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von gugi28    erstellt: 24.03.2006    letztes Update: 22.12.2006    Geschichte, Allgemein / P18 Slash    (fertiggestellt, keine anonymen Reviews)
Hallo meine Süßen!


ACHTUNG! LANGE ERKLÄRUNG ZUR STORY!



*mich vor euch hinsetz und seufzt* *euch tief in die Augen schau und nach Worten such*

Na ja, wo fange ich am Besten an? Ist schwer für mich. Erst einmal danke ich euch von Herzen, weil ihr mir so brav ein Review hinterlassen habt! Und es waren so viele! UNGLAUBLICH! Ich war knapp daran heulen zu müssen, so gerührt war ich!!! Damit hätte ich, bei diesem Anfang, nicht gerechnet! *strahl* Eher damit, ausgebuht zu werden *grins* Eben weil es „sehr hart“ zuging. Deshalb war ich auch so nervös! Leider muss ich euch sagen, dass es in diesem Chap – und auch im nächsten Chap – nicht unbedingt besser sein wird. (Ja, ich habe es verraten.) Aber danach dürft ihr wieder hoffen, weil ich kein all zu gemeiner Sadist bin. Geht nicht, ich bin doch die gugi! *SEUFZ!* Es gab unter euch eine Schreiberin, die es perfekt erraten hatte. Manchmal muss man eine Story genau so anfangen, damit sich alles entfalten kann.

Ich habe die Trauer vielleicht deshalb so gut hinbekommen, weil der Todestag vieler geliebter Menschen von mir, wieder einmal vor der Türe steht. Vielleicht wisst ihr, wie es ist, wenn man Menschen verliert, die man sehr geliebt hat. Ich habe in jungen Jahren, als Teenager, sehr viele Menschen verloren, die ich liebte – innerhalb von zwei Jahren. Ich kenne diesen Schmerz in und auswendig und ich weiß wie das ist, wenn man als Teenager mit dem Fahrrad herumfährt und die geliebte Person überall sucht – sie nicht findet, und trotzdem weiß, wo sie liegt… Man will es einfach nicht glauben, nicht wahrhaben und diese Gefühle wollte ich endlich einmal zu „Papier“ bringen.

Ich kann Harry sehr gut verstehen und ich will euch mit diesen Chaps zeigen, was eventuell in seinem Kopf vorgeht. Er hat, laut JKRs Beschreibung, ein erbärmliches Leben (meine Meinung) und das finde ich nicht unbedingt berauschend. Es wird viel über Buch sieben spekuliert, auch was mit ihm direkt passiert. Und das bringt mich auf die Palme. Darf ich direkt sein? Nein? Ich bin es trotzdem!

Sie erschuf einen Jungen namens Harry Potter, der gleich mit einem Jahr einen Mordanschlag überlebt, seine Eltern starben dabei. Er ist noch ein Kind, da geilt sich so ein alter Drecksack an ihm auf und meint, ihm alles nehmen zu müssen, was ihm heilig ist. Versucht ihn sogar öfters umzubringen. Harry zeigt verdammt viel Mut und auch wenn er trauert, gibt er niemals auf! Er stellt sich so oft gegen Voldemort - und dieses Schwein entkommt jedes Mal! Ich könnte so eine Verantwortung niemals auf meinen Schultern tragen und deshalb hat er meinen vollen Respekt! Ich würde im St. Mungos landen, mit einem Nervenzusammenbruch, wäre ich an seiner Stelle.

Sorry, aber JKR lässt ihn „nur“ küssen und das war’s? *Armer Harry* Aber ich verstehe auch ihre Beweggründe. Auch seine letzte Beziehung zu Ginny war nicht von langer Dauer. (Hey Puppi, er gehört zu Draco! *zu JKR ruf* *lach*) Und dann kommt irgendwann Buch sieben und Harry verliert vielleicht als Held sein Leben? (nur Vermutungen) Was ist das für ein Leben? Das ausgedachte von JKR. Ich bewundere sie dafür, sehr sogar. Aber ich könnte ihn niemals so lange und immer wieder leiden lassen…

Gut, ich dachte mir, ich greife dieses Thema auf, aber ich spreche es nicht so direkt an, wie es JKR tun wird. Ich verändere ein klein wenig, zeige andere Perspektiven auf und versuche die Charas nicht von Anfang an OOC werden zu lassen. Ich gehe sogar Richtung Buch 7. Es würde nicht passen, wenn Draco auf Harry zueilt und meint: „Super, dass du da bist! Lass uns Freunde sein!“ Klar… Nein, das passiert leider nicht. Und das zeige ich hiermit auf. Ich versuche euch darin einzuführen, wie es sein könnte, wenn Harry Potter nach Slytherin kommt, obwohl er mit ihnen verfeindet ist. Was er fühlt, was sich die anderen Schlangen dabei denken. Aller Anfang ist schwer und Fehler macht jeder…

Und dann? Dann wird es eventuell OOC (alleine schon wegen slash), die gugi kann sich nicht mehr bremsen, die darkgugi mault herum, wirft mit Kissen und Plüschdrachen und die Sch*** ist am dampfen. Meine Katzen schwingen mit ’ner Liane durch die Wohnung, fauchen sich an und knallen gegen die Mauer und die Fische rasen durchs Becken und jagen die Garnelen. Mein Notebook springt auf und ab, hat ’nen gugi Virus und meine Tastatur erwürgt mich. Soll ich euch noch was sagen? Das sind alles Zeichen – Zeichen, dass auch diese Story eine typische „gugi Story“ wird, auch wenn ihr ein wenig darauf warten müsst, bis die Hoffnung zu erkennen ist. Aber sie wird kommen, versprochen!

Vertraut mir, ich weiß wovon ich spreche und schreibe… Lest brav weiter und bildet euch vielleicht später ein Urteil. Okay? Weiteres erkläre ich euch im Nachwort.

Viel Spaß beim Lesen!
Eure für immer – gugi und darkgugi (die noch ein klein wenig warten muss, aber schon in den Startlöchern steht..)

@@@@@@@@@@


Kapitel 2

Schlangengrube

Harry tat so, als hätte er den Gemeinschaftsraum der Slytherins noch nie zuvor gesehen. Es würde sofort auffallen, wenn er kein Interesse vortäuschte. Wie es schien, hatte Snape seine „Untertanen“ über ihren Neuzugang informiert, was Harry nicht so ganz passte. Es wäre ihm lieber gewesen, einige Minuten Snapes öliger Stimme mit Desinteresse zu lauschen, um danach den Kerker erkundschaften zu können.

Leider Gottes schien Merlin da nicht an seiner Seite zu weilen. Harry fühlte sich unwohl und folgte weiterhin Snape und seinem wehenden Umhang. Er fragte sich sicherlich schon zum tausendsten Male, wie es Snape schaffte, so einen Auftritt an den Tag zu legen. Plötzlich hielt Snape an, Harry stoppte ebenso. Snape trat zur Seite und Harry wollte am liebsten flüchten. Das einzige was ihm übrig blieb, war Haltung zu bewahren. So straffte Harry selbstsicher seine Schultern und ließ seinen Blick durch den Raum gleiten.

Beinahe die gesamte siebte Klasse schien vertreten zu sein, sie hingen eher desinteressiert im Gemeinschaftsraum herum, als dass sie glücklich wirkten. Sie musterten ihn ungeniert von oben bis unten, bis Harry, gedanklich darüber verwundert, selber an sich hinab sah. Er gab sich allerdings nicht die Blöße erstaunt zu schauen, sondern tat so, als wüsste er über die Veränderung seiner Kleidung Bescheid. Eigentlich liebte er die Farbe Grün. Nur das Haus nicht. Abermals wanderten seine Augen durch die Menge.

Der Gemeinschaftsraum der Schlangen sah beinahe genauso aus, wie jener von Gryffindor. Er wirkte sogar eine Spur größer, das meiste war in Grün und Silber gehalten. Mehrere Tische und Couchsessel standen darin, während im Kamin ein gemütliches Feuer prasselte. Ja, der Gemeinschaftsraum der Slys wirkte recht einladend, wenn die Stimmung nicht den Eisbären Konkurrenz gemacht hätte. Ganz links saß Pansy Parkinson, mit ihrer typischen Pony-Frisur. Ihr Gesicht wirkte versteinert, beinahe ausdruckslos. Ihre Hände lagen im Schoß, die Beine hatte sie übereinander geschlagen. Auf der Lehne vom Couchsessel saß kein anderer als Blaise Zabini. Er trug ein unmerkliches Lächeln auf den Lippen, die Augen funkelten dunkel.

Harry wusste nicht, was dieses Funkeln bedeuten sollte. War es freundlich, überrascht, oder feindselig? Seine schwarzen, glänzenden Haare waren modisch gestylt, die Stirnfransen hingen ihm jedoch tief in die Augen. Sein Lächeln wurde breiter, entblößte eine Reihe makelloser, strahlender Zähne. Auf der angrenzenden Couch befanden sich Crabbe und Goyle, die es anscheinend gelernt hatten, Leute arrogant zu mustern. Harry fragte sich im Stillen, wie viele Stunden sie vor dem Spiegel verbrachten, um diesen Blick so hinzubekommen.

Anschließend erkannte Harry zwei Neue, die vor einiger Zeit von Durmstrang nach Hogwarts wechselten. Und das schon im letzten Schuljahr, sie hatten sich schnell in Slytherin eingelebt. Die beiden Brüder waren verschieden wie Tag und Nacht. Zwillinge, so hieß es, doch keine eineiigen. Joey und Samuel Miller. Joey besaß braun/rote Haare, die ihm gewellt knapp bis unter das Kinn reichten. Seine braunen Augen blitzten, seine Mundwinkel zuckten immer wieder. Er war groß gewachsen, wirkte jedoch schmächtig seinem Bruder gegenüber. Samuel war da schon ein anderes Kaliber. Er wirkte, obwohl er schlank war, stärker als sein Bruder, kehrte gerne den Beschützer heraus.

Er hielt anscheinend nichts von modischen Frisuren, da er seine Haarpracht in einer 5 Millimeterfrisur trug. Seine braunen Augen fuhren immer wieder Harrys Gestalt ab. Samuel verschränkte die Hände vor der Brust, bald würde seine Uniform unter den Muskeln platzen – da war sich Harry sicher. Langsam beugte er sich zu Jo und flüsterte ihm etwas ins Ohr – mit Blick zu Harry. Gleich daneben saß ein blond gelocktes Mädchen, welches eher ein wenig auseinander ging. Der Rock war eindeutig viel zu kurz und Harry hatte Mühe, sein Gesicht vor Ekel nicht zu verziehen. So weit er wusste, hieß sie Millicent Bulstrode.

Theodore Nott war der einzige, der es bevorzugte zu stehen. Er lehnte lässig am Kaminsims und ließ sein Gesicht von der Wärme der brennenden Scheite bestrahlen. Beinahe gelangweilt hielt er ein Gähnen zurück, wandte sich lieber dem Feuer, als Harry zu. Und zu guter Letzt war da noch Draco Malfoy. Harry wettete auf alles was er besaß, dass der Blonde der Anführer der Siebtklässler war. Nicht nur, weil er das Zeichen der Vertrauensschüler trug, welches ihm entgegenblitzte. Wie ein gemeißelter Gott saß er hoheitsvoll in einem Couchsessel, hob eine Augenbraue an und grinste abfällig.

Draco trug sein Haar, wie schon im Vorjahr, ohrlang. Sie besaßen ebenso einen modischen Schnitt, eine leichte Stufung seiner Frisur ließ sein Gesicht besser zur Geltung kommen. Einige der Strähnen fielen ihm ins Gesicht, verdeckten sein linkes Auge. Das rechte blitzte ihn schadenfroh an und seine schön geschwungenen Lippen verzogen sich weiterhin zu einem immer breiter werdenden Grinsen. Harry seufzte innerlich, denn er würde seine neuen Mitschüler sicherlich bald als neue „Freunde“ bezeichnen können – in einhundert Jahren.

„Schüler meines Hauses!..“ Harry musste sich beherrschen sich nicht zu übergeben. Ging´s noch schleimiger?

„Wie Sie bereits sehen können, bringe ich Ihnen einen neuen Schüler. Mister Potter wird ab nun ein Mitglied des Hauses Slytherin sein. Sicherlich nicht freiwillig, schon gar nicht auf meinen Wunsch hin. Albus Dumbledore fasste diesen Entschluss und wir werden seine Entscheidung respektieren. Mister Potter genießt dieselben Privilegien wie Sie alle! Ich wünsche keine Auseinandersetzungen innerhalb meines Hauses. Ich hoffe Sie haben mich verstanden! Mister Malfoy? Weisen Sie Mister Potter in alles ein und zeigen Sie ihm sein Zimmer! Ich erwarte Sie pünktlich zu meinem Unterricht! Guten Tag.“

Snapes Rede war kurz, selten informativ und absolut nicht notwendig, wie Harry entschied. Sein Gesichtsausdruck blieb noch immer starr, die Augen richtete er zu Boden. Snape drehte sich mit einem gehässigen Grinsen, welches für Harry bestimmt war umher und verschwand wieder. Nun fühlte sich Harry mehr als verlassen, inmitten seiner persönlichen Feinde - den giftigen Schlangen.

„Sieh an, Potter, so schnell kommt man sich näher, nicht wahr?“ Draco erhob sich langsam und kam im gleichen Sinne auf Harry zu.

„Du bist über Dumbledores Entscheidung sicherlich glücklich, stimmts, Potter?“, schnarrte er weiter, Harry hob den Blick an und begegnete dem von Draco Malfoy.

„Was ist los, Potter? Hat es dir die Sprache verschlagen?“, umschritt ihn Draco, musterte ihn unentwegt. Harry rollte mit den Augen, sagte jedoch nichts dazu.

„Ich habe dich etwas gefragt!“, blaffte er ihn an, Harry zuckte unmerklich zusammen. Sein Herz raste, denn egal wie er sich entschied, niemand würde ihm zur Seite stehen. Die anderen Slytherins hielten sich raus, beobachteten die Szene mit wachsamen Augen.

„Es würde nichts bringen dir zu antworten. Kommt immer wieder dasselbe raus.“, meinte Harry gelangweilt und selbstsicherer, als er sich fühlte. Draco hielt inne, baute sich vor Harry auf und betrachtete ihn mit einem abschätzenden Blick.

„Und das wäre?“ Draco verschränkte gelangweilt seine Hände vor der Brust.

„Wir wären niemals derselben Meinung, Malfoy. Wieso sollte ich mich dann anstrengen dir zu antworten?“, entgegnete Harry nur. Draco schnaubte.

„Diesmal muss ich dir zustimmen, Potter. Deine Einstellung wird sich allerdings ändern müssen. Du bist nun Mitglied unseres Hauses, Potter. Wir sind eine geschlossene Gemeinschaft und größtenteils einer Meinung. Es gibt hier niemanden der sich quer stellt.“, zischte Draco zornig, Harry sah ihn desinteressiert an.

„Du meinst wohl, alle müssen deiner Meinung sein, dann ist alles in Ordnung. Nicht wahr, Malfoy?“, grinste er abfällig, Draco zückte rasch seinen Zauberstab. Mit blitzenden Augen und sicherer Handführung, hielt er ihm den Stab an den Hals.

„Hüte dich, Potter. Dein vorlautes Mundwerk richtete bisher nur Schaden an. Du wirst gefälligst das tun, was wir von dir verlangen, verstanden? Auch wenn du nun die Schuluniform der Slytherins trägst, du Versager, heißt es noch lange nicht, dass du gleichzeitig auch ein vollwertiger Slytherin bist.“

„Ich wollte niemals ein verdammter Slytherin sein.“, knurrte Harry eingehend, Draco bebte vor Zorn. So schnell konnte Harry nicht schauen, da brach ein Fluch aus Dracos Zauberstabspitze, beförderte Harry einige Meter weit durch den Gemeinschaftsraum. Mit einem Poltern und Ächzen kam er auf, rappelte sich unter Schmerzen hoch und zog nun seinerseits seinen Zauberstab.

„Unfähig dich mit Worten zu duellieren, Malfoy? Glaubst du allen Ernstes, ich hätte Angst vor dir?“, keuchte Harry wütend, Draco biss hart die Zähne zusammen.

„Deine Meinung ist mir scheißegal, Potter! Du bist uns allen nur lästig und nun müssen wir mit ansehen, wie du mit deinem unreinen Blut das Haus Slytherin verpestest! Es sollte dich gefälligst ehren, ein Mitglied der Schlangen zu sein, Potter!“, keifte Draco ihn an, die anderen zollten Draco mit einem Nicken ihre Zustimmung. Harry fühlte abermals das Gefühl der Einsamkeit in sich, denn er würde niemals gegen alle ankommen.

„Ach ja, Malfoy? Du weißt aber schon, dass euer so genannter Lord ebenfalls ein Halbblut ist? Ihr alle leckt ihm doch bedingungslos die Schuhe!“, schmiss ihm Harry entgegen, Draco kam mit langen Schritten und einem Knurren näher. Die anderen Zauberer und Hexen sprangen erbost auf und sahen Harry giftig und mit gezücktem Zauberstab an.

„Pass auf was du sagst, Potter!“, schrie Theodore ihn feindselig an, doch Harry ließ die anderen außer Acht.

Hart packte Draco Harrys Kehle, pinnte ihn an die Wand fest. Harry bekam schwer Luft, versuchte mit seinen Händen, Dracos Griff zu entkommen.

„Wage es nie wieder über ihn zu sprechen, Potter! Wir dulden dich hier nur, weil Professor Snape und Dumbledore es so wollen. Also pass lieber auf, was du tust, was du sagst und wie du dich verhältst. Gegebenenfalls würde ich mich an deiner Stelle auch ab und zu umdrehen. Es könnte schon leicht vorkommen, dass dich aus heiterem Himmel ein Unverzeihlicher trifft.“, grinste Draco süffisant, ebenso eiskalt.

„Wir alle beherrschen die Unverzeihlichen, Potter“, schnurrte Draco zufrieden, als er Harrys Panik in den Augen sah. Langsam löste er seinen harten Griff, Harry fing zu husten an. Draco schüttelte nur den Kopf, da Harry Potter absolut nichts aushielt und ein Weichei sondergleichen war. Er wusste allerdings nicht, dass Harry einen sehr guten Schauspieler mimen konnte. Wäre er nicht gut, würde er nicht viel aushalten, hätte er niemals gegen Voldemort bestehen können.

„Steh nicht so dämlich in der Gegend herum, Potter. Ich zeige dir dein Zimmer. Na mach schon!“, blaffte er ihn an, zerrte an Harrys Schulter und stieß ihn voran. Die anderen Slytherins setzten sich zufrieden, amüsierten sich eingehend darüber und sahen ihnen lange nach – bis sie aus ihrem Blickfeld verschwanden.

„Potter ist mutig. Allerdings sollte er sich zurückhalten. Verlängert nicht unbedingt seine Lebensdauer.“, zischte Theodore Nott, Pansy stand mit Schwung auf und streckte sich eingehend. Man sah ihr eindeutig an, dass sie Harry Potter nicht in ihrem Haus haben wollte.

„Ich hasse ihn! Er ist noch immer ein beschissener Gryffindor, gehüllt in Klamotten der Slytherins!“, maulte sie herum, hob eingebildet ihren Kopf und verschwand Richtung Zimmer. Blaise erhob sich ebenfalls, drehte sich zu den anderen umher.

„Trotzdem bin ich gespannt, wie Potter das Klima bei uns beeinflussen wird. Er und Draco kamen bisher noch nie gut miteinander aus und Snape wird sich über die Schäden in seinem Haus sicherlich freuen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Draco und Potter sich nicht duellieren werden“, grinste er fies, Joey lachte auf.

„Na das will ich nicht verpassen. Schätze, uns steht ein spannendes Jahr bevor. Ein Löwe in der Schlangengrube“, schüttelte er den Kopf und wusste nicht, was er davon halten sollte. Man sah ihnen allen an, dass sie mit der neuen Konstellation ihres Hauses nicht zufrieden waren. Ab jetzt würde sich alles ändern.

„Potter ist aber jetzt ein Slytherin, oder?“, fragte Vincent kleinlaut, Millicent sah ihn spöttisch an.

„Äußerlich schon, aber er muss sich erst einmal beweisen, um ein richtiger zu werden. Und das wird niemals passieren. Eher ist er uns ein Dorn im Auge.“ Ziemlich missgestimmt stand sie auf und verzog sich ebenfalls in ihr Zimmer. Die restlichen Schüler machten es ihr seufzend nach und bereiteten sich nun auf die kommenden Unterrichtsstunden vor.  

°°°°

„Weiter, schlaf nicht ein, Potter. Wir haben einen Zeitplan einzuhalten.“, schnarrte Draco Harrys Rücken an und schupste ihn abermals. Harry stolperte ein wenig, drehte sich abrupt umher und stierte Draco böse an.

„Fass mich nicht an, Malfoy!“, spie er ihm entgegen, Draco ließ dies nicht auf sich sitzen.

„Dann beeile dich, Potter! Ich will mir von dir keine Krankheiten einfangen!“, zischte er zurück, Harry knurrte und schritt nun weiter. Die beiden Kontrahenten gingen einen langen, mit Fackeln beleuchteten Gang entlang, wobei sich links und rechts jeweils Türen zu den Einzelzimmern sämtlicher Schüler befanden. Ziemlich weit hinten würde Harry seines finden.

„Die nächste Türe rechts, Potter.“, wies Draco ihn an, Harry sagte kein Wort. Als sie stehen blieben, prangte sein Name, Harry James Potter, an der Türe ihm entgegen. Dracos Hand schob sich in sein Blickfeld, der Türknauf wurde betätigt, die Türe schwang auf.

„Rein mit dir.“ Draco wirkte sichtlich genervt darüber, Harry das Zimmer zeigen zu müssen. Was ihm noch weniger gefiel war, dass sich sein Zimmer direkt gegenüber befand. Harry konnte nicht anders, blieb mittig im Raum stehen und bewunderte sein neues Zuhause.

„Wow.“, entfuhr es ihm leise, Draco grinste spöttisch.

„Stell dir vor, Potter, wir legen Wert auf Stil. Auch wenn du es nicht wert bist.“, spuckte er verachtend aus, Harry ging darauf nicht ein. Viel zu sehr war er mit dem Bestaunen seines Zimmers beschäftigt. Draco seufzte übertrieben.

„Bett, Kommode, Schrank, Teppich, Tisch, Stuhl, angrenzendes Badezimmer und…“

„Was? Ein eigenes Badezimmer?“, unterbrach Harry ihn ungestüm und stürmte direkt auf jenes zu. Draco schlug sich die Hand aufs Gesicht und stöhnte auf. Potter war anstrengend, sehr anstrengend. Außerdem wollte er ihn nicht hier haben! Er sollte wieder abhauen! Zurück nach Gryffindor! Wie konnte Dumbledore ihnen das nur antun! Potter war ein Verräter des Hauses, ein Versager obendrein! Der schöne Ruf ging eindeutig flöten!  

„Und sogar eine Badewanne!“, kam es hallend aus dem Badezimmer, Draco rollte mit seinen Augen und folgte der Stimme. Als er im Rahmen stand, seufzte er abermals und verschränkte seine Arme vor der Brust.

„Endlich fertig mit gaffen, Potter? Beeil dich deine Sachen einzuräumen. In einer halben Stunde beginnt der Unterricht bei Professor Snape. Er wird dir später den Lehrplan überreichen.“, schnarrte Draco, Harry musterte weiterhin das übergroße Badezimmer.

„Hm.“, machte er nur, schien Draco vollkommen vergessen zu haben.

„Und wehe du bist in einer viertel Stunde nicht pünktlich im Gemeinschaftsraum, dann hetze ich dir sämtliche Flüche auf den Hals.“, zischte Draco düster und ohne Nerven, Harry sah ihn endlich an.

„Schon vergessen, Malfoy? Snape wünscht keine Flüche in seinem Haus.“, knurrte Harry ihn an, Draco lachte trocken und bitter auf.

„Potter, Potter, Potter.“, schüttelte er eingehend den Kopf.

„Erstens. Ich hatte dir bereits vorhin einen Fluch an den Hals gehetzt. Du scheinst ein Kurzzeitgedächtnis zu besitzen, wenn überhaupt. Außerdem…. Wem, glaubst du, würde Professor Snape Glauben schenken? Dir oder mir, wenn es um die Beweislage geht?“ Dracos Grinsen verwandelte sich in ein teuflisches, Harry schnaubte.

„Was? Keine Antwort, Potter? Nun, keine ist auch eine, nicht wahr? Ach und noch etwas.“ Draco war in Begriff zu gehen, drehte sich nochmals umher.

„Es heißt Professor Snape, klar?“ informierte er ihn tadelnd und eiskalt, Harrys Augen wurden zu Schlitze. Bevor Harry antworten konnte, verschwand Draco und ließ den ehemaligen Gryffindor alleine. Jetzt endlich konnte Harry seine Maske fallen lassen. Unsicherheit, Ratlosigkeit und Trauer stand in seinem Gesicht geschrieben.

Die Schüler Slytherins erinnerten ihn an Marionetten. Gefühlskalt, präzise, direkt, beinhart und ziemlich steif. Beinahe verkorkst und prüde. Sie alle versprühten den Charme der Antarktis, Herzlichkeit stand sicherlich ganz oben auf ihrer Liste.

Harry seufzte und trabte langsam wieder in sein Schlaf/Wohnzimmer. Ein Grinsen zierte seine Lippen, als er die kleine Couch, nahe dem Kamin, entdeckte. Davor stand ein kleiner Holztisch. Alles in Allem sah diese Ecke mehr als gemütlich aus und Harry wurde bewusst, dass Draco diese Ecke vergessen hatte zu erwähnen.

Ein Blick auf seine Uhr verriet ihm, dass er sich beeilen sollte, wenn er nicht wieder verflucht werden wollte. So machte er sich daran, seine Sachen schnell auszuräumen. Der Koffer klappte auseinander, Hemden, Hosen, Socken und Weiteres flog in hohen Bogen durch den Raum. Harrys Wangen wurden vor Hektik rot, da er mit schnellen Handbewegungen handelte und seine Wäsche einfach so in den Schrank stopfte. Hedwig, die noch immer im Käfig saß und am Schreibtisch abgestellt wurde, fing laut zu fiepen an.

„HEDWIG! Entschuldige bitte.“ Harry bekam ein schlechtes Gewissen, zückte seinen Zauberstab und erhob sich aus der Hocke. Keine zwei Sekunden später stand der Käfig offen, Hedwig flog heraus und drehte im Zimmer ihre Runden. Mit dem Schwung seines Zauberstabes erschienen eine Sitzstange und einen Futterplatz vor Harry, seine Schneeeule setzte sich befriedigt. Sie machte sich sofort über die Kekse her, danach trank sie aus der Wasserschale.

Harry wimmerte, als sein Blick abermals die Uhr streifte, er nur noch zwei Minuten an freier Zeit besaß. Sein Zauberstab musste abermals herhalten, und so flogen alle Utensilien, die er zum duschen und allem anderen brauchte Richtung Badezimmer. Egal ob sie auf der Vitrine beim Spiegel standen, oder nicht – sie befanden sich dort, wo sie sein sollten. Der Koffer war nun leer, sein Tarnumhang und die Karte der Rumtreiber sorgfältig versteckt und mit einem Zauber versehen.

Er hatte keine Lust darauf, dass die Slytherins eventuell sein Zimmer durchstöberten – allerdings war bei denen alles möglich. Bevor Harry aus der Tür sprintete, sah er sich nochmals um und seufzte leise. Sein Zimmer sah aus, als wäre jemand eingebrochen und hätte alles verwüstet, doch das war ihm mehr als egal. Schnellen Schrittes trat er in den Gang hinaus, schloss seine Türe und verriegelte sie mit einigen Zaubern. Danach lief er den Flur entlang, nahm zwei Stufen auf einmal und kam mit seinen Füßen hart am Boden auf.

Harry zückte seinen Arm, die Zeit war um. Wo waren sie denn alle? Harry kam sich verarscht vor, umfasste seine Tasche fester - durchquerte den Gemeinschaftsraum mit großen Schritten und kletterte aus dem Portraitloch. Es war das erste Mal, dass er pünktlich erschien, was ihn dann doch etwas erstaunte. Nicht einmal Ron und Hermine hatten dies damals geschafft, als er…

Harrys Schritte nahmen an Geschwindigkeit ab, er senkte seinen Kopf, ein Stich zog sich durch sein Herz. Was würde er alles dafür geben, damit er gemeinsam mit ihnen zum Unterricht gehen konnte? Harrys Schritte hallten durch die Gänge, sein Umhang wehte bei einem Schritt umher. Als er um die Ecke bog, hörte er weitere Schritte, die von hinten immer näher kamen. Er verglich sie mit einer Scharr übergroßer Ameisen und Harry hatte keine Lust dazu sich umzudrehen.

Er wusste auch so wer die Schüler waren und es interessierte ihn nicht die Bohne. Harry behielt seine Geschwindigkeit bei, spürte es eiskalt seinen Rücken hinunterlaufen. Plötzlich befanden sich die Schritte direkt neben ihm, er wurde von Schülern nur so umzingelt. Draco Malfoy schritt neben ihm her, rechts von ihm befand sich sein bester Freund Blaise Zabini.

„Hatte ich nicht gesagt, du solltest warten, Potter?“, zischte Draco wütend, Harry sah noch immer gerade aus. Die Gruppe an schweigenden Slytherins – Siebtklässlern, bog in einer Einheit um die nächste Ecke.

„Nein.“, erwiderte Harry kurz angebunden, Draco schnaubte. Harry konnte nicht das kleine Lächeln auf Blaise Lippen sehen, der sich köstlich darüber amüsierte. Nicht, dass Draco Malfoy gehetzt wirkte, da sie eine Minute später dran gewesen waren und Harry Potter vor ihnen sich zum Unterricht aufmachte! Das konnte ja nicht angehen!  

„Dachte, man könnte die Uhr nach euch Slytherins stellen.“, konnte sich Harry nicht verkneifen, Draco zog scharf die Luft ein und war das erste Mal beinahe sprachlos. Wieso musste Potter nur Recht behalten?

„Kann man auch. Wir sind immer pünktlich.“, erklärte Draco eiskalt, Harry lächelte matt.

„Ich war früher dran.“

„Eine Minute, Potter!“, knurrte Draco und beschleunigte seinen Schritt. Blaise schloss wortlos auf, so wurde Harry in die Mitte abgedrängt. Er kam sich wie in einem Käfig vor, wobei die Stäbe aus leblosen Marionetten seines jetzigen Hauses bestanden. Kälte umringte ihn, Harry fing zu frieren an. Er wollte nur weg von hier! Wieder in seinen Turm zurück! Egal, ob er dort leiden musste, oder nicht. In Slytherin würde er nur eingehen!

„Genau, eine Minute, Malfoy.“, murmelte Harry vor sich hin, wurde von allen Seite mit wütenden Blicken bedacht. Draco drehte im Gehen seinen Kopf nach hinten, musterte Harrys Gestalt mit einem missmutigen Blick.

„Dich hat niemand nach deiner Meinung gefragt, Potter!“, zischte er eingehend, Pansy kicherte.

„Draco hat Recht, hässliches Narbengesicht.“, schnurrte sie, Harry hätte ihr eine reinhauen können.

„Ich bin vielleicht ein Narbengesicht, aber du bist eindeutig die Hässliche von uns.“, zischte er zurück. Pansy hätte ihn am liebsten auf der Stelle gekillt, wäre da nicht ein lauter Ausruf, der ihre schönen Gedanken unterbrach.

„Harry!“, rief Neville freudig aus, eilte auf die Gruppe an Slytherins zu.

„Neville!“ Harry strahlte ihn an, wollte aus der Einheit ausbrechen. Draco blieb hart stehen, drehte sich umher und stieß Harry wieder zurück in die Gruppe.

„Du bist einer von uns! Halte dich gefälligst an die Regeln!“, blaffte er ihn an, danach nahm er Neville ins Visier.

„Und du, Longbottom, haust gefälligst ab! Potter gehört nicht mehr zu dir, verstanden? Er ist nun in unserem Haus und wird sich nur noch in unserer Gegenwart aufhalten.“, giftete er ihn an, doch Neville war dies egal.

„Harry ist mein Freund und soweit ich weiß, herrscht in Hogwarts noch immer die freie Meinung.“, erklärte Neville unterkühlt, Harry stieß die anderen beiseite und stellte sich neben Neville.

„Komm, gehen wir, Neville.“, nuschelte er leise, beide wollten sich schon auf den Weg machen. Harry wurde hart am Kragen gepackt, ein Ruck folgte, Harry taumelte nach hinten. Dracos Hand krallte sich weiterhin in Harrys Kragen, dessen eiskalte Augen blitzten hart auf.

„Du bleibst hier, Potter!“, ging er ihn an, Harry riss sich los.

„Sicher nicht, Malfoy.“, antwortete Harry mit angewidertem Blick, spürte förmliche die Wut, die ihm entgegenschlug – von all seinen neuen Mitschülern.

„Das wirst du noch bereuen, Potter.“, versprach Draco mit drohender Stimme, Harry runzelte die Stirn. Neville zog an seinem Ärmel und Harry beeilte sich weit weg zu kommen. Allerdings war ihr Weg nicht mehr weit, wie Harry zu seinem Bedauern feststellen musste.  

„Setzen wir uns zusammen, Harry?“, fragte Neville sogleich, Harry nickte.

„Sicher! Glaubst du im Ernst, dass ich mich zu diesen giftigen, unterkühlten Schlangen geselle? Nur über meine Leiche.“, lächelte er schief, Neville schien erfreut darüber zu sein.

„Ich komme mir irgendwie beobachtet vor.“, meinte Neville leise, spürte die wütenden Blicke auf seinem Rücken.

„Nicht nur du, Neville, nicht nur du. Achte einfach nicht darauf, ja? Hauptsache, wir können beisammen sein.“, lächelte ihn Harry sanft an, Neville seufzte erleichtert.

„Und wir bleiben Freunde, oder, Harry?“, wisperte Neville unsicher, Harry riss die Augen auf.

„Na klar! Wieso denn nicht? Ich meine, nur weil ich jetzt in einem anderen Haus bin, bedeutet es nicht Abstand zu dir nehmen zu müssen. Die wollen sich nur aufspielen, das ist alles, Neville. So lange ich lebe, werden wir Freunde bleiben.“, erwiderte Harry, Neville wurde weiß im Gesicht.

„Harry….“

„Entschuldige, das war ziemlich unpassend. Aber weißt du, mir wurde schon gedroht und ich traue ihnen alles zu. Egal was sie machen, sie würden es vertuschen und immer wieder davonkommen. Ich passe auf mich auf, versprochen, Neville.“ Harrys Freund blieb still, er bekam es ein wenig mit der Angst zu tun. Ja, den Slytherins konnte man alles zutrauen, da gab er ihm Recht. Kaum, dass sie die nächste Biegung hinter sich gebracht hatten, kamen sie an – Snape wartete bereits auf seine Schüler.

Harry hielt seinem Blick stand, da Snape ihn wütend anblitzte. Harry fragte sich, was Snape sich erwartete! Sollte er genauso eiskalt wie seine lieben „Freunde“ werden? Nein, Harry war noch immer ein mutiger Gryffindor, zumindest in seinem Herzen. Er fragte sich, wie er das letzte Jahr überstehen sollte, da ihm anscheinend alle Slytherins feindlich gesinnt waren.

„Potter! Pünktlich? Diese Eigenschaft sollten Sie unbedingt beibehalten.“, warf ihm Snape mit öliger Stimme und einer unmissverständlichen Arroganz entgegen, Harry nickte nur.

„Guten Tag, Sir.“, erwiderte er artig, in Snapes Blick blitzte Triumph auf. Harry hätte ihm am liebsten vor die Füße gekotzt, da er dieses Scheusal absolut nicht leiden konnte. Genauso eine falsche Schlange, wie es im Buche steht – dachte sich Harry. Wahrscheinlich würden er und Voldemort sich köstlich darüber amüsierten, da Harry nun in Slytherin sein musste. Sicherlich lachten sie ihn sogar aus und überlegten gemeinsam, wie sie Harry am besten aus dem Weg räumen konnten.

Harry bemerkte im Seitenblick, wie Neville sich versteifte. Gedanklich fragte er sich jedoch, wann Neville seine Angst vor Snape endlich in den Griff bekommen würde. Neville war stark, mehr als das. Dies hatte er beim Kampf nicht nur einmal bewiesen. Sein Freund war Männern gegenüber gestanden, die mindestens genauso gefährlich wie Snape waren. Der Gryffindor und der neue Slytherin zwängten sich durch den Eingang hindurch, nahmen ihre Plätze ein und begannen leise miteinander zu sprechen.

Plötzlich wurde Harry am Kragen gepackt, Snape zog ihn mit einem Ruck in die Höhe. Die Schüler stürmten weiterhin das Klassenzimmer, während Harry erschrocken nach oben sah.

„Potter! Sie sitzen gefälligst bei Ihren Mitschülern. Haben Sie mich verstanden?“, zischte Snape ihn an, Harry blitzte mit Wut zurück.

„Danke, aber ich sitze gut.“, erwiderte er frech, Snapes Griff wurde härter.

„Es interessiert mich nicht ob Sie gut sitzen, oder nicht. Sie befolgen gefälligst das, was ich von Ihnen verlange. Vergessen Sie nicht, ich bin nun Ihr Hauslehrer. Und ich erwarte zufrieden stellende Resultate. Und wehe Sie enttäuschen mich… Ich würde es Ihnen nicht raten. Es kann sehr unangenehm sein, den Zorn der Schlangen auf sich zu ziehen.“, raunte er ihm kalt zu, Harry erschauderte.

Snape stieß ihn unsanft in die richtige Richtung, wo ihn seine „Freunde“ bereits erwarteten. Draco grinste ihn gehässig an, Triumph stand in seinen Augen. Harry wandte schnell den Blick ab, setzte sich neben Draco und starrte nach vorne. Seufzend fing er Nevilles sehnsüchtigen Blick auf, schluckte hart. Scheiß Leben. Sollte er sich vielleicht doch… nein! Harry schüttelte den Gedanken rasch ab, denn Ron und Hermine tauchten vor seinem inneren Auge auf und schimpften ihn aus.

Harry! Sei stark! Du schaffst es! Wir glauben an dich!

„Setzen Sie sich!“, donnerte Snape los, der Unterricht begann. Harry wusste nicht was schlimmer war. Neben Malfoy sitzen, oder von allen mit Nichtbeachtung gestraft zu werden? Neville hatte es wenigstens gut. Er war zwar das einzige männliche Wesen der siebten Klasse der Gryffindors, doch viele der Mädchen in seiner Altersstufe saßen neben ihm. Harry grinste leicht, als Neville etwas rötlich um die Nase wurde, Harry schmal anlächelte und sich wieder setzte.

Snape ließ seinen kalten Blick durch die Klasse wandern, nickte zufrieden und zauberte eine Formel an die Tafel.

„Wer von Ihnen kann mir sagen, zu welchem Trank diese Zutaten gehören?“ Harry hasste es, wenn Snape den Dominanten hervorkehrte, es sichtlich genoss, die Schüler in Angst und Schrecken zu versetzen. Besonders die Gryffindors. Die Slytherins liebten ihn anscheinend.

„Mister Potter!“, zeigte er mit seinem Zauberstab auf Harry, Angesprochener zuckte zusammen.

„Ähm… Ich weiß es leider nicht, Professor.“, meinte Harry leise, die Slytherins stöhnten auf. Harry fühlte sich gedemütigt, fing Nevilles mitleidigen Blick ein. Snape zog scharf die Luft ein, bedachte Harry mit einem undefinierbaren Blick.

„Dann sollten Sie baldigst anfangen zu lernen, Mister Potter! Ich dulde keine Unwissenheit in meinem Hause!“, blaffte er ihn an, einige der Slytherins lachten auf.

„Natürlich, Sir.“, stammelte Harry mit rötlichen Wangen, da alle Blicke auf ihm lagen. Komisch, Snape zog keine Punkte ab? Ach ja, Slytherin.

„Ja -, Mister Malfoy?“, meinte Snape wieder beruhigt, Dracos Hand schoss vorhin schon nach oben.

„Die Zutaten gehören zum Alraunentrank.“, meinte er arrogant, Harry hätte würgen können.

„Sehr gut, Mister Malfoy! 20 Punkte für Slytherin. Machen wir weiter…“ Harry hörte nicht mehr zu, am liebsten hätte er Massenmord begangen. Wie konnte man nur so falsch, so glitschig, so hinterhältig sein? Hoffentlich war das nicht ansteckend.

„Hol die Zutaten, Potter.“, zischte Draco von rechts, Harry sah ihn mit hochgezogener Augenbraue an.

„Hol´ sie doch selber.“, maulte er zurück, Draco stieß ihn hart in die Rippen.

„Hebe deinen knochigen Arsch hoch und hol gefälligst die verdammten Zutaten! Ich will mich nicht nochmals wiederholen müssen, verstanden?“ Irgendetwas in Malfoys Blick schien irre zu wirken, so fügte sich Harry. Grummelnd stand er auf, während Draco den Kessel auf die Feuerstelle stellte und das Besteck holte. Harry fühlte sich wie ferngesteuert und überlegte, wie er den Tag ohne geistige und seelische Schäden überstehen konnte.

„Reinige dein Besteck, Potter!“
„Schneide die verdammten Zutaten etwas genauer, du Idiot!“
„Mann, Potter, kannst du nicht lesen? Zuerst die Wurzeln, dann das Kraut!“
„Womit haben wir dich nur verdient, Potter! Du bist in der Tat der totale Versager!“
„Wehe du verdirbst den Trank! Dann bist du tot, Potter!“

Harry bebte vor Zorn, seine Nasenflügel blähten sich auf. Seine Hände zitterten stark, als er die Beleidigungen von Malfoy über sich ergehen lassen musste. Langsam riss ihm der Geduldsfaden, er konnte einfach nicht mehr anders. Seine Hand klammerte sich um den Griff des länglichen Messers, die Knöchel traten weiß hervor. Im nächsten Moment warf er es hoch, das Messer drehte sich um die eigene Achse, kam wieder zurück. Sicher fing Harry es am Griff auf, seine Hand zischte nach rechts und stach zu. Harry hörte, wie die Slytherins scharf die Luft einzogen, ein jeder sicherlich ziemlich entsetzt aus der Wäsche blickte. Harry löste langsam die Hand um den Griff, das Messer wippte in schnellen Schwingungen hin und her. Draco schluckte hart, er wurde schneeweiß im Gesicht.

Harry hatte das Messer direkt in den Tisch gerammt, jedoch zwischen Dracos Finger. Langsam zog Draco seine unverletzte Hand zurück, sie zitterte leicht. Harrys Augen sprühten hasserfüllte Funken, ehe er sich, vor Wut schnaubend, Draco Malfoy zuwandte.

„Lass. Mich. In. Ruhe, Malfoy! Solltest du mich noch einmal während des Brauens demütigen, oder mir auf den Sack gehen, könnte es sein, dass ich mich beim nächsten Mal mit meinem Messer verschätze!“, zischte Harry ihm giftig zu, Dracos Augen wurden groß. Abermals griff Harry sich sein Messer, zog es mit einem Ruck aus dem Tisch und fing an es zu säubern.

„Gibt es ein Problem, Potter!?“, donnerte Snapes Stimme durch den Kerker, Harry sah auf und blickte Snape genüsslich an.

„Nein, Sir. Alles in Ordnung. Ich freue mich schon auf das perfekte Ergebnis unseres Trankes.“, informierte ihn Harry, Snape zog irritiert eine Augenbraue hoch.

„Mister Malfoy?“, wandte sich Snape an den blonden Jungen, dessen Adamsapfel nervös auf und ab sprang. Draco war sich Harrys düsteren und drohenden Blick bewusst, setzte seine perfekte Maske der Undurchdringlichkeit auf.

„Ja, Sir?“, fragte er arrogant, Snape holte tief Luft.

„Ist alles in Ordnung bei Ihnen?“, hakte er nach, schickte Harry einen bösen Blick.

„Ja, Sir. Alles in Ordnung.“, knurrte Draco beherrscht, Snape runzelte kurzweilig die Stirn.

„Wenn das so ist, - machen Sie weiter!“, wies er mit einer wegwerfenden Handbewegung an, Harry holte erleichtert Luft.

„Mach das noch einmal, Potter, und ich mache dir dein Leben zur Hölle. Dein Tod würde qualvoll werden. Ich besitze sämtliche Mittel dazu.“, knurrte Draco sehr leise, doch bestimmt, Harry schmunzelte leicht. Draco drohte ihm schon zum dritten Male, allerdings hatte Harry keine Angst vor ihm.

„Keine leeren Worte, Malfoy, tu es doch einfach.“, erwiderte Harry gelangweilt und fing an die Zutaten zu zerkleinern. In aller Ruhe besah er sich die Anweisungen an der Tafel, schmiss die zerhackten Zutaten eine nach der anderen hinein – und – der Trank verfärbte sich sogar richtig. Harry, der so tat, als wäre er ins brauen ziemlich vertieft, bemerkte nicht den undefinierbaren Blick seines Nachbarn.

Ebenso entgingen ihm die geschockten Blicke der anderen Slytherins, die Harry Potter niemals so düster erlebt hatten. Und irgendwie imponierte ihnen sein vorheriger Auftritt. Wie nicht anders zu erwarten, wurde ihr beider Trank wirklich perfekt und Snape nickte zufrieden. Er befahl den Trank in Phiolen abzufüllen, sie auf seinem Tisch abzulegen. Ohne das Malfoy ihn auffordern musste, tat Harry es freiwillig und verfiel dabei ins Schweigen.

Als Harry zurückging, schrillte die Glocke, der Unterricht war vorbei. Harry packte in Ruhe alles zusammen, bedachte seine Mitschüler mit keinem Blick. Er wollte nur seine Ruhe haben und hob seine Augen erst an, als Neville neben ihm stand.

„Gehen wir, Harry?“, grinste er ihn an, keiner der Slytherins mischte sich ein. Harry nickte nur, sagte kein Wort und zog Neville aus dem Raum.

„Scheiße, Draco! Was war denn das vorhin?“, wisperte Blaise eingehend, Draco knurrte.

„Keine Ahnung. Er ist ein Arschloch sondergleichen. Potter wird allerdings kein leichtes Spiel mit uns haben. Er lehnte sich zu weit aus dem Fenster und demütigte mich. Wie konnte er es nur wagen mir zu drohen? Mir! Einem Malfoy!“ Dracos Augen verengten sich zu Schlitze, seine Stimme zitterte vor Wut.

„Das hässliche Narbengesicht wird für sein unverschämtes Verhalten bezahlen. Und zwar mit wirkungsvollen Methoden.“, knurrte Draco als Versprechen, die anderen Slytherins hielten sich eher raus. Millicent fragte sich jedoch, woher Potter den Umgang mit Messern gelernt hatte. Seine Hand war so flink gewesen, seine Ausführung so präzise. Sie lächelte leicht, denn sie hatte Draco noch nie so erschrocken und eingeschüchtert gesehen. Mittlerweile wusste sie, wie man hinter Dracos Maske blickte.  

°°°°

Als nächstes kam Pflege magischer Geschöpfe dran, danach folgte Verteidigung gegen die dunklen Künste. Harry stand ganz vorne, direkt vor den Tischen der sitzenden Schülerschaft. In diesem Jahr hatten sie wieder einmal einen neuen Lehrer, der nur so mit Unfähigkeit gestraft war. Harry hatte sich noch nie so gelangweilt, wie in diesem Moment, als er gleich anfangs der Stunde aufgefordert wurde, sich zu duellieren.

Egal welcher Fluch auf Harry zuflog, Harry konterte beinahe perfekt und attackierte seinen neuen Lehrer schnell und überlegt. Er setzte auch immer wieder sein Schutzschild ein, die Flüche des Professors prallten daran ab und kamen zurück – sehr zu seinem eigenen Leidwesen. Der einzige, der durch den Raum flog, war der gutmütige Lehrer, der eindeutig zu sehr von sich überzeugt war. Nach und nach wurde er vor seinen Schülern durch einen sehr geschickten Jungen gedemütigt.

Die Slytherins studierten Harry genau, wirkten sogar ein wenig belustigt über dessen Langweile. Die Hufflepuffs, die diesmal mit den Slytherins gemeinsam Unterricht hatten, lagen bei Harrys Mimiken vor Lachen auf ihren Tischen und bekamen sich nur schwer wieder ein. Der neue Lehrer wirkte mit einer jeden Niederlage immer wütender, schickte einen Fluch nach dem anderen los. Harry wich gekonnt aus, blockte und fing zwischendurch zu gähnen an. Er fragte sich, wo Dumbledore diese Niete ausgegraben hatte.

Als Professor Rudolfus Helling ein weiteres Mal ächzend in die Höhe kam, drehte sich Harry ratlos zur Klasse und zuckte einfach die Schultern. Er schien damit fragen zu wollen, was dieser Typ eigentlich noch von ihm wollte. Diese Aktion bewegte die Schüler dazu, noch mehr zu lachen, vereinzelnd kicherten sogar die Slytherins. Einige von ihnen jedoch, studierten Harry Potter genau und wussten nun mit einem Blick, wieso Harry gegen dem dunklen Lord standhalten konnte. Von wegen schwach.  

Professor Helling wollte jedenfalls um keinen Preis aufgeben, allerdings war ihr Training nach weiteren fünf Minuten zu Ende. Die Wände des Klassenzimmers wurden in Mitleidenschaft gezogen, Bewohner ihrer Bilder flüchteten mit Geschrei. Erst nachdem es vorbei war, kamen die Bewohner fluchend zurück und schimpften Harry, sowie Professor Helling, aus, da ihre Unterkünfte ebenso unter dem heißen Duell hatten leiden müssen.

Harry zog gekonnt eine Augenbraue hoch, schnalzte mit der Zunge und verschränkte seine Arme vor der Brust. Blaise Zabini musste sich eingestehen, dass Harry Potter in diesem Moment mehr Slytherin war, als sie alle zusammen. Dieser Junge wusste sich zu verteidigen, auch wenn er manchmal unkonzentriert wirkte. Wie es schien, brauchte Harry Potter einen anderen Lehrmeister, der ihn ins Schwitzen brachte.

„Mister Potter! Woher…“, ächzte Helling, als er wieder zu Boden geschickt wurde, stöhnend in die Höhe kam und Harry aus der Puste ansah – am Lehrertisch Halt suchte.

„Übung macht den Meister, Professor. Sie sollten eigentlich wissen, dass ich im letzten Schuljahr gegen Voldemort kämpfen musste.“, erklang Harrys Stimme sehr bitter, augenblicklich wurde es still im Klassenzimmer. Einige hissten bei diesem Namen auf. Der einzige, der sich traute ihn auszusprechen, war der mutige Harry Potter. Helling wirkte betroffen, seufzte und versuchte seine Gliedmaßen einzusammeln.

„Oh, verstehe. Nun gut, Mister Potter. Ihre Vorstellung war nicht von schlechten Eltern. Ich war nur nicht aufgewärmt, müssen Sie wissen! 10 Punkte für Slytherin.“, seufzte er leise und winkte Harry wie eine lästige Fliege ab. Harry schnaubte, schüttelte den Kopf und begab sich wieder zu seinem Platz. Er war sich der Blicke in seinem Rücken bewusst, als er sich setzte, dennoch starrte er auf seinen Tisch. Helling gab noch einige Hausaufgaben auf, bedachte Harry jedoch mit einem bösen Blick.

„Sie, Mister Potter, brauchen diese Übungen nicht mehr zu tätigen. Sie sind schon weit über dem Level hinaus.“, knurrte er missgestimmt, Harry grinste ihn boshaft an. Toll! Keine Hausaufgaben! Die anderen Slytherins schnauften, denn es war klar, dass Potter in diesem Fach nun einmal der Beste war. Sie versuchten immer wieder Fehler in Potters Verhaltensmuster beim Duellieren zu finden, fanden zu ihrem Leidwesen keinen. Sogar Malfoy verhielt sich still, jedoch brodelte eine aufkeimende Wut in seinem Inneren. Er mochte es nicht, wenn Potter ihm die Schau stahl, denn er war die Nummer eins! Und bald würden es alle mitbekommen, da war er sich sicher. Nieder mit Potter!

°°°

Harrys Magen knurrte, ein weiteres Mal schritt er unfreiwillig mit seinen Hausgenossen in einer geschlossenen Gemeinschaft in die große Halle. Augenblicklich wurde es ruhig, denn nicht ein jeder Schüler war darüber informiert worden, dass Harry Potter das Haus gewechselt hatte. Harry fühlte sich beobachtet, setzte sich weit weg und fing zu essen an. Er merkte nun mehr denn je die Feindseligkeit seines eigenen Hauses ihm gegenüber, denn keiner wollte sich zu ihm setzen. Nur mit Mühe schluckte er die Bissen hinunter, abermals vermisste er die Wärme seiner Freunde.

Ich schaffe das nicht mehr….

Harry traten Tränen in die Augen, die Gabel in seiner Hand zitterte. Wieso immer er? Wieso nahm man ihm immer alles, was er je geliebt hatte? Wieso war er nun alleine? Gott sei Dank war da noch Neville, dessen Blick er nun suchte. Neville lächelte ihn schüchtern und aufmunternd an, was Harry mehr Mut und Kraft gab, als er sich je gedacht hätte.

Nach dem Essen schleiften ihn die Slytherins abermals zum nächsten Unterricht. Ab und zu stießen sie ihn an, machten sich lustig über ihn, doch Harry versuchte es zu ignorieren. Er wusste, dass es nichts bringen würde, sich aufzuregen, denn er stand alleine da, ohne jegliche Hilfe. Als es endlich Abend wurde, war Harry froh in sein Zimmer zu kommen. Vorhin hatte er es geschafft seinen Kameraden zu entkommen, flüchtete aufs WC und atmete tief durch. Sein Magen fing zu rebellieren an, wenn er daran dachte, dass er bald zurück musste.

Seufzend wusch er sich sein Gesicht, trat aus der öffentlichen Toilette heraus und schlenderte missmutig zum Kerker. Zischend sprach er das Passwort, das Gemälde zweier umschlungener Schlangen schwang zur Seite. Als er im Gemeinschaftsraum ankam, herrschte wieder einmal eisiges Schweigen, wütende Blicke straften ihn. Was hatte er denn jetzt schon wieder ausgefressen? War es, nur weil er aus der Reihe tanzte und nicht mit ihnen gemeinsam zurückgegangen war? Wie kleinlich musste man sein?

„POTTER!“ Harry zuckte zusammen, wusste sofort, woher die Stimme kam. Was Malfoy schon wieder wollte? Wieso klang er so wütend? Gut, Malfoy war immer aufgebracht und unglaublich wütend auf Harry, aber dies war ja nichts Neues. Harry rollte mit den Augen und blieb kurzzeitig an Ort und Stelle stehen. Joey Miller hob seinen Kopf, ließ sein Buch auf den Schoß sinken.

„An deiner Stelle würde ich mich beeilen, Potter. Draco kann sehr ungemütlich werden, wenn man ihn warten lässt.“, meinte er emotionslos, Harry warf ihm nur einen kurzen Blick zu.

„Malfoy ist immer ungemütlich, Miller. Anscheinend lassen ihn alle warten, oder aber er schafft es nicht sich selbst zu befriedigen.“, knurrte Harry leise und machte sich auf den Weg zu seinem Zimmer. Als Harry außer Sicht war, fing Samuel schallend zu lachen an, Blaise stimmte mit ein und Jo kicherte.

„Wenn das Draco hören würde…“, japste er nach Luft und schüttelte den Kopf.

„Sage ich ja. Potter wird Slytherin noch aufmischen. Egal was wir davon halten.“, seufzte Blaise nun und bewunderte im Stillen Harry Potters Haltung. Als Harry die Stufen hinter sich gebracht hatte und den Gang entlang schlenderte, hörte er wütendes Geschrei aus seinem Zimmer. Harry riss die Augen auf und beeilte sich weiter zu kommen.

„Er wird doch nicht…“, zischte Harry außer sich und beschleunigte nochmals. Was hatte Malfoy in seinem Zimmer zu suchen? Bevor Harry sein Zimmer betreten konnte, stürmte ein schnaufender Draco Malfoy aus der Türe, blitzte Harry fuchsteufelswild an und baute sich vor ihm auf.

„WIE KANNST DU ES WAGEN!“, regte sich Draco auf, zog seinen Zauberstab und zielte damit auf einen verwirrten Ex-Gryffindor. Harry verstand nur Bahnhof.

„Was meinst du, Malfoy.“, erwiderte er beherrscht, Malfoys Atem ging hektisch.

„Du versaust mir seit den Morgenstunden den Tag, stiehlst mir die Show und bedrohst mich! Dafür wirst du bezahlen! Der Gipfel ist allerdings, dass es in deinem Zimmer wie in einem Saustall aussieht! Du bist so ein dreckiges Schwein, Potter! Absolut nutzlos, wertlos, ein Halbblut - und liegst einem jeden auf der Tasche! Ich wünschte wirklich, du würdest endlich deinen beschissenen Eltern folgen, Potter! Verzieh dich aus unserem Leben, wir brauchen dich nicht! Und jetzt räume dein verdammtes Zimmer auf, sonst werde ich es Professor Snape melden! Er legt Wert auf Säuberlichkeit!“

Harry war viel zu geschockt, um etwas sagen zu können, zu tief saßen diese Anschuldigungen. Draco preschte an ihm vorbei, rempelte ihn, so dass Harry den Halt verlor und gegen die Wand taumelte. Dann sackte er an dieser hinab und starrte direkt durch die offen stehende Türe in sein Zimmer. Seine Sicht verschwamm und Harry fragte sich zum wiederholten Male, wieso er so eine Behandlung verdient hatte. Wieso er nicht mehr die Kraft besaß, durchzuhalten. Er schaffte es einfach nicht mehr.

Halte durch, Harry. Wir sind immer bei dir.

Was gäbe Harry dafür, wenn Hermine dies wirklich zu ihm sagen würde.

TBC…

Anmerkung des Autors: Lebt ihr noch? Ich sagte ja, Harry wird es nicht leicht haben. Aber ihr konntet in diesem Chap auch lesen, dass Harry sich wehren kann. Und das wird er weiterhin, glaubt mir. Auch wenn er denkt, dass es nicht mehr weiter geht, so wird es immer jemanden geben, der ihm hilft. Mehr kann ich euch nicht verraten. Sorry. Bitte erschlagt mich nicht!

Nochmals herzlichen Dank für die Kommis zum Vorwort! Echt geil!!

Mein besonderer Dank geht diesmal an die Kommischreiber zu Kapitel eins:

Tatsu-chan, Noeilia Potter, Minnie (Katzi), Alraune, Kralle, Cynthia Malfoy, darkwings984, Paige 13, Momixis, Brirdy, Draco1990, Sanni (lach! No Problem!), eries, Wolf, Kriska, mad-cat, Tolotos, lealau, DestinyAngel, Sugarli, julchendraco, Kathiebell01, Connilichen, DarkSarina, Vani, Eftelya, Embrance, zhara, Leila88, BexdeBex, Yamichi, Juwels, bienchen, Manga-chan, Orange-Mermaid-Sarah, Vanilla-Ice, Sweetbunny, Nalan1985, niah luna, Lila, Cat, Hermmy, mimaja, Dracolina, Imurah, Lu-chan-san, Darkluzie (Baby), Kim, Zooe, Tatze, braindance, Baby-D, SchwarzerEngel, Jacky, Draco, Shizura Chikako, Yuna20, KradDarl-chan, whiz, BoodyDevil, Werdandi. Saraima, WillowCatkin (Süße), BlackMamba (geiler Nick), Meisterdieb, Jathy (Wuffi), sana23, Kuscheltier, elbenstein, Navarababy, Noreia18, Bubble, blackvampire, Babsel, potty-panther, Kaktus, ailia1880, dat binchen, popcorn1986, Miezekatzi, Suncrystal, miore, harry potter und nitschewo!!!

@Wow, ich bin fassungslos!!!!! IRRE!!!! *kreisch* Ich kann es nicht glauben!!! So viele verschiedene Reaktionen auf mein Chap! *mit offenem Mund euch anstarr* Ich, ich… ich muss die Katze knutschen gehen!!! *hey! Bleib stehen!!!* Oh Mann, seht euch das an.. Boah, ich bin so happy! So unglaublich happy! *kreisch*

@Es gab viele, die noch nicht wissen, was sie davon halten sollen. Das verstehe ich sehr gut!! Es ist auch schwer nach einem ersten Chap zu sagen, wie man die Story finden soll. Besonders, wenn man von den Gefühlen hin und her gerissen ist. Ich glaube, man kann diese Story erst nach einigen Chaps beurteilen. Lasst euch Zeit. Ich hoffe sehr, dass ihr dabei bleibt! Mal sehen, was ihr von den zukünftigen Chaps haltet!

@Es gab auch einige, die es so richtig klasse fanden, denen es gerade deshalb gefiel. Die Beweggründe, wieso ich die Trauer anscheinend so gut getroffen hatte, habe ich im Vorwort erklärt. Ich hoffe, es macht euch weiterhin Spaß, diese Story zu lesen!

@Ja! Ich bin wieder hier! *euch alle knuddel* Cool, was? Na lange habe ich es ja nicht ausgehalten! Aber so bin ich nun mal. Ich lebe im Zwang zu schreiben und ich liebe das Schreiben! Ich muss immer wieder etwas Neues ausprobieren, sonst wird es langweilig.

@Anfangs wird die Story von Harrys Standpunkt aus geschrieben, doch dann mischt es sich, keine Sorge!

@Ja, diesmal gab es einen Grund, wieso Harry nach Slytherin musste! *nick* Es hängt auch damit zusammen, wieso Harrys Freunde sterben mussten. Grund eins könnt ihr im Vorwort lesen. Die Story handelt größtenteils nur über die Slytherins und Harrys Leben mit ihnen. Grund zwei wurde von Dumbledore in Kapitel eins erwähnt – welcher auch der Hauptgrund ist. Er weiß schon, wieso er Harry dort hin geschickt hat. Und auch ihr werdet es mit Harrys kommenden Erlebnissen nach und nach erkennen. *zwinker*

@Oh, es tut mir ehrlich Leid, wenn ihr weinen habt müssen. Wie schon öfters erwähnt, sieht das der Autor anscheinend anders. Dabei habe ich mich brav zurückgehalten. Wäre ich wieder „durchgedreht“, dann hätten wahrscheinlich alle geheult und es wäre noch schlimmer geworden. Aber ich mag kein Drama pur, da werde ich selber depressiv.

@Stimmt, die Hoffnung ist derweil nicht zu erkennen. Nun fragt euch, wie Harry die Hoffnung wieder findet! Was wird noch in Slytherin geschehen? Was kann Harry tun, um bei den Schlangen zu überleben? Wird er einen Weg finden? Und was ist mit Harrys Mut? Glaubt an ihn!

@Nicht alle Weasleys sind gestorben. Fred und George leben noch… z.B.

@Hm, Snape – er ist bei mir eine Schlüsselfigur, aber ich kann ihn leider nicht so rätselhaft beschreiben, wie es JKR kann. Sch*** ehrlich. *lach* Ich habe es versucht, aber meine Finger machen sich selbstständig. Vieles an Rätseln wird sich lösen, je mehr Chaps erscheinen.

@Ähm, ja, ich werde eine jede Woche – am Wochenende – ein neues Chap hochladen. Ich denke, das passt so, oder?

@Wer zu verzweifelt ist, der sollte sich bitte nochmals das Vorwort lesen, ja? Da steht alles drinnen, was wichtig war zu erwähnen. Nicht umsonst habe ich es so ausführlich beschrieben. Und wenn ich sage, dass diese Story ein Happy End bekommt, dann wird sie auch eines haben. Ja? Das, was ich im Vorwort gesagt habe, entspricht der absoluten Wahrheit. Wartet es bitte ab, okay? *knutsch*

@Auch Neville wird noch eine große Rolle spielen, aber das kommt erst später. Mehr will ich über ihn nicht verraten.

@Wie ihr gesehen habt, haben sich zwei Eigencharas in die Story eingemischt. Jo und Sam. Und Kevin wird auch wieder mitspielen. Ob andere Eigencharas erscheinen, weiß ich selber noch nicht.

@Ja, Draco mimt das arrogante AL, er wird es noch länger bleiben. Aber ihr werdet nach und nach die Veränderung an ihm bemerken. Auch er kann nicht aus seiner Haut, doch da gibt es gute Freunde, die ihm auf die „Nüsse“ gehen und … Nein, so viel verrate ich nicht. Oh Mann - ich kann mein Mundwerk nicht halten und das auch nur, weil ich euch unbedingt beweisen will, dass dies eine gugi Story wird *SEUFZ!*

@Die Frage ist: Was weiß Dumbledore, was wir alle nicht wissen? Dumbledore weiß doch alles, nicht wahr? *grins*

@Wow! Das finde ich ja klasse! Ich bin nahe dem Original, was Snape und Malfoy angeht? Danke! Das höre ich gerne! Allerdings befürchte ich, dass sie sich in ihrem Verhalten ein wenig ändern werden. Und nein, ich werde es nicht übertreiben, denn ein ganz lustiger Snape wird bei mir niemals vorkommen. Er wird immer etwas rätselhaft und verkrampft bleiben. Ich hoffe, die beiden werden euch im Verlauf der Geschichte noch gefallen!

@Habe keine Ahnung wie viele Chaps es werden. Mehr als 20 auf jeden Fall. Ich hoffe auch, dass es noch mehr werden. Mal sehen, was mir einfällt. Meine Finger wissen mehr als ich. *glucks*

@Jub, Fieber ist weg, Verkühlung hat sich verzogen. Schnupfen ist noch da, da half auch kein rausprügeln. Mist, ehrlich. Aber ich lebe noch, ich kann gehen.. atmen.. Essen! Egal – mir geht’s wieder gut! Ich hasse es krank zu sein! *schnauf*

@Das stimmt. Ich versuche die Story anders zu schreiben, als jene von anderen Autoren. Meist ist es so, dass wenn Harry nach Slytherin kommt, gleich alles viel besser wird. Bei mir braucht alles seine Zeit. Sie müssen sich – im wahrsten Sinne des Wortes – zusammenraufen.

@Ich freue mich sehr, neue „Gesichter“ hier zu sehen! Das finde ich klasse! Wünschte, es würden sich mehrere Schwarzleser melden. Aber ich bin euch nicht böse! Hauptsache die Geschichte gefällt! Danke fürs melden, meine Süßen!

@Ach ja, Frage.. Ihr wollt doch Lemon, oder? Denn in dieser Story wird es öfters Lime geben und auch Lemon. Allerdings nicht mit einem jeden Chap, ist ja klar! Die Story und der Plot stehen an erster Stelle, aber es wird trotzdem sehr hot werden. Stellt euch einen bockigen, eiskalten Draco Malfoy vor, der eigentlich nichts anderes will, als sexy Harry zu vernaschen. Allerdings braucht es noch seine Zeit. Darkgugi schmollt und demoliert meinen Kasten. Vielleicht sollte ich ihr sagen, dass sie die Schranktüren nicht aufmachen sollte? Zu spät, der ganze Müll begräbt sie gerade. Selber Schuld. *GRINS*

@Ich weiß, es ist echt hart, weil Hermine, Ron und Ginny nicht mehr leben. Aber es musste sein, damit Harry „aufwacht“ und einen anderen Weg einschlägt. Der ist zwar sehr hart, aber wirkungsvoll. Vielleicht glaubt ihr es derweil noch nicht und schüttelt darüber den Kopf, aber ich beweise es euch – in den kommenden Chaps, okay?

@Ich finde, die Eltern von Seamus und Dean waren echt fies. Einerseits kann man sie verstehen, denn sie wollen ihre Kinder schützen. Aber andererseits verliert Harry weitere Freunde, was wieder einmal typisch für sein verkorkstes Leben ist. Voldemort könnte überall angreifen. Trotzdem greift er immer dort an, wo Harry sich befindet, weil Harry ja sein Ziel ist. Die Frage ist allerdings, was die beiden sich denken. Ich weiß noch nicht, ob sie wieder in der Geschichte vorkommen. Ich lasse mich selber überraschen, okay?

@Na ja, Harry wäre nicht Harry, wenn er einfach so abhauen würde. Er stellt sich immer seinen Problemen und läuft nicht davon. Auch wenn er manchmal nicht weiß, wie er seine Probleme bewältigen soll. Aber ihr kennt doch Harry, oder? Er ist zur Hälfte schon immer ein Slytherin gewesen. Es wäre schade, würde er diese Hälfte nicht nutzen…. In diesem Chap hatte er es in Zaubertränke, mit diesem hübschen Messer, doch schon einmal bewiesen, oder? *grins*

@Ich soll euch vorwarnen? Na dann – Kapitel drei könnte eventuell Taschentuchalarm hervorrufen. Ähm.. ja.. sorry..

@Haltet durch, meine Süßen, okay? Haltet bitte durch! Ich hoffe, ich habe alle Fragen beantwortet? Bin ein wenig durcheinander..

Hab euch lieb! Vergesst das nie! Ohne euch bin ich doch aufgeschmissen! Und danke für die ehrlichen Meinungen! Ihr seid klasse!!!
Eure für immer, gugi und darkgugi
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