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Kapitel 1-Teil 1
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| von Centauria erstellt: 21.06.2005 letztes Update: 12.11.2008 Romanze / P18 | 166 Reviews |
Die Stadt des Lichts
Vorwort:
Liebe Leserinnen und Leser,
diese Geschichte, die mittlerweile auf über 2000 Seiten 12 einzelne Teile umfasst, entstand aus dem Beweggrund heraus, einigen Wahrheiten in unserer Welt auf den Grund zu kommen. Nicht zu Letzt der Magie...
Teil 1 entstand zwischen dem 21.6. und dem 28.6.2004, also ein Jahr bevor das offizielle 6 Buch erschienen ist. Der Teil beginnt zeitlich kurz vor dem siebten Schuljahr der Freunde, allerdings ohne dabei die Handlung aus dem Buch 6 zu berücksichtigen (logischerweise, denn es war ja noch nicht draußen ;-) ).
Teil 2 entstand im July 2004 und spielt während der zweiten Hälfte des siebten Schuljahrs.
Teil 3 entstand zwischen dem 13. und 20.9.2004 und spielt nach Hogwarts
Teil 4 entstand Ende Oktober/Anfang November 2004
Teil 5 entstand zwischen dem 22.11. und dem 5.12.2004
Teil 6 entstand im Dezember 2004/Januar2005
Teil 7 entstand Ende Januar 2007 und die Geschichte erreichte damit die Jetztzeit.
Teil 8 entstand Ende July 2005; also nachdem das offizielle Buch 6 erschienen war
Teil 9 entstand im November 2005
Teil 10 entstand im Februar 2006
Teil 11 entstand zwischen dem 17.1. und dem 30.3.2007
Teil 12 entstand zwischen August und Oktober 2007
So, nachdem Ihr nun diesen groben Überblick habt, lasse ich Euch jetzt eintauchen, in die Tiefen der Stadt des Lichts...
Viel Begeisterung auf dieser Reise durch Dimensionen des Unbekannten
wünscht Euch
Centauria
Teil 1
Es war kein gewöhnlicher Dienstagmorgen in Hogwarts und Severus Snape war sich dessen spätestens dann bewusst, als er Albus Dumbledore durch die große Eingangshalle auf sich zu eilen sah. Snape kannte den Direktor lange und gut genug, um in Bruchteilen von Sekunden in dessen Augen lesen zu können. Und was er sah, verhieß nichts Gutes.
Dumbledores bunter Umhang wehte weit um dessen schlanken, hochgewachsenen Körper herum, das alte, weise Gesicht war ernst. Als er Snape aus dem Gang, der zu den dunklen Kerkern führte, herauskommen sah, blieb er stehen und rief ihm durch die große, leere Eingangshalle hindurch zu:
„Mir nach, Severus! Schnell!“
Dann drehte er sich auf dem Absatz seiner grünen Pantoffeln um und entschwand in die Richtung, aus der er gekommen war. Sein Umhang folgte ihm in einer schweren Schleppe aus lilafarbenem Sternenhimmel. Snape verzog verärgert das Gesicht, rauschte aber schweigend hinter Dumbledore her. Der Direktor lief rasch durch den langen, verlassenen Flur, der nach Westen führte, eilte dann erstaunlich behände eine breite Treppe hinauf, durchquerte weitere, einsame Gänge bis hin zu seinem Büro.
„Direktor?!“, setzte Snape ungeduldig zu einer Frage an, als er hinter ihm zum Stehen kam.
„Gleich!“
Snape gab ein schlecht unterdrücktes Schnauben von sich, wartete aber, bis Dumbledore das Passwort gemurmelt hatte und sie auf der Treppe standen, die sich zum Direktorenbüro empor wand.
„Dürfte ich bitte erfahren, warum Sie mich schon auf dem Weg zu meinem Frühstück abkommandieren, Direktor?“, zischte Snape dem Schulleiter ungehalten von hinten zu. Nun drehte sich Dumbledore zu ihm um, sein Gesicht plötzlich voller Kummer, die klugen, warmen, blauen Augen in Sorge.
„Er hat Harry Potter, Severus! Voldemort hat Harry in seiner Gewalt!“
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„Hermine!“ Harry wollte seinen Augen nicht trauen, als er seine Schulfreundin an einem dieser endlosen und langweiligen Montagnachmittage, die ihm seine Schulferien unbarmherzig Woche um Woche bescherten, an der Haustür seines Onkels erblickte. „Was tust du denn hier?“
„Wonach sieht´s denn aus, Harry? dich besuchen natürlich!“ Hermine lachte und ihr leicht gebräuntes Gesicht leuchtete mit ihren hellbraunen Augen um die Wette. „Ich dachte, noch solche Sommerferien bei deinen Verwandten hältst du ohne Beistand nicht aus.“ Sie warf ihre immer etwas zerzaust aussehenden Locken über die Schultern zurück und strich einige Haarsträhnen in einer automatischen Geste hinter die Ohren. Harry strahlte sie an und machte einen Schritt auf sie zu, um sie zu umarmen. Sie roch nach irgendeinem Parfum. Es fiel ihm auf, weil Hermine sonst nie Parfum auflegte. Wohlwollend sog er den ungewohnten, leicht süßlichen Duft ein und drückte sie an sich.
„Harry! Ich krieg keine Luft!“, ächzte sie und befreite sich lachend aus seinen Armen. Fast schüchtern, wie man Hermine sonst selten erlebte, strich sie sich abermals die Haare hinter die Ohren.
„Oh!“, murmelte Harry und trat einen Schritt zurück.
„Harry Potter! Was geht hier vor?“, dröhnte eine bassige Stimme aus dem Wohnzimmer, das links vom Flur abging, und schon tauchte Harrys Onkel, Vernon dursley, massig und schwitzend hinter ihm auf. Mit einem abschätzenden Blick musterte er die Besucherin.
„Wer ist das? Auch eine von deinen abnormen Freunden?“ Mr. Dursley sah Hermine missbilligend an.
„Das ist Hermine Granger, Onkel. Sie geht in meine Klasse“, antwortete Harry gepresst, als müsse er die Zähne zusammenbeißen, um sich nicht zu wesentlich unhöflicheren Reaktionen hinreißen zu lassen.
„Die kann gleich wieder verschwinden!“, bellte Mr. Dursley, „Noch so eine...Gestalt brauchen wir hier nicht!“ Bei den letzten Worten hörte er sich an, als würde ihm gleich übel werden.
Hermine starrte Mr. Dursley mit einer Mischung aus Schrecken und aufkeimender Wut an. Sie hatte Harrys Verwandte schon vereinzelt auf dem Bahnhof in London getroffen, wenn die Freunde sich nach einem Schuljahr voneinander verabschiedet hatten. Doch dort hatten die dursleys meistens größtmöglichen Abstand zwischen sich und Harry walten lassen, als wollten sie verhindern, dass irgendein Unbeteiligter auf die Idee kommen könnte, sie gehörten zusammen. Und so hatte Hermine bisher hauptsächlich Harrys spärliche Erzählungen über seine Verwandten im Kopf gehabt, um sich eine Meinung davon zu bilden, wie Harry während der Sommerferien lebte. Diese Schilderungen hatten zweifellos ausgereicht, um ihr Mitgefühl zu erregen. Die Erkenntnis, wie schrecklich seine Verwandten jedoch tatsächlich mit Harry umsprangen, machte sie für einen Moment sprachlos...und das kam nicht allzu oft vor.
Harry hatte sich indessen zu seinem Onkel umgedreht und funkelte ihn wütend an.
„Wage es nicht, sie zu beleidigen, Onkel, sie ist meine beste Freundin!“, stieß er wütend hervor.
„Das hatte ich befürchtet!“ Mr. Dursley ließ seinen angeekeltem Blick an Hermine hinab gleiten. Hermine hob würdevoll den Kopf und fragte mit spitzer Stimme an Harry gewand:
„Wie hältst du das bloß aus bei diesen...Leuten?“ Sie warf dem dicken Mr. Dursley kurz einen ebenso abwertenden Blick zu. Harry zuckte etwas teilnahmslos mit den Schultern. Obwohl er Hermine schon so lange kannte, war es ihm unangenehm, dass sie ihn in diesem Umfeld antraf. In der Zaubererwelt war er in seinem Element, dort fühlte er sich wesentlich sicherer und vertrauter.
„Komm rein, Hermine! Wir gehen in mein Zimmer.“ Er trat einen Schritt zur Seite und bedeutete ihr mit einem Armwink, die Treppe empor zu steigen.
„Oh nein! Ihr geht nirgendwo hin!“, donnerte Mr. Dursley, „Ich dulde es nicht, dass lauter Verrückte in meinem Heim hausen!“
„Dann zieh doch aus, Onkel!“, schlug Harry kalt vor, „Dann wäre es schon ein Verrückter weniger!“
Mr. Dursley schnappte empört nach Luft und einen Moment glaubte Harry, sein Onkel würde auf ihn losgehen. Mit hochrotem Gesicht stand der massige Mann vor ihm und japste schließlich: „Mach, dass du hier raus kommst, du ... undankbare, verzogene Missgeburt!“
„Bestens!“, kam die prompte und wutentbrannte Antwort Harrys und ehe Hermine wusste, wie ihr geschah, hatte er ihre Hand ergriffen und zog sie mit sich die Treppen hoch und in sein Zimmer. Die Tür knallte ins Schloss und noch bevor Hermine sich auch nur in seinem Zimmer umschauen konnte, hatte er auch schon mit ruppigen Bewegungen seinen großen, magischen Koffer unter seinem Bett hervor gezogen und auf sein Bett geworden. Dann begann er ungeduldig, seine Kleidung, Bücher und andere Habseligkeiten in dem Koffer zu verstauen. Hermine stand hilflos da und verfolgte seine Tätigkeit.
„Harry, was machst du...?“
„Ich hau ab!“
„Aber Harry, wo willst du denn hin?“ Sie hatte diesen typischen „Jetzt-sei-doch-vernünftig!“-Tonfall, den Harry nach all den Jahren ihrer Freundschaft nur noch selten wirklich ernst nahm.
„Keine Ahnung, hier bleib ich jedenfalls nicht!“ Er klang entschlossen. Hermine seufzte. Einen Augenblick überlegte sie noch, ob sie versuchen sollte, ihn von seinem Entschluss abzubringen, dann jedoch entschied sie, ihm stattdessen beim Packen zu helfen. Schweigend reichte sie ihm einige noch im Zimmer herumliegende Gegenstände. Mit einem dankbaren Lächeln nahm er sie entgegen und fügte sie dem riesigen Stapel in dem Koffer hinzu. Schließlich klappte er den Koffer zu und ließ sich mit einem entschlossenen Geräusch, das nach einem Kampfschrei klang, auf den Deckel fallen, um ihn schließen zu können. Hermine ging auf den großen Käfig der weißen Schneeeule Hedwig zu.
„Willst du sie mitnehmen?“, fragte sie und hielt Hedwig einen Finger durch die Stäbe entgegen. Die Eule knabberte freundlich daran, bevor sie ausgiebig ihre Flügel und Beine streckte. Sie pflegte um diese Uhrzeit zu schlafen und blickte sich nun etwas irritiert im Zimmer um. Der Tumult sagte ihr, dass ein Ortswechsel anstand.
Harry nickte.
„Die Ferien sind eh bald vorbei...“
Hermine griff vorsichtig nach dem Henkel an Hedwigs Käfig und hob ihn an. Die Eule schlug wild mit den Flügeln und gab ein aufgeregtes Geräusch von sich. Hermine redete beruhigend auf sie ein, während ihr selber ziemlich unbehaglich zumute war. Sie hatte ihrem Schulfreund eigentlich nur einen harmlosen Besuch abstatten wollen, stattdessen war sie nun anscheinend Auslöser für die Eskalation in Harrys Heim geworden...
Harry hatte inzwischen seine Zimmertür geöffnet.
„Komm!“, forderte er sie auf und sie folgte ihm schweigend zur Treppe.
„Wo willst du hin?“, keifte Mr. Dursley, als er Harry und Hermine schließlich bepackt die Treppe hinunter kommen sah.
„Du hast doch gesagt, ich soll verschwinden!“, giftete Harry zurück und polterte mit dem schweren Koffer an seinem Onkel vorbei, um dann stürmisch die Haustür aufzureißen. Hermine warf dem Onkel einen vorwurfsvollen Blick zu, bevor sie Harry hinaus in die Sommerhitze folgte. Mr. Dursley, der peinlichst darauf achtete, kein Aufsehen in seiner Nachbarschaft zu verursachen, vermied es, Harry nachzurufen, oder ihm gar zu folgen.
Es war brütend heiß und die Straßen waren wie leer gefegt. Einige Nachbarn schauten träge aus dem Fenster und musterten das merkwürdig ausgestattete Paar, das im Schweiße seines Angesichts den Eulenkäfig und den Koffer die Straße entlang schleppte.
„Harry!“, rief Hermine energisch, als sie ihrem Freund bis in einen abgelegenen Park in der Nähe des Ligusterwegs gefolgt war. Sorgfältig gestutzte Büsche und Bäume rahmten den schmalen Weg ein. „Hunde verboten!“ ordnete ein Schild auf der kleinen Rasenfläche vor ihnen an. Doch so ordentlich und steril, wie dieses kleine Stück Natur aussah, hätte sich ohnehin niemand getraut, die Grasfläche zu betreten.
Harry blieb stehen und sah sie fragend an.
„Wo willst du denn jetzt hin?“, erkundigte sich Hermine und stellte ächzend den Eulenkäfig ab. Harry blickte sie einen Moment lang nachdenklich an. Das war eine berechtigte Frage und er hatte bei seinem überstürzten Aufbruch wie üblich nicht an die Konsequenzen gedacht. Ursprünglich hatte er gehofft, diese Ferien zumindest teilweise bei Rons Familie verbringen zu können, doch die Weasleys hatten ihm kurzfristig absagen müssen. Harry wusste genau, dass es ihm verboten war, sich außerhalb von Hogwarts irgendwo anders als bei den Weasleys aufzuhalten, weil er außer im Hause seiner Verwandten nur dort vor Voldemort geschützt war. Er wagte trotzdem einen Versuch:
„Könnten wir nicht ... zu deinen Eltern?“
Hermine sah ihn streng an und rieb sich die schmerzenden Schultern unter den Riemen ihres Reiserucksacks.
„Harry, du kennst die Meinung von Professor Dumbledore zu diesem Thema!“
Er nickte mit grimmiger Miene. Wieder einmal stieß es ihm bitter auf, dass er sich nicht einfach wie ein ganz normaler Siebzehnjähriger frei in der Welt bewegen konnte, weil ständig aus dem Nichts sein Leben bedroht werden könnte. Doch plötzlich kam ihm eine Idee.
„Wir disapparieren!“, erklärte er überzeugt.
„Wohin?“, fragte Hermine skeptisch.
„Nach „Purple Oaks“!“, gab Harry entschlossen zur Antwort.
„Wohin???“, fragte Hermine diesmal völlig verständnislos.
„Purple Oaks!“, erwiderte Harry, als sei es der geläufigste Ort der Welt.
„Harry, ich bin nicht schwerhörig! Was ist „Purple Oaks?“ Hermines Stimme klang jetzt genervt.
„Du wirst sehen! Nimm meine Hand!“ Harry bot Hermine seine Hand, hielt mit der anderen seinen Koffer, während Hermines zweite Hand schnell Hedwigs Käfig suchte. Dann schlossen die Freunde die Augen und Harry konzentrierte sich fest auf das Ziel seiner Wahl.
Er genoss das merkwürdige Gefühl, dass er beim Apparieren jedes Mal in der Bauchgegend verspürte. Es vermittelte ihm eine Art der Freiheit. Zwar nicht so gut, wie beim Fliegen, aber immerhin...außerdem hatte Apparieren den Vorteil, einen wesentlich schneller an den gewünschten Ort zu bringen, als ein Besen das vermochte.
Hermine gab ein Keuchen von sich, als sie die Augen wieder öffnete.
„Der Ort macht seinem Namen alle Ehre, oder?“, fragte Harry und lächelte sie an. Sie sahen sich umgeben von Eichen, deren Kronen purpurfarben glänzten. Die Blätter raschelten sanft im lauen Sommerwind. Etwa hundert Meter vor ihnen lag ein Dorf, das, so erkannte Hermine sofort, ein Zaubererdorf sein musste: Die Häuser sahen zu eigenartig aus, um Muggeln zu gehören. Eines schwebte sogar in der Luft. Die Vorgärten waren zum Teil von Gartenzwergen bewohnt, die ganz offensichtlich Gartenarbeit verrichteten, wie Hermine mit zusammengekniffenen Augen gerade noch erkennen konnte. Sie gluckste begeistert.
„So was bräuchte meine Mutter auch!“, meinte sie und zeigte auf die fleißigen Zwerge. Dann sog sie die Luft tief ein und lauschte aufmerksam.
„Wir sind in Meeresnähe, oder?“ fragte sie und Harry griff wortlos nach ihren Schultern, um sie herum zu drehen.
„Wow!“, entfuhr es ihr, als sie in die andere Richtung schaute. Gleich im Anschluss an den kleinen purpurnen Wald aus Eichen, der einen angenehmen Schatten in der Hitze spendete, erhoben sich sanfte Dünen. Dahinter erstreckte sich ein einsamer Strand mit feinem, hellem Sand. Sanfte Wellen rollten in ihrem ureigenen Rhythmus ins Land ein, um sich dann wieder ins Meer zurückzuziehen.
„Harry, was ist das für ein Ort hier? Ich habe nie darüber gelesen!“, erkundigte sich Hermine neugierig. Harry lachte.
„Und das soll schon etwas heißen, wie?“ Er grinste sie an und zwinkerte ihr mit einem Auge zu. Hermine errötete unter dieser ungewohnten Geste, räusperte sich und sah weg.
„Ja, allerdings! Also, wo sind wir hier?“, fragte sie eine Spur zu barsch.
„An der Westküste Englands, genauer: In Cornwall. Allerdings wirst du diesen Ort auf Landkarten vergeblich suchen. Zumindest auf Muggelkarten! Du kennst dich doch so gut aus mit versteckten Zauberersiedlungen. Diese hier ist am Eingang als Touristenattraktion ausgeschildert.“
Hermine sah ihn irritiert an.
„Allerdings“, fuhr Harry geheimnisvoll fort, „kam hier noch nie einer rein. Die Preise sind wohl leicht überteuert. Ein Tagesaufenthalt kostet um die 5000,- Pfund. Da der Ort zusätzlich in überhaupt keiner Touristenbroschüre auftaucht, verschlägt es hier ohnehin kaum jemanden her. Und falls doch...na ja, dir ist ja das System der Abwehrzauber bekannt; dann fällt dem Besucher eben etwas furchtbar Wichtiges ein, das er noch tun müsste.“
„Aber der Strand! Die Nachbarorte müssen doch auch an den Strand münden!“, entgegnete Hermine skeptisch.
„Aber erst Kilometer weiter; ich weiß es auch nicht genau, wie sie das gemeistert haben. Irgendein Raum verzerrender Zauber.“
„Woher weißt du von diesem Ort?, fragte Hermine schließlich, als ihr keine anderen Fragen mehr einfielen. Harry wandte sich abrupt ab und richtete den Blick aufs Meer.
„Von Sirius!“
Noch immer schmerzte ihn die Erinnerung an seinen vor über einem Jahr verstorbenen Paten.
„Oh, tut mir Leid Harry, ich wusste nicht...“ Hermine zupfte verlegen an einer Haarsträhne.
„Schon gut, woher solltest du das auch wissen?“ Er blickte sie wieder an, „Es überrollt mich nur manchmal noch dieses Gefühl, wenn ich an ihn denke...“
Hermine nickte etwas hilflos.
„Wollen wir los?“ Harrys Stimme klang wieder entspannter.
„Wohin?“
„Na, zum Strand!“, lachte Harry, schnappte sich seinen Koffer und zog an Hermines Hand. Hastig griff sie nach Hedwigs Käfig.
„Harry, wäre es nicht besser, wir suchten uns erstmal eine Unterkunft für die Nacht? Die Sonne geht schon bald unter.“ Hermine klang äußerst unbehaglich. „Und überhaupt: Ich bezweifle sehr, dass Dumbledore damit einverstanden wäre...“
„Hermine, der Strand wird unsere Unterkunft für die Nacht!“ Harry drehte sich kurz zu ihr um und blickte ihr in die Augen. „Und jetzt vergiss mal deine Bedenken; Voldemort wird mich nicht gerade heute Nacht hier an diesem Ort suchen!“
Hermine spürte, wie sich etwas in ihrem Bauch zusammenzog. So hatte sie sich ihren Besuch bei Harry nun ganz und gar nicht vorgestellt. Hätte sie ihm doch nur vorher eulen können, um nachzufragen, ob es ihm und seinen Verwandten überhaupt passte, wenn sie ihn besuchte. Aber die Freunde hatten striktes Kontaktverbot, weil in diesen Tagen zu viele Eulen abgefangen wurden. Was hatte sie sich nur dabei gedacht, Harry einfach zu besuchen? Die ganzen Ferien schon hatte diese Idee in ihrem Kopf herumgespukt...
Schweigend folgte sie Harry auf dem schmalen Weg durch die Schatten spendenden Bäume. „Sirius hat sich hier einige Zeit lang als Hund versteckt und mir viel darüber geschrieben“, erzählte Harry, während er offenbar mühelos seinen Koffer durch das Wäldchen schleppte. „Ich war dann ein paar Mal hier nach...nachdem er...na, du weißt schon. Und seit ich die Lizenz zum Apparieren habe, ist es ja ein Klacks, hier öfter mal vorbeizuschauen.“
Hermine hatte zu ihm aufgeholt, um ihn besser verstehen zu können. Nun blickte sie ihn kurz von der Seite an. Er hatte bisher nie darüber gesprochen, dass er Orte aufsuchte, an denen sein Patenonkel sich zu Lebzeiten aufgehalten hatte. Sie merkte plötzlich, dass es offensichtlich so einiges gab, das sie von dem so vertraut scheinenden Freund nicht wusste.
Sie ließen die purpurnen Bäume hinter sich und überquerten die sanft gewölbten Dünen. Dann lag er vor ihnen, der verlassene, unberührt wirkende Strand und dahinter, so weit man blicken konnte, der Ozean.
„Lass uns die Sachen hier abstellen“, schlug Harry vor und ließ seinen Koffer zu Boden sinken.
„Ich mache drei Kreuze, wenn ich meinen Abschluss habe und Gepäck mit „Locomotor Trunk“ transportieren kann!“, ächzte Hermine und stellte etwas unsanft ihren Rucksack und Hedwigs Käfig in dem weißen Sand ab. Die Eule kommentierte diese ruppige Behandlung mit einem empörten Flügelschlagen. Harry öffnete die Gittertür ihres Käfigs und streckte ihr den Arm entgegen. Sie hüpfte bereitwillig heraus und sah sich auf Harrys Unterarm sitzend neugierig um.
„Findest du dich zurecht, meine Gute?“, fragte Harry, strich ihr sanft über die weichen Federn und warf sie dann ein Stück in die Luft. Hedwig spannte ihre großen, weißen Flügel aus und verschwand mit einem „Schuhu“ in den Bäumen, während Harry und Hermine weiter zum Meer gingen. Bald fanden sie sich mit den Füßen in dem angenehm kühlen Wasser wieder.
„Ist das nicht herrlich?“ fragte Harry begeistert. Hermine lächelte ihn an.
„Ja!“
„Kommst du mit schwimmen?“, erkundigte er sich.
„Schwimmen? Ich hab aber gar nichts mit zum...zum Anziehen...“ Hermine kam sich albern vor, denn sie wusste schon während sie das aussprach, dass auch Harry keine Badesachen dabei hatte.
„Das stört mich nicht!“, erwiderte er trocken, während er seine Brille in die Hosentasche steckte und sich in einer fließenden Bewegung sein T-Shirt über den Kopf zog. Hermine war zu verblüfft, um auch nur daran zu denken, wegzuschauen. Während sein Gesicht noch von dem T-Shirt bedeckt war, musterte sie mit einem schnellen Blick seinen Oberkörper. Sie erinnerte sich daran, wie sie sich mehr als einmal während des letzten Schuljahres vorgestellt hatte, wie er wohl ohne T-Shirt aussehen mochte. Stets hatte sie sich streng wieder ins Bewusstsein gerufen, dass Harry eigentlich ihr bester Freund war...doch das hatte sie nicht davor bewahren können, zu bemerken, dass dieser sich von einem schlaksigen, immer etwas unbeholfen wirkenden Jungen in einen gut aussehenden und zunehmend charmanten jungen Mann entwickelt hatte.
Während sie ihn noch verstohlen musterte, entging ihr, dass er ihr längst wieder in die Augen sah. Sie traf seinen Blick, als er gerade wie selbstverständlich seine Hose öffnete. Sichtlich verlegen wandte sie ihre Augen ab und errötete abermals, als sie bemerkte, dass er sie ertappt hatte, wie sie ihn beobachtet hatte. Entschlossen starrte sie aufs Wasser hinaus, während Harry schmunzelnd fortfuhr, sich neben ihr auszuziehen.
Ihr plötzlicher Besuch in den Ferien hatte ihn überrascht ... und auch wieder nicht. Er hatte ihr schon bei der Begrüßung nicht geglaubt, dass sie ihn nur von seinen schrecklichen Verwandten ablenken wollte. Dazu hatten sie während der letzten Wochen des vergangenen Schuljahres zu häufig und intensiv miteinander geflirtet. Er kannte seine beste Freundin lange genug, um zu wissen, dass sie nicht mit jedem Jungen einfach zum Spaß schäkerte, kleine Andeutungen fallen ließ, für zu lange Momente in seinen Augen versank, wenn er ihr zulächelte...
Er hatte gehofft, dass sie an ihn denken würde ... und es auch gleichzeitig befürchtet. Denn es hatte in ihrer gemeinsamen Schulzeit schon genug Gelegenheiten gegeben, die ihn sicher machten, dass ihr gemeinsamer bester Freund Ron jegliches Nährkommen zwischen ihnen katastrophal finden würde. Ron war selber an Hermine interessiert, das wusste Harry genau, auch wenn der andere das dementierte, seit er Hermine zum ersten Mal gesehen hatte.
Doch er hatte es ja nicht darauf angelegt, versuchte Harry sich vor sich selbst zu rechtfertigen. Das bisschen unverbindliche Flirterei...die paar unverfänglichen Blicke während des Unterrichts, den sie nicht mit Ron gemeinsam gehabt hatten...die wenigen wie zufällig erscheinenden Berührungen, wenn sie sich mal allein in einem der unzähligen, endlosen Gänge Hogwarts getroffen hatten...
Hermine wandte ihm wieder ihren Blick zu. Er hatte sich inzwischen bis auf eine grüne Boxershorts ausgezogen und grinste sie an. Sie schien es nicht verhindern zu können, dass ihre Augen abermals flüchtig und wie ungewollt an ihm hinab glitten. Er spürte, wie ihre Blicke auf seinen Körper heiße Welle durch ihn hindurch fluten ließen und entschied sich, dass es höchste Zeit für eine Abkühlung war. Mit einigen übermütigen Sprüngen hechtete er in die Wellen. Hermine folgte ihm mit äußerst unschlüssigem Blick.
„Ach, was soll´s!“, murmelte sie dann vor sich hin, zog ihren knielangen Rock aus und rannte mit einem Slip und ihrem weißen Top bekleidet hinter Harry her. Sobald das Wasser tief genug war, tauchte sie kopfüber hinein und schwamm so lange unter Wasser weiter wie ihre Luft reichte, um dann schließlich genau hinter Harry aus den angenehm erfrischenden Fluten empor zu schnellen. Harry drehte sich in diesem Moment um und sie standen sich nun bis knapp zur Brust mit Wasser bedeckt genau gegenüber. Unwillkürlich ließ er seinen Blick abwärts wandern. Ihr helles Oberteil war ziemlich durchsichtig geworden.
„Kalt?“, fragte er, sie verschmitzt ansehend. Hermine sah erschrocken an sich hinunter, errötete und wollte sich abwenden, doch Harry kam ihr zuvor. Er griff blitzschnell um ihre Taille herum und hob sie ein Stück hoch, um sich dann mit ihr gemeinsam nach hinten fallen zu lassen.
„Harry!“, kreischte Hermine entsetzt auf und strampelte wild, doch es half ihr nichts: Er zog sie mit sich unter Wasser. In einem wilden Kampf gelang es ihr schließlich, sich loszureißen und sie tauchte prustend wieder auf.
„Du Idiot!“, brachte sie unter ihren das Gesicht verhängenden Haaren lachend hervor. Mit einer energischen Kopfbewegung schleuderte sie die nassen Haare nach hinten und spritzte dann panisch mit Wasser nach Harry, als sie sah, dass er schon zum nächsten Angriff überging. Sie versuchte, rückwärts zu fliehen, doch er war schneller. Er hielt sie an einem Arm fest und warf sich auf sie. Diesmal wehrte sie sich nicht, sondern ließ sich einfach mit ihm unter Wasser gleiten. Sein Gesicht war dicht über ihrem eigenen und das Wasser war klar genug, um seine Augen zu erkennen, die sie förmlich anzublitzen schienen.
Schließlich zog Harry sie an beiden Armen wieder nach oben. Sie fand nicht sofort Boden unter ihren Füßen und er umschlang mit einem Arm ihre Taille, um sie festzuhalten. Sie waren beide außer Atem und das unbeschwerte Lachen ließ ihre Gesichter strahlen. Er hielt sie eng an sich gedrückt, konnte ihre nackte Haut an seinem Bauch und ihre Brüste durch ihr Top hindurch an seinem Oberkörper spüren. Sein Herz klopfte heftig gegen das ihre. Langsam hob sie eine Hand, strich sich die nassen Haarsträhnen aus dem Gesicht und sah zu ihm auf. Ihr Blick war etwas scheu und er sah in ihren Augen, dass sie bemerkt hatte, wie ihre Nähe ihn zunehmend erregte. Er lächelte ein wenig und hielt ihrem Blick stand. Seine freie Hand strich vorsichtig über ihre nasse Wange hin zu den tropfenden Haaren. Harry spürte, wie sie leicht zu zittern begann, als er sein Gesicht dem ihren näherte. Er konnte nun ihren Atem spüren. Hermine starrte ihn an, ungläubig irgendwie und auch ein wenig ängstlich. Dann, im letzten Moment, bevor sich ihre Münder trafen, zog sie den Kopf zurück.
„Harry...“, begann sie verlegen, doch ihre Stimme war nur ein Flüstern.
„Schon gut!“ Harry lächelte ihr zu, ließ von ihr ab und verschwand kopfüber im Wasser. Hermine sah, dass er Richtung Ufer zurück tauchte. Sie holte tief Luft. Sie war völlig verwirrt über das, was hier geschah. Sie war sich immer unklarer darüber, was sie sich wirklich von diesem Besuch versprochen hatte. Hatte sie damit gerechnet, dass sie sich näher kommen würden? Es vielleicht sogar gehofft? Sie war zu ehrlich mit sich selber, um das ernsthaft vor sich leugnen zu können. Mehr und mehr fühlte es sich für sie so an, dass sie diesen Besuch vielleicht sogar extra inszeniert hatte, um herauszufinden, was es zwischen ihr und Harry war, das sie dazu brachte, während der Ferien an ihn zu denken. Sie hatte allerlei Gerüchte um ihn gehört während des letzten Schuljahrs und auch wenn er selber nie ein Sterbenswörtchen darüber verloren hatte, glaubte Hermine den Gerüchten, dass er einige Erfahrung mit Frauen gesammelt hatte...
Sie selber war zu unerfahren, um auch nur im Geringsten einschätzen zu können, wie seine Blicke, dieses verschmitzte Zwinkern, die kleinen Berührungen und zweideutigen Bemerkungen zu interpretieren waren.
Sie hatte versucht, ihr Verhältnis zu Harry mit dem zu Ron zu vergleichen, war jedoch keinen Schritt weiter gekommen. Schon immer hatte sie zu den beiden gänzlich unterschiedliche Beziehungen gehabt: Während sie mit Ron seit jeher kleinere und größere Zankereien ausgefochten hatte, so war Harry früher stets der vertraute Freund für sie gewesen. Doch in ihrem letzten Schuljahr hatte sich das geändert. Langsam, kaum merklich, war er für sie immer interessanter und attraktiver geworden. Als die Gerüchte um ihn zu ranken begannen, er hätte etwas mit diesem Mädchen gehabt und jene hätte ihn nachmittags heimlich getroffen, hatte sie sich mehr als ein Mal dabei ertappt, sich vorzustellen, wie er wohl sein mochte...mit einer Frau... Langsam ging sie durch das Wasser hinter Harry her, der sich weiter hinten an den Dünen an seinem Koffer zu schaffen machte.
„Hier ist ein Handtuch für dich, Hermine!“, rief Harry ihr zu, als sie näher kam.
„Danke!“ Seinen Blick meidend fing sie das Tuch auf und trocknete sich ab. Doch ihre Kleider klebten nass und kalt auf ihrer Haut. Sie wickelte sich zitternd in das Handtuch ein.
„Willst du dich umziehen? Ich schau nicht hin, versprochen!“ Harry drehte sich um. Hermine wandte sich zum Meer und entfernte sich wieder einige Schritte von ihm, drehte sich dann um, um sich zu vergewissern, dass er wirklich nicht zu ihr guckte. Dafür konnte sie sehen, dass er sich das Handtuch von den Hüften gezogen hatte und nun seine Boxershorts auszog, um sie gegen ein trockenes Paar auszuwechseln. Sie ertappte sich dabei, aufmerksam seinen Hintern zu betrachten, schaute dann aber schnell weg und nutzte die Zeit, sich ihr T-Shirt und ihren Slip auszuziehen. Erst jetzt wurde ihr bewusst, dass ihre Kleidung zum Wechseln sich in ihrem Rucksack befand...welcher unmittelbar dort lag, wo Harry jetzt stand.
„Verdammt!“, murmelte sie, schlang das Handtuch um sich und ging langsam wieder auf Harry zu.
„Kann ich mich umdrehen?“, fragte dieser, als sie kurz hinter ihm stand.
„Ähm, na ja, meine Sachen...meine trockenen Sachen sind im Rucksack. Gibst du ihn mir bitte?“, stammelte sie. Harry bückte sich, griff nach dem Rucksack und drehte sich zu ihr um. Ihm stockte der Atem als ihm bewusst wurde, dass sie unter diesem Handtuch, das oben nur knapp ihre Brüste bedeckte und unten kaum bis zum Beinansatz reichte, nichts an hatte. Erneut spürte er das heftige Ziehen in seinem Bauch, das schnell in seinen Unterkörper kroch.
„Hier!“ Seine Stimme klang etwas heiser. Er blickte ihr in die Augen und drehte sich dann wieder um.
„Danke!“, murmelte Hermine und er hörte, wie sich das Knirschen des Sandes unter ihren Füßen von ihm entfernte. Er malte sich aus, wie sie das Handtuch gerade fallen ließ, wie sie sich bücken würde, um an ihren Rucksack zu kommen. Er schloss die Augen und schüttelte den Kopf, wie um die Gedanken abzuwerfen.
„Du kannst dich umdrehen!“, hörte er wenig später ihre Stimme. Sie trug nun eine luftige, langärmlige Bluse und weite, bunte Hosen, durch die man selbst im Abendlicht noch deutlich die Umrisse ihrer Beine sehen konnte. Er zog sich rasch noch ein T-Shirt über (er wählte eines, das genau die Konturen seines Oberkörpers umspielte) und ging wieder zu Hermine hinüber.
„Hermine, wenn dir das hier unangenehm ist...ich meine, mit mir hier allein...also, ich hab Geld dabei, wir können auch ins Dorf gehen und uns nach Zimmern für die Nacht umsehen.“ Er klang etwas verlegen und Hermine musterte ihn aufmerksam. In ihr kämpften Vernunft und irgendein Gefühl, das sie nicht genau benennen konnte. Die Vernunft war ihr vertraut wie eine gute Freundin, auf die man sich absolut verlassen konnte; sie begleitete sie fast durch ihren ganzen Alltag, abgesehen von einigen wenigen Momenten des Träumens, wenn sie ganz allein war. Die Vernunft hatte eine sehr klare Meinung zu dieser Situation hier und die hieß: Geh kein Risiko ein! Du würdest nicht „Nein“ sagen, wenn er versuchen würde, dich zu verführen, also sieh zu, dass du gar nicht erst in die Gelegenheit gerätst; das gibt nur Ärger! Das andere Gefühl in ihr jedoch ... das war wesentlich abenteuerlustiger. Es malte sich lebhaft und bildreich aus, wie es wäre, Harry wirklich zu küssen ... es war versucht, es einfach drauf ankommen zu lassen, was geschehen würde, wenn sie hier mit ihm am Strand blieb...
„Hermine?“ Harrys leise Stimme riss sie aus ihren Gedanken. „Sollen wir uns im Dorf Zimmer für die Nacht suchen?“
„Nein!“, entfuhr es ihr so spontan, das sie sich fast vor Schreck über die eigene Courage auf die Zunge gebissen hätte. „Nein“, wiederholte sie etwas sanfter, „Wir können ruhig hier bleiben! Ich meine, wir haben wirklich schon viel gefährlichere Situationen gemeinsam durchlebt als in einer Sommernacht an einem Strand zu sein, oder?“ Sie lachte etwas gezwungen und Harry musste grinsen.
„Naja, das kommt immer drauf an, wie man „gefährlich“ definiert!“, erwiderte er feixend und spürte ein Kribbeln in seinem Bauch wild jubilieren, als sie sich verlegen abwandte und energisch in ihrem Rucksack zu kramen begann. Er kannte Hermine und wusste, wie schwer sie aus der Fassung zu bringen war. Ihre Verlegenheit konnte doch nur bedeuten, dass sie an ihm interessiert war ... oder? Und schließlich hatte sie gesagt, sie wolle mit ihm hier bleiben...mit ihm hier die Nacht verbringen! Dann hatte ihre Abfuhr von zuvor im Wasser vielleicht doch nicht zu bedeuten, dass sie ihm generell nicht näherkommen wollte...? Wirklich abgeneigt hatte sie ja auch nicht gewirkt...
„Hast du Hunger?“, fragte Hermine betont beiläufig aus ihrem Rucksack heraus, „Ich hab noch Proviant mit. Ich bin nämlich mit der Bahn zu dir gefahren, weil meine Eltern mich partout nicht apparieren lassen wollten! Sie meinten, ich hätte meine Lizenz noch zu kurz und außerdem ist ihnen das im Ganzen überhaupt nicht geheuer...“ Sie plapperte, als sei ihr jede Sekunde des Schweigens nicht geheuer.
„Ja, ich hab großen Hunger!“, versicherte er ihr. Hermine reichte ihm ein Packet eingewickelter Brote und eine Thermoskanne. Dann ließen sie sich nebeneinander in den Sand fallen und begannen schweigend zu essen, während es immer dunkler wurde. Sie beobachteten, wie die Sonne feuerrot im Meer zu verschwinden schien und tranken dabei ihren warmen Tee.
„Hast du was von den anderen gehört während der Ferien?“, fragte Harry irgendwann.
„Mmh!“ Hermine nickte. „Ron hat mir einmal ganz am Anfang der Ferien geschrieben; da wusste er allerdings noch nicht, wohin oder mit wem er verreisen will. Ginny hat mich für die erste Woche besucht. Wir haben aber nicht viel unternommen; es war einfach zu heiß!“
Harry nickte und erkundigte sich: „Ist sie noch mit ihrem Freund zusammen? Wie hieß der noch? Der Typ aus Hufflepuff...“
Hermine rollte mit den Augen: „Dennis! Er hieß Dennis! Und er war aus Ravenclaw, Harry!“
„Richtig! Dennis! Also, sind die noch zusammen?“
„Nein. Sie hat Schluss gemacht...das ist aber schon eine ganze Weile her. Er hat wohl dauernd vor seinen Freunden dumme Sprüche abgelassen, das fand Ginny nervig!“
„Aha!“, kommentierte Harry, doch Hermine hatte das Gefühl, dass er nicht wirklich bei der Sache war.
„Aber Ginny hat sich in den Ferien mit Neville geeult. Ich glaube, der mag sie richtig gern!“, fuhr Hermine fort.
„Neville???“ Nun war Harry wieder sehr aufmerksam. „Neville macht sich an Ginny ran?“
„Er macht sich nicht an sie ran, Harry, er ist einfach interessiert daran, was sie tut und wie es ihr geht!“, gab Hermine ein wenig patzig zurück.
Harry sah sie einen Moment lang irritiert an.
“`Tschuldige Hermine, ich hab es nicht so gemeint!“, murmelte er dann.
Sie antwortete nicht.
„Hermine?“, brach Harry irgendwann das Schweigen.
„Mmh?“
„Es...es tut mir Leid, wie das hier gelaufen ist. So hast du dir deinen Besuch bei mir sicher nicht vorgestellt, oder? Ich meine, du kommst deinen Schulfreund besuchen, willst ihn ein wenig aufheitern und der schleppt dich mir nichts dir nichts an einen fremden Ort und na ja...du weißt schon...“
Sie starrte auf ihre Hände, die sich in ihrem Schoß aneinander festzuhalten schienen.
„Ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung, was ich mir unter diesem Besuch vorgestellt habe, Harry“, sagte sie leise.
Wieder trat Schweigen zwischen ihnen ein. Harry kannte diese Art von Schweigen und er hatte es im letzten Schuljahr mit genügend Mädchen geteilt, um dieses Schweigen als eine Art stumme Zustimmung einschätzen zu können, dass er sich zumindest den Versuch erlauben konnte...
Er atmete tief durch, dann beugte er sich zu ihr hinüber und griff ihr vorsichtig unter das Kinn, so dass sie ihn ansehen musste. Ihre warmen braunen Augen blickten in seine.
Ohne Brille sah er merkwürdig schutzlos aus, stellte sie fest. Und ziemlich sexy... erneut war sie erschrocken über ihre eigenen Gefühle. Es war das Eine, mit Harry während der Schulzeit etwas zu flirten, aber etwas ganz anderes, ihm auf wenige Zentimeter Entfernung im Sonnenuntergang an einem einsamen Strand mit purpurnen Eichen dahinter tief in die Augen zu schauen. Auch ihre spärliche Erfahrung mit Jungen erlaubte ihr, einschätzen zu können, was auf so einen Blick fast obligatorisch folgen würde...die Frage war vielmehr nur noch, wie der jeweilige Junge den folgenden Kuss beginnen würde...
„Küss mich, Hermine!“, hörte sie da auch schon Harrys leise und etwas rau klingende Stimme. Sein Gesicht war direkt vor ihrem. Sie roch seinen Atem, der nach den frischen Hexenkräutern des Tees und einfach nach Harry duftete. Sie schaute ihn weiter an, unschlüssig, ob sie dem wahnsinnigen Kribbeln in ihrem Unterkörper nachgeben sollte.
Sie hatte Angst. Angst um die Freundschaft zu ihm. Angst davor, was geschehen würde, wenn sie sich erst auf den Kuss eingelassen hatte; schließlich war sie noch nie wirklich mit einem Jungen zusammen gewesen. Und sie hatte keinen Bedarf, sich in Harrys Eroberungen einzureihen...und doch, es schien ihr unmöglich, den Blick von seinen faszinierend grünen Augen abzuwenden. Sie dachte daran, wie er sie im Wasser an sich gedrückt hatte und ihre Brust hob und senkte sich in kurzen Abständen. Sie biss sich leicht auf die Unterlippe, wie um sich zu einer Entscheidung zu drängen.
„Gib mir deine Hand!“, forderte Harry sie nun auf und sie gehorchte ihm wehrlos. Er zog ihre Hand zu seinem Mund, drehte ihren Arm, so dass er an ihre Handflächen heran kam und begann, sanfte Küsse darauf zu verteilen. Hermine sog unwillkürlich scharf die Luft ein, als Harry seine Lippen leicht öffnete und mit seiner Zunge ihre empfindliche Haut berührte. Er sah ihr noch immer in die Augen.
Sie starrte ihn an, sprachlos und unfähig, sich zu bewegen. Langsam ließ er ihren Arm sinken, behielt ihre Hand in seiner und legte sie auf seinen nackten Oberschenkel. Seine Haut war warm und weich und Hermine spürte, wie das Kribbeln in ihrem Unterkörper immer stärker wurde. Ein leichtes Lächeln huschte über seine Lippen und Hermine zwang sich, seinem Blick weiter standzuhalten, während es ihre Augen magisch zu ihrer Hand hinzog, die noch immer auf seinem Oberschenkel ruhte. Nun spürte sie erneut eine leichte Bewegung von seiner Hand ausgehen, als er die ihre kaum merklich unter seiner aufwärts zog. Hermines Herz wollte zerspringen. Sie war hin und her gerissen, ihre Hand im letzten Moment wegzuziehen...doch da berührten ihre Fingerspitzen auch schon den Stoff seiner Boxershorts. Fast ein wenig erschrocken zuckte sie kurz zusammen, als Harry ihre Hand gänzlich auf der harten Beule unter dem dünnen Stoff platzierte. Doch sein wohliges Aufseufzen faszinierte sie mehr, als ihre Scheu sie zur Flucht zu überreden versuchte und so ließ sie ihre Hand von ihm führen.
„Merkst du, wie verrückt du mich machst?“, flüsterte er, während er ihre Hand fest auf seine Erregung drückte. Hermine schluckte, doch das brennende Verlangen in ihrem Unterkörper machte es ihr schwer, einen klaren Gedanken zu fassen. Ihr gelang ein stummes Nicken und ein flüchtiges Lächeln. Harry schmunzelte schweigend zurück. Er war sich unschlüssig, ob er weitergehen sollte oder sie sich bedrängt fühlte.
„Und was soll ich nun tun...mit meiner Hand?“, fragte Hermine schließlich mit etwas zittriger Stimme. Sie fand Gefallen an dem Gefühl, ihn zu erregen.
„Soll ich es dir zeigen?“ Harrys Augen funkelten eigentümlich und er drückte ihre Hand noch mehr gegen seine pulsierende Härte.
„Ja!“, flüsterte Hermine. Mit seiner freien Hand griff er in Hermines Nacken und zog sie sanft aber bestimmt zu sich heran. Als ihre Münder sich trafen, explodierte ein Feuerwerk in Hermines Kopf. Seine Lippen fühlten sich weich an, als sie sie einige Male behutsam küssten, als wollten sie erfragen, ob es okay sei. Als sie ihn vorsichtig zurück küsste, wurde er etwas mutiger, öffnete leicht seinen Mund und saugte sanft an ihren Lippen. Sie legte hingebungsvoll den Kopf in den Nacken und gewährte ihm sofort Einlass, als er mit seiner Zunge gegen ihre Lippen stupste. Sie seufzte verhalten in seinen Mund, als seine Zunge die ihre traf und sie in kleinen, flinken Bewegungen umspielte, sie anstieß, sie umschlang und sich dann wieder zurückzog, um sie nach mehr sehnen zu lassen...
Himmel, kann der Junge küssen!
Hermine presste sich gegen Harrys Oberkörper und rieb ihre Brüste gegen sein T-Shirt, was ihm heiße Schauer der Erregung in die Lenden trieb und seine Erregung unter Hermines Hand unwillkürlich zucken ließ. Er saugte begierig an ihrer Zunge, was ihr ein leises Stöhnen entlockte. Er lächelte in den Kuss hinein und zog sich dann etwas zurück, um sie ansehen zu können.
„Ich kann das auch mit dem Rest deines Körpers tun, wenn du magst“, neckte er sie heiser, als sie sehnsüchtig auf seine Lippen starrte.
„Was?“ Hermine sah zerzaust aus und versuchte offensichtlich mühsam, ihre Gedanken zu sammeln.
„Das, was ich mit meiner Zunge gerade in deinem Mund gemacht habe...ich kann das auch am Rest deines Körpers tun!“ Harry schaute sie an, lächelte kurz und begann dann, ehe sie sich weigern konnte, ihre Bluse aufzuknöpfen. Sie konnte nicht fassen, was sie hier gerade tat! Und sie konnte nicht glauben, mit wem sie es tat! Doch derjenige machte es einfach absolut fantastisch!
Sie schaute ihn aus ziemlich glasigen Augen an und ihr Blick machte ihn schier wahnsinnig. Ihre Hand ruhte noch immer in seinem Schoß und er konnte sich nicht beherrschen, seinen Unterkörper kräftig gegen ihre Handfläche zu drücken. Sofort erwiderte sie den Druck.
Harry sah, dass Hermine keinen BH unter ihrer Bluse trug und endlich konnte er ihre Brüste ganz betrachten, obwohl das weiße, nasse Top zuvor schon interessante Einsichten gestattet hatte. Sich von ihrem Blick lösend, senkte er seine Lippen auf ihre rechte Brustwarze und küsste sie leicht. Dann stupste er sie mit seiner Zunge vorsichtig an und begann, um sie herum zu lecken, bevor er sie schließlich vorsichtig zwischen seinen Lippen einsaugte. Hermine warf den Kopf zurück und gab ein sehnsüchtiges Wimmern von sich. Ihre eine Hand ruhte noch immer auf seiner fast schmerzhaft drängenden Erektion, während die andere sich in seinen Haaren vergrub, um seinen Kopf auf ihre Brust zu drücken. Harry saugte leicht an ihrer Knospe, während seine Zunge immer wieder darüber fuhr. Hermine zog seinen Kopf sanft an seinen Haaren zu sich empor und suchte seine Lippen.
„Du wolltest mir doch etwas zeigen, Harry!“, hauchte sie gegen seinen Mund.
„Mmh?“, machte er etwas atemlos.
„Du wolltest mir zeigen, was ich mit der Hand...“ Sie drückte zur Verdeutlichung gegen seine Erregung und er keuchte auf. „...nun tun soll!“, vollendete sie mit sanfter Stimme den Satz.
„Richtig!“ Harry rang sichtlich um Selbstbeherrschung. Ohne Hast zog er ihre Hand zur Seite.
„Warte kurz“, murmelte er dann leise und erhob sich geschmeidig. Hermines Gesicht war nun genau auf der Höhe seines Schoßes, doch sie war mit dem Blick in seinen Augen verhaftet geblieben und er lächelte zu ihr hinab, während er langsam die Shorts von seinen Hüften zog. Nun wanderte ihr Blick von seinem Gesicht hinunter und verharrte schließlich kurz auf seiner Erektion. Sie ertappte sich bei dem Gedanken „Nicht schlecht, Harry!“ und konnte sich ein verschmitztes Lächeln nicht verkneifen. Nicht, dass sie einen lebendigen Vergleich gehabt hätte...
Harry ließ sich wieder ihr gegenüber im noch immer warmen Sand nieder und griff erneut nach ihrer Hand. Während er sie wieder zu seinem Schoß zog, beugte er sich zu ihrem Gesicht vor und verschlang begierig ihre Lippen mit den seinen. Seine freie Hand fand ihre linke Brust und er massierte sie mit sanftem Druck.
„Hermine, du machst mich wahnsinnig!“, raunte er, als er den Druck ihrer Hand um sich spürte. Er zog sich ein Stück von ihrem Gesicht zurück und schaute auf ihre Hand hinab. In seinen Lenden brannte das Verlangen, nach sofortiger Erlösung, doch er zwang sich zur Beherrschung. Und so dirigierte er ihre Hand langsam ein Stück auf und ab, merkte jedoch schnell, dass ihn allein der Anblick ihrer Hand an seiner brennenden Erregung schnell, viel zu schnell, an den Gipfel der Lust bringen würde. Doch Hermine schien in all ihrer Verwirrung langsam ihre natürliche Lern- und Wissbegierigkeit wiedergefunden zu haben. Er spürte, wie sich ihre Bewegungen verselbstständigten, sie in Tempo und Intensität variierte und ihr Daumen schließlich vorsichtig über seine Spitze strich, um ihn zu erkunden.
Harry blickte in ihr Gesicht. Ihre Wangen waren gerötet, ihr Gesicht sah konzentriert aus. Sie folgte mit ihren Augen den Bewegungen ihrer Hand und bewegte wie unwillkürlich langsam ihren Unterkörper vor und zurück. Harry rückte ein Stück nach vorne und zog sie ein wenig zu sich heran, so dass er schließlich seinen Oberschenkel zwischen ihre Beine schieben konnte. Ein Schauer des Verlangens durchströmte ihn, als er bei ihrer nächsten Bewegung ihre Feuchte durch den dünnen Stoff ihrer Hose an seinem nackten Bein fühlen konnte. Ihre Bewegungen wurden eindeutig zu intensiv und Harry spürte das vertraute Gefühl des sich aufbauenden Höhepunkts in seinen Lenden. Rasch zog er ihre Hand von sich und drückte Hermine rücklings in den Sand. Während ein Arm sie umschlang, kroch seine freie Hand an ihr hinab. Er fand den Weg in ihre Hose, die nur von einem Gummizug auf ihren schlanken, sanft gerundeten Hüften gehalten wurde. Als seine Finger sich durch ihre weichen Haare bewegten und kurz darauf auf nackte, zarte Haut stießen, keuchte Hermine laut auf und klammerte sich an Harrys Rücken fest. Es raubte ihm schier die letzte Beherrschung, als seine Fingerkuppen an ihre empfindlichste Stelle stupsten und er dann an ihrer Öffnung diese herrliche Feuchte spürte. Hermine entfuhr ein unkontrolliertes Wimmern, als er begann, mit dem Finger unter sanftem Druck in sie einzudringen, während ein zweiter Finger immer wieder ihren Lustpunkt rieb.
„Oh Gott!“, keuchte sie unter zwei heftigen Atemzügen hervor.
„Ich will dich, Hermine!“, raunte er ihr ins Ohr und sie glaubte, vor Verlangen nach ihm zu vergehen.
Harry befürchtete, dass das Vergnügen nicht lange dauern würde. Dazu war ihr Vorspiel einfach zu erregend gewesen. Er war sonst immer schneller zur Sache gekommen, um von dem eigentlichen Akt länger etwas zu haben.
„Was muss ich tun, Harry?“ Hermine sah ihn glasig an. Harry schluckte hart. Erst in diesem Moment wurde ihm bewusst, dass dies für sie anscheinend das erste Mal sein würde. Er stützte sich auf seinem Unterarm ab und sah sie an.
„Ähm, Hermine, ich wusste nicht, dass du noch nie...bist du dir sicher...?“
Sie nickte hastig.
„Okay!“ Der heisere Klang seiner Stimme trieb ihr ein weiteres heißes Prickeln in den Unterkörper. Sie spürte, wie ihr Schoß pulsierte und ihr ganzer Körper geradezu nach Erlösung schrie. Harry rollte sich mit ihr im Arm auf die Seite und drückte sie an sich heran.
„Zieh dein Bein hoch...so!“, stieß er hervor und zog ihr Bein über seine Hüfte, so dass er seine Erregung umfassen und an ihre Öffnung führen konnte. Er sah ihr in die Augen, um sich zu vergewissern, dass sie es auch wirklich wollte. Der sehnsüchtige und lustvolle Ausdruck darin fegte letzte Bedenken beiseite. Er wusste eh nicht, wie er sich hätte beherrschen sollen...
Seine Spitze berührte nun ihren Eingang. Hermine stöhnte auf. Doch Harry ließ sie zappeln. Langsam führte er seine pochende Erektion zwischen ihren Schamlippen hoch und runter, streifte dabei mehrmals den Punkt ihrer größten Begierde, was sie fast den Verstand verlieren ließ.
Dann schob er sich an ihre Öffnung und drang mit einem einzigen, schnellen Stoß in sie ein. Er fühlte nur einen kurzen Widerstand, bei dem Hermine leicht zusammenzuckte, dann spürte er ihre wundervolle, warme Enge um sich. Langsam zog er sich soweit zurück, dass seine Spitze ihren Eingang streifte, bewegte sich dort einige Male langsam vor und zurück und versank wieder in ihr. Hermines lautes Aufstöhnen zeigte ihm, dass er richtig lag. Wieder zog er sich fast aus ihr zurück, sie krallte sich an seinem Rücken fest und presste hart ihr Becken an seine Hüften. Dann begann sie, sich selber zu bewegen. Ihre Hüften stießen mehrmals vorsichtig vor und zurück, kreisten dann probeweise ein wenig und fanden einen Rhythmus.
Harry bemühte sich, still zu halten, doch schon bald spürte er, wie er die Kontrolle verlor. Rasch drehte er sie auf den Rücken und schob sich über sie, so dass er nun zwischen ihren Beinen lag und sie sich nicht mehr bewegen konnte. Sie versanken in einem leidenschaftlichen, verschlingenden Kuss. Harry schob seine Arme unter ihren Rücken und umfasste von hinten ihre Schultern. Dann begann er, sich kraftvoll in ihr zu bewegen. Hermine schnappte nach Luft und vergrub sich aufstöhnend an seiner Schulter, als er leicht die Position änderte und mit seiner Spitze einen besonders empfindlichen Punkt an ihrer Wand massierte. Harry merkte, wie ihn diese raue Reibung an den Rand des Höhepunktes brachte. Alles um ihn herum schien zu verschmelzen mit Hermine. Es gab nur noch sie und ihre lustvollen Seufzer in seinem Ohr, ihre feuchte Enge um ihn, ihre heiße Haut unter seiner, ihre Hände, die seinen Rücken umklammerten. Als er merkte, wie sich der Orgasmus seinen Weg durch seinen prallen Schaft bahnte, ließ er seine Bewegungen langsamer und intensiver werden. Einen Augenblick lang hatte er das Gefühl, das Bewusstsein zu verlieren, dann ergoss er sich stoßweise in Hermine und sank unter einem tiefen Seufzer auf ihr zusammen. Schwere Erschöpfung ließ ihn in sanfte, nächtliche Dunkelheit versinken. Doch er bemerkte, dass Hermine ihren Unterkörper weiterhin bewegte und sich an ihn presste. Er zog sich aus ihr zurück.
„Na? Noch nicht gestillt dein Hunger?“ Er lächelte sie an. Sie zog sein Gesicht zu ihrem hinab und küsste ihn heiß und brennend.
„Warte kurz!“, flüsterte Harry und entzog sich ihr. Er tastete suchend im Sand umher und fand schließlich neben seiner Brille seinen Zauberstab. Er richtete ihn zwischen Hermines Beine und murmelte leise: „Petrificus Ejakulatum!“
Dann beugte er sich wieder über sie, küsste sie sanft und ließ seine Hand über ihren weichen Bauch hinweg in ihren Schoß gleiten, wo er sofort ihre Öffnung fand. Er rieb mit Druck in sie hinein und massierte mit einem anderen Finger ihre geschwollene Knospe.
„Harry!“, stieß sie hervor, „Wolltest du das mit deiner Zunge nicht am Rest meines Körpers machen?“
Harry hob erstaunt die Augenbrauen. Dann grinste er sie an und senkte seine Lippen auf ihre Brust, während seine Finger in ihrem Schoß weiterhin heiße Schauer durch ihren Unterkörper trieben. Hermine stöhnte auf und versuchte, seinen Kopf zwischen ihre Beine zu drängen.
„Harry bitte, ich halt das nicht mehr aus!“, keuchte sie. Harry merkte, wie ihre Lust ihn abermals erregte. Bevor sie wusste, wie ihr geschah, traf seine Zunge ihren empfindlichsten Punkt. Hermine bog aufstöhnend ihren Rücken durch und drängte Harry ihren Unterkörper entgegen. Er saugte die sensible Stelle zwischen seinen Lippen ein, wie er es zuvor schon mit ihrer Zunge und ihren Brustwarzen getan hatte, und leckte mit seiner Zunge schnell darauf hin und her. Hermine spürte, wie sich eine kribbelnde Hitze an der Stelle ausbreitete, die Harry so gekonnt bearbeitete.
Während er sich mit einem Arm aufstützte, umschloss seine andere Hand seine sich erneut aufbäumende Erregung und begann, mit schnellen Bewegungen zu reiben. Er stöhnte verhalten an ihrem Schoß und Hermine sah kurz auf. Zu beobachten, wie er sich selbst berührte, brachte sie letztendlich an den Gipfel. Mit einem leisen Aufschrei bäumte sie sich auf und bewegte hastig ihren Unterkörper gegen Harrys Mund, bis sie schließlich erschöpft zusammensank. Er ließ von ihr ab und ließ sich neben sie in den Sand fallen. Sie hatte die Augen geschlossen, ihr Gesicht war entspannt.
Er beobachtete sie still.
„Tat es weh?“, fragte er nach einer Weile leise an ihrem Ohr.
„Nein! Es war wunderbar, Harry! Ich hätte nur nie gedacht, dass du...also dass wir beide, na ja...dass du der Erste wirst für mich...“
„Aha!“, erwiderte Harry und klang verletzt.
„Oh, so war das nicht gemeint!“, versicherte Hermine ihm schnell, als sie die Enttäuschung in seiner Stimme wahrnahm, „Ich dachte nur immer, ich würde mit demjenigen...na ja, richtig zusammen sein...einen festen Freund haben, verstehst du?“
Er schwieg einen Moment und schien zu überlegen.
„Und was ist das zwischen uns für dich?“, fragte er dann. Sie lächelte ihn an und seufzte dann herzhaft.
„Ach Harry, das ist alles so verworren!“ Sie spielte mit einer Hand mit einer Haarsträhne, die ihm ins Gesicht gefallen war. „Wir kennen uns schon so lange und waren bis eben einfach nur die besten Freunde. Und dann ist da noch Ron...der würde uns den Hals umdrehen, wenn er auch nur eine Ahnung davon hätte... und...“
„Bist du denn in mich verliebt, Hermine?“, unterbrach er sie und blickte ihr nun direkt in die Augen, soweit das die Dunkelheit zuließ.
Sie zögerte. Das war so typisch Harry, schließlich mit allen Emotionen auf einmal heraus zu platzen...
„Ich...ich weiß es nicht genau...“, wich sie ihm aus, denn es war nicht typisch für sie, auf so eine Frage emotional zu antworten. „Wie ich schon sagte, bis vorhin waren wir immer nur die besten Freunde...offiziell zumindest. Das wir die letzten paar Schulwochen immer so ein bisschen rumgeflirtet haben, hat mich schon verwirrt, ob es wirklich nur Freundschaft ist.“
„Ich wüsste nicht, dass man, wenn man einfach nur gut befreundet ist, so tollen Sex miteinander hat!“, kommentierte er grinsend und küsste sie auf den Mund. Sie lachte.
„Lass mir einfach etwas Zeit, okay? Das ist alles so neu für mich...“, bat sie leise. Harry zog sie in seine Arme und sie verfielen erneut in Schweigen.
Nach einer Weile wurde ihnen kalt und sie zogen sich wieder an. Dann legten sie sich wieder nebeneinander in den Sand und deckten sich mit einem trockenen Handtuch zu. Harry verschränkte die Arme unter dem Kopf und starrte in den Sternenhimmel, während Hermine ihn interessiert beobachtete.
„Harry?“, begann sie irgendwann, „Für dich...für dich war es nicht das erste Mal, oder?“, Sie kannte die Antwort ohnehin. Doch sie wollte es von ihm hören und ihn nicht merken lassen, dass sie einiges über sein Liebesleben im letzten Schuljahr gehört hatte.
„Nein!“, antwortete er knapp. Sie wandte den Kopf zu ihm und betrachtete ihn von der Seite. Sein Gesicht sah plötzlich verschlossen aus.
„Es ist okay, wenn du nicht darüber reden willst...“, versicherte sie ihm, doch er schüttelte den Kopf.
„Du weißt doch noch, als ich damals kurze Zeit mit Cho Chang ausging?“, begann er zu erzählen, „Naja, ich war über sie ziemlich frustriert und sauer und dann kam diese Sache mit Sirius und Dumbledore hat mir von dieser bescheuerten Prophezeiung erzählt und...naja ich glaube, ich musste mich einfach irgendwie ablenken, um nicht dauernd daran zu denken, wie und ob mein Leben weitergehen wird.“
„Verstehe“, sagte Hermine unbestimmt, „Weiß Ron davon?“
Harry zuckte mit den Schultern.
„Einige Male hat er mir Alibis bei McGonnagal verschafft, wenn ich zu lange unterwegs war. direkt gesagt hab ich´s ihm nicht...ich denke, er ahnt es“, erklärte er.
„Warum hast du nie mit uns darüber gesprochen, Harry? Wir sind schließlich deine Freunde!“, fragte sie und klang etwas verletzt.
„Vielleicht hab ich mich geschämt?“, meinte er, „Ich bin nicht sehr stolz darauf; es waren fast alles nur Sachen für eine Nacht...oder einen Nachmittag besser gesagt.“
„Warst du in keine verliebt?“
„Ich weiß nicht...ich glaube nicht“, erwiderte Harry ein wenig kühl, „Es war mehr so, dass es einfach ein gutes Gefühl war, dass die plötzlich alle was von mir wollten. Vielleicht wollte ich sie einfach rumkriegen...keine Ahnung.“
Hermine schwieg eine Weile.
„Und...was ist das hier für dich?“, fragte sie schließlich. Nun drehte er sich endlich wieder zu ihr um und sah sie in der Dunkelheit an.
„Verworren trifft es gut!“ Er lächelte sie an und strich ihr über den Arm. „Du bist mir als beste Freundin sehr wichtig; ich glaube, die Hälfte meiner Zeit in Hogwarts wäre ich ohne dich komplett verloren gewesen! Wahrscheinlich wäre ich auch schon längst tot ohne deine rettenden Geistesblitze in letzter Minute!“
Hermine lachte leise.
„Aber andererseits finde ich dich verdammt sexy...“, fuhr er flüsternd fort und küsste sie abermals. Hermine war froh, dass er in der Dunkelheit ihre aufsteigende Röte nicht sehen konnte. „Und unsere kleinen Schäkereien letztens hatten schon etwas sehr Verführerisches...“
Sie nickte lächelnd.
„Aber du hast Recht: Ron würde mich skalpieren, wenn er hiervon wüsste!“, stellte er sachlich fest und sie nickte wieder.
„Was war das eigentlich für ein Zauber, den du ausgesprochen hast, nachdem wir miteinander geschlafen hatten?“ fragte sie wenig später.
Harry kicherte. „Ein Verhütungszauber. Ich dachte, sicher ist sicher...“
„Was für ein Verhütungszauber?“, fragte Hermine skeptisch.
„Nun, er lässt alle Samenzellen erstarren...und wenn sie nicht schwimmen, können sie auch nichts anrichten, wenn du verstehst, was ich meine!“, erklärte Harry.
„Gar nicht dumm! Wo hast du den her?“, wollte Hermine wissen.
„Von Melanie Huntigton, du weißt schon; letzte Abschlussklasse, Ravenclaw. Sie hat wohl schon etwas Erfahrung gehabt, als wir uns letztes Jahr...näher kamen. Sie hat mir einiges...ähm...beigebracht!“ Harry grinste sie frech an.
„Und anscheinend recht erfolgreich...“, murmelte Hermine schon etwas schläfrig, „Aber der Verhütungszauber wäre nicht nötig gewesen; was eine wirkliche Hexe auf sich hält, so gibt es andere, zuverlässigere Methoden...trotzdem sehr nett, dass du daran gedacht hast...“ Sie gähnte laut und schlief kurz darauf in seinen Armen ein.
Hermine erwachte durch einen Aufschrei. Sie schrak hoch und sah Harry neben sich hocken, die Hände auf seine Stirn gepresst.
„Was ist los, Harry?“, fragte sie ängstlich.
„Mein Narbe“, stöhnte er auf, „Scheiße, tut das weh...“
„Was hat das zu bedeuten?“, wollte Hermine wissen.
„Er muss in der Nähe sein, Hermine...Voldemort...schnell!“ Er packte Hermine am Arm und zog sie zu seinem Koffer. Hektisch wühlte er in seinen Sachen.
„Hier! Mein Tarnumhang! Zieh ihn über!“ Harry warf ihr den Umhang zu.
„Aber Harry!“, schrie Hermine jetzt in Panik, „Was ist mit dir ?“
„Das würde nichts nützen; er kann erspüren, wo ich bin; er würde uns nur beide finden!“ Mit hastigen Bewegungen stülpte Harry ihr den Tarnumhang über. Hermine wollte gerade protestieren, als ein PLOPP! in einiger Entfernung Harry herumschnellen ließ.
„Sei still Hermine, da ist jemand!“, flüsterte er.
Die folgenden Augenblicke kamen Hermine wie endlose Stunden vor.
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