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von HoNeY 1910    erstellt: 07.12.2005    letztes Update: 07.12.2005    Geschichte, Romanze / P12 Slash    (fertiggestellt)
So ihr habt es also her schafft? *Freu*

Erstmal möchte ich micht noch mal beim Betthäschen bedanken. Ich weis du magst Tokio Hotel nicht, danke sehr das du es trotzdem beta gelesen hast bzw mir soviele Tips gegeben hast. Ich glaub das ist schon mehr deine als meine Story. Hab dich lieb, Süße!

An alle anderen? Viel Spaß beim lesen und hinterlasst mir doch bitte ein süßes Review. Ich würde mich über Meinungen, Anregungen und all den Kram mega freuen.


Achso GANZ wichtig bevor ich es vergesse, ich glaube ich hab Bill ein wenig verweichlicht. Naja trotzdem....


                                                           ****


Gewitter mit Folgen

Kurz vor Mitternacht, draußen tobte ein Sturm. Bill Kaulitz lag wach in seinem Bett. Er hasste Stürme, denn sie machten ihm Angst, seid dem er denken konnte.

Er betete stumm, das nicht noch ein richtiges Gewitter hinzu kam. Diese hasste er noch mehr, denn sie machten ihm noch mehr Angst. Sein stummes flehen wurde nicht erhört, ein greller Blitz erhellte sein Zimmer.

Bill stöhnte, was sollte dieser Scheiß eigentlich? Hatte sich die ganze Welt gegen ihn verschworen? Dieses Gewitter war nur der Abschluss eines beschissenen Tages.

Ein Donnern folgte dem zweiten Blitz, Bill zuckte zusammen. Was sollte er jetzt tun? Eigentlich ging er immer, wenn ein Gewitter über sie herein brach zu seinen Eltern. Heute ging das nicht...

Ausgerechnet heute waren Mama Kaulitz und sein Stiefvater bei Verwandten. Zu wem sollte er jetzt gehen? Außer Tom und ihm war keiner im Haus. Wieder ein Blitz, heller als der zuvor, das Donnern folgte!

Tom, er könnte zu Tom gehen. Gott, wann hatte er das zum letzten Mal getan. Der junge Sänger war unentschlossen. Sollte er wirklich...?

Wieder ein blitzen, das von einem lauten Donnern begleitet wurde! Immer noch zögernd rollte Bill sich aus seiner Decke, dann machte er sich auf den Weg zu seinem Zwilling.

Vorsichtig um so leise wie möglich zu sein öffnete er die Tür. Im Zimmer war es dunkel, dunkler als in seinem. Gut das Bill wusste, wo hier alles stand.

Der Schwarzhaarige tastete sich zu dem Bett seines Bruders. Sollte er ihn wecken und um Erlaubnis bitten? Lieber nicht, Tom brauchte seinen Schlaf, sonst wurde er zum Kampfterrier.

Behutsam schob er die Decke etwas zur Seite, damit er sich neben seinen Bruder legen konnte. "Was machst da?" Erschrocken fuhr Bill zusammen, Toms Stimme!
"Ich, ähm..." Ein Donnern unterbrach ihn. "Das Gewitter?", fragte Tom. Bill nickte. "Darf ich vielleicht, kann ich hier schlafen?"

Tom nickte, schob die Decke noch weiter zur Seite, damit sein Bruder Platz hatte. Stumm lagen sie neben einander. Bill spürte schon wieder diese Schmetterlinge im Bauch, das tat er in letzter Zeit ständig in der Nähe seines Bruders.

Der 10 Minuten Jüngere versuchte nicht darüber nachzudenken. Das wäre Inzest, Verboten! Außerdem war das Tom, sein Bruder.

Das Gewitter wurde stärker. Hagel schlug gegen die Fensterscheiben, ein Blitz folgte dem nächsten. Bill zuckte jedes Mal aufs Neue zusammen. Stumme Tränen rannen seine Wangen entlang. Er hasste solche Unwetter!

Aber hier neben Tom war es besser zu ertragen, als alleine in seinem Zimmer. Wären nur nicht diese verwirrenden Gefühle.

"Bill alles klar?" Toms Stimme riss ihn aus seinen Gedanken. Er versuchte nicht ängstlich und aufgelöst zu klingen, als er antwortete.

Er misslang ihm, dabei wollte er nicht das Tom es bemerkte. "Hey ist schon gut, komm her!" Tom zog ihn einfach in seine Arme. Die Schmetterlinge in seinem Bauch schienen Bill die Luft zu rauben, trotzdem versteckte er sein Gesicht in der Halsbeuge seines Bruders.

Tom strich beruhigend über seinen Rücken. "Ist nur ein Gewitter!", flüsterte er wusste er doch um die große Angst seines Bruders.

Irgendwann das Gewitter war langsam leiser geworden, war Bill in der Umarmung seines Bruders eingeschlafen.

Tom zog die Ecke ein wenig enger um sich und seinen Bruder. Liebevoll küsste er Bills Stirn, bevor auch er die Augen verschloss.

Nicht wissend das Bill, diesen Kuss gerade für einen Traum gehalten hatte. Tom wachte am nächsten Morgen als erster auf. Erst war er verwirrt über das Gewicht, welches auf ihm lastete.

Dann erinnerte er sich. Er drückte Bill noch ein Stück näher an sich. Sein kleiner Bruder hatte seinen Kopf noch immer in seiner Halsbeuge versteckt, sein Atem kitzelte darum Toms Hals. "Ey Bill aufwachen!" Bill regte sich nur ein bisschen, zog es dann aber vor sich noch enger an seinen Bruder zu schmiegen.

Toms Gefühle spielten verrückt. Warum empfand er so, wo Bill doch ein Junge und noch dazu sein Bruder war. "Bill!" ,er versuchte es erneut.

"Tom...." Bill redete im Schlaf! Er sagte seinen Namen! Toms Gefühle spielten verrückt. "...Tom.." Schon wieder. Träumte Bill etwa von ihm?

Der Ältere sank wieder in sein Kissen. Das hatte ja doch keinen Sinn, würden sie heute halt die Schule schwänzen. Tom lehnte sich an Bill, genoss einfach seine Nähe.

Irgendwann musste Tom wieder eingeschlafen sein, denn als er wieder die Augen aufschlug war Bill nicht mehr da.

Er wusste nicht wieso, doch es machte ihn traurig. Wieso war Bill nicht hier bei ihm geblieben? Warum hatte er ihn nicht geweckt?

Er stöhnte. Was waren das nur wieder für Gedanken. Er sollte dringend damit aufhören, gut war das nicht. Wahrscheinlich brauchte er einfach mal wieder eine Neue Freundin.

Tom wickelte sich aus seiner Decke und machte sich auf den Weg in die Küche. Dort fand er Bill. Sein Zwilling telefonierte gerade.

Der Junge mit den Dreads sagte nichts, wollte er Bill doch nicht stören. Er setzte sich auf einen der Stühle und beobachtete seinen Bruder. Er trug noch immer sein Schlaf T-Shirt, gut er trug ja auch immer noch seine Boxer.

"Mit wem hast du telefoniert?" ,fragte er als der andere das Telefonat beendet hatte. "Mit der Schule hab ihnen gesagt, das wir krank sind!" Tom nickte. "Willst du Kakao?" Bill riss ihn aus seinen Gedanken.

"Ja, klar" Die beiden tranken zusammen ihren Kakao, danach ging jeder in sein eigenes Zimmer. Bill lag auf seinem Bett. Er fühlte sich schrecklich. Jede Sekunde musste er nur Tom denken, er konnte einfach nicht anders.

Er konnte sich doch nicht in seinen eigenen Bruder verliebt haben. Das ging doch nicht! Niemals. Aber es war so. Die Erkenntnis schmerzte. Tom würde niemals so empfinden. Tom, der Mädchen Schwarm würde doch nicht in seinen eigenen Bruder verliebt sein.

Und es war verboten! Die Gedanken hämmerten sich in seinen Kopf. Es war zum verzweifeln, er wollte zu Tom. Aber es ging nicht. Stille Tränen rannen seine Wange hinunter.

Tom hatte die Musik so laut, das auch Bill sie hörte. Hip Hop, Toms Musik ebend.

Auch Tom lag auf seinem Bett, hörte lauter als sonst seinen Lieblingsrapper. Was war los mit ihm? Warum spielte er nur so verrückt, das Frühstück hatte ihm den Rest gegeben. Es war einfach zum verzweifeln. Er konnte sich nicht mehr einreden, das diese Gefühle an dem etwas längeren Sexentzug lag. Nein, er war verliebt, in Bill! Er konnte es nicht ändern, das war einfach die Tatsache.

Er sprang auf, hielt dann wieder inne. Nein, er konnte darüber nicht mit Bill reden. Nicht darüber, aber vielleicht über etwas anderes....

Der 10 Minuten Ältere machte sich auf den Weg zu seinem Bruder. Anklopfen tat er nicht, er stürmte einfach herein. Als er Bill so traurig und weinend auf dem Bett liegen sah, hielt er inne. Dieser Anblick zerriss ihm fast das Herz.

"Bill?" ,fragte er verwirrt. Er wollte wissen warum Bill weinte und dem Schuldigen so richtig eins in die Fresse schlagen.

"Tom?" ,erschrocken starrte Bill zu seinem Bruder. Schon wieder sah er ihn weinen, was war bloß los? Peinlich berührt wischte er mit seinen Händen die Tränen weg. "Ist, ist irgendwas passiert?" Der 10 Minuten Jüngere versuchte sich nichts anmerken zulassen, denn seine Gefühle spielten schon wieder verrückt.

Tom senkte den Kopf, sah zu Boden. "Ich hab mich in dich verliebt, das ist passiert" ,dachte er. "Nein nichts, wollte nur mit dir reden, aber geh wohl besser wieder", sagte er stattdessen.

Obwohl er eigentlich nicht gehen wollte, drehte er sich um. "Bitte geh nicht!" Bill hatte nur geflüstert, aber er hatte verstanden.

Mit kleinen Schritten machte er sich weiter auf den Weg zu Bill. Der junge Mann setzte sich zu seinem Bruder auf das Bett.  Sie schwiegen, bis Tom die Stille durchbrach. "Willst du drüber reden?" Bill antwortete nicht. Was sollte er jetzt auch sagen? Tom, ich liebe dich?

"Ich glaube nicht, wäre besser wenn ich nichts sage. Würde alles nur schlimmer machen!" Er wollte nicht weinen, aber er konnte nicht anders. Tom war hier bei ihm, so nah und gleichzeitig so unendlich weit weg.

Tom antwortete nicht, ließ sich stattdessen zu Bill aufs Bett fallen. "Ist schon komisch wir haben uns immer alles erzählt und jetzt..."
Die Wörter hingen erst nur in der Luft. Bill wollte etwas sagen, aber was?

"Ich kann einfach nicht Tom, wirklich.... Glaub mir, bitte!" Schon wieder rannen Tränen über seine Wangen, wie sollte es anders sein. "Es ist, ich weis nicht ob du es verstehen könntest, selbst wenn... es würde alles kaputt machen!"

Tom seufzte. Schlimmer als das was ihn beschäftigte konnte es nicht sein. "Ich werd es schon verstehen, wir sind Brüder!"

Er war verzweifelnd. Seine eigenen Worte, beschrieben seine Gedanken. Wir sind Brüder. Er musste aufhören mit seinen Gedanken und Hoffnungen. Bill und er waren nur Brüder.

"Das ist es ja verdammt!" Bill hatte gesprochen, bevor er wirklich nachgedacht hatte. Entsetzt schlug er sich die Hand vor den Mund. Fragend sah Tom ihn an. "Das wir Brüder sind ist das Problem?" Toms Herz schlug schneller. Konnte es vielleicht sein, das Bill auch Gefühle für ihn hatte?

Bill sah ihn verschreckt an. Tom wollte ihn zu sich ziehen, ihm sagen das alles gut wird. Aber es ging nicht, oder? "Ich- ich wollte das nicht sagen. Vergiss es, bitte vergiss es."

Bill hatte Angst das Tom die richtigen Schlüsse zog, wie würde er dann reagieren? Tom reagierte nicht. Bill hoffte er würde nicht weiter nachfragen. Eine Zeit lang lagen sie nur da und schwiegen.

Tom überlegte wie er jetzt weiter fortgehen könnte. Konnte es wirklich sein? Oder bildete er sich das alles nur ein? Schloss er vielleicht einfach falsche Schlüsse?

"Bist du im Moment verliebt?" Bill wäre vor Schreck fast vom Bett gefallen, als er diese Frage hörte. Tom ahnte bestimmt etwas. Er konnte es nicht sagen! Es war verboten, außerdem würde Tom seine Gefühle bestimmt nicht erwidern. "Ich bitte Tom, verlang jetzt keine Antwort!"

War diese Antwort nicht vielleicht die eindeutigste von allen gewesen? Warum hatte er nicht einfach gelogen? Er konnte es nicht, er konnte seinen Tom nicht anlügen.

"Ich bin im Moment verliebt, glaube ich zu mindest!" Messer schnitten sich in Bills Herz. Tom war verliebt, in irgendeine billige Schlampe. "Ich, weist du Bill, das ist grade nicht einfach für mich. Aber ich versteh mich nicht und diese Gefühle. Sie waren einfach da, ganz plötzlich..."

"Wo ist Problem sie wird sich bestimmt darüber freuen?" Tom erkannte Eifersucht in der Stimme seines Bruders. War seine Vermutung doch richtig? Konnte es wirklich sein?

"Ich weis nicht, ich hab Angst das ich alles kaputt mache wenn ich es sage!" "Was solltest du kaputt machen? Ne Freundschaft? Du bist doch mit gar keinem Mädchen befreundet, weil du sie immer flachlegst" Jetzt war die Eifersucht deutlich zu spüren. Eifersucht und Wut. Was hatte er gedacht. Aber warum tat das so weh?

"Es ist kein Mädchen!" Stille! Bill drehte seinen Kopf zu ihm. "Kein Mädchen?" Tom schüttelte den Kopf. "Ein Junge?" "Ja ich glaube nicht das er ein Zwidder ist, obwohl manches würde es erklären..."

Bill kam nicht auf die Idee, das sein Bruder ihn meinen könnte. "Du bist schwul?" "Keine Ahnung ich liebe ihn halt, und er ist männlich. Wär er ein Mädchen würde ich ihn auch lieben."

Tom liebte einen Jungen. Wer konnte das sein? "Wie ist er so?" Er musste es einfach wissen.

"Er ist wundervoll und süß.. Er versteht mich. Ich kann mit ihm reden und streiten, nicht so wie mit den ganzen Tussis. Er hat seine eigene Meinung und zieht sein Ding durch. Ich....."

"Oh du solltest es ihm sagen. Wird ihn bestimmt freuen?" Bill stand auf. Tom Herz setzt aus. Sein Bruder sah noch trauriger aus. Allein und verlassen, Tränen rannen weiter seine Wangen hinunter. Er versuchte sie nicht mehr zu verstecken.

"Weist Bill genau das ist das Problem bei ihm. Er ist furchtbar schwer von Begriff. Ich mein da liege ich auf seinem Bett und rede mit ihm über ihn und was macht er? Er steht auf und kapiert nichts. Ich glaub bei uns beiden hab ich das Hirn abbekommen."

Bill sah ihn ungläubig an. Er konnte die Worte erst gar nicht richtig verarbeiten. Tom liebte ihn auch, oder?

"Du.. mich?"  Er sah ihn immer noch tränenverschmiert mit ungläubigen Gesicht an. Tom nickte zaghaft, was sonst gar nicht seine Art.

Bill konnte nicht anders. Er stürzte zurück zum Bett, zurück zu Tom. Die beiden fielen sich in die Arme! Vielleicht war es verboten, aber sie liebten sich. Das stand fest!

                                                              ***

Und? Oh Gott, ich bin schon ganz nervös. Ist das erste Mal das och etwas veröffentliche. Gefällt es euch? Oder soll ich es lieber lassen?
 
 
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