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von gugi28    erstellt: 21.05.2006    letztes Update: 21.05.2006    Geschichte, Romanze / P18 Slash    (fertiggestellt, keine anonymen Reviews)
Hübsches Ding


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Oneshot


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Disclaimer:
Nix ist meins – schade! Verdiene damit auch kein Geld! Borge mir die Charas aus, um sie völlig versaut nach dieser Story zurück zu geben! *g*

Rating:
Slash R18, Lemon – nur für Leser ab 18 Jahren! *Warnung*

Genre:
Romanze! (Happy End Garantie)

Pairing:
Harry/Draco und… Mal was ganz anderes! (aber nur kurz) Vorsicht: OOC!! Kitsch!!  

Inhaltsangabe:
Harry ist wahrlich der Held der Zauberwelt! Er besiegte den dunklen Lord und die Zauberwelt feiert mit Freuden - auch Harry und seine Freunde. Als dann die Party steigt, verläuft jedoch alles anders, als er angenommen hätte und das unausweichliche Schicksal stellt wieder einmal sein Leben auf den Kopf…

Anmerkung:
Ich gehe nicht unbedingt nach den Büchern! Dieser oneshot fiel mir ein, als ich ein Lied von Seeed – Ding hörte! Deshalb auch der Titel für diesen oneshot! Noch etwas:

Diese Kurzstory hat nicht unbedingt DIE sinnvolle Handlung, könnte auch ein wenig „unrealistisch“ im Ablauf wirken. Es könnte alles auch ein wenig zu schnell gehen – aber ich wollte ja alles noch unterbringen. *zwinker* Deshalb sorry! Ist so, bleibt so *gg* Ist nichts tiefgründiges, eher etwas für zwischendurch. Mal sehen, was ihr dazu sagt! Wünsche euch viel Spaß beim Lesen!

Bussis, eure gugi und besonders darkgugi! *zwinker*


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Hübsches Ding – by gugi28

„PARTY!“ kreischte Ron mit ziemlich roten Wangen los, während sein Butterbier aus der Flasche schwappte und über seine Hand lief, zu Broden tropfte. Einen kräftigen Schluck später, sowie ein angeheitertes Nicken, gepaart mit einem breiten Grinsen Richtung Harry, drehte er sich ziemlich unelegant und schwungvoll in die andere Richtung und schwankte den Gang entlang zum Gemeinschaftsraum.

Harry schüttelte amüsiert den Kopf, er wollte einige Minuten für sich sein – und das wusste Ron. Seufzend drehte er sich Richtung Brüstung, starrte in die vom Mond erhellte Nacht hinaus und lächelte sanft. Eine Woche war es her, dass er erfolgreich gegen Voldemort kämpfte. Der dunkle Lord war tot, Harry lebte. Doch was ihn am meisten erstaunt hatte, war die Tatsache, dass einige Schüler aus Slytherin ihm zur Seite gestanden hatten. Allen voran Draco Malfoy.

Hm, Malfoy. Weshalb hatte er ihm wohl geholfen? Es wurde darüber spekuliert, dass Draco das Saumlecken seines Vaters abartig fand, er nicht genauso wie sein Erzeuger enden wollte. Und dieses Gerücht fegte wie ein Geist durch gesamt Hogwarts, wollte einfach nicht verstummen und machte Harry zusätzlich neugierig.

°°°°

Draco Malfoy strotzte nur so vor Einbildung und Eitelkeit, als solche Person würde er niemals vor einem machtgeilen Skelett zu Boden kriechen. Als Kind sah er immer wieder zu seinem Vater auf, doch als er älter wurde, blieb nur noch Verachtung ihm gegenüber. Und seine Mutter? Die nahm alles hin, hatte keine eigene Meinung. Draco erwähnte öfters vor seinen Freunden, dass seine Mutter nur dazu da gewesen war, um ihn auf die Welt zu bringen. Doch wie man sich als Mutter verhielt, war ihr anscheinend vollkommen egal.

Liebe – das wollte Draco als Kind erfahren, doch jetzt lachte er boshaft darüber, wenn eine andere Person über Liebe sprach. Was war Liebe schon? Nichts! Liebe gab es nicht!

Der Tag sollte kommen, an dem Draco ein Todesser werden sollte. Er hatte damit kein Problem, sich gegen seinen Vater zu stellen – auch wenn dies bedeutete, Schmerzen erfahren zu müssen. Draco hatte allerdings nicht vor, Todesser zu werden. Doch sich gegen die Gefolgsleute des dunklen Lords zu wehren und aufzulehnen, war schon ein anderes Kaliber – ein tödliches Kaliber. Stumm betete Malfoy dafür, dass ein Wunder geschehen sollte. Und dieses kam.

Zwei Tage, bevor er das Mal bekommen sollte, belauschte er ein Gespräch, in welchem es darum ging, einen erneuten Angriff zu wagen. Sein Vater, der ewig treue und untergeordnete Diener, saß mit dem dunklen Lord im Wohnzimmer vor dem Kamin. Voldemort zischelte leise und obwohl Draco durch den Türspalt nur die Rückfront des Couchsessels sehen konnte, schob sich ab und zu eine knochige Hand hervor und der Zeigefinger mit langem Fingernagel, streichelte beinahe zärtlich über Lucius Wange. Der blonde Familienvater hatte einen geradezu hinreißenden Ausdruck im Gesicht, bei dem Draco doch etwas übel wurde.

Der Blonde wog die Risiken ab, die Neugierde gewann. Hart presste er sein Ohr an die massive Türe, dumpfe Geräusche formten sich zu abgehakten Worten. Nach einiger Zeit bemerkte er, dass der dunkle Lord aufgehört hatte zu sprechen, doch dann erklang seine Stimme von neuem.

„Kann es sein, Lucius, dass dein Sohn unser Gespräch belauscht?“ Draco riss die Augen auf und so schnell er konnte, flüchtete er auf leisen Sohlen den Gang entlang. Gerade noch rechtzeitig bog er um die nächste Ecke, als Lucius die Türe mit einem harten Ruck aufzog und sich im Gang umsah.

„Draco ist nicht anwesend, My Lord“, meldete er gehorsam, doch Voldemort glaubte ihm nicht. Als das blonde Familienoberhaupt wieder seinen Platz einnehmen wollte, sackte er kurz vor seinem Sitzplatz aufgrund Schmerzen zusammen. Er hatte das Gefühl, als würde er von innen her verbrennen, Schweiß brach ihm aus – er keuchte. Mit Schmerz verzogenem Gesicht und Angst in den Augen, sah er zu seinem aufrecht stehenden Meister empor, der ihn gehässig angrinste.

„Du bist für ihn verantwortlich, Lucius. Sollte dein Sohn nicht zu 100 Prozent auf unserer Seite stehen, wird er qualvoll sterben“, zischte er verächtlich, die Schmerzen ließen nach. Keuchend kam Lucius wieder auf die Knie, küsste den Saum seines Gebieters.

„Ich verspreche Euch, My Lord, dass dem so ist! Draco würde unsere Familie niemals verraten!“ beteuerte er demütig.

„Dann wollen wir hoffen, dass du Recht behältst“, knurrte Voldemort, ehe er erlaubte, dass Lucius sich wieder erhob.

°°°°

Draco wusste, dass seine Zeit nun gekommen war, um zu handeln. Es war das erste Mal, dass er sich nicht sicher war, ob er das Richtige tat. Die restlichen Ferientage hätten tödlich für ihn enden können, so verschwand er noch in dieser Nacht. Er wusste nicht wohin er sollte, doch als er aufsah, erkannte er aus der Ferne die spitzen Türme von Hogwarts…

„Deine Entscheidung war richtig, Draco. Es freut mich sehr zu sehen, dass du den rechten Weg eingeschlagen hast“, teilte ihm Dumbledore mit einem erfreuten Gesichtsausdruck mit, während Draco, im Couchsessel sitzend, zu ihm aufsah und schnaubte.

„Glauben Sie mir, Direktor, ich tat es nur aus persönlichen Gründen. Nicht, um Ihrer Seite zu helfen. Ich durchforstete meinen Stammbaum sehr genau und fand heraus, dass ein Malfoy immer für sich alleine zuständig ist. Mein Vater ging den falschen Weg, ebenso meine Mutter. Und ich will niemandem dienen“, presste er hervor, Albus nickte verständlich und legte seine Hände in den Schoß.

„Welche Gründe du auch immer hattest, Draco – Hauptsache, du gehörst nun zu den Guten.“ Draco sah ihn einfach nur emotionslos an, denn er hatte nichts mehr zu sagen. Nachdem Dumbledore ihm versprach, ihn zu schützen, blieb Draco die restliche Ferienzeit auf Hogwarts und verbrachte die Tage damit, über sein bisheriges Leben nachzudenken. Über eines war er jedoch sofort im Klaren gewesen – er würde sich niemals auf Potters Seite stellen.

°°°°

Harry lehnte noch immer über der Brüstung und ließ die warme Sommerluft über sein Gesicht streichen. Das Portrait zu seinem Gemeinschaftsraum stand weit offen, Lärm hallte zu ihm vor. Mädchen kreischten belustigt, lallende Männerstimmen mischten sich darunter. Harry gluckste vor sich hin und erinnerte sich noch an den Moment, als Malfoy während des Kampfes auf einmal neben ihm stand.

„Glaube nicht, Potter, dass ich auf deiner Seite stehe. Ich helfe dir nur, diesen Abschaum ein für alle Mal zu vernichten.“ Harry musste zugeben, diese Ansprache seitens Malfoy hatte ihn erstaunt. Er fand nicht einmal die Zeit, nachzufragen, denn der Kampf machte seinetwegen sicherlich keine Pause. Harry wusste zu diesem Zeitpunkt nur, dass ein neuer Spion Dumbledore sehr brauchbare Informationen lieferte. Auf Grund dessen waren Hogwarts und der Orden mehr als vorbereitet – Voldemort tappte in die Falle.

Was Harry jedoch noch mehr erstaunte, war, dass Draco Malfoy nicht der einzige Slytherin an seiner Seite war. Beinahe die gesamte Schülerschaft kämpfte mit, Stunden vergingen. Spät in der Nacht stand Harry seinem Erzfeind gegenüber. Das, was Dumbledore ihn für den Kampf gelehrt hatte, konnte Harry perfekt anwenden und so holte er den Sieg für die Zauberwelt. In diesem Moment hielten alle die Luft an, senkten ihre Zauberstäbe und sahen dem mörderischen Duell zwischen Voldemort und Potter zu. Sie fragten sich, woher Harry Potter solche Sprüche auf Lager hatte, die Kraft besaß, gegen ihn zu bestehen. Aber wieso sollte man einen Gedanken darüber verschwenden, wenn der Lord schreiend in Flammen aufging, nur einen Haufen Asche übrig ließ? Und dann? Dann lächelte Harry, seine Augen strahlten – egal wie schwer er verletzt war.

°°°°

Harry fühlte sich so gut wie neu, keiner konnte ihm noch ansehen, welche Verletzungen sein Körper einstecken musste. Seine Gedanken wanderten zu einer ganz besonderen Person: Ginny Weasley. Ja, er hatte vor dem Kampf mit ihr Schluss gemacht, da er Angst um sie hatte. Voldemort besaß keine Scheu davor, sich alles unter den Fingernagel zu reißen, was Harry lieb und teuer war. Doch jetzt, wo er tot war, konnte er endlich frei leben und eine erneute Beziehung mit ihr führen.

Der Schwarzhaarige lächelte selig, denn er und Ginny bekamen eine neue Chance. Besorgt war sie an seinem Krankenbett gesessen, wich keine Sekunde von seiner Seite.

Trotz ihrer neu gewonnenen Zeit legte sich ein Schatten über ihre Beziehung, denn seit dem Harry wieder gesund war, erwartete sich Ginny anscheinend sämtliche Wunder. Vielleicht erhoffte sie sich noch mehr Aufmerksamkeit, vergaß aber darüber, dass Harry mehr als unerfahren in Sachen `Beziehungen´ war.

Die Momente kamen, in denen Ginny beleidigt flüchtete, wenn Fans oder Freunde Harry belagerten und sich mit ihm abgaben. Harry versuchte immer wieder eine Versöhnung herbei zu ordern, wobei der Kampf darum schwerer war, als Voldemort gegenüber zu stehen. Die Rothaarige hatte erst nach viel Honig ums Maul schmieren nachgegeben, dann waren sie in einem zärtlichen Kuss versunken. Zu mehr traute sich Harry einfach noch nicht, auch, weil Ginny anscheinend nicht so schüchtern war, wie sie aussah, ihn viel zu sehr drängte. Er wollte den ersten Schritt machen und sich nicht bedrängen lassen. Es passte einfach noch nicht.

Irgendwie machte Harry dies Sorgen, denn egal wie er sich verhielt, er konnte es ihr niemals Recht machen. Bei Hermine holte er sich Rat, die jedoch diesmal keine zufrieden stellenden Antworten für ihn parat hatte. Wieso mussten Beziehungen so verdammt schwierig sein? Nach seiner letzten Meinungsverschiedenheit mit Ginny, schritt er gerade die Gänge des Schlosses entlang, als er Zeuge eines kleinen Streits wurde. Harry musste grinsen – ja, Malfoy erging es anscheinend nicht anders, denn Pansy machte ihm ebenso Vorwürfe, während der Blonde ziemlich genervt wirkte.

°°°°

„Harry! Wo bleibst du! Komm endlich!“ lachte Seamus ziemlich angetrunken, Dean hing an seinem Arm und sah staunend zur Decke des Ganges.

„Ist euch schon einmal aufgefallen, dass die Gänge wirklich imposant wirken? Wow, wenn ich jetzt alleine wäre, ich hätte echt Angst“, stammelte er, während Seamus ihm einen zweifelhaften Blick zuwarf.

„Siehst du, Harry? Alle drehen durch, wenn du nicht da bist!“ lachte Seamus Harry wieder an, der sich grinsend im Nacken kratzte.

„Also gut, ich komme ja schon. Gibt’s noch ein Butterbier für mich?“ sprach er seine Freunde von der Seite an, gemeinsam schritten sie Richtung Gemeinschaftsraum.

„So viele du willst!“ kreischte Dean benebelt los, knickte kurz ein.

„Langsam, Dean – ein Fuß nach dem anderen, okay?“ redete Seamus auf ihn ein, Harry lachte heiter los.

°°°°

„Bist du bald fertig, Draco?“ Der Blonde verdrehte die Augen, stand vor dem Spiegel und betrachtete eingehend sein Spiegelbild. Die Türe ging auf, Blaise lugte durch den Spalt und grinste breit.

„Wie mir scheint, bist du das“, kam er gut gelaunt in Dracos Zimmer, der Blonde sah ihn von der Seite her an.

„Habe ich dich gebeten einzutreten?“ schnarrte er ihn an, Blaise pfiff leise durch die Zähne.

„Schon wieder vergessen mit deinen Eiern zu spielen, Draco?“ grinste er schief, der Blonde wirbelte herum und starrte Blaise böse an.

„Zabini!“ knurrte er ihn an, Blaise gluckste.

„Stimmt ja! Mann, Draco! Was ist denn in letzter Zeit mit dir los? Schon wieder Zoff mit Pansy?“ fragte er breit grinsend nach, Draco seufzte.

„Ja. Sie nervt“, grummelte er eingehend, Blaise legte ihm eine Hand auf die Schulter.

„Denke nicht mehr an sie, okay? Heute wollen wir uns amüsieren! Es ist das erste Mal, dass Gryffindor ´ne Party schmeißt und wir dabei sein dürfen! Also wirklich, finde ich klasse von ihnen!“ strahlte er Draco an, der ein kleines Lächeln zeigte.

„Du hast Recht. Soll Pansy doch schmollen. Ich kann nicht aus meiner Haut fahren. Was glauben Frauen eigentlich, was wir für sie tun sollen? Ihnen die Sterne vom Himmel holen? Wo leben die, bitteschön? Hm, die Party. Kann es kaum erwarten. Sechs Jahre  - und ich weiß noch immer nicht, wie ihr Gemeinschaftsraum aussieht“, murmelte Draco seinem Spiegelbild zu, Blaise lachte auf.

„Tja, Draco. Heute wird sich das ändern! Komm schon, los geht’s!“ zog er den Blonden aus dem Zimmer, der nur all zu gerne folgte.

°°°°

„Merlin, sieh dir das an!“ japste Blaise nach Luft, da beinahe die gesamte Schülerschaft sich auf den Gängen und im Gemeinschaftsraum der Gryffindors tummelte, kein Lehrer heute zu sehen sein würde – auch Filch hatte Sendepause. Butterbiere wurden weitergereicht, tanzende Schüler sprangen eher auf und ab und rockten zur Musik. Hände wedelten in der Luft, Lichteffekte unterstrichen den Takt der Musik.

„Uhh, geile Party!“ lachte Blaise auf, schon zog er Draco durch die knutschenden Pärchen, die ungeniert ihre Hände über ihre Partner wandern ließen. Viele von ihnen tanzten eng umschlungen, während ihre Becken sich immer wieder berührten. Draco grinste fies, denn die Gryffindors waren wohl doch nicht so prüde, wie er angenommen hatte. Er fragte sich jedoch, wo Potter abblieb und sah sich verstohlen um. Hitze hüllte ihn ein, die sämtliche Körper ausströmten.

„Suchst du jemanden?“ raunte ihm Blaise ins Ohr, dann zeigte er auf eine ihm bekannte Person.

„Nein“, erwiderte Draco einfach, doch sein Blick folgte Blaise' Finger. Harry Potter saß reichlich angetrunken und breitbeinig auf einer breiten Couch und hatte anscheinend mächtig Spaß. Er alberte mit seinen Freunden herum, wobei Hermine auf Rons Schoß saß und ihn ab und zu küsste. Blaise und Draco kamen näher, stellten sich vor sie hin. Harry sah auf, sein Lächeln blieb.

„Malfoy!“ prostete er ihm zu, Draco hob elegant eine Augenbraue hoch.

„Potter“, erwiderte er beinahe gelangweilt, Blaise verkniff sich ein Grinsen. Draco wollte sich, wie immer, nichts anmerken lassen. Allerdings kannte er seinen besten Freund sehr gut, der immer neugierig war, wenn es um Harry Potter ging.

„Butterbier?“ hielt Harry den beiden zwei Flaschen entgegen, die Slytherins nahmen diese gerne an.

„Heiße Party, Potter!“ lachte Blaise ihn an, Harry nickte.

„Ja! Und beinahe alle sind gekommen!“ zwinkerte er und setzte die Flasche an die Lippen an. Dracos Augen wurden groß, als Harry das Butterbier trank, als wäre es einfach nur Wasser. Die Freunde von Harry feuerten ihn lautstark an, bis Harry das Bier auf einen Zug ausgetrunken hatte und die Flasche hart am Tisch aufstellte. Danach verzog er sein Gesicht, schüttelte den Kopf.

„Oh Merlin, jetzt geht’s mir gut“, sprach er schon etwas undeutlicher, Draco grinste.

„Wisst ihr eigentlich, wo Ginny ist?“ kam es ihm auf einmal in den Sinn, Hermine löste sich gerade von Rons Lippen.

„Vielleicht schmollt sie noch immer?“ wandte sie sich an Harry, der bloß schnaubte.

„Na was sonst, typisch Frau“, grummelte er, Ron mischte sich ein.

„Nein, das glaube ich nicht, Mine! Vorhin erst habe ich sie gesehen!“ erinnerte er sich auf einmal, - Seamus, Dean, Neville und Harry sahen ihn erstaunt an.

„Wirklich? Wann genau?“ wollte Harry sofort wissen, Ron seufzte.

„Alter, das weiß ich doch nicht mehr! Sie ist doch nur meine Schwester!“

Harry stand mühsam auf, strich sein Shirt glatt und reckte sein Kinn.

„Gut! Dann werde ich sie suchen gehen!“ stellte er klar, Blaise stieß Draco grinsend an.

„Und ich werde ihm folgen. Kann lustig werden, Potter bei der Suche zu beobachten“, knurrte der Blonde seinem besten Freund zu, der nur nickte.

„Ja, viel Spaß!“ zwinkerte er dem Blonden zu, der ihn für einen Moment schräg ansah.  

„Komm schon, Zabini! Setz dich zu uns!“ trällerte Seamus los, schon klopfte er auf den freien Platz. Harry war schon losgeeilt, Draco folgte ihm sofort, jedoch im sicheren Abstand. Blaise kam der freundlichen Aufforderung gerne nach und sah Draco hinterher. Na ob das gut gehen würde?

„Hier, trink noch etwas!“ hielt Seamus ihm ein Bier vor das Gesicht, der Schwarzhaarige drehte seinen Kopf in dessen Richtung. Wieso war ihm nie aufgefallen, dass Seamus eigentlich gut aussah? Blaise fing zu grinsen an, Seamus wurde ein wenig rot und sah verlegen weg.

°°°°

Draco hätte niemals gedacht, dass er sich so amüsieren würde, denn Potter stolperte durch die Mengen und suchte sich zum Krüppel. Auch Draco sah sich um, doch Ginny ließ sich nicht blicken. Außerdem bekam Harry Potter nicht mit, dass Draco ihm auf Schritt und Tritt folgte, was den Blonden noch mehr amüsierte. Plötzlich blieb Harry stehen, er schien zu überlegen.

„Sag mal, habt ihr… hey!“ regte sich Harry auf, als er ein Pärchen ansprechen wollte, ob sie seine Freundin gesehen hätten – sie einfach, ohne ihn zu beachten, weiter gingen.

„Suchst du Ginny?“ sprach ihn eine Ravenclaw an, Harry nickte.

„Sieh mal in ihrem Zimmer nach“, meinte sie und nickte in Richtung Mädchensäle. Draco versteckte sich hinter einem tanzenden Pärchen, als Harry sich rasch bedankte und kehrt machte. Eilig lief er Richtung Mädchengemächer, Draco wurde neugierig. Wie ein Schatten folgte er ihm, der Lärm wurde leiser. Sie durchschritten einen kleinen, etwas abgedunkelten Gang, der zu dem Zimmer der Mädchen führte. Harry blieb kurz davor stehen, wischte sich die Hände an der Hose ab und öffnete die Türe.

Komische Geräusche hallten ihnen entgegen und Draco nahm sich vor, Harry weiterhin zu folgen.

„Ginny?“ hauchte Harry leise, der Schlafsaal schien verlassen und dunkel zu wirken. Draco erkannte sofort, dass eines der Betten anscheinend besetzt war, neugierig kam er näher – und Harry bemerkte Draco noch immer nicht.

„Gin...?“ flüsterte Harry, rasch ging er auf das Bett zu. Mit einem Ruck öffnete er die Vorhänge, dann blieb er wie erstarrt stehen. Seine Ginny lag im Bett, doch sie war nicht alleine. Sie war nackt und stöhnte leise vor sich hin. Eine zweite Person lag auf ihr, rieb sich an ihr und küsste gerade ihren Hals. Hände kneteten die weichen Brüste, Ginny stöhnte abermals auf.

„Ginny…!“ keuchte Harry wie vom Blitz getroffen.

„Pansy!“ donnerte Draco los, die Mädchen fuhren erschrocken auseinander. Vor lauter Ekstase hatten die beiden Mädchen anscheinend vergessen, sämtliche Zauber anzuwenden. Oder war es der Alkohol gewesen? Harry wirbelte herum und starrte Draco an. Ihm fehlte die Sprache, weil er nicht mitbekommen hatte, dass der Slytherin ihm gefolgt war. Danach drehte er sich wieder zum Bett, in dem zwei Mädchen lagen, die sich anscheinend gerade liebten und ziemlich ertappt dreinblickten.

„Harry… ich...“, stotterte Ginny mit roten Wangen, während Pansy noch immer ihre Hand auf Ginnys Brust liegen hatte.

„WAS!“ zischte Harry, sein Herz brach.

„Draco… wir… Es ist nicht das, wonach es aussieht“, stotterte Pansy verlegen, doch Draco schaute sie nur abfällig an und verschränkte seine Hände vor der Brust.

„Du Flittchen!“ knurrte er sie an. Für ihn war die Sache gegessen. Harry erholte sich langsam von seinem Schreck, hart sah er Ginny an.

„Es ist aus, Ginny. Treibe es doch, mit wem du willst. Ab heute sind wir geschiedene Leute“, schnarrte er ihr zu, wendete und schritt aus dem dunklen Zimmer.

„ABER HARRY!“ schluchzte Ginny hinterher, während sie Pansy von sich runter schob und Harry nach wollte.

„Bleib lieber bei deinem Flittchen, Weasley. Ihr beiden passt perfekt zusammen. Nur zu schade, dass wir Männer uns in unserem Geschmack so haben täuschen können. Bei Salazar, mir wird übel“, schnarrte Draco, schon folgte er Harry. Ginny schluchzte noch immer, Pansy hielt sie zurück.

„Glaube mir, Herzchen, es war besser so. Potter kann dir niemals das geben, was ich dir gebe“, schnurrte sie leise, Ginny sah sie verheult an. Pansy wartete ihre Antwort nicht ab, küsste sie sanft auf die Lippen und drückte sie zurück aufs Bett. Und damit Ginny nicht auf dumme Gedanken kommen konnte, wanderte Pansys Hand zwischen ihre Schenkel und drang mit ihren Fingern in die feuchte Hitze ein. Ginny stöhnte lüstern auf und ließ sich fallen – vergessen waren Harry Potter und dessen gebrochenes Herz. Wie es schien, hatten sich hier zwei Mädchen gefunden, die ihre vorherigen Partner nicht unbedingt geliebt hatten.

°°°°

„Potter! WARTE!“ rief Draco aus, als er sich durch die Menge quetschte, der Schwarzhaarige verdammt flink war. Er hörte nicht auf die Rufe von Blaise, der schon ziemlich angeheitert quer durch den Raum rief, was Draco vorhatte. Der Blonde wollte nur eines: Potter abfangen. Die Kühle des Ganges hüllte ihn ein, Harry lief ihm davon.

„Verdammt! Potter!“ plärrte er wieder, doch Harry hastete weiter und schlidderte um die nächste Ecke. Draco kam langsam aber sicher außer Atem, seine Schritte wurden langsamer. Er hörte ein leises Wimmern, so schlich er um die Ecke und bemerkte Harry Potter an der Wand angelehnt. Seine Hände hatte er vors Gesicht geschlagen, langsam sackte er am Gemäuer hinab.

„Potter?“ fragte Draco leise, Harry zuckte zusammen und sah Draco mit tränennassem Gesicht an.

„Verschwinde!“ zischte er nur, Draco kräuselte seine Lippen.

„Nein!“ Harry wischte sich die Tränen aus dem Gesicht und starrte an die gegenüberliegende Wand.

„Wieso nicht!? Ich will alleine sein!“ knurrte er leise, sein Kinn zitterte abermals. Draco verschränkte seine Arme vor der Brust und schnalzte mit der Zunge.

„Damit du dir die Augen nach dieser Tussi ausheulen kannst? Vergiss es, Potter. Mann, du bist erbärmlich! Kämpfst gegen den dunklen Lord und gewinnst. Dann kommt so ´ne Pussy daher und verdreht dir den Kopf! Schlussendlich betrügt sie dich mit meiner Freundin! Na ja, Ex-Freundin“, kommentierte er hart, Harry schnaubte.

„Mir doch egal, was du davon hältst!“ fuhr er ihn an, er stemmte sich in die Höhe. Kampflustig stand er Draco gegenüber, der ihn jedoch um einen Kopf überragte.

„Ich werde trotzdem nicht gehen“, entschied Draco stur, Harry raufte sich die Haare.

„Wieso nicht?“ jammerte er los, Malfoy war mehr als nervig!

„Weil du peinlich bist, wenn du heulst“, erwiderte Draco kühl, Harry starrte ihn einfach nur an.

„Du hast sie nicht mehr alle beisammen, Malfoy“, keuchte Harry erschöpft und ließ seinen Kopf hängen.

„Das sagt gerade der Richtige“, schnarrte der Blonde, Harry drehte ihm den Rücken zu.

„Lass mich doch bitte alleine. Ich…“

„Du hast Liebeskummer, schon verstanden“, winkte Draco ab, doch er rührte sich nicht. Harry wartete einige Zeit ab, dann lugte er hinter die Schulter.

„Du bist ja noch immer hier!“ ärgerte er sich, Draco grinste abfällig.

„Auch schon geschnallt, Potter?“ schnarrte er weiter.

„Was verstehst du an Liebeskummer und ich will alleine sein denn nicht?“ regte sich Harry weiterhin auf, Draco blieb cool.

„Ich kenne keinen Liebeskummer“, gab Draco hart von sich, Harry verschlug es kurzzeitig die Sprache.

„Wie bitte? Ich meine, Pansy…“, fing Harry neugierig an, er verstand Draco einfach nicht.

„Ja, sie war meine Freundin. Aber jetzt sehe ich sie nur noch als Flittchen an. Wenigstens bin ich sie jetzt los.“ Dracos Stimme klang dennoch bitter, was Harry nicht entgangen war.

„Das tut mir Leid, Malfoy“, flüsterte Harry leise, Draco wirkte auf einmal erschöpft.

„Hm...“, murmelte er nur und Harry wurde klar, dass auch der Blonde jemanden brauchte, um darüber zu reden.

„Hast du sie sehr gerne gehabt?“ fragte Harry weiter, Draco sah an ihm vorbei und starrte ins Leere.

„Ich weiß es nicht, Potter. Irgendwie schon, aber trotzdem…“

„Was, Malfoy“, wollte Harry wissen, Draco richtete seine Augen auf den Kleineren und holte tief Luft.

„Ich liebe sie nicht“, gab er offen zu verstehen, Harry riss die Augen auf.

„Aber wieso warst du dann mit ihr zusammen?“ hakte er nach, Draco zuckte mit den Schultern.

„Sie war gerade in Reichweite, verstehst du, Potter? Ich hatte anderes im Kopf, als ihr dauerndes Gejammer zu ertragen. Sie ging mir gehörig auf die Nerven. Und du? Du hast Weasley geliebt, was, Potter?“ schnarrte Draco. Harry lehnte sich wieder an der Wand an und überlegte.

„Weiß nicht. Da waren schon tiefe Gefühle für sie, aber ob es Liebe war? Dabei will ich doch nichts anderes als Liebe!“ rief er aus, Draco runzelte die Stirn.

„So offen heute, Potter?“ gab er spöttisch zurück, Harry funkelte ihn an.

„Wenigstens weiß ich, was ich will, Malfoy!“ giftete er zurück, Draco rümpfte seine Nase.

„Das weiß ich auch!“ schallte er ihm entgegen, Harry legte den Kopf schief.

„Ach – und was, Malfoy?“ ging er in den Angriff über, Draco schnappte nach Luft.

„Das geht dich ja wohl gar nichts an, Potter!“ warf er ihm vor, Harry schüttelte den Kopf.

„Diese Aussage gilt nicht, Malfoy! Du lässt mich ja nicht in Ruhe, somit wäre es gerecht, wenn auch ich einiges über dich erfahren würde! Deine Fragen waren ja auch sehr persönlich! Und wie soll ich dir glauben, wenn du mir ausweichst?“ teilte er ihm mit, Draco verzog sein Gesicht.

„Gut – ich weiß es nicht!“ giftete er Harry ertappt an, der das erste Mal zu grinsen anfing.

„Was grinst du denn so dämlich!“ fuhr er ihn an, Harry fing leise zu glucksen an.

„Du bist das erste Mal ehrlich zu mir, Malfoy. Es ist keine Schande, nicht zu wissen, was man will“, vermittelte Harry einfühlsam, Draco wirkte ein wenig verlegen.

„Aber es ist albern, oder? Ich meine, es war doch alles so einfach! Ich schlug einen anderen Weg ein, kämpfte mit dir gegen den dunklen Lord – wir gewannen! Mein Vater und meine Mutter wurden nach Askaban gebracht, ich bin frei. Gut, da dachte ich mir, ich vertiefe die Beziehung zu Pansy, doch das stellte sich als Fehler heraus. Immer wieder stritten wir uns, sie verlangte einfach Unmögliches von mir! Aufmerksamkeit! Pah! Was denn noch? Meine Güte, ich sah sie immer wieder an, ich redete sogar öfters mit ihr – alleine! Und das war ihr noch nicht genug! Ich sollte sie verwöhnen, wenn es geht ihr die Füße küssen!“ regte sich Draco auf, er wanderte im Gang auf und ab. Harry fing zu lachen an, Draco blieb stehen.

„Wieso, zum Henker, lachst du über mich? Ich erzähle dir mehr, als ich jemals Blaise anvertraut habe und du lachst mich aus? Du bist wirklich ein…“, regte sich Malfoy auf.

„Ich kann dich so gut verstehen!“ unterbrach Harry ihn lachend, was Draco den Wind aus den Segeln nahm.

„Wie bitte?“ meinte der Blonde erstaunt, Harry setzte sich auf den Boden. Er winkte Draco zu sich, der sich neben ihn setzte und den Schwarzhaarigen erwartungsvoll ansah.

„Ich sagte, ich kann dich voll und ganz verstehen! Ginny benahm sich nicht anders!“ rief Harry aus und raufte sich die Haare.

„Beziehungen sind absolut das Letzte!“ blaffte er los, Draco nickte zustimmend.

„Du sagst es, Potter! Sie wollte Blumen!“ regte sich Draco ebenso auf, Harry brummte zustimmend.

„Rosen, wenn geht. Mann, ich und Ginny waren noch nicht einmal so lange zusammen! Gerade einmal zwei Wochen! Und dann sind sie eingeschnappt, wenn man mit jemand anderen spricht und nicht dauernd mit ihnen!“ schüttelte Harry den Kopf, Draco sah ihn erstaunt an.

„Bei dir war das auch so? Pansy machte sofort ein Theater, wenn ich mit Blaise alleine nach Hogsmeade wollten!“

„Liebst du mich denn nicht?“ äffte Harry Ginny nach, Draco lachte auf.

„Hast du eine andere?“ imitierte Draco Pansys keifende Stimme – nun lachte Harry auf.

„Oh Merlin! Und dann musste ich immer mit Engelszungen reden, bis sie nicht mehr sauer war! Wieso denken die gleich, dass wir Männer eine andere hätten, nur weil wir mit unseren besten Freunden etwas unternehmen wollen?“ fragte Harry Draco, der ratlos die Schultern zuckte.

„Keine Ahnung, Potter – mir erging es ja nicht anders“, seufzte er, Harry gluckste.

„Geht’s dir schon besser?“ fragte Draco nach einiger Zeit, Harry nickte.

„Ja, danke, Malfoy. Hätte nicht gedacht, dass es so gut tun würde, über sie herzuziehen. Sie war mehr als anstrengend, doch dieser Betrug tat mir schon weh. Ich war- regelrecht geschockt!“

„Tat es dir so richtig weh, oder war es nur dein Stolz, Potter?“ flüsterte Draco leise und neugierig, er knetete seine Finger.

„Eine sehr gute Frage, Malfoy. Ich glaubte, sie hatte meine Ehre gekränkt. Gut, wenn ich sie mit einem anderen Typen erwischt hätte, dann… Aber sie war mit einer anderen Frau zusammen!“ rief Harry nicht glaubend aus, Draco knurrte.

„Wem sagst du das! Ich frage mich, was andere Frauen ihnen geben können, was wir nicht in der Lage zu geben sind?“ sah er auf die gegenüberliegende Wand, Harry seufzte.

„Ich weiß es nicht. Zuwendung vielleicht? Anscheinend brauchen das Mädchen mehr als wir Männer“, vermutete er, Draco dachte darüber nach.

„Kann schon sein. Trotzdem finde ich es kindisch, sich aufzuregen, wenn wir einmal einen Abend mit unseren Freunden verbringen wollen. Ich hatte niemals vor 24 Stunden am Tag an ihr zu kleben. Ätzend“, schnarrte Draco, Harry nickte.

„Mir ging es genauso. Vielleicht war es gut, dass sie sich fanden, auch wenn es für mich ein absoluter Schock war“, gab Harry zu, Draco sah ihn von der Seite her an.

„Tut mir Leid für dich, Potter“, meinte er leise, Harry runzelte die Stirn, wandte sich ihm zu.

„Was denn?“ fragte er naiv, Draco rollte mit den Augen.

„Na das mit dir und Weasley“, stöhnte er auf, Harry bekam rote Wangen.

„Ach – schon gut. Mein Beileid auch für dich.“

Einige Zeit saßen sie stumm nebeneinander, hingen ihren Gedanken nach und fragten sich, was ihre beiden Ex-Freundinnen jetzt wohl taten. Plötzlich fing Harry zu lachen an, er hielt sich sogar den Bauch. Draco musterte ihn, als wäre er kein Mensch.

„Was ist denn jetzt schon wieder in dich gefahren?“ wunderte er sich, Harry japste nach Luft.

„Gott, Malfoy! Überlege doch mal! Du hattest Probleme mit Frauen, ich hatte sie. Wir kämpften für die gemeinsame Sache, obwohl wir Feinde waren. Ich habe keine Eltern mehr, deine sind auch für immer in Askaban. Und das Schärfste an der ganzen Sache ist, dass unsere beiden Ex-Freundinnen es miteinander treiben! Das gibt’s doch alles nicht!“ lachte er weiter, Draco schmunzelte.

„Da gebe ich dir Recht, Potter. Wir haben sehr viel gemeinsam. Erkläre mir bitte eines: Wie meintest du das mit waren Feinde?“ Dracos Augen suchten jene von Harry, die sehr erstaunt wirkten.

„Na ja, seit dem Voldemort sich die Erde von unten ansieht, dachte ich mir, dass wir keine Feinde mehr sein müssen. Oder irre ich mich da?“ stellte er seinerseits die Frage, Draco überlegte.

„Also um ehrlich zu sein, machte ich mir deshalb noch keine Gedanken. Aber so wie die Sachlage nun jetzt liegt, würde ich meinen, dass es nicht mehr von Nöten ist. Klar, wir können nicht von einem Moment auf den anderen Freunde werden – denn da liegen Jahre des Hasses dazwischen. Aber sieh uns doch einmal an, Potter! Wir sitzen beinahe friedlich hier und lassen uns über diese Tussis aus, die es wagten, uns zu betrügen! Merlin, ich bin wirklich wütend.“

„Merkt man aber nicht“, gab Harry zu verstehen, „Und ja, du hast Recht. Wir reden ganz friedlich miteinander.“

„Ich konnte meine Gefühle schon immer im Zaum halten, Potter. Nur weiß ich nicht, was ich mit ihr anstelle, wenn ich sie alleine treffe. Vielleicht verwandle ich sie in eine Ratte, oder so“, zischte Draco, Harry schmunzelte.

„Och, die arme Ratte! Aber wenn du sie Miss Norris vorsetzt, dann…“, überlegte Harry.

„Gute Vorschlag, Potter!“ freute sich Draco, Harry kicherte.

„Was machen wir jetzt?“ kam Harry auf den Punkt, Draco stand auf und hielt Harry die Hand entgegen. Der Schwarzhaarige nahm sie gerne an, ließ sich hochziehen.

„Sollten wir nicht zurückgehen und uns amüsieren?“ grinste Draco ihn an, Harry nickte.

„Der Meinung bin ich auch! Die beiden sollten ja nicht glauben, dass wir ihnen nachheulen!“ schnaufte Harry, Draco lachte leise auf.

„Habe ich auch nicht, Potter. Du hattest…“

„Halt die Schnauze, Malfoy.“ Harry grinste leicht, Dracos Mundwinkel zuckten. Ja, so verstanden sie sich.

°°°°

„Harryyyyy!“

„Drascho!“

Dracos und Harrys Freunde freuten sich sehr, die beiden munter und in einem Stück zu sehen. Sie alle waren schon sehr angetrunken, zogen die beiden ehemaligen Feinde auf die Couch und drückten ihnen Butterbiere in die Hände. Blaise zog Seamus immer wieder zu sich und saugte sich an dessen Hals fest, während der Ire die Augen verdrehte und dessen Mund weit offen stand. Ron und Hermine lachten immerzu und wollten wissen, ob Harry Ginny gefunden hätte. Harrys Gesicht verdüsterte sich.

„Die treibt es gerade mit meiner Ex“, kommentierte Draco trocken, Hermine sah ihn wie ein Stockfisch an.

„WAS?“ kreischte Ron los, stand abrupt auf und Hermine fiel zu Boden.

„Reg dich nicht auf, Ron, ist eben so. Ginny ist abgehakt“, meinte Harry nur und winkte ab. Er stieß mit Draco an.

„Auf uns Männer!“ rief er aus, Dean und Neville machten sofort mit. Draco lachte auf und trank sein Bier zeitgleich mit Harry aus. Blaise stand der Mund offen, während Hermine sich hoch rappelte und noch immer versuchte, ihren Freund zu beruhigen.

„Wo ist sie!“ donnerte er los, Harry deutete Richtung Mädchenschlafsäle.

„Na warte! Die kaufe ich mir!“ zischte Ron los und steuerte darauf zu. Hermine hing an ihm, wollte ihn zur Vernunft bringen, während Harry seine Flasche hochhielt und auflachte.

„Viel Spaß, Ron!“ rief er hinterher, Blaise lehnte sich zu ihnen und zog Seamus noch dichter zu sich.

„Stimmt dasch? Drascho? Panschy ischt untreu mit Weaschley?“ lallte er, Draco nickte ihm zu.

„Ja, was soll’s. Sie war sowieso nicht die Richtige für mich“, zuckte er mit den Schultern, Harry mischte sich ein.

„Genau!“ Das nächste Bier wurde angeliefert, die Musik dröhnte. Draco wurde langsam heiß, seine Wangen röteten sich – alles drehte sich. Leise summte er mit, Harry bemerkte es. Neville tanzte mit einer Ravenclaw, Blaise knutschte mit Seamus herum und Harry grinste vor sich hin. Dann erhaschte er Draco, der die Augen geschlossen hatte und der Musik lauschte.

„…hübsches Ding…“, sang Draco leise mit, Harry lächelte. Ihm war genauso schwindlig, denn er trank immer weiter.

„Willscht du tantschen, Malfoy?“ lallte er ihn an, Draco schlug seine Augen auf. Harry erstarrte, da die Augen des Blonden aus flüssigem Silber bestanden und ihn in den Bann zogen.

„Hmmm“, brummte Draco mit einem seltsamen Gesichtsausdruck, seine Augen huschten immer wieder zu Harrys feuchten Lippen. Der Schwarzhaarige grinste, stand wankend auf und zog Draco an der Hand zur Tanzfläche. Beide summten das Lied vor sich hin, ehe Harry anfing, sich zu bewegen. Draco machte es ihm nach, egal wie er dabei aussah. Doch als Harry ihn musterte, fand er, dass Draco sich wirklich gut bewegen konnte. Er schnappte ein wenig nach Luft, als Draco sich im Kreis drehte und sein Becken dabei kreiste. Seine Hände streckte er in die Höhe, die Augen waren geschlossen. Harry wollte einfach nicht mehr darüber nachdenken, machte es ihm nach und ließ sich gehen.

Die Menge sprang, grölte, sie tanzten und tobten sich aus. Als Draco seine Augen öffnete, sah er nach links, wo ein Pärchen sich gemeinsam zum Takt der Musik bewegte. Ein fieses Grinsen legte sich auf seine Lippen, schon schnellten seine Arme vor und zogen Harry zu sich. Der Schwarzhaarige schlug die Augen auf, starrte Draco erschrocken ins Gesicht. Sie konnten sich einfach nicht von den Augen des Anderen lösen, während ihre Becken sich berührten und es gemeinsam als eine Einheit kreisen ließen.

Harry schnappte wieder nach Luft, seine Wangen brannten. Wieso sah ihn Malfoy so komisch an? Was sollte das werden? Draco lächelte immerzu, seine Augen hypnotisierten Harry geradezu. Als er bemerkte, dass der Schwarzhaarige sich nicht wehrte, zog er ihn noch dichter an sich, ihre Bewegungen wurden rhythmischer und schneller. Harry fing charmant zu lächeln an, legte seinen Arm um Dracos Nacken und drückte sich an ihn. Draco lachte leise auf, schlang seinen zweiten Arm ebenso um Harrys Taille und drehte sich mit ihm im Kreis.

Die Menge teilte sich ein wenig, alle sahen Harry und Draco zu. Zusammen tanzten sie unglaublich heiß, die Bewegungen zogen viele Blicke magisch an.

„Verdammt, dieser Tanz ist sexy!“ hörten sie eine Stimme von rechts, doch wem sie gehörte, wussten sie nicht. Beide hatten ihre Augen geschlossen, Harrys andere Hand wanderte über Dracos Seite hinab über die wiegenden Hüften. Danach lag sie auf Dracos Po, wo er zart zugriff. Er bemerkte Dracos abgehakten Atem, hörte das leise Knurren.

„Lass das, Potter“, keuchte Draco ihm ins Ohr, Harry lachte auf.

„Wieso denn?!“ meinte er unbekümmert, die anderen Pärchen machten sie nach und widmeten sich wieder ihren Partnern. Die Musik dröhnte noch immer und Harry schloss seine Augen ein weiteres Mal. Er fühlte sich sicher und behütet, der Schwindel war ein angenehmer Nebeneffekt. Plötzlich spürte er eine sanfte Zunge, die über sein Ohr glitt. Harry riss die Augen auf, zuckte zusammen, doch Draco tanzte noch immer so verdammt eng mit ihm. Dann kam alles Schlag auf Schlag.

Alle Ereignisse stürmten auf Harrys vernebeltes Gehirn ein. Dracos sanfte Lippen, die sich auf seinen Hals legten, daran saugten. Die Zunge, die seine Haut in Flammen setzte. Ohne es zu wollen, stöhnte er tief auf, direkt in Dracos Ohr. Der Blonde grinste an seinem Hals, leckte abermals darüber und krallte seine Hände in Harrys Po. Der Gryffindor fing zu keuchen an, als er Dracos Reibung spürte und bemerkte, dass sein Schritt immer enger wurde. Seine Hände verkeilten sich in Dracos weichem Haar, er drückte dessen Kopf noch näher zu sich.

„Gefällt dir das, Potter?“ säuselte Draco etwas nüchterner, obwohl er noch immer einen Schwips hatte.

„J- Ja!“ keuchte Harry mit offen stehendem Mund und geschlossenen Augen.

„Soll ich weiter machen?“ floss der warme Atem in Harrys Ohr, dessen Beine langsam nachgaben.

„Hmmm“, stöhnte er auf, Draco lachte abermals heiser an Harrys Hals. Dessen Kopf fiel in den Nacken, des Blonden Küsse wanderten nach vorne. Dracos Hände glitten nach oben, umfassten Harrys Gesicht. Seine Lippen liebkosten Harrys Adamsapfel, wanderten über Harrys Kinn zu seinem Mund. Als ihre Lippen aufeinander lagen, war es um Harry geschehen. Nicht einmal Ginny hatte es geschafft, ihn so zu erregen, so zu verführen! Wieso jetzt? Wieso gerade Malfoy? Feind? Junge? Malfoy? Harrys Lippen bebten, er ließ beinahe alles mit sich machen. Er merkte dabei nicht, dass er sich an Draco krallte, mit seiner Zunge um Einlass bettelte.

Der Blonde öffnete kurz seine Augen, sie blitzten erfreut und teuflisch auf. Langsam schlossen sie sich wieder, er öffnete seinen Mund. Stöhnend empfing er Harrys Zunge, welche seine anstieß und immerzu massierte. Draco fing zu zittern an, seine Hände wanderten. Die eine krallte sich in Harrys Haar, die andere streichelte über Harrys Rücken zu seinem Po und zog Harry wieder dichter an sich. Ein tiefes Stöhnen seinerseits wurde verschluckt, da er Harrys hartes Glied an seinem Schenkel spüren konnte. Er war sich allerdings klar, dass er ihm um nichts nachstand. Immer wilder tanzten sie weiter, während ihre Zungen sich verschlangen – sie von den anderen, tanzenden Pärchen eingekeilt wurden.

Draco küsste ihn feurig und fest, stöhnend und leidenschaftlich. Er vergaß geradezu die anderen Schüler, die nun verdutzt einen Kreis um sie bildeten, um dann später zu grölen-  sie anzufeuern. Doch die beiden Hübschen bemerkten es einfach nicht. Als sie den Kuss lösten, sahen sie sich verklärt in die Augen.

„Hübsches Kind“, bewegte Draco lautlos seine Lippen, Harrys Wangen wurden knallrot. Waren die Worte an ihn gerichtet? Himmel, er war von diesem Tanz und diesem Kuss so erregt, dass er bald in seiner Hose kommen würde! Dass es Draco genauso ging, war ihm nicht klar.

„HARRY!“ kreischte Ginny los, Ron hatte sie und Pansy überrascht und die beiden zusammen geschrieen. Der Zauber verflog, Harry und Draco drehten zeitgleich ihre Köpfe zu einer tränenaufgelösten Ginny. Ihre Kleidung war nur dürftig zugeknöpft, Pansy stand mit offen stehendem Mund daneben. Blaise grinste und küsste Seamus kurz auf die Wange.

„Was soll das, Draco!“ keifte Pansy los, der sie fies angrinste.

„Genau, Kumpel. Was… Was tust du da mit Malfoy?“ stotterte Ron, Hermine hielt sich da eher raus. Die Musik dröhnte noch immer, doch Harry konnte die Worte von Rons Lippen ablesen.

„Ich tanze mit Draco! Und ich küsse ihn! Was dagegen?“ zwinkerte er Ginny zu, die von einem Moment auf den anderen sehr wütend wurde.

„Das machst du nur aus Rache!“ kreischte sie los, doch Harry hörte ihr einfach nicht mehr zu. Als er Draco ansah, strahlte dieser ihn an und senkte seine Lippen auf jene von Harry. Genießerisch öffnete dieser seine Lippen, ihre Zungen fanden sich und tanzten miteinander. Der Blonde schnappte sich Harrys Hüften, presste seine Lenden an die des Schwarzhaarigen.

„Ron? Mund zu! Harry hat anscheinend endlich den richtigen Partner gefunden – finde dich damit ab. War bei der Spannung, die seit Jahren zwischen ihnen herrschte, voraus zu sehen“, meinte Hermine mit einem sonderbaren Grinsen, während Ginny ausrastete und nach Pansys Hand fasste.

„Ich muss hier weg!“ rief sie aus, verstört folgte Pansy ihr.

„Ich… Ich brauch ´n Bier“, keuchte Ron nur, Hermine schleifte ihn zur Couch. Blaise und Seamus pfiffen und machten es den beiden im Tanz gleich. Auch die anderen Schüler störten sich nicht mehr daran, denn Harry und Draco sahen so verdammt heiß aus! Und so tanzten sie die ganze Nacht durch, tranken zwischendurch Bier und drifteten immer wieder ab. Doch leider ließ sich nicht verhindern, dass bei dieser heißen Reibung ihre Leiber explodierten, heftig in den Mund des Anderen stöhnten - sie in einem günstigen Moment sich mittels Zauberstab reinigten.

°°°°

„Harry?“ Angesprochener stöhnte, sein Kopf hämmerte. Gott sei Dank hatte man ihn leise angesprochen.

„Harry!“

„Uuuhhh“, grummelte er, langsam öffnete er seine Augen und schnappte sich seine Brille.

„Was ist denn?“ richtete er sich murmelnd auf, sein Kopf brachte ihn um! Ron, Neville, Dean und Seamus saßen auf seinem Bett und zeigten auf die Uhr.

„Wir haben Mittag, Kumpel. Du solltest etwas essen“, grinste Ron, bei Harry drehte sich alles.

„Schon? Bin doch gerade erst schlafen gegangen“, maulte er, die Jungs sahen sich lange an.

„Um genau zu sein, war es fünf Uhr Früh“, meinte Neville sachlich, Harry griff sich an den Kopf.

„Was… Was ist passiert? Ich kann mich nicht mehr an alles erinnern“, seufzte Harry, sein Magen rebellierte.

„Uhm, du hast mit Malfoy getanzt. Die ganze Nacht lang. Manchmal seid ihr zu uns gekommen – da haben wir dann Butterbier getrunken. Aber meist befandest du dich rittlings auf Malfoys Schoß – ihr habt dauernd geknutscht!“ lachte Seamus los, Harrys Kopf zersprang gleich.

„Wie bitte? Ich und Malfoy? An den einen Kuss kann ich mich erinnern, aber an die weiteren?“ stöhnte Harry.

„Ja! Ihr klebtet wie Kletten aneinander! Ich muss zugeben, ihr beide seid ein süßes Paar“, nickte Dean, Ron rollte mit den Augen. Harry stand der Schock ins Gesicht geschrieben. Paar? Verarschung pur, oder?

„Also ich weiß nicht“, maulte der Rotschopf, Neville stieß ihn an. Harry mutierte noch immer zum Stockfisch.

„Lass Harry doch! Du bist ja auch mit Hermine zusammen, egal, was anderen davon halten, oder? Wenn Harry glücklich mit ihm ist?“ redete er auf ihn ein, der Schwarzhaarige sah verständnislos von einem zum anderen.

„Was? Ich bin mit Malfoy zusammen? Das ist ein Scherz, oder?“ keuchte er auf, erstaunte Augenpaare musterten ihn.

„Zumindest hast du das gestern felsenfest behauptet“, zuckte Neville mit den Schultern.

„ICH? War ich so besoffen? Wir- Wir sind beide Männer und… Und wie hat Malfoy darauf reagiert?“ fragte Harry nun neugierig weiter, Seamus griff sich ans Kinn und überlegte.

„Ich glaube, ihm hat diese Vorstellung gefallen. Jedes Mal, wenn du es erwähntest, hatte er dich geküsst und mit dir gekuschelt“, grinste er schief, Harrys Wangen fingen Feuer.

„Oh“, nuschelte er und senkte verlegen den Kopf. Er und Malfoy – ein Paar? Ein Paar! Oh Merlin! Und was jetzt?

„Willst du denn gar nicht mit ihm zusammen sein? Immerhin ist er dein Feind und ein Malfoy dazu. Er ist ein Mann und Ginny…“, sprach ihn Dean an, Harrys Kopf zischte in seine Richtung. Nach einem bösen Blick folgte Kopfschmerz, Harry zischte durch die Zähne.

„Erstens: Er war mein Feind und ja, er ist ein Malfoy. Er ist auch ein Mann, der verdammt gut küssen kann. Besser, als es Ginny je konnte. Zweitens: Sie betrog mich mit Parkinson, deshalb ist sie Geschichte für mich. Sie kann mich mal. Ich fand es nicht schlimm, Malfoy zu küssen. Es fühlte sich einfach richtig an“, gab er beinahe schüchtern zu, die Jungs – auch Ron – nickten.

„Dann warte einfach einmal ab, wie es mit dir und Malfoy weiter geht“, stimmte Neville zu, Harry lächelte die Jungs dankbar an. Während die Jungs einen stöhnenden Harry ins Bad schleiften und ihn unter die Dusche stellten, unterhielt sich Blaise mit Draco. Blaise fragte so ziemlich das Gleiche, doch Draco ging selten auf seine Fragen ein.

„Sag mir nur eines! Willst du etwas von Harry Potter? Seid ihr jetzt zusammen?“ wollte er wissen, Draco lag auf dem Bett und starrte in den Himmel.

„Ich weiß nicht, ob ich etwas von ihm will, Blaise. Das was gestern geschah war einfach unglaublich. So hatte ich bisher noch nie gefühlt. Potter fühlte sich so gut an. Mal sehen wie er reagiert. Ob ich mit ihm zusammen bin? Schätze schon, denn gestern hatte er es überall herumgebrüllt. Merlin! Ich und der Goldjunge! Ich hätte mit allem gerechnet, doch nicht damit! Außerdem ist er ein Junge – aber – ich erweitere gerne meine Grenzen.“ grinste Draco, Blaise kicherte.

„Und du? Was läuft zwischen dir und Finnigan?“ nickte er ihm zu, Blaise wurde verlegen.

„Ja, wir versuchen es miteinander. Er kann sehr gut küssen und… hm… wow“, seufzte Blaise mit leuchtenden Augen, Draco schwang seine langen Beine über den Bettrand und setzte sich auf.

„Die Löwen sind sehr feurig, oder?“ wandte er sich grinsend an seinen besten Freund, Blaise seufzte.

„Oh ja… Ach, Draco?“ Der blonde Slytherin stand gerade auf und hielt in seiner Bewegung inne.

„Ja?“

„Krall dir Harry Potter. Ihr beide gehört einfach zusammen!“    

°°°°

Schweißnasse Hände, Übelkeit, Herzklopfen, ein pochender Schädel, zittrige Beine. Harry hasste diese Nachwirkungen, besonders, wenn sie mit Nervosität gekoppelt waren. Sein Fuß zuckte unter dem Tisch, das Essen, welches so einladend wirkte, wurde langsam kalt.

„Mann, iss doch endlich was!“ beugte sich, ein ihm gegenübersitzender Seamus, vor – Harry räusperte sich.

„Keinen Hunger.“

„Du siehst nicht gut aus, Kumpel?“ schmatzte Ron von der Seite, Harry rollte mit den Augen.

„Wie würdest du nach einer heißen Party mit Übermengen an Alkohol aussehen?“ knirschte er seinen besten Freund an, Ron schluckte den Bissen hinunter.

„Nicht so beschissen wie du“, musterte er ihn, Harry sank in sich zusammen.

„Vielen Dank auch“, brummte er beleidigt, Hermine stieß Ron in die Rippen.

„Ronald Weasley! Du bist genauso einfühlsam, wie ein Elefant im Porzellanladen!“ keift sie ihn an, Ron wurde rot im Gesicht.

„Aber Mine! Er hat mich gefragt und ich gebe ihm nur eine ehrliche Antwort! Ich meinte es ja nicht böse, aber er sieht wirklich beschissen aus! Deshalb sollte er etwas essen, damit er Farbe im Gesicht bekommt“, versuchte er zu erklären, Harry wurde rot im Gesicht.

„Braucht er nicht, er bekommt schon Farbe“, gluckste Neville, Harry knurrte ihn an. Mehrmals in den letzten Minuten, ging die Türe zur großen Halle auf – und als ob es Harry ahnte, sah er gerade jetzt dort hin. Seine Augen wurden groß, sein Herzschlag beschleunigte sich. Da stand er nun, seine Augen wanderten suchend die Halle ab – Draco Malfoy! Sein Haar glänzte und war wie immer perfekt gestylt und heute trug er eine einfache schwarze Hose und ein weißes Hemd. Natürlich, sie hatten Wochenende – da waren die Schuluniformen nicht nötig.

Seit wann konnte sich Malfoy nur so katzengleich bewegen? Hatte er schon immer so ein hübsches Gesicht besessen? Ob sie nun wirklich zusammen waren? Wie sollte er sich ihm gegenüber verhalten? Verdammt! Malfoy sah her!

„Ähm, Harry? Du sabberst“, informierte ihn Dean mit einem verschmitzten Grinsen, Harry wurde abermals knallrot im Gesicht.

„Tu´ ich nicht!“ giftete er ihn an, seine Freunde fingen zu lachen an.

„Tust du doch! Und Malfoy schaut her!“ mischte sich nun auch Hermine ein – Harry hätte sich am liebsten irgendwo eingegraben!

„Und wie sieht er zu mir her?“ wisperte Harry leise, er starrte noch immer auf sein Essen.

„Nervös, interessiert, beobachtend. Jetzt lächelt er“, zählte Seamus auf, Harry vergrub sein Gesicht in den Händen.

„Ich… Ich muss gehen. Ich halte das nicht mehr aus“, stotterte Harry eingehend, denn alles in ihm spielte verrückt. Entweder, er würde hier auf der Stelle austicken und sich zum Affen machen oder er räumte das Feld der Beobachtung. So viel zu: mutig!

„Aber Harry!“ rief Hermine ihm hinterher, als er es ziemlich eilig hatte, während Draco und Blaise sich bereits an ihren Plätzen befanden.

„HARRY!“ Angesprochener blieb stehen und zählte gedanklich bis Zehn. Was wollte Ginny schon wieder?

„Ich muss mit dir reden!“ keifte sie seinen Rücken an, Harry stöhnte.

„Ich aber nicht mit dir! Lass mich in Ruhe, Ginny! Mit dir bin ich fertig! Ein für allemal!“ rief er aus, ohne sich umzudrehen. So verließ er die Halle, Ginny folgte wütend. Auch Draco erhob sich, Blaise schob ihn an und winkte nebenbei seinem süßen Seamus zu. Ron fing zu kichern an, da er seine Haare mit Seamus Gesichtsfarbe verglich, sich gleich einige Schläge einfing und aufgrund dessen sich hinter Hermine versteckte.

°°°°

„Harry James Potter! Ich rede mit dir!“ Langsam drehte sich Harry um, sah Ginny ausdruckslos an.

„Was willst du, Ginny! Habe ich mich vorhin nicht klar und deutlich ausgedrückt?“ erwiderte er kühl, Ginny baute sich wütend vor ihm auf.

„Wieso tust du mir das an!“ rief sie aus, in ihren Augen glitzerten Tränen. Harry schnaubte verächtlich und tippte mit seinem Finger auf seine Brust.

„ICH? Was ich dir angetan habe? Soweit ich mich erinnere, liebste Ginny, lagst du mit Pansy in einem Bett! Und zwar nackt! Deshalb ist Schluss zwischen uns! Und was ich danach tat, kann dir absolut egal sein!“ stellte er klar.

„Du hattest dich nie um mich gekümmert! Immer waren deine Freunde wichtiger als ich! Und dann knutscht du noch mit Malfoy rum! Und da wundert es dich, dass ich fremdgehe?“ Ihre Stimme überschlug sich, Harry griff sich an den dröhnenden Schädel.

„Sei bitte leiser, Ginny, ich habe Kopfschmerzen. Meine Freunde waren mir niemals wichtiger als du, verstanden? Du konntest es einfach nur nicht verkraften, dass nicht nur du meine einzige Welt warst. Ich konnte dir nicht das geben, was dir Pansy Parkinson anscheinend geben kann. Sieh es ein, Ginerva, wir passten niemals zueinander. Es ist eben so. Werde glücklich mit Pansy und lass mich in Ruhe. Was ich mit Draco Malfoy anstelle, kann dir gleich sein“, erwiderte er müde, Ginnys Kinn bebte.

„Bist du mit ihm zusammen?“ quiekte sie, Harry schnappte nach Luft.

„Ich... Ich denke schon. Ich will es jedenfalls versuchen“, gab er offen zu, Ginny fing zu weinen an.

„Mistkerl!“ stieß sie aus, drehte sich um und lief weinend davon.

„Frauen“, schüttelte Harry den Kopf, doch er fühlte sich schon viel besser. Er hatte während ihres Gespräches bemerkt, dass er Ginny niemals wirklich geliebt hatte. Natürlich tat es ihm Leid, dass er ihr nicht das geben konnte, was sie sich erhoffte, aber anscheinend war er tatsächlich nicht der Richtige für sie.

Außerdem konnte er nicht länger verleugnen, dass Draco Malfoy immer schon eine wichtige Rolle in seinem Leben eingenommen hatte. Doch nie hatte er bemerkt, dass es Interesse am eigenen Geschlecht – besonders an Malfoy – war, welches ihn immer wieder zum Blonden trieb, um mit ihm zu streiten. Jetzt wusste er es besser und wollte die Chance, die sich ihm bot, nutzen. Die letzte Nacht hatte ihm die Augen geöffnet.

„So, so, du willst es also versuchen?“ schnarrte eine Stimme hinter ihm, Harry wirbelte ertappt herum.

„M- Malfoy?“ sprach er tonlos aus, er wurde blass im Gesicht. Der Blonde kam mit einem angedeuteten Grinsen näher, sah auf Harry hinab.

„Wie viel hast du gehört?“ stotterte Harry, Draco grinste.

„Genug, würde ich sagen. Du willst es also tatsächlich mit mir versuchen und fragst mich nicht einmal, was ich von der ganzen Sache halte?“ schnarrte er kühl los, Harry schwante Böses. Was sollte er darauf erwidern? Er hatte Angst, dass Draco Malfoy ihn gleich auslachen würde.

„Gut, dann eben nicht“, zischte Harry eingehend – er wollte nur weg von hier! Hatte sich Malfoy hinter einer Säule versteckt? Und wieso kam ihm der Gang so verdammt lang vor?

„Nicht so schnell, Potter!“ donnerte Dracos Stimme hinter ihm her, hart wurde Harry am Arm gepackt und in eine Nische gezogen.

„Was zum Henker…“, brachte Harry noch hervor, doch dann versiegelten weiche Lippen die seinen. Seufzend lehnte er sich an den Größeren, genoss den Kuss und ließ die bettelnde Zunge in seinen Mund eintauchen. Sanfte Hände gruben sich in Harrys Schopf, ein Stöhnen seitens Draco machte Harry willenlos. Der Gryffindor erwiderte den Kuss mit voller Leidenschaft, drängte sich an Draco und fing zu zittern an. Langsam lösten sie sich voneinander, keuchten sich ins Gesicht.

„Versuchen wir es, Potter“, keuchte Draco mit geröteten Wangen, Harry sah ihn unsicher an.

„Wirklich? Immerhin bin ich ein Junge und…“

„Na und? Bin ich doch auch? Trotzdem waren wir beide gestern ziemlich erregt, oder? So heiß war mir schon lange nicht mehr, Harry.“ Der Schwarzhaarige sah ihn verträumt an, denn Draco Malfoys Stimme setzte Harrys Namen mit einem Liebesgeständnis gleich.

„Okay?“ wisperte Harry, Draco lächelte ihn ehrlich und erfreut an.

„Komm mit“, raunte ihm Draco zu, schon flitzten sie die Gänge entlang. Harry kam sich vor, als würde eine Herde von Hunden an der Leine ziehen, er in der Luft hinterher fliegen. Wieso hatte Draco es auf einmal so eilig? Die Gänge wurden dunkler, Fackeln ersetzten die natürlichen Lichtquellen. Angenehme Kühle hüllte Harry ein – er kannte den Weg. Wollte Draco mit ihm zum Kerker?

„Mein Freund sollte unbedingt mein Zimmer kennen lernen“, erklärte Draco nach einigen Minuten schweigendes Hinterherziehen, Harrys Wangen brannten.

„Ähm… ja“, gab er kleinlaut von sich – Mann, war er aufgeregt! Was hatte Draco vor? Ihm die Briefsammlung zeigen? Sicher nicht! Immer wieder drängten sich die Bilder von gestern in Harrys Kopf. Ihre Körper, reibend aneinander, das Lied, die Küsse, die Hände – oh Merlin! Er wurde alleine schon bei dem Gedanken hart! Verfluchtes Anfängerstadium! Allerdings wollte er es nicht zu schnell angehen, da irgendwie alles, was er gestern erlebt hatte, sein Leben auf den Kopf stellte.

Beinahe sieben Jahre lang waren sie Feinde gewesen, bis zu diesem Kampf, bis zur letzten Nacht. Und jetzt? Wie konnte man den jetzigen Zustand beschreiben? Freunde? Geliebte? Ein vom Schicksal vorherbestimmtes Zusammenkommen? Beide waren sie Männer und sie fühlten sich dennoch unglaublich zueinander hingezogen – das war nicht abzustreiten. Ein wenig Alkohol und auch die letzten Dämme brachen und zeigten ihr wahres Verlangen, welches sie bis zu dem gestrigen und schicksalhaften Abend unterdrückt – von dem sie nicht einmal gewusst hatten.

Harry lernte Draco von einer anderen Seite kennen, eine, die ihm gefiel. Allerdings stellte er sich auch die Frage, wieso der Blonde auf einmal einwilligte, wo er doch immer angenommen hatte, dass er ihn hasste? Endlich kamen sie an, die Türe fiel ins Schloss.

„Draco?“ Der Blonde blieb stehen, drehte sich abwartend zu ihm und legte den Kopf schief.

„Ja?“

„Wir müssen reden“, teilte Harry ihm mit, der Slytherin seufzte.

„Das habe ich mir auch gedacht, deshalb habe ich dich auch hierher mitgenommen. Komm, setz dich“, erwiderte der Blonde ruhig und wies auf das Bett, auf dem beide nun Platz nahmen. Sekunden verstrichen, ehe Draco sich ihm zuwandte.

„Erzähle mir etwas über dich.“ Der Schwarzhaarige lächelte erleichtert und nickte freudig. Draco Malfoy schien auf einmal so verändert – ohne seine Maske. Und Merlin, der Blonde gefiel ihm! So fing Harry erstmals stockend zu erzählen an, mit der Zeit fiel es ihm immer leichter. Irgendwie wusste er, dass er seinem neuen Freund vertrauen konnte, obwohl sie erst seit Stunden zusammen waren. Vielleicht lag es daran, dass er den Blonden sogar besser, als alle anderen Schüler, kannte – ausgenommen seine Freunde -, da er ihn als Feind genauestens studiert hatte? Draco unterbrach ihn kein einziges Mal, hörte ruhig zu und zeigte offen seine Reaktion auf Harrys Erzählungen.

Endlich konnte er nachvollziehen, wieso Harry so war, wie er eben war, wieso er manchmal ein Handeln an den Tag legte, welches der Blonde bis zur jetzigen Stunde nicht hatte nachvollziehen können – jetzt schon. Draco Malfoy war glücklich darüber, dass Harry ihm so vertraute. Sein Herz schlug Purzelbäume, da sie endlich vertrauter miteinander wurden. Er hätte sich niemals gedacht, eine Beziehung mit Harry Potter zu haben. Auch, weil er bis zum gestrigen Abend dachte, nur auf Frauen zu stehen. Und er war fest davon überzeugt gewesen, keine Beziehungen eingehen zu wollen. Doch bei Harry…?

Gut, er gab es ja zu – zumindest gedanklich! Potter war schon immer anziehend gewesen, doch in welcher Kategorie, das hatte er sich bisher nicht beantworten können. War das deshalb ein Grund gewesen, wieso er mit Pansy nicht weiter gekommen war? Wieso er ihr nicht das geben konnte, was sie bei Ginny bekam? Weil er eher auf Jungs stand, als auf Mädchen? Als er gestern Harry in den Armen hielt, ihn voller Verlangen und mit Herzklopfen küsste, wurde seine quälende Frage endlich beantwortet. Anscheinend hatte er unbewusst nach einer Person gesucht, die das Feuer in ihm auslöste – in Harry hatte er sie gefunden. Eine gewisse Ungewohnheit stellte sich ebenso ein, denn das Blatt hatte sich natürlich um 180 Grad gewendet. Aus Feinden wurden Geliebte? Freunde?

Ihm war klar, dass es für beide eine sehr ungewohnte Situation war, doch beide wollten es unbedingt miteinander versuchen. Als Harry endete, war Draco geschockt. Die Worte der Entschuldigung, wegen seines Verhaltens, sprudelten nur so über seine Lippen. Irritiert hielt er inne, da er sich noch nie in seinem Leben entschuldigt hatte. Aber bei Harry war es anders – auch was seine Gefühlswelt anging. Der Schwarzhaarige hatte etwas an sich, was auf den Blonden einfach unwiderstehlich wirkte. War es sein zartes und verletzliches Wesen? Die großen und hoffnungsvoll ansehenden Augen? Das schöne Gesicht, die zarte und doch männliche und sehr schlanke Figur? Die wild abstehenden Haare, durch die er schon seit ihrer ersten Begegnung mit seinen Fingern fahren wollte? Nein, es war alles zusammen – einfach Harry.

Verwirrende Gefühle, sehr konträr und doch zusammenpassend, stürmten sein Herz. Dieser Junge war endlich sein Freund – und nicht nur das, auch sein Geliebter. Draco war sehr nervös, weil er das erste Mal nicht wusste, wie er sich verhalten sollte. Bei den Mädchen war es anders gewesen. Als geborener Verführer hatte er gewusst, wie er sie ins Bett bekam, wie er sich Befriedigung holen konnte. Bei Harry war es anders. Er war unsicher, hatte Angst etwas falsch zu machen. Woher kamen diese Gefühle auf einmal? Wo war sein Vertrauen in ihm selber abgeblieben? Natürlich wollte er mit Harry intim werden, allerdings nicht jetzt. Doch, schon – aber er wollte es endlich einmal richtig machen. Ihm war wichtiger, mehr über Harry zu erfahren. Ihn verstehen zu können, auf seelischer und geistiger Ebene mit ihm eins zu werden. Er wollte ihn in und auswendig kennen lernen und sich Zeit lassen – unheimlich!

„Du- Du verachtest mich nicht?“ wollte Harry wispernd wissen, Draco kam wieder zu sich.

„Wieso sollte ich? Endlich weiß ich, was du alles erlebt hast, kann dich sogar verstehen. Dein Leben ist echt hart, oder?“ wollte er ehrlich wissen, Harrys Wangen fingen zu glühen an.

„Na ja, jetzt nicht mehr. Außerdem bin ich auch ein wenig nervös und aufgeregt, weil wir nun zusammen sind. Ein sehr komisches Gefühl“, grinste Harry schief, Draco konnte ihn durchaus verstehen.

„Harry – Mann, dein Vorname klingt seltsam aus meinem Mund – ähm, ich kann dich verstehen, wirklich! Mein Leben war bisher auch nicht das reine Zuckerschlecken. Weißt du, auch ich bin nervös – und wehe du lachst mich jetzt aus! Ja, ich habe auch Gefühle, die ich vor dir eigentlich immer versteckt habe. Du weißt ja, Malfoystolz. Es ist sonderbar, mich vor dir nicht mehr verstellen zu müssen“, gab er zu, Harry streichelte über seine erhitzte Wange.

„Hörst du mich lachen? Nein? Wieso auch? Ich freue mich, dich endlich richtig kennen zu lernen, ich habe da anscheinend vieles verpasst“, seufzte er, der Blonde lachte kurz auf.

„Dito! Wenn ich gewusst hätte…“

„…wie du wirklich bist, dann…“, setzte Harry fort, beide fingen zu schmunzeln an.

„Erzähle mir nun von dir, bitte“, nickte Harry ihm zu, Draco wurde noch nervöser.

„Ich- Es fällt mir so schwer! Ich war bisher nicht gewohnt über meine Gedanken zu sprechen. Nur Blaise weiß vieles über mich“, nuschelte er unsicher, Harry lächelte ihn an.

„Versuche es einfach“, gab er ihm Zuversicht. Draco lugte weiterhin unsicher zu ihm, doch dann holte er tief Luft. Während nun er anfing zu erzählen, fühlte sich sein Herz mit jedem Wort leichter an. Es tat so gut sich alles von der Seele zu reden, nicht verurteilt oder gar ausgelacht zu werden. Harry verhielt sich seines Erachtens nach einfühlsam und unterbrach ihn kein einziges Mal. Als Draco endete, nahm Harry ihn in den Arm. Es fühlte sich einfach gut, wenn auch ungewohnt an. Beide lächelten ein wenig verlegen, hielten sich fest und küssten sich zwischendurch. Doch diesmal waren es sanfte, beinahe schüchterne Küsse, voller Intensität und mit Herzklopfen.

Zwei Stunden vergingen, in denen sie über Merlin und die Welt sprachen, viele Missverständnisse aus dem Weg räumten. Und beide kamen zu dem Entschluss, dass sie mehr gemeinsam hatten, als sie auf dem Gang schon festgestellt hatten. Auch gestanden sie sich endlich ein, immer schon vom Anderen auf eine gewisse Art und Weise angezogen worden zu sein. Nur hatte das frische Pärchen bisher nicht gewusst, wie sie es einsortieren sollten. Die Zuneigung zueinander stieg und die Augen des Einen fanden beim Anblick des Anderen immer mehr, was ihnen gefiel.

Hinzu kam noch, dass sich erneute Lust meldete, da ihre Blicke meist zu Regionen ihres Gegenübers wanderten, die ziemlich verlockend wirkten. Allerdings hatten sie keinen Plan, wie sie es anstellen sollten, sich körperlich näher zu kommen. Theoretisch schon, doch praktisch? Wenigstens fanden die beiden Blindgänger endlich heraus, dass sich hinter ihrem Hass nur Enttäuschung dem Anderen gegenüber verborgen hatte. Wäre der Hass nicht aufgeflammt, hätten sie eventuell schon früher zueinander gefunden und sich vieles erspart.

Endlich einander ausgesprochen, sah Harry erschrocken auf seine Uhr und zischte in die Höhe.

„Himmel! Ich muss los! Treffe mich noch mit Hermine und Ron! Sehen wir uns dann?“ fragte Harry hoffnungsvoll, der Blonde erhob sich ebenso.

„Aber sicher, Potter“, schnarrte er leise, doch seine Augen leuchteten, Harry lächelte. Widerstandslos ließ sich der Schwarzhaarige in eine sanfte Umarmung ziehen und küssen. Dracos Lippen schmeckten nach mehr, verführerisch, erotisch. Dem Blonden ging es nicht anders, da Harrys Lippen eindeutig süchtig machten. Bei Salazar! Wieso war er nicht schon früher auf die Idee gekommen, statt sich zu duellieren, sich einfach zu küssen? Nun ja, jetzt konnte er dies endlich tun! Nur widerwillig lösten sie den sanften Kuss, Harry senkte verlegen den Blick – Draco grinste teuflisch. Natürlich hatte er Harrys Erregung all zu deutlich gespürt, um die er nichts nachstand – aber wer war der Meister der Masken?

Harry stotterte rötlich im Gesicht vor sich hin, hielt dann inne, küsste den Blonden nochmals flüchtig auf die Lippen und verließ dessen Zimmer. Draco folgte ihn mit roten Wangen und in einem gebührenden Abstand. Als Harry hektisch verschwand, der Slytherin in seinem Gemeinschaftsraum ankam, erwartete ihn eine säuerliche Pansy. Draco seufzte, rollte mit den Augen und gesellte sich zu ihr.

„Wir müssen miteinander reden“, bestimmte er frostig, Pansy nickte grummelnd. Und während Harry mit leuchtenden Augen und einem sehr breiten Grinsen zu seinen Freunden stieß – natürlich ausgefragt wurde – musste Draco Rede und Antwort stehen, gab vieles offen zu. Pansy jammerte, heulte und spielte sich bockig auf. Doch als sie erkannte, dass Hopfen und Malz verloren waren, kapitulierte sie und gab ihm schließlich kleinlaut Recht.

Sie selber hatte schon seit einiger Zeit mitbekommen, dass sie mehr dem weiblichen Geschlecht zugetan war, als dem männlichen. Trotz allem war Draco ihr Traumtyp gewesen – bis sie Ginny, nach einem Streit mit Harry, weinend am Gang traf und zum ersten Mal mit ihr ein Gespräch anfing. Es hatte nur so kommen können, das wussten beide. Denn niemals war mehr als Zuneigung im Spiel gewesen, schon gar nicht Liebe. Friedlich gingen sie auseinander und dachten jeweils bei sich, es endlich richtig zu machen. Ohne Verleumdung, ohne Lügen.

°°°°

Zwei weitere Wochen vergingen im Wechselbad der Gefühle. Harry konnte sich nur schwer konzentrieren, da seine Gedanken immer wieder zu seinem neuen Freund wanderten. Er befand sich durchgehend auf Wolke sieben. Besonders schwierig wurde es, wenn er gemeinsam mit Draco Unterricht hatte. Obwohl die Party ein voller Erfolg gewesen war, wussten nicht alle Schüler, dass die beiden Erzfeinde nun ein Pärchen waren. Doch Draco hatte es erst letzte Woche demonstriert, in dem er Harry in der großen Halle stürmisch geküsst hatte. Die Reaktionen waren verschieden, doch das störte die beiden nicht.

Leise stöhnend versuchte Harry Professors Flitwicks Unterricht zu folgen, was ihm einfach nicht gelingen wollte. Verdammt: Die Beherrschung zu bewahren, wurde von Mal zu Mal schwieriger!

Während Flitwick seinen Monolog weiterführte, stand Harry vor einem großen Problem. Seine sexuelle Neugierde wurde immer stärker, er konnte nichts dagegen unternehmen! Immer, wenn er Draco sah, wurde ihm heiß und kalt zugleich. Unter den glühenden Augen und den lustvollen Blicken verwandelten sich seine Beine zu Pudding. Auf einmal zog er seinen nicht vorhandenen Bauch ein, versuchte ordentlich und nicht schlaksig zu gehen. Wie konnte er seinen Po in Szene setzen? Machte er es richtig? Hätte er sich letztens im Gang umgedreht, hätte er Draco sabbern gesehen, welcher von Blaise lachend mitgezerrt wurde.

Der Schwarzhaarige schob es auf die Wiedersehensfreude, wenn Draco ihn im Gang abfing, ihn fest an sich zog und seine Zunge leidenschaftlich in Harrys Mund schob. Doch da lag er falsch: Draco war mörderscharf auf den süßen Gryffindor! Ihre Küsse wurden, so wie auf der Party, verlangender, heißer, noch intensiver und höllisch erregend. Weiter waren sie bisher nicht gegangen – aus Unsicherheit? Wären ihre Freunde nicht gewesen, die lachend die beiden Knutschenden auseinander zogen, hätten sie jeden Tag sämtliche Unterrichtsstunden zu spät besucht.

„Alles okay mit dir?“ wisperte Ron ihm von der Seite her zu, Harry lächelte ein wenig.

„Wieso fragst du?“ säuselte er zurück, der Rotschopf antwortete.

„Du denkst schon wieder nach. Über was denn, Harry?“ wollte er wissen, der Angesprochene wurde knallrot.

„Ähm, nichts. Vielleicht erzähle ich es dir ein anderes Mal“, wich er aus, Ron schüttelte amüsiert den Kopf und gab wispernd Harrys Worte an seine neugierige Freundin weiter. Wenn er nur wüsste! Harry wollte im Boden versinken, denn ihn plagten mehrere Probleme: Küsste er wirklich richtig gut? Gefiel er Draco tatsächlich so sehr? Und – hatte er die richtige Länge? Der Schwarzhaarige riss die Augen auf: Himmel! Was für Gedanken! Aber: Ob Draco sich vielleicht auch schon gefragt hatte, ob sein bestes Stück von der Länge her befriedigend war?

Harry gab es langsam aber sicher auf – sein Kopf tat ihm schon weh. Ihm drängte sich, bevor er dem Unterricht mit einer gekannten Langweile folgte, nur noch eine Frage auf: Wie heiß sah Draco Malfoys Teil aus? Harry leckte sich lasziv und erregt über die Lippen und Ron, der ihn beobachtete hatte, grinste wissend.

°°°°

Draco Malfoy bestand mittlerweile aus einem Bündel ohne Nerven und holte sich in jeder freien Minute Rat von seinem besten Freund. Er fragte ihn aus, wie er und Seamus es taten, denn die beiden waren schon viel weiter als er und Harry! Doch der Schwarzhaarige hüllte sich in Schweigen und verriet dem Blonden nur, wo er ein gewisses Buch, welches ihm sicherlich helfen würde, finden konnte.

Und Draco holte es sich, verschlang den Inhalt, holte sich natürlich einen runter, sabberte es an. Ja, das Buch hatte es in sich! Während des Lesens zog er sich gerne still und heimlich zurück, verriegelte sein Einzelzimmer und gab sich seiner Lust hin. Bewegende Bilder führten den Homo-Neuling in Sachen Verführung und Stellungswechsel ein, was Draco sehr gut gefiel. Oh ja! Er und Harry, er und Harry, ER UND HARRY!

Nicht nur einmal wurde er bis unter die Haarwurzeln rot und steckte seine Nase tiefer in die aufgeschlagenen Seiten. Da wurden Sachen erklärt, von denen Draco bisher noch nichts gewusst hatte. Wie denn auch – bisher waren nur Frauen interessant gewesen – tja, eine abgehackte Sache. Harry Potter, den süßesten Jungen Hogwarts UND gleichzeitig seinen neuen Freund, flach zu legen, stand im Vordergrund! Himmel, dieser Mann machte ihn süchtig, ließ ihn sein Gehirn auf Dauerurlaub schicken!

Sein Gang, seine Gestalt, das Aussehen und die Ausstrahlung ließen ihn wahnsinnig werden vor Lust und Anspannung! Wusste Harry denn nicht, wie scharf er ihn durch seine alleinige Anwesenheit machte? Diese Unsicherheit und Schüchternheit seitens Harrys zog ihn so magisch an! Und Harry reizte ihn! Da war er sich sicher! Bei Merlin, er wollte endlich wissen wie es war, Sex mit Harry zu haben! Mit seinem Harry!

Blaise meinte letztens zu ihm, dass die Spannung zwischen ihnen beiden zum Greifen nahe war, beinahe die Schule sprengte! Und Draco fasste endlich einen Entschluss, denn er wollte verführen! Ob Harry es auch wollte? Ob er ihn reichlich befriedigen konnte? Er hoffte es, denn die Nervosität machte ihn einfach nur wahnsinnig!

Und während Draco sich abends gerne eine Seite wild aufstöhnend nach der anderen genehmigte und seine Hände beinahe schon Schwielen hatten, lag Harry wach im Bett und dachte über den Blonden nach. Nacht für Nacht erlag er seinen heißen Träumen, die immer intensiver wurden. Zuerst bestanden diese nur aus Küsse, doch dann gesellten sich Streicheleinheiten hinzu, Dracos saugender Mund kam ins Spiel. Nicht nur einmal wachte er durch sein eigenes Stöhnen und einer mächtigen Erektion auf. In den letzten zwei Wochen masturbierte Harry öfters denn je und konnte den Blonden beinahe auf seiner Haut spüren!

Eines schönen Morgens grinste Ron besonders schief, Harry runzelte die Stirn.

„Ach, Kumpel? Ich sage es ungern, aber bitte lege zukünftig einen Stillezauber über dein Bett. Ich konnte alles mit anhören. Sei froh, dass ich einen leichten Schlaf habe, sonst würden auch die anderen davon wissen. Ich nahm mir die Freiheit heraus, deine Privatsphäre zu schützen“, zwinkerte er ihm zu, Harry versank im Boden.

„Oh shit! Danke, Ron“, grummelte er hoch peinlich berührt und schlurfte ins Bad. Eine halbe Stunde später verließ er mit seinen Freunden den Gryffindorturm und machte sich mit ihnen auf den Weg zur großen Halle. Es verging keine Sekunde, an der Harrys Blick nicht an dem Blonden hing, er ihn mit blitzenden Augen genüsslich auszog. Hermine prustete in ihr Essen, da Harry ziemlich benebelt wirkte und die Augen nicht vom Blonden lassen konnte.

„Harry? Du sabberst schon wieder! Sag mal, wie weit seid ihr denn schon?“ wollte Seamus wissen, der näher zu ihm rückte und Harry aus dem Starren holte. Der Schwarzhaarige wurde knallrot im Gesicht und bekam sämtliches Gelächter auf seine Reaktion.

„Ach haltet doch alle die Klappe!“ zischte er sie ungemütlich und ertappt an, Seamus rückte noch mehr auf.

„Und?“ wollte er weiter wissen, Harry fing leise zu stottern an.

„Wir… Wir haben noch nicht – du weißt schon“, ließ er ihn wissen, Seamus wirkte nachdenklich.

„Tja, dann wird es aber Zeit, oder? Er starrt dich an, du ihn, beide seid ihr heiß aufeinander. Wo liegt denn das Problem?“ fragte er neugierig weiter und Harry konnte nicht anders, als seine Befürchtungen los zu werden. Flüsternd verließen die Worte seinen Mund, gelangten in das Ohr eines nickenden Iren, der immer breiter grinste. Schließlich fing er laut zu lachen an, Harrys Gesichtsfarbe glich der einer Tomate.

„Was gibt’s da zu lachen, Seamus! Mann, es war ein Fehler dir davon zu erzählen!“ keifte Harry peinlich berührt los, der Ire hatte schon Lachtränen in den Augen.

„Sorry!“ japste er nach Luft und beruhigte sich langsam.

„Was! Was hat er erzählt!“ wollte Ron mampfend wissen, doch Seamus winkte ab.

„Nicht für deine Ohren bestimmt. Du bist hetero, Rotschopf“, informierte er ihn, Ron murrte nur und schob sich weiterhin den Mund voll. Harry war beleidigt, doch Seamus ging nicht darauf ein.

„Alter, ist doch egal wie gut du bestückt bist! Ich bin der Meinung, du- ähm- bist exakt richtig, wenn du verstehst, was ich meine“, raunte er ihm zu, Harry blinzelte ihn an. Natürlich, die Gemeinschaftsduschen!

„Meinst du?“ fragte er unsicher, Seamus nickte.

„Ja, bin ich. Hör auf dir solche Gedanken zu machen, gehe nach deinem Gefühl. Wenn du unbedingt wissen willst, wie gut dein Lover im Bett ist, verführe ihn“, riet er, Harry überlegte.

„Traue mich nicht“, nuschelte er undeutlich, Seamus lachte leise auf.

„Kann ich verstehen! Blaise war auch derjenige, der den ersten Schritt machte. Warte noch ein wenig ab, denn ich bin mir sicher, Malfoy ist hochprozentig scharf auf dich. Guck ihn doch an.“ Beide Augenpaare suchten den Malfoyerben, der Harry noch immer anstarrte – und wie! Seine Augen glitzerten wissend, ein sanftes Schmunzeln lag auf seinen Lippen. Hölle, Draco wirkte in diesem Moment so sexy auf Harry!

„Wir kommen zu spät zum Unterricht!“ kreischte Hermine auf, Harry kam wieder zu sich. Gott sei Dank, denn unter diesem Blick hätte er sicherlich ziemlich harte Probleme bekommen. Die Gryffindors hatten es auf einmal sehr eilig und Harry wurde immer nervöser. Denn während die Freunde eher laufend die Klasse von Mc Gonagall suchte, konnte Harry den Blick des Blonden in seinem Rücken fühlen. Ob er vielleicht seinen Arsch anstarrte?

„Gott, was für ein Arsch!“ wimmerte Draco leise, Blaise lachte ihn aus.

„Nicht glotzen, anfassen! Harry Potter will es doch auch! Bemerktest du seinen Blick nicht?“ grinste Blaise, Draco wusste nicht, ob er ihm glauben sollte.

„Bist du dir sicher? Ich meine, Harry ist ziemlich schüchtern und…“

„Das heißt noch lange nicht, dass er nicht vögeln will“, erwiderte der Schwarzhaarige, Draco war restlos überzeugt.

°°°°

Harry unterhielt sich gerade tratschend mit seinen Freunden, er selber saß an einem Tisch, der sich direkt am Gang befand. Wie nicht anders zu erwarten, schritt der Blonde vorbei, Harry fühlte zarte Fingerspitzen, die sein Kinn in eine andere Richtung drehten. Das Gespräch wurde deshalb unterbrochen, ein Engelsgesicht schob sich in Harrys Blickfeld. Schon lagen zarte Lippen auf den seinen, der Schwarzhaarige schoss wohlig die Augen. Himmel, was für Lippen! Stöhnte Draco etwa? Harry lockerte seine Kusspolster, öffnete zeitgleich mit Draco seinen Mund. Zungen schoben sich kurz hindurch, stießen zusammen und umschlangen sich. Beide stöhnten auf, ehe sie den Kuss unterbrechen mussten – Mc Gonagall betrat das Klassenzimmer.

Harry keuchte mit roten Wangen und sah verträumt Dracos Rücken an, da der Blonde sich rasch auf seinen Platz setzte. Mc Gonagall wusste natürlich von der Beziehung der beiden, irgendwie war es ungewohnt. Draco Malfoy und verschmust? Verwirrt schüttelte sie den Kopf, ehe sie Harry ein aufmunterndes Lächeln schenkte und zu ihrem Pult schritt – die Stunde begann.

Wie sollte es anders sein, schweifte Harry mit seinen Gedanken ab, während Ron ihn immer wieder mahnend in die Rippen stieß. Minerva Mc Gonagall konnte aber auch mit Blicke töten! Harry wäre mindestens schon 3 fürchterliche Tode gestorben. Dem verliebten Gryffindor war es jedoch egal, denn seine Augen erhaschten etwas, was ihm den Mund aufklappen ließ. Sicherheitshalber sah Harry sich im Kassenzimmer um, doch beinahe alle Schüler hingen fasziniert an Mc Gonagalls Lippen.

Wieder einmal schossen seine Augen zu Dracos Gestalt, die er schräg vorne sitzen sah. Bildete er es sich ein, oder legte Draco Malfoy seine linke Hand auf seinen Schritt? Immer wieder legte Draco den Kopf in den Nacken, jedoch beinahe unmerklich. Harry fing langsam zu sabbern an, denn seine Augen lagen weiterhin wachsam auf dem sich langsam bewegenden Arm. Da Harry allerdings nur den Ellbogen gut sah, nicht direkt den Schritt des Blonden ins Visier nehmen konnte, spielten seine Gedanken natürlich verrückt. Er bemerkte dabei nicht, dass Blaise immer wieder zu ihm sah und Draco etwas ins Ohr flüsterte. Nur zu gut, dass die Tischplatten so weit über den Schoß des Sitzenden ragten, so dass Blaise die Handlung des Blonden nicht sehen konnte. Harry wäre dies nicht Recht gewesen.

°°°°

Der Unterricht wurde beendet und Harrys Verstand verabschiedete sich. Immer wieder musste er daran denken, wie sündig sich Dracos Arm bewegt hatte, wie weit der Blonde seine Beine gespreizt hatte. War es wirklich das gewesen, was er sich einbildete? Oder spielte sein Verstand ihm Streiche? Harry war dankbar dafür, dass diese Stunde nur die einzige war, die sie gemeinsam mit den Slytherins hatten. Kaum schellte die Glocke, sprang er hoch und stürmte aus dem Klassenzimmer.

„Was hat er denn?“ klimperte Hermine nicht wissend mit den Augen. Ron verkniff sich ein Grinsen.

„Vielleicht ein Problem?“ zuckte der Rotschopf mit den Schultern, Seamus lachte auf.

„Ja, das hatte er!“ Lachend gingen die Freunde zum weiteren Unterricht, während Harry rasch eine Toilette aufsuchte und sich mit lustvollen Faustbewegungen seinem Problem widmete. Keinem der Freunde war klar, dass Blaise und Draco fies grinsten und Draco Harry mit Absicht eingeheizt hatte. Und dieser Streich war voll und ganz aufgegangen! Allerdings hatte Draco nur so getan als ob, doch das musste Harry ja nicht wissen, oder? Hauptsache, er dachte in die richtige Richtung!

Harrys Verstand traute sich wieder zu ihm, denn Draco befand sich ja in einem anderen Unterricht. Zu Hermines Zufriedenheit beteiligte er sich wieder am Unterrichtsstoff und war beinahe wieder der alte. Ab und zu zogen ihn Neville, Dean, Seamus und Ron auf und Harry blamierte sich eingehend. So verging lachend der Tag, bis der Abend eintraf. Ebenso das Abendessen, wobei jede Spur von Draco fehlte. Harry war enttäuscht, doch er zeigte es nicht. Nur nebenbei hörte er den Gesprächen zu, verabschiedete sich früher als sonst und schlenderte aus der großen Halle.

Die kommende Abenddämmerung hüllte den Gang ein, die restlichen Schüler waren noch immer in der großen Halle. Seine Schritte hallten durch den Korridor, als sich hinter einem Schatten eine Gestalt löste und von hinten Harrys Gestalt umfing.

„Hallo Löwe“, raunte Draco dem erstarrten Harry sündig ins Ohr, welcher gequält aufstöhnte.

„Hast du mich schon vermisst?“ wollte Draco rau wissen, Harry nickte wie wild. Anstatt etwas zu sagen, drehte er sich in der Umarmung um, zog den Blonden hart zu sich, ihre Leiber krachten hart zusammen- und sah ihm fest und verlangend in die Augen.

„Und wie ich dich vermisst habe“, keuchte er abgehakt, seine Augen schimmerten vor Lust. Atemlos presste er seinen Mund auf den heißen seines Geliebten, saugte an den weichen Kusspolstern und knurrte leise auf. Der Blonde verging unter der Leidenschaft seines Freundes, denn Harry strahlte puren Sex aus. Hungrig erwiderte er den Kuss, leckte feurig mit der Zunge über die geschwollenen Lippen von Harry und drang leidenschaftlich in dessen Mund vor. Synchron stöhnten sie auf, Hände verkeilten sich im Schopf des jeweils Anderen. Ihre Münder klebten aneinander, die Zungen umschlangen sich und der Kuss wurde verbrennender.

Fahrig strichen die noch freien Hände den Rücken des Anderen hinab, danach fanden diese auch schon den knackigen Po des Gegenübers. Ihre Erregung steigerte sich ins Unermessliche, ehe Draco den Kuss löste und Harrys ins Gesicht keuchte. Es bedurfte keiner Worte, um zu wissen, was beide wollten, was unvermeidbar war. So schnappte sich Draco Harrys Hand, zerrte ihn hinter sich her. Ihre Herzen machten vor Nervosität und Vorfreude Überstunden, ehe sie endlich in Dracos Zimmer ankamen. Zauber folgten, vor Eindringlingen und Lauschern waren sie nun sicher.

Harry zitterte ein wenig, stand unsicher im Reich der Schlange und sah sich verstohlen um. Dracos Schultern hoben und senkten sich – er stand mit dem Rücken zu ihm. Der Zauberstab glitt zu Boden und rollte dort ein Stück weiter. Erst danach drehte er sich langsam zu Harry, nur um ihn voller Begierde genüsslich zu mustern. Er leckte sich über die Lippen, Harry stöhnte verlangend auf und schloss kurzzeitig seine Augen. Danach fand sein Blick für eine Sekunde den Tisch, auf dem ein Buch lag, wobei sich die Bilder auf den aufgeschlagenen Seiten bewegten.

„Gehe zu meinem Schreibtisch“, forderte Draco ihn heiser auf, Harry tat es sogleich. Wie magisch wurde er von diesem Buch angezogen, kam dort an, beugte sich hinab und riss die Augen auf. Zwei gezeichnete Jungen zeigten dem Leser verschiedene Stellungen, die sehr präzise dargestellt wurden. Harry fing zu keuchen an, seine Hose spannte immer mehr. Plötzlich fühlte er den warmen Atem seines Freundes im Genick, die harte Erregung, die sich an seinen Po presste. Hände, die über seine Hüften streichelten, sich den Weg unter Harrys Hemd suchten.

Der Schwarzhaarige fing zu stöhnen an, während Draco sein Becken lasziv kreisen ließ und somit seine eigene Erregung reizte.

„Gefällt dir das, was du siehst?“ keuchte Draco ihm ins Ohr, Harrys Kehle war ausgetrocknet. Er brachte nur ein Nicken zustande und starrte weiterhin auf die Zeichnungen. Zittrig vor Aufregung blätterte er um, wieder prangte ihm ein Stellungswechsel entgegen. Auch spürte er Dracos zarte und warme Hand auf seiner Haut, sein Körper fing zu beben an. Harrys Augen pinnten sich auf ein gewisses Bild, sein Atem ging immer abgehakter.

„Diese Stellung würde auch mir gefallen“, hauchte Draco leise, zeigte es Harry sogleich. Sanft stießen seine Lenden immer wieder gegen Harrys pralle Backen, der Schwarzhaarige stöhnte kehlig auf und schloss die Augen.

„Dir auch?“ keuchte der Blonde mit roten Wangen weiter, mit einem tiefen Stöhnen presste er seinen harten Schritt ein weiteres Mal an Harrys Backen und legte dabei den Kopf in den Nacken. Obwohl sie voll bekleidet waren, spürten sie sich intensiver denn je. Wie würde es sein, wären sie nackt?

„Ich will dich.“

Draco kam zu sich und schnappte nach Luft. Starr sah er an die Decke und schluckte den Kloß im Hals hinunter.

„Wie bitte?“ konnte er sich nicht verkneifen.

„Ich sagte, ich will dich“, wiederholte Harry mit Sicherheit in der Stimme, während er sich in der Umarmung drehte und Draco fest in die Augen sah. Der Blonde erkannte darin Wille, Entschlossenheit, aber auch Unsicherheit – die ihn rührte. Harry wollte ihm sein erstes Mal schenken und in gewisser Weise wäre es auch Dracos erstes Mal.

„Bist du dir sicher?“ wimmerte der Blonde, der Gryffindor nickte und küsste ihn kurz auf die Lippen.

„Zeige es mir“, hauchte er mit geschlossenen Augen gegen den sinnlich geschwungenen Mund, Draco wimmerte ein weiteres Mal.

„Ich… ja“, antwortete der Blonde, doch platzte er beinahe vor Nervosität. Harry wusste sicherlich, dass Draco Erfahrung besaß. Doch war ihm auch klar, dass der Blonde noch nie einen Jungen im Bett vernascht hatte? Wahrscheinlich schon – also vertraute er ihm.

„Himmel, ich halte es nicht mehr lange aus“, keuchte Harry vor Lust, ehe sich ihre Lippen ein weiteres Mal zu einem Kuss trafen und miteinander verschmolzen. Draco stöhnte tief auf, stieß seine Zunge hindurch und zog Harry hart an sich. Stöhnend rieb er sich abermals an ihm, während seine Hände fahrig und abwechselnd das Hemd aus Harrys Hosen zogen. Harry blieb nicht untätig, zerrte an Dracos Kleidung. Beide küssten sich vernichtend und hungrig weiter, tanzten im Zimmer herum – Kleidungsstücke flogen im hohen Bogen. Zwischendurch unterbrachen sie den Kuss, um auch Schuhe und Socken auszuziehen, den Blick hungrig über den Körper des Anderen wandern zu lassen. Nur noch in Boxer gekleidet, musterten sie sich sehr intensiv und blieben an der harten Ausbuchtung ihres Gegenübers hängen.

„Oh Merlin!“ stöhnte Draco auf, denn Harry sah noch schärfer aus, als er es je vorstellen hätte können. So ein Prachtexemplar war sein Freund? Glückspilz! Dem Schwarzhaarigen erging es nicht anders, denn er fing zu sabbern an, bestaunte Dracos Ausbuchtung mit wilder Lust. Ohne Worte lagen sie sich ein weiteres Mal in den Armen, küssten sich vernichtend und fielen ziemlich unelegant auf Dracos breites Bett.  

Stöhnend küssend wälzten sie sich am Laken hin und her, rissen sanft am Schopf des Anderen. Draco löste den heißen Kuss, lag halb auf Harry und keuchte ihm ins Gesicht.

„Du siehst so unglaublich aus. Ich bin mehr als scharf auf dich…“, stöhnte er mir rauer Stimme, Harrys Augen blitzten auf.

„Verführ mich“, hauchte er ihm entgegen, Dracos Sicherungen schmolzen. Gequält aufstöhnend, rasten seine Lippen auf Harrys dargebotenen Hals, der die Augen schloss und den Kopf erwartend seitlich legte. Draco nutzte dies sehr wohl aus, leckte und saugte an Harrys Schwanenhals und fing an sich lustvoll an Harrys Seite auf und ab zu schieben. Der Schwarzhaarige wimmerte auf, vergrub seine Hände in des Blonden weichem Haar und ließ sich gerne gehen.

Dracos Hände wanderten über Harrys Brust, streichelten den Bauch hinab und suchten den Weg wieder nach oben. Der Gryffindor stöhnte auf, zuckte immer wieder zusammen und verspannte sich. Dem Slytherin fiel dies natürlich auf, hob seinen Kopf und wartete, bis Harry ihn ansah. Etwas Unsicherheit, sowie pure Lust, sprachen aus den Selenspiegeln.

„Soll- Soll ich aufhören?“ wollte der Blonde wissen und betete zu Merlin, dass Harry nein sagte.

„Bitte mach weiter. Es- Es ist nur so ungewohnt. Mich hat noch nie jemand so berührt. Ich spüre dich jetzt schon so intensiv“, keuchte Harry ihm mit roten Wagen entgegen, Draco verlor sich in seinen wunderschönen Augen. Ja, ja- er konnte Harry durchaus verstehen. Seine Fingerspitzen kribbelten, als er abermals anfing, Harry zu streicheln. Sein Blick hing weiterhin auf seines Geliebten entspanntem Gesicht. Der Schwarzhaarige stöhnte geradezu auf, bog sich ihm schüchtern entgegen, kniff die Augen zusammen und biss sich auf die Lippen. Dieses Bild wirkte auf Draco als Ekstase pur.

Harry glitt von dieser Welt in eine, die nur aus Empfindungen und Gefühlen bestand. Dracos Atem und seine Haare streichelten ein weiteres Mal seinen Hals, heiße Lippen und eine verspielte Zunge folgte. Bereitwillig öffnete Harry seine Beine und obwohl Draco ihm während des Lecken am Hals ins Ohr stöhnte, hob er sein Becken hoch und legte sich genüsslich keuchend zwischen die Schenkel seines Geliebten. Durch den dünnen Stoff hindurch berührten sich ihre steifen Glieder, rieben aneinander und erzeugten brennende Hitze, sowie Blitze, die durch ihre Körper schossen.

Beide stöhnten lustvoll auf, als Harry mit seinem Becken zustieß und sich somit noch mehr an ihm rieb.  Draco stand bereits in Flammen. Nicht nur, dass sich Harrys göttliches Teil dauernd an seinem rieb und ihn damit um den Verstand brachte, fühlte sich dessen Körper so verflucht gut unter ihm an, passte sich so perfekt seinem an. Ja, perfekt.

Er hielt es einfach nicht mehr aus, leckte und saugte an Harrys Lippen, Zunge, Kinn und Hals, wechselte immer wieder und wurde mit Harrys stöhnen belohnt. Dieser Laut wurde immer intensiver und dunkler, Draco gab sich weiterhin Mühe. Die süßen Pobacken des Blonden kniffen sich immer wieder zusammen, während sein Becken sich sündig und kreisend bewegte. Harrys Beine schlangen sich weit gespreizt um Dracos Kehrseite, der Blonde wanderte mit seinen heißen Küssen weiter.

Seine Zunge schmeckte den leichten Schweißgeschmack, auch jenen von Harry selber. So betörend, so süchtig machend! Harry stöhnte immer tiefer auf, drängte sich den Küssen Dracos mit einer nie gekannten Leidenschaft entgegen.

„Bitte… Tiefer…“, wimmerte der Schwarzhaarige von Sinnen, Draco lächelte innerlich. Oh ja, so wollte er Harry Potter unter sich wissen. Wimmernd und stöhnend, vergehend vor Lust. Der Blonde presste sich an den unruhigen Körper unter sich, glitt an ihm küssend hinab, erreichte Harrys Brustwarzen. Seine Zunge ertastete die harten Nippel, leckten sie ab, stupsten sie an. Zischende Laute verließen Harrys sexy Mund, eine harte Hand krallte sich in Dracos Schopf.

„Jaaa, Draco!“ stieß Harry willig aus, der Blonde wartete weiter. Der Gryffindor wand sich unter ihm, wurde immer wilder, je tiefer Draco küsste. Der Bauchnabel stellte sich als eine weitere erogene Zone des Schwarzhaarigen heraus, der nach Luft schnappte und ein tiefes Grollen von sich gab.

„Hm- weiter“, keuchte Harry mit tiefroten Wangen, Dracos Augen glitzerten. Und während er seine Lippen sprechen ließ, seine Zunge folgte, zog er die störende Boxer über Harrys Hüfen, der sie willig hochhob und somit ein Entfernen leichter machte. Erst jetzt wurde Harry bewusst, dass er komplett nackt vor dem Blonden lag, sein Blick suchte panisch jenen seines Verführers. Nur für eine Sekunde stand die Zeit still, in der auch die Situation erfasst wurde. Dracos Augen wurden groß, lustvoll betrachtete er Harrys wippendes Glied, sowie die feuchte Spitze.

„Oh Baby!“ stöhnte Draco tief auf, dem gleich einer abging. Er konnte nur eines tun, nur eines machen. Er musste es einfach tun, ohne darüber nachzudenken. Harrys Lustschrei bestätigte ihm die Richtigkeit seines Handelns, denn sein Mund nahm die harte Lanze auf, welche sich tiefer schob und seinen Rachen streichelte. Das heiße Fleisch pulsierte in ihm, wippte immerzu und Draco stöhnte erregt auf. Er konnte sich nicht beherrschen, glitt mit seinen Lippen die warme und feuchte Stange auf und ab – wurde schneller, immer schneller. Seine Zunge tänzelte über die Länge, erreichte wieder die Spitze, die so saftig schimmerte.

„Oh Merlin, Draco! Oh ja!“ rief Harry animalisch aus, Blitze zuckten durch seinen Körper und explodierten. Diese feuchte Hitze machte ihn schier wahnsinnig, seine Hände rissen bereits an Dracos Haaren. Vormals unsicher, doch dann immer sicherer, stieß er in den willigen Mund, sein hartes Fleisch rieb sich an Dracos Zunge. Harrys Herz machte Überstunden, sein Atem ging abgehakt, er starb vor Hitze. Sterne zerbarsten vor seinen geschlossenen Augen, Himmel- oh Draco ja! Mehr!

Noch nie hatte Harry so etwas gespürt, doch er liebte es, von seinem ehemaligen Erzfeind und jetzigen Freund gesaugt und geleckt zu werden.

„Lege dich auf den Bauch“, hörte er Dracos Stimme ziemlich vernebelt zu sich vordringen und ehe er es sich versah, lag er am Bauch und atmete geräuschvoll ins Kissen. Was würde ihn wohl erwarten, schoss es ihm durch den Kopf. Gänsehaut mischte sich mit dem zarten Schweißfilm auf seiner Haut, warmer Atem streichelte über seine Wirbelsäule.

„Bleib still liegen und genieße“, drang Dracos sexy Stimme in sein Ohr, Harry konnte nur nicken. Und der Atem floss weiter, wanderte zu seinen eigenen Pobacken. Der Schwarzhaarige zitterte vor Anspannung, sein nicht beachtetes Glied schrie nach Erlösung. So rieb er es immer wieder am Laken, während der näher kommende Atem wärmer wurde, ihn wahnsinnig machte. Dann waren da Finger, die Harrys Backen teilten, eine Zunge, die sein Loch abtastete.

„AAAH!“ Harrys Kopf schnellte in die Höhe, sein Gesicht lief rot an. Himmel, was für ein Gefühl! Die Zunge wurde immer wilder, Finger krallten sich in seine Backen, ein Gesicht drängte sich seiner Spalte entgegen. Oh ja! Draco Malfoy, Eisprinz von Slytherin, leckte ihn! Die Zungenschläge vernichteten den Gryffindor, der seine Knie leicht einsetzte und den Po somit mehr dem Gesicht entgegenstreckte. Keuchen und Stöhnen erfüllte den Raum und Draco heizte ihm weiterhin ein. Als die Zunge verschwand, stöhnte Harry frustriert auf, für allerdings nicht lange.

Hart sog er die Luft ein, hielt den Atem an. Ein glitschiger Finger durchbrach den Muskelring, schob sich sanft in ihn.

„Entspann dich, Babe“, raunte sexy Draco, der dabei zusah, wie sein Finger im Inneren von Harry verschwand. Lustvoll bewegte er ihn, die andere Hand entledigte zerrend und hastig die überflüssige Boxer. Dracos Stahl war endlich frei und während Harry nun hart ins Kissen stöhnte, wippte seine Männlichkeit auf und ab. Sein Finger wurde schneller, als er sich sicher war, Harry Lust zu schenken. Merlin, es heizte ihm mehr ein, als wenn er den Eingang einer Frau stimulierte. Dann brüllte Harry wie ein Löwe auf, sein Becken zischte in die Höhe und Dracos Finger verweilte – er selber grinste verrucht. Langsam zog er den Finger aus dem zittrigen Körper, ein zweiter gesellte sich dazu.

Sein Teufelswerk fortgesetzt, brachte er den Löwen immer wieder in ungeahnte Höhen. Kurz darauf folgte der dritte und als Trio stießen sie Harry ins Feuer. Draco selbst konnte sich nicht mehr zurückhalten, wollte Harry noch lauter hören und entzog ihm die Finger. In diesem Moment – sein Geliebter kniete auf allen vieren vor ihm – drehte Harry seinen Kopf zu ihm und zischte ihn säuerlich an. Doch der Blonde lachte nur heiser auf, trug Gel auf seinem harten Teil auf und krallte sich Harrys Hüften.

„Zeit um zugeritten zu werden, wilder Hengst“, schnurrte der Teufel in Engelsgestalt, ehe er sich heiß und hart in Harry versenkte. Zwei vor Lust gepeitschter Jungen schrieen hart auf, als sie miteinander verschmolzen. Draco rang nach Luft, er zitterte. Dies war noch besser, als jedes Mädchen, welches er genommen hatte. Diese heiße Enge, deren Muskeln seine Lanze streichelten, ließ ihn beinahe über die Klippe springen.

„Himmel, beweg dich!“ rief Harry unwirsch aus, denn Draco hatte sich kurz zurückgezogen, doch war er noch zur Hälfte in ihm versunken. Er riss sich hart zusammen, um nicht gleich zu kommen, wollte Harry mehr Vergnügen schenken. Anscheinend passte dies seinem Liebhaber absolut nicht, denn sein geweiteter Eingang schob sich hart über Dracos Lanze, verschlang den Stahl vollkommen. Abermals schrieen beide auf, Draco fing danach zu knurren an.

„Wie du willst“, zischte der Blonde beherrschend, ließ er seinen Trieben freien Lauf. Sanft fing er an, wurde nach und nach schneller. Seine Stöße waren lang gezogen, sein Becken stieß immer wieder gegen Harrys süße Backen. Die Finger gruben sich hart in Harrys Hüften, Lust und Schmerz vermischten sich in dem Schwarzhaarigen. Der Blonde verlor in dieser Hölle seine Kontrolle, seine wilde Seite kam zum Vorschein. Immer wieder zog er mit festem Griff die sündigen Hüften seines Geliebten zu sich, versenkte sich tief und fest, stöhnend, schreiend. Sein Liebhaber tat es ihm gleich, sie waren im Einklang.

Dies war der Moment, an dem beide nicht mehr denken konnten, sondern nur noch fühlten und handelten. Draco stieß fest zu, bemerkte die ungezügelte Antwort von dem Jungen seiner Träume. Beiden wurde schwindlig, Wellen der puren Ekstase setzten Stromschläge in ihren Lenden frei. Doch als Dracos Faust den triefenden Stahl fanden, ihn noch zusätzlich stimulierten, konnte sich Harry nicht mehr zurückhalten. Mit einem wilden Aufschrei, bei dem er sich aufrichtete und den Kopf in den Nacken warf, ergoss er sich in Schüben auf dem Laken. Draco stieß noch immer zu, biss sich allerdings im Nacken seines Freundes fest und ließ die Dämme brechen. Mit einer nie gekannten Intensität kam er zum Orgasmus, denn Harrys Lustschrei, sowie das Zusammenziehen der Muskulatur, brachten ihn über die ersehnte Schwelle.

Die Bewegungen wurden fahriger, bis sie sich nur noch keuchend festhielten und am gesamten Leib zitterten.

„Oh Gott, Harry. Was war das?“ Draco erkannte seine heisere Stimme nicht mehr, der Schwarzhaarige rang noch immer nach Atem.

„Zu schön, um wahr zu sein“, nuschelte der Gepfählte glücklich. Breit grinsend und unglaublich erschöpft, landeten, noch immer miteinander verbunden, am besudelten Laken – doch das störte sie nicht. Erst dann zog sich Draco langsam zurück. Ausgiebige Küsse folgten, Umarmungen, Streicheleinheiten fügten sich hinzu. Verliebte Blicke trafen sich, in denen das Glück der gesamten Welt lag.

„Harry?“ Dracos Herz klopfte hart in der Brust.

„Ja?“ Harry versank in den grauen Seen seines Engels.

„Ich glaube, ich verliebe mich in dich“, seufzte der Blonde mit dunkelroten Wangen, ein Strahlen legte sich auf Harrys Gesicht.

„Mir geht es bei dir nicht anders, Draco“, wisperte er zurück, Draco lächelte glücklich.

„Hübsches Ding“, fügte er noch hinzu, Harry wurde rot und versteckte sein Gesicht an Dracos Halsbeuge, der zufrieden auflachte.

Verliebt umarmten sie sich, kuschelten miteinander und sprachen nach einigen Minuten einen Reinigungszauber aus. Stumm genossen sie die Zweisamkeit, fühlten die ungewohnten Gefühle in sich aufwallen. Es war, als würden sie für die Leiden in ihrem Leben endlich belohnt werden. Denn dieses Gefühl war das machtvollste auf Erden.

Eine halbe Stunde später glitzerten Harrys Augen abermals verrucht, Draco grinste schief. Und diesmal war der Blonde dran, sich Harrys Künsten zu ergeben, ihm zu zeigen, wie unglaublich er stöhnen und schreien konnte, während heftige und feste Stöße ihn übers Laken schoben. Und Harry wollte nur noch eines: Jeden Tag mit seinem Freund verbringen, ihn für immer glücklich sehen.

Der Stein der Zukunft war gelegt – und diesmal würde es niemanden geben, der die neu entstehende Liebe zwischen ihnen aufhalten konnte. Zufrieden schliefen sie ein, und es sollte nicht das letzte Mal sein.


ENDE

Tja, hats gefallen? Review? Oh! Pansy und Ginny fehlen! Ähm, ja, was machen die so? Mit dem Kraken irre geworden Walzer tanzen, oder so was. Keine Ahnung, interessiert mich auch nicht mehr *grins* Sorry an alle Fans der beiden Süßen! Anders ging es in dieser Story nicht!

Bussis, gugi und darkgugi
 
 
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