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"Drei Monate?"
Die Nachricht traf Sandra Starck wie ein Blitzschlag, der in erster Linie mitten in ihr Herz schlug. Drei Monate? Immer wieder schossen ihr diese Worte durch den Kopf. Drei Monate ohne Felix?! Nein, das konnte doch einfach nur ein mieser Scherz sein.
"Das ist nicht Ihr Ernst" Aus Sandra sprach Verzweiflung.
"Ach Sandra, ich bitte Sie ... Sie schaukeln die Kanzlei schon alleine!" Felix lächelte und setzte sich auf seinen Stuhl.
Die Anwältin drehte sich zu ihm um. Es ging ihr nicht um die Kanzlei, sondern darum, dass sie drei geschlagene Monate lang auf ihren Geschäftspartner verzichten sollte, der ihr inzwischen ziemlich ans Herz gewachsen war.
"Wie stellen Sie sich das eigentlich vor? Sind Sie denn vollkommen verrückt?", fuhr sie ihn an.
"Ich mache das für unsere Kanzlei, Sandra, sehen Sie das nicht ein?", gab Felix unwirsch zurück.
"Was heißt Sie machen das für die Kanzlei? Sie lassen mich sitzen, ganz alleine!"
"Aber Biene ist doch da"
"Ach, vertritt Biene mit mir gemeinsam auch Mandanten vor Gericht?"
Felix schwieg. Diesen Aspekt hatte er natürlich auch bedacht und in dieser Hinsicht wäre es auf jeden Fall besser gewesen in der Kanzlei zu bleiben, aber diese Tagung war auch für den Ruf seines Arbeitsplatzes wichtig und er wünschte sich schon seit einigen Jahren endlich eine renommierte Kanzlei zu führen und nicht irgendeine Kanzlei, die einem nur mal so zufällig auffiel wenn man durch Prenzlau spazierte. Er wollte, dass die Leute andächtig zu dem Schild mit der Aufschrift "Kanzlei Edel & Starck" aufblickten und sagten "Siehst du? Hier arbeiten die beiden besten Anwälte der Stadt!"
Felix wusste sehr wohl, dass es nicht reichte sich nur drei Monate lang berieseln zu lassen und ab und zu ein paar Worte an die Zuhörer zu richten, doch in seinem Fall war es um einiges einfacher. Er und Sandra hatten mit ihrer vortrefflichen Zusammenarbeit bereits die Grundsteine für ein Renommee gelegt und somit hielt Felix es für ein Kinderspiel seine Kanzlei groß herauszubringen. Vielleicht übernahm er sich auch, aber das würde die Zeit schon noch zeigen.
"Felix, das ist Schwachsinn ... glauben Sie denn ernsthaft wir werden zu Stars, nur weil Sie sich drei Monate lang den Arsch wundsitzen und sich Sachen über die Juristerei anhören, die Sie sowieso nicht interessieren?" Sandra stemmte aufgebracht die Hände in die Hüften.
"Wie kann man nur so dickköpfig sein?"
"Ich denke das wäre in diesem Fall wohl eher mein Satz, sind wir da einer Meinung?"
"Liebe Frau Starck, ich widerspreche Ihnen ungern, aber Sie verstehen wohl immer noch nicht warum ich zu dieser Tagung fahren möchte!"
Sandra verdrehte erbost die Augen. "Hören Sie auf so geschwollen daherzureden! Ich habe sehr wohl begriffen, warum Sie mich drei Monate lang hängen lassen wollen! Aber ich glaube Ihnen kein Wort! Sie wollen Ihren Arsch aus der Schlinge ziehen, wegen der Fürst-Sache, habe ich Recht?"
Felix funkelte sie trotzig an. Okay, damit hatte sie zum Teil Recht, denn der Fürst-Fall war ein harter Brocken und würde wirklich Felix' und Sandras vollsten Einsatz fordern.
"Darum geht es nicht! Legen Sie doch das Mandat nieder!", versuchte der Anwalt sich herauszureden.
Seine Partnerin lachte trocken auf. "Um den armen Mann ins offene Messer laufen zu lassen? Haben Sie einen Schatten?!"
Felix merkte einmal mehr, dass er sich in eine Art verbale Sackgasse gedrängt hatte. Er erhob sich langsam. "Wieso haben Sie eigentlich so ein großes Problem damit? Sie schaffen das doch auch alleine..."
"Darum geht's doch nicht", seufzte Sandra und wünschte sich noch im selben Moment die Worte zurücknehmen zu können.
"Worum geht's dann?"
Sandra sah ihn für einen Moment an. Dann blickte sie resigniert zu Boden. "Wann fahren Sie los?"
"Übermorgen"
"Also packen Sie morgen?"
"Ja..."
Sandra nickte kurz und versuchte die Tränen, die ihre Augen füllten zurückzudrängen. Sie hielt es nun für das Beste sein Büro zu verlassen. Und so drehte sie sich um und schritt davon.

"Und er glaubt ernsthaft, dass ich den Fall erledige während er abstinent ist! Der hat sie doch echt nicht alle beisammen!" Sandra schüttelte entgeistert den Kopf, während sie sich ein paar Popcorn in den Mund stopfte.
"Meine Güte, er tut es doch für eure Kanzlei", versuchte Patricia ihre beste Freundin zu beschwichtigen.
Sandra lachte auf. Ihre beste Freundin war nun auch schon auf der Seite von ihm. Das konnte doch nicht wahr sein.
"Hör mir mal zu, Sandra ... ich bin der Meinung, dass es Felix' Entscheidung ist, ob er fährt oder nicht und er wird wissen was er tut ... stimmst du mir da nicht zu?" Patricia versuchte sanft zu klingen, weil sie wusste, wie sehr ihre Freundin darunter litt, dass ihr Partner sich für drei Monate aus dem Staub machen wollte.
"Nein Pat, tut mir Leid, aber in diesem Fall eindeutig nicht! Weißt du, er lässt mich hängen! Wie kommt er nur auf den Gedanken, dass ich es ohne ihn schaffe?" Sandra seufzte und merkte nicht, wie zweideutig ihre Worte waren.
Patricia grinste kurz, verbannte diesen Ausdruck von Spott aber schnell wieder und ließ sich neben ihre beste Freundin fallen. "Weißt du was? Genieße es, solange er noch da ist!"
Plötzlich schien in Sandras Augen etwas aufzublitzen. "Danke Pat, du hast mir die Augen geöffnet!"
Patricia blickte sie unsicher an. Sie wusste nicht, ob das was Gutes oder eher Schlechtes heißen sollte, aber sie hatte ein ungutes Gefühl.

"Guten Morgen, Sandra" Felix lächelte freundlich.
"Lassen Sie mich bloß in Ruhe!", keifte die junge Anwältin und knallte ihre Tür dermaßen zu, dass sie beinahe das Glas zum Bersten brachte.
Felix zuckte zusammen und legte die Akte weg, die er gerade durchgeblättert hatte, bevor er auf Sandras Bürotür zuging und sie öffnete - ohne zu klopfen.
"Schon mal was von Privatsphäre gehört?", schnauzte Sandra aufgebracht und sprang auf.
Felix schloss die Tür behutsam und baute sich dann vor dem Schreibtisch seiner Partnerin auf. "Was ist los?"
"Was soll schon los sein?"
"Das frage ich Sie!"
"Sie respektieren gar nichts!", fauchte Sandra und ließ sich schwungvoll wieder fallen.
"Ich dachte wir sind Partner..."
In den Augen der jungen Anwältin blitzte kurz etwas auf, das nicht nach Wut aussah. Doch dieses Aufblitzen erwies sich als Sekundenzustand. "Das dachten Sie, ja ... und das ist auch der Grund warum Sie abhauen"
"Sind Sie immer noch sauer deswegen?", seufzte Felix resigniert. Er hatte wirklich keinen blassen Schimmer womit er diese Frau noch besänftigen sollte.
Sandra antwortete nicht, wusste Felix doch genau, was die Antwort gewesen wäre.
Felix schnaubte wie ein alter Gaul. "Naja, ich wollte Ihnen eigentlich nur sagen, dass ich früher Schluss mache ... ich muss noch packen und das wird ganz schön anstrengend, denn Otto hat keine Zeit mir zu helfen und sonst ... naja, sonst habe ich ja keinen, der Lust aufs Packen hätte..."
"Ja, gut so, hauen Sie nur ab", knurrte Sandra.
Der Anwalt schüttelte den Kopf angesichts solcher Dickköpfigkeit und entfernte sich aus Sandras Büro. Es hatte wohl wenig Sinn sich noch länger hier aufzuhalten.

Mehr als genervt registrierte Felix, wie es an seiner Tür läutete.
"Was glauben die Leute eigentlich?", fluchte er leise und stampfte die paar Treppen von seinem Schlafzimmer hinunter.
Er riss die Tür mit viel Elan auf und vergaß fast du atmen, als er sah, wer da auf der Matte stand.
"Guten Abend, Felix"
"Sandra... was machen Sie denn hier?!"
"Ich dachte Sie bräuchten vielleicht Hilfe beim Packen..."
"Ja, das ist sehr nett ... kommen Sie doch herein" Felix trat zur Seite und Sandra betrat seine Wohnung.
Die beiden gingen hinauf in Felix' Schlafzimmer und Sandra betrachtete schmunzelnd das Durcheinander, das ihr Partner auf seinem Bett hatte. Zielsicher ging sie auf ein rotes, mit Farbspritzern übersätes, Hemd zu und hob es hoch. "Das ist nicht Ihr Ernst, oder?"
Felix lachte verlegen auf. "Das wäre dann die Notfallvariante"
Sandra grinste und legte das Hemd zurück aufs Bett, bevor sie nach einem hellblauen griff und es fein säuberlich in Felix' Koffer legte.
"Meinen Sie wirklich?", fragte der Anwalt mit einem unsicheren Blick auf das Kleidungsstück.
"Unbedingt ... darin sehen Sie wirklich gut aus" Sandra lächelte und Felix erwiderte den Deut der Sympathie.
Es schien als wäre das Eis zwischen ihnen wieder gebrochen.

Sandra hatte schlecht geschlafen. Todmüde quälte sie sich aus dem und schlüpfte ächzend in ihre Häschenschuhe, die sie sonst nur zum Nachdenken anzog. Sie war noch nicht lange wach, ahnte aber schon, dass alles drunter und drüber gehen würde am heutigen Tag.
"Patricia!", brüllte sie nach draußen, woraufhin ihre Schlafzimmertür mit einem entnervten "Was?" aufflog.
"Hast du schon Kaffee gekocht?"
"Nein ... sehe ich aus wie die Kaffeetante?!", fuhr Pat ihre beste Freundin an.
Sandra warf ihr einen warnenden Blick zu. Der Tag war sowieso schon niederschlagend genug für die junge Anwältin und dann auch noch von ihrer besten Freundin angemotzt zu werden veranlasste Sandra höchstwahrscheinlich zu einem Wutausbruch oder einem Weinkrampf. Und sie und Patricia waren sich einig, dass ein solcher überflüssig war.
"Ich mache schon einen", murmelte die junge Frau etwas unterwürfig und schlurfte wieder aus dem Zimmer.
Sandra spürte wie sich ihre Augen mit Tränen füllten. Drei Monate ab heute.
Einmal mehr fragte sie sich, ob es wirklich so eine gute Idee war Felix noch auf den Flughafen zu begleiten. Sie wollte um keinen Preis vor ihm heulen und ihm schon gar nicht zeigen, dass sie ihn vermissen würde.
Aber es war beinahe unmöglich dies zu verhindern, denn jeder, der Sandra auch nur ansatzweise kannte, wusste, dass es in ihren Augen die schrecklichsten drei Monate ihres Lebens werden würden.
"Ich schaffe das schon irgendwie", versuchte Sandra sich selbst zu ermutigen. Sie schickte diesen Satz einige Male durch ihr Hirn, doch ihre Augen und ihre Körpersprache sprachen ganz andere Bände.

"Sandra, ich dachte schon Sie würden nicht kommen!" Felix lächelte und hob seinen mobilen, silbernen Kleiderschrank hoch.
"Ja, das dachte ich auch", raunte Sandra und blickte zu Boden.
Auch wenn Patricia ihr tausendmal versichert hatte, dass man nicht sehen konnte, dass sie geheult hatte fühlten sich Sandras Augen rot und geschwollen an.
"Geht's Ihnen nicht gut?", fragte Felix in dem Moment, als hätte er die Gedanken seiner Partnerin gelesen.
"Ach ... mir ging's schon mal besser um ehrlich zu sein" Sandra hatte Mühe ihre Füße zu heben.
Sie hatte noch nie derartige Müdigkeit und vor allem Niedergeschlagenheit verspürt.
Felix sparte es sich nachzufragen, warum es Sandra nicht gut ging, er konnte es sich auch so denken. Obwohl er nicht verstand wieso. Es waren doch nur drei Monate, die würde eine Sandra Starck doch wohl auch ohne ihn überstehen ... oder etwa nicht?
So hart und selbständig Sandra auch sonst immer wirkte - jetzt sah sie aus als wäre sie verletzlich und zerbrechlich und ... einfach nur gedemütigt. Wie ein geschlagener Hund lief sie mit gesenktem Blick neben Felix her und der Anwalt begann langsam sich Sorgen um das Wohlbefinden seiner Geschäftspartnerin zu machen.
"Wir bitten die Fluggäste, die mit Maschine 5 fliegen, zuzusteigen!", dröhnte es ohrenbetäubend laut aus den Lautsprechern, die an der Decke angebracht waren und sofort wuselte eine Menschenmenge auf "Gate 5" zu, um davor eine unordentliche Schlange zu bilden und sich nach vorne zu drängeln.
Felix beschloss zu warten, bis diese Drängelei sich aufgelöst hatte.
"Wie können Sie mir das antun?", murmelte Sandra im Flüsterton.
Das alte Thema.
"Ich mache es für unsere Kanzlei, kapieren Sie das nicht?", fuhr Felix Sandra an. Schön langsam hatte er genug von der Jammerei.
Die Anwältin blickte ihn aus großen, braunen Augen an, bevor sie sie zu kleinen Schlitzen verengte. "Ach so ist das! Und deswegen lassen Sie mich mit dem Fall alleine, stimmt's? Ich wiederhole es gerne nochmal: Es hat keinen Sinn sich drei Monate lang mit einer Tagung zu quälen! Wir können das Image der Kanzlei nur bessern, wenn wir gute Arbeit leisten und wie kann ich das ohne Sie? Vor allem wenn Sie im Fürst-Fall mit drinhängen?"
Felix seufzte. Sandra hatte etwas, womit sie ihm immer und immer wieder Vorwürfe machen konnte. Der Fürst-Fall. Es war Renommee mit drin, klar, das wusste auch Felix, aber er hielt die Tagung für wichtiger.
"Ich bin schon ein klein bisschen länger Anwalt als Sie und ich werde wohl wissen was gut für unsere Kanzlei ist, oder? Und jetzt lassen Sie mich fliegen, Sie Klette!", seufzte er genervt.
Sandra schnaubte wütend. "Machen Sie doch was Sie wollen, aber wundern Sie sich bloß nicht, wenn ich nicht mehr da bin, wenn Sie zurückkommen! Ich hasse Sie dafür!"
Felix wusste, dass Sandra die Kanzlei niemals verlassen hätte, aber alleine, dass sie ihm damit drohte zeigte ihm, wie sehr es ihr am Herzen lag, dass er hierblieb. Nein, Schluss. Er hatte den Flug gebucht und aus.
Sandra folgte Felix, als er auf "Gate 5" zuging.
"Auf bald ... wir telefonieren", meinte Felix.
"Ja ... auf Wiedersehen", murmelte Sandra und blickte wieder zu Boden, da ihre Augen sich erneut mit Tränen gefüllt hatten.
"Es dauert nicht lange, das verspreche ich Ihnen ... es wird Ihnen vorkommen wie drei Tage" Felix lächelte aufmunternd und drückte Sandra kurz, bevor er dem großen stämmigen Mann sein Flugticket reichte und den engen Gang entlang ging.
Sandra sah ihm nach. Ihr Verstand arbeitete, ganze Kaskaden von Gedanken liefen in Sekundenschnelle durch ihre Gehirnwindungen und Energie füllte jede Zelle ihres Körpers aus, als sie registrierte, dass sie Felix nicht gehen lassen KONNTE.
Mit einem Satz war die junge Anwältin über die Theke des Informationsstandes gehüpft.
"Hey, was machen Sie denn da!", zeterte eine junge, blonde Frau.
"Es dauert nicht lange!", versprach Sandra und riss das Mikro an sich.
"STOPP! ALLE STEHENBLEIBEN!", dröhnte es gleich darauf aus den Lautsprechern.
Fast belustigt stellte Sandra fest, dass im Bruchteil einer Sekunde alles erstarrt war.
"Es tut mir Leid Sie vom Flug abzuhalten, aber es gibt da was, dass ich tun muss! Und zwar einzig und allein für meinen Geschäftspartner Felix Edel!", waren die nächsten Worte die durch den Flughafen hallten.
Felix, der ebenfalls stehengeblieben war, drehte sich um. Hatte er sich verhört? Träumte er?
Er zwickte sich kurz in den Arm, um zu kontrollieren, ob er nicht vielleicht schon im Flugzeug saß und nur eingeschlafen war. Nein, zweifellos, er war wach.
Felix lächelte, als er Sandras Gesang hörte. Ihre Stimme klang wie die eines Engels, als sie den romantischen Text sang, der nur an ihn gerichtet war. Und es war erstaunlich wie gut dieser Song die derzeitige Situation beschrieb.

"I didn't mean it
When I said I didn't love you so
I should have held on tight
I never should have let you go
I didn't know nothing
I was stupid, I was foolish
I was lying to myself
I could not fathom that I would ever
Be without your love
Never imagined I'd be
Sitting here beside myself
Cause I didn't know you
Cause I didn't know me
But I thought I knew everything
I never felt

The feeling that I'm feeling
Now that I don't hear your voice
Or have your touch and kiss your lips
Cause I don't have a choice
Oh, what I wouldn't give
To have you lying by my side
Right here, cause baby

When you left I lost a part of me
It's still so hard to believe
Come back baby, please
Cause we belong together

Who else am I gon' lean on
When times get rough
Who's gonna talk to me on the phone
Till the sun comes up
Who's gonna take your place
There ain't nobody better
Oh, baby baby, we belong together

I can't sleep at night
When you are on my mind
Bobby Womack's on the radio
Saying to me
"If you think you're lonely now"
Wait a minute
This is too deep
I gotta change the station
So I turn the dial
Trying to catch a break
And then I hear Babyface
I only think of you
And it's breaking my heart
I'm trying to keep it together
But I'm falling apart

I'm feeling all out of my element
I'm throwing things, crying
Trying to figure out
Where the hell I went wrong
The pain reflected in this song
It ain't even half of what
I'm feeling inside
I need you
Need you back in my life, baby

When you left I lost a part of me
It's still so hard to believe
Come back baby, please
Cause we belong together

Who else am I gon' lean on
When times get rough
Who's gonna talk to me on the phone
Till the sun comes up
Who's gonna take your place
There ain't nobody better
Oh, baby baby, we belong together, baby

When you left I lost a part of me
It's still so hard to believe
Come back baby, please
Cause we belong together

Who am I gonna lean on
When times get rough
Who's gonna talk to me
Till the sun comes up
Who's gonna take your place
There ain't nobody better
Oh baby, baby
We belong together"

Felix schmunzelte und ging beschleunigten Schrittes zurück.
"Sie können hier nicht mehr durch", versuchte die breitschultrige Security ihn aufzuhalten.
"Sie würden staunen...", meinte Felix schroff, stellte seinen Koffer ab und drängte sich an dem Schwarzen vorbei.
Sandra sprang gerade von der Theke herunter und entschuldigte sich noch einmal bei der blonden Frau, die sie anschnauzte und gleich darauf eine Entschuldigung ins Mikro stammelte.
Felix lächelte, wirbelte Sandra an den Schultern herum und sah ihr tief in die Augen. "Nur für mich?"
"Mhm" Sandra sah ihn nicht an. Sie hasste sich dafür geheult zu haben, aber noch mehr hasste sie, dass Felix ihre Traurigkeit sah.
Felix nahm Sandras Kopf in die Hände und drehte ihn in seine Richtung, bevor er milde lächelte. "Danke"
"Keine Ursache", murmelte Sandra geknickt.
Felix beugte sich vor und ließ seine Lippen mit denen seiner Partnerin kollidieren.
Er würde bleiben. In Berlin. Bei Sandra.
 
 
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