■
Geschichte: Fanfiktion
/ Prominente
/ Musik
/ Tokio Hotel
/ Please, do not disturb
||||
10px|12px|15px|17px|19px
Times|Arial|Helvetica
25%|50%|75%|100%
Linksbündig|Blocksatz
gering|normal|groß|sehr groß
von Misaki05
erstellt: 02.10.2005
letztes Update: 16.10.2005
Geschichte, Romanze / P12
(abgebrochen)
"Hier!"
"Pilze?"
"Anwesend!"
"Hm...irgendwas Undefinierbares?"
"Müsste Toms sein!"
Zufrieden lies sich der Blonde wieder in den gemütlichen Sessel fallen und bis in das erste Stück seiner Pizza.
Neben ihm auf dem Boden standen und lagen einige leere und halbvolle Red Bulldosen und Gustav langte nach einer von ihnen.
Er erwischte eine, dessen Inhalt noch nicht in den Teppich gesickert war und nahm einen Schluck.
"Georg, erklär mir doch noch mal, wieso wir zwei Stunden früher hier sind!"
Georg, der Bassist der Band, grinste und wandte sich Bill zu, der ihn vorwurfsvoll ansah.
"Weil wir dachten..."
"Du dachtest!", warf Bill ein und Georg seufzte "Weil ICH dachte wir finden den Kram hier nicht auf Anhieb und deshalb sind wir früher losgefahren als notwendig!"
Mit Mühe und Not verkniff sich Bill ein `Ach, du denkst?´ und fing an seine Pizza in sich rein zumampfen.
"Wie lange noch?", jammerte Gustav und Georg sah auf seine Armbanduhr "Immer noch knapp eine Stunde!"
Er war dem Nervenzusammenbruch nahe, alle drei nervten ihn seid geraumer Zeit mit der Anschuldigung, sie zu Tode langweilen zu wollen.
Tom, der irgendwo auf der Suche nach etwas Trinkbarem war, hatten sie seid gut einer Viertelstunde nicht mehr zu Gesicht bekommen.
Da sich keiner der Vier besonders gut in Köln auskannte waren sie ziemlich früh losgefahren, hatte hier und da mal einen Stopp gemacht um etwas zu Essen und waren dann Zweieinhalbstunden zu früh bei "The Dome" aufgetaucht.
Jetzt saßen sie also schon die ganze Zeit hier und versuchten sich die Zeit zu vertreiben aber nach einigen Kartenspielen, Gesprächen und Bandproben waren ihnen die Ideen ausgegangen.
"Wo ist Tom?", fing Bill auch schon wieder an und Georg lies den Kopf in die Hände fallen.
"Wenn wir nicht so früh hier gewesen wären dann wäre Tom jetzt nicht weg!", fiel auch Gustav mit ein, genau in dem Moment wo die Türe aufflog und Gustav schon ein "Wurde aber auch Zeit!" ausrufen wollte.
Doch ein Mädchen mit langen schwarzen Haaren und einer Kappe streckte den Kopf ins Zimmer und stutzte als sie die Jungs sah.
Sie zog den Kopf wieder aus dem Türspalt und man hörte sie etwas mit jemandem bereden.
"Aber hier steht doch... Oh!"
Sie öffnete die Türe ein Bisschen weiter und wurde von drei Jungen angestarrt "Tut mir leid, hab mich in der Tür vertan!"
Ihre neugierigen hellblauen Augen die man unter der Kappe nur schwer erkennen konnte, wanderten noch kurz durch den Raum, bevor sie die Türe wieder schloss.
"Was war das denn?", Gustav starrte immer noch auf die Türe, als würde sie ihm gleiche eine Antwort geben, doch Georg grinste ihn spöttisch an "Ich würde eher sagen WER war das denn!"
Bevor noch jemand anders etwas sagen konnte, wurde die Türe von neuem aufgestoßen und ein Stapel Dosen kam durch die Tür gewankt.
Der Träger schubste die Türe hinter sich mit einem Fuß zu und lies dann einen Dosenregen auf das Sofa niederprasseln.
"Ich hab was zum Trinken organisiert!", strahlte Tom, griff sich eine Dose und öffnete sie unter großem "Oho"s seiner Freunde, die sich sofort über die Coladosen hermachten und wie Halbverdurstete zu trinken begannen.
"Deine Pizza steht da!", Bill deute mit einer vagen Handbewegung auf das Durcheinander auf dem Boden, während sein Zwillingsbruder schon auf der Suche nach seiner Pizza die Berge von Klamotten und anderem Kram durchforstete, bevor er schließlich und endlich die Schachtel hervorangelte.
Kauend saßen sie auf Boden, Sofa und Sessel und jeder andere hätte sofort bemerkt, wie wunderbar still es sein konnte, wenn die Jungs etwas im Mund hatten und somit am Sprechen gehindert wurden.
"Das ist doch nicht dein ernst!", donnerte es von draußen und alle vier sahen gleichzeitig auf die Türe, die die Sicht auf den Flur versperrte.
Als Bill seinen Bruder ansah, wusste er genau, dass er ebenfalls die blöde Tür verwünschte und grinste.
"Das", eine kurze Pause, "esse ich mit Sicherheit nicht!"
Gustav fing an zu kichern, angesichts seiner köstlich aussehenden Pizza und der Tatsache, dass dort draußen wohl jemand etwas weniger Erfreuliches vorgesetzt bekam.
"Was zum Henker findest du denn an Chicken McNuggets so schlimm?", brauste eine andere Stimmt auf und Gustav blieb das Kichern im Halse stecken.
Seiner Meinung nach waren alle Menschen die McDonalds verschmähten eindeutig krank.
"Kann sie ja uns geben!", meinte er leise und seine Freunde brachen in Gelächter aus, während das Mädchen draußen immer noch tobte und nach etwas anderem zu Essen verlangte.
Wieder warf Bill einen Blick zu Tom und beinahe gleichzeitig standen beide auf, grinsten und ließen sich wieder auf das Sofa, beziehungsweise auf den Boden fallen.
Dann stand Bill doch auf und ging auf die Tür zu, öffnete sie mit einem Ruck und stand auf dem Flur.
Er suchte nach den Personen, die sich so lautstark stritten und musste nicht lange suchen um sie zu finden.
Die Türe des Zimmers das ihnen gegenüber lag stand sperrangelweit offen und gab den Blick auf ein Chaos aus McDonalds Schachteln, Anziehsachen, Schminke und Bürsten frei.
Er warf einen kurzen Blick zurück in ihr Zimmer und sah wie Georg, Gustav und Tom in vorwinkten und so durchquerte er den Flur und sah auf das Schild, welches neben der Tür angebracht war.
`Miu Black´ stand auf dem Schild und Bill versuchte noch einen Blick in das Zimmer zu werfen.
Doch schneller als er gucken konnte erschien auch schon das Mädchen mit der Kappe in seinem Sichtfeld und schmetterte die Türe vor seiner Nase zu, mit den Worten "Man guckt nicht in anderer Leuts Zimmer!"
Verärgert über so viel Unverschämtheit, erst laut rumzubrüllen weil das Essen nicht gefiel und alle anderen zu stören und dann auch noch die Türe vor ihm zuzuknallen trollte Bill sich zurück zu dem Rest der Band.
"Und?", wurde er auch schon von grinsenden Gesichtern empfangen und ärgerlich antwortete er "Miu Black!"
"Miu... Black? Jetzt sag mir nicht das war die mit der Kappe!"
"Doch!", grummelte Bill, "ich hätte echt gedacht die wär netter!"
"Jetzt im Ernst, die Miu? Die Sängerin?"
"Nehe, die Miu die bei uns aufm Feld arbeitet!", doch auf Toms ratlose Miene hin setzte er noch ein "Natürlich die Sängerin!", nach.
"Blöde Kuh!", murmelte Georg und Bill nickte zustimmend.
"Derbst nett, die Frau!"
Derweil im Zimmer gegenüber:
Niki lief durch das Zimmer und war schallend am lachen.
Miu kugelte sich ebenfalls vor lachen, als sie dabei zusah wie ihr Bruder Grimassen schneidend und gackernd durch den Raum lief und dabei mit den Armen wedelte als sei er ein Huhn.
Sie hatten sich wieder vertragen, Niki hatte die Chicken McNuggets gegessen und Miu war zu dem Beschluss gekommen fürs erste (soll heißen für diesen Mittag) Diät zu halten.
Anscheinend hatte Niki jedoch ein oder zwei Chicken zu viel gehabt, denn er war drauf und dran selber zu einem zu mutieren.
"Den armen Jungen hättest du vorhin aber nicht so anfahren müssen!", lachte Niki und wischte sich eine Lachträne aus den Augen und Miu nickte leicht bedröppelt "Ich weiß. Wollte ich eigentlich auch gar nicht, ich glaube da habe ich mir nicht besonders viele Freunde gemacht!"
"Wer war dass denn überhaupt?!"
"Ich glaub der eine von Tokio Hotel, du weißt schon, diese...", sie wurde von ihrem Bruder unterbrochen, der ihren Satz beendete "... Teeniband mit Hang zur Selbstverstümmelung! Richtig!"
"Selbstverstümmelung?", leicht angeekelt zog Miu die Nase kraus, ihr Bruder grinste "Ja, die sind doch alle gepierct bis zum geht nicht mehr!"
"Ich glaub nur die Zwillinge....", murmelte Miu und lief leicht rosa an "Ich hab nichts über sie gelesen!"
Ihr Bruder fing wieder an zu lachen "Und wo hängen deine Poster?", brachte er unter Lachsalven hervor, doch seine Schwester tippte sich nur an die Stirn "Als ob ich mir Poster von denen an die Wand hänge!"
Bevor noch einer von ihnen etwas sagen konnte, platze auch schon eine Frau mitten rein.
"Haaaaaaaaaaaaallo! Ich bin zuständig fürs Styling! Anette! Also!", sie klatschte in die Hande und rieb sie sich dann freudig "Dann wollen wir mal!" Und sie drückte die völlig überrumpelte Miu auf den Stuhl vor dem Schminkspiegel.
Sie rupfte ihr die Kappe vom Kopf und fächerte ihre Haare aus, bevor sie anfing die langen schwarzen Locken mit einer Bürste zu bearbeiten.
"Ich denke, wir machen erst mal so die Grundlegung, dann kleiden wir dich ein, machen dir dann die Haare und zum Schluss das Make - Up!"
Während Miu sich noch fragte was diese Frau wohl unter Grundlegung verstand, band Anette ihr die fertig gekämmten Haare zu einem Knoten und bugsierte sie wieder aus dem Stuhl zu der Kleiderstange.
"Wie wärs hiermit?... Oder hiermit?", sie zog verschiedene Kleider und Röcke von der Stange und hielt sie Miu an.
"Ehm.... Ich würd lieber eine Hose anziehen, falls es möglich wäre...", begann Miu mit leichtem Protest und Anette sah sie missbilligend an "Aber du bist ein Mädchen!" - "Ja und wir leben nicht im Mittelalter, also, kann ich ne Hose anziehen?"
Schmollend zog Anette, die so um die dreißig war, drei verschiedene Hosen von der Stange und hielt sie dem Mädchen unter die Nase.
Sie wählte eine weitgehend unauffällige Hüftjeans in dunkelblau aus, und Anette ("Das ist wundervoll, zieh es an! Nur mal anprobieren!") überredete sie zu einem Triangelbikini mit einem kurzen, dunkelblauen Seidenbolero, den man vorne zumachen konnte.
"Ich seh aus wie ne Bahnhofsnu..." - "Nein, einfach hinreißend!", schmachtete Anette und drückte sie wieder auf den Stuhl, öffnete diverse Puderschachteln und beförderte aus ihrem Schminkköfferchen die größte Puderquaste die Miu je gesehen hatte.
Mir nichts dir nichts hatte die Puder und Make-Up im Gesicht, das dazu diente ihre Haut zu mattieren und das Schwitzen zu unterbinden, danach gesellten sich Liedschatten in blau ( Nikis geistreicher Kommentar dazu "Du siehst aus als hätte man dir eins aufs Maul gegeben!") und Wimperntusche dazu und last but not least auch noch ein rosefarbener Lippenstift.
"Ich fühl mich als wäre ich in nen Farbkasten gefallen oder als hätte mich ein Kindergartenkind angemalt!", murrte Miu und Anette zog die Bürste mit einem besonders heftigen Ruck durch ihre Haare.
Eine halbe Stunde und einige Frisuren später entschieden sich die beiden Frauen die Haare einfach offen zu lassen und Miu flüchtete erleichtert aus dem Zimmer.
Sie hatte ohne hin nur noch zehn Minuten bis zu ihrem Auftritt.
Ihr Knopf im Ohr (den sie ebenfalls vorhin von einem Assistenten bekommen hatte) sagte ihr, dass sie zur Bühne kommen solle und sich beeilen müsse, also begann sie in ihren schwindelerregend hohen Schuhen zu joggen.
Sie hatte sich mit ihren fünfzehn, fast sechzehn Jahren angewöhnt hohe Schuhe zu tragen, denn ihre Körpergröße war auf knappe 1, 55 bemessen.
Der Mann in ihrem Ohr gab ihr aufgeregt zu verstehen dass sie sich wirklich beeilen sollte, also legte sie noch einen Zahn zu, öffnete die Türe die in die Halle hinter der Bühne führte und rannte los.
"Miu! Hallo!", sie warf einen Blick über die Schulter als sie ihren Namen hörte und sah Gülcan die ihr kräftig zuwinkte.
Sie lächelte und winkte zurück und drehte ihren Kopf wieder nach vorne.
Leider zu spät, sie sah die Katastrophe zu spät.
Im nächsten Moment fand sie sich auf dem Boden wieder.
********************** reviews? *liebguck und auf den netten knopf unten deut*
||||
10px|12px|15px|17px|19px
Times|Arial|Helvetica
25%|50%|75%|100%
Linksbündig|Blocksatz
gering|normal|groß|sehr groß
