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von gugi28    erstellt: 13.09.2005    letztes Update: 22.01.2006    Geschichte, Romanze / P18 Slash    (fertiggestellt, keine anonymen Reviews)
Kapitel 3


Ein wenig verwirrend


Noch immer war es Nacht und noch immer schliefen alle Schüler friedlich. Alle? Nun, sicherlich nicht. Denn ein gewisser Slytherin, Blondschopf vorwiegend, hatte es nicht für nötig gehalten, seine Gedanken unter Kontrolle zu bringen bevor er ins Land der Träume abdriftete. Sie verfolgten ihn schon im Schlaf und was dabei herauskam? Was auch immer es war, es würde am nächsten Tag ein kleines Problem für den blonden Schönling bedeuten, oder?

Draco Malfoy wälzte sich unruhig im Bett umher, keuchte, schwitzte ein wenig. Er bemerkte nicht, wie die Türe seines Abteils langsam, mir einem leisen Geräusch aufgezogen wurde. Nun schlug er die Augen auf, fuhr erschrocken in die Höhe und atmete hektisch ein und aus. Seine Hände glitten durch das seidige blonde Haar, seine Augen flogen zu der Türe. Und in dieser stand kein anderer als Harry Potter. Er erstarrte.

„Was…“, krächzte Draco und begutachtete Harry von oben bis unten. Und zwar langsam und genießerisch. Noch war er zu verschlafen um sich tiefgründigere Gedanken darüber zu machen, wieso Potter nun in seinem Abteil stand und vor allem – was dieser wollte. Ein leichter Luftzug erfasste Dracos Haare, genauso wie Harrys Gestalt. Draco griff mit seiner Hand nach seinen Strähnen, die ihm ins Gesicht wehten, hielt sie fest. Sein Blick hing noch immer an Harry Potter, dessen Kleidung nun an diesen sagenhaften Körper gepresst wurde.

Draco keuchte auf und war sofort putzmunter, als er seinen Blick fokussierte. Nicht nur, dass Harry das Hemd noch immer fast ganz offen stehen hatte, der Wind darunter fuhr und es aufplusterte, seine Brustwarten anhauchte. Nein, seine Haare wehten wild umher, seine Augen wirkten verschleiert und dunkel. Dracos Blick glitt – ohne noch ein Wort zu sagen – an Harry hinunter. Danach riss er die Augen auf, sein Mund stand weit offen. Harry Potter war anscheinend mehr als erregt! Und wie man das sehen konnte!

Er selber verspürte ein starkes Ziehen in seiner Lendengegend, keuchte, sein Brustkorb hob und senkte sich immer wieder. Und er fragte sich, woher dieser Luftzug kam. Kurz blickte er nach rechts, fand das Zugfenster einen großen Spalt weit offen stehen, der Wind fuhr ungehindert in das kleine Abteil.

„Was willst du hier“, krächzte Draco abermals, schluckte aber, als Harry sexy zu lächeln anfing, selenruhig die Türe zuschob, sie mit schwarzmagischen Flüchen belegte. Dracos Augen wurden groß, er rutschte unruhig im Bett umher. Harry Potter stand nun mit dem Rücken zu ihm, ließ den Zauberstab sinken, danach fallen. Dumpf kam er auf, rollte einige Zentimeter weit und rührte sich nicht mehr. Harry drehte ziemlich langsam seinen Kopf auf die linke Seite, lugte lüstern über seine Schulter hinweg zu dem blonden Schönling, ehe er auch seinen Körper folgen ließ. Mit leisen, langsamen Schritten kam er näher – Dracos Augen suchten Harrys Körper hungrig ab.

„Was ich hier will, Malfoy? Dir deinen Wunsch erfüllen“, hauchte Harry tieferotisch, Draco schluckte hart.

„Welchen Wunsch? Ich wüsste keinen, Potter. Verschwinde“, presste er gerade noch hervor, doch Harry lächelte listig weiter, schlug Dracos Decke mit einem Ruck beiseite und sah mit einer hochgezogenen Augenbraue direkt in den Schritt des Blonden.

„Ach nicht?“, meinte er nur leise und schritt noch näher. Draco setzte sich auf die Bettkante, wollte aufstehen und mit letzter Kraft Harry Potter aus seinem Reich schmeißen. Doch Harry war schneller, schupste ihn gekonnt und leichtfertig aufs Bett zurück, wo Draco verdattert liegen blieb.

„Das war nicht dein Wunsch, soweit ich weiß. Es war etwas anderes.“, keuchte Harry erregt, seine Erregung drückte hart gegen die Hose, Draco konnte es genau sehen – auch durch diesen hauchdünnen Stoff. Er folgte mit seinen Augen Harrys Hand, die nun verspielt an der Kordel der Schlafhose zog.

„Das wolltest du doch schon seit einiger Zeit tun….hm Malfoy?“, wisperte Harry erregt, spielte noch immer mittels Finger mit der Kordel seiner Hose. Draco sagte nichts, schluckte abermals, wurde ein wenig wütend. Sein Verstand sagte nein, doch sein Körper schrie danach. Es war übermächtig, dieses Gefühl! Draco rückte paralysiert näher, spürte das eigene Pochen seiner Lenden, sein Blick lag noch immer auf Harrys Schritt. Wahnsinn, absolut unglaublich.

Draco konnte sich an Harry nicht satt sehen, seine Hand glitt wie selbstverständlich zu dessen Hose, zu dieser Leinenschnur. Draco blickte ihn weiterhin fassungslos an und hielt inne, als Harry seine Hand in seine eigene Hose schob, seine Erregung kurz streichelte – man diese Bewegung durch den dünnen Stoff sehen konnte – er dabei sanft stöhnte. Danach zog er sie wieder heraus, keuchte leise und erregt.

Dracos Mund war wie ausgetrocknet, kurz schloss er die Augen und atmete tief durch, während elektrische Stromschläge durch seinen Körper jagten – so sehr erregte dieses Schauspiel ihn. Als er sie wieder öffnete, seinen Kopf hob, blickte er in noch immer verschleierte smaragdgrüne Augen, geöffnete, wundervoll gerötete Lippen. Wunderschön, einfach nur wunderschön

Draco versuchte diese Gedanken los zu werden, während seine Hand wie von alleine an dieser Kordel zog, der Knoten sich löste, der Bund der Hose immer loser wurde. Ein Keuchen entstieg seiner Kehle, als er zusah, wie Harrys Hose leise raschelnd und fließend zu Boden glitt, achtlos liegen blieb. Dracos Augen wurden übergroß, er keuchte immer abgehackter. Noch immer saß Draco Malfoy am Rande des Bettes, bemerkte nicht, wie sich bei dessen Anblick seine eigene Erregung sich meldete und schmerzhaft dabei pochte.

„Berühr mich“, flüsterte Harry, während seine Hände langsam zu den letzten beiden Knöpften glitt, diese aufmachte, sein Hemd genauso langsam und seidig über seine Schultern floss, Bekanntschaft mit dem Boden machte. Nackt, wundervoll und absolut sagenhaft sexy stand Harry Potter wie ein Adonis vor dem sitzenden Draco Malfoy, der es nicht fassen konnte.

Draco erwachte aus seiner Trance. Seine Hand fasste nach Harrys Erregung, unfähig auch nur ein Wort zu sagen – fuhr mit seiner Hand sanft auf und ab. Harrys Hüften begannen sich ein wenig zu bewegen, kamen Dracos Hand entgegen.

„Oh ja“, wimmerte Harry mit tiefer Stimme, jene welche, die Draco seit einigen Stunden verfolgte. Dracos Hand nahm an Geschwindigkeit zu, er machte einige Zeit so weiter. Doch legte sich Harrys Hand auf die von Draco, ließ ihn innehalten. Dracos Augen suchten abermals Harrys Blick, der seinen Kopf nach vorne gerichtete hatte, Draco leidenschaftlich anblickte.

„..mit deinem Mund“, raunte Harry nun, Draco riss die Augen auf.

„Du hast einen Knall, Potter. Niemals. Ich bin doch nicht…“

„Bitte..“ Harrys Stimme paralysierte Draco umso mehr, verzauberte ihn. Alles in Draco weigerte sich irgendwie, da er doch nicht schwul war! Harry keuchte erregt, als Draco seine Lippen schürzte und einen sanften Kuss auf die Spitze setzte. Draco schloss die Augen und begann nur noch zu fühlen. Harry wartete ab, während Dracos Zunge kreisend um dessen Eichel wanderte.

„Sehr gut, bitte weiter..“, raunte Harry noch immer mit tiefer Stimme, während Draco seine Lippen nun fest um Harrys Glied legte, zu saugen anfing. Harry stöhnte tief auf, schloss die Augen, legte abermals seinen Kopf in den Nacken, suchte sich mit den Händen Dracos Schopf. Draco befand sich im Rauch, seine Gedanken waren wie ausradiert.

Er spürte Harrys Hände noch immer in seinem Haar, die ihn näher zogen. Spürte Harrys Männlichkeit, welches sich immer weiter in seinen Mund schob. Völlig unkontrolliert begann er seinen Kopf nach vorne und nach rückwärts zu bewegen. Er konnte damit nicht aufhören, wurde immer schneller, befand sich im Rausch.

Harry schrie leise auf, konnte sich kaum beherrschen und Draco spürte es, da die Härte noch mehr zunahm. Auf einmal zog sich Harry zurück, Draco blickte verdattert auf, doch leckte er sich über die Lippen. Wütend über seine eigene Reaktion, es genossen zu haben, blitzte er Harry an, seine Nasenflügel bebten.

„Verschwinde, sofort“, zischte Draco beherrscht seinen Gegenspieler an, der jedoch nur dunkel auflachte.

„Nichts dergleichen werde ich tun.“ Harry beugte sich runter, schupste Draco nun um, so dass dieser mit dem Rücken auf dem Bett lag. Harry krabbelte wie ein Raubtier langsam über ihn, bemerkte Dracos sichtbare Erregung, die sich unter der Hose abbildete. Harrys Hände waren flink, befreiten den keuchenden Slytherin von seinem Hemd. Beinahe nicht abwartend, riss Harry dieses auseinander, betrachtete die wunderschöne Aussicht. Dracos Oberkörper hob und senkte sich rasch, doch blieb er weiterhin still.

Harrys Augen wanderten zu Dracos Gesicht, ein Lächeln zeichnete sich auf Harrys Gesicht ab – verrucht und besserwisserisch. Draco schluckte abermals hart, als Harry mit seinem Gesicht immer näher kam, seine Lippen die von Draco suchten. Draco schloss die Augen, wollte nur noch fühlen. Er spürte, wie Harry seinen nackten Körper an ihn presste, keuchte abermals auf. Harrys Zunge nahm diese Chance wahr, schlüpfte durch Dracos Lippen hindurch. Ein leises Stöhnen entwich Dracos Kehle, er schallte sich einen Idioten. Malfoys stöhnten nie! Was für ein erregender, tiefer, leidenschaftlicher Kuss

Harry presste seine Lippen fest auf die von Draco, spielte gekonnt und leidenschaftlich mit seiner Zunge, während seine Hände fiebernd über Dracos Körper glitten, langsam ihm die Hosen auszogen. Harrys Lippen verschwanden, Draco schlug erneut die Augen auf. Er wusste nicht, ob er weiterhin wütend sein sollte, oder nicht. Aber sein Körper verlangte nach mehr, nach Harry – der sich nun weiterküsste.

Nur am Rande bemerkte er den Luftzug, der die beiden erhitzten Körper versuchte, abzukühlen. Harry wurde fordernder, er schob seine Zunge hindurch, tänzelte damit über Dracos wundervolle, helle Haut. Harrys heißer Mund wanderte weiter, suchten Dracos Brustwarzen, die er schnell fand. Und, er küsste sich abermals weiter. Draco bäumte sich auf, vor seinen geschlossenen Augen flimmerten sämtliche Farben. Unglaublich, heiß, teuflisch, so empfindlich

„Oh Merlin“, brachte Draco hervor, während Harrys Mund weiter runter wanderte, er die Erregung Dracos an seinem Kinn spürte und nun lüstern grinsend aufblickte.

„Soll ich dich kosten? Hm? Soll ich das tun, was du bei mir getan hast?“, knurrte Harry leidenschaftlich, während Draco schwer atmend den Kopf hob und leicht nickte. Er hatte es schon längst aufgegeben.

Harry nickte nur, senkte seinen Kopf und nahm Dracos Länge mit einem male auf. Draco entwich ein lauter Schrei, er zischte danach durch die Zähne. Himmel! Das war absolut sagenhaft!

„Warte…das….sollte…nur….ein…Mädchen…bei…mir…machen…Lass.. das…. ah!“, rief Draco abermals aus, als Harry seinen Kopf bewegte, seine Zunge geschickt einsetzte und sie über Dracos Länge tänzeln ließ. Dieser stöhnte gequält – ein jeder Gedanken an Mädchen war ausradiert. Talentierte Lippen, ein heißer Mund und eine unglaubliche Zunge beherrschten Dracos Gedanken.

Unkontrolliert zuckte sein Körper, ein Schweißfilm legte sich darauf ab. Draco keuchte abgehakt, stöhnte, und bemerkte, wie er immer mehr abdriftete.

„Hör auf…ich…kann…nicht….mehr…ich……ah!“ Vor Dracos geschlossenen Lidern explodierte die ganze Welt, katapultierte ihn in das Universum, während seine Sinne sich wie in einem Strudel drehten. Harry bemerkte, wie Draco noch immer in den Nachwirkungen des Orgasmus gefangen war, wanderte küssend an ihm hoch, biss nochmals in dessen Brustwarzen – Draco stöhnte tief und heiser auf.

Er bemerkte nur nebenbei, wie sich abermals eine unglaubliche Zunge in seinem Mund schob, mit der seinen spielte, er sich selber schmecken konnte. Der Kuss wurde immer feuriger und leidenschaftlicher. Draco fühlte Finger an seinem Eingang, doch realisierte er sie nicht direkt. Viel zu sehr war er noch in einer anderen Welt gefangen. Als er jedoch den ersten Finger in sich spürte, flogen seine Augen auf, Harry keuchte ihn erregt ins Gesicht, setzte hauchzarte Küsse auf seine Lippen.

„Was…oohhhh“, hauchte Draco, schloss genüsslich die Augen, während Harry seinen Finger immer tiefer schob, nach dem Punkt suchte und sanft die Innenmuskulatur von Draco massierte, während er Draco weiterhin hauchzart das Gesicht küsste. Eine Welle unglaublicher Emotionen stürmten auf Draco ein, als er sich abermals aufbäumte und tausende Blitze vor seinen Augen vorbeizischen sah – ein Surren in den Ohren hatte.

Als er seine Augen öffnete, kniete Harry zwischen seinen Beinen, sah ihm keuchend und stöhnend ins Gesicht, während dessen Hand sich schnell bewegte. Nun verwendete Harry zwei Finger, es folgte der dritte.

„Gefällt es dir? Soll ich dich weiter verwöhnen, Malfoy? Was soll ich tun?“, flüsterte Harry weiter, Draco stöhnte tief.

„Ja - tiefer“, keuchte Draco, hob seine Knie noch mehr an, umfasste diese mit seinen Händen und zog sie zu sich, so dass Harry mehr Spielraum hatte. Dracos Kopf bewegte sich wild, seine Brust hob und senkte sich, seine Hände pressten sich hart auf seine Knie. Als Harry seine Finger zurückzog, schoss Dracos Kopf in die Höhe, seine Erregung stand nun wieder hart aufrecht. Er murrte unzufrieden.

„Was soll das? Wieso hörst du einfach auf?“, knurrte nun auch Draco hungrig, doch Harry lächelte nur teuflisch, brachte sich in Position. Draco schluckte erstaunt, abwartend und konnte es kaum erwarten. Er bemerkte nur nebenbei wie Harry nach seinem Zauberstab griff, ihn schwingen ließ und sich somit sein wippendes Teil mit einer glitschigen Masse überzog.

„Keine, heute bekommst du das, was du willst. Und ich auch – endlich“, wisperte Harry, während seine Hände über Dracos Brust flossen, zu seinen Hüften wanderten, sie fest im Griff hielten und er mit einem langen, harten Stoß sich langsam in Draco versenkte. Dieser verdrehte beinahe die Augen, schrie heiser auf, genauso wie Harry selbst.

„Himmel, so was von eng…“, wimmerte Harry nun und begann sich langsam und mit langen Stößen in Draco zu versenken. Dieser stöhnte leise vor sich hin, merkte, wie er seinem zweiten Orgasmus immer näher kam. Harry musste sich noch immer beherrschen, so beließ er es bei so einem Tempo. Immer wieder traf Harry dessen Punkt und stöhnte dabei selber wild auf. Immer wieder sah Draco Sterne und katapultierten ihn von dieser Erde.

Draco und zog Harrys Po noch näher, noch schneller zu sich. Harry gab alles, wurde immer schneller und Draco schrie sich die Seele aus dem Leib als er nun unaufhörlich kam, seinen Oberkörper durchbog.

„Ohhh…Haarryyyyy!“, rief er aus, während die Sinnflut über ihn einbrach.

„Uhhhhh…Drayyyy!“, folgte Harry ihm schreiend, bis er auf dem Blondschopf erschöpft zusammenbrach.

Keuchend, ziemlich verschwitzt, lagen sie nun aufeinander, versuchten ihren Atem wieder zu regeln und bemerkten den Herzschlag des jeweils anderen. Harry zog sich langsam zurück und Draco seufzte enttäuscht. Es fehlte einfach etwas. Er realisierte, wie Harry seinen Zauberstab abermals herbeirief, sie beide säuberte und sie beide in Schlafanzüge steckte, Harry ihn zu sich zog. Draco kuschelte sich zufrieden an ihn, öffnete seine Augen und blickte in die wunderschönsten, die er je gesehen hatte.

„Ich habe danach noch nie gekuschelt“, gurrte Draco und setzte einen kleinen Kuss auf Harrys Nase.

„Ich auch nicht. Da haben wir wenigstens was gemeinsam“, flüsterte er nun zurück und küsste Draco ebenso sanft.

„Wir haben noch was gemeinsam“, fing Draco abermals an und kuschelte sich noch enger an Harry.

„Ja?“, lächelte Harry selig.

„Den schönsten Sex unseres Lebens – und das, obwohl wir Jungen sind. Wie siehst du das?“ Harrys leises Lachen drang an sein Ohr, gefolgt von federleichten Küssen auf sein Gesicht.

„Oh ja, Baby, oh ja..“ Draco lächelte selig und das erste Mal so richtig befriedigt, schloss seine Augen und fühlte sich geborgen. So geborgen wie noch nie. Geliebt auf eine Art und Weise die er nie kannte. Beschützt von zwei starken Armen – wo er wusste, sie würden auf ihn aufpassen. Es war – perfekt…

Moment mal! Perfekt? Kuscheln? Hallo? Malfoys kuschelten nicht einfach so! Er war ein Mann verdammt noch mal! Draco zischte abermals in die Höhe, drehte seinen Kopf und fing zu keifen an.

„Raus aus meinem Bett, Potter…Du…!“ Doch dann stockte er und blinzelte verwirrt. Neben ihm lag niemand, er war alleine. Draco rieb sich die Stirn und bemerkte eine Feuchte auf seinem Bauch. Als er in die Hose hinein lugte, seufzte er resigniert und stöhnte genervt auf.

„Scheiße! Ich hatte einen feuchten Traum von Potter? Scheiß Stimmen! Das darf ja nicht wahr sein! Wieso zum Henker Potter! Wieso kuscheln? Ich bin ein Malfoy! Ich habe gestöhnt und geschrieen! Das darf nicht wahr sein! Was soll dieser verfluchte Traum!“, rief Draco unglaublich sauer aus, schlug auf seine Bettdecke ein, bis er erschöpft in sich zusammen sank. Er wusste nicht, ob er glücklich oder traurig darüber sein sollte – da dies nur ein Traum gewesen war. Es hatte sich so real angefühlt! Er war verwirrt – sehr verwirrt. Schnell angelte er sich seinen Zauberstab, säuberte sich, beschloss Stillschweigen über diesen Traum zu bewahren und kuschelte sich in die Decke.

Seine Augen hefteten sich auf den Kasten, während der Zug ihn hin und herwiegte. Draco seufzte. Er wusste nicht, ob er diesen Traum verfluchen  -, oder ob er darüber lachen sollte. Die eine Seite von ihm ekelte sich vor diesem Traum, vor diesen Gefühlen die so verdammt real waren! Und die andere Seite wünschte es sich nicht sehnlicher, als sich einmal fallen zu lassen. Nicht immer den Harten spielen zu müssen – wie sein Vater es ihm gelehrt hatte. Obwohl dieser nun in Askaban seine restliche Zeit verbrachte, hatte dieser noch immer Einfluss auf seinen Sohn. Und Draco kam da einfach nicht heraus – aus diesem Verhaltensmuster.

Doch wie gerne würde er mal sein wahres Ich zeigen. Er wollte einfach nur normal sein – ein normaler Junge, der sich nicht behaupten musste – den Anführer spielen musste. Er wollte einfach mal er selber sein, ein Muggelkino besuchen oder über eine Wiese spazieren. Als ganz normaler Junge, der nicht nach seinem Namen beurteilt wurde. Er wollte seine Maske ablegen, Gefühle zeigen. Doch er konnte nicht. Noch hatte er keinen Weg dafür gefunden, diesen Übergang zu einem normalen Leben.

Außerdem kam ihm in den Sinn, dass dieser Zug verflucht war. Zuerst diese dämlichen Stimmen die so viel Sex beinhalteten, das man durchdrehen hätte können – und dann dieser Traum der der Realität ziemlich nahe kam. Noch nie hatte er so gefühlt und er fragte sich im Stillen, ob er es auch jemals tun würde. Müde, ziemlich verwirrt, schlief er doch noch ein. Sein letzter Gedanke war: morgen sehe ich aus wie eine Schleiereule. Ade Schönheitsschlaf.


°;°;°;°;°;°


„AAAAAHHHHHH!“ Harry wachte mitten in der Nacht Schweiß gebadet auf, sprang aus dem Bett, verhedderte sich mit den Füßen in der Decke, verlor rudernd das Gleichgewicht und knallte hart auf den Boden. Verrenkt lag er staunend und schwer atmend da, knurrte ärgerlich vor sich hin, während er nun einen Nahkampf mit der Decke ausfochtete, diese leider irgendwie gewann. Sie war viel größer, schwerer und breiter als er! Wo war diese verdammte Brille, wenn man sie brauchte? Scheiße. Nochmals boxte er auf die Decke ein, sah sie giftig an, als ihm einfiel, wieso er aufgewacht war. Seine Augen zischten zum Bett, langsam krabbelte er darauf zu, zog sich am Bettrand hoch und lugte auf das Lacken.

„Puh…kein Malfoy…uff…aber.. wieso..“, nuschelte Harry nun und kratzte sich ratlos am Kopf. Auch er fühlte sich ein wenig schmutzig, zog den Bund der Hose auf und bekam große Augen – auch wenn er nichts sah, oder zumindest nur schemenhaft etwas erkennen konnte.

„Nein! Abgespritzt bei Malfoy? Ich glaub, mich knutscht ein Elch. Hey du blöder Trottel, das war MALFOY! Wieso spritzt du bitteschön ab? Oh Mann!“, jammerte er vor sich hin, er schloss die Augen – der Traum war so real gewesen! Schnell flogen sie wieder auf, suchten das Abteil ab. Harry rief sich zur Ruhe, fuhr sich zitternd durch die Haare und versuchte seinen Atem zu beruhigen. So intensiv hatte er noch nie geträumt und gefühlt, fiel ihm gerade ein.

Aber Draco Malfoy war so verdammt scharf gewesen, so heiß, so eng und sexy. Er war perfekt gewesen – der Sex mit ihm war perfekt gewesen. Harry schüttelte den Kopf, schlug mit der Hand darauf, doch es half nichts. Außer Kopfschmerzen brachte ihm dies nichts ein. Als er jedoch abermals dieses leise Lachen hörte, knurrte er nur.

„Was willst du! Hä? Mich verrückt machen? Verzieh dich!“, knurrte er ins Abteil, doch niemand antwortete. Scheiß Stimme! Seit dem er diese hörte, verlief alles anders als normal! Dieser Traum war nicht normal! Und hatte Malfoy gesagt…

„Kuscheln? Wie bitte? Blondi und kuscheln? Ratten und Mäuse? Heuschrecken und Rasen? Mistkäfer und Kugel? Mann, ich bin vollkommen durchgeknallt! Wird Zeit, dass ich auf andere Gedanken komme!“ Harry rief seinen Zauberstab herbei, zauberte sich wieder sauber und krabbelte ins Bett. Die Stelle, wo Draco im Bett neben ihm, im Traum gelegen hatte, betrachtete er eingehend. Seine Hand wanderte langsam über das Kissen, er seufzte leise und wehmütig.

„Und was ist, wenn du tatsächlich so bist? Nein! Unmöglich! Wunschdenken! Das ist nur Malfoy, klar? Ein eingebildeter, selbstverliebter Affenarsch. Scheiß doch auf den Traum.“ Harry kuschelte sich ins Kissen, zog die Decke bis zum Kinn und schloss seine Augen. Abermals erklang ein belustigtes Lachen, während Harry knurrte.

„SCHNAUZE HAB ICH GESAGT! VERZIEH DICH GEFÄLLIGST IN EIN ANDERES LOCH!“ Knurrend drehte er sich um, zog die Decke auch über seinen Kopf, ringelte sich zusammen und schlief ein. Schönheitsschlaf ade!

°;°;°;°;°

Der Morgen graute, der Zug fuhr unbeirrt im schnellen Tempo weiter, während die Sonne sich ihren Weg durch die Fenster der jeweiligen Abteile suchte. Draco Malfoy schlief noch immer, tief und fest – sonst war er immer einer der ersten, die aufstanden. Blaise Zabini, frisch gekämmt, gepellt wie aus dem Ei, riss die Türe zum Abteil auf, schupste sie danach mit Schwung ins Schloss und schmiss sich neben Draco aufs Bett.

Durch die enorme Federung flogen Dracos Augen auf, ein kleiner Schrei entkam seiner Kehle. Bestürzt griff er sich mit der Hand an die Brust, blickte Blaise eindeutig wütend an. Doch dieser grinste nur unwiderstehlich, während er versuchte, eine Strähne sich aus dem Gesicht zu pusten.

„Guten Mooooorgen, Sonnenschein!“, fing er fröhlich an, Draco knurrte nur zur Begrüßung.

„Schwing deinen Arsch aus meinem Bett und mach ne Fliege“, zischte Draco leise, zog sich die Decke bis zum Kinn und durchbohrte Blaise mit teuflischen Blicken.

„OOccchh, hat unser süßer Prinz nicht wundervoll geruht?“, fragte er gespielt liebevoll, klimperte mit den Augen, während er am Bauch neben Draco lag und dabei seine Füße wippen ließ.

„Nein, habe ich nicht. Mein Schönheitsschlaf ist im Eimer. Und nun mach nen Abgang. Geh wen anderen nerven.“

„Wieso denn? Hattest du keine schönen Träume?“, fragte er gleich unschuldig weiter, ging auf das letztgesagte von Draco nicht ein und wusste dabei nicht, dass er Dracos Nerv direkt traf.

„Aaahh! Blaise! Verschwinde endlich! Und NEIN! Ich hatte einen beschissenen Traum von Potter! Mir wird gleich übel! Er hat mich die ganze Nacht nicht friedlich schlafen lassen! Und jetzt? Wie sehe ich jetzt aus! Hm? Ich kann so nicht unter die Leute gehen! Das wäre mein Ende als hübschester Junge von gesamt Hogwarts“, heulte Draco auf und seufzte theatralisch. Sein Aussehen war eben das Wichtigste für ihn. Blaise machte mit seinem Mund einige Mimiken, betrachtete eingehend Dracos Gesicht und kniff die Augen zusammen.

„Alpträume also, armes Dracolein. Und ja! Du hast gaaaanz dunkle Augenringe! Schrecklich! Ich würde mich an deiner Stelle auf jeden Fall verkriechen, jeb“, nickte er schnell, Draco riss die Augen auf.

„Ich bin nicht dein Dracolein verdammt! Habe ich echt dunkle Augenringe? Ehrlich? Das darf doch nicht wahr sein!“ Draco schleuderte die Decke zur Seite, sprang über Blaise drüber, der alles mit Blicken verfolgte, schnappte sich seinen Zauberstab und zauberte einen Spiegel herbei. Danach betrachtete er sich eingehend in diesem, zog das Lid unter dem Augen etwas hinunter und seufzte.

„Meine Augen sind total blut unterlaufen! Horror! Das ist ja schrecklich!“, wimmerte er los, während Blaise sich umgedreht hatte, auf dem Bett eine Rolle machte, aufstand und darauf zu springen anfing.

„Cooles….Bett…weicher…als…meins..“, keuchte er nun, seine Haare flogen jedes Mal mit, wenn er sich wieder abstieß. Draco blickte durch den Spiegel zu seinem hüpfenden Freund, verdrehte die Augen.

„Blaise? Soweit ich weiß, ist im Kindergarten noch ein Platz frei. Soll ich dich wieder anmelden? Schnuller haben sie dort in Reserve und außerdem sind sie fast gratis. Zwei zum Preis von einem“, knurrte Draco und versuchte Schadensbegrenzung zu machen. Blaise hielt inne, keuchte noch immer, sprang vom Bett herunter und stellte sich hinter Draco.

„Trottel! Nur weil ich gut aufgelegt und ausgelassen bin, heißt es noch lange nicht, dass ich mich in diesen Windelverein anmelden muss. Und jetzt hör endlich auf, die beleidigte Prinzessin auf der Erbse zu spielen. Ich helfe dir ja schon“, meinte er locker drauf los, Dracos Kinn segelte zu Boden.

„Prinzessin auf…PRINZESSIN AUF DER ERBSE!??“, keifte Draco los, Blaise lachte und formte ein Kreuz mit seinen Fingern.

„Teufelchen, weiche von mir“, kicherte er nun los, Draco knurrte und wollte auf ihn losgehen. Blaise jedoch machte einen Schritt zur Seite, schnappte sich Dracos Arm, verdrehte diesen und presste den Arm auf Dracos Rücken. Schmerzvoll keuchte Draco auf, knurrte abermals, doch Blaise lachte.

„Muggelkunde. Ich habe aufgepasst und du? Wie auch immer, beherrsche dich, hol dir einen runter, damit du endlich wieder normal bist. Und danach mache ich dich hübsch, ja? Ich sehe auch nicht zu, während du beschäftigt bist, okay?“ Er ließ Draco los, der sich schwer atmend, langsam umdrehte und Blaise mit Blicken erdolchte.

„Ich brauche mir keinen runter zu holen, BLAISE! Mach mich jetzt endlich schön, flott!“, schnipste Draco mit seinen Fingern, während er hoch erhobenen Hauptes zum Schrank, vorbei an Blaise, schlenderte, diesen aufriss, geeignete Kleidung sich angelte.

„Nicht? Na gut, wenn du meinst. Bei der Kleidung brauche ich dir ja nicht helfen, soweit ist es ja klar. Na komm schon, mach Platz“, lachte Blaise los, als er am Bett saß, mit seiner Hand auf die Decke klopfte und Draco murrend dem nachkam. Brav saß er neben seinem besten Freund, der sich nun hinter ihm kniete, eine Bürste herbeizauberte und anfing, Dracos Haar zu bürsten. Draco genoss es sehr, schloss die Augen.

„Blaise?“

„Hm“

„Ich hatte tatsächlich einen Alptraum“

„Hm“

„Willst du gar nicht wissen, um was es ging?“

„Um Potter, weiß ich schon.“

„Es war kein normaler Traum.. ähm..“

Blaise hielt in seinen Bewegungen inne, sah Draco durch den Spiegel hindurch an und wirkte dabei sehr neugierig und erstaunt. Als Draco ein Auge öffnete um nachzusehen, wieso Blaise aufhörte, schnaufte er. Blaise machte sofort weiter.

„Okay. Willst du es mir erzählen?“ Stille. Draco seufzte und Blaise runzelte die Stirn.

„Was hast du denn? So schlimm?“

„Blaise?“ Draco drehte sich zu ihm um, blickte ihm fest in die Augen, während der Schwarzhaarige abwartend die Bürste in der Höhe hielt.

„Du musst mir versprechen, dass du niemanden etwas davon erzählst. Gestern Nacht passierte so viel Unheimliches, ich weiß nicht…ich.. ich bin verwirrt“, fing Draco an und Blaise legte den Kopf schief, ließ die Bürste sinken.

„Hey, so habe ich dich ja noch nie gesehen. Zwar weiß ich, wie du dich OHNE MASKE verhältst, weil wir uns ja schon seit Ewigkeiten kennen, aber so ….. Klar Mann. Du weißt, es bleibt alles bei mir, wenn du mich darum bittest. Willst du mir alles erzählen?“, fing er fürsorglich an, Draco senkte seinen Blick.

Er fühlte sich verunsichert, doch nickte er. Abermals setzte er sich in Position, schloss die Augen, Blaise bürstete weiter und Draco erzählte. Von der Stimme, dem Zusammentreffen mit Harry Potter – dem Traum. Doch bei dem Traum erwähnte er nicht alles, doch Blaise hörte genügend heraus.

Als Draco die Augen öffnete, blickte ihn Blaise mit offen stehendem Mund, doch freudig an.

„Also jetzt werde ich ja neidisch! Das ist ja sehr interessant! Also Potter hört deine Stimme, nur wirkt sie älter. Und du hörst seine, in demselben Sinne. Hm. Und dann hast du noch einen feuchten Traum von Potter? Wahnsinn! Müsste ausgelöst worden sein von dieser Stimme, nehme ich mal an.“ Blaise überlegte lange, während Draco aufstand, sich anzog und gleich darauf ein Waschbecken erschien. Er putzte sich die Zähne, gurgelte und Blaise überlegte noch immer.

„Ich bin Potters Meinung. Schätze, da will jemand auf sich aufmerksam machen. Lass dich davon nicht beirren, Draco! Gehe einfach normal deinen Weg und ich bin mir sicher, ihr beide werdet schon draufkommen, was es mit der ganzen Sache auf sich hat und..“

„Spinnst du?“, drehte sich Draco wütend um und sah Blaise ungläubig an.

„Ich kann Potter doch nicht in die Augen sehen! Ich verstehe das nicht! Ich stehe nicht auf ihn, verdammt noch mal! Vor einigen Tagen hatte ich noch ein leises Bettgeflüster mit so einer Huffelpuff aus der sechsten und nun träume ich von Potter? Da geht was nicht mit rechten Dingen zu. So einfach ist das!“ Nun war Draco fertig, während Blaise resignierend seufzte und den Kopf schüttelte.

„Na wenn du meinst? Warte einfach ab und dann wirst du ja sehen, was alles noch passiert. Die Stimmen melden sich sicherlich wieder. Und was den Traum angeht: Du hast mir nicht viel darüber erzählt, was ich sehr schade finde! Aber das Beste ist, du vergisst ihn einfach.“

„Du hast Recht“, meinte Draco wieder beruhigt und eisern, Blaise rollte mit den Augen. Wieso musste Draco immer so eiskalt wirken, wenn er sich anderen Schülern gegenüber zeigen musste? Natürlich hatte sein Vater die Schuld daran, aber dieser saß ja in Askaban. Blaise gab es auf, hatte er doch öfters Draco geraten, endlich „normal“ zu werden. Doch dieser hatte entschieden abgelehnt.

„Gehen wir? Oder spielst du weiterhin Alice im Wunderland“, meinte Draco sarkastisch, Blaise blinzelte mit den Augen.

„Alice wer?“

„Muggelfilm, gehen wir“, nuschelte Draco leise, Blaise hob die Hand, öffnete den Mund, doch Draco schritt schon auf den Gang. Seit wann sah dieser sich Muggelfilme an?

°;°;°;°;°

Hermine war schon früh wach, zog sich schnell an, wusch sich und lugte aus der Türe hinaus, wobei sie noch niemanden von den Schülern ausmachen konnte. Sie trug eine einfache Jeanshose und ein leicht ausgewaschenes, dazupassendes Shirt. Sie machte sich noch immer Gedanken betreffend Harry und beschloss, diesen auf zu suchen. Sein Namen prangte in Zauberschrift direkt an der Türe, die sie nun leise aufschob. Harry, vollkommen vereint mit seiner heiß geliebten Decke, lag im Bett und schlief selig. Kleine, säuselnde Geräusche entwichen seinem Mund, seine Haare standen wie üblich in alle Richtungen ab.

Hermine sah sich um und schmunzelte. Harry war ein Chaot wie sie ihn nun mal kannte. Seine Sachen lagen verstreut im Abteil, während das Fenster noch immer offen stand, sein Zauberstab am Boden umher kullerte und seine Brille unter dem Bett hervor blitzte. Hermine lächelte leicht, zog die Türe ins Schloss und schritt auf Harrys Bett zu. Danach ging sie in die Hocke, angelte sich die Brille und reparierte sie mit einem einfachen Zauber. Anscheinend war Harry in der Nacht darauf gestiegen. Sie setzte sich langsam auf Harrys Bett, legte die Brille seitlich von ihm auf den Fenstersims ab und rüttelte ihn sanft an der Schulter.

Harry schmatzte vor sich hin, grummelte, regte sich leicht, doch schlief er weiter. Hermine seufzte, rüttelte abermals an seiner Schulter. Erschrocken zuckte er hoch, blickte sich um:

„Was…Hermine?“ Erstaunt blickte er in die haselnussbraunen Augen von ihr, während sie sanft lächelte.

„Alles in Ordnung, Harry? Guten Morgen, übrigens.“

„Was machst du denn hier - morgen“, gähnte er herzhaft, zwinkerte und blickte sich suchend um.

„Hier, die lag unter deinem Bett. Ich habe sie außerdem repariert“, meinte sie leise, reichte ihm die Brille, die er mit einem dankbaren Lächeln an sie, aufsetzte.

„Ahhh! Viel besser! Danke! Nun, Hermine, was kann ich für dich tun?“, fragte er gleich mal unschuldig und galant, während Hermine genervt seufzte.

„Komm mir nicht damit, Harry James Potter! Seit dem wir hier im Zug sind, verhältst du dich sehr eigenartig. Sei froh, dass ich Ron nicht mitgebracht habe, der hätte dich anders aufgeweckt.“

„Ja, ja, schon gut. Also, was willst du wissen“, murmelte er leise, setze sich gerade auf und blickte seine beste Freundin erwartungsvoll an.

„Was meintest du mit, du hast Feuer mit Feuer bekämpft? Harry, seit wann sprichst du denn nicht mehr mit uns darüber?“ Harry blickte sie erstaunt an, danach wurde er ein wenig rot.

„Seit dem die Dinge ein wenig außer Kontrolle geraten sind, schätze ich.“

„Und was genau? Harry, du kannst mit mir über alles sprechen, das weißt du ja“, meinte sie sanft, legte eine Hand auf seinen Arm, Harry seufzte.

„Ja, aber es ist so was von peinlich“, meckerte er jetzt, blickte wo anders hin.

„Kann schon sein, aber ich gebe nicht eher Ruhe, bis ich weiß, was passiert ist. Am besten, du fängst da an, wo eure Streitereien hier im Zug begonnen haben.“ Unsicher blickte er ihr abermals in die Augen, holte tief Luft, haftete seinen Blick nun auf die Decke und begann – zuerst stockend und dann immer flüssiger – zu erzählen. Hermine unterbrach ihn kein einziges Mal und wenn er hoch gesehen hätte, hätte er erkannt, wie viele Regungen sich in ihrem Gesicht spiegelten.

Als er geendet hatte, traute er sich nicht ihr ins Gesicht zu blicken. Er selber fühlte die Hitze auf seinen Wangen. Hermines leises Lachen, welches immer lauter wurde, ließ ihn dann doch hochblicken. Erstaunt und ein wenig sauer bemerkte er, wie Hermine die Tränen in die Augen traten, sie sich den Bauch hielt und versuchte, dabei Luft zu bekommen.

Verärgert darüber verschränkte er seine Arme vor der Brust – er schmollte. Hermine beruhigte sich langsam wieder, japste noch immer nach Luft und wischte sich die Tränen weg.

„Ent —Entschuldige Harry! Mein Gott! Wenn ich das gewusst hätte! Also so wie es mir scheint, will das Schicksal eindeutig, dass ihr euch näher kommt! Oh je, muss das peinlich gewesen sein! Aber hey, die Ausreden waren gut! Ich habe da ja nicht all zu viel mitbekommen. Nun weiß ich auch, wieso Dumbledore so wütend war! Aber – ich habe Dracos Gesichtsausdruck gesehen und glaube mir, es hat ihn nicht kalt gelassen. Übrigens liegt Kimberly Wells nebenan. Also gehe ihr besser aus dem Weg.

Was ich sehr interessant finde, ist die Stimme, die du seit neuestem hörst. Das muss ja ziemlich peinlich gewesen sein, als ihr euch im Gang gegenübergestanden seid und diese gestöhnten Worte gehört habt! Ich glaube es ja fast nicht.

Wie gerne hätte ich da eure Gesichter gesehen! Aber Harry, du musst besser auf deine Brille aufpassen, sonst bist du in der Tat blind wie ein Maulwurf! Ähm, was den Traum angeht, puh.“ Hermine spielte mit ihren Locken, wurde ein wenig verlegen.

„Harry, es gibt da nur zwei Möglichkeiten. Erstens: ihr beide wollt in der Tat etwas voneinander und du weißt, wie ich dazu stehe. Ich kann das Knistern zwischen euch spüren. Aber da will ich mich wenig einmischen, denn das musst du selber entscheiden. Zweitens: die Stimmen sind daran schuld. Wer weiß, vielleicht hatte Malfoy denselben Traum, zumal nur ihr beiden diese Stimmen hören könnt….“ Harry riss die Augen auf, keuchte.

„Merlin bewahre! Nein, Hermine, das ist ausgeschlossen! Aber…“

„Harry. Mein Gott! Warte einfach mal ab! Schau dir Malfoy genau an. Kann er dir in die Augen sehen, dann ist alles bestens. Außerdem bin ich froh, dass du mir keine Einzelheiten über den Traum berichtet hast. Ich weiß ja nicht, was ihr beide da so getrieben habt. Aber wenn gerade du meinst, er war verdammt heiß, dann bedeutet das was. Angenommen du bist hetero…“

„Ich bin hetero..“, unterbrach Harry sie barsch, Hermine winkte ab.

„Ja, ja, also angenommen, du bist hetero, dann muss dieser Traum mehr als nur heiß gewesen sein. Denn als Heteromann springt man nicht so einfach an, weißt du? Harry? Hast du ähm…hattest du Probleme…oder eher gesagt…äähhh..“ Hermine grinste schief, konnte Harry nicht so direkt in die Augen sehen.

„Hermine, wenn du fragst, ob ich gekommen bin, dann kann ich nur sagen, ja.“

„Boah, echt krass“, fing sie erstaunt mit weit aufgerissenen Augen an.

„Du redest schon wie Ron – das ist unheimlich“, wisperte Harry mit verzogenem Gesicht.

„Oh nein!“, rief sie lachend aus, hielt sich die Hand vor dem Mund.

„Glaube, ich bin viel zu oft mit ihm zusammen.“

„Die Frage lautet, seid ihr zusammen?“ Hermine klimperte unverständlich mit den Augen.

„Wie bitte? Wie - zusammen? Ach so! Nein, sind wir nicht. Und ich weiß auch nicht, ob das je was werden wird. Wir sind nur beste Freunde.“

„Aha…“

„Harry?“, knurrte sie nun.

„Hey, du mischt dich in meine Sachen ein, ich mich in dein.e“

„Tuche! Gleichstand. Aber sprechen wir lieber von dir. Was hast du als nächstes vor?“ Hermines Augen blitzten und Harry grinste schief.

„Feuer mit Feuer bekämpfen, wenn es sein muss. Aber zu allererst will ich einmal diesen Tag überstehen. Außerdem habe ich Hunger.“

„Gut, dann zieh dich an und danach gehen wir frühstücken und…“

„Aber wo?“

„Oh! Dumbledore hat sich sicherlich etwas einfallen lassen und…“

„Einen schönen guten Morgen, liebe Schüler! Hier kommt ihr persönlicher Weckruf. Es ist bereits 9 Uhr morgens! Ich würde Sie bitten, den Gang bis zum nächsten Wagon zu durchschreiten. Am Ende diesen finden Sie einen von mir magisch vergrößerten Raum, wo Sie ihr Frühstück einnehmen können. Ich wünsche guten Appetit.“

„Na bitte, wie aufs Stichwort“, grinste Harry schief, sprang aus dem Bett und zog sich um, während Hermine etwas rot im Gesicht sich wegdrehte und wartete, bis Harry angezogen war. Seit dem Harry ihr von dem Traum erzählt hatte, musste sie ständig daran denken. Sie glaubte immer öfters daran, dass Harry und Draco füreinander bestimmt waren, die Chemie jedoch zwischen ihnen stimmte.

Sie würde, wenn Harry ihre Hilfe gebrauchen sollte, für ihn da sein. Doch sie wollte ihn zu nichts zwingen. Als er nun doch fertig war, schritten sie beide aus dem Abteil und wurden von tratschenden Schülern beinahe abgedrängt. Hermine und Harry reihten sich ein und grinsten sich an, als sie Richtung Frühstücksabteil gingen.

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„Hey, da vorne ist Potter“, wisperte Blaise nun, während Draco mit seinen Augen suchte, sich aber zurückhalten musste um nicht aufzufallen. Kurzzeitig schob sich ein verwuschelter, schwarzer Schopf in sein Blickfeld. Crabbe und Goyle hörten nur das Wort „Frühstück“ und wälzten sich sozusagen durch die Gänge. Pansy war ihnen dicht auf der Spur.

„Ähm, Blaise? Sehe ich da richtig, oder geht Pansy Parkinson, die bekannteste Nervensäge von allen, selenruhig neben Vincent Crabbe?“ Blaise grinste und nickte Draco zu.

„Da bahnt sich etwas an, wie ich sehe. Theo hat sie ja schon längst abserviert.“

„Puh, ich bin auch aus dem Schneider“, grinste Draco nun auch, Blaise kicherte.

„Ja, und generell frei für Po…“

„Halt gefälligst deinen frechen Mund“, zischte Draco nun, hielt Blaise den Mund zu, welcher ihn erstaunt anblickte und die Hand weg schlug.

„Man wird doch wohl noch was sagen dürfen.“

„Nein“

„Du hast mir nichts zu befehlen, Blondi“, grummelte Blaise nun, beschleunigte seine Schritte.

„Blondi?“, wisperte Draco empört, zwängte sich durch die Schüler hindurch um Blaise einzuholen.

„Habt ihr Hermine oder Harry gesehen?“ Suchend streckte Ron seinen Hals, die anderen Freunde schüttelten den Kopf.

„Nein, glaube, der ist schon längst beim Frühstück.“ Ron lachte auf, blickte zu Seamus.

„Leute, aber doch nicht Harry! Der schläft doch immer bis Sonnenuntergang! Der ist doch…… er ist tatsächlich schon hier“, endete er überrascht, Dean und Seamus fingen zu lachen an, während ein grinsender Neville den staunenden Ron auf die Schulter schlug.

„Mund zu, es zieht“, setzte er noch hinten dran. Die drei schlenderten gemeinsam zu Hermine und Harry, die sich lachend unterhielten. Ron, noch immer starr am Platz stehend, wurde gestoßen, wobei er ein „Steh nicht so blöd im Weg rum“ hinter sich hörte. Ron grummelte vor sich hin, eilte hinterher. Der Wagon füllte sich, die Lautstärke hob sich an. Besteck klapperte und viele Schüler lachten und tratschten. Harry erzählte Hermine gerade einen Witz, sein Blick glitt über die Schüler.

„Und dann hat er gesagt…“ Harry hielt inne, er konnte die Augen von Draco Malfoy, der ihn wie hypnotisiert ansah, nicht abwenden.

„Harry?“, fragte Hermine zaghaft, folgte seinem Blick. Draco betrachtete den Gryffindor sehr untypisch, eher nachdenklich und ein wenig….

„Harry, er wird doch nicht rot im Gesicht?“, wisperte Hermine leise, während Draco die Augen aufriss, den Blick sofort abwendete und einige Schulterhiebe von Blaise kassierte. Harry lächelte leicht und erleichtert, denn auch er war rot im Gesicht geworden. Beide Freunde sahen zu, wie Draco nun Blaise würgte, Pansy an Draco hing und Crabbe genervt die Gabel fallen ließ um Pansy sanft weg zu heben. Danach riss er die beiden Streithähne auseinander, die Vincent Crabbe ein wenig erstaunt musterten. Pansy hingegen himmelte ihn an.

„Die steht auf ihn“, japste Hermine, Harrys Grinsen wurde breiter.

„Und wie…“

„Würde gerne wissen, was Blaise Zabini dem lieben Malfoy geflüstert hat.“

„Nicht nur du, nicht nur du“, konterte Harry, doch seine Wangen brannten.

„Hey Harry! Seit wann bist du denn schon so früh auf? So kenne ich dich ja gar nicht! Mann, hier ist es heiß herinnen, stimmts? Harry? Du glühst ja regelrecht! Ich verstehe dich, wieso du so rote Wangen hast. Mir ist auch schweineheiß“, laberte Ron los, Hermine fing leise zu kichern an, wurde immer lauter.

„Was ist denn mit der los?“, flüsterte Ron Harry ins Ohr, der sich beinahe verschluckt hätte, er wurde noch röter im Gesicht.

„Ähm….“

Hermine schlug mit der flachen Hand auf den Tisch und japste erst richtig los. Auch, wenn alles nicht unbedingt so lustig war, liefen ihr Tränen über die Wangen, als sie das Gesicht von Draco Malfoy vor ihren Augen sah und Harrys Erzählungen durch ihren Geist spukten. Es war doch immer noch ein Genuss, wenn Gryffindor gewann und nicht Slytherin. Aber vor allem war es peinlich für die beiden gewesen. Harry hatte mehr Karten in der Hand, als der Slytherin überhaupt wusste. Und was noch besser war – Ron schnallte abermals gar nichts.

„Ron, Harry ist nicht so rot, weil ihm heiß ist, du Idiot“, grummelte Seamus, Ron wendete seinen Blick, schoss Giftpfeile auf Besagten ab.

„Ach und wieso sonst?“, keifte er los, Dean zuckte mit den Schultern.

„Vielleicht hat er ja eine heiße Braut gesehen, die er unbedingt flachlegen möchte?“, meinte er verschmilzt, Hermine lachte noch lauter, schlug heftiger ihre Hand auf den Tisch und Harry kicherte verlegen, sein Gesicht brannte geradezu. Na irgendwie passte es ja und auch wieder nicht. Ron verstand Bahnhof, Neville grinste – egal was war.

Er würde es schon erfahren. Dean und Seamus betrachteten die dunkelrot gewordene Hermine, lachten nun auch mit. Es wirkte einfach ansteckend. Hermine brüllte beinahe schon, Tränen suchten sich den Weg über die Wangen, während immer mehr Schüler wegen ihr zu lachen anfangen mussten und Harry sich genauso wenig halten konnte. Hermine lachte laut auf, legte ihren Arm auf Harrys Schulter und japste nach Luft. Doch er machte genauso mit, verstand er, wieso Hermine so herzhaft lachen musste.

„Haben die was in ihrem Essen?“, fragte Blaise scheinheilig, die wiederholten Würgeversuche verdrängend. Draco sah verdattert zu der kleinen Gruppe und blickte einfach nur Harry an. Es war echt schön, diesen Gryffindor so befreit lachen zu sehen. Es hörte sich wundervoll melodisch an, war ansteckend. Blaise bemerkte, wie Crabbe und Goyle zu kichern anfingen, das hysterische Lachen von Pansy mit ein klang. Bald lachte der gesamte Wagon und Dumbledore grinste. Was auch immer der Anlass dazu war, es wirkte befreiend. Nur Snape saß mit versteinerter Miene da und untersuchte eingehend sein Essen. Welche Droge wurde da bloß untergemischt?

Harry japste nun richtig los, merkte nicht, wie er alle in den Bann zog. Das Lachen wurde lauter, auch wenn keiner wusste, wieso eigentlich. Doch das lockerte die Stimmung und auch, wenn es eine Weile dauerte, bis sie sich beruhigten – entspannte es die Situation. Das Frühstück war bald verzehrt und die Schüler machten sich auf in ihre Abteile.

„Harry! Warte! Was glaubst du, wie groß das Schiff sein wird?“, rief Ron ihm nach, während dieser sich umdrehte, rückwärts schritt und zu glucksen anfing.

„Ich habe keine Ahnung! Aber ein Fischerboot ist es sicherlich nicht!“ Hermine machte große Augen, sah Unheil auf sich zukommen.

„Harry, pass….“ Doch es war zu spät. Harry polterte gegen jemand, erschrak, drehte sich mit einem:

„Entschuldigung“ um und erstarrte. Rücken gegen Rücken waren sie leicht zusammengeprallt, hatten sich kurzzeitig berührt – er und Draco Malfoy.

„Welcher Trottel…“, weiter kam Draco nicht, als auch er sich wütend umdrehte. Wer zum Henker rempelte ihn an? Die Jungen blickten sich kurz erstaunt in die Augen, wurden leicht rot um die Nase, blickten kurz verlegen zu Boden, ehe der Blonde den Blick abermals hob.

„Ähm, pass das nächste Mal gefälligst besser auf wo du hinläufst, Potter“, knurrte Draco, zwängte sich an einem kichernden Blaise vorbei, während Harry verdattert, nun hochrot im Gesicht, stehen blieb und Hermine ihm besänftigend auf die Schulter klopfte.

„Tja, so fängt es an.“ Sie schritt vergnügt an ihm vorbei.

„Hermineeee?“, zischte Harry wütend, Blaise blickte zu den beiden, nahm alle Eindrücke auf, doch lief er dann Draco nach.

„Was? Was zum Henker! Was ist denn mit Malfoy los?“, rief Ron aus, blickte fragend zu seinen Freunden, die nicht wissend die Schultern zuckten, während auch Harry reiß aus nahm.

„Na warte, den kralle ich mir auch noch“, brummte Ron, Neville nickte.

„Ja, er verheimlicht etwas, eindeutig.“ Neville legte seine Stirn in Falten, konnte er schon ziemlich gut kombinieren. Zwar war er nicht der klügste, aber auch er wurde reifer, beobachtete genauer. Ron anscheinend, war noch immer auf derselben Stelle stehen geblieben. Neville grinste, Ron blickte ihn verdattert an. Neville verzog sich pfeifend und beschloss mit Hermine ein Wörtchen zu sprechen. Eventuell konnte er ja helfen?

„Hey, Dray, warte!“, rief Blaise aus, während er einem Kopf schüttelnden Draco folgte, der schleunigst sich in seinem Abteil verkroch.

„Das darf nicht wahr sein! Bin ich ein Magnet oder was?“, zischte er los, trabte auf und ab, während Blaise das Abteil abschloss und Draco genüsslich betrachtete.

„Anscheinend schon! Du hast das Beste verpasst! Potter wurde knallrot im Gesicht, hat dir hinterher gestarrt! Jetzt fragen sich sicherlich alle, was mit dir los ist.“

„Aaarrg! Ich sagte doch, dass ich Potter nicht so leicht ins Gesicht sehen kann! Immer wieder kommt dieser verdammte Traum hoch! Glaubst du, die anderen haben es gepeilt? Ich meine Schlammblut und Wiesel. Ob er tatsächlich den gleichen Traum hatte wie ich?“ Draco schmiss sich aufs Bett, schnappte sich das Kissen und verbarg sein Gesicht darin.

„Hm, keine Ahnung. Aber wie ich Granger einschätze, ahnt sie was. Vielleicht hat ja Potter tatsächlich dasselbe geträumt wie du.“ Stille. Einige Sekunden später riss Draco das Kissen fort, setzte sich auf und glotzte Blaise an.

„Wie bitte? Du meinst…nein, das kann nicht sein“, meinte er sofort entschieden, Blaise grinste und setzte sich neben Draco aufs Bett.

„Wer weiß? Ihr habt beide diese Stimmen gehört und danach folgte dieser heiße Traum. Uuuhh. Mich würde es nicht wundern, wenn Potter dasselbe geträumt hat letzte Nacht, wie du“, grummelte er viel versprechend, während Draco abwechselnd rot und dann wieder weiß wie die Wand wurde.

„Das wäre mein Ende. Oh Mein Gott.“ Draco ließ sich ins Kissen zurückfallen, während Blaise zu lachen anfing. Draco wünschte sich das erste Mal, dass er wieder in Hogwarts sein konnte, verkriechend in seinem Kerker. Aber hier war er Potter hilflos ausgeliefert. Eigentlich sollte es ja andersrum sein. Bis der Zug stoppte, verkroch er sich im Abteil, unterhielt sich mit Blaise und hoffte auf ein schnelles Ende der Zugfahrt.

°;°;°;°;°

Die Mittagszeit kam langsam und schleppend, der Zug nahm an Geschwindigkeit ab und blieb im Bahnhof stehen. Blaise presste seine Nase ans Fenster, zog dieses dann doch auf und lugte hinaus.

„Geiler Hafen.“ Blaise war beeindruckt, Draco, der sich neben ihn stellte, eher nicht. Er hielt nicht viel von Bootsfahrten und schon gar nichts vom offenen Meer.

Liebe Schüler! In spätestens 10 min. sollten Sie den Zug verlassen haben, da wir unsere Reise mit dem Schiff fortsetzen werden. Ich bitte Sie, ihr Hab und Gut genauestens zu durchforsten, so dass Sie hier nichts vergessen werden. Herzlichen Dank.

„Scheiße! Ich muss los! Ich habe ja noch nicht mal gepackt!“, rief Blaise aus, stürzte aus dem Abteil und ließ einen Kopf schüttelnden Draco zurück. Die Türe zum Abteil stand noch immer offen, während Goyle vorbei schritt, seine Taschen mit sich zog.

„Bist du fertig, Draco?“, fragte er leise, lugte ins Abteil hinein, während Draco seine restlichen Sachen in die Tasche stopfte.

„Klar, bin schon soweit. Sag mal, wo hast du denn Crabbe gelassen?“, fragte Draco unschuldig, doch erhielt er nicht gleich eine Antwort. Er hielt im packen inne, sein Blick suchte seinen Klassenkammeraden, der ein wenig säuerlich zu Boden blickte.

„Der ist noch bei Pansy Parkinson. Er unterhält sich fast nicht mehr mit mir. Blöde Mädchen“, grummelte er, achtete nicht mehr auf Draco und marschierte los. Draco sah ihm fassungslos hinterher, schnappte sich seine Sachen und machte sich nun genauso auf den Weg. Am Gang hetzte ein gestresster Blaise ihm entgegen, bremste sich vor Draco ein.

„Huch! Dachte schon, ich habe dich verpasst! Los! Los! Beeilung!“, brabbelte er weiter, Draco grinste nur, während Blaise kehrt machte und vorauseilte.

„Idiot, ich war ja schon längst fertig. Du bist derjenige, der sich da abstresst.“ Blaise knurrte nur über seine Schulter hinweg Draco an, drehte sich um und lief los. Draco hatte es nicht eilig, blickte auf seine Uhr und lächelte. Er hatte alle Zeit der Welt. Sie würden schon nicht ohne ihn abfahren. Als er langsam die Stufen hinunter schritt, warteten bereits die anderen auf ihn. Alle gafften ihn an, Draco blickte unverständlich in die Runde.

„Was ist?“ Draco fühlte sich unwohl.

„Nett, dass Sie uns mit ihre Anwesenheit beehren, Mister Malfoy“, schnarrte Snape nun, Draco überlegt, ob er sich nun erlauben sollte rot zu werden oder nicht. Unverständliches Gemurmel kam auf, während Draco sich zu Blaise stellte, er ihn hämisch anlächelte und Snape sich zu Dumbledore gesellte.

„Sagte ich doch – wir sind zu spät dran. Aber du musst ja immer einen großen Auftritt hinlegen.“

„Schnauze Zabini“, knurrte Draco, folgte der Schülertraube, die sich langsam in Bewegung setzte.

„Seht euch das an“, keuchte Crabbe nun neben Draco, konnte den Blick nicht abwenden. Dracos Augen folgten, welche er überrascht aufriss und Pansy quiekte. Draco dachte sofort an ein Schwein, denn nur Pansy konnte solche Geräusche von sich geben. Wie Crabbe das nur aushielt?

„Ich glaube, wir boarden auf der Titanic“, japste Hermine nun erfreut und die Schüler konnten sich an diesem wundervollen, riesengroßen Schiff nicht satt sehen. Ron stand neben ihr, glotzte nur und bekam den Mund nicht mehr zu. Harry pfiff leise und hätte sich nie träumen lassen, so etwas Prachtvolles zu betreten - auf das Schiff zu kommen.

„Klar, dann kommt der Eisberg und wir alle saufen ab. Die Riesenkrake freut sich und bekommt endlich ihr Mittagessen. Blonde schmecken sicherlich ausgezeichnet. Coole Vorstellung“, seufzte Harry und kassierte einen Seitenhieb von Hermine, die sofort zu grinsen anfing. Harry riss die Augen auf, als er sich bewusst war, was er gerade zweideutig gesagt hatte und wurde knallrot im Gesicht, schüttelte mit einem „Scheiße“ den Kopf.  Außer Hermine, bemerkte es niemand. So glaubte er es jedenfalls. Doch stand Blaise Zabini seitlich hinter ihnen und spitzte unbekümmert und gar nicht neugierig seine Ohren, bemerkte auch das hochrote Gesicht von Harry. Das musste er jedenfalls Draco erzählen.  

Ein überaus mächtiges Modell von einem Schiff lag wartend vor Anker im Hafenbecken – dabei ragte die Spitze des Buges stolz einige Meter in den Himmel. So, wie es schien besaß es 2 Stockwerke, war natürlich nicht vergleichbar mit der berühmten Titanic. Doch wirkte es beschützend, einladend und magisch Furcht einflößend zugleich.

Es erstrahlte in einem satten silbrigen Schimmer, Seile spannten sich von einem Ende zum anderen, die aufgestellten Mäste ragten stolz in den Himmel an deren Spitze Fahnen wild umher wehten. Bullaugen zierten und verschönerten das Schiff gleichzeitig. Die mächtigen Gusgeformten, ineinander verschlungene, Ringe ergaben eine ziemlich lange Kette, die sich zwar nicht bewegte, dennoch leicht rasselte.

So stark der Wind auch wehte, er konnte dieses Monster mit Sicherheit nicht bewegen. Nur die aufbrausenden, anrollenden Wellen klatschten an die vermoosten Enden des Hafenbeckens und hauchten einen kleinen Beigeschmack eines Urlaubs herbei.  

Dumbledore stand nun bei der Rampe, lächelte wissend und winkte die staunenden Schüler herbei.

„Darf ich bitten?“, meinte er leise, seine Augen funkelten erfreut und die Schüler kamen der Aufforderung gerne nach, während das Nebelhorn kurz tief und kraftvoll ertönte.

„Siehst du Goyle? Da, ganz oben?“, fing Draco an und zeigte an die höchste Spitze eines Mastes, welcher eine kleine Aussichtsform aufwies.

„Ja?“

„Und dort wirst du dein Quartier haben. Natürlich bekommst du dann noch ein Fernrohr um uns genauestens ansagen zu können, wo wir hin müssen.“ Mit diesen Worten schlug Draco dem verdatterten Goyle auf die Schulter und schritt grinsend voran.

„Vergiss es Malfoy“, knurrte dieser nur, schnappte sich sein Gepäck und trabte hinterher.

Tbc….
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