stießen vor und verbrannten sich bei ihrer Berührung. Harry stöhnte laut in den Mund von Draco hinein, schob den Blonden an seinen Lenden auf und ab und erzitterte unter den heißen Lustwellen, die seinen Körper erschütterten.

„Aua“, zischte Draco leise, da Harry ihn kurz in die Lippen biss, ihn verrucht angrinste. Draco stützte sich mit den Händen auf, keuchte Harry weiterhin ins Gesicht und leckte sich über die Lippen. Diese Position nutzte Harry aus, um Dracos Po zu sich zu schieben. Mit einem Aufkeuchen kippte Draco nach vorne, so dass sein Schritt sich nun vor Harrys Augen befand. Breitbeinig kniete er über Harry, lugte an sich hinab – sein Herz raste. Harry suchte seinen Blick, ehe er zärtlich in die stoffbedeckte Beule biss, mit seinen Zähnen den Zipp aufzog und seine Zunge durch den Schlitz durchschob – den Stoff der Boxer antippte. Draco stöhnte heftig auf, denn so etwas hatte bisher noch nie jemand bei ihm getan!

Harry lachte heiser auf, schnappte sich Dracos Hüften und schmiss ihn sanft zur Seite. Kichernd kam er auf die Beine und sprintete Richtung Dracos Appartement. Der Blonde lag keuchend auf dem Rücken, starrte zum Mond und knurrte.

„Kleines Biest!“ zischte er durch die Zähne, rappelte sich hoch und stolperte davon. Harry befand sich schon in der Blockhütte, während Draco hineinlief und die Türe ins Schloss knallte. Danach fanden sich küssende Münder wieder, tanzende Körper pressten sich aneinander, Hände zerrten an der Kleidung des Anderen. Keuchen und Stöhnen erfüllte die kleine Hütte, Hände durchwühlten die Haare des Anderen. Der Kuss wurde unterbrochen, beide keuchten sich höllisch erregt ins Gesicht. Der Mondschein suchte sich seinen Weg durch das Fenster, spärliches Licht erfasste die beiden Jungen. Augen fixierten sich, kein Wort wurde gesprochen. Harry sank vor Draco in die Knie, sah zu ihm hoch. Der Blonde riss die Augen auf, sein Blick wanderte.

Harrys zittrige Hände öffneten die Gürtelschnalle, den Knopf, schoben langsam die Hose Dracos schlanken und festen Beinen hinab. Dann folgte die Boxer und ein pralles, zuckendes Glied kam zum Vorschein. Draco atmete heftig durch die Nase, krallte seine rechte Hand in Harrys Haar, kraulte seinen Kopf. Etwas unsicher bestaunte Harry Dracos Prachtteil, suchte mit seinen Augen nach Erlaubnis und fand pure Lust als Freigabe für sein Handeln. Mit Herzklopfen näherten sich geöffnete und gerötete Lippen der tropfenden Spitze, die Zunge kam zum Vorschein und leckte schüchtern den Lusttropfen ab. Draco kniff die Augen zusammen, sein Herz bekam einen Stich, Adrenalin schoss durch seinen Körper. Eine kleine Berührung, die so viel Wirkung auf den Blonden hatte. Schwindel erfasste ihn, trotzdem öffnete er abermals seine Augen und versuchte, seine Atmung unter Kontrolle zu bringen.

Harrys Zunge traute sich mehr und während diese die Eichel umkreiste, zuckte der pralle Ständer Dracos immer wieder. Ein tiefes Stöhnen kroch aus Dracos Mund, seine Beine fingen zu zittern an. Harrys Hände streichelten beruhigend über dessen Hüften, hielten das Becken fest. Entschlossen kam der Mund näher, hauchte einen Kuss auf die samtige Spitze – Draco verging vor Lust. Doch als Harry seine Augen schloss und die Spitze in seinen Mund fuhr, schrie Draco leise auf, ein Wimmern folgte. Vorsichtig saugte sich Harry fest, ehe seine Lippen sich weiter öffneten und er seinen Kopf nach vorne schob.

„AH! Harry!“ stieß Draco lustvoll aus, so eine Intensität der Gefühle hatte er noch nie erlebt! Harry verschlang den wippenden und pochenden Stahl, das harte und heiße Fleisch tauchte immer mehr in der warmen Höhle ein. Draco schluchzte trocken auf, sah dabei zu. Harry zog sich zurück, leckte nochmals über die Spitze, bearbeitete mit der Zunge liebevoll den Schaft und streichelte ihn damit. Dann setzte er nochmals an, verschlang den Stahl seines Geliebten. Vormals langsam, wurden seine Vor- und Zurückbewegungen immer schneller. Er selber stöhnte heiser auf, als Dracos hartes Teil immer wieder in seinem Mund verschwand und der Blonde lustvolle Laute von sich gab.

Draco warf seinen Kopf in den Nacken, er stöhnte und keuchte, wimmerte und schnappte nach Luft. Sein Kreislauf befand sich schon an der Grenze, das Zimmer drehte sich vor seinen Augen. Alles, was er fühlte, war die unglaubliche Zunge, der saugende Mund und nun gesellten sich Finger dazu, die seine Hoden kneteten. Dracos Lustschrei blieb in diesem Zimmer und bevor er sich in Harrys Mund ergoss, zog er an dessen Haaren, schnappte nach Luft und packte Harrys Schultern, zog ihn hoch. Keuchend standen sie voreinander. Harry wollte schon fragen, ob er etwas falsch gemacht hatte. Doch als er das lodernde Feuer in dessen Augen sah, wusste er, dass er verdammt gut gewesen sein musste.

Ein leidenschaftlicher Kuss folgte, Dracos Zunge stieß sanft zu und schob sich tief in Harrys Mund. Er wurde wilder, ungezügelter und Harry ließ es mit sich geschehen, dass Draco ihn während des Küssens hochhob und ihn zum Bett trug. Auf dem Weg dorthin, entstieg er den Schuhen, Hose und Boxer. Die Lippen lösten sich, Harry landete federnd auf der Bettdecke. Schon war Draco über ihn, abermals küssten sie sich vernichtend. Arme umschlangen sich, Körper wälzten sich am Bett auf und ab.

Nun war Harry dran, seine Kleidung zu verlieren, die in hohen Bogen durch das Zimmer geschleudert wurde. Binnen einer Minute lagen beide nackt nebeneinander, Hände zogen den Anderen näher. Als sich ihre bebenden und heißen Körper endlich berührten, stöhnten beide auf. Draco fand abermals Platz zwischen Harrys Beinen, ihre steifen Glieder berührten sich, rieben aneinander. Ihr Stöhnen wurde von dem kommenden Kuss verschluckt, während Draco sein Becken sündig und heiß kreisen ließ und Harry kleine Schreie der Lust entlockte.

Draco konnte nicht anders, löste den Kuss und saugte sich an Harrys empfindlichen Punkt, hinter dem Ohr, fest. Der damalige Gryffindor befand sich in einer anderen Welt. Himmel und Hölle traf zusammen. Er fühlte nur noch, der Verstand verabschiedete sich mit jedem Kuss des Blonden. Hände streichelten auf und ab, Dracos verbrennende Lippen versprachen die pure Folterung. Sie suchten sich ihren Weg über Harrys Brust, bearbeiteten dessen harte Nippel. Zähne zogen daran, die Zunge tippte sie immer wieder an. Harry bog sich ihm keuchend entgegen, während sein Kopf von einer Seite zur anderen wanderte. Heiße Blitze schossen durch seinen Körper, Dracos Lippen wanderten weiter. Zärtliche Bisse in den Bauch folgten, Harry drehte bald durch.

„AH! Draco!“ Harry japste mit hochroten Wange nach Luft, schon tauchte Dracos nasse Zunge in seinem Bauchnabel ein. Seine Kehle wurde trocken, er keuchte immer wieder – und Draco wanderte weiter hinab. Frustriert folgte ein weiteres Stöhnen, als Draco sich an Harrys wippendes Glied vorbeiküsste, die Hoden in seinen Mund saugte und mit der Zunge bearbeitete. Harrys Kopf lief rot an, die Adern am Hals traten hervor. Mit weit geöffneten Mund und Augen, starrte er an die Decke, hielt dabei die Luft an. Sein Körper stand unter Strom! Wie von alleine zog er seine Beine an, Draco half nach. Warmer Atem streichelte seinen Schacht, wurde immer heißer. Und dann schrie Harry auf, ein Zittern durchlief seinen Körper. Dracos Zunge tänzelte gekonnt über Harrys Eingang, leckte verlangend darüber. Dessen Gesicht vergrub sich in Harrys Spalte, sein hartes Fleisch bäumte sich immer wieder auf. Der Lusttropfen suchte sich seinen Weg aus der kleinen Öffnung, während Harry nach Luft schnappte.

Er bemerkte nicht einmal, dass Draco eine Lade aufzog, mit seinen tastenden Fingern nach etwas suchte – es auch fand. Die Tube öffnete, Gel daraus entnahm. Viel zu gefangen war er in der Lust, die seinen Körper wie eine Flutwelle stürzte, ihn verschlang und ihn gleichzeitig verbrennen ließ. Als die Zunge sich jedoch zurückzog und durch einen glitschigen Finger ersetzt wurde, schoss heiße Röte in seine Wangen – panisch riss er die Augen auf. Draco war sofort bei ihm, küsste zärtlich seine Lippen und leckte über diese drüber. Harrys Lippen bebten, erwartungsvoll schloss er seine Augen. Würde es wehtun? Bei richtiger Behandlung nicht, so wusste Draco. Der erste Finger schob sich sanft in ihn, tastete die Weichheit der Muskulatur ab und fand schließlich das Gesuchte. Tausend Volt schossen durch Harrys Körper, entluden sich in einen gigantischen Schrei. Harry wandte sich am Laken, stieß sein Becken hoch und vergaß sich in der Leidenschaft. Draco verging vor Lust, als er sah, wie sehr dieser geliebte Junge unter seinen Bemühungen reagierte. Harry bestand aus purer Ekstase, das hatte er schon immer gewusst. Vorsichtig kam der zweite Finger hinzu, er spreizte sie langsam, weitete somit seinen Geliebten.

Harry befand sich in einer anderen Galaxie, als auch der dritte Finger sich in ihn schob und Dracos Tun ihn zu den Sternen leitete. Diese Finger brachte ihn um den Restverstand, ließen ihn nie gekannte Hitze und Lust verspüren. Sie stießen immer härter und sicherer zu, schoben Harry ganz leicht über das Laken auf und ab. Brachten ihn zum Schreien und zum Wimmern. Trocken schluchzte er auf, als sein Körper unter der Liebkosung erzitterte, die Finger still hielten - abermals das Lustzentrum fanden. Ein weiterer, kleiner Schrei kroch über seine Lippen, welcher nun von Dracos kommenden Kuss verschluckt wurde. Harry war beinahe nicht fähig, den Kuss zu erwidern, so weggetreten war er schon. Er bemerkte nur am Rande – keuchend – dass die Finger verschwanden, eine wohlige Schwere sich auf ihn legte.

Träge und nach Luft japsend, öffnete er die Augen, blickte in Lust verschleierte seines Geliebten. Er verstand nicht die Worte, die Draco flüsterte, sah nur die Lippenbewegungen.

Ich liebe dich

Und dann explodierten tausend Sterne, als Draco den Muskelring durchbrach, sich langsam in ihn schob. Harry spürte die unglaubliche Reibung, fühlte sich ausgefüllt und versank in seiner eigenen Welt der Lust.

Als der Blonde ganz in ihm versunken war, schnappte er nach Luft – wäre er doch beinahe gekommen. So ein Gefühl war unbeschreiblich, wie wenn es das erste Mal wäre. War es die Magie der Insel oder einfach nur die Tatsache, die ihm ins Ohr flüsterte, dass sie perfekt zueinander – ineinander passten? Draco kniff die Augen zusammen, zog sich langsam zurück und schob sich wieder in ihn hinein. Langsam baute er einen Rhythmus auf, stützte seine Hände neben Harrys Kopf ab. Langsam und liebevoll schob er seinen Geliebten auf der Bettdecke auf und ab, bewegte sein Becken kreisend und erotisch. Harrys Stöhnen wurde immer lauter und Dracos Stöße fester. Beide fingen unkontrolliert zu keuchen an, ihre Körper schwitzten und rieben sich aneinander.

Doch dann hielt Draco inne, richtete sich auf und legte Harrys Beine auf seinen Schultern ab. Der Schwarzhaarige sah ihn verklärt und verliebt in die Augen, lächelte ein wenig und als Dracos hartes Fleisch sich nochmals – kräftiger – in ihn schob, schrie Harry animalisch auf. Draco hatte das gefunden, was er vorhin gesucht hatte. Sanft hielt er Harrys Becken fest, drückte sich tiefer hinein. Holte Schwung und stieß fest zu. Ein weiterer Schrei erklang, Harry bäumte sich auf und schnappte nach Luft.

„Gott, Draco! JAAA!“ stieß er hart hervor und Draco wusste Bescheid. Seine Stöße wurden immer fester, gingen tiefer, stießen Harry ins Universum hinein. Sie verloren sich ineinander, auch in dem Strudel der Gefühlswelt, die ihre Körper beherrschte. Draco konnte sich einfach nicht mehr zurückhalten, alle Dämme brachen. Anfeuerungen seitens Harrys, brachten ihn um den Verstand – sein Tun wurde ungezügelter, wilder. Lustschreie hallten in der Blockhütte wider, Haut klatschte an Haut, ihre Lenden brannten und kribbelten.

Doch als Draco zusätzlich Harrys hartes Fleisch umfasste, im Einklang ihres Aktes massierte, war es um den Schwarzhaarigen geschehen. Sein Stahl verwandelte sich zu hartem Stein, schwoll unermesslich an und explodierte. Harrys Orgasmusschrei ließ Dracos Körper beben, doch der Höhepunkt ihres Liebestanzes war der Moment, als Harry sich um ihn zusammenzog.

Ein weiterer Schrei drang aus einer Lunge – er gehörte zu Draco. Auf der Welle seines Höhepunktes, verströmte er sich in seinem Geliebten, bis er einfach nicht mehr konnte. Zärtliche Arme fingen seinen Fall auf, ein feuriger Herzschlag drang zu Dracos Ohr vor. Keuchen war zu hören, zitternde Körper hielten sich fest umschlungen. Erst nach einiger Zeit zog sich Draco zurück, schnappte sich seinen Zauberstab und reinigte sie beide. Danach kletterten die beiden müde unter die Decke, kuschelten sich aneinander.

„War… War es schön für dich?“ fragte Draco strahlend, als er zu Atem kam und seinem geliebten Freund ins Gesicht sah.

„Mehr als das, Draco. Du hast mir den Himmel gezeigt“, wisperte Harry zurück, sanfte Küsse folgten. Still lagen sie eng umschlungen da, Draco fing erneut ein Gespräch an. Harry lag auf Dracos nackter Brust, hörte den Herzschlag.

„Du wirst in zwei Wochen im Ministerium zu arbeiten anfangen, richtig? Du wirst als Auror fungieren, wenn ich mich nicht irre, wie?“ fragte er leise, Harry war erstaunt.

„Woher…“, hob er den Kopf an, Draco lächelte leicht.

„Ich habe da so meine Quellen, Harry Potter. Du glaubst doch wohl nicht, dass ich dich aus den Augen lasse? Nicht nach dem Moment, als unsere Blicke sich am Bahnsteig ineinander verfingen. Da fing alles an, oder nicht?“ wollte er wissen, Harry nickte.

„Und was wirst du so machen?“ erkundigte sich Harry leise, Draco zog ihn fest zu sich und küsste ihn zärtlich auf die Lippen.

„Ich bleibe hier auf der Insel, bis die Tanzsaison vorbei ist. Danach werde ich in Hogwarts die Stelle von Severus Snape übernehmen“, berichtete er, Harry fing leise zu lachen an.

„Kann ich verstehen. Du warst schon immer ein Ass in Zaubertränke. Das ist genau der richtige Beruf für dich“, seufzte er zufrieden. Stille trat ein.

„Harry?“

„Hm?“

„Wie geht es mit uns weiter?“ fragte er mit klopfendem Herzen, Harry lächelte ihn selig an.

„Ich bin ein Beziehungsmensch“, gab Harry mit roten Wangen zu, Draco schmunzelte.

„Aber nur, wenn ich das Herz meines Geliebten bei mir tragen darf“, fügte er noch hinzu, Draco war gerührt.

„Du hast es doch schon längst. Mein Herz besitzt du schon seit einiger Zeit, Harry“, flüsterte er an seinen Lippen, Harry schnurrte.

„Dann trage ich dein Herz, während du meines trägst“, hauchte er zurück und küsste den Blonden sanft.

„Alles was du willst, Harry, alles was du willst. Ich gehöre nur dir.“

Seit jener Zeit waren die beiden ein Paar und ihre Liebe zueinander wuchs von Tag zu Tag. Harry verbrachte noch zwei wundervolle Wochen bei seinem Geliebten, ehe er im Ministerium auf Ron traf und ihm alles erzählte. Dieser brauchte danach einen starken Brandy, während Hermine – die ihren Verlobten besuchte – genervt mit den Augen rollte. Sie hatte sich schon so etwas gedacht, woraufhin Ron den nächsten Schock erlitt. Da Harry allerdings sein bester Freund war, ließ er es ihm durchgehen, obwohl er lange brauchte, um das Frettchen richtig kennen zu lernen. Und – er musste zugeben – Harry behielt Recht. Der neue, verliebte Draco war genau die richtige Medizin für Harry.

Dumbledore erhielt einen langen und ausführlichen Brief, mit der Bestätigung, dass er Recht behalten hatte. Pansy verliebte sich in Justin und wurde glücklich mit ihm. Blaise, der nun auch zu Harrys Freunden zählte, traf bei einer `Willkommen zu Hause´ – Feier auf Kevin Leary, der wiederum ein guter Freund Harrys war. Dieser Ravenclaw hatte Harry beim Kampf gegen Voldemort geholfen und erst danach fingen sie an, das zarte Band der Freundschaft zu knüpfen. Draco konnte es nicht glauben, aber ein verliebter Blaise war schon eine Eigenheit für sich. Und Kevin war ihm gegenüber nicht abgeneigt. Mehr als das.

Vernon und Petunia schafften mit vereinten Kräften, den Klauen des Autovermieters zu entkommen, da Petunia ihm mit der Handtasche drohte, die ziemlich gefährlich aussah. Die beiden verlebten einen neuen Frühling der Liebe und wiederholten ihr Ehegelöbnis, als sie wieder zu Hause waren.

Monate später zog Draco bei Harry ein, half ihm beim Renovieren des Hauses. Auch die neuen Freunde besuchten das Paar immer wieder – auch Dudley und Sam, die fest zusammen waren. Den Lebensabschnitt der Schule hatten sie hinter sich gebracht und ein neuer konnte beginnen. Und seit diesem Sommer trafen sie sich noch Jahre danach – alle zusammen – auf dieser Insel der Träume und verlebten dort einen schönen Urlaub, während Harry und Draco gerne die Tanzlehrer mimten.

Möge die zauberhafte Magie der Liebe und der Insel mit ihnen sein.

ENDE
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