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Geschichte: Fanfiktion
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von gugi28
erstellt: 14.09.2005
letztes Update: 17.03.2006
Geschichte, Romanze / P18 Slash
(fertiggestellt, keine anonymen Reviews)
Werte Lords - werte Lady´s!
Ich freue, dass meine neue Geschichte doch so viel Anklang gefunden hat! Das ist mehr, als ich jemals erwartet hätte! WOW! DANKE SEHR! In diesem Chap hier geht es jetzt direkt um die Zeit nach Hogwarts. Und ich bin gespannt, was ihr über Dracos und Harrys weiteres Leben sagt!
Was es mit Draco auf sich hat, wird hier ein wenig gelüftet und was mit Harry und Nicki war, wird erst in einigen Chaps zur Sprache kommen. Es wird etwas sein, mit dem ihr wahrscheinlich nicht gerechnet habt und eher eine tiefgründigere Sache ist, als angenommen. Dieses Detail der Grund ist - wieso Harry sich so gibt - verschwiegen, zurückhaltend, manchmal schüchtern. Haltet da noch durch, ich verspreche, alles in dieser Story aufzulösen!
Ich freue mich sehr, dass mir trotz allem so viele geschrieben haben und ehrlich waren! Und dass ihr mir eine Chance gebt! Das tut sehr gut! Ich werde versuchen, dass es noch besser wird, hoffe euch nicht zu enttäuschen!
Die Antworten auf eure Kommis findet ihr nach dem chap!
Ich wünsche euch nun viel Spaß und viel Vergnügen!
Bussis an euch! Eure Gugi
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Kapitel 2
Trautes Heim, Glück allein?
Harry Potter war endlich angekommen. Er konnte es noch immer nicht fassen. Vor ihm breitete sich ein unglaublich schönes - sein schönes - Anwesen aus, welches nur auf ihn wartete. Seine Augen wanderten über den schlichten weißen Holzzaun, der ihm gerade einmal bis zu den Hüften reichte. Anschließend lud ein ebenso weißes Gartentürchen ein, es aufzumachen. Dahinter erstreckte sich ein großer Rasen, der, wie auch das Haus, durch einen Zauber immer in Schuss gehalten wurde. Harry wusste, dass seine Eltern damals diesen erfunden bzw. erweitert hatten, ihn anwandten.
Und auch Jahre danach wirkte er noch immer, tat seine Arbeit. Ein schlichtes zweistöckiges Haus, vollkommen im Stil des typischen "Godrics Hollow" erbaut, erstreckte sich direkt vor seinen Augen und dessen Terrassentreppen endeten an einem kleinen steinernen Weg, der bis zum Gartentor führte.
Harry hatte dieses kleine Türchen schon hinter sich gelassen, seine Schritte klackerten am steinernen Weg. Langsam stieg er die drei Stufen empor, überschritt die hölzerne Terrasse und legte seine Hand oberhalb der Klinke an. Diese Türe konnte nur vom Eigentümer des Hauses geöffnet werden, da der genetische Code darin gespeichert war. Durch das Handanlegen erkannte das Haus, wen es vor sich hatte.
Einzig und alleine fehlten die Hauselfen, die Harry begrüßen sollten. Doch hatte er diese in den letzten Ferien zurück nach Hogwarts geschickt und gemeint, würde er sie wieder brauchen - riefe er sie bestimmt. Wehmütig waren die beiden abgezogen, doch gaben sie sich mit der Antwort zufrieden. Harry lächelte und schwenkte seinen Zauberstab, als er die Türe ins Schloss gedrückt hatte, jetzt sein Gepäck die Treppen hinauf schweben ließ.
Er hatte dem Zauber den Auftrag gegeben, seine Taschen im Schlafzimmer abzustellen. Dazu kam noch, dass sein Inhalt natürlich sofort in die gewünschten Fächer und Schränke verstaut wurde. Praktisch, sehr praktisch. Hedwig, die die ganze Zeit auf seiner Schulter gesessen hatte, flog nun durch das Haus, begutachtete es eingehend und suchte sich ihren Platz um Ruhe zu haben.
Ein langer, recht alter, doch in frischen Sommerfarben gehaltener Laufteppich erstreckte sich direkt neben den Stufen im Flur, die in die oberen Gemächer führten. Gut, das Haus war nicht besonders groß, doch für Harry alleine war es das. In der ebenen Etage befand sich gleich die Küche, daneben ein Wohnraum mit Kamin. Eine kleine Bibliothek fand man anschließend, bestückt mit den Lieblingsbüchern seiner Eltern.
In der zweiten Etage fand man natürlich das Schlafzimmer, ebenso 3 weitere Gästezimmer, die jeweils ein Badezimmer - angrenzend - besaßen. Das Haus im Allgemeinen wirkte eher hell, war in einem sanften Gelb ausgemalt worden. Einige Portraits hingen an den Wänden, unterhielten sich friedlich miteinander.
Als sie Harry sahen, freuten sie sich, winkten ihm zu und fragten ihn, wie die Schule so war. Harry unterhielt sich eine Weile mit ihnen und stieg die samtenen Treppen hoch, die von einem flauschigen, kurzhaarigen Teppich überzogen waren. Pflanzen, viele davon, hoben den einladenden Eindruck des Hauses hervor, einige blühten sogar und Harry fand den Anblick wunderschön.
Als er angekommen war, schmiss er sich auf sein breites Himmelbett. Er hatte vor kurzem dieses Zimmer, das ehemalige Schlafzimmer seiner Eltern - umgewandelt, nach seinen Vorstellungen verändert. Ein sanftes Grün zierte nun die Wände, in Silberrahmung stach der große Spiegel an der Wand hervor. Die Vorhänge seines Bettes waren natürlich ebenso aus einem dunkleren Slytheringrün, welches ihm unglaublich gefiel. Fasste man sie an, fühlten sie sich fein und kühl, sowie seidig in der Hand an.
Die Bettwäsche selber war eher schlicht gehalten doch auffallend. Hauptsache, sie fühlte sich wohlig an und man konnte darin sehr gut schlafen. Jedoch liebte er noch immer sein Gryffindorrot und so hatten das Laken, sowie Kissen und Decke diese dunkelrote Farbe angenommen. Völlig erschöpft lag er nun auf dem Bett und dachte nach.
Über alles was passiert war, besonders über Draco Malfoy. Jetzt hatte er endlich die Gelegenheit neu anzufangen und was machte er? Er dachte noch immer über den sehr hübschen Blonden nach, der ihn so sehnsüchtig beim Abschied angesehen hatte. Wie unglaublich sanft doch seine Hand war, ebenso der Druck seines Daumens auf seinem Handrücken. Augenblicklich hatte sich Harry gewünscht, Draco würde auch ihn direkt so sanft berühren, vielleicht umarmen?
Harry schüttelte den Kopf und seufzte.
"Wieso muss nur alles so schwer sein? Da liege ich endlich hier, habe meine Ruhe und muss dauernd an diesen sturen Slytherin denken! Das kann doch nicht wahr sein! Und ich lebe alleine..... wie traurig. Dabei hätte ich doch so gerne jemanden an meiner Seite. Er fehlt mir, fehlt mir so sehr. Und jetzt irritiert mich Malfoy und ich wünschte mir, er..."
Geschockt sprang er aus dem Bett und frage sich, wie er von Nicki zu Draco Malfoy kam. Ja, er vermisste seinen damaligen Freund sehr, doch die schrecklichen Sekunden seines Untergangs waren nicht mehr zurückzudrehen. Und dann war da noch Malfoy, der ihn irgendwie unsicher machte. Wenn er nur bei ihm in der Nähe war, spielte sein Körper verrückt. Sein Herz schmerzte und sein gesamter Körper sehnte sich nach dieser zarten Hand, die dem Blonden gehörte.
"Verflucht", giftete sich Harry nun, schnappte seinen Besen und lief die Treppen hinab. Schon umrundete er die Stufen, schlenderte über den Teppich und zielte die Hintertüre an, die in den hinteren Gartenbereich führte. Harry hatte voriges Jahr angefangen, diesen etwas zu verändern, jedoch ließ er die Scheune stehen. Zu allererst hatte er einen Schutzzauber über das Feld gelegt, so dass die anderen nicht mitbekamen, was er hier tat. Er wollte einfach keine Aufmerksamkeit und besonders keine "Gaffer".
Drei schlanke, verschieden große Stahlträger ragten aus der Erde heraus, ein Ring befand sich an dessen Ende. Stolz präsentierten sie sich, während Harry mit seinem Zauberstab einen Schlenker machte und die Truhe vor seinen Füßen erschien. Er hatte sich bereits alles besorgt, hatte auch die damalige Genehmigung von Dumbledore erhalten, ein eigenes Quidditchfeld zu errichten.
Und dann kam der letzte Streich. Harry kicherte. Er und Hermine hatten im letzten Jahr an einem verregneten Herbsttag in der Bibliothek gesessen. Harry wurde natürlich, wie immer, langweilig und so stöberte er - in den Abteilungen über Quidditch - umher und fand etwas, mit dem er nicht gerechnet hatte. Ein Vervielfältigungszauber! So kopierte er sich nun einige Male und wies seine Doubles an, jeweils einen anderen Spieler der Mannschaft zu mimen.
Die anderen "Harrys" nickten nur, plauderten ungeniert miteinander, was der Originalharry absolut nicht verstand. Also das waren die Nebenwirkungen? Konnte es sein? Schulter zuckend bestieg er seinen Besen und zischte in die Höhe. Die anderen machten es nach und riefen sich zu, dass sie "ihm" mal so richtig einheizen wollten.
"Haltet die Klappe und spielt endlich!", rief Harry überrumpelt aus, seine Klone zogen eine Augenbraue hoch und grinsten nun schief. Und schon ging es los. Klatscher verfolgten den armen Harry, der sich nun verfluchte, dass er diesen Zauber überhaupt angewandt hatte. ER als Treiber heizte ihm vollkommen ein. Der Torwart war auch nicht zu verachten und johlte ein jedes Mal, wenn ein anderer Harry keinen Treffer machte.
"Mann! So knapp vorbei! Beinahe hätte ich ihn gehabt!", jammerte der Treiber, Harry reichte es. Den Schnatz vor Augen, zischte seine Hand geradeaus, schnappte sich das kleine flügelartige Ding und grinste triumphierend.
"So! Ich habe den Schnatz und ihr verzieht euch nun!", rief er seinen Gestalten des Zaubers zu, die irgendwie enttäuscht waren, dass Harry so schnell den Schnatz gefangen hatte. Sie jammerten sich sogar gegenseitig voll, wie gemein Harry doch war. Und bevor unser Original etwas tun konnte, lösten sich die Doubles alle in einem Sternenregen auf und Harry seufzte zufrieden. Beim nächsten Mal würde er Ron und die anderen einladen, die ECHT waren und nicht geklont. War er tatsächlich so eine Nervensäge? Wenn ja, dann verstand er Draco Malfoy mit einem Male besser.
Völlig fertig betrat er wieder sein Haus, machte sich nun eine Kleinigkeit zu essen und dachte über sein zukünftiges Leben nach, während er am Tisch saß und gedankenverloren vor sich hinkaute. Was Draco Malfoy nun so machte? Und ging er nun seinen Weg? Wollte er mit Harry doch etwas zu tun haben? Würde er in die Fahrschule kommen? Harry grinste und schüttelte verneinend den Kopf.
"Mann, was denke ich denn da! Klar! Malfoy und Muggel, wie blöd von mir", knurrte er bitter, pfefferte sein Sandwich auf den Teller - lehnte sich in die Lehne zurück und starrte an die Decke. Wieso ging ihm dieser Draco Malfoy nicht mehr aus dem Kopf? Verdammter Mist! Was sollte er tun?
Plötzlich ertönte eine sanfte Melodie und Harry wusste, dass die Türschelle klingelte. Er fragte sich, wer dies sein könnte und so machte er sich neugierig auf den Weg zur Türe. Als er diese aufzog, blieb er wie erstarrt stehen. Ein Grinsen kam ihm entgegen, gepaart mit einem entschuldigenden Blick.
"Hey Harry", nuschelte Kevin nun, kratzte sich verlegen am Kopf.
"Kev! Was für eine Überraschung! Sag mal, was ist denn mit dir passiert? Wieso bist du hier? Verstehe mich nicht falsch, ich freue mich.... Aber, dein Gepäck", fing Harry zu stottern an, Kevin wurde rot im Gesicht.
"Du weißt ja, dass die Beziehung zwischen mir und Justin nicht mehr die Beste war. Jedenfalls, als er merkte, dass ich mich nicht mehr zu ihm hingezogen fühlte, da...."
"Lass mich raten, er hat euch von der gemeinsamen Wohnung, die ihr heute beziehen wolltet, rausgeschmissen?", fragte Harry ein wenig besorgt, Kevin nickte.
"Komm erst einmal rein, ja? Ich bringe deine Sachen dann in eines der Gästezimmer. Willst du etwas essen? Ich habe zwar nicht viel, aber ich könnte dir auch ein Sandwich machen!", rief er über die Schulter, als er an Kevin vorbeiging, der nun die Tasche fallen ließ und dankbar seufzte.
"Ja! Bitte! Mann, ich bin halb verhungert!", rief er ihm hinterher, blickte sich erst einmal um.
"Hübsches Haus hast du da? Du hast mir allerdings gesagt, dass du es noch in Schuss bringen willst. Kannst du mir bitte sagen, WAS?", kam es verdattert von Kevin, Harry saß bereits am Tisch und hatte auch Kevin einen Teller mit verschieden belegten Brötchen hingestellt. Der Besucher setzte sich nun Harry gegenüber und wartete ab, fing zu essen an.
"Na ja, der Dachstuhl hat ein Loch, das muss ich noch machen. Außerdem will ich den Dachboden ein wenig ausbauen, was aber keine Eile hat. Mir macht eher das Dach Sorgen, es muss erneuert werden. Zwar könnte ich das mit einem Schwenker, aber mein Zauber ist leider nicht perfekt. Hilfe kommt erst nächste Woche wenn ich Glück habe. Mann, das freut mich", maulte Harry nun, Kevin grinste.
"Vergiss es, Alter! Ich kenne mich da aus! Mein Vater, wie du weißt, ist ein Muggel. Und was glaubst du, in welchem Gewerbe ist er tätig? Ich werde ihn nachher gleich kontaktieren, damit er sich mit dir einen Termin ausmacht. Du musst wissen, meine Eltern sind in dieser Hinsicht klasse! Vater sieht sich alles an, macht sich Notizen und berichtete meiner Mom dann, was gemacht werden muss. Und sie wendet danach den Zauber an und TADA... alles ist wieder in Ordnung!", rief Kevin begeistert aus, Harrys Bissen fiel ihm ungeniert aus den Mund.
"Ferkel", grinste Kevin schalkhaft, Harry wurde rot. Peinlich berührt sammelte er den zermatschten Bissen ein und ließ ihn verschwinden, während Kevin nun sein Handy zückte, kurz aufstand und in den Gang schritt um zu telefonieren. Harrys Lippen zogen sich zu einem Lächeln auseinander. Na bitte! Glück musste man haben! Kevin war in der Tat ein wahrer...
"Harry? Dad wird morgen hier sein, heute weiß er nicht mehr, ob er es schaffen wird. Mom wird natürlich auch kommen. Und dann ist alles wieder in Ordnung und du musst nicht einmal etwas zahlen", blickte er ihn unsicher grinsend an, Harry zog eine Augenbraue hoch.
"Ich muss nichts zahlen? Wieso dass denn? Kevin Leary! Raus mit der Sprache!", rief er lachend aus, Kevin wurde schlagartig rot und trat von einem Fuß auf den anderen.
"Ich hab ihm gesagt, dass ich nicht mehr mit Justin zusammen bin und er mich rausgeschmissen hat. Und dann habe ich ihm auch noch gesagt, dass du mich aufnimmst, mich bei dir wohnen lässt und dann meinte er, du musst nichts zahlen. Weil du so ein lieber Gastgeber bist!" Kevin blickte auf, ein aufgemaltes Grinsen zierte sein Gesicht.
"Harry! Du bist sooo lieb und immer sooo nett und ich mag dich auch sehr gerne und du bist ein sehr guter Freund für mich geworden und ohne dich könnte ich nicht mehr..."
"Schon gut, schon gut!", lachte Harry auf, lehnte sich in den Sessel zurück und schüttelte seufzend den Kopf.
"Hättest mich aber vorher fragen können, oder? Aber wo du nun schon einmal hier bist? Alleine würde es sowieso langweilig werden, also? Du bleibst einfach hier, bist, so lange du willst mein Gast und ich brauche nichts für die Dienste deines Vaters zahlen! Das finde ich klasse!", rief Harry glucksend aus, Kevin starrte ihn an.
"Du bist nicht böse auf mich?", wisperte er leise, Harry schüttelte den Kopf.
"Keinesfalls! Und jetzt iss auf, ich bringe deine Sachen nach oben", zwinkerte er ihm zu, beugte sich zu ihm vor. Kevin, der wieder saß, hielt ihn im Genick fest und zog seinen Kopf zu sich hinunter. Langsam legte er seine Lippen auf die von Harry, küsste sie kurz und hauchte dann ein "Dankeschön"
Verwirrt machte sich Harry frei, drehte sich umher und machte sich daran, Kevins Sachen in die obere Etage zu bringen. Himmel! Was sollte das denn nun werden? Hatte Kevin ihn jetzt ehrlich geküsst? Wieso denn? Er war doch vollkommen in Blaise Zabini verschossen! Da war eindeutig etwas faul, so entschied er. Oben angekommen, hörte er nicht die Schritte, die ihm gefolgt waren. Sanfte Arme schlossen sich um seinen Bauch, warmer Atem streifte seinen Hals. Harry erschauderte. Es war so lange her, dass ihn jemand so liebevoll gehalten hatte.
"Tut mir leid, ehrlich, Harry. Es ist nur so, dass zwischen mir und Justin schon lange nichts mehr gelaufen ist und du ziehst mich irgendwie an, verstehst du? Ja, ich bin in Blaise verliebt, schon sehr lange. Eigentlich seit dem Augenblick, als er mich nach Justins Betrug weinend im Gang gefunden hatte und mich tröstete. Aber du, Harry, du bist sehr nett. Ich liebe dich nicht, keine Bange, aber ich fühle mich zu dir hingezogen. Verstehst du das?", hauchte er an Harrys Ohr, drückte sich näher und Harry fing zu keuchen an.
Langsam drehte er sich in der Umarmung umher, blickte in dessen wunderschöne blaue Augen.
"Ja, ich verstehe es. Immerhin hast du viel wegen Justin leiden müssen und mit Blaise bist du ja nicht zusammen. Aber wieso ich? Ich meine: Kevin, du siehst bildhübsch aus, aber...aber...du bist eben nicht mein Typ. Ich stehe einfach auf...auf..", haspelte er hinunter, Kevin grinste.
"Du findest mich bildhübsch? Tatsächlich? Mir egal ob du auf Blonde stehst oder nicht", raunte er an Harrys Lippen, verschloss sie liebevoll. Harry wollte schreien, ihm sagen, dass er es lassen sollte, doch sein Körper reagierte einfach auf dessen Berührungen. Seine Lippen teilten sich, Kevin schob seine Zunge hindurch und massierte die von Harry. Beide stöhnten sie leise auf und Kevin zog Harry noch näher an sich. Harry hatte seine Hände in Kevins Schopf vergraben, öffnete den Mund noch weiter und vertiefte den Kuss.
Er war so süß, so wundervoll und trotzdem nicht erfüllend. Er fühlte nicht die Aufregung und die Erregung, die er normalerweise spüren sollte. Er konnte sich nur vorstellen, dass er so bei Draco... NEIN! Nicht schon wieder! Langsam löste er sich aus dem Kuss, leckte sich über die Lippen und blickte nun verschämt zu Boden. Einen Schritt zurück machend, öffnete er seinen Mund, doch kam kein Ton heraus. Kevin räusperte sich und zog Harry auf das Bett, setzte ihn darauf.
"Oh Harry! Es tut mir so leid! Ich wusste nicht, was ich tat, ehrlich nicht! Weißt du, ich hab dich sehr gerne und du gefällst mir einfach. Ich will mich nicht auf die Hormone ausreden, aber deine Lippen waren einfach so verlockend, verstehst du? Erst, als ich dich inniger geküsst hatte, wurde mir klar, dass es falsch ist. Weißt du, der Kuss war schön, aber er war nicht...", fing er leise an, Harry blickte lächelnd hoch.
"...berauschend. Ich weiß. Ich habe es auch gefühlt. Ein Zeichen, dass wir beide nicht zueinander passen, als Paar, meine ich." Kevin seufzte erleichtert und legte freundschaftlich seine Hand um dessen Schulter.
"Sorry nochmals, ja? Ich wollte dich nicht bedrängen! Jetzt weiß ich wenigstens, dass du wirklich nicht der Richtige für mich bist. Als Kumpel auf jeden Fall, aber als Geliebter - nein, leider nicht. Aber Blaise..", fing er zu schwärmen an, Harry lachte auf.
"Wieso krallst du ihn dir nicht einfach?", lachte er weiter, Kevin wurde rot.
"Ich..ich...ich trau mich nicht, ehrlich nicht", seufzte er leise, sah auf seine nun gefalteten Hände, Harry kicherte leise.
"Na wer weiß? Vielleicht will dich Zabini ja wieder sehen? Im Übrigen habe ich ihm auf der Abschlussfete - du warst gerade dabei dich mit Justin zu streiten - gestanden, dass du ihn gerne magst", rutschte es Harry heraus, seine Augen wurden tellergroß - MIST! Kevin wirbelte herum und starrte ihn mit offen stehendem Mund an.
"WAAASSS? Du hast was gemacht!?? Sag mal, spinnst du? Wie kannst du nur..ich..ich...ich muss dich jetzt killen!", rief Kevin hysterisch aus, Harry sprang kreischend vom Bett auf und flüchtete. Seine Beine hetzten die Treppen hinunter, er sprintete ums Eck. Seine Hände streckte er aus, erfasste den Knauf der Abstellkammer - direkt unter der verlaufenden Treppe. Rasch war die Türe aufgezogen, er dahinter verschwunden, die Türe mit einem Spruch belegt.
Kevin polterte an die Türe, keifte die ganze Zeit.
"Wie konntest du nur, Harry! Jetzt bin ich im Arsch! Jetzt weiß er es und wenn ich ihm gegenüber stehe, dann laufe ich doch rot wie eine Tomate an! Du bist unmöglich, Harry Potter!", keifte er weiter, Angeschrieener machte sich sehr klein und kicherte.
"Aber er hat sich doch gefreut!", hallte seine Stimme in der kleinen, nun durch eine kleine Glühbirne erhellten Kammer wieder, Kevin war still.
"Wie?", kam es leise und gedämpft durch die Türe, Harry horchte auf. Kurz blickte er sich um und bemerkte den Schweinestall, der sich hier tummelte.
"Großartig, die Kammer des Schreckens. So stelle ich sie mir vor", raunte er leise, abermals hörte er ein "WIE?"
"Ähm....er hat sich gefreut! Er hat mich gefragt, ob....Moment", gab er nach, entriegelte die Türe. Kevin tigerte im Gang auf und ab, raufte sich die Haare und grummelte immer wieder vor sich hin.
"Also, er hat mich gefragt, ob ich etwas mit dir hätte. Aber dem ist nicht so, habe ich dann gemeint. Darauf hat er mich gleich einmal gefragt ob ich schwul wäre und wieso ich nicht Draco Malfoy eine Chance geben möchte", gab er bereitwillig Auskunft.
Kevin fing zu stöhnen an, nahm die Stehlampe ins Visier und entfernte von dort den Schirm. Bevor Harry noch etwas sagen konnte, setzte sich Kevin den Lampenschirm auf, so dass man sein Gesicht nicht mehr sehen konnte. Danach verschränkte er seine Hände vor der Brust und maulte.
"Mann, das ist so peinlich, Harry. Ich kann mich nur noch verkriechen", jammerte er unter dem Schirm hervor, was bei Harry einen Lachkrampf auslöste.
"Hör auf damit! Das kann doch nicht dein Ernst sein! Blaise Zabini wird dich anbeten, da bin ich mir sicher! Und wenn ihr beiden nicht endlich zusammenkommt, dann werde ich nachhelfen!", grummelte er nun eingehend, Kevin lugte hervor.
"Das machst du nicht", zischte er ungehalten, Harry schlug ihm den Schirm vom Kopf.
"Kevin Leary! Du wirst dich ihm stellen, wenn der Zeitpunkt gekommen ist! Und keine Widerrede! Wehe, du läufst dann davon! Dann belege ich dich mit einem Zauber, der Blaise erlaubt, dass er mit dir tun und lassen kann, was er will", raunte er gegen Schluss, Kevin riss die Augen auf.
"Das würdest du nicht tun", wisperte er erschrocken, Harry grinste triumphierend.
"Und ob ich das machen würde, verlass dich darauf", knurrte er zurück, Kevins Gesicht verhärtete sich, Schalk blitzte in seinen Augen auf.
"Und was ist mit Draco Malfoy? Hm? Du stehst auf Blonde! Du suchst dir immer wieder Personen aus, die vom Charakter her genauso sind wie er! Wie erklärst du dir das? Und wieso traust du dich nicht, Malfoy unter die Arme zu greifen? Blaise hat nicht einmal so Unrecht! Ihr beiden wärt eines der schönsten Paare, die ich jemals gesehen hätte! Sogar ich habe mitbekommen, dass Draco Malfoy voll auf dich abfährt! Seit Anfang der Schule schon! Ich war ja genauso von Harry Potter fasziniert, doch Malfoy war immer in deiner Nähe! Und was dich angeht, mein Lieber. Ich glaube, Draco Malfoy ist der einzige, den du haben willst! Alles was danach kam, war nur ein Ersatz für ihn!", rief er selbstsicher aus, Harry wurde nervös.
"So ein Blödsinn, ist ja gar nicht wahr", nuschelte er in seinen nicht vorhandenen Bart, Kevin kicherte.
"So, werter Freund, ab in die Küche! Erzähl doch dem lieben Doktor Leary, was das kleine Bubi wegen Malfoy auf dem Herzen hat, hm?", lachte er los, Harry knurrte, ließ sich aber mit ihm ziehen.
XXX
Draco ließ sich aufs Bett plumpsen, seufzte, schloss die Augen. Wunderbar! Trautes Heim, kein Glück allein. Er hatte nicht einmal die letzten Worte von Blaise mitbekommen und so wusste er nicht einmal, ob und wann sie sich wieder sehen würden. Die Reise nach Malfoy Manor war mehr als schweigend und eisig gewesen. Draco hatte eben den sechsten Sinn und wusste, da würde noch eine Standpauke kommen. Nur wusste er noch nicht genau, um was es diesmal ging.
Als er den Gedanken gerade zu Harry bringen wollte, öffnete sich die Türe, sein Vater stand im Rahmen.
"Draco? Zum Mittagmahl erwarten wir dich um Punkt 12 Uhr im Speisesalon. Und wage es nicht zu spät zu kommen!"
"Ja, Vater", kam es schnell, Lucius nickte kalt und zog die Türe abermals in Schloss. Dracos Hand klatschte ihm ins Gesicht, jene, die von Harry´s als letztes gehalten wurde.
"Potter, was machst du nur mit mir? Wieso hast du nochmals meine Hand gehalten", wimmerte er nun, betrachtete sie nun eingehend. Es war so ein schönes Gefühl gewesen, seine weiche Hand zu halten und beinahe hätte er sich gewünscht ihren Frieden mit einer Umarmung abrunden zu können. Wie sich Harry Potter wohl in seinen Armen anfühlen würde?
Abermals dachte er an seinen damaligen Traum, den er vor einer Woche gehabt hatte. Es war schon das dritte Mal gewesen, dass er von IHM träumte! Wie wunderschön er darin war! So nackt, so unglaublich erotisch! Und was er alles in Ekstase machen konnte?! Ein jedes Mal hatte er Draco nach allen Regeln der Kunst verwöhnt, seine Zunge war die eines absoluten Naturtalentes. Wie wäre es, wenn sie in Wirklichkeit...
"Verdammt", nuschelte er gepeinigt, spürte seinen Schritt anschwellen.
"Verschwinde aus meinen Gedanken, Potter. Wir sind nicht mehr an der Schule und ich bin nicht schwul. Nur Zabini ist daran schuld", knurrte er nun, doch verfolgten ihn diese blöden, jedoch wunderschönen Augen die ganze Zeit. Dazu gestaltete sich vor seinem geistigen Auge auch noch sein restliches Gesicht und besonders seine unglaublichen Lippen.
"Küssen", nuschelte Draco weggetreten, erschrak darüber und zischte aus dem Bett.
"Shit! Hau ab!", knirschte er, verzog sein Gesicht, hielt sich den Kopf und wirbelte umher.
"Ich sagte, du sollst abhauen", keuchte er weiter, glitt auf die Knie und wimmerte. So sehr er es sich auch wünschte, sich auch bemühte - es war umsonst. Harry Potter bestimmte noch immer sein Leben und das gefiel ihm nicht. Ob er schwul war? Er hatte keine Ahnung.
"Das sind sicherlich nur die Hormone", redete er sich ein, erhob sich wieder und blickte nun auf die Uhr. Drei Minuten vor 12 Uhr. Er musste los. Seine Füße trugen ihn aus dem Zimmer, führten ihn den langen Gang entlang, brachten ihn über die Treppen hinunter zum Salon - wo seine Eltern bereits auf ihn warteten.
"Du bist pünktlich, wie schön", meinte seine Mutter eher beiläufig, Draco nickte ihr zu.
"Natürlich", kam es einsilbig, sein Vater blickte ihn hart an. Im nächsten Augenblick zauberte er ein Pergament hervor, legte es Draco vor die Nase, als dieser sich an den Tisch setzte.
"Erkläre mir das", schnarrte er arrogant, Draco wurde weiß im Gesicht. Sein Zeugnis. Hey! Er war nicht durchgefallen, oder?
"Ich....entschuldige, Vater", murmelte er leise, hörte ein Schnauben aus dessen Richtung.
"Eine Entschuldigung? Du hast mir nicht mehr zu berichten als eine Entschuldigung? Ich hatte dich schon fix im Ministerium eingeplant, allen davon erzählt, dass du in meine Fußstapfen treten würdest! Und dann sehe ich deine Noten und all meine Pläne sind zunichte! Wieso hast du so nachgelassen, Sohn! Erkläre!", wies er ihn hart an, Draco schluckte. Er fing zu schwitzen an, fühlte sich absolut nicht wohl in seiner Haut.
Im selben Moment "ploppten" sich die Hauselfen herbei, überbrachten die Speisen und seine Mutter fing schon einmal zu essen an. Auch Lucius griff zu, Draco nur zögerlich. Nach einigen Minuten des Schweigens und der Nahrungszunahme blickte Draco hoch und seufzte.
"Vater, ich kann dir sagen wieso ich so schlechte Noten habe!" Jetzt war der Moment gekommen, an dem sich sein weiteres Leben entscheiden würde.
"Ich habe nicht vor, in deine Fußstapfen zu treten! Ich werde etwas komplett anderes machen!", meinte er selbstsicher, doch zitterte seine Hand, die gerade die Kabel zum Mund führte. Kurzzeitig war es still, seine Eltern hielten im Essen inne, Narzissa blickte geschockt zu ihrem Sohn.
"Wie bitte? Ich habe mich da wohl verhört?", knurrte Lucius Malfoy eingehend, Draco schluckte den Bissen hinunter. Narzissa war erstarrt, sah ihren Sohn weiterhin ungläubig an.
"Antworte ihm, wenn er dich fragt, Draco", kam es leise von ihr, Draco hob seinen Kopf.
"Nein, Vater, du hast dich nicht verhört. Weder werde ich in deine Fußstapfen treten, noch studieren oder Severus Laufbahn verfolgen", entschied er, Lucius verlor all seine Farbe im Gesicht. Er schien nun so wütend, so dass sein Glas, welches er in der linken Hand hielt, mit einem Knall brach und in sich zusammenfiel. Der Inhalt daraus ergoss sich über seine Finger, er schüttelte die Scherben einfach ab - die Elfen waren sofort an Ort und Stelle um alles zu reinigen und zu beseitigen. Draco zuckte zusammen, seine Mutter hisste kurz auf und schloss abwartend ihre Augen.
Draco musste es tun, so blickte er seinem Vater fest ins Gesicht.
"Wenn dies dein Ernst ist, Sohn, dann sage mir auf der Stelle, was du mit deinem erbärmlichen Leben anfangen willst", zischte Lucius leise, Draco schluckte hart und räusperte sich.
"Ich will die Welt kennen lernen und mich umsehen. Mir eventuell einen guten Job suchen und... Autofahren lernen", kam es leise, ein knarren folgte, der Stuhl seines Vaters kippte laut zu Boden. Draco zuckte abermals zusammen, blickte zu seinem Vater hoch, der starr vor dem Tisch stand, seine Hände auf die Platte gelegt hatte.
"Du willst Autofahren lernen? Dir ist doch bewusst, dass du von den Muggeln und deren Lebensarten sprichst? Das kann nicht dein Ernst sein", hauchte er leise und eiskalt, Draco nickte zögerlich.
"Doch, das ist mein Ernst. Und ihr könnt mich nicht aufhalten. Es wird Zeit, dass ich meinen eigenen Weg gehe. Ob ihr das nun einseht, oder nicht." Seine Stimme hatte an Standfestigkeit gewonnen und Draco straffte nun seine Schultern. Lucius Malfoy schien schockiert und sein Gesichtsausdruck verhärtete sich abermals.
"Wenn das dein Wunsch ist, Sohn, dann solltest du deinen Weg gehen. Ich erwarte von dir, dass du sofort dein Hab und Gut zusammensuchst und auf der Stelle mein Haus verlässt. Hiermit bist du enterbt und erwarte von mir oder deiner Mutter keine Unterstützung mehr! Sämtliche Karten werden dir gesperrt, nur das Geld, welches du in deinem Verließ bei Gringotts hast, wird dir bleiben. Und nun geh, ich will dich nicht mehr sehen!"
Draco war geschockt, mehr als geschockt. Er hatte erwartet, dass er eine Strafe aufbekam, dass sie ihm seine Konten sperrten. Doch dass sie ihn hinaus warfen? Was sollte er nun tun? Er war doch niemals alleine gewesen!
"Aber...aber", fing er leise an, doch sein Vater sagte kein Wort mehr. Wortlos zeigte er auf die Türe und Draco stand auf.
"Lucius! Das kannst du doch nicht tun! Draco ist unser Sohn!", rief Narzissa nun panisch aus, doch Lucius blieb stur.
"Verschwinde, sofort", verlangte er nochmals zu Draco blickend, der nun geknickt seinen Rückzug machte. Sein Herz schmerzte, wehleidig blickte er zurück, sah direkt in die wässrigen Augen seiner Mutter.
"Es tut mir leid", wisperte er leise, drehte sich abermals umher und verschwand. Narzissa brach in Tränen aus, Lucius stand mit dem Rücken zu ihr, knurrte leise und ballte seine Hände zu Fäusten. Auch ihm tat der Abschied weh, aber wenn Draco meinte, er könnte sein Leben alleine meistern, dann sollte er es endlich versuchen und auch durchziehen. Nur so konnte sein verwöhnter Junge lernen auf eigenen Beinen zu stehen - denn sie hatten in seiner Erziehung vollkommen versagt.
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Völlig fertig, auch den Tränen nahe, packte Draco mittels Zauber alles zusammen und schrieb noch kurz einen Brief an Blaise. Als er fertig war, zog er sich um, bereit als Muggel durch die Welt zu spazieren. Was blieb ihm schon anderes über? Eine ausgebleichte Jeans und ein dunkelgrünes Shirt rundeten sein Aussehen ab.
Schnell band er den Brief an das Bein seiner pechschwarzen Eule, öffnete sein Fenster um Zeus endlich seine Reise beginnen zu lassen. Seufzend sah er seiner Eule hinterher, schloss das Fenster wieder und ließ seine Augen durch das Zimmer schweifen. Vieles hatte er hier erlebt und nun war er zum letzten Male hier. Sein Herz schmerzte, die erste Träne rollte.
"Wieso musste ich auch auf dich hören, Potter. Du hast mein Leben zerstört", flüsterte er eingehend, ließ seinen Kopf hängen. Sanft wurde die Türe aufgezogen, seine Mutter betrat den Raum. Liebende Arme schlossen sich um seinen Leib, fingen den nun weinenden Jungen auf.
"Es tut mir so leid, Draco, so leid. Weißt du, dein Vater ist nun einmal sehr enttäuscht. Versteh doch. Er wollte auf dich stolz sein und er wollte sicher nicht, dass du dich für die Muggel interessierst. Draco, ich habe ein klein wenig gespart und werde es dir im Bankverlies zukommen lassen. In einigen Tagen kannst du damit rechnen. Zwar wird es nicht für lange reichen, doch solltest du dir davon eine schöne Wohnung leisten können. Ich wünsche dir alles Gute, mein Sohn - und bitte achte auf dich. Wenn du irgendwelchen Kummer hast, schick mir eine Nachricht. Ich muss gehen, dein Vater wartet sicherlich schon auf mich. Es tut mir so leid, Draco, so Leid", hauchte sie eingehend, küsste ihn auf die Wange und umarmte ihn nochmals zum Abschied.
°:°:°:°:°
Als er nun vor den Toren seines Elternhauses stand und traurig dort hin blickte, konnte er nicht einmal seinen Vater ausmachen, der ansonsten immer aus dem Fenster gesehen hatte. Traurig die Schultern hängen lassend, machte er sich auf den Weg und wusste nicht, wohin er sollte. Langsam schritt er die Straßen entlang, zog den Koffer und die Taschen hinter sich her - wusste nicht einmal, wo sich Blaise befand.
Inzwischen war mehr als eine Stunde vergangen und er schlenderte noch immer im Zauberviertel von London umher, war gerade an der Grenze zur Muggelwelt angekommen. Seufzend ließ er seinen Koffer und die anderen Taschen, die er trug - fallen, setzte sich darauf und überlegte wie sein Leben nun weiter gehen sollte. Er war noch nie alleine auf eigenen Beinen gestanden und verzweifelte langsam. Er hatte ja keine Ausbildung um in der Muggelwelt bestehen zu können. Was sollte er tun? Verhungern? Ob ihm Blaise helfen konnte?
Ein Schutzwall, durchsichtig und trotzdem erkennbar, zog sich von einem Haus, quer über die Straße, zu einem anderen Haus, signalisierten die Grenze zwischen Zauberwelt und Muggelwelt. Motorengeräusche drangen an Dracos Ohr und im selben Moment, als er hochblickte, durchbrach ein Muggelauto, ein schwarzer Audi A6, die Barrieren und blieb quietschend nach einigen Metern stehen. Draco erkannte nur die Bremsleuchten, freute sich zu wissen, was diese überhaupt waren. Ansonsten hatte er von Autos absolut keine Ahnung.
Das Ding da vorne schien sehr ansehbar zu sein und Draco fragte sich, wieso es nicht weiter fuhr. Plötzlich sprang die Fahrertüre auf, eine ihm bekannte Person stieg aus dem Auto.
"Draco! Da bist du ja! Ich wollte gerade zu dir! Mann, deine Eule ist verdammt schnell! Hey! Rein mit dir Zeus! Draco! Sag ihm, er soll wieder ins Auto! Dabei hat ihm die Fahrt doch so gut gefallen! Draco? Schau nicht so blöd! Komm endlich!", rief Blaise nun aus, Draco fing zu grinsen an.
Er liebte es, wenn Zeus und Blaise ein klein wenig rauften, hörte das Fluchen und sah das wilde Aufflattern seiner Eule, als Zeus Blaise ins Ohr zwickte - dieser die Eule ins Auto stopfen wollte. Doch wie es schien, gab Zeus auf, Blaise grinste und rieb sich trotzdem sein schmerzhaftes Ohr - fegte die Federn von seiner Kleidung. Armer Zeus, dachte sich Draco bei sich.
"BLAISE!", rief er nun lachend aus, er war auf einmal glücklich, sein Retter war da! Auf Blaise war eben Verlass - das zeichnete einen wahren Freund aus! Nie hätte er sich träumen lassen, dass sein bester Freund so schnell war und ihn auch noch suchen ging! Blaise lächelte ihm nun entgegen, winkte, kam auf ihn zu und hob seine Taschen auf - danach kam der Koffer dran. Draco grinste breit, half ihm und tapste neben ihm her.
"Schickes Teil", wisperte er leise, Blaise freute sich wie ein Kleinkind.
"Habe ich mir vor einer Stunde gekauft! Habe den Verkäufer zwar ein wenig ähm... verzaubern müssen, weil ich noch keinen gültigen Schein habe, aber trotzdem! Ansonsten lief alles legal! Los! Spring in das Auto rein! Wir müssen los! Über den Tagespropheten habe ich sogar eine Wohnung gefunden! Sie befindet sich nicht einmal weit weg von hier! Zwar ist es in Muggellondon, aber was solls! Ich bin zufrieden damit! Innerhalb kürzester Zeit war alles eingerichtet - Zauberei ist doch sehr praktisch was Autos und Wohnungen angeht! Und guck nicht so belämmert! Ich mache den Schein nach! Ehrenwort! Ich weiß auch schon wo...
Und? Was sagst du nun?", fragte er weiter, als sie endlich im Auto saßen, Zeus begeistert aus dem Fenster starrte und ab und zu fiepte. Dracos Gepäck war im Kofferraum verstaut und Draco sah sich neugierig und interessiert um. Diese Einrichtung gefiel ihm! Sehr bequem und absolut teuer! Genau sein Geschmack!
"Sehr bequem, muss man schon sagen! Und? Wie funktioniert dieses Ding?", kicherte Draco eingehend und untersuchte das Handschuhfach, zog staunend ein Pornoheft hervor.
"Auch nicht schlecht! Darf ich?", fragte er anzüglich, Blaise bekam große Augen, sein Gesicht glühte.
"Ähm, ja, klar darfst du! War mal kurz in einem Kiosk - das ist ein Laden der Muggelzeitschriften und Zigaretten usw. verkauft. Und da habe ich dieses Heftchen gesehen und dachte mir, ich mache mir einen schönen Abend. Aber wenn du bei mir bist, geht das irgendwie schlecht und Kevin..... ähm... Anderes Thema!
Als ich gerade in der Wohnung war und sie fertig einrichten wollte, kam deine betrunkene Eule durch mein Fenster gesegelt und knallte mir echt mächtig an den Kopf. Mann, was hast du denn der zu trinken gegeben? WHISKY?", lachte Blaise nun lauthals, während er mit dem Auto reversierte und wieder zurückfuhr. Draco klammerte sich an der Lehne fest, das Heftchen war vergessen, lag derweil auf seinem Schoß. Dieses Auto war ihm unheimlich, es rollte von alleine! Zauberei? Wohl kaum!
"Zu trinken? Whisky? Spinnst du? Ähm, Zeus bekam heute noch nichts von mir", wisperte er leise, Blaise keuchte auf.
"Wie bitte? Mann, neben dir verhungert ja doch alles. Gut, wenn wir bei mir zu Hause sind, dann füttern wir dein armes Tier", spielte sich Blaise auf, Draco knurrte.
"Ich war gerade einmal eine halbe Stunde zu Hause und dann wurde ich zum Essen gerufen, anschließend hinausgeworfen. Wann hätte ich Zeus da füttern sollen? Kekse hat er ja bekommen, nur nicht viele!", keifte er nun, Blaise überlegte.
"Auch wahr. Gut, Zeus wäre nicht verhungert. Aber er wird es bald sein, wenn ich nicht schnell etwas unternehme! Ich bin dein Retter, Draco!", lachte er weiter, Draco verdrehte die Augen und knurrte.
"Und wie ist die neue Wohnung denn so?", fragte Draco weiter, Blaise fing sofort begeistert zu erzählen an. Der Blonde hörte interessiert zu und nickte ab und zu. Einige Minuten später waren sie auch schon angekommen und sein Freund wies ihn darauf hin, dass er nicht zaubern dürfte, was Draco knurrend hinnahm. Blöde Muggel! Aber wenigstens gab es solche hübschen Heftchen, die er sich später gerne zu Gemüte führen konnte! Jetzt hieß es, schnell einstecken und vor Blaise schützen!
Draco kam aus dem Staunen nicht mehr heraus, er hatte nicht gewusst, dass es in einer Muggelstadt auch Penthäuser gab. Und dieses, wie es schien, war ein sehr gut bewohntes. Blaise schwang die großen Glastüren auf, nickte Draco zu ihm zu folgen. Völlig verdattert und doch beeindruckt, leiteten seine Schritte ihn ins Innere - in die Aula. Sie erstrahlte im hellen Glanz, Marmor zierte den Boden und die Wände. Alles blitzte und war mehr als nur sauber. Ein kleiner, künstlicher Wasserfall rundete Dracos Eindruck ab - es gefiel ihm hier sehr gut - Blaise hatte einen ausgezeichneten Geschmack!
"Boah", kam es leise von ihm, er hielt sich erschrocken den Mund zu. Mann, er hörte sich ja schon fast wie Wiesel an! Unglaublich, aber etwas Besseres war ihm nicht eingefallen. Blaise, der einen Teil seiner Sachen trug, fing zu lachen an, stolperte beinahe und erst jetzt bemerkte Draco einen etwas älteren Mann, der nun - vom links befindenden Empfang aus - aufstand und Blaise besorgt musterte.
Zeus war, während der Portier die beiden beobachtete, leise hinein geflogen, suchte den richtigen Weg und flog die Treppen hinauf. Draco hoffte inständig, - als er seinem Gefährten nachblickte - das dieser blöde Vogel sich nicht verfliegen würde - wie schon so oft. Ein Wunder, dass er Blaise gefunden hatte. Und das ohne Karte!
"Alles in Ordnung, Sir?", fragte der Portier mit bewegungsloser Miene, die Höflichkeit ausdrückte. Blaise mochte diesen alten Knacker.
"Alles in Ordnung, Alfred! Danke für ihre Sorge!", lachte er los, Alfred nickte. Er trug ein schwarzes Jackett mit weißem Hemd und hatte um seinen Hals eine weiße Fliege gebunden. Draco musterte diesen Pinguin sehr genau - irgendwie sah der Typ komisch aus. Kam er von einer Beerdigung oder war der immer so steif drauf?
"Mister Zabini? Ein Gast? Soll ich ihn anmelden?", fragte er höflich weiter, Blaise drehte sich umher, die Tasche wirbelte mit ihm mit, schlug gegen sein Bein. Unfein fluchte er, doch blickte er entschuldigend hoch. Alfred überhörte es in aller Höflichkeit und hüstelte dezent. Er versuchte ein leichtes Grinsen zu vertuschen, doch Draco hatte es bemerkt.
"Wie? Ach so der!", Draco knurrte - Frechheit. Was hieß hier DER? Blaise spielte gerade mit seinem Leben! Auf diesem Marmor konnte man sicherlich gut Eishockey spielen und Blaise wäre der Puck, so viel war sicher!
"Das ist mein Freund, er heißt Draco Malfoy und wird eine Weile bei mir wohnen. Ist das ein Problem?", fragte er freundlich und lächelte Alfred an, der sich ein kleines Lächeln nicht verkneifen konnte. Dessen Augen funkelten ein klein wenig, was Draco ein wenig irritierte.
"Gewiss nicht, Mister Zabini." Nun drehte er sich zu Draco, stand noch immer hinter dem Empfang und irgendein Klingeln machte Draco beinahe wahnsinnig. Was war das, verflucht?
"Einen Moment bitte, Sir", wies er Draco an, dieser hob erstaunt eine Augenbraue, drehte sich zu Blaise und äffte den Portier nach "Einen Moment bitte Sir. Wie bescheuert klingt dass denn, Blaise?", wisperte er leise, der Schwarzhaarige kicherte.
"Das ist hier in der reicheren Gegend so Gang und Gebe, Draco. Er ist nur nett zu dir und glaube mir, er wird es immer bleiben."
"Immer?", grinste Draco fies, Blaise schmollte.
"Lass deine blöden Scherze - er ist okay", kam es knurrend, Draco grinste nun breiter. Im Hintergrund hörten sie den Portier sprechen und Draco bestaunte ihn nun eingehend, lehnte sich Richtung Blaise.
"Mit wem redet der denn da? Wieso hat der so ein schwarzes Ding am Ohr?", fragte er Blaise leise, dieser lachte hell auf.
"Das ist ein Telefon. Damit rufen sich die Muggel untereinander an. Man braucht nicht apparieren oder eine Eule schicken, wenn du jemanden etwas mitteilen willst. Man wählt auf einer Art Tastatur einige Ziffern und schon kann man eine andere Person anrufen und mit ihr sprechen. Wenn du fertig bist, legst du den Hörer wieder auf die Station. Es gibt Telefone, die haben eine Schnur, die mit der Festnetzstation verbunden sind - oder Telefone die mit Funk funktionieren", erzählte er leise, Draco verstand nur Bahnhof.
"Ähm, zurückspulen und nochmals wiederholen, bitte", meinte er leise, Blaise kicherte und wuschelte Draco durchs Haar.
"Lass dass", zischte er aufgebracht, Blaise prustete los.
"Du bist echt süß, Draco. Also! Ich erkläre es dir genauer, wenn wir oben sind ja? Und dann..."
Plötzlich ertönte lautes Gebell, Draco hielt sich die Ohren zu, Blaise verzog sein Gesicht.
"Oh je, Rambo ist erwacht", knirschte er leise, Draco wurde panisch und der Portier versuchte das Gespräch hastig zu beenden, blickte sehr hektisch und aufgewühlt zu den beiden Bewohnern - warf ihnen einen entschuldigenden Blick zu.
"R-Rambo? Wie groß ist denn dieses Vieh?", wisperte er leise, Blaise Grinsen wurde nun breiter.
Auf einmal schoss was kleines, sehr gelocktes auf Draco zu, dessen Beine warf dieses Ding in alle Richtungen, mitten aus dem Gesicht hing eine schlabbernde Zunge, Knopfaugen stachen hervor.
"Huch! Weg von mir, die Flohzirkus", kreischte Draco los, der Portier knallte den Hörer auf das Telefon, eilte aus dem Empfangsbereich heraus.
"Sir! Es tut mir leid! Conwells, bei Fuß!", rief er aus, Draco fing zu lachen an.
"Cornflakes? Oder wie?", kicherte er weiter, während der Hund vor ihm stand, nicht größer als eine kleine Handtasche war und kräftig sabberte, dauernd auf und absprang. Blaise fing ebenso zu lachen an, ging in die Hocke, zog etwas hervor und streckte es dem Hund entgegen.
"Hier, Conwells, da hast du ein Leckerli, jaaa, ganz brav", streichelte er nun den Pudel, der aufgeregt mit dem Schwanz wedelte, es verspeiste und sich nun aufrecht stellte - seine Pfoten auf Blaise Gesicht legte und mit seiner Zunge über dessen Wange leckte.
"Iha..", maulte Blaise, jedoch grinste er.
"CONWELLS! Hier her!", donnerte die feste Stimme der Portiers, Dracos Augenbraue zischte in die Höhe. Hastig kam der Portier näher, hob den Hund hoch.
"Ich bin untröstlich, Sir, es tut mir leid. Wie kann ich das Verhalten meines Hundes entschädigen?", fragte er leise, doch ziemlich steif und Blaise bemerkte, dass dieser Mann eigentlich unter der Demütigung des Jobs zu leiden hatte.
"Nein, ist alles klar, Alter! Ihr Hund ist klasse! Ein wenig laut, aber sehr niedlich! Ich mag Hunde! Meine damaligen Nachbarn hatten einen und ab und zu ging ich auch mit ihm Gassi. So wie mit Draco jetzt - AHA! War ein Scherz. Mein Freund hier versteht keinen Spaß. AUA! Er guckt meist so böse wie jetzt! Eigentlich ist er keine Hunde gewöhnt, aber ich werde es ihm schon lernen, ja? Solche Wauwaus sind schon sehr süß?", meinte er in der Manier eines Großmauls, Draco schmollte und Alfred schien doch sehr erleichtert zu sein.
"Sie mögen Hunde wirklich, Sir?", fragte er leise nach und räusperte sich.
"Und darf ich vielleicht fragen, was ALTER bedeutet?", kam es leise, Draco prustete los.
"Hören sie zu, Alfred. Also! Wenn mein Kumpel Blaise - Verzeihung, Mister Zabini, zu ihnen Alter sagt, dann ist das für sie als... Kompliment zu verstehen. Nicht, dass er damit auf ihr Alter anspricht, sondern er meinte, dass er sie sozusagen akzeptiert hat, dass sie zu seinem Leben gehören. Alles klar?", grinste Draco liebenswürdig - klopfte dem Portier auf die Schulter - Alfred war leicht verwirrt. Die Jugend von heute?!?
"Verstanden... Alter..", kam es leise, Draco und Blaise fingen schallend zu lachen an und Alfred kam sich belämmert vor.
"Alfred - das passt nicht. Aber sie können gerne zu mir Blaise und zu dem da Draco sagen. Das würde schon reichen", zwinkerte Blaise ihm zu, Alfred erlaubte sich ein wenig rot zu werden.
"Natürlich, Sir...ähm. Mister Blaise", kam es leise, Blaise hob tadelnd den Finger.
"Nein, ganz falsch...Das heißt dann: natürlich - BLAISE, okay?" Blaise blickte ihn aus großen Augen an, Alfred nickte.
"Verstanden...Blaise."
"Na bitte! Das klingt doch schon einmal besser! Alfred? Ihr Hund mag die Kekse von Chappi, nur ein kleiner Tipp. Sehen sie nur, wie ruhig er jetzt ist! Könnte helfen!", zwinkerte er ihm zu, schnappte sich Dracos Hand und schon ging es weiter. Ohne, dass die beiden etwas sagten, hielt Alfred sie zurück.
"Einen Moment noch! Sir! Ich meine, Blaise? Wenn sie gestatten würden...?" Die beiden blieben stehen, Alfred klatschte in seine mit Handschuh überzogenen Hände. Schon tauchten einige Gepäckträger auf, blieben vor Blaise und Draco stehen und nahmen die Taschen an sich.
"Haben sie sonst noch Gepäck, bei denen wir behilflich sein können?", fragte einer der Diener vornehm, Blaise nickte verdattert.
"Kostet das was extra?", kam es kleinlaut von Draco, Alfred winkte ab.
"Wo denken sie denn hin! Natürlich nicht! Das ist unser Service des Hauses! Die beiden Herren werden ihnen helfen, ohne Widerworte!", wies er an, doch lächelte er ein klein wenig. Blaise lächelte zurück. Also so war sein Gepäck so schnell in die Wohnung gekommen! Dabei hatte er doch nicht einmal nach einem Diener gefragt? Muggel-Hauselfen? Auch nicht schlecht.
Und so wuselten sie herum, holten sich Blaise Autoschlüssel und halfen binnen Minuten, Dracos Gepäck in den siebten Stock zu bringen. Alfred beobachtete alles sehr eingehend. Auch wenn er mit der Jugend von heute nicht mithalten konnte, so waren ihm dieser Blaise und nun dieser Draco doch sehr sympathisch. Die meisten, die hier lebten - hatten eine andere Klasse und waren zu sehr verwöhnt.
Aber als dieser frische Wind hereinfegte, ihm freundlich zulächelte und ohne etwas zu sagen sein Gepäck selber schleppte, hatte Alfred Mitleid mit ihm und das erste Mal wollte er von freien Stücken aus helfen. Diesmal machte er es ebenso freiwillig und er hatte sich gefreut, als Blaise eben so gestrahlt hatte.
"Danke, Alfred! Das war echt stark von ihnen, Alter!", rief Blaise lachend aus, Draco nickte wie wild.
"Sie sind echt klasse!", nickte er anerkennend, war plötzlich gut gelaunt. Alfred platzte bald vor Stolz. Nur an das "Alter" konnte er sich noch nicht so gewöhnen. Er lächelte nochmals, als sie alle über die Marmorböden zu dem Lift gingen, eher rutschten - die Türe des Lifts sich öffnete und einstiegen....
Doch dann fiel ihm auf, dass der blonde, junge Mann den Lift staunend betrachtete, zu murren anfing und Blaise ihn wie unter einem Gewicht einer Tonne in den Aufzug schieben musste - manchmal am Marmor ausrutschte. Alfred verkniff sich ein Lachen und Blaise lugte über die Schulter.
"Er geht sonst gerne zu Fuß! Er mag keine Aufzüge!", rief er laut, so dass seine Stimme in der Aula sogar den kleinen, künstlichen Wasserfall übertönte. Alfred schüttelte gut gelaunt den Kopf und Blaise hatte es tatsächlich geschafft, den Blonden in den Aufzug zu schieben. Seine Diener waren schon längst mit dem Gepäck - mit dem zweiten Lift - nach oben gefahren und Alfred freute sich über seine neuen Gäste. Er hoffte, dass Blaise Zabini länger wohnen bleiben würde, denn er wäre der Meinung, dass er sehr gut hierher passen würde.
Keiner wusste, dass Alfred der Besitzer dieses Penthauses war, er liebte seinen Job einfach. Damals hatte er als kleiner Portier angefangen und er wollte es so weiter machen. Mit der Zeit sparte er sehr viel und eines Tages kaufte er dieses Penthaus auf. Ihm war auch nicht entgangen, dass die beiden Burschen anders als die Leute, die er bisher kennen gelernt hatte - waren. Und so schmunzelte er leicht. Ihm kam eine Idee!
Eine kleine Kugel kam zum Vorschein, als er wieder hinter den Empfang schritt - eine der Laden aufzog, sie herausholte. Langsam stellte er sie auf dem Tisch ab, blickte sich in der Aula umher, ob keiner kommen würde und fuhr mit seiner Hand darüber. Schon verfärbte sich die kleine Kugel, wurde milchig und in der nächsten Minute erschien ein ihm bekanntes Gesicht.
"Opa!", kam es erstaunt, Alfred schmunzelte.
"Wie geht es dir, mein lieber Enkel?", fragte er artig, der Junge runzelte die Stirn.
"Kannst du nicht einmal ein wenig lockerer werden, Opa?", fragte er leise, Alfred seufzte.
"Klar kann ich, ich bin es nur nicht gewohnt. Geht´s dir gut?", fragte er leise nach, der Junge lächelte.
"Was hast du denn mit deinen Haaren angestellt?", jaulte Alfred auf, spürte, wie noch ein weiteres Haar sich grau färbte und seine bereits 60 Jahre noch mehr unterstrich.
"Gefallen dir die grünen Spitzen denn nicht? Das ist modern, Opa! Also? Was hängt ab?", fragte er weiter, Alfred seufzte.
"Was soll großartig abhängen? Sag mal, kennst du einen Blaise Zabini und einen Draco Malfoy?", lächelte er spitzbübisch, sein Enkel bekam große Augen.
"Ja", hauchte er eingehend, Alfred grinste breit.
"Großartig! Wenn du willst, kannst du die beiden doch einmal besuchen? Sie wohnen in meinem Haus", wisperte er eingehend, der Junge schnappte nach Luft.
"Das finde ich ja stark! Malfoy bei dir? Was ist denn mit dem passiert? Seit wann denn!", rief er lachend aus, Alfred winkte ab.
"Gerade eben reingeschneit - Alter!", kicherte er los, sein Enkel blickte ihn Stirn runzelnd an.
"Ähh...coole Antwort, Opi", grinste er nun, Alfred nickte.
"Sie waren auf deiner Schule?", fragte er weiter, der Junge fuhr sich durchs Haar.
"Jub, sogar in derselben Klasse! Blaise ist cool und Draco hat manchmal ein Rad ab. Aber auch er ist eigentlich ganz niedlich, nicht so ganz mein Typ. Ich stehe ja auf eine andere Art von Typ, wie du weißt", kam die leise Antwort, Alfred seufzte.
"Keine Urenkel..."
"Das wäre nicht gesagt, Opi!", lachte er nun, Alfred zog eine Schnute.
"Ich kann mich nicht mit dem Gedanken anfreunden, dass Männer in eurer Welt auch Kinder bekommen können! Und nenn mich nicht immer Opi, Adrian! Sonst werde ich dich Fletschi rufen, verstanden?", maulte er, Adrian riss die Augen auf.
"Ja, ja! Schon gut OPA! So besser? Pass auf! Ich werde dich eventuell morgen besuchen und dann werde ich die beiden Flaschen überraschen! Sie sind okay, glaube mir! Ich mag sie sehr gerne!", lachte Adrian nun, Alfred nickte.
"Das glaube ich dir aufs Wort, Adrian, das glaube ich dir. Ich mag sie auch schon ganz gerne. Sie sind besser, als diese alte Hexe von Gutstein", maulte er nun, Adrian spielte den Entsetzten.
"Aber OPA!", rief er lachend aus, bekam sich fast nicht mehr ein. Alfred wurde leicht rot im Gesicht, hüstelte vornehm.
"Aber du hast Recht. Wenn sie dich noch einmal so herumkommandiert, dann verpasse ihr einen Tritt in den...ähm, klar?", zwinkerte er ihm zu, Alfred seufzte.
"Gut, werde ich machen...Ich werde meinen wohlgeformten Fuß in ihren breiten ....NEIN! Wo denkst du denn hin! Ich werde mir etwas anderes einfallen lassen, wenn sie wieder aufkreuzt und mir das Leben schwer macht. Vielleicht hetze ich dann Conwells auf sie. Er beißt ihr sicherlich dann ins fette Bein. Und auch wenn sie mich verklagen sollte, ich habe genügend Geld und dann reibe ich ihr unter die Nase was ich alles weiß - was sie in ihrer Wohnung so treibt!", nickte er entschlossen - Adrian zeigte ihm einen erhobenen Daumen.
"So bist du cool, Opa! Ich muss leider weiter! Wenn´s was gibt, sag mir Bescheid, ja? Bis morgen dann! Und halte die Ohren steif! Conwells? Du auch!" Und schon war er verschwunden, Conwells bellte kurz auf - was Adrian ihm antrainiert hatte.
"Guter Hund, sehr guter Hund", murmelte er und streichelte seinem geliebten Vierbeiner über den Kopf. So war das also! Draco Malfoy und Blaise Zabini waren Zauberer, wie sein Enkel auch? Und was wollten sie dann in Muggellondon? Alfred beschloss, während er seinem Hund zu fressen gab, dass er auf die beiden aufpassen würde. Mal sehen, was noch auf die beiden Jungs alles so zukommen würde.
XXX
"Sag mal, Blaise? Weißt du mehr über diesen Alfred? Der kommt mir irgendwie bekannt vor, besonders seine Augen", murmelte Draco nun und schüttelte seinen Kopf.
"Quatsch, ich bilde mir das nur ein", schloss er hinten dran, Blaise drehte sich zu ihm herum.
"Dir ist es auch aufgefallen? Mir auch! Aber ich kann dir nicht sagen woher! Sehr eigenartig. Ich bleibe auf jeden Fall dran!", rief er aus, als er ins Wohnzimmer schlenderte. Draco war beeindruckt. Ein langer Gang, anschließend seiner Haustüre, führte in verschiedene Wohnbereiche.
Die Wohnung war nicht so groß wie Malfoy Manor, aber viel sympathischer. Während er das Wasser rauschen hörte und erahnen konnte, wo sich das Badezimmer befand, lugte er bei der linken Türe hinein und fand eine kleine, sehr helle Küche. Die Toilette war direkt gegenüber. Die nächsten Türen verbargen ein Schlafzimmer und die gegenüberliegende ein Gästezimmer.
Draco grinste, denn die Diener dieses Hauses hatten anscheinend auch Köpfchen und hatten sein Gepäck sogleich ins Gästezimmer gestellt, anschließend die beiden Schlüsselgarnituren auf den Esstisch in der Küche abgelegt. Draco fühlte sich frei, so frei! Und unglaublich gut! Ja, langsam fing er an das Leben zu genießen und freute sich darauf. Und irgendwie bekam er das Gefühl nicht los, dass er noch vieles erleben würde!
Irgendetwas knallte hart an die Eingangstüre, dann hörte er ein abrutschendes Geräusch. Draco spitzte seine Ohren, zog die Türe leise auf und fing zu kichern an. Sein armer Zeus saß vollkommen verpeilt am Boden, fiepte beleidigt vor sich hin und hüpfte nun mit Schwingenschläge in die Wohnung hinein. Draco zog die Türe noch ein klein wenig weiter auf und betrachtete seine angeschlagene Eule eingehend.
"Du armer Süßer! Blaise hat sicherlich einige Kekse für dich! Komm zu mir, hm?", fragte er liebevoll, Zeus saß im Gang des Apartments und fiepte abermals. Mit einigen Flügelschlägen saß er auf Dracos Schulter, der nun die Türe wieder in das Schloss drückte.
Sein Magen knurrte schon wieder und er machte sich seufzend auf den Weg in die Küche, suchte etwas zu Essen und machte eine jede Schranktüre auf. Zwischendurch fand er Kekse, welche Zeus freudig anknabberte, sich auf dem Gestänge, welches Draco mitgenommen hatte - dieses sich in der Küche vor dem Fenster befand - niederließ. Als Draco den Kühlschrank öffnete, befand sich leider noch nichts darin und Draco seufzte. Was sollte er nun essen? Auf einmal schellte die Türeglocke, Draco zuckte zusammen und hielt sich das Herz. Mann, war das laut!
"Machst du mal kurz auf?", hörte er die Stimme von Blaise aus dem Badezimmer, welche gleich die nächste Türe wäre, die er noch nicht untersucht hatte.
"JAAAAAHHAA!", schrie er zurück, schlenderte pfeifend zur Türe. Als er diese aufmachte, stockte ihm der Atem, seine Augen wurden groß.
"Mit den besten Wünschen zum Einzug!", lächelte ihn der Diener an, übergab Draco einen riesigen Geschenkekorb mit sämtlichen Köstlichkeiten. Draco strahlte.
"Das ist... das ist...Wir danken ihnen", meinte er beherrscht, doch der Diener hatte die Freude darüber mitbekommen, zwinkerte ihm zu.
"Keine Ursache, Sir, guten Appetit." Und schon war er verschwunden.
"Wer war es denn?", fragte Blaise, als er den Teppich ausgelegten Gang entlang schritt, nur ein Handtuch um seine Hüften geschlungen hatte, sein Haar gerade trocken rubbelte und bemerkte, dass Draco mit dem Fuß die Türe schloss und sich mit einem Megagrinsen umherdrehte - etwas großes in Händen hielt.
"Alfred hat uns das geschickt! Mann, der Typ ist echt irre! Der kann sicherlich Gedankenlesen! Sieh dir mal die Sachen an! Absolut himmlisch! Blaise, gehen wir essen!", rief er feierlich aus, Blaise jubelte.
"Stelle die Sachen in die Küche auf den Esstisch, ich komme gleich nach!", rief er nun aus, eilte ins Wohnzimmer und Draco tat dies. Als er alles abgestellt hatte, lief er Blaise hinterher und blieb staunend im Wohnzimmer stehen, bemerkte seinen besten Freund, wie dieser telefonierte. Draco war fasziniert davon und fragte sich, wie dieses Hallofon wohl funktionierte.
"Alfred! Ja! Ich bin´s, Blaise! Nein, nein, alles in Ordnung! Ich wollte mich nur noch tausendmal bedanken, weil sie an uns gedacht haben! Wie? Selbstverständlich? Keineswegs! Ich kann normalerweise auf mich alleine achten, aber ich bin in der Tat noch nicht zum einkaufen gekommen! Das war echt klasse von ihnen! Danke sehr!", rief er freudig aus, lächelte und nickte dann.
"Ja, keine Sorge, wir werden nicht verhungern! Draco läuft schon das Wasser im Mund zusammen, soweit ich sehen kann. Sie haben uns den Tag gerettet! Alfred? Sie sind ein Engel!" Nochmals lachte Blaise leise, legte dann den Hörer auf und strahlte Draco an.
"Und? Gehen wir essen?", zwinkerte er seinem besten Freund zu, Draco nickte nur mit murrenden Magen. Er erzählte Draco eifrig, dass Alfred sich Sorgen um sie gemacht hatte und somit kurz einiges von der Küche hatte zusammenstellen lassen. Was beide noch nicht gewusst hatten war, dass dieses Apartment auch ein Restaurant besaß und wenn sie einmal Hunger hatten, dann konnten sie gerne auf Kosten des Hauses dort essen gehen.
Doch Alfred bedachte Blaise noch damit, dass er Ruhe darüber bewahren sollte - da die anderen Gäste dafür zahlten. Beide Jungen kamen nicht auf die Idee, dass Alfred es schlecht mit ihnen meinte oder sie ausnutzte - und da lagen sie auch richtig.
Alfred war halt ein ganz netter Großvater, der einen lieben Enkel hatte und auf dessen Urteil vertraute. Und wenn sein Enkel - ehemaliger Slytherin - sagte, dass die beiden in Ordnung waren, dann war das auch so!
XXX
Fast die Hälfte des Korbes war in beider Bäuche verschwunden, welcher aus Käse, Wurst, Brote, Obst und Gemüse, sowie Milchprodukten bestand. Den Rest hatten die beiden verstaut und Blaise wies ihn darin ein, wo sämtliche Zutaten hingehörten. Draco war ganz aufgeregt, wollte er alles wissen, doch dieses Hallofon ging ihm nicht mehr aus dem Sinn.
"Ich...muss mal...", fing er an, Blaise grinste.
"Gleich gegenüber und...Draco? Da ist aber nicht das Klo!", rief er ihm nach und fragte sich WAS der Blonde gerade tun musste. Ruhig aß er weiter, ließ den Blonden alleine. Sollte er sich einmal umsehen und ihm danach Fragen stellen, wenn es Schwierigkeiten gab. Zeus fiepte, kuschelte sich unter das Gefieder seines Flügels und schlief ein. Blaise bemerkte die Schachtel mit den Keksen und stellte nun eine Tasse mit Milch und mit Wasser dazu, damit die Eule auch nicht verhungerte. Wie war sie denn hier her gekommen? Wie es aussah, hatte Draco sie hinein gelassen, als er duschen war. Er wusste nichts von ihrer unheimlichen Begegnung mit der Türe...
Draco starrte das Telefon fasziniert an, hob den Höher ab und hörte einen Summton. Er wusste nicht, dass es ein Freizeichen war und er fragte sich auch, wo die Schnur war. Wie war das mit Funk? Keine Ahnung! Und dann musste er einige Nummern drücken und schon konnte er telefonieren? Aha! Da waren zwei Tasten, die eine war rot, die andere grün.
Wie es schien, musste Draco die grüne drücken, da dort der Hörer nicht auf der Gabel lag. Also tippte er irgendeine Nummer ein und betätigte dann den grünen Knopf. Mit laut pochenden Herzen wartete er ab, was passierte.
"Ja, hallo? Also mein Name ist...unterbrechen sie mich nicht! Wie? Ja, danke für die Auskunft, aber...hey! Dürfte ich auch einmal aussprechen? Das...was?...Was soll der Scheiß? Jetzt hören sie mir mal zu, Gnädigste! Mit ihrem Gelaber können sie einen anderen NERVEN!", rief er sauer aus, Blaise zischte gerade keuchend ins Wohnzimmer.
"Draco! Was hast du denn? Wieso telefonierst du denn? Mit wem?", fragte er leise, nahm den entgegengehaltenen Höher entgegen und betrachtete Dracos eingeschnapptes Gesicht. Erbost lehnte der Blonde in der Couch, blickte Richtung Fenster und maulte leise vor sich hin. Als Blaise den Hörer an sein Ohr legte, musste er lachen - sehr laut lachen.
"Was lachst du so dämlich, Zabini!", kreischte Draco los, verschränkte seine Arme vor der Brust.
"Draco! Das ist...das ist!", lachte er weiter, drückte auf den Lautsprecher, damit Draco es auch hören konnte.
Mit dem Summerton wird es 13 Uhr, 25 Minuten und 30 Sekunden. Mit dem Summerton wird es 13 Uhr, 25 Minuten und 31 Sekunden. Mit dem.....
"DRACO! Du hast die automatische Zeitansage angerufen! Mein Gott! Ich kann nicht mehr! Das ist ja geil!", lachte Blaise weiter, lachte schon Tränen und Draco schmunzelte nun auch.
"Die war also nicht echt?", fragte er leise, Blaise umarmte den Blonden liebevoll und lachte ihm ins Ohr.
"Du kannst doch nicht irgend so eine Nummer drücken! Du musst schon wissen, WEN du anrufen willst!", lachte er weiter, erhob sich wieder und wischte sich die Tränen aus den Augen.
"Ja, diese Tante war nicht echt, kann ich dir sagen. Aber du kannst auch mit anderen Personen sprechen. Hier! Da hast du ein Telefonbuch, da stehen sämtliche Muggelnamen drinnen, ja? Ich gehe mich umziehen, komme gleich wieder! Und stell keinen Unsinn an!", rief er aus und eilte ins Schlafzimmer. Rums, die Türe war zu.
Draco fühlte sich ein wenig verschaukelt, wusste nicht, was er machen sollte. Denn er kannte sich ja mit dem Hallofon nicht aus! Telefonbuch? Also hieß dieses Ding nicht Hallofon sondern TELEfon? Konnte möglich sein. Komische Muggelerfindung. Gelangweilt blätterte er darin herum, bis ein kleiner Stich durch sein Herz jagte. Konnte es sein? Voller Tatendrang fing er zu blättern an, hatte Herzklopfen.
"Oh, bitte .. bitte ... bitte .. es muss so sein .. bitte...JA!", rief er aus, streckte seine Hände in die Höhe und haftete seinen Blick auf die Buchstaben.
Potter, Harry, Godrics Hollow
"Perfekt", kicherte er und hob den Hörer ein weiteres mal ab. Mit zitternden Händen wählte er die Nummer und hörte ein Freizeichen. Fest presste er den Hörer an sein Ohr, lauschte dem Ton und spielte nervös mit seinen Fingern.
"Hallo?" Draco erschrak, drückte rasch auf den roten Knopf, sein Herz drohte zu zerspringen.
"Scheiße. Dieses Ding funktioniert tatsächlich! Mann, die Muggel sind großartig", nuschelte er leise, seine Finger zitterten, als er hastig die Nummer eintippte.
"Bei Fiedler? Sie wünschen?", kreischte ihm eine Frauenstimme ins Ohr, Draco schüttelte sich.
"Ich, ähm, tut mir leid - habe mich verwählt", nuschelte er düster, die Frau kicherte.
"Keine Ursache, junger Mann! Auf Wiederhören", flötete sie in sein Ohr, Draco schauderte, legte einfach auf.
"Na sicherlich nicht, Alte. Eher laufe ich nackt durch die Gassen", knurrte er vor sich hin und seufzte aufgeregt. Vorher noch kurz die Hand an der Jeans abwischen, Herzklopfen ignorieren und dann...
"Mal sehen", murmelte er ein weiteres Mal, drückte abermals die Ziffern und hörte kleine Piepser, die ziemlich schnell durchwählten. Wieder erklang das Freizeichen, hörte das Abheben.
"Hallo? Wer ist da?", hörte er Harrys Stimme, er kicherte und legte wieder auf. Hach! Dieses Telefon war ja der Hit! Besser als apparieren!
"So etwas nennt man Telefonterror", schmunzelte Blaise nun frisch angezogen, angelehnt im Rahmen der Türe zum Wohnzimmer. Draco kam sich ertappt vor.
"Oops..", sagte er nur, hatte hochrote Wangen.
"Wen hast du angerufen?", fragte Blaise lauernd, Draco blickte ihn mit einem Engelsgesicht an.
"Niemanden", quiekte er leise, Blaise kam sicher wie eine Katze näher.
"Niemanden? Natürlich." Und schon war der Hörer aus der Hand gerissen. Er drückte den Wahlwiederholungsknopf und hielt Draco den Hörer hin. Draco hätte fluchen können.
"Und wehe du legst auf", knurrte er als Strafe, Dracos Wangen brannten.
"WAS!", kam es laut, Draco hielt den Hörer kurz weg. Er hörte Harry schnaufen, räusperte sich - und Blaise kicherte leise, setzte sich ihm gegenüber und wartete ab.
"Potter!?", schnarrte er leise, kurz war es still.
"Malfoy?", kam es ebenso verdattert - Blaise grinste übers gesamte Gesicht.
"Glaub schon", kam die geistreiche Antwort von Draco, Harry kicherte. Okay, jetzt war Draco sauer. Doch bloß auf wen? Auf den kichernden Harry oder auf seine grenzenlose Dummheit? Ob er nachher Blaise grinsen aus dem Gesicht prügeln sollte? Nein, seine arme, zarte Hand!
"Warst du das vorhin eben?", kam es leise von Harry und Draco fragte sich, woher Potter so eine absolut scharfe Stimme hatte. Sie ging ihm durch und durch und Draco erwischte sich dabei, ihm ewig zuhören zu können. Es war so, als wenn Potter ihm ins Ohr hauchen würde. Er bekam eine Gänsehaut.
"Ähm...ich ja....ich..kannte mich mit diesem Hallofon..ähm..Telefon nicht aus", knirschte er durch zusammengebissene Zähne, er hörte Harry lachen.
"Kein Problem! Was gibt´s?", fragte Harry nun, Draco überlegte.
"Eigentlich nichts! Ich wollte dieses Teil ausprobieren, weil ich bei Blaise in Muggellondon wohne. Und ich wollte unbedingt telefonieren und habe mich gefragt, wen ich anrufen kann", erklärte er leise, kurz war es an der anderen Leitung still.
"Potter?", fragte Draco leicht panisch nach, er hörte ein Räuspern.
"Bist du doch deinen Weg gegangen? Und wie geht´s dir dabei?", kam es von Harry, Draco war baff. War Potter besorgt? Nein, ehrlich jetzt? Wieso leuchteten Blaise Augen so?
"Ähm, ja... Anfangs war es nicht so schön, Dad hat mich hochkant rausgeschmissen - aber jetzt geht´s langsam wieder. Der Tipp von dir und Blaise war notwendig, mal sehen, was ich in der Muggelwelt so alles anstellen kann", grinste Draco nun, Harry lachte.
"Merlin! Ein Malfoy in Muggellondon! Ich glaube, da fällt dir sicherlich einiges ein! Langweilig wird dir sicherlich nicht werden! Kennst du schon einen Fernseher?", fragte er Draco, der blickte Blaise an.
"Fernseher?", wisperte er Blaise zu, dieser grinste und nickte nur.
"Nein, noch nicht, aber bald. Ich werde mich gleich einmal umsehen, bin erst vor einigen Minuten hier angekommen. Das war´s auch schon, Potter. Vielleicht hören wir uns wieder", sagte er rasch, legte auf. Sein Herz klopfte noch immer, er musste sich die Hände am Shirt abwischen.
"Na das war aber nicht nett! Du hast Potter einfach so abserviert! So geht das nicht!", rief Blaise lachend aus, Draco schluckte.
"Nicht?", knurrte er peinlich berührt, Blaise schüttelte den Kopf. Draco wählte abermals Harrys Nummer.
"Hallo?", kam es belustigt, Draco räusperte sich.
"Potter! Blaise meinte, dass ich das nicht richtig gemacht habe. Was habe ich falsch gemacht?", schnarrte er leise, hörte Harrys Lachen.
"Nun, eigentlich war alles richtig, aber man wartet, bis der andere sich auch verabschiedet hat, das ist alles", kam es von Harry, der sehr belustigt darüber schien.
"Oh!", meinte Draco geistreich, Harrys Lachen klang so heiter!
"Du sagst einfach Tschüs oder -Man hört sich, Potter - so wie du es sagen würdest und dann warte ab, was ich sage", kam es belustigt von Harry, Draco schallte sich einen Idioten.
"Gut, wenn du meinst! Also! Man hört sich dann vielleicht einmal, Potter. Bis dann!"
"Ja, Malfoy, man hört sich, mach´s gut!"
Stille....
"Darf ich jetzt auflegen?", fragte Draco leise, Harry lachte abermals.
"Ja, darfst du. Bis dann...", hauchte er leise, legte nun selber auf. Draco ging dies durch und durch, mit einem lächeln legte er auf.
"Er hat - bis dann - gehaucht", grinste er verträumt, Blaise Augen blitzten zufrieden.
"Braves Dracolein. Bekommst ein Leckerli", verarschte ihn Blaise, Draco knurrte.
"War ja nur Spaß! Ich sage ja nichts mehr!", lachte Blaise weiter und Draco beruhigte sich langsam wieder.
"Und jetzt?", fragte er leise, Blaise überlegte.
"Jetzt, mein lieber Freund, werde ich dich in die hilfreichen Erfindungen der Muggel einführen! Als erstes steht der allzeit beliebte Fernseher am Programm!", rief Blaise aus, Draco war ganz hibbelig und horchte gut zu - saugte alles auf, was Blaise ihm erzählte.
XXX
"Und? Wer war es?", fragte Kevin mit einem Grinsen, lehnte am Rahmen der Türe - Harry starrte auf das Telefon.
"Malfoy!", kam es grinsend, Kevin zog eine Augenbraue hoch.
"Tatsächlich? Er ruft DICH an? Also wenn das kein Ohmen ist? Er hat das Telefon gefunden und nun wirst du ihn nicht mehr los", grinste Kevin nun, Harry nickte weggetreten.
"Das hoffe ich", wisperte er leise, doch Kevin hatte es gehört, grinste breit.
"Und? Wo wohnt er? Ich kann mir nicht vorstellen, dass er von zu Hause aus anruft", kam es belustigt, Harry folgte ihm in das Wohnzimmer.
"Nein, er wohnt bei Zabini, welch ein Zufall", fing er an und nun diskutierten die beiden darüber, wie es wohl dazu gekommen war.
TBC...
Und? War dieses Chap nun ein wenig besser? Ich hoffe es doch sehr! Und glaubt mir, es wird noch sehr viel mehr passieren! Aber erst in einigen Chaps - Vortasten lautet die Devise. Doch mehr verrate ich nicht, ich habe mein Konzept! °grins°
Und nun kommen wir zu euren wundervollen Kommis!
@Sweetbunny - Danke mein süßer Schatz! Bedeutet mir unheimlich viel - deine Meinung! Und nein, ich lasse mich nicht unterbekommen! Keine Sorge! Freut mich, dass dir der Anfang noch immer so zusagt, das kann was! *lach* Besonders, wenn es von dir kommt! Lieb dich auch mein Schatz! Bussis und vielen lieben Dank!
@Black Cat - Hey Süße! Dachte mir, es wäre nicht verkehrt, diese Story auch hier zu posten. Werde versuchen ein jedes Wochenende hoch zu laden! Mit dem "weiter lesen" wird es noch ein wenig dauern, aber das kommt noch! Finde ich mega niedlich, dass du der Ansicht bist, dass es noch besser wird! *freu* Danke dir tausendmal! Dickes Knuddel an dich!
@Jacky - Hey! Du auch wieder hier! Na wie genial ist dass denn? *freu* Ja, ich versuche mich das erste Mal in Post Hogwarts und ich denke, ich bekomme das schon irgendwie geregelt *lach* Ja! Dracos Eifersucht auf den Knüppel war arg, was? *lach* Hoffe, dieses Chap sagt dir auch zu? Danke fürs reviewn, hab mich sehr darüber gefreut!
@Baby-D - Gelle? Die Show war schon sehr nett, sag ich mal *lach* Jub, die beiden mussten einfach hinter Harry und Draco her sein, waren ja zu neugierig - tz. Hoffe, das update war schnell genug? Versuche es jedes Wochenende, je nachdem, wie weit ich mit dieser Story komme, weil diese brandneu ist und ich die Chaps ja erst schreiben muss *hihi* Danke, dass auch du dich nochmals gemeldet hast! DANKE SEHR!
@Bärchen - BOAH! Schatz, Wahnsinn! Das finde ich klasse! Ich meine, dass du auch hier bist und mir schreibst! Das tut echt sehr gut! Klar schreibe ich weiter, du weißt ja, ich bin mehr als süchtig, was die Beiden angeht *hüstl* Und mit Chap sechs fange ich bereits an. Wird aber noch ein wenig dauern, bis ich es fertig hab. Hoffe, du schreibst mir wieder! Ich würde mich ehrlich voll freuen! Dickes *Küsschen* zurück meine Süße! *knutsch*
@darklady - WOW! Auch hier bist du wieder dabei? Mann, das macht mich total happy! Ich freue mich sehr! Oh ja, Baby, da kommt noch ne Menge an schmutzigen Humor und ich denke, auch diese Geschichte wird dich sehr reizen. Habe ja bereits 5 Chaps, die warten hoch geladen zu werden. Und ich hoffe, sie gefallen dir! *nick* Wird noch sehr lustig werden, garantiert! Und... peinlich. *lach* Na dann knutsch mich doch! *lach* Ich knutsch dich auch zurück! *wegprust* WAAA! Nein, nix da mit abkratzen! Wage es ja nicht! *lach* Ich beeil mich ja! Alles nur wegen dir und den anderen! Ich mag es selber nicht, wenn man all zu lange warten muss. Aber wöchentlich wird es schon werden, damit ich dir das WE versüßen kann. Gut so? dickes Knutsch an dich! ICH DANKE DIR! Das ist echt sehr süß von dir!
@Arzu - Jö! Noch ein Leser, den ich nicht kenne! Danke dass du mir geschrieben hast! Ja, ich mache weiter, hoffe, du liest auch weiter und es gefällt dir! Danke fürs schreiben! *nick*
@Lunniluna - Hey Baby! Hab gerade gesehen, du hast deine Fic auch hier? Geil! Und, wie läufts damit! Soll ich dir da auch Kommi geben? Wennst magst? Nicht nur auf der anderen Seite? Musst mir sagen, ich tus gerne! Ja, stimmt - Format ist eigenwillig, aber Hauptsache ist, man kann es lesen *hihi* Wenn ich bei FF.net nicht mehr posten kann, tu ich das hier weiterhin, solange man mich lässt, klar! *kicher* Danke Schatz, du bist echt zu niedlich! *seufz* DANKE!
@yorifromtherats - Hui! Bist jetzt... boah, das ist ein Ansporn. Hoffe, sie gefällt dir weiterhin, ich bemühe mich auch, ja? Danke für dein Kommi!
@ramsesverdammt - Ich liebe deinen Nick! Ich lach mich ein jedes Mal weg. Super, dein Nick! Was ich zu meckern hatte? Na es war meiner Meinung nach nicht so gut, ich könnte es besser, ging aber irgendwie nicht. *Mist* Aber - es wird besser, versprochen! WIE? Du kennst diese Story noch gar nicht! *FREU!* Na das finde ich ja geil! Na dann - viel Spaß beim Lesen! *Händereib* Dray ist schon sehr arm, ABER, sein Leben wird besser, keine Sorge! Ehrlich? Ich glaube, ich hätte mich an Dray´s Stelle nicht zurückhalten können und hätte Harrys Po angegrabscht - hehe. Danke für dein geniales Kommi!
@Puck - Na ja, schon ein Grund bescheiden zu sein. Ich will nicht überheblich klingen und schon gar nicht eingebildet. Bin nicht perfekt, aber ich versuche irgendwie in diese Richtung zu kommen. Umso mehr freut es mich, wenn ich dann ein Kommi bekomme wo drinnen steht, dass es dir so gut gefallen hat! *freu* Na du wirst dich noch über Blaise wundern, der ist so was von direkt... *lach* Hoffe, er gefällt dir weiterhin! Oje - jetzt liest du gerade bei FF.net, oder? Schlimm, schlimm. *lach* Nein, passt schon, wenn du es nicht mehr erwarten kannst. Ich würde mich trotzdem über ein Kommi von dir freuen! Ich danke dir vielmals für diese lieben Zeilen! *nick*
@niah luna - Das freut mich wirklich sehr, dass du die Story schön findest! Ich hoffe, sie gefällt dir auch weiterhin und du hast noch mächtig viel zu lachen. Danke dir vielmals für dein Review! Hab mich sehr darüber gefreut!
Leute, ihr seid einfach genial! Vielen lieben Dank für die lieben Zeilen und auch dafür, dass ich wieder neue Leser dazu gewonnen habe! Das ist klasse! Hoffe, dieses Chap hat euch gefallen! Ganz liebe Grüße an euch!
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