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Geschichte: Freie Arbeiten
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/ Sex and the City - oder: Waruuuuuum???
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von Sasy
erstellt: 02.01.2005
letztes Update: 02.01.2005
Geschichte, Allgemein / P12
(abgebrochen, keine anonymen Reviews)
Autor: Sasy
Rating: P16 (wg. Wortwahl *g*)
Disclaimer: Die SatC-Charaktere gehören was weiß ich wem ... Chris Noth gehört sich selbst ...
Anmerkung: Okay, dieses Essay ist schon ein paar Tage alt, aber es liegt mir am Herzen ... also, lesen und reviewen bitte! ;o) Und bitte ... lest es mit einem Augenzwinkern, ich hab keine Lust auf Angriffe irgendwelcher Art.
Ja, ich gebe es zu: Ich bin eine notorische Spielverderberin, denn ich gucke nicht "Sex and the City"! Ich setze mich nicht jeden Dienstag abend mit meinem Liebsten vor den Fernseher, nachdem ich das Telefon ausgestöpselt, das Handy ausgeschaltet und den Hund zur Nachbarin gebracht habe. Ich verweigere mich.
Generell bin ich, was Fernsehen angeht, eigentlich keine Kostverächterin. Ich habe 3 1/4 Staffeln "Big Brother" gesehen ohne an Augenkrebs zu sterben und ich gucke zu meiner Belustigung auch "Oggy und die Kakerlaken" wenn keine Kinder in der Nähe sind, aber ich habe nie mehr als 6 oder 7 Folgen dieses Pseudorealityformats gesehen. Diese Serie lief monate- wenn nicht sogar jahrelang, ohne dass ich von ihr belästigt worden bin. Ich habe Zeitschriften geschlossen, wenn mit das bekannte Logo entgegensprang. Ich habe die Tasten meiner Fernbedienung betätigt, wenn in einem Magazin von der Serie berichtet wurde und ich habe in Rekordgeschwindigkeit einen Raum verlassen, wenn der Satz "Hast du gestern abend gesehen, was Carrie passiert ist?" fiel. Doch das Grauen hielt zum ersten Mal Einzug in mein Wohnzimmer, als mich eine Freundin besuchte und partout nicht auf ihre wöchentliche Dosis "Wir sind vier Freundinnen, sitzen in Cafés und unterhalten über das Sexualverhalten unserer Partner" verzichten wollte (oder konnte?). Ich bewaffnete mich mit einem Buch und ärgerte mich keine Ohrenstöpsel zur Hand zu haben, denn die Serie zu hören ist fast ebenso schlimm wie sie zu sehen. Ich wurde aber noch dazu durchgehend von meiner Freundin informiert, was gerade los war und was in der letzten Staffel schon los war und wer mit wem und warum und warum wieder und welcher Hund zu wem gehört und warum dieses Café so toll ist und ...
Im Endeffekt ließ ich mich dazu breitschlagen ab und an mal über mein Buch zu linsen um wenigstens Notiz von den Männern der Serie zu nehmen. Zu diesem Zeitpunkt war ein Mensch namens Aidan an Carries Seite. Alleine der Anblick dieses Vollzeittischlers hat mich dazu verleitet mich wieder völlig meinem Buch zu widmen. Wenn das die Männer sein sollten, um die es sich drehte, dann wollte ich damit nichts zu tun haben.
Die Dunkelheit legte sich ein weiteres Mal über mich als ich eines Dienstags mit vereiterten Mandeln im Bett lag und in Ermangelung eines DVD-Players auf das Fernsehprogramm angewiesen war. Da ich zu dem Zeitpunkt die Existenz dieser Serie schon wieder erfolgreich verdrängt hatte, ließ ich die Taste 6 meiner Fernbedienung auch nicht aus, sondern landete beim Zappen auf Pro7. Oh Graus ... ich erkannte Carrie, aber zeitgleich fiel mein Blick auf ihn. Mr. Big. Kurzzeitig wusste ich, wieso Frauen auf der ganzen Welt diese Serie gucken. Es hat nichts damit zu tun, dass da auf einmal Frauen "so offen über Sex sprechen" oder die Serie "irre lustig" ist. Es geht einzig und allein um ihn. Mr. Big. Frauen zerren ihre Männer nicht vor den Bildschirm um ihnen zu zeigen, wie eine Frau "tickt", sondern um sie mit dem Anblick von ihm zu konfrontieren. Frauen kaufen sich nicht Manolo Blahnik-Schuhe, weil sie sie schön finden, sondern weil sie hoffen, dadurch einen Mann wie ihn auf sich aufmerksam machen zu können. Sie bewundern nicht Carries Mut ihren eigenen Kleidungsstil durchzuziehen, sondern freuen sich, dass sie etwas zum lästern gefunden haben. Denn mal ehrlich ... eine Frau, die mit roten Satinschläppchen, einem hellblauen Nachthemd, einer viel zu kleinen rosa Strickjacke und einer Frisur wie ein explodierter Wischmop durch die Straßen New Yorks läuft, lädt nicht zur Nachahmung ein.
Aber ich gebe es ja zu, ich habe ab diesem Zeitpunkt zeitweise meine Dienstag abende vor dem Fernseher verbracht ... ich habe pünktlich zu Folgenbeginn Pro7 eingeschaltet und abgewartet, wer als "guest star" aufgeführt wurde. Und wenn der Name Chris Noth erschien, bin ich sitzen geblieben und habe mich durch unglaubliche "Er hat mich gut gefickt, er hat mich schlecht gefickt"-Diskussionen gequält. Ich habe das nur kurze Zeit ausgehalten und bin dazu zurückgekehrt ohne diese Serie zu leben und auch ohne Mr. Big. Immerhin hat der Mann auch gute Serien und Filme gemacht, die den Weg in mein DVD-Regal gefunden haben.
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