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Geschichte: Fanfiktion
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von MomoChibiChan
erstellt: 11.01.2005
letztes Update: 11.01.2005
Geschichte, Drama / P6
(fertiggestellt)
Soo Leute, das sind die Konsequenzen, wenn ich mal wieder an einem Freitagabend zu Hause sitze und nix im TV läuft. D.h. Ich schiebe ganz einfach ne DVD rein - in diesem Fall "MoonChild". Tja, dann kommen da so komische Sachen raus wie diese FF. Das Ganze war natürlich so: auf DVD ist auch eine Szene #17 die nicht im Film ist. Dummerweise ist die nicht englisch untertitel, ergo ich verstehe kein Wort da ich kein Japanisch kann... ^^ Also denk ich mir's ganz einfach aus.
Soo, ob die FF gut oder nicht so pralle is, müsst ihr selbst entscheiden Auf jeden Fall viel Spass beim lesen von "The taste of life", meiner 2ten "langweiliger-Freitagabend-FanFiction".
Momo
P.S.: Ich glaub ich muss kissuchan mittlerweile die Füsse küssen als Entschuldigung für meine Sauklaue im Original-Skript...*kissuchan durchknuddl* Danke fürs Gegenlesen!!
PPS: Legt euch ins zeug mit den Kommis^^ Jede art von kritik is gerne gesehen d.h. Auch Verbesserungsvorschläge!!
The taste of life
Ein kleines, dunkles Zimmer. Ein Bett, ein Schrank, ein Spiegel, eine Kommode. Darauf Kerzen und ein vor sich hinräuchendes Weihrauchgefäß. Die einzigen Geräusche kamen von einem blubberndem Aquarium, welches mit Goldfischen gefüllt war - und einem sich auf dem Bett hin- und herwälzenden Mann der sich gerade leicht zerzaust aus dem Bett erhebt. Langsam geht er zum Aquarium und betrachtet aus stechend blauen Augen die durcheinander schwimmenden Fische.
Frei ... sie sind frei und doch gefangen. Genau wie ich. Ich kann mich frei bewegen und tun und lassen was ich will, und doch... und doch bin ich Gefangener meines Schicksals. Warum hat er mich allein gelassen mit meinem Schicksal?
"Both about to cry..."
Warum?
Auch wenn ich merke, dass ich älter werde, sieht man es mir nicht an. Ich sehe dieses Elend im Hier und Jetzt, aber wieviele werden noch folgen? Wieviel noch? Soll ich denn bis in die Ewigkeit hier alleine das Elend der Menschheit mit ansehen müssen?
Im Moment ist Sho noch da, aber auch er wird alt und schwach werden und schließlich wird auch ihn das menschliche Schicksal ereilen - der Tod. Und dann - dann bin ich wieder alleine. Keine Falten. Immerwieder ein gleichbleibendes Gesicht. Ja, im Geist altere ich, doch werde ich immer faltenlos bleiben - das Gesicht eines knapp 28-jährigen. Eines 28-jährigen der zur ewigen Einsamkeit verdammt ist.
"Both about to cry..."
"Kei?"
"Was?"
Mein Gott, ich hab den Kleinen gar nicht eintreten hören!
"Was hast du?"
"Himmel, wie siehst du denn aus?!"
Blonde Haare; ein wuscheliger Blondschopf. Beiläufig tritt er vor den Spiegel und zupft sich in seiner Frisur herum während er mit mir redet. Langsam gehe ich zu meinem Bett.
"Gefällts dir nicht?"
"Naja, doch...schon...aber das ist wohl nicht der Grund dafür, dass du mich jetzt besuchst, oder?"
"Nein."
"Mmmhh, welcher ist es dann?"
"Du!"
"Ich? Was ist mit mir?"
Er geht zur Kommode die neben meinem Bett steht und zündet sich an einer Kerze seine Zigarette an.
"Warum quälst du dich immer wieder?"
"Ich quäle mich nicht."
"Doch, das tust du. Seit 16 Tagen hast du nichts mehr getrunken! Langsam mach ich mir ernste Sorgen um dich!"
Ich mir auch um dich, Sho. Wenn du weiterhin deinen blanken Hals so nahe an meinem Mund hast, kann ich für Nichts garantieren. Schnell drehe ich mich zurück auf den Rücken und starre zur Decke hinauf. So seh ich wenigstens nicht diese so verlockend pulsierenden Halsschlagader Shos. Glücklicherweise steht er auf und geht ans Fenster - und zieht dummerweise den Vorhang soweit auf, dass ich fast im Sonnenlicht gelgen hätte.
"Baka! Was soll der Scheiß?!"
"Das scheint die einzige Möglichkeit zu sein, dich aus deinem Brüten rasuzuholen. Gib mir gefälligst eine Antwort."
"Ich kann im Moment einfach keinen Menschen töten."
"Du musst. Oder willst du verhungern?"
"Was ist schon Verhungern? Schon vergessen?! Ich kann nicht sterben! Ich werde weiterleben. Auch wenn du mal irgendwann stirbst; ich werde weiterleben und alleine durch diese zerstörte Welt ziehen. Eine chaotische Welt. Eine grausame Welt. Eine Welt; wie geschaffen für eine Missgeburt wie mich..."
Immernoch starre ich bewegungslos an die Decke. Aus den Augenwinkel sehe ich, wie Sho sich an mein Bett lehnt.
Schon wieder dieser verdammte Hals. Gedankenverloren starre ich darauf. Auf die Bewegung der Muskel unter der Haut, wenn er schluckt oder den Kopf wendet.
"Hat dir deine Mutter nie beigebracht, dass es unhöflich ist andere Leute anzustarren?"
"Nein."
"Kei, bitte... So kann das nicht weitergehen. Auch wenn du nicht dadurch sterben kannst, so wirst du immer schwächer. Was nützt es dir, so sehr zu hungern, dass du kaum noch die Kraft hast dich auf den Beinen zu halten? Tu mir den Gefallen und lass es nicht so wit kommen. Bitte!"
"Das sagst du so leicht. Weißt du eigentlich wie es ist, wenn du dich vor dir selbst ekelst? Vor dir selbst fürchtest? NEIN! Du weißt gar nichts. So leicht dahin zureden fällt dir nicht schwer, WEIL DU NICHT IN MEINER LAGE BIST!"
Ich weiß, dass ich jetzt unfair werde, aber ihn zu verletzten ist momentan noch die einzige Möglichkeit ihn irgendwie aus meiner Reichweite zu bekommen, da ich nicht weiß, wie lange ich mich noch beherrschen kann. Dummerweise habe ich in diesem Punkt nicht mit Shos hitzigem Temperament gerechnet. Brutal werde ich aufs Bett gedrückt. Seine Hände drücken mich an meinen Schultern runter. Schon wieder bin ich viel zu nahe an seiner Halsschlagader.
Bu-Bumm.
Klar und deutlich kann ich seinen Puls sehen, da sein Hals mittlerweile vor Wut anschwillt.
"Natürlich kann ich mich nicht in deine Lage versetzen, du Vollidiot! Was denkst du eigentlich wer ich bin! Ich kenne dich nun schon seit fast 15 Jahren, und sehe dich jeden Tag. Meinst du etwa ich würde nicht mitbekommen wie sehr du leidest? Jedesmal sehe ich dein ausgemergeltes Gesicht, sehe wie du leidest. Ich sehe dich vegetieren, leben kann man das nicht mehr nennen."
Bu-Bumm. Bu-Bumm.
Sein Puls rast.
"Verdammt noch mal, Kei! Es hilft dir nicht weiter wenn du dich ständig auf Hungerkur setzt."
Bu-Bumm.
"Habe ich dich je um etwas gebeten aus purem Eigennutz? Habe ich das jemals getan?"
"Nein, hast du nicht."
Wie hypnotisiert starre ich auf seine pulsierende Halsschlagader.
"Dan tu mir jetzt den Gefallen und trink!"
Er presst seinen Hals an meinen Mund.
Bu-Bumm.
Ich will nicht.
Bu-Bumm.
Nicht Sho.
Bu-Bumm.
NEIN.
Bu-Bumm. Bu-Bumm.
Plötzlich liege ich auf ihm. Fessel ihn ans Bett.
Bu-Bumm.
Mit einem mal schmecke ich den Eisengeschmack von Blut in meinem Mund.
Bu-Bumm.
Kralle mich in seinem T-Shirt fest. Es tut mir leid Sho. Es tut mit leid.
Buu-Buummm.
Er windet sich stöhnend unter meinem Mund. Sein Pulsschlag verlangsamt sich. Bleibt fast stehen. Ich muss aufhören.
Mit aller Willenskraft reiße ich mich los und setze mich auf. Wie unter Peitschen windet er sich unter mir. Ich weiß genau was er im Moment spürt. Der Schmerz des Todes und das befreiende Gefühl einer Geburt. Das Gefühl des Verlierens und des Gewinnens. Das Alt-Vertraute und das Neu-Gefundene. All diese Emotionen zur gleichen Zeit. Es fühlt sich an wie das Bersten der Seele und das Finden einer solchen Verwandten.
Langsam scheint er sich wieder zu beruhigen.
"Jetzt weiß ich es. Warum du hungerst. Jetzt weiß ich es."
"Es tut mir leid, Sho."
~*Both about to cry *~
~END~
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