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Geschichte: Freie Arbeiten
/ Prosa
/ Western
/ Über seine Leiche
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von Kai Brauns
erstellt: 13.01.2006
letztes Update: 13.01.2006
Geschichte, Allgemein / P16
(fertiggestellt)
Diese Geschichte war ursprünglich als Kurzfilm geplant, mangels ordentlicher Umsetzungsmöglichkeiten habe ich dann die Alternative der Prosa gewählt. Mit schlechtem Ergebnis, um ehrlich zu sein. Was visuell fabelhaft funktioniert hätte, ist in geschriebener Form leider ein Reinfall, und so ziemlich das schlechteste Schriftstück, welches ich seit Beginn meines ernsthaften Autorentums verfasst habe. Sie hat bereits einige schlechte Kritiken von Usern bekommen, und das vollkommen zu Recht. Ich lasse die Geschichte trotzdem hier stehen, allerdings aus rein dokumentarischen Gründen (und als Erinnerung, dass ich mich als Autor glücklicherweise weiterentwickle).
Der Fremde saß am Tisch und starrte mit abwesendem Blick in seinen Bohneneintopf. Mit seinem Holzlöffel rührte er in dem Gemisch aus weißen Bohnen, Speck, Paprika und Wasser herum. Er blickte auf, als von draußen Pferdehufen zu hören waren. Der Trab des Pferdes hörte dem Geräusch nach vor der Gaststätte mitten im Nirgendwo auf. Das Hängetuch, das die Tür ersetzte, wurde zur Seite geworfen und ein Mann in schwarz trat ein. Seine blitzenden Augen ließen den Blick durch den kleinen Raum wandern. Außer dem Fremden am Tisch und dem dösenden Cowboy neben dem Eingang war nur der Wirt anwesend, der hinter den Tresen stand. Die Tresen waren eigentlich drei nebeneinander gestellte Fässer und ein Tuch, das über die Wässer geworfen war. Der Mann in schwarz ging zum Wirt hinüber.
Der Blick des Fremden folgte dem Mann in Schwarz an den Tresen. Er beobachtete, wie der Mann auf den Wirt einredete, konnte aber nicht verstehen, was er sagte. Der Wirt schüttelte mit dem Kopf.
In dem Moment war erneut Pferdetrab zu hören. Wieder schien das Pferd vor der Gaststätte zu halten. Nun trat ein dunkelhäutiger Mann in einfachen weißen Kleidern herein. Um den Hals hing ein Faden, an dem ein Revolver befestigt war, der dem Mann vor der Gürtellinie hing.
Der Fremde betrachtete den Mann in Weiß aufmerksam. Mit der linken Hand griff er in seine Manteltasche und zog ein gefaltetes Blatt Papier heraus. Unter dem Tisch, geschützt vor den Blicken der Anderen, faltete er das Papier auseinander. Es war ein Steckbrief. Der Fremde verglich die Zeichnung mit dem gerade eingetretenen Mann. Es war der Gesuchte.
Der Bandit ging zum Tresen und gab dem Wirt ein Zeichen, dass er etwas zu trinken wolle. Der Wirt trat an den Banditen heran. Er stellte eine Flasche Whisky aus dem Regal auf den Tresen vor dem Banditen, welcher gierig danach griff. Doch der Wirt hielt die Flasche noch fest. Der Bandit sah den Wirt an. Der Wirt machte ihn mit den Augen auf den Mann in Schwarz aufmerksam. Der Bandit zögerte einen Moment, dann warf er dem Wirt eine Goldmünze zu. Dann packte er die Flasche am Hals und trat nach draußen.
Der Fremde hatte das Geschehene beobachtet und blickte nun auf den Mann in Schwarz. Dieser wartete einen Moment, dann ging auch er hinaus. Der Fremde nahm noch einen Löffel vom Eintopf, dann legte er einen Geldschein auf den Tisch und folgte den anderen beiden nach draußen.
Langsam schlich der Fremde die Anhöhe hinter der Gaststätte hinauf, darauf achtend, dass er von dem Banditen, der hinter der Gaststätte den Whisky in sich hinein schüttete, nicht bemerkte. Der Fremde blieb stehen, zog seinen Revolver und zog den Hahn. Nun zielte er und schoss. Der Bandit ließ die Flasche fallen und fiel selbst mit einer Grimasse auf dem Gesicht nach hinten. Der Fremde steckte seinen Revolver wieder weg und ging den Rest der Anhöhe hinauf. In diesem Moment bemerkte er den Mann in Schwarz, der von der anderen Seite der Gaststätte hinauf kam. Auch er hatte die Hand dicht über dem Revolver, woraus der Fremde folgerte, dass auch er gerade geschossen hatte. Sie starrten einander an. Der Fremde sah dem Mann an, dass er nicht darauf aus war, das Kopfgeld zu teilen. Deshalb stellte er sich gerade hin. Es waren etwa zehn Meter Abstand zwischen ihnen, auf halber Strecke lag die Leiche des Banditen. Ihre jeweilige Rechte hielten sie dicht über dem Revolver, bereit, ihn aus dem Halfter zu ziehen. Schweiß lief dem Fremden über das Gesicht. Konzentriert starrte er den Mann in Schwarz an. Falls dieser nervös war, so ließ er sich dies nicht anmerken.
Eine Fliege schwirrte um den Kopf der Leiche und landete schließlich auf der Stirn.
Die Finger des Fremden zitterten unmerklich.
Dem Mann in Schwarz ging es nicht anders.
Ein Windhauch wehte um sie herum, wirbelte Staub auf und spielte mit dem langen Duster des Fremden.
Die Fliege kroch der Leiche über die Nase und über die Lippen. Die Augen der Leiche starrten leblos in den Himmel.
Der Fremde schluckte.
Der Mann in Schwarz blinzelte.
Im Bruchteil einer Sekunde zogen die beiden Kontrahenten. Ein Schuss fiel. Mit weit aufgerissenen Augen starrte der Fremde seinen Gegner an.
Die Kraft verließ die Hand des Mannes, und der Revolver fiel zu Boden. Seine linke Hand hielt er auf seine Wunde im Brustkorb. Mit offenem Mund starrte er vor sich hin, torkelte einige Schritte nach vorne und fiel schließlich zu Boden, sein Kopf landete auf dem Bauch des Banditen.
Der Fremde steckte seinen Revolver zurück in den Halfter. Mit langsamen Schritten näherte er sich den beiden Leichen. Er packte die Handgelenke des Banditen und zog die Leiche hinter sich her. Der Kopf des Mannes in Schwarz fiel in den Staub.
Erneut war der Fremde schneller gewesen, als sein Gegner. Er wußte, eines Tages würde jemand schneller sein als er. Er wußte es. Er hoffte es.
Der Fremde saß am Tisch und starrte mit abwesendem Blick in seinen Bohneneintopf. Mit seinem Holzlöffel rührte er in dem Gemisch aus weißen Bohnen, Speck, Paprika und Wasser herum. Er blickte auf, als von draußen Pferdehufen zu hören waren. Der Trab des Pferdes hörte dem Geräusch nach vor der Gaststätte mitten im Nirgendwo auf. Das Hängetuch, das die Tür ersetzte, wurde zur Seite geworfen und ein Mann in schwarz trat ein. Seine blitzenden Augen ließen den Blick durch den kleinen Raum wandern. Außer dem Fremden am Tisch und dem dösenden Cowboy neben dem Eingang war nur der Wirt anwesend, der hinter den Tresen stand. Die Tresen waren eigentlich drei nebeneinander gestellte Fässer und ein Tuch, das über die Wässer geworfen war. Der Mann in schwarz ging zum Wirt hinüber.
Der Blick des Fremden folgte dem Mann in Schwarz an den Tresen. Er beobachtete, wie der Mann auf den Wirt einredete, konnte aber nicht verstehen, was er sagte. Der Wirt schüttelte mit dem Kopf.
In dem Moment war erneut Pferdetrab zu hören. Wieder schien das Pferd vor der Gaststätte zu halten. Nun trat ein dunkelhäutiger Mann in einfachen weißen Kleidern herein. Um den Hals hing ein Faden, an dem ein Revolver befestigt war, der dem Mann vor der Gürtellinie hing.
Der Fremde betrachtete den Mann in Weiß aufmerksam. Mit der linken Hand griff er in seine Manteltasche und zog ein gefaltetes Blatt Papier heraus. Unter dem Tisch, geschützt vor den Blicken der Anderen, faltete er das Papier auseinander. Es war ein Steckbrief. Der Fremde verglich die Zeichnung mit dem gerade eingetretenen Mann. Es war der Gesuchte.
Der Bandit ging zum Tresen und gab dem Wirt ein Zeichen, dass er etwas zu trinken wolle. Der Wirt trat an den Banditen heran. Er stellte eine Flasche Whisky aus dem Regal auf den Tresen vor dem Banditen, welcher gierig danach griff. Doch der Wirt hielt die Flasche noch fest. Der Bandit sah den Wirt an. Der Wirt machte ihn mit den Augen auf den Mann in Schwarz aufmerksam. Der Bandit zögerte einen Moment, dann warf er dem Wirt eine Goldmünze zu. Dann packte er die Flasche am Hals und trat nach draußen.
Der Fremde hatte das Geschehene beobachtet und blickte nun auf den Mann in Schwarz. Dieser wartete einen Moment, dann ging auch er hinaus. Der Fremde nahm noch einen Löffel vom Eintopf, dann legte er einen Geldschein auf den Tisch und folgte den anderen beiden nach draußen.
Langsam schlich der Fremde die Anhöhe hinter der Gaststätte hinauf, darauf achtend, dass er von dem Banditen, der hinter der Gaststätte den Whisky in sich hinein schüttete, nicht bemerkte. Der Fremde blieb stehen, zog seinen Revolver und zog den Hahn. Nun zielte er und schoss. Der Bandit ließ die Flasche fallen und fiel selbst mit einer Grimasse auf dem Gesicht nach hinten. Der Fremde steckte seinen Revolver wieder weg und ging den Rest der Anhöhe hinauf. In diesem Moment bemerkte er den Mann in Schwarz, der von der anderen Seite der Gaststätte hinauf kam. Auch er hatte die Hand dicht über dem Revolver, woraus der Fremde folgerte, dass auch er gerade geschossen hatte. Sie starrten einander an. Der Fremde sah dem Mann an, dass er nicht darauf aus war, das Kopfgeld zu teilen. Deshalb stellte er sich gerade hin. Es waren etwa zehn Meter Abstand zwischen ihnen, auf halber Strecke lag die Leiche des Banditen. Ihre jeweilige Rechte hielten sie dicht über dem Revolver, bereit, ihn aus dem Halfter zu ziehen. Schweiß lief dem Fremden über das Gesicht. Konzentriert starrte er den Mann in Schwarz an. Falls dieser nervös war, so ließ er sich dies nicht anmerken.
Eine Fliege schwirrte um den Kopf der Leiche und landete schließlich auf der Stirn.
Die Finger des Fremden zitterten unmerklich.
Dem Mann in Schwarz ging es nicht anders.
Ein Windhauch wehte um sie herum, wirbelte Staub auf und spielte mit dem langen Duster des Fremden.
Die Fliege kroch der Leiche über die Nase und über die Lippen. Die Augen der Leiche starrten leblos in den Himmel.
Der Fremde schluckte.
Der Mann in Schwarz blinzelte.
Im Bruchteil einer Sekunde zogen die beiden Kontrahenten. Ein Schuss fiel. Mit weit aufgerissenen Augen starrte der Fremde seinen Gegner an.
Die Kraft verließ die Hand des Mannes, und der Revolver fiel zu Boden. Seine linke Hand hielt er auf seine Wunde im Brustkorb. Mit offenem Mund starrte er vor sich hin, torkelte einige Schritte nach vorne und fiel schließlich zu Boden, sein Kopf landete auf dem Bauch des Banditen.
Der Fremde steckte seinen Revolver zurück in den Halfter. Mit langsamen Schritten näherte er sich den beiden Leichen. Er packte die Handgelenke des Banditen und zog die Leiche hinter sich her. Der Kopf des Mannes in Schwarz fiel in den Staub.
Erneut war der Fremde schneller gewesen, als sein Gegner. Er wußte, eines Tages würde jemand schneller sein als er. Er wußte es. Er hoffte es.
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